WalLbrände.
[] Marburg. 18 April. Im
roalb Don Wo fshausen wurden ge <rn 2 frtditcnbeftanb durch Großfeuer vernichtet.
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** Kurze N a ckr ichten auAtif und den Nachbarstaat«». Ter Lanuicton- unb Ge^lügelzuchtoevein in HolzhelM «iwt- füllet am Sonnrag und Montag fetM l®ctir Lokalausstellung — In Sternbach nndera» Scmmaa ein Vortrag b» nbmir ddxirtbk^- -
Tr. König Mn bet (ambro*
schule m sich statt über bie S.tmmbun« ber h.r't- (jch'n Düngemittel unter beionberer deruast^. gung der Rentabilitätsfrage. — Bom vaTnsv M ü cke au-) werden m bet tente» 3«1 Mengen Baumaterialien verpachtet, war al» p tfien einer ^mebmcnben 'Baumr-.-ifeU tu uw er Ökyertb sehr ju begrüben i1L — In etnet & t lichen Venammluna in R uv vert en ro d
ch bi? nxttbewerbenden Glchtomftallaiewe die Anlage bei elektrische Luüieä her Geny™* — Im Ohmtal werben JurjeU bet brüten aus ben Fischt cm.im ft«n mi Sjniboj' unb Gießen in die BachlLulc em^'c-t^ Lee nehmende Zahl der Enten wird al- L hmgen ®cut an gesehen Am 22 ;)uT!i
BHL. sein lOkifrigrfBeH’n.
hübet btt birtiäbiigt vauvwe^ammluaq als (äunb?b?nammlunq kur» vor PnngUrnui Dw
> - n tat. - 3ti»< Ibttudcn wrt«£ sirmattonssonntaa btt . neue. .MR bet vo'aw änderet Fran^ Schilling Lohne ut <W« Jöffe« Älo» KKrlic^ .3"»»* unb enm-‘
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Hörden bet Niederlande und ihre Vertreter im Auslände trotz der Schwierig keilen, die zu überwinden waren, in der Lage gewesen sind, zum Schutze dieser Interessen beizutragen. Sie sind so freundlich gewesen, hinzuzufügen, daß das deutsche Volk die Erinnerung an das wahrt, was die niederländischen Behörden und das niederländische Rote Kreuz zum Wohle der in den Niederlanden internierten deutschen Kriegs^ ge'anaenen haben verwirklichen können. Ich danke Ihnen, Herr Präsident, für Ihren gütigen Brief und es ist mir eine besondere Genugtuung, in gemeinsamem Bemühen mit meinem Volke zu Werken der Menschlichkeit haben beitragen zu können. Ich ergreife diese (Meaenfyeit, um Ihnen, Herr Präsident, die Versicherung meiner höchsten Achtung auszusprechen. Gegeben im Haag am 5. März. gez. SBifc Helming gez. von Karnbeck.
2fus dein ZUicbc.
Zur Neuregelung der Getreidewirtschaft.
Der „Allgemeine Deutsche Gewerkscl;afts- bund", der „Allgemeine freie Anaestellten- bund" und der „Deutsche Bcamtenbund" erhoben beim Reichsernähruntzsminister gemeinsam Protest dagegen, daß bei der Neuregelung der Getreidewirtschaft für das nächste Wirtschaftsjahr die Zwangs- bewirtschaftung ausgehoben ober auch nur ein Teil des Brotgetreides zum Verkauf freigegeben wird, da dies eine erhebliche Verteuerung des Brotpreises zur Folge haben würde. Die Verbände fordern ein unbedingtes Festhalten an der Zlvangswirt- scl-ast für Brotgetreide und eine Verschärfung der Kontrolle. Sollte diese Forderung unberücksichtigt bleiben, so lehnen die Verbände jede Verantwortung für die dann unausbleiblichen Lohn- und Gehaltsforderungen und daraus resultierenden Kämpfe ab.
Die Regierungsbildung in Preußen.
