8 Mk. verfällst. Heute kamen auch die ersten Wold-
in al
Storung
urger WoclMrmarkt anfangs
letzten
widmet war.
von
Samstag Hl Land
er ludrtc, Mädchen Mädchens
prüderen Beschluß, durch welchen den Orten im besetzten Gebiet diese 20 $ro*. ohne Ein-
aewiß eine be von 3510 Kg- 184,5 Ztm.
an Mer nah' Inschrift das:
' Ttf Lar fneM Mi- < KDMschen 5 VliSstM, der I ton Küsiendorse! Äenbcchiisänsine mit dröhnendem Hauses in trün den Tachstrst M qesckvstene Defhr Beamten. 2ort Funke durch die in die Por?
21 ti» Ktadt nn> fanö.
Gießen, den 14. Iunr 1921.
Gel». Rat Professor Dr. Sievers t.
Ti? 9?ad-rf(ht tun dem Mlcben des Professors der Gkugrai! i’ an unserer Universität Geh. Rats Dr. Srweis kam völlig flberrafdv \b uith erfüllte
fXTnljr. letzt« er »e?ncr io in zurecht und verbot ihr
seinen technischen Einzelheiten unter fachmännischer Führung erkuirt, während der Nachmittag Der Besichtigung der Quellen- mrd Badeanlagen von Bad-Wildungan ge-
wöaUch. Her-allerliebsten mitflct?ilt hatte, daß sie in den , - . , . - - ., - ,, , ^^"srdan Tod gehen nvlle, in tor Rachtunr crui das Wehr
hevanzuz«hen, btc ohne rhir nwhl kmim den Weg bei Urtenbetg, das übrigens ein von Selbst-»
schränlüng zu ersetzen sind.
rm. Darmstadt, 10. Juni. Der II. (Ge - setzgebungS)-Ausschuß deS^Landt^gs trat beute unter dem Vorsitz des Abg. «Schröder zu»" lammen, um zunächst die Regierungsvorlage bttr. die Vachtfchu tzvrdnung »um Schlüsse zu beraten. Es chfbann sich erne kbfxiftc Ausspvach. Eine Reihe von Mänderungen ivurden angenom- men, das n<fn%c Gesetz genchmrgt.
> Auch der Dritte AuSschütz unter Vorsitz des Abo. Ur st a d t erledigt« m ferner heutigen Vor- und Nachmitbagsverchandlung eine umfrngrcritx Tagesordnung, Für erledigt erklärt werden u. o : Der Antrag Ur stabt betr. Haferumlage, h-* Vorstellung der Hw'v'sür'vrgeftel'e für Kriegsbeschädigte, sowie die Vvrstellmigen der Gemci ide- und Staats- orbeiter betr Lohntarif 'für bas Peronal 'der Ur r- verfitütsllü i'en. Der Antrag des Abg. Witlick betr Schiebereien von Beamten bei ter staatlichen Verwaltung in Bad-N nih t n wrrd'dem Aba. a e n rf. c l zur Prüfung und Schäftung n>'t- teren Mate^ ills und Bnickterstattiinq übergebe'l lieber die Vorstellung Fi'cher-Li S soll die Bw.l- bckördc beim fhvtc Gießen zunächst gehört me ' den. Zu ber Vorstellung Egelhis» in Ob'r-Sanl beim betr. Feldbenel! tnmg Hillen die Abaa. Fenchel und xnifm unter Hinzunehung der Beamten und Jntere sm'en^ine Ottsbeickitigung borwünnen
Ter 6. '<5 di u D * 91 u 8 s ch u n setzte seine Be ratunneii unter Vor'itz des Abg. Kaul fort bn Art. 19 der Vol ksschu lnovelle. Er trtnfft die Sckttlnsticku. Es soll die Bft^ermig von dieser in Gemeinschaft mit den Beratungen über dr? Privatsdulen nochmals besprvckieii worden. Art. 22 Mx-rnbelt die Aus'ck^icfnmg verwghrloi'er und ver- breck?eriich nenr lauter Kinder, lieber die Bezech nung , verbre^ri ch" die beanstandet wurde, eni stmrd eine leb'a'te Aneinander'elmng. ES hnrb bemängelt, da st die Mitwr-kung des Jugendamtes hier nicht vnr<-a*ic1?cn sei. Nächste Sitzung Dienstag, den 14. Juni.
