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Nr. 267

Der tititatr Hjriiet «richt'"! täglich, außer Sonn, und Feiertao». mon«!ll*1n*«sprf fei 5J1» 5.50 rin chl. Träger, lohn, durch die Pos! Md 6.50 ein chl. Vel'el. Held, auch bei Dichterlchei- nm einzeln e Hummern tafolgt höherer Gewalt. i^rr eif reej.flnlajuilt:

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Br Druckerei. 1><rlag inb <fce d)üV»f1eüe 81. Lnlchrill für Drot-lnach« richten Hnjelger ♦lefCB.

petf^edUele:

grenf'trl a. M. I|6M.

Erstes Blatt

UI. Jahrgang

Dlontcg, U. Novernder 1921

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

t)md trnb Verlag: vrübl'sche Univ, vuch- und Stclnöruderei B. Lange. Sdfriftltlhmg, GeschSflrttelle und Drntferel: 8chulftrotze 7.

liMfit wn S*)rigcn für bie laqHeuemcr d>» zum Nachm tt<ig vorher o^ncjebeBerdrndl chdeit. P'tii ttr l mm Höhe für jeigei ü 3«mtn vrfitt LrU'ch 55 Di. autmarts 65 t>f.; für Hehl amt» Hnjeigtn von 70 mm VreneL»üDl Sei TU!)« »vrfchnl! 20 . Huf chlag. ftoup.|d)rtftlet!er Hug. C och Verantwortlich für DoMik. Aug ®oe:i; für den übrigen Teil; Marl tDollt)er; für ben Hnjtigcntcd. non» Beck» färnthd) in Gieren

Eine Ueberrafchung auf der Washingtoner Konferenz.

Amerika hat bi« Abrüstungskonferenz »(elrf) bei Beginn der Liyungen mir einem brftlmmien und detaillierten Bvrscklag über Abrüstung zur Lee überrascht. Der Antrag ist. wie au- den nachstehenden Meldungen hervor- 8«bt. sehr weitgehend und stht sogar die Zerstörung älterer Lchifse und die Ginstellung noch nicht fertiger LchiffSbauten vor. Das künftige LtärkeverhältniS der Bölker zur Lee soll das gleiche bleiben wie in der Gegenwart, wobei die kleineren Flotten Frankreichs und Italiens zunächst einmal außer Betracht blei­ben follen. weil der Krieg hier besondere Ber- hältnlsse und Lchwieri'kei en geschaffen habe und man große Seerüstungen bei ihnen ja nicht zu befürchten brauche. Die Abrüstung zu Lande soll erst später zur Debatte gestelll werden.

Die Eröffnungsrede Hardings in Washington.

