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Zweites Blatt

Nr. 135

Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen)

Montag, (5. Juni 1921

r lebigung

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ätten»erein5 vi 8>o(j imrt>

ft. ft» bei tür

He Neubauten

SttQtv. ftrauSmüller

schulimterrichtS.

Stabt».

er begründet den Antrag.

en

(Nachdruck verbaten.)

33. Fortsetzung.

fühnung ist so gedacht, daß bte Rentner fiten Be sitz an die sladt obttcten tmb dafür il/rt fämtlidi LebensbedüNTN'se bte an ihr Lebensende gelrerert

an der Kaiser-Aller werden den zwei billigsten Lubmittenden Iaoobi und Gail er übergeben Stabt». Maier bemängelt, datz die Arbeiten tn* folge Personalmangel- beim Bauamt zu spät aus- geschrieben wurden Bürgerm. ft ren mcn be- merv^ bafe eine Verzögerung nicht entstanden fet Schi uh der ässen U ichrn Sitzung b Uhr.

genehmigt, eben o der Umbau einer Feldsckruer am Bergwerk zu V-odnungcn

Tie Bäuge suche des Ingenieurs Brrnk-

rnann für Bahnhofstraße 56 und Viebigftrafx 7, inerden genehmitt.

*<c © l a f e t a r b e-it e n für

thclensckHtld des Al iceschul Vereins wK.d genehmigt Tie

des Eisen

ßerrn Collins Abenteuer

gtoman von Frank Heller.

Stabt». Deckmann lebnr die üxtt ehr Steuer ab. stadw ftrauSm ül 1er beantragt cme .'lbärchernn-r bc4 s 4a

Ter Oberbürgermeister bittet, den Antrag ftrauimüller absuletrim, den o stadtv. Gserz

Tie Bcrgnügungsftrurt roirö mit dem Abän­derungsantrag ft rauSm üller angenommen.

Tte Uebernahme einer Bürgschaft van 20000 Mk. durch die stabt für «ne dvpa-

Canöwirtfdiafi.

Sinkende Bnttervreise.

Auf einer am 3. Juni in Bremen im Auf­trag beS Oldenburger Meiereiverbandes durch die zu diesem Zweck gegründett ButterversteigerungSq gesellschast m b H. abgehaltenen Bersteigerunq wurden 481 Fan verkauft. Beste Marken erzielteu 15 Mark das Pfund, geringere wurden mit 14 Mk. verkauft Vereinzelte Tonnen dritter Güte brach­ten 12 Mk das.Pfund

AuS Dresden wird in manchen Bezirk« eine derartige Ueberfthroemmung mit Butter ge­meldet. daß eine Einsammlung durch die amtlich« Butterauskäufer unterbleibt Bon den Buttersamm» lungsstellen wird keine Butter mehr angmnmmm. Namentlich aus Bayern liegen graste Butter-

Mann spricht gegen bte Anlegung, städ.i chm Ohrunb und Boden anders als int Erbbaurecht abMgeben. Im übrigen fhmmt er dem Antrag ftrausmüller zu. Stadt» Müller erfuii* bigt sich nach dem Sclnckial des Gefangenenlagers. Fran Kramer bittet wenigstens um lieber» lassung der unterkellerten Kultenbaracken. Stadtv. Fourier fpridrt gegen den Anfrag Krausmüller. Wie Bürgerm. Kreuzten mit- teilt, stehl Giehen tm Woimungsbau an der Spitze der hessischen Städte. Offenbad) falbe mit B.* ligungen an Privatunternehmer keinen Erfolg ge­habt. Die Stadt Giehen habe längst besclzlossen, ein erhebliäies Gelände im Erbbaurecht absugeben und den Pslichtanteü habt zu tragen. Tie Verband- hingen über das Gefangenenlager würden in.tp st er Zeil »um AbMntz tommen. Tas Material soll an den Bauten in der verlängerten Bleichstrti he zur Verwendung kommen. Stadt». Kraus* m üller hält sedes Mittel für notwendig, der Wohnungsnot abzuhelfen.