Berlin, 13. April. (Priv.-Tel.) .Die heute morgen von einigen Blättern veröffentlichte preußische Ministerliste kann noch nicht als endgültig bezeichnet werden. Besonders bei der Deutschen Volkspar- tei hat sich der Widerst and gegen eine derartige Kabinettszusammensetzung geltend gemacht. Der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" zufolge hat Ministerpräsident Steger- toaü) Verhandlungen mit der Deutschen Volks- Partei angeknüpft. Es sott durch eine direkte Aussprache zwischen der Deutschen Volkspartei und der Sozialdemo- krattie ein letzter Versuch gemacht werden, die Gegensätze zu überbrücken. Gelinge das nicht, so dürften dem Blatt zufolge die Bemühungen Stegerwalds, ein Kabinett zu bilden, als gescheitert anzusehen sein. — Wie die „Deutsche Allgemeine Zeitung" hört, sprach die Reichsregierung der kaiserlichen Familie anläßlich des Todes der ehemaligen Kaiserin ihr Beileid aus.
Der Abg. Oefer zum Landeshauptmann der Provinz Sachsen gewählt.
Halle. 13. April. (WTB.1 Der Provinzial- laribtag wählte in der h.-utigen Sitzung ben Laud- tagsabgcorbneten Oeser auf 12 Jahre zum Landeshauptmann b?r Provinz Sachsen. Er erhielt 52 Stimmen, nämlich bi i nijen d.r Demokraten, des Zentrums. b r Sozialdemokraten, der Unab- hängtgen. Der Gegenkandidat Laudrat Wegener erhielt 39 Stimmen der Rechtsparteien.
Eine Verständigung mit den Bergarbeitern.
Essen, 14. April. (Wolff) In den Verhandlungen zwischen den Vertretern des Zecl-enverbandes und des Bergarbeiterverbandes übet die Ueherschichten- und Lohnfragen wurde die Grundlage zu einer Verständigung gefunden, lieber einige strittige Punkte wird in den nächsten Tagen noch verhandelt.
Die kommunistische Bewegung in Baden.
Karlsruhe, 13. April. (Wolff.) In der h utigen Sitzung des L a n d t a a c s gab Minister Remmele ein Bild über die k o m- munistische Bewegung in Baden. Diese habe ihren Stützpunkt in Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg. Freiburg, Offenburg und Konstanz. In Baden bestünden zwei illc- aale Kampforganisationen: die eine werde von Hranksurt aus geleitet, die andere von Mannheim aus. Die führenden Persönlichkeiten dieser Organisationen seien bekannt. Der Minister ging dann auf die Unruhen in den Märztagen über, in deren Verlaus es in Mannheim 3 Tote und 6 Schwerverletzte gab und in Karlsruhe ebenfalls eine Anzahl Schwerverletzter. Das Verhalten der gesamten Polizeiorgane sei durchaus mustergültig und lobenswert gewesen. Die politischen Parteien des Landes, auch die sozialdemokratische Partei, würden, wenn sie ihre Regierung in solchen Situationen deckten, keine Einbuße ihres Ansehens erleiden. Im Gegenteil, die große Masse des Volkes wottc Ruhe haben. Der LandkagSpräsident Dr. Kopf sprach dem Mim- ster, den Beamten und den Polizeimannschaften den Dank deS Hauses aus. Der Minister werde in seinem Streben nach Wahrung der Staatsautorität stets das ganze Haus hinter sich haben.
Bus dem belebten (MM.
Losten lose Einreise ins besetzte Gebiet
fpd. F r a n k f u r t a. M , 13. 4lpril. Von heute an werden auf Grund der ministe- Reisen ins besetzte Gebiet kostenlos aus- rieften Verfügung die Personalausweise für aestellt. Roch gestern mußte das Publrkum für jeden Ausiveis 17 Mk. bezahlen. Das Polizeipräsidium hatte durch die Ausstettung her Ausweise in den letzten Monaten eine Einnahme von durchschnittlich einer Million Mark im Monat.
Hessen-Rassou.
Ein Streik des OpernhausorchesterS in Frankfurt.
Fpd. Frankfurt a. M., 13 April, iv Mitglieder des OpernhauScho 5 wo lei am nid>- sten Sam Stag ihre Tätig teil ein gellen, wenn xl bahnt ihre »yo.'hcrungeu nicht erfüllt sind -v verlangen Gleich teilung mit bet St bt e ’reiärtn und gleiche Teuerungs.u'a^e t ud G Heller iuie die stud.ischen Boam en der G.upoe D.