tfartf. 12. Ttre (MDB) President Har- dfna bot bnie normlttag einhrld elf Ubr in ber öonthrcntal Memorial Hall bie Konfe­renz über bie Entwaffnung rröff"ct ör toünMve mi Beginn feiner BegrüstiingSrtde ben de-schied enen Delegationen ein Willkommen unb erinnerte an die verichiebenen Gedenktage, bie die allii-rten Iterierungen gemeinsam in bem groben Kriege hätten, an bem sie teilqenommen bänen. um die gemeinsame Lach' zu verteibiaen. Prästant Darbing begründete af-^ann ben Ge- aegenslanh ter Konferenz. Die P'licht bet Kon­ferenz fei, die Hoffnungen unb Wünsche brr Brüderlichkeit. die sich gerade auS b<nn proben Kri^gr bm bafen, zu versieben. D i e Welt breche unter bem Gewicht der Schulden zusammen. SS sei notwendig, bad man bie Safi von ihnen Schultern nehme Alle Männer, die eine wirtlich? Beschränkung der Dew f'nung wünsch en. tx?r[angen. baß 7er Krieg euberbnlb deS Des-neS gestellt werbe. Präsident Harding sprach alsdann von den Bereinigten Staaten unb fa^te: Wir haben keine Furcht; wir verteidigen keine niedrigen Ziele Wir be- arawdhnen in niemanden einen F-^rnd. Keine Beferung in ter Welt kann et&H* we-den, obne daß von den Böllern Ovfer gebracht werden. Wir wollen nich' lag'm. daß ie^e Ration Ihr* Rechte u-b Ihre Freiheit trf<t) rösten müsse Wir können nicht di? Afpira'ion der Böller ve'l"ugnen und kh'-e na'ionalen Botwendigkei'en ignorieren. Kein nottvmdiger Stolz darf verletzt noch gebe- müflqt we-dm. Keine Battnnalltät soll unfer- ged'n - ab-r wir Haden begriffen, daß wenn man sich weniger auf ben Krieg vorderesten würde, man am Frie^m einen größm-n Beiz finden würde ^e'Td) könne nicht« erzielt werden, fag e der Präsident weiter, wenn man frtni^e natio­nal« B-ssin-Tnu-'ren vmachlälliae D'Sha'b müß­ten alle zusammen handeln, damit die VrfadKn dieser Be'orgniS h^eitiat würben. Selbst wenn man von den edelsten G-fübl^n befeelt fei unb wenn man b~r besonder- faren unb bart-m -Reali­sation der Da'lachrn InS Auae fef*. mülle man nu ae linken, tab tie übe tri ebenen Ausgaben, bie da« Rennen um die Bcwaslnun^en auch notwm,- dinerweise ber.u »wingen, bie^unnmz herab- |ufet$<m Bamenksich in dem aure"bllckllchrn Zeit­alter lei die Welt in trgnifchm Wdle zum Gin- sekrm geführt werden. Aber Irr Wei werde ein edl'n-er fein, wenn man bi- Dernunft. daS Ge­wissen und bf- Brüderlichkeit lebm lalle. Wir Haden unS. so fuhr der Präsident fort, hier ver­sammelt. um der Humanität zu dienen. Wir hoffen, auf diele W-ile zu v-rßehen. daß sie da-.n Mertf1 we"de, die FriebeTrSaarantien zu ve"l'ä"bm. W'-r haben unS hier ver"fnl"t. um mit unteren Mandaten die 2a9 der B^lk^r zu ve'nnlndmm und endllch eine bTerc Ordnung auf^u-ichten. die der Welt ihre Buhe geben wird.

Dom R-ni'edchrn Direau zufolge führ'e- sident Harding in seimrr Bebe auf ber Ab- rüstungSkvnserenz u. a. noch auS:

SS fei nicht notwendig, die Bedeutung einer solchen Kvnf-e^z n überschätzen. Sie sei teilte uir.fcmfub' P ablett l unb kci e Herabf-tz-rna der anderen Bativnen; diele würben, obwohl nich' nuf fe- Kens-enz vertretmz. doch mit höchster Achtung dobande't tn-rben. Man erwarte jeden­falls. daß bie Beschlüsse dieser Konferenz einen au'«?rvrdmtlich?n Sinlluß auf die getarnte Welk haben werde. ÖS fei nicht eine Konferenz zur Feßfevung von Bestimmungen, eS s-'i eine Zufamm.mku-ft au« all-n Teilen der Erde, um die Fehler In den internationalen Beztehunaen auf kaS kleinste Mab »urü<fiutübren. Die Welt sei fdcbPebcnb unb ddnae au ®mcuerung. Sie huneere und dürste nach er-em bdlertn ?u lammen - lebm Die Menl-ch^e t 'chrde nach Srlö ung unb flcbe nach der Gewißheit eines bauernden Friedens In allen Ländern werde die Laß ber LchuBm ale ch schwer emvfundm. Alle he-- langen nach Freiheit und Gerechtigkeit. Die Welt taumele unter ihren Schulden und wolle ihre Laßen ad^enommen haben. 2 g f chl) der r e- ftrea Koßm eineS Krie''S unb ber fortwährenden ÄüßunaSlnsten ve-laniten alle einllchtigcn Böl­ter wirllichs De'ck-ränkung der Büßungen unb eine Aechtung kes Krieges. 'Die Hunderte von Millionen von Menschen in der Welt, die bis jent rm Fd eben zahlen und br Kriege fallen soll'en wZlltm. daß ihre Staatsmänner ti? AuS- F.bcn für die Zerstörung in Mittel zum Auf - au umwanbellen.

Präsdent Harding fuhr fort, ind'M er sich an die Delegierten ter Konferenz wandte: Die Bereinigten ötaa'en begrüfbrn euch mit uneiaen- nutziger Hand Wir haben k.-ine Furch'. Wir verfolgen kein« nl.'briaen Ziele. W i r haben niemanden alS Feind im Berdacht. Wir denken nicht dn Forderungen Zufricdm mit dem. waS wir haben, suchen wir nicht nach dem, waS anderen gehört. Wir wollen mit cuch an einem Tische Internationaler Beriändigung und internationalen Wohlwollen- zulammen- fitzen. Kein Bolk braucht gedemüttgt unb erniedrigt zu weid en. Wir müllen miteinander verhandeln, um die Krieg^u h chen durch internationale Bemühungen zu b.'feitlqen. DaS kann nur durch eine Konferenz gelchehen.