Stadtv. Fourier spridst gegen Arbeiter» entlassungcn beim Stadt. Elektrizitätswerk. Bürge.nteiser ft r e n % t e n weist seine Anga'xm als nictü den lat adxm entsprechend ynüdL Stobt». Krausmüller weist die Art der A-gri ie zu­rück. Stadw. Simon regt an, den Direktor des Elektrizitätswerkes tb vor der Stabwerord» netenversammlung allgemein rechtfertigen zu la 'en Stadw. Beckmann nimmt das Red« tn An­spruch, bei der Besprechung der Neben wer le deren Äiter zu früi teten. Es sprechen dazu noch Bürgerm. Krenzien, die Stadtv. Otter und Fourier.

Ter Voranschlag ist genehmigt, eben­so der Antrag des Finanzausschusses dazu

Erhebung einer VergnnqnngSsteuer.

Tie Frage ist ri den Anschüssen eingehend nach dem RegierungsentwuN bTaten worden Tip Steuer muß nach der Landesge eygebung erhoben werden. ____________

A«» Stadt und tand.

Gießen, den 13. Ium 1921.

Zur Beachtung für Tabakpflanzer.

Vielfach besteht bei Gartenbesitzern die irrige Meinung, dass der Anbau von Tabak mir baim steuerpflichtig und bei der Steuer­behörde anairmrfben sei, wenn auf einer Besitzung mehr als 25 Tabakpflanzen gevstanzl roerb.m. Einer Aimtelduztg fleincrcr Pflanzmigen bedarf cs jedoch nach dem neuen Tabaksteucrgesetz lediglich in dem Falle nicht, wenn bic Manzutda zweifellos nur W Ziert wockm dient und der Pflanzer bei der Steuerfreie die sch iftliche (hHärung abgibt, den Tabak nicht verwenden zu wollen In arten ande­ren Fällen hat Annvekdung bis -zum 15. Juli zu erfolgen. Bei Pflanzern, die nicht mehr als 50 Ofener tiroettr mit Tabak bepflanzen und diesen ausschließlich für den eigenen Hausbedarf verwen den, tarnt auf Antrag etnr erleichterte Form der Versteuerung zugetassen werden.

** Amtliche Person al nachrichten. Ernannt wurde der Lehrer Jakob Wien in Da l- lcrnhausen zum Reallehter an der Realschule zu Ovpcnheim, mit Wirkung vom 11. April 1921 ab. Am 4. Juni wurde der Förster Wilhelm Blum aus Eichelsachsen zum Förster der Frrstwartei Storndorf, Oberförsterei S t o r n- dorf Titannt lieb ertragen wurde dem Lehrer Ma; Dstil zu Sulzheim eine Lehrerstelle an der Volks,Mule zu Friedberg.

** A m LehrkursuS für Esperanto batten sich tn O f ten bad) btt Beginn 2 Dutzend Lehrkräfte beteiligt Am Ende »oaren eS nur noch fette. Wenn von den 318 Schulkindern, die sth neuerdings meldeten, auch nur ein fo verhälvits- mäfeig kleines Däussiin üb in bleibt, so tonn man nm die 7000 Mark Staatsgelder trauern, bte allein für Ofitnbad) die er SpradLübungsiterftick tost» t

*" Eine Rentner ko laute grofeügtgver Art will die Stadt WormS er i i tm, um bet Verelendung der Rentner vorzubeugen. Tie Ate*

Ach, Onkel, sprich nicht st)"

La, ©eorgic, wir müfei alle au» das vor­bereitet fern, was uns erwartet, müsfen iebener? dem Tod ins Auge sehen toiuiat!"