Das Geschäft aus der Franlfurter Messt.
fpd. Frankfurt a. M.. 13 April örut nach vier Tagen läßt fick ein ungeter ei Bild r«a dem b c^jäbiijtii Frü nah s.i'e egest ä t }<®.ro neu. Am bellen bunte bc 1111 i l b r a n nbgeiefwiteen haben, die grobe Umiöbe eßtdrr unb in einzelnen Abteilungen auSver lauste. t*irw digend gestaltete sich auch der Möbelverlau' e!<we der Abi ast in Blech-Alumteftum unb .toreneren. Reges Interesse findet unb damit e ben Absatz, b c Tabakindustrie tk ixr gr- samten Ausftchrinbustrie i"t das Geschält biSjtfcl gering und dürste sich auch kaum noch he^en. Bureau bedarfsa Ni tel fmbm nicht das erwartete Interesse, tro^em b e Ausstellung gnt unter- aebrachl ist. Landwi r tscha s tl t <be Maschinen finden guten Absatz. — Ter Wiuth Dieter AuS a u^er btinni ei Btniit B an^e' «ute Geschäfte. Lebhaft Ix- e -rt sind bter te ond rs ret e Instrumente, Prä isioi.sra^e e i cl e Art. 'K‘3 vottn Erfolg ban d e Messe model cha ". h? am TienStan im Schunptelhau) b*ird> erite * hirtcr unb Wiener Däuser trorgesülnt mu b?. bucht werden.
Taschendiebe auf Der Frankfurter Messt
fpd. Frankfurt a M., 13. Avril .
Zunft der Tasche dee gl u>e a f de, ftft’» Messe em gutes Arbeitsfeld zu nitben, er Ul o <t icf-irere Enttäuschungen alr Die e fb-tr Qknfpm von der hiesigen Krimmalpo, et am frisier Tai akgefaßt u d i?etfa"tet wu bn V« t f a'i rra» ben allein vier Taschenbtebc nt d itm ;-tetnaum ron 15 Minuten von bent gleichen Beamten abgetan-
Feuer in einer halben Stunde auf fernes Herd Man darf dies wirklich alS ein Wunder bezeichnen, da das brenn enbe alte Scheu rochen zwischen anderen strvh- unb füllten Schuppen sdak. Die bereits benachrich. tigten Wehren der benachbarten Cntdxaften konnten vor ihrem Abrücken wieder abbefteiu werden, nur Bad Salzhausen erschien auf dem Plan. Spielende Kinder haben die hinter der Scheune sitzenden Reiser angezündet.
KreiS Schotten.
f. Laubach, 12. Avrrl. In bet letzten tz•• mein berat-sttzung rom.ci fv'yend >itle für bas den Ci mrobnent Lauda ärs ; n erixb sestgeietzt: Bulbensche.t 35 Mk, R.i ut 5 l3.! iür ben Raummeter. Nutzholz: Tas an Piaxn laute abgegeb.me rotrb mit trr välite brr staatlichen Preis aye bered)tta. C-eiueibetrcibaite haben die staatlichen Preise yt zahlen - neuen Sportplatz wurde bie Gevter.rdew oo auf der Wci e besnnrmt Sie roi b ans C'.’-cnkTn.'r losten her geachtet unb bet öffentlichen Benutzung übergeben.
Starkenburg und Rbeinheksen.
Gerüchte von einer Besetzung Darmstadts
* D a r m st a d t, 14. April. Der „Darm, städt. Tgl. Anz." bringt mit allem Vorbehalt folgende Nachricht:
Man schreibt uns aus Griesheim Vier sind seit kurzem zwei neue Regimenter wilde Franzosen ins Lager gekommen, (hx Regiment Madagassen und SenecaIneger. Se werden gehörig gedrillt, dabei offenbar etwa- kurz gehalten, denn sie kommen abend- rubel- weise ins Dorf und verlangen in unge'chlach ten Kehllauten Brot. Auch sonst haben ist Wünsche. Dabei stellte sich heraus, daß ihr Dolmetscher, den ein weißer Franzose zu Hilst rief, sie nicht versteht. Die weißen Franzoiert sagen, daß diese beiden Regimenter dazu bc stimmt seien, am 1. M a i Darmstadtzu besetzen. — Rach htesiger behürlicher Mn teilung ist hier von einer in Aussicht stehen den Besetzung bis jetzt noch nicht das gerinw bekannt.