Ein amerikanischer Abrüstungs- plan zur See.

(Vin fPorfdilnn HngßeS'.

Washington, 12. Bov. (TDolff J HavaS. HugheS begann seine SröfsnungSrede mit der Erklärung, daß die von den b l der Kon­ferenz anwes nden AealerungSvertretem gegebe­nen Sicherßellu-gen die besten Zcichen für den Orfolg ber Konferenz seien, ör fetzte cu6e|nanber, daß den alllle ten u b alloziierten Mc.ch en eine Gelegenheit geboten sri, die "Rüstungen ein- zulchränken, unb bah b.e amerikanische 'Re­gierung vorsch'age. die Konferenz solle unver­züglich mit der Bearbeitung dieser Fragen be­ginnen, ohne jedoch bie Prüsurg der Frage be- fernen Osten- zu verschieden, die ebenfalls bdnglich eine Lösung erheilchr. HugheS erinnert beim an da- vor 23 Jahren vom Zaren er­laßene Aeskript, da- so edle Bestrebungen auSbrückte, und fuhr fort: 3n bem Maße, wie die Aüf'u'gen zunähmen, würdm die Aea'erun» gen immer weniger in ber Lage fein, bie größten­teils durch die Rüstungen entstand.-nen wirtfchast- llchen Krisen zu vermeiden, bie eine fortwährende Gefahr au.'machten. Man m^sse den Au­stungen ein Ende machen. da- sei die höchste Pflicht der Staaten. Man dürfe sich nicht damit genügen, Unteduchungen unb stati­stische Erhebungen vorzuikchmen. Die gegen­wärtige Konferenz sei zufammenberusen worden, nicht um Wünsche allgemeiner Art zu äußern, sondern um zu handeln. Für ibn. HugheS. bestehe die Hauptschwierigkeit in dem "Hrtlbewerb ber Seeprogramme, unb zur Einschränkung ber Rüstungen zur See fei eS wichtig, auf blcfen W'ttbewerb zu verzichten. Die ei z g? Ho fn jng au S n'chränkung her Aüstunaen zur See bestehe badn, ein Einvernehmen zwischen den beteiligten "Rationen herzustellen. Diese- Ginvernehmen müsse durchaus vernünftig unb gerecht sein hinsichtlich dessen. waS man an 3 u geflänbniffen von jeder einzelnen Macht verlange. HugheS schlägt bann für alle "Rationen eine Einstellung ber Aüstunaen zur See vor, bie er .6 e e f e r t e n nennt und macht einen Bor » schlag über eine Derminderung der Flolten­stärken. demzufolge unverzüglich insgesamt für bie amerikanische, englisch? unb japanische Ma­rine 66 Einheiten erster Klasse, die bereit- gebaut sind oder sich im Bau befinden, mit einer De­samttonnage von 1838 043 Tonnen zerstört wer­den sollen. Diese Ferstörunz soll innerhalb eine- Zeiträume- von drei Monaten stattfinden, vom Zustandekommen deS internationalen Uebereln- kommen- an gerechnrt Die Bereinigten Staaten würden an Einheiten erster Klaffe 530 650 To.. Großbritannien 634 450 unb Japan 293 ZOO To. opfern.

Washington, 12. Aov. (WTB) Staats­sekretär HugheS ist zum stänbigen Präsi­denten der Abrüstungskonferenz ge­wählt worden, ör teilte mit bah h?i ben Ver­handlungen die frai-öfifche unb englische Sprache gebrauch! toerben könnten.

Washington. 13. Aov. (WTB l Zur gestrigrn 1. Konferenzsltzung wirb noch gemeldet: Aachdem Staatssekretär HugheS feine Aede gehalten hatte, wurde ber Beamte beS Staats­departements Garrett zum Generalsekretär ber Konferenz ernannt Die Führer der Delegatio­nen der fünf Großmächte werden bie Kommission bilden, die beauftragt ist. daS Programm über bie Behandlung ter Abrü'tungSprvb.emS zu prü­fen. Ihnen wirb bezü;lich der Fragen dc- Stillen Ozean- der erste delegierte jeder der vier ande­ren Mächte zur Seite treten.