Und bann, bevor man ihn noch recht bedauern oder protcsneren torai schlägt der Alte um und wird so übennül-g nie em Jung,, erzählt Ge­schichten nnrfli.l' aus Ehre, amü ar^ ofefebidy ten und ist wie cri Sonnenstrahl. Tic kirnen vergotten, ihn natürlich fck«on (bte loenigen, die <n Bord sind), obwohl sie sLtdat, daß der Grasi stein gräßlick und.t nlich i r. Tiber tn die em Fall duldet der Alte feine Eiwnönoe.

Meine lieben Mürber," ,agt er, nd lackelt Amen' sanft zu,laßt einem alten Tl'sann doch Ki7letz?e Freu'dc 'im Leben. Und es ist doch eine recht unschuldige Freud.', nickt wahr / werten eigenen Grabwnn tonn man ick dock wählen Ter meine ist in meinem geheoten Eornwall ge­hauen wo ick geboren bin. Aus dreie Wei>e werde ich doch immer die Erde meiner Sximat uler mir haben ihren. Stein wenigstens/

Für mich scheint der Alte eine Borliebe ge­faxt zu haben. Er knüpfte em paar -?Val bet Tische eine KvnversaN.'m mit mir an, gan; un­schuldig, in seiner gewöhnlichen, liebenswürdigen Art, aber dock recht fein er unterzog mick beinahe in aller $xrrm lo igkeit einem nemen Streu y» verhör. Ick habe mich als Gutsbesitzer aus Tnu- bribgc in Kent eingetragen (einem Ort, an dem jch wirllich einmal vor langer Zeit gewesen bin).

erhalten. Niemand der Kolonisten soll irgendwie in ferner perfani fxm Freiheit eingechrän.t wer­den Tie Dohmmgen sollen einzeln und abgeschlos­sen fein, worin der Inhaber frei schalten tonn. Tas Eisen soll ht einer gemenscha'tlick^n Küche ber gefüllt werden und es iehern fteiftrhen, das Essen in sene Wohiung zu holen oder an den gemeinfcha,tli<l)en Mah>i en te lzunefrnen. Ein regelmäßiges Ta'chengeld für die ll.ineren Be­dürfnisse soll auSgeEt werden Shberbem ist vorgesehen Personal für Wartung, Tftege, Arzt, Bad, Lesefaal uni) vieles mehr.

Landkreis Ziesten.

n. Lollar, 11. Juni. Obwohl unser Dors an zwei flivpenhen Gewässern liegt, fehlt bis beute eine öffentliche Badeanstalt, wie sie anhere Orte der Umgegend in weit imgünftigeicr Lage längft haben. Bei der durch die Untermvif) runa nxihrend der Kriegs fahre bei einem großen Teil unterer Jugend zurückgebliebenen ftürper» eitroicHung ist es doppelt notwendig, alles zu tim, um den Körper gesund zu erhalten. S)terai gefrört öfteres Baden, womit glci-lizeitig Lutt- und Sonnenbäder verbunden werden können. Nur so ist es möglich, norbanbene Schäden zu befei- tigen und ter imrncr weiter um sich greifenden Volls'eucl'e, der Tuberkulose, rovtanr w begegnen, «xer-ztt, Lehrer sowie zahlreiche Interessenten unse­rer Gemeinde haben letzt den Gememderar in

Zu Xitel "38, Wohlfahrtspilege, bean­trage die Stadtv Beckmann, Fourier und Maier, 100000 Mk. mehr eruzus.elen für ictn Zentner K'hlcn für Invaliden* und Unfallrent- ner und ftrieg^bcfdMb.g tr Tei Antrag -iechr an den Ausschuß. Ein weiterer Anrrai der Un­abhängigen beantragt tarifmäbige Entlalmung der Arbeitskräfte im Säuglr gs.eirn. Beig Frey bemertt, datz hierfür der Verem für Säug­lingspflege zusiandiq ict Frau Lorenz be­antragt unartgelttiche Geburtshilfe. Ter Antrag gebt an den Auckckust. Frau Naumann gitt auf eine Anträge des Stadt». Bolz Auskunft über die Erträge der 9fcodeniainmlimg

Zu Titel 42, Zwecke des ftreiseS und der Provinz, beantragt Stadw Sckm ahl. daft alles getan werde, damit die Stadt nt lit weiterhin genö.tit ist, über die !üäffte ihres Fehl­betrags für Zwecke des Krei es wib der Provinz oufzubrintzen. Stadw. Mann stimmt ihm bei.