Aus Statt «nd Land.
G i e ßen, den 14. April 1921.
F. W. Lpengel t.
Geh. vofrat Poo sei ot Dr. Iobami Wille! w Spenge! routee am 19 Februar 1852 >u Hamburg gebaren Er studierte von Ostetn 1871 bis 18<2 3)iCL-i,hi an bet Untvorsilät Berl n, von Ostern 18/2—1873 Medizin an Der Universität Göttingen unb vo.t Ostern 1873—1874 fort Zoo tagte. 1875 p.omiviertc et utm Toftot bet PhUo- ovhie an ber Uni.eriität Göttingen. Von Oftern 1874—1876 nxtr er Amstent am »ov'ogisch-^oo- tomiichen Institut zu Würzburg imb von Juli 1877 bis Dezember 1878 Bibliorliefar ber zoologischen Station -u Neapel Januar 1879 habili ti.rte ec iid) für das Fach der Zoologie an ber Universität Göttingen. Vom 1. Avril 1881 war er Ti.ektor ber stä. ti chen Sammlungen für Natur> geschichte unb Gtbuogrxrpbte zu Brenten. 3um l ApUl 1887 wurde er als ordentlicher Professor für Zoologie unb vcrgteicbc.ibc Anatomie an unsere Landes-UntversULt berufen. Jin Jahre 1893 war er Dekan ber philosophischen Fakultät. Vom 1. Ottober 1897 bis 3Ö. September 1898 war er Rektor. Am> 25. November 1100 cthie.t et ben Cl)acakter Geh. foofrai Am 19. März 1900 wurde er zum torrelp. Mitglied-dec Atob mte der Wissen- schasten in Berli i ernannt F.tner war er Mitglied der Ge ellschast der Wissenichasten in Göttingen. Seit 1914 war er orbenUichs Mitglied ber 3tgt Gesell,'cl)ast in Upsala und "eil 1915 auswor- tins D.i:g ied <c Kgl. ?lk demi b.r Wi f.n:ctafte/i in Sbockhotm.
Schon in seiner ToktlndissTttation (1875), welche ber Beschreibung eines „Scl ä>ls vom Noan- dertallypus", also eines vorgeschiclülichen Menschen, igcroibnwt ist, sucht er cte g e netischen Zusammenhänge mit den jetzt iroch lebenideu M^mschm- raffen aufzubecken. Die beszenbenztheore tischen Beziehungen der einzelneit Tierklassen sind dann in zahlreichen späteren Arbeiten über Systematik, Bau uub Entwicklung einzelner Tiecklaisen erörtert worben, namentlich in fettem 1893 erschienenen Hauptwerk „Tie Enteropneusten des Golses von Neapel", zu dem er 11 Jahre hindurch Borstudien gemacht hatte. Früh-re Hwtscher glaubten diese interessante Klass« der Würmer entweder auf Grund der Aehn- lichkeit der Larven in verwandtschastliche Beziehungen zu ben Stachelhäutern (Seeigel, Seesterne) oder nach ihrer Atmung mittels des kiemenspalten- burdchrochenen vorderen Darmabschnittes zu einem tiefstehenden Wirbel!ier bzw. zu ben Manteltieren oder endlich auf Grund ihrer Gliederung zu den Ringclwürmcrn bringen zu tannen. Spengel faßt bie Gesamtheit ber Enteropneuften-Or- ^anisation ms Ange unb kommt zum Schluß, baß te nur zu ben Ringelwürmern in Verwandtschaft leben au, Gnmb ihrer Larven, ihrer G.iederung, ihres Blutgesäßsystems, während ihr Nervensystem nicht mit dem der Ringelwürmer verglichen werben kann. Er denkt sich ben Zusammetrhang an ber Wurzel der Borahrcn acr h utigen Ringelwürmer: Ter eine Stamm habe zu den Ente ropneust.lt. Der andere zu den Ringelwürmcrn geführt. Fn meh- veven Arbeiten hat er Nachträge zu seinem Hauptwert geliefert (1901—1913) unb bie vergleichende Anatomie der Aussch.idungsorgane nieberer Wirbeltiere sowie die ber Schwimmblase und Lungen [tubiert (1897—1904). Gegen Haeckels Auffassung der Architektonik ber Tiere richtet sich ein Aussatz aus bem ^ahrc 1905. Tie Variationen in der Fürbung des Schwalbenschwanzes unb ihre Ursachen untersucht er 1899 au 2000 verschiedenen Exemplaren.