Washington. 12. Aov. (WTB.) Aach Informationen von maßgebender Leite beab­sichtigt die amerikanische Delegation auf der Washingtoner Abrüstungskonferenz einen Plan fürbie AbrüstungenzurLee zu unterbreiten, der sich aus folgende Grund­lage stützt:

1. Großbritannien. Japan und Amerika kommen durch einen besonderen Vertrag über den Grundsatz der Beschränkung der Aüstun- gen zur Lee überein, wobei die Bedingung der Sicherheit der drei Länder in Betracht ge­zogen ist.

2. Die besondere Stellung Drvhbdtan. nien- als I n s e l m a ch t soll anerkannt wer­den in Liebereinstimmung mit der vom Präsi­denten Wilson im Jahre 1919 angenommenen Formel, welche be'agt: Drohbrirannten muß seine Seemacht aufrecht erhalten.

3. Anges:chtS der rerri vrialen maridmen und politischen Interessen der Bereinig­ten Staaten sowie der Länge ihrer Küsten

am Atlantischen und Stillen Ozean und der Aotwendigkrit der AufrechterhaUung der Monroelehre haben sie Grund zur Auf­rechterhaltung ihrer Flotte In einer Stärke, die der der größten Seemacht, nämlich Großbri­tannien. gleich Ist.

4. Durch besonderen Vertrag erklären sich Großbritannien. Japan und die Bereinigten Staaten während einer bestimmten Periode bereit, keinerlei Flottenbau vorzu­nehmen. Während dieses Zeitraumes darf kein Schiff auf die Heiligen gelegt werden, es sei denn, es handle sich um Schisse veralteten TYPS. Genaue Bestimmungen, wann ein Kriegsschiff als veraltet anzusehen ist, sind feftzuseven.

5. Die gegenwärtig von den Bereinigten Staaten gebauten sechs Schlachtkreuzer werden vollendet und als zur aunenblidltcb bestehen­den Flotte Amerika- gehörig betrachtet, das keine Schiffe dieser Klasse besitzt, während Japan und Großbritannien, tote sede modern» Macht, bereits über einige Schiffe dieser Art verfügen.

5. Japan und die Bereinigten Staaten verpflichten sich, ihre Gebiete an der Küste des Stillgn Ozeans nicht zu befestigen. Zwecks un­verzüglicher Verminderung der Aufgaben für i die Flotte D-erden alle veralteten Schiffe außer j Dienst gestellt.

7. Gs werden Bürgschaften gegeben, daß keine Macht Handelsschiffe bewaffnet.

Wo f hing ton, 13. Aov. (WB ) Hova- veröffentlicht folgende Clny(beiten über da5 See­programm HugheS Drei Monate nach bem internationalen Ueberelntommen. da- die Bü­ßungen zur See betdpt. soll der INstand zur See in Ölnhelten erster Kloße für bie drei Haupt- moch e fein: Drosthdtainlen 22 Bereinigte Staa­ten 18. Iapan 10 Einheiten. Der gesamte Stand der Tonnage für groK< Kreuzer unb Zerstörer soll für jede einzelne Macht wie folgt fein Groß­britannien 450 000 Tonnen, Bereinigte Staaten 450 000 Tonnen, Zapan 270 000 Tonnen. Die genehmigte Tonnage f°r Unterle^b"ote s"ll f'H: Dw' b itirml« i 8) 000. B-rel' igte S altert 92 00 Iapan 42 000. bie Tonnage für Fiug'eugm-'t.t.r- lchiffe Dros.d itannieg 8) 000. Beni igte Staa­ten 80C00, Zapan 48 000 Tonnen Keine ber Regierungen, deren Tonnage gegenwärtig kie vorgeschriedene Grenze überschreitet, soll gezwun­gen fein, sie zu reduzieren, bevor der Grsatz der unmvk^men Dch'sfe durch neue Bauten b ginnt. Die Krcu-ev sollen nach 17 Zrhren dar- neue er'etzt werden, die Unterseeboote nach 12. Flug- zeugmu'te -schiße nach 20 Zahnen. B^üg'lst b r Bcru^endu^a von Hard lSfah z ugen zu K i'ss- zwecken sollen b-fonbere Borlchriften au'gestellt werden. Gkxtentoärt g borbanbere und im Bau beftnblldy? Schiffe, deren Tonnage 53)0 Tonnen nicht überschreitet, wie Petrol'umschifle unb Minenfu^er, sind von den Te'timmung'n be8 Webereinkommen- nicht b'troff'm Icde an bem llebereinlommen brtelllgte Macht soll fldb d r- pstichten, die and'ren Mächte von fcder G'.nzel- beit bezüglich Mudau unb Grs atz der Schiße zu unterrich'en.