Zu Titel 45 b, Wohnungs a m t und Mieteintgungsamt, beantragt Frau Mar­tin die Sätze der Beisitzer zu erhöhen.

Zu Titel 60 Berbrauchsa b g oben bean> tragt die sozialdemokratische Fraktion Aufhebung der ®crbrau£teabgabcn.

Zu Titel 61, Anteil der Rerchsein ko m - men st euer, bemertt Stadw. Sckma hl, baß vom Anteil der Stadt nur 2 Millionen Mark einqegmigen sind. Ferner bittet <fr, daran, gu bringen, dost Er atz für den Auslall der Steuer vom rei<tefteuerfreieii ^mtommen gewährt werd.

Zu Titel 67, Filral-und Warenha us- fteuer, liegt ein Antrag der sozialdemokratische Jraktton vor, die'e steuer aufznheben.

Zu Titel 70, Mittel zur Ä us- gletchnng, fragt Stadw. Noll an, rote bte Stadt sich ine Teckung benfe. Der Obeihürger- ineifter verweist aus sei ie Etatsrede.

Zu Titel 75 Erbauung gememhett* l icker Ge b äuve, erkundigt ich Stadw. Gr o de nach dem Ausbau des Ehrenfriedhofs. Bürgerm. Kren zien tellt mit, dast ein Tenkmal jebea- folks nod> im Sommer errichtet werde.

Zu Titel 76, Errichtung von Woh­nungsbauten, beantragt Stadw. Courier, für Neubauten statt 2 Millionen 4 Mi..ionen ein* zu setzen. Wetzlar befasse sich mit einem Proieft von 18 Millionen.

Tie Deutsche Bolkspartei beantragt dazu. Pri­vaten Baugelände zu sehr billigen Prei en, u. U. kostenlos, und ebenso Daumateriali n zu gewähren, unter bet Bedingung, baß feine Spekulation da-- mit getrieben werden darf. Stadw. Kraus*

spricht gegen die völlige Lernmittelfreiheit aus finanziellen Gründen und weil bet völliger Lern­mittelfreiheit die Äfemmittel nicht genügend ge schätzt würden.

Zn Titel 16, Gymnasium, Realghmnafium unb Oberteal chule untersteickt Stadw Kraus müller die r'luSführung hici^u in der Etats- rede des Ober bür germeilvns

Zu Titel 25, Straßenbeleuchtung, be antragt Stadw. Siinon, die überstü'sig gewor­denen Gastondclaber zu verkaufen. Die stadtv. Stimmer und Grobe beantragen, wenigstens die oberen Teile abzimepmen. Stadtv. Kling bittet, die äußeren Stadtteile besser zu beleuchten. Stadw. Sr t a u 8 »t ü 11 e t spricht für Beibe­haltung ber Kandelaber an den Swaßenechm. Bürgerm. ftrenzien pf.ichtet dm Anwag Stftn mer und Givbe bei. Frau Martin spricht für bessere BAeuchttmg ber Lalmstraßc Es spresten in äfrnlid)tr W^stse die Stadtv. tzühn, Bolz, Simon, Stimmer.

Zu Titel 26, öffentliche Anlagen, be­antragt Stadw. Müller, den Hochwart* türm abM eisten unb als Biennh lz zu verkaufen.