Fm Jahre 1886 begründete er die,.Zvolagi- schen Jahrbücher", we'che in drei Abteilungen (1. Anatomie und Dntog.nic, 3. Allgemeine Zoologie nnd Physiologie, 3 Systematik. Ge gretoh e unb Biavgte), heute im 37. Band vorliegen. Tas bekannte Lei)ibuch der Zaolpgit von Boas ü'c.- setzte Svengel ins Deutsche aus bem Tänischen. Seit 1908 gab er bie „Ereignisse und Fortschritte ber Zoologie" heraus.
Als Lehrer bi tetc Spenge! ei^e große Airzahl in- unb ausläiu iicher Zo logen aus und ge- ivann durch die .Üiarhcit unb W.ir.re ieiw s Vortrags der zoologischen Wi. 'e schäft viele Freunde. Auf bem Kongreß l<r Dsatichen 3o>ologi che.t Ge- se'lfchaft 19C2 zu Gießen hat er eit anschauliches Bi d der Vorgeschichte unb Gcichiclste des Zoologischen Instituts Gießeit unb dessen gegenwärtiger Einrichtungen" entworfen. Nanrnttlich dessen Mbüothek gehört ietzt dank der vielen Leihgaben aus der Bücherei b s Verstorbenen zu ben vollständigsten Institutsbibliothrke t in D ukschland.
Gin reges Interesse brachte stets ber Verblichene der Universität urb b.r Stadt Gießen, sv z B. deren Vottsb ldungsbeitrvbungen durch leine Tätigkeit im Saalbauve e n. entgegen. Im Iimi 1909 vertrat er die LMideS-Univcrsität bei ber Tarwinfcier in Gambribge
Ter unglückliche Ausgang des Weltkrieges, besonders die Folget ber Revolution, haben den vo t roännri«r Liebe zum Baterla td erfülle.t Manu tief ergrissen. Im 70. LebenSiahr erlag er einer schweren Krankhect
Veranstaltungen.
Donnerstag; Stadttbcater 8'/. Uhr, Ober- schleiierkundg-bung.—Neue Aula S'/t lihr, öffentlicher Frauenvoit ai ilb'r Gf 1 l'chtskrankhei en. — Iehannes'atl. 8 Uhr. Lutherav nd. — Hotel Einhorn. 8 Uhr, Theater-Bariels. — Gaie Leib. 8 Uhr, Konzert einer Kölner Truppe. — Lichtspieltheater wie gestern.
*♦ Die Post duldet keine Adressen auf ber Rückseite der Briefe Die Rückseite bei Briefumschläge wollte die Heerest^erw^ltuna tu ihrem Bereich für eine ziveite Aufschrift venutzen Kissen. Ter Reichs- postminister hat aber neuerdings hiergegen Einspruch erhoben. Er erklärt, daß bei dem Massenverkehr im Postbetrieb die Aufschriften ber Sendungen so klar sein müßten, daß bei den Bcamten jeder Zweifel und jeder Zeitverlust vermieden wird. Wenn Briefe unb Postkarten gleichzeitig auf ber Vorderseite und Rückseite Autschrtften tragen, so könnte aus dieser doppelten Adressierung eine Unsicherheit entstehen. Derarnge Sendungen würden deshalb $ur Posrbesörberunq nicht zw- gelassen. Nach wie vor darf .über bet geivöhlt- lichen Biicfsendungen aus der Vorderseite die erste Aufschrift durch Durchstreichuiiacn unleserlich gemacht unb eine zweite Aufschrift angebracht werden. Sie muß ober deutlich unb io eingerichtet fein, daß die Stempel- abdrücke unb die postdienstlichen Vermerke sowie das Aufkleben ber Freimarken nicht beeinträchtigt werden.