Vornotizen.
— Tageökalcn der für Drens tag: LickrtspielhauS, „De Liebsdmften der Stoff« Keller"' und „Die fdlöne Miß Li.ian". — Lichtfräele Sel- terSweg, „Diaria Tudor" und „Der Klub der Hasardeure"'.
— Hochs ch ul ring dents cher Art. Am näck>sten Dienstagabend wird nach» einer Anzeige General "her Ins. von Siebert, ehemals ("*-• neralgouverneur «von Deutsch Ostaf>ika, bn Saale des Hotels Einhorn über den nationalen Gedanke.' sprechen.
— Deutsche Kammersviele Wie aus einer Anzeige in der gestrigen Nummer ersichtlich ist, veranstalten die Demschen Kammerwicle aus Dresden am Donnerstag imd Freitag ein einmaliges Gastspiel Es wird eine dreiaktige Ehe- tragödie „Es fiel ein Reif..." von Hermann auf gerührt werden. Der Autor des Stückes. dessen Auifudrungsrecht für Gießen nur die Teutleben .stammerspiele besitzen, wird, wie uns mitgeteilt wird, an dem Abend selbst anwesend sein.
Kreis Büdingen.
n. L i ß de r g , 13. Juni Ein fvbwbniähriner Bursche aus einem Nachbarorte, Hw onr kurzer
brr; und klein schr der Ast o aus und ifM des Rkgulators blicklich zerstörtk grWt holte, a los durchs Fei bsvohner m mu
22 bis 23 Mk. verlangt. Laut Marktbericht der Marburger Blätter fiel der Preis jedoch bald auf 20 Mk. für das Pfund.
** Die Gewerbeschule unternahm in der vergangenen Woche mfct 4 Lehrern und 51 Schülern eine zweitägige Exkursion zur E d e r t a l s p e rr e, die für alle Teilnehmer äußerst belehrend und anregend verlief. Von Herzhausen wurde an dem Staubecken entlang bis etwa Neubriughausen marschiert, von da mit dem Motorboot zunächst nach der auf der Nordseite des Sees im Bau befindlichen Siedlung von 10 Marine- Deckoffizieren, die eingehend besichtigt wurde, und weiter bis Waldeck gefahren, wo der Abend alle Teilnehmer auf der Schloßterrasse mit ihrer herrlichen Aussicht aus den See und die Waldecker Ber^e vereinigte. Am andern Morgen wurden die Sperrmauer und das Talsperren-Kraftwerk bei .Hemfurt mit
berühmte Asien forscher Sven Hebm und ihm folgten, in bunter Reihe und um mir einige hier zu nennen, der Jvttchungsreisenbe Hans Meyer, der vielgAvandte Weltenfahrer Emst v. Hesse-Wo ttegg, der unserer engeren Heimat «Mstammende Ethiiv- bae der süda mexikanischen Völker Theodor Koch (Grünberg-, der Polarforscher Erich v. Drygalski, der geographische Weltreisende Georg Wegener, der hervorragende Kenner des Mittel meerS Theobald Mischer, der liebenswürdige, berühmte Schweizer G.-ologe Albert Heim, der Wirtschastsaeograph Emil Deckert, der Anthropolog Herrmann maatfd) u.n.a. Die Gesellschaft erlangte so bald eine führende Stellung im geistigen Leben unserer Vaterstadt. In ihrem Auf trag gab Prof. Sievers auch die „Geographischen Mitteilungen aus Hessen" heraus, die sich unsere engere Heimat zu ihrem besonderen Arbeitsgebiet wählten.
An Anerkennung und Ehrungen hat es dem Entsckstahenen nicht gefehlt. Scham auf feiner ersten Reise in Ben^uela im Jahre 1885 wurde er wegen ferner Verdienste um die Erforschung des Landes zum Ritter des Ordens der Büste Bolivars ernannt. 1898 verlieh ihm die geograph sche Gesell-
<6erid?tsfaaL
Der Prozeß gegen Hölz.
