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Nr. Iw zweites Blatt

Sietzener Anzeiger (General

Dettffd>er Neichstag.

Berlin, 12. Mai 1921.

105 Sitzung, nachmittags 1 Uhr

Auf der Tagesordnung steht ein Ersuchen des Reichsmimst-rs des CVmrrrn irm Genehmigung zur Strafverfolgung des Abg 7Sendelm Thomas Komm.) wegen Beleidigung, Urrteri chlagung und Meineid In Verbindung P.rmit ftelH ein Antrag Hoffmann Komm. auf Haftentlassung des Abg. Thomas, der gegenwärtig wegen anderer Straf­taten eine GefÜngnisstraie verbüßt

Aüg. Brodaus iDem. beantragt namens deS ^seschästSordmingsausschusses, das Ersuchen des Ministers und den Antrag Hoffmann ab,uv lehnen.

In der Abstimmung bezweifelt Lbg Em­minger lBanr. Bvt.^ die Beschlußfähigkeit des HauseS. Bon den Kommunisten wird dem Abg. Emminger darauf zugerufen: Pfui, du Lump, du Schuft!

Präsident Loebe stellt die BeschlussLhrgkeu deS Hauses fist. schließt um halb 2 Uhr die Sitzung und setzt <nrt V42 Uhr eine neue Sitzung an.

106. Sitzung, nachmittags l>/< Uhr.

Auf Vorschlag deS Präsidenten Loebe wer­den die Abstimmungen zur Angelegenheit Thomas auf eine spätere Tagung verschoben.

Ohne Debatte wird der Ausschußantrag zum Antnag Müller- fYrar.fcn (<5ok) über die Son* deroerichte angenommen. Darnach wird dm jbv» geklagten vor die'en Gerichten die Verteidigung erleichtert. Die Anklage soll vor den Sonder- Gerichten nur erhoben werden, wenn die Tat mit den Mär-zunrnhen zusammen hängt. Jugendliche unter 18 Jahren sollen nicht vor die Sonder- geeichte kommen.

-Ter Gebülnenentwurf der AuAandsbehorden wird dann an den HauptauSschnß überwiesen, der Gesetzentwurf über den Osetveidever-ehr an den BolkSwin s chas tsauss chu ß.

Bei dem Ge'etzentwurs über die erhöhte An­rechnung der rvr dem Kriege virückgelegten Dienste Zert der Beamten bezweifelt Abg. Hoffmann 'Kvmm.) mit der Benierkung:Haust du meinen Juden, bau ich deinen Irchendie Beschluß- fähigfeit deS Hauses.

Präsident Loebe beraumt darauf die nächste Sitzung auf 2V< Uhr an.

107. Sitzung, nachmittags 2»/< Uhr

Der Reichstag erledigt zunächst eine Anzahl Petitionen ohne Ausspracl^e. stiach dein Antrag des Ausschusses im Zusammenhang mit einer Pe­tition, die den Schutz des Saargebietes erstrebt gegen feindliche Uebergrifse. ersucht der Reichstag in einer (Entschließung die Regierung um Heraus­gabe eines Weißbuches über die Lage im Saar- gekstet. Tie Petition wird der Regierung zur Berücksichtigung überwiesen. Die Petition auf Staffelung der filnberyilagen für Beamte wird auf Antrag Burlage )3tr.) dem Hauptausschuß überwiesen Nach der Erledigung der Tagesord- nrntg schlägt Präsidertt Loebe vor, die nächste Sitzung am 31. Mai, nachmittags 3 Uhr, abzu­halten.