** Das Reichsversrcherungsawl zur Bekämpfung der Geschlechtsrank h e i t en. Zur Bek^.mrmmo der Geschlecht-' kcankheiten hat das Rciä>sverfichmmgsamt tmt wichttge g.-undiätzliche Ent cberdung get offen. Se geht baljm, daß die ärante o.tmung bea Kasicn- m teilt.’bent bie Pflicht auiedofle.i kann, eine derartige Krankheit ter Kasse tofort zu tmWen und ben Boilabungen unb Anordnungen ber Pero- tungsstc.l.n te i Ber icheri.ng <nn"ta.ie.i zu fol,en. Es kann sogar iron ben Milgltede n oeilangt werden, nichwer'iche te Famr i nangehö ri« der Äasse zu melden und sie rur Befolgung der Vorladungen und AiVrdnnngcn ber Ve.'atungsstellen «mzuhalten. Tas Ver ickerungsaint wollte treten Seftinunujic.en die Geiie.,migung versag-n, da es cm Zwangsmitteln fehle, t-i.' Mitgli .er zur Jiiaui'pruchnahnu eines Arztes zu üe.aitiaiiten. Tas RcichsanN ist aber der Ansicht, daß eä zur raschen und gründlichen Heilung de) versviTidnisvollen Muwiikrus der Erkrankten selbst b dürfe. Es läge in ibueni Interes e, nicht durch eit zweckwidriges Verhalten den Herlv o^eß zu verzögern ober zu vererteln Gerade diese (Vefahc berühre noch in höherem Maße die A l lemernheit. lei verheerenden Folgen Vieser Volks euck« könne wr k am nur durch möglichst rasche Erfassung des entminen Krankheitsfalles entgegengrtrelen werden.
*♦ Kleine Mitteilungen. Wir verweisen nochmals auf bie heute abend 8V< Uhr im Stadtthca er stattsindmde Pro estrer arnrnlung gegen oie drohende Losreißung Obersch l e s i e n S von Deutschland. Jeder Deutschfühlende muß diesem Proteste bitrd) persönliches Erscheinen Nachdruck verteilen. — Der Wochenmarkt beginnt vom 16. Avril ab um 7 Uhr vormittags. — „Die Zweigstelle ber '3 b Wickelungs-Intendantur b 3 fr. 18. 2t.M. (altes Abwicklungsamti in Neuburg a. b. Donau ist am 31. März Il-21 vollkommen ausgelöst worden. Die Restarbeiten übernimmt dir Reid)s- archivstelle (für früheres 18. A. K. zunächst in Neuburg a. d. Donau, später in Magd.burg). Zeitpunkt der Verlegung noch unbestimmt. ‘■Mlle Eingaben sind lüu tig an bie R.ichsarchivstelte (für früheres 18. A. K.> zu richten. Durch Die lieber- gabearbeiten unb ben Umzug von Neuburg an ber Donau nach Magbeburg wirb eine Verzögerung in der Erledigung aller Restarbeiten und neuer Eingänge nicht zu vermeiden fein. — Aus ReichS- bestänben werden zurzeit an den Klein bandel n o r- wegischeSalzheringe-u so b l iienfßvei en verkauft, baß bie Heringe mit 39 b-B 60 Pfennig pro Stück je nach Qualität unb Größe an das Publikum abgeqeb n werden kömien. Der Kleinhandel erhält bie Heringe burd) bie Sa'zherings- Einfuhr-Gesellschast m. o. H., Berlin W 8, Französische Straße 14. — Von dem Reichsveikehrs- mittiUenuni, Zweigst lle Pr ußen-Hessen w rd mi - geteilt, baß int Ja >re 1929 238 975 Diebstähle bei ber Eisenbahn sestgest llt wurden. Hiervon ent. alten auf: Frachtstückgut 124 678, Eilstnckgut 82 701, Wagenladungen 17 509, Gepäck 7842, Expreßgut 6246. Bon den ermittelten Dieben, deren Zahl sich auf 17 140 beläuft, Iva reu 8816 Eijenba nbedien stete unb 8334 Personen außerhalb des Eisenbahndienstes. Wegen Bestechungen. Schiebungen unb Diebstählen wurden 5770 Bedienstete en lassen, darun ec 456 Beamte und 