Berlin, 13. Juni. 'Wvlfff) $n bem altert Krkmrnalgerichtsgcbaude begann heute vormittag der Prozeß ge^en den stiauberhauptmamr H ö l Rings um das Gebäude sind besonders ftratge Ab- sperrmaßreg.in getosten Die Anklage gegen Hölz lautet auf Mord, versuchten Totschlag, Alufruhr, Landfriedensbruch, Hochverrat, Äusfior- berung zum Ungehorsam gegen bi: Gesetze, Störung des öffentlichen Fiiebnrs durch Androhung gemeingefährlichen Verbrechens, Bildung bewaff- neter Haufen, Frech.itsberaubung. Nötigung, E» p e'sung, räuberische Erpressung, Derbrech-n gegen das Sv^ngstoffge'etz, vorsätzliche B andslistung, vorsätzliche G-esäh düng eines Eisenbalntransports,
23 und 24 Mk. verkauft. (Ster kosteten 1.40 und 1.50 Mk. Butter ist wieder so reichlich vorhanden, daß auch heute wieder ein großer Teil nicht verkauft werden dürfte.
riZcttcrvornussage für M ittwvch:
Wolkig, meist trocken, kühl, noMiche Winde.
Avischen dem über der Ostsee liegenden Ties und bem üfcr dem Golf von Biskaya legenen Hoch stehen wir unter bem Einfluß des Hochs und Tiefs, fyür morgen.ist weiterhin kühles Wetter ohne nennenswerte Niederschlage zu erwarten.
Gestern b.'trug die Niederschlagsmenge in Gießen 11 Millimeter.
*
** Amtliche Personal-nachrich- t e n. Entlassen wurde die Lehrerin Margarete a l k h o f zu Maar, Kreis Lauterbach, auf ihr Nachsnchen aus dem Schuldienst.
**FürLandbutter wurden auf dem
Hage sagt im allgemeinen Teil, daß die Amsttwids- bewogung in Mitte.deutsck?land gairz nach irälitä' rischem Muster organisiert war.
Berlin, 13 Imn. (Wolff.) Am Eingmtg yinn! Derhw'dlungssaal. wo Hölz vvr dem Sonder- gcvicht erscheint, werden die ®nttreten'en einer Leibesvisitation unter,joaen. Höltz wird von vier Soldaten b?r Schutzp^li^i zur Anklagebank geführt. Auf die Frage des Bvr-sitzenden, ob er der Angeklagte sci, antwortet Hölz: „Ehe ich darauf antworte, möchte ich sollende Erklärung abflebm. Während der Borunteriuckning habe ich ied? AuS'age abgelchnt. Äem^ ich jetzt au:>sagen will, io änfce^e ich damit an miner prinzivi llen Gesinnung nickrts. 3d? fühle nrich nicht als Angeklagter, sondern eher als Mager gegen die bürgu> Hebe Gc'ellsdtast, deren Vertreter Sie sind."" Hölz verweigert jeb: Aussage über seine Per'onalien, imb auf die Frage, wie er dazu gel'.mtnten fei, sich an dem Aufruhr in Mitteldeutsch".and zu beteiligen, lagt er aus: „Als ich seinerzeit hrer in Berlin hörte, daß in Mitteldeutschland der Generalstreik pvoklamiert würd', habe ich es für meine revolutionäre Pflicht gehalten, binuigcbcn und mich zur Derfiiguug zu füllen."" Etwas über btc ' sogenannte ’mäitäriide Dbertcitung des AufstcmdeS auszusagen, verweigert der Angeklagte, welcher weiter erklärte: „Ws die Meldung bei uns über ha? Ü<fdtreiben, das auf und veranstaltet wurde, eintraf, erlies,en wir dm Aufruf, worin wir sagten, daß, wenn die Reichswehr vormarsch-ere. wir die Bourgaoisie masstmwech? abfdindittn wüidm DaS sei natürlich nur als eine Drohung gemeint gerne'cn." Aus dem Felde, wo er vier Jahre mit gekämpft hat, teilte Hölz mit, er sei Meldereiter newe^en, bei Ami ms verschüttet morben und wegen uervö'er Folger sch immgen entlassen wo dm. Daß her Aufstand "in Mittcldeutschlano vcm bat xTkw munisten hervorgerusen nxrbn fn. bestreitet 'her Angeklagte, auch von ruffifcber Seite sei nichts geschehen. Nach AnsidN Hol^ wurde der Aufftond von den B.chörden provozrert. Aus bfe Frage eines Beisitzers, was sich Hölz als Erfolg des ganzen Unternehmend badtte, antwortet der Angeklagte: „Die Herrschaft des Proletariats.""