Zu Titel 2Z, BächenndBadeanstalten, beantragt stadtv. tzöhu Gmcucrung und Er roe irrung der Badeanstalten. Es spreck>en noch die Stadt Erhard und Beckmann. Bürgerm ftrenzien bcrirfilet, dast die Frage berfit^ groß- züging erwogen wird. Stadw. Krailing er-- bittet ciren ftdstenbeiwag zur Befestigung des Lahmifers durch die Rud^-rgeiellschäft. Stadtv. Gröde fdXägt vor, sämtliche Bäder an das andere Ufer in verlegen. Stadw. Otter ist anderer Ansicht. Frau Martin k>-klagt die Zustände int Frauenfieibad. An ber Debatte über die Babeanstalten betrügt sich noch eine größere Anzahl von Stichwev^rdneteu.

Zu Titel 31, Elektrische Straßen­bahnen, beantragt Sbadw. Sckm ah 1, diese S0M1 ter tranSportcn, zumal zu Kohlenwan Spotten r lne Gasanstalt jai benutzen. Bürgerin. K rcn- zien ter t mit, daß ein ähnlicher Plan der hohen Kosten wegen von der Bettiebsdeputation abge­lehnt worden sei Stadtv. Grobe bcanfragt, 5 harten für 2 Mark avzugeben unb die 2in- fdi'uühage nachp-ftfen <ui lassen. Oberbürgerm. Keller hält bte Ftünpretse für gering Der Neubau eines Ga^werüs müsse geprüft werden. Stadtv. Müller beantragt, daß die Straßen­bahnen abends länger fahren Bürgermeister Krentzien teilt mit, die Betriebsdeviilation habe s>-ahrten nach 8 30 Uhr als unvotteilhaft angesehen. Die Reklame fort durch eine Reklame­firma ausgebaitt werden. Die Einnahmen sind nicht zurückgegangen, eine weitere Preiserhöhung kann lebocb nicht vorgenommen werden Stadtv. Erhard beantragt Umsteigematten für den Marktplatz. Es sprechen >ivch die Stadw K r a i- 1 i n n unb Otter, der sich nach brr Verbindung mit Wieseck erkundigt. Wieseck fei geneigt, die Kosten zu /« zu tragen. Oberbürgermerfter Keller hält die Kosten für noch zu beträchtlich.

Sitzung der Stadtverordneten.

Gießen, den 11. Ium 1921.

(Schluß.)

Seroimlg des Voranschlags. t tgtribto. Mann beantragt Generaldebatte. Ter Antrag wirb abgelehm.

Die Ernzelberatung.

Zu Titel 13, Friedhöfe, beantragt Statt» Mann, mit der gebübrenfnnen Beeidrttmg llmn Ipi macken Ter Antrag wird dem Bau- und Finanzausxtetz tibernnefen.

Zu Titel 14, Bol ks* und Fortbi! dungsschule, beantragt Stadw. Beckmann völlige £'emmittelfnetbeit für die Volks chulen - Stadw Goerz teilt mit, ban bte Lernmittel* Tteübet bis 5u 6000 Mk. erhöht worden ist. Er nermißt tue Etistellung eines Vollschulneubaus Tie Lahnbader wünscht er ebenfalls erneut. Oberbürgermeister Keller teilt mit, datz 'bte städtucke ftafetne als Schule einge.iljtet werden roll wenn der Staat nicht mrchr für cui Forst- inttitut daraus reflektiert. Ein Neubau koste t Millionen Mark. Stadw. Mann tritt dem Antrag der Unabhängigen bei. Oberbürger­meister Keller hält die Turchführang des An­trags einstweilen für unmöglich. Auch Stadw. Kling spricht sich gegen die völlige Lernmittel­freiheit aus. Er crhrnbttt sich nach der Bergüttmg der Fortbildungssckiull^ner. Berg. Selb teilt mit daß die bisherige Vergütung des Staates noch bestehe Eine generelle Ent ckeidung soll? für ganz Süddeutzchland folgen. Stadw Döhn spricht für die 'notwendige Wiederherrickrimg der beim Rückzug 1918 beschädigten Schnlhliu er. Stadw. Müller ergL zt bir Aus ührun en des Vorredners Er beantragt für iedes Schulha^s besonderen Tetephonansch'. Stadw. Goerz spricht für erhöhte Vergütung des Fottbild.mgs>

Biskaya bucht durchkreuzt unb einen erkleck­lichen Teil meiner vornungen. Nun, nicht ganz unb gar, aber immerhin. . .