5314 Hil sbeamte und Arbeiter. — Die L a ttW rankenk aise d s Landkr i es Gießen veiömntlicht im Anz igen eil der l.eu:igen Nummer je eine Vorschlagsliste der Arbntgeber unb ber Versicherten zur Wahl bes BorstanbeZ unb Ausschusses. Da keine weiteren Vorschläge eingereicht wurden, find bie einger.ichten ohne StirnmabgaL-e ailtig. — Mil Rüchichl auf die Erhöhung der Zechenvreise iür Kol-lrn und Kv's unb die wesentlich gesteigerten Frachtsätze luerben bie Höchstpreise iür Kohlen unb Koks laut Beschluß der städt. Br nnstosfb.Dutation mit Wi.kung vom 15 AprU 1921 festgetetzl Näheres stehe Anzeigenteil. — Der Oberhessische Kun st verein teilt mit. daß bie Ausstellung ber Frankfurter Kunst! r'es l s da t im Aus stellst igsg^bäw e Brand- vlatz 3 am Samstag den 16. April, vorm. 11V| Uhr, durch Herrn Pros. Körner-Fran'furt a M. eröffnet w'rd. — Zum st llvert'etenb.’n Vorsitzenden ds Mieteinigungsamtes wu.d’ nt: Genehmigung bes Hessischen Kreisamts Gtesten vom 8. April 1921 Lanbgerichtscal Trümpert bestellt. — Bei Niederschlägen treten viel ach bte Wa scr ans Winkeln und Regenrohrsink- kästen an ben Ltraßenfronten auf ben Bürgersteig, wodurch bie Fußsteige verunreinigt werben Um dies zu vermelden, muß für eine eingehende Reinigung der Hotoä sereinläuse unb Regenrohr- sinklasten gesorgt werden.
•• Bornotizen. Ter Gießener Mieter- verein hat für morgen eine außerordentliche Hauptversammlung anbevaumt. in ber zu Weiter» verhanblungen mit dem Hausbesitzerverei« Stelllnig genommen werben sott. — Im Licht spiel» haus, Bahnhofstraße, rollt bie spannene« Flucht bes Millionew'i’bes Voß. ber die Millionen aar nicht gestohlen htt. über bie Leinwanb. Diesmal ist es ber -»weite Teil, oer Kaiser bet Sahara, der eine Fülle ergötzlicher Situationen »eitigt. in denen sich vorzügliches iilmtechnischeS TarstellungSver- mögen und eine ebensolche szemscb-oekorakive Leistung erweist. Tie Flucht durch tie Welt zeigt prächtige Landschaitsbiwer, di: bie liebenswürdige Groteske ber Hanvlmtg umrahmen.
•* Das Theatcr-Variets im Ein Horn- 'aale erfieut sich, wie der wach erde Besuch beweist, einer neigenden Beliebtheit. Bühne unb Beleuih- tung jinb neu hergerichtet und der luftige Saal bteiet auch an warme i Abenden einen angenehmen Aufenthalt. Tie Kölner Btenenstein -Gesellschaft unterhält ihre Zuhörer auf8 beste durch ein tebr abwcchslungsre ches Programm mit Humo riften. Soubretten, Jvnuleuren, Musikohantagten. Ma zmeltenvano'le t und wöchentlich wechselnten Burlesken, in de >en Titeftor Bienen stein durch bumomoüen Kölnischen Sp»acheinschlag ftählichcs Lachen erzwingt.
Landkreis Gießen.
*♦ Klein-Linben, 13 Avril. Pfarraisi- stcmt Irle hielt am letzten Sonntag ferne Abschiedspredigt Er ist all Pßrrv« nach Mörfelden D.'ti'etzt. — Ist Lar den b a ch wurde bie Errichtung einer zweiten Schukstette beschlossen.
Kreis Büdingen.
n. Geiß-Nidda, 13. April. Gestern nachmittag um */4ö Uhr wurden die hiesigen Etntvohner wieder durch F«uerlärm erschreckt. Die Scheune vor bem kleineren Anwesen des Landwirts Adols Lehm er franb inFlam- mcn. Tie hilfsbereite Einwohnerschaft, das tatkräftige Erngreisen unserer Feuerwehr unter sachkundiger Leitung beschränkten bad