Kirche und Schule.
spd Frankfurt a. M., 13. Juni. Dte Thranffurtcr evangelische Land.sli'che. die bekwmt- lich ein eigenes Konsistorium hat und das kleinste nrchliche «Gebilde in Preußen darstellt, erläßt so- cl'c;i m Äir chenaesetz über die Büdung einer vetia sang gebenden .nirchmversammlung. Die fünf» nge Scan ffurter Kir ckxmversammlun g, die an bie Stelle bn bisherigen BezirkssM'^de tritt, soll aus 'f 18 geisllichei'. und weltlichm Abaeordm'tcn der Landeskirche, 18 Abgeordneten der Aircbengemein- den und ß voM Hüniiflrrtum «i bentsenden weltlichen aber geifdidm Abgcvrdneten ter Laitdes- nrcte bestehen Die Wak-l nudel tratet halb vier 'Wonaten statt Die Verfassung tritt spätesicns am 1. April 1923 in Kraft.
a. Alten - Buseck 13. Ium. In den herben aeitrigen, sehr gut besuchten GotteSdrensten sprach Missumar Walther-Beuern. Kollekte ergab 130 Mk Außerdem wurden für 131 Mk. Mis- swnsschristen ve'kanft. Im BormütagSgottesÄumfr wurde bte durch die Firma Förster u. Nicolaus, Lich, roteber ergänzte Orgel ft Gebrauch ge- | nonunen, deren Prospektpsieisen wächrend des Kriegs
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•vr energisch
------- — ----- verband jeden Verkchr mit dem Burschen Sie eiufernte sich daraut am Toimer^tagubcnb, nachdem sie ihrem
^rner etgemltchai dramatischen Verlauf hat das Gedicht nicht: einzig cntsprechend war es dem- nacf), die epische Form b.nzubehrlten und nach Art des alten Oratoriums den Erzähler Ciiuuiühren. Das Werk führt Mts ab.ixdtfditb burd) di? Fuiren Indiens, Ajrckas, bis an die Pforte Edens Schumann Hal feinsmnig oermieben, per Phantasie die letztere naher;ulegeu. Mit um so verschwenderischeren Farlin malt er das bl übende, lachcnde Leben des OrtentS. Jene Arie der Peri: „Ich kenne die Urnen"' "ist voll des üpptznen Drchl- lauts, wie ihn nur der Gedanke an Indiens Himmel erzeugen kann.
Die Schilderung der .strie^sgreuel und der das Land verheerenden Pest, ist 'Schumann gelungen, wie Aehnlichcs wohl keinem arti>eren außer ihm Nicht minder l^rvorragend ist die Hindeutung auf die „öde Stille"", mit der die Pest sich schwer und drückend auf das Land legt. Auch bter ver schmäht Schumann alle unwürdigen Mittel der musikalischen Darstellung und wirkt allein durch seine Harmonik.
Wahre Sabinettl'tückchcn sind die Chöre bei Genien des NilS: „Hervor aus den Wassern gc schwtiid" und der Miris: „Schmücket bt? Stufen zu Allahs Thron"". Ten ersten Teil bei Werkes schließt der wuchtige, sugierte Chor: „Denn heilig nt das Blut, für die Freiheit verspritzt Dom Heldenmut"".