Abg. Adolf Hoffmann (Kvnrm.l beantragt, morgen noch eine Sitzung abzichalten Abg. S chu lz-BnoMberg (D.-Ntl) schlägt den 24. Mai r»r. Abg. Ledebvur (USP.) schließt fich dem Antrag Hoffmann an. Abg. Dr. R i e ß e r (D. Bvt.) empfiehlt den Zusammentritt des Aeltestew- rates sckzmi am 19. Mai. Nach Ablehnung aller Anftäge stimmt daS HauS dem Vorschlag des Prä­sidenten zu. Ter Präsident erhalt die Ermäch­tigung, eine frühere Sitzung ansuberairmrn, wenn die politische L-age es erfordern soll. Auf die Tagesordnung werden gesetzt Volksentscheid, Staatsgerichtshvf, Reichsschulgesetz. Ein fommu- nißischer Antrag verlangt, daß die 'Programm­erklärung der neuen Regierung auf die Tages­ordnung gesetzt wird. Bei der ersten Abstimmung ist das Ergebnis zweifelhaft. ES .fomrnt zum Hammelsprung, an dem sich die Regierungsvav- teien nicht beteiligen Er ergibt 111 für, 30 Stimmen gegen den Antrag. DaS .Haus ist also beschlußfähig Es bleibt beim Anschlag des Prä- chdentcn. Schluß 3V, Uhr.

Aus Statt rrrrt Land.

Diehen, den 13. Mm 1921.

** Hebet die Gültigkeit bet ©teurrfiirten herrscht in Arbeit geberfrei fort »och vielfach Unklarheit. Es wird darauf hin- getmefen, daß nach einer Verfügung des Neichsmrnisters der Finanzen oie Aeuer- farten voll auSzunutzen! und erst darrn zu er­neuern sind.

** Die Mer kblatter Mr Ein­korn men steuer, die in bet amtlichen Be­kanntmachung der Finanzämter pom 3. Mai

im Gießener Anzeiger angekündigt wurden, und in denen die wichtigstenzfcnberungcn des Einkommensteuergesetzes enthalten sind, sind fettiggestellt und können beim Finanzamt Gießen, auf Zimmer 3, unentgeltlich in Emp­fang genommen werden.

KrciS Friedberg.

F] Friedberg, 11. Mai. Zum Vesten der chverteilungs stelle für arme Kin­der brachten Damen und Herren ter hie igen Ge­sellschaft das feinsinnige LustspÜl ron Emil Göll Die Schwarzkünstler" zur Aufführung. Tie gut besuchte Lorflelluit^ brachte nicht nur einen vollen künstlerischen OrtuK, funbern auch einen sehr befriedigenden materiellen Erfolg, so daß der guten Sache die Summe von etwas über 1000 Mk. zugesührl werden konnte.

Q. Bad-Nau Herrn, 11. Mai Tie Stadt­verordnetenversammlung beschäftigte sich in der Hauptfach: mit dem Voranschlag für 1921. Ter Voranschlag schließt in Einnahm: und Aus­gabe mit 5 531000 Mk. ab. An Gemeindesteuern sollen aufgebracht werden 2 500 000 Mark. Tie Polizei erfordert einen Zuschuß von 207 700 Mk.: die allgemeine Verwaltung einen solchen von 435 000 Mk. Für Schul zwecke sind vorgesehm 305 700 Mk. Das ßieinigungswesen ist mit 500 000 Mark eingestellt. Tic Haus lehrt chtabfu hr kostet 170 000 Mk. Für Notstandsarbeiten sind 300 000 Mark vorgesehen. An Provinz und Kreis sind 550000 Mk zu zahlen. An Grund- und Gewerbe­steuer sollen 75 Pf. pro 100 Mk Grundkapital erhoben werden, von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben 1,25 Mk. pro 100 Ml., von Betriobs­und Anlagekapital 60 Pf. pro 100 Mk. Wie die Ausgaben der Stadt gestiegen sind, ersieht man am besten daraus, daß der Voranschlag von 1915 in Einnahme und Ausgabe mit 900 000 Mark ab- schloß. Zu den Gemeindesteuern äußerte Bürger­meister Tr. Kayser, er fürchte, daß die vor­gesehene Summe nicht einmal reichen würde. Am Schlüsse der Sitzung rechtfertigte Tr. Kayser sein Verhalten bei der Ehrung der Kaiserin m der Sitzung vom 15. April.