W a I h i n g t o n, 13. Aov. <WB.) Hava- Aach dem Programm von HugheS hat Ame­rika zu zerstören: 15 grobe neu erbaue Sinheiten mit einer Waße^r^rgung von 518 000 Tonnen und einem Wert von 333 000 Dr llarS, au'erdem 15 al'e Pan-^-rschiße m'.t einem Tl-nnengehalt von 22? 000 Tonnen. Groß­britannien soll den Bau von 4 Ginheiten vorn Typ .Hood" einf) eilen Diele Schiße haben eine Wasserverdrängung von 170 000 Ton­nen. De zu »edtö e^den LeberdreadnoughtS Ha­den eene Wasserverdrängung von 4113o5 Ton­nen.

Aach ber Rede HarblngS sprach ber Ver­treter Zapa n S, Tvkugava. die guten ßche IapanS für bie <5 ?nung ber Äon- fcreiy auS. ®r sagte Die W lt bedarf be- Fde- ben- unb beS politischen unb wirtschaftlichen Gleichgewicht-, um zu biefem Ziele zu gelangen, müssen bie Forderungen beS gesunden M en schon- versianbeS erfüllt werden.

Schanzer erklärte. Italien habe nicht- zu fordern unb nicht- zu fürchten. Italien wünsche, baß feine finanziellen unb wirtschaft­lichen Berh I n He in liebere.n inmung mit denen ber anderen Mächte wieder hergeftellt mürben. habe keine imperlalißisch'n Bestrebungen unb e- sei bereit lvhal an ben Borlchllgen beS Prä­sidenten Harding mit uarbehen. Sin neuer Krieg würde eine wirtschaftliche Katastrophe fein. Die Geschichte ber "Bereinigten Staaten im vergange­nen Zachrbundert sei ein hervorragendes Bei­spiel ba'ür. daß Äonfl Lite durch Schiedsspruch und nicht durch Gewalt gelöst werden könnten.

Der belgische Delegierte Sortier de Marchienne sagte, feine Regierung fei für die Annahme aller Maßnahmen, die ber Gr- Haltung de- Frieden-, ber aber ein ehrenvoller 5 riebe fein'ne. dienten Der chinesische Bertreter. Wellington Sob. erklärte. Thina werd em 11 ganzem Herzen an der Regelung der Probleme be« 6tT«n Ozean- mitarbeiten.

(^inr fRrbr Ü^rinnb^.

Hieraus verlangten bie Mitglieder ber Äon- seren; eine Rede B r i a n d - unb riefen Weber- H2U dellen Brranb. der sehr übecroscht

schien, hielt eine Ansprache aus bem Stegreif. Gr sagte, als FTankreich die 3in» labung Harding- erhalten habe, da habe e- .Hler'^ gerufen, sowohl au- unauslöschlicher Dank­barkeit gegenüber den Bereinigten 6:aaten wie auch au- persönlicher Eingebung und geleitet von bem brennenden Wunsche, bei Lösung jeder Frage mitzuarbeiten, bie ber Befestigung bei Frieden- ;u bienen geeignet fei, um Dielen Im Rahmen beS Möglichen zu einem bauernden zu machen. Driand fügte hinzu, baß Frankreich trotz ber ihm von Aachbarseite drohenden Gefahren mit ganzem Willen unb ganzem Herzen auf der Konferenz Mittel fachen volle, dl ekoßspleli en Rüstungen einzuschränken. Driand schloß feine Rede, indem er erfllrte. wenn morgen die Sicher­heit Frankreich- wiederhergeßellt sei. werbe e# bereit fein, zu sagen: Die Waffen nieder!

Die Wirkung des umerikan'schrn Vorschlags.