Im zweiten Teil entwickln sich eine Reihe ergreifender Seelenzustände, für die Schumann einen unersckwpslichen Vorrat doh Ausdrucks- Mitteln hat. Sie beginiTcn mit der Arie: ..Der-- lassener Jüngling"', erreiche ihren Gipfel üi öer Arie der Jungfrau: „O laß mich von der Lust durchdringen"" und schließen mit dem „(Stab' getang"" ber Peri.
Im dritten Tell ist tief ergreifend der Gesang des bekehrten Mörders. Herrlich der Tonsatz, den Schumann mit Solo und Chor aus ihm entwickelt. Mit größter Meisterschaft ist die „Deri" nun bis zu Ende geführt. Ihr Schlußgesang: „Freud', ew'ge Freude, mein Werk ist getan", ist wie ein Stegeshdmnus gehalten. Wir wüßten ihm nur ein nach Stimmung und Ausdruck gleich- bedeutendes Munkstück an bte Seite zu stellen, das Duett aus Fidelio: ,JD namenio e Freude".
Tas ganze Werk er schiert als Gipfelpunkt der Entwicklung Schumanns. Die Sologesänge ber „Peri" gehören zu den schönstcit Blüten seiner Lhrik: auf ihnen imb dem überaus sorgfältig imb reizvoll bedachten Orchester beruht hauptsächlich die^ Wirkung. Auch heute noch erweist die zarte "Tochter des Paradieses, wo immer sic sich auf Erden nicderläßt, ihre alte Wunderkrast.
weit? ftret'r. vor allem viel? seiner früheren Cch'üler^ nut bevzlldrer T- i aqbmc und Trauer. Pnn. Sievers l»t über 30 Jahre an unserer Hochscl icke ginrrrtt. Er üb.Tiiabni als erir?r den im Iahrc 1890 neu erricheten Lcbrstuhl für G?o- araplnc imb verstand c8, seinen Hören, nicht wur als Lehrer gegenüber zu treten, sondern au-ri) gerftig anregenben und geeilt',en Versehr mit ünen M vttegen, fo das', seine Vorlesungen und vor all?m ferne geogravbndLn Erüur rmen in die näb-re umgebimg oder in entfernten’ Teste un eres Vater lmwes mb b?ih gtvfxr Beliebtlxi erfreuten Setn etgenüid^ . \ nschaillickies Arbut.gebier waren der N o r d c ,t und W e sten S ü d a in e r i t a &, nwbm er and\ eine Rvr von F->r>ch mgch^il^i unteimahm. Er nemadiä fifltr darüber aber auch ,Miere Heimat nicht. In W rt rcn Arbeiten von ühm Itlbn ober von fernan Sttl ern bat er in? .^kenntnis gefördert und hepeuf^rt Weithin bekannt nmrbe er durch seine „All gern.-, ne Sänberfunbe", bie rm V«[ag deö Pt'M।> graubüden Instituts in Leip^g cridürn - ist Mit ungeheurem Fleiß und grubet \'lrb i fraft legte er den Grund zu dem angvh'bcttrn Werk, für dessen Forlsühnmg in den neuen Auslagen ein ganzer Stab von Mitarbeitern berufen worden iü Von besonderer Bcherttung für Gießen itnirb- nn Jahre 1836 seine Gründung ber h e igQt Gesell smaft für Erd- und V öl ker künde Seme Beziehungen zu den hervorragendsten Bcrtrr'.em der gevgvavhisck’en Wrssensckxifk macbvm ei ihm möglich b.tübmte Gelehrte zu Vorltagen in der Gcsellsckair
schlafend vor.
Kreis Lauterbach.
Das Laubacher „Ausschußfest".