Gestern morgen machte ich bte schmerzliche Entdeckung: Lwfron bat seine Pläne geänbert, tzoxttm ober Kapitän Selby.

SuenTtoar ich durch diese Entdeckung so be­täubt, bat ich mich kaum über tm Art wundette, n>ie sie mir mitteteilt wurde: G ist an Bord! G., den ick hundett Meilen rocit weg glaubte, ist «1-, Matrose an Bord, unb er Tot es, der mir die Sache müteüte.

Ich war in bte untere Abteilung gegangen, wo das Lastgut transpottiett wird. Ich habe ja mein Ansehen für mich^ für den Fall, bu& ti) überrascht werden sollte, während ich unten rekog­nosziere wer sollte einen ionn»erbtannten, eng» UfckLn spottsmarm unb Lwp.unfer solcher Pläne red)ädrigen nr.c im meinen? Ueb-erdies habe ick cirvac l'-sepäck dott unten, das meine Anwesen heil im ?toh'all recht «ttigen tonn. Zch war kaum Vie Treppe hrnuntergetoinmen, als fenumö meine Schulter berührte Jch drehe mich mit ctiem Lackeln um, bereit, meine Ettlärungen abruLeben natürlich aiauKe ich. baß es irgistbein Sckiffs- orsiz.er scr. Aber es war G.:

..Kommen Sie mit mer," flüsterte er und rw.zelte heftig die Augenorauen. ,L»«r ist es gefändid) und vier haben rrtr nichts zu tim."

Ich starrte ihn an uni wiederholte ntr'.rN* nislos: ^ter hal-en ir-tr radts ju (tun? Wie meinen Sie das, G.?" ,

Er schüttelte nur ungeduldig den Storr imt> jog mick hastig eite Trevve bin ruf. _9axt) war ick über feine Att unb W<i'e so »erbfünt, datz ich mir Saum Zeit nahm, über fette Duveserchüt an

unb das Peck wollte es, datz der Alte da mehrere Jahre als Pastor gewirkt faü unb den Platz w gut kennt wie feine Destrnttafche. Ich zog mit), so gut ich konnte, aus der Nf'äre, indem 14 lagte, bat ich lange Jahre aus Rei'en gewesen fei und das liebe, alte Tmibridge bertabe ^erge ,en habe aber es war mir doch eint K. setonben recht unbe«>aalid), und ich gloubc bttnabc, der rrtte hätte Verbackt schöpfen können, wenn er nickt gerade in das Schrien einer Banane vettrest ge­wesen wäre, und überdies die gan^e Zeit selbst gpplaudett hätte. Tann nach dem Sbif ec tarn er auf 'mich zu und lcklug mir eine Partie sck»ck tc- ^id) ratte zufällig erroibnt, datz in e?bidej- Jkr. pieltc ein .>n>z fcries Königin >rm. tt, aber er npostierte so schlau als nur möjn b Mitten drin bekam er einen Hustenanfall, unb dann sagte er: & t

,AH, ich glaube, ich errate Ihren Plan: Haha, haha: Nevi, den mwsen rott bertribem! ^xtxKb."

U'ib wirklich, ehe ich mich noch von einem p'.ötzlicken unbehaglichen Gefühl chi nnen 'Sorten erhol: hatte verdammte Nervo itätl), barte mich ber Alte scho- man gemacht! Tann sagte er mit fernem ichönfren Lächeln: ,.Gute Nackt!" und humpelte am Arm seines Nesten hinaus.