Starkenburg und Rheinhessen.

Neue Erplosionen.

fd. Kelsterbach, 12. Mai. Sfrx den großen Munitionslagern des Kelsterbacher Waldes er­folgten Mittwoch nachmittag in kurzen Zwischen­räumen mehrere schwere Explosionen, durch die verschiedene Munftionsstapel vernichtet nnrrben. Menschenleben tarnen bei den Entladun­gen iricfjt zu ichaden, jedoch wurden durch den unaebcurcn Luftdruck in den NaOxrrorten bis auf eine Entfernung von 5 Km. viele Fenster­scheiben zerstört.

rm. Darmstadt, 13. Mai. Die gestrige Wahl des Oberbürgermeisters und des Bürger­meisters ergab die Wiederwahl des Ober­bürgermeisters Dr. Glässing mit 46 Stimmen. 12 weiße Zettel wurden abgegeben, einer war ungültig. Bürgermeister Mueller irnnbe mit 49 Stimmen wiedergewühl t; hier wurden 11 weiße Zettel abgegeben.

Handel.

Berlin, 12. Mai. Börsenstim­mung s b i l d. Die Besserung der Mark im Auslande, namentlich in Amerika und die Zei­tungsmeldung von der angeblich geplanten Finanzkonferenz der alliierten Mächte unter Teilnahme Deutschlands hatten zur Folge, daß die Börse in freundlicher Stimmung ver­kehrte. Allerdings ließ die Zurückhaltung, die sich die Börsenbesucher vielfach noch auserlo­gen, kein umfangreiches Geschäft im allgemete nen aufkommen. Die Kursveränderungen wa­ren aber, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nach oben gerichtet und betrugen etwa 1 bis 5 Prozent. Phönixaktien gewannen bei ver­hältnismäßig bedeutenden Umsätzen 8 Proz. Augsburg-Nürnberger Maschinen begegneten lebhafter Kauflust und stiegen 12 Prozent. Feste Stimmung trat für Schiffahrtsaktien hervor, wo Hamburger Paketfahrt etwa 5 Prozent, Norddeutscher Lloyd 2l/t# und Hansa 8 Prozent gewannen. Valutawerte waren meist niedriger. Von festverzinslichen Werten waren preußische Konsols anziehend. Die De­visenkurse befestigten sich nach namhafter Ab­schwächung am Vormittag zunächst etwas, ga­ben bann aber wieder nach, insbesondere Dollars. Für die nur zu Einheitskursen ge- hanbelten Jnduftriepapiere bestand vermehrte Kauflust.

Frankfurt a. M., 12. Mai B örsen - stimmungsbild. Weit mehr noch, als dies kursmäßig zum Ausdruck kam, hatte sich an der heutigen Börse die Stimmung gehoben, angeregt durch die lebhaftere Beteiligung des Privatvubli-

Herrn Collins Abenteuer.

Roman von Frank Heller.

14. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

M. LavertiffeS Geschäft nahm das ganze Erd- geschotz eine? alten dreistöckigen Hauses em, und seine Auslage sm ster, die künstlerisch arrangiert waren, zeigten eine bunte Sammlung alitiertenr- Üchen Kuriositäten. Gerade'über der Front war cm Anschlag angebracht, der fragte: Do you coi- leci? und tne stolze Antwort trug: Then there is nothing we cannot procure.

M. Lavertiste scheint em Mann zu leut, Oer feine Sache versteht,' murmelte Ken von, und trat m den Laden. Tiefer war für den Augen­blick leer, aber ans dem Raum daneben hörte man zwei Stimmen. WaS sie sprachen, tonnt: Kenpon nicht unterfcbeilxm, aber er glaubte _ju meifen, datz dre Sprache ftanzösisch war. Tie Stimmen waren energisch, aber gedämpft, und die Redei den schienen erregt zu fein. Plötzlich ge­lang es Kenyon, ein Wort ai unterscheiden, und es interessierte ihn, brrat es war das Wort Police. Dann tarnen die Stimmen näher, und einen Augen­blick später traten zwei Männer aus dem bahnt ter liegenben Zimmer ein, dessen Eingang von einer Draperie verborgen war. Beide waren ungefähr von derselben Größe und hatten schwarze Äugtet, aber wahrend der eine glattrasiert war ic d bor- LJreft gejchülcltes schwarzes Haar hatte, war der

Kopf des anderen von einer üppigen roten Mähne umrahmt, und sein Gesicht schmückte ein buschiger, roter Schrrurrbart.