H 15 a u b a d>z 13. Juni. Gestern war der erste Festtag des „Äl!usichusfes"', der sich auf drei Tage erstreckt Ter erste Tag wurde durch Volks- b.'lustiguna auf ber sog. „Hülle", dem alten Marktplatz an der Ruppertsburger Sttaße, ausgefüllt. Abends fanden die Umzüge und Begrüßungen des vorjährigen und des diesjährigen Ansscknrß-Haupt- manns statt. Morgen ist der Hauptfesttag (Preis- schicßen); am Dienstag wird das Fest durch Le- lustiguttgen und Spiele der Jugend abgeschlossen kWettlauf, Hahitenschlag usw.). Das Ausschußiest, das alljährlich Mitte Juni stattfmdet, ist das, was den anberen Orten die „Kirmes'" ist. Es wird schon seit Iahrchmderten in der gleichen Form abgehalten. Entstanden ist es aus einer Verichmelzung des Preisschießens ber alten Laubacher Schützengildc mit den Schießübungen des „Ausschußes'", der „crusgesckwssctten" l'ausgewählten) Mannschaft. Diese zerfiel in einen „ftotgen"" und einen,,alten" Airsschuß nach den Jahrgängen. Urkundlich lassen sich feit 1676 regelmäßige Inspektionen durch den „Ausschuß-Hauptmann" nachweisen. Die Laubacher „Boxenschytzengesellsckiaft" aber läßt sich schon im Jahre 1540 feststcllen. Ihre Schützenkleinodreit trügt ber Sckmtzcnkönig beim Festzuge am Montag. Das Fest war vom Wetter begünstigt und von auswärts gut besucht.
NreiS Friedberg.
bz. Bab-Nauherm, 14. Jwir Zu dem BaumsturÄ in der Parkallee er fahren hnr noch folgende Einzelheiten: Im Fallen legte srch die Ulme mit der mächtigen Kvone gegen das Eden-Hans, Parlstraße 8, riß bte Einfriedigung eines Balkons im ynxibcn Stock herunter und fiel 'dann mit boller Gewalt gegen den Rollloden der Firma Johannes Sacht. Der Rolladen nmrbc durchstoßen, beide Schaufenster gingen tn Trümmer, die ausgestellten Waren waren mel;r ober minder beschädigt, der angeAfftete Schaden ist schwer und vorläuftg kaum zu übersehen. Wer für den Schaden au Mkommen hat und ob an Versehen verantwortlicher Stellen vvrftegt, muß bie cingeleitctc Untersuchung ergeben. Fest steht, daß 'der gefallene Baum in den Wurzeln Mui war. Als wahres Wunder ist eS zu bezeichn en, dach der Unfall keine Menschenleben gefordert hat.
oa. Büdesheim, 13. Juni. Aus bisher unaufgeklärter Ursache brach am Domrers- tag lUlckmtittaa in einer Feldscheune des Hof- gutes Kohlyage ein Brand aus. Das Feuer fand an den Strohvorräten reiche Nahrung, so daß innerhalb 15 Minuten alles ein Raub oer Flammen war. Eine durch das Feuer hervoraerufene Befchädiguna der Leitung der Ueberlandanlage hatte für einige Zeit das Versagen des elektrischen Lichtes im Gefolge.
Hessen-Nassau.
Aus vem r m. " Das f Mbom 13.$ - Wgeltung ber Anirüv wni(hbtfdxra. —
Ringer eiditt »s Ste
Aangcnscha Wunbcte
damals
140,1 ^lorbex ji »bie
reichs steuerfreien Mindestern kommens beschlossen hatten, soll eine Entschädigung in Höhe oes Ausfalls gewährt werden; 3. die gleiche Entschädigung ist auch für die folgen» oen Jahre zu zahlen; 4. Art. 181 der LGO. muß durch Beifügung der Worte „indirekte Steuern" hinter dem Worte „Abgaben" den gleichen Wortlaut, wie, Art. 185 erhalten. Jeder andere geeignete Vorschlag wird freudig begrüßt.
Aus den ttammerausschüffen.