Armer, alter Mann dock, wer weiß? Er ist viellcicht glücklicher als ich bei einem schlichten, ein förmigen Leben, eilige Jutz breit vom Grabe. Er bat ein Gesicht rot? ein Engel

Nein, setzt krieche ich aber in die Wie. xer morgige Tag gehört großen Plänen, vundettlau- i'enb! W«tn Kapitän Selby wüßte . . ..'

22. Oktober. TieExpretz os Ocsanta' hat etlicx Seemeilen hi.1 ter sich gelassen, seit ick zu­letzt tx dieses Tagebuch kritzelte. Sie hat die

Bord nachzudenfen Erst als wir eine Treppe f)dfaT gekommen waren, tarn mir dies zum Be­wußtsein.

G.," Tagte ichmaS tn aller Belt tun Sie. . .?"

,<EtiU," sagte er ungeduldig,rotr haben Elle. Ich VN1 an Bord. Tas genügt Zch fürchtete, datz Sie allein di? Geschick!e nicht deich'eln könnten.. daß fick Schroien^iten ergeben könnten/' Der* besserte *ft sich als er mein Gefickt sahUno es ist auch gut, daß ich mügefommen bin. Dir Pläne find geändert!"

Entweder Selby ock-r Mortem hat 'es sich überlegt," fuhr er kort,weiß der Deutel worum, aber eine veickammte Enttäu chung für uns.' Tie Sache wurde gar nicht in den LaitraumWerten, wie wir'dachten, lut* -ierm wrr dort darna'ch fuchSr wollten, könnten rotr *15 Alerandna loeller 'suchen. Sie ist dort oben!"

.,Tott oben?" sagte ich mechanisch.Wo denn, G.?"

Na, im Himmel nicht!" brüllte er.Was haben Sie denn. Sie sehen ja au-, lls ob Ste out Ihrer erstell Expedition wären? Start-Dtn Sie denn nickt? In dem kl inen Lastenraum dort oben, direkt unter dem Ver.vck. In dem Raum, wo sie Kostbarkeiten und VV-t 2ciit? venvahrea nicht xrabe Fmvelen aber Sacken, aus die aufgeoaßt Tocrben must. To ist die sacke, wegen der Sie unb ich an Bord tni- Unb letzt handelt es sich für uns darum, uns auszudenken, rote rotr sie stwn dort herauskriegen."'

(Fortsetzung folat)

einer Eingabe gebrten, hm Plan inr Er­richtung einer öffentlichen Badea«* flalt zu DerrouHidwn

ft reis s ckotten.

dl Schotten, 12 Juni Tie hr;ige alb» ehrwürdige s tadt kir che, vtn berrlidirA Lmf* mal kirchlicher Bau.Imst i t noch rechtz it.g vor dem fttiegv in muiterfld.frier Wei e, mit ei rem ftostttiauf wand von etnxi JOliXX) Mark, wi ckerher» gestellt roorben. Tvotz vieler Spenden b.irb noch eme erckebliche S<tmie«ilai't, 0 bau der ' irärn* Vorstand iuh genät.gt ,ah. um (Heurtrnitvinn zu» Beranstaltting einet Lotterie 11a 51 ii.bnt. NackDem diese vorn Mt i errhim de5 Innern er­teilt worden ist, soll M? Ziehun.i am 20. mt> 21. Oktober fta t rtben; es <4 en bis zu 80001» Lose zu je 3.60 M7. vertrieben werden Wenn die SBieth-rberftdlung be> (vot etz!a.t es irrfd-obe» roorben wäre, wäre im er Svitenlanb um «nir» ber schönsten Baudenkmäler ärmer »leworckm, denn die Diedeicketttellungsarbellen roü den -etM m.ö* rerc Millionen tosten unb hätten deshalb ildvt unterbleiben müssen