Paris, 14.Aov. lWTB.) Stephan Lau» zanne kabelt bem ,Mattn" aus Washington, bah ber Borschlag von Hughes einen unge» heuren Slnbrud gemacht habe. Hier Freude, ba Beunruhigung, überall aber Bestürzung. Gin Meteor, baS vom Himmel gefallen wäre, hätte keinen nieberschmetternberen Gtnbruck machen können. Die Japaner hätten ttoh ihrer Selbstbeherrschung ihre Bestürzung nicht ver­bergen können, unb ber englische Admiral habe deutliche Anzeichen von Bestürzung von sich gegeben und die Arme gekreuzt. Stephan Lausanne nennt da- Dorgehen von Staatssekretär Hughes besonders geschickt, well er bieBeschränkung berRüstungen zu Land« aus ber Diskusston ausgeschaltet habe, bie angesichts beS augenblicklichen .Unbekannten" in Auhlanb und Deutschland nur schwiedg zo einem GrgebniS führen könne. England und Japan würben vielleicht eine Frist verlangen, ehe sie sich entschieden.

Der Eindruck in England.

Pari-, 13. Aov. (WTB.f Der Sonder» berichterstatter des ^Inttanstgeant- berichtet aus Washington, bie englische Delega­tion habe aestern abenb vernehmen lasten, daß sie grundsätzlich bereit sei, den Borschlag HugheS anzunehmen. Wenn bem so wäre, bann werde man am Dien-tag die Bedingun­gen erfahren, bie (Sngtanb unb Japan an die Annahme knüpften. Die Aede Hughes scheine einen tiefen und ausgezeich­neten Eindruck gemacht zu haben. Der Bedchterstatter desIntranfigeant- fügt hin­zu daß das amerikanische Programm unmög­lich auSgesühri werben könne.

London, 13. Aov. IWTB) Der von 6taa6fefretär HugheS auf ber Washingtoner Konferenz unterbreitete Plan ber Bereinigten Staaten zur Derbinderung der Flottenrüßung findet in der Svnntag-vreste große B.-achtung. 5% Sonderberichterstatter der .S u n d a y T t - m e S" auf der Washingtoner Äon! er en* meldet feinem Blatt, Amerika hab? auf der Konferenz in ; der ersten S unde ihre- B ftrhen- elneBombe platzen lassen, al- e- fein sensationelle- Programm der Rüflung-b.-schränkungen jur See verkündete. Welch?n Gtndruck da- amm-ikanifche Programm auf die In Washington befindlichen britischen und ja^nifchen Flöttenfachverständiaen machen werke, könne man noch nicht mit Be­stimmtheit lagen. Auch der amerikanisch? Bor« schlag einer sofort beginnenden Rüstung-» pause von 10 I«vren lei selbst für die Amerikaner überrascht gekommen. Ds herrsche jedenfalls allgemein der Gindruck, daß bl; Ber­einigten Staaten ihre Starten of en auf den Tl'ch gelegt haben. Laut .Wee kl y Di I patch ist man In Washington der Ansicht, daß Groß» bii annien den ame.ikanischen Dorschlag lehr gün­stig auf nehmen werde, und daß c- Zapan schließlich nicht möglich fein werde, ihn zu ver­werfen. DaS Blatt veröffentlicht Aeuherungen von ehemaligen Madnelachverstänblgen zu lern Vorschlag der Bereinigten Staaten. Admiral Dark Äerr meint danach, die Grundsätze de- amerilanikf/271 Plane- seien Im allgemeinen gut Großbritannien würde jedoch mit feinen zahl­reiche Kohle ist ationen und Kolonien mehr Z l o 11 l l e n brauchen alS di« übrigen Mächte. Lord Sydenham erklärt, vom engll ch»-n S aib- punkt auS gegeben, enthalte ber amerikanische Vorschlag zahlreiche Ginzelheiten. bie besondere ®rtx>ä ungei trftrx ten .Oble^dert' Ich e bt, man habe th Zraqtrei e ter Wallt g oncr Konfe­renz zum Teil übertrieben. Di.' Leu e. dir alle- von ihr erwarteten, tmLben zw if ll S ennäulcht fein. Die Wafhingtrmer Konferenz f i jedoch der erste wirkliche Schritt, der feit B-e idigung de- Kriege- für die Dauerhaftizkrit Uucluoiiona-

len Frieden- getan worden LL

französische Press fkimmen«

Paris, 13. Aov. (WTB.) Bon den Morgenblättern äußern sich nur einzelne zur gestrigen Eröffnung ber Washingtoner Konfe- renz. In einem Sonderbettchr beS ,^3 o u r nal aus Washington heißt es. Haiding habe