D a r m st a d t, 10. Juni. Der F i n a n z- p u s s ch u ß genehmigte heute zunächst Kap. 58 des Staatsvoranschlags Landesuniversität ohne nennenswerte Bemerkungen. In Kap. 59, Techn. Hochschule, wird gewünscht, daß bie Kosten für die bei den Materialprii- fungen verwendeten Stoffe usw. wieder in die Staatskasse fließen. Hier wird mitgeteilt, daß das Forschungs-Instttut für Lederchemie angeblich nach Dresden verlegt werden soll. Die Regierung teilt mit, daß in dieser Angelegenheit das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Der Ausschuß bringt zum Ausdruck, daß man alle Mittel versuchen solle, um dem Institut die nötige Unterstützung und Förderung zuteil werden zu (affen. Zu Kap.66, Landesernährungsamt,wird mitgeteilt, daß die Abteilung Bolksernährung mit dem 15. d. M. an den Präsidenten Uebel übergehen soll, während Präsident Neumann die Staatsschuldenverwaltung übernimmt Bei Beratung des Kap. 73, La n d w. Versuchsstation, entsteht nochmals eine Aussprache über die Verlegung nach Gießen, und werden von feiten der Regierung wiederholt alle Gründe, welche für und gegen die Verlegung sprechen, vertreten. Dann wird noch Stellung zu dem Antrag Whler, betr. die Vergütung an die Gemcindebeam- ten genommen. Im vorigen Jahre wurde ein Antrag angenommen. Durch welchen, die Regierung ersucht wird, die restlichen 20 Proz. der Wirtschaftsbeihilfe auf die Staatskasse zu übernehmen. Die Regierung legt jetzt einen Nachtrag vor, nach welchem diese Mittel aus dem Ausgleichsstock entnommen werden können, wenn die Gemeinden ihre Beamten nicht besser stellt, wie die Staatsbeamten, und
schast in Hamburg bie silbern-: .uirchenpanec- rn cdaillc und 1903 wurde er Mitglied des Musen Goeldi zu Parä. Auch hessische Orden belohnten seine Verdienste um bte Wissensck)aft imb im Kriege.
Friedrich Wilhelm Sievers wurde am 3. Dezember 1860 in Hamburg geboren. Er besuchte das l^ymnasrum Johanneum seiner Vaterstadt und studierte 1879—84 in Jena, Göttingen und Leipzig Geographie, Geschichte und Naturwissenschaften. 1882 in Göttingen promoviert, habilitierte er sich 1887 in Würzburg und 1830 m Großen. Hier wurde er 1891 außerordentlicher imb 1903 ordentlicher Prose.sdr. 1884—86 machte er fern; erste wissenschaftliche Reise nach Venezuela und Columbia, der 1892/93 eine zw rte folg.e. 1903 führte ihn eine weitere Forschungsreise nach den Eorbillervn von Peru und Elftle. 191o/16 war er Rckwr unserer Universität.
lieber drei Jahrzehnte hat Geh. Rat Sievers in unserer Stadt gelebt und seine besten Kräfte der Pflege der geographischen Wissenschaft an unserer Hochschule gewidmet. Ein Gelehrter und Forscher von autcm Ruf, ein erfolgreicher Lehrer und Freund seiner Schiller ist nut ihm dahrn- geg äugen.
Der Wochenmarkt war gut beschickt. Die Preise für Gemüse waren gegen den Samstagmarkt unverändert Kirschen wurden mit 3.20—3.50, Erdbeeren mit 5 und
ferner alle ihr zu Gebote stehenden Mittel L -----------... —--------—------,--------
voll ousgeschöpft sind. Der Ausschuß leh,tt erdbeeren auf den Markt, bte mit 4 Mk. das Pfund liefen Antrag ab und beharrt auf seinem Mab s-mden. Butter war wieder genügeiL t»r- MUere,, hin-rf, wefA™ brn ilrten '»nben. Land- unb_ Sügrghmbutter wurde mit
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säger der Zkreise Bi-edenL-pf und Marburg größere Streifen gegen Zig euner in der Gegend von Buchenau, Elmshauseir, Kfttznbach, Eckelshausen, Brungershausen, Cald.-rn, War^or- bad) und Kiombach statt. Unter recht schwierigen Umstünden toi^rben Der f chi ebene Zigeuner- lager auSgehoben imb die Leute aus den beiden Kreisen verwiesen. Wie man hört, sollen sie wegen versclnedmer Straftaten ^ur Rochnschast gezogen worden sein und erhebliche Strafen gezahlt haben. Einzelne Wagen waren mit sehr gutem Pferb:material versehen, während ein grolle:- Wohnwagen von dem Besitzer und dessen Familie roeiterbeförb.rt wurde. In Sterzhausen kam dieser Wagen per Eisenbahn «ur Weiterbeförderung! in die Heimat der betreffenden Leute.