O Gebern, ll.Iimi Zur Behebung des seit einigen Iadven empsindlich spürbaren Wassermangels wird Aur Zeit eine Pump­station in ber Nähe von Ofcbetn errichtet Man hofft, dadurch den uiUiebtanten bisherigen Zu­stand enbgtltig zu beseitigen.

ftrrid Frledbkrg

P Friedberg 10. (hmt Gestern abend brockte die gesamte Stubentennckaft der birfiam po 1 ntechn. Lehranstalt dein in den näd>- fttn Tagen von hier scheibenden Direktor M i che fr- fel der einen großen sZackelMg Die tx'lntcdjn. Lehranstalt bat unter drt Likung bei letzt in die Privatt ndustrie über gehenden Tiiettvro einen er­freulichen Ausichwung iwommai, die Zahl der studierenden ist auf über fünf bunkert g cf a egen Ein Nachft4ger ist bis setzt mxb nicht bestinmit: auf das 'JluAidireibcn hin haben sich mehr als b 11 n b e r t Bewerber geweidet, so daß das ftirratorium, daS sich mit der Sache befaßt, reich­lich 'JLrbeit bat, alle Gesuche zu prüfen

Friedberg, 10. Juni In brr gefa­ngen Stadtverordnetensitzung mckackts vor liinnüt in die Tagesordnung der riürgev- meifhrr des langjährigen früheren 5tabtDeweb­neten G. E feanftein in ehrenben Worten. Die gras Versteigerung der i^emarkunp Frieck- d rg wurde genehmigt, dagegen die in dein Stadt­teil Fauerbach an den lanbronnfdxhtiulxni Aus­schuß verwiesen, da hier rod) nicht bet Hälfte n> zielt worden ist.

Starkenburg und Rheinhessen.

Vergebliche Pettoltutitbohrtingen.

fpd. W e i n b c i m a B . st. Aini Tie gtx>6efl Ettr-attungen, die aus die hiei'igen mes-rmonatiroi Tiefbobrungen der Deutschen Petroleum- A.-G gefetzt roorben sind, scheinen sich nicht zu verwirklichen. Die Baulcitutm jt eR bei ihren Bob­rungen in einer Tiefe von etwa 150 Metern auf eine Steinschicht, bk als Buntiandftem verdächtig ist. Wenn sich dieser Verdacht bei den Untersuchun­gen in der geologischen LandeSanstalt bestätigen sollte, bann werden die Bobrungen unverzüglich eingestellt, da dann feine Aussicht mehr auf dir Erbohrung von Petroleum vorhanden ist

desseti'Nassmt.

(J M arburg. 9. Amt. Nach yorilägtgen Sitzungen wurde gutem abend der Stadthaus- ha 1 tsvo ran schlag für 1921 zu Ende be­raten. Es stehen 4 o65300 Mk. Einnahmen st 311 825 Mk Ausgaben gegenüber. Turch direkte Steuern müssen 4 746 525 Mk au'grb alt wer­den. Ter Anteil ber Stadt an ber i tom- mensteuer ist mit 152550') Mk. b? edettt. Aus den, ylusgleichöstock des Reick»s für di Gem-' den redxiet man mit I 163 525 Mk Tju 1!uftbarTi(t> ftcuer soll 110 000 Mk. chtbrintrn An Steuern werden erhoben 13 Proz. von 1000 brs gemeinen D^tts der Liegenschaften, 500 Pvoz Zu chl^ge zur Gemeinfe.-Gcwe befttuer unb lOOu Proz Zu­schläge zur Betriebs'teuer.

Zu Xitel 37, Vertilgung schädlicher Tiere, beantragt stadw Erhard, bte Sina kn «venigstens m den Änlagett zu Ivkämvfen. stadw. Otter enipfirhtt die Belämp w g tn den Ä'Käufern. Gegen das Vorjahr sind hierfür 6000 Mark mehr eingestellt.