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** Kurze Nachrichten aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Wieseck fanb am Sonntag unter Beteiligung von etwa 20 Veremen, bte nachmittags in einem langen Festzug durch die Hauvt iraßen sich bewegten, em Gesangsnettsttcit von A beilerge'angve einen statt. Tic Girlande über bem Dorftrngang der Gießener Straße trug die Inschrift aus Theodor Kömers Aufruf: , Der Freiheit er te Ga se!" — InMar - bürg hatte bie sozialdemokratische Fvakt o i in d.n Statckoero'b ieten itzung den Antrag gestellt, bm Kaiser-Wt'll)elin-Turm i i „Soiege.slust" umzu- taufen. Ter Antrag fanb Mlthnung. — Das 26. Verbauds'cineße'' des Mitieldcutscken Sckützcn- verbaiches ber Klemi^'u^tz-Scl utzen Deutschlands findet vom 19. Ium diZ 3. Juli aus ben nn erbauten Sdfteßstäirden des Friedberger Schützenvereins statt. In Verbindung ir.i bte cm Verbandsichießen h lt der Fr:evberger schützen-' verein vom 2. bis 3. Iulr fein biesiährr^es Schützenfest ab. — Im Wiesbadener Hot: l ^,Wllhelma" Tjat sich vor ei itgen Nückittn ber ftmizösische Fabrikbe.iier Moritz Go r je mit ferner Ehefrau erschossen. Tie Grmrde yi der Tat ftnd disher nickt festgestellt.
Eietzener Usnzertverein.
Für das diesjährige Sommerwnzerl hat der Akademische Gesangverein „Das Paradies und die Peri'" von Robert Schumann giunählt. jenes Wrk, das nicht nur für Schumanns Entwicklung, sondern auch für bte Entwicklung der neueren Musik von großem Interesse ist. Inhaltlich durch die Einführung der orientalischen Wunderwelt in den Stoffkreis des Oratoriums, formell durch die Verauickung der Oratorienform mit balladiscken Elementen.
Lchon int Jahre 1841 mar Schumann auf das Gedickt ,,Lalla Rooch" von Vlaorrc aufmerfam geworden, dock kam er erst nach zwei Jahren zur Aus> führung ber tlompofftion. Das G'dickt fuhrt uns in jene romantisch ver litte D^'t, 11 ber Schumanns Piwnta're am liebstm wri te, und für derm Tattlcllung er einen so großen Reichtum von Mitteln und Jorrnen b.'saß Es find nicht nur phantastische Gebilde, sondern auch mensckzlick denkend.' unb empfindend- V '"m, umhruckn von dem süßesten Dust deS Orients die er uns sckitdett. Auch die Peri erscheint tri ihm weniger als das „anmutige Wesen b-r Luft", als nrlcheS sie die orientalisch« S-age faßt, sie ist vr'lmehr verkörpert yi mnifd> lickem Denken und Fühletr Aus ihrem Fluge durch bie Welt iiubenb nach des Himmels liebster Gabe, welch- '.hr nach oct Berheißtlna die Piotten des PrrabieseS. aus dem ihr Gefck lecht eines Fehltrittes halber verwiesen wurde, wieder öffnen soll, offenbart sich ihr ein gut Tell der G-fchichte des menschlichen Herons. 'Ihn in diesem formte sie des .Himmels köstlichste Gabe finden.
Ze.: raxlr eine Lehrstelle al5 wollte sich mit einem acht.;etm von hier verloben. Als der Va
W. uns gefunden hätten. Den Reigen eröffnete berl morbent bevorzugtes Plätzchen zu fern fcherm. t-—r-.t—l. cwr.-_c—-ä— (Äm m*« 1 Leute die, ihr sofort nachgingen, fanden ite je
doch am Währ unter einem Gebüsch seelenruhig