Ern rv.haariger Franzose, ba_ habe üh, by Jove, noch nie gesehen, dachte Kenyon: ein Ir­länder meinerroegen, aber ein Fvanivfe hat sckevarz zu sein, io ist es von der Vorsehung bestimmt.

Während die beiden Herren, von denen der Rothaarige of enbar der Ladenbefitzer war, von­einander Abschied nahmen, schnapme ft en rem noch ein Wort auf, Prozessor, was ein schertha ter Titel zu fein schien, da er von dem schwär zhaartgen .Oerm an den vottn gerichtet wurde. Der erstere ging dann fort, bestieg ein Auto und rubr vrvon ft en mm begann nun einige Fragen m der Falsch- mun zerangelegenbeit an den Rothaarigen yi richten.

Aber M. Lavertisie zeigte sich nicht «ehr ent­gegenkommend Man ha ihm ;a'f2 c Geld ar.- gehängt, aber er formte die Quelle nickS angeben. ..Das tarnt heutzutage jedem Geschäfts mann ra­sieren, daß er falsches Geld in brr ftahe bekommt/' sagte er kurz.Die Polizei steht ja die,er Ber- brecherbande ratfos gegenüber; und von dem jungen Herrn in derDaily Mail", der ffe berausgewr- bert hat, hon man hoch auch nichts."

Kenyon wurde rot und beeilte sich, bis Ge­sprächsthema zu wecheln. In einer Ecke Des Fen­sters lagen ein oaar schöne fapanifebe Holzschnitte, er sprach ben Wunsch aus, sie anzufthen. Er war ein leLenjchafllicher Samt .'er beichlog nach

-Anzeiger für Gberhessen)

8rettag, 13. Mai 1921

kmnS am Geschäfte und durch den Rückschlag auf dem Tevistnrnarkt Die feste Tendenz machte sich an der ALendbörse ganz besonders in Zndustrie- akl«t bemerkbar, für welche btc Kauflust anhäll. Auf dem Montan markte waren Buderus bevor- »ugt, Harpener imeber gebessert, ßotbnngrr Hütte waren gefragter und rotierten 426. Im freien Verkehr (teilten sich Pd Holzinann au 304, 302. Manoftlder Ku^e gingen mit 5125 um. Memel ei Zellstoff 50. Augsi-urg-Nüriih-rg waren unt 458 und Deutschm Mafchmen mit 295 im Her kehr Deutsche Petroleum 795. Lebhafteres Inter esse beftiaro für Daimler, welch: 4 Proz. autogen. Rege ivavm die Umsätze in Schiffahrt->atti<n. Nordd. Lloyd 152 bis 154. Hapog 174 wurden 9 Proz. gesteigert. Chemische Werte behaupteten ihre erzielten Höchstkurse der MittagSborse. Elektro werte zeigten teste Haltung. Ludwigshafen Walz- mühle begehrt 399. Weftddeuische Jute warnt ca. 80 Proz. gegen ihre letzte fJtotij gesucht. Es notierten Leders. Mler u. Oppenheimer 885 pluS 25 Proz. Hirsch Kupfer 354. Julius Sichel 560. Valutawerte vernach'äsfigt. 5proz. Goldmerikaner büßten 6 Prvz. em. Der Schluß gestaltete sich fest.

Frankfurt a. M., 13. Mai.

Berliner Devisenmarkt.

Gelb Brief Geld Brief Datum: N. Mai. 12. Mai.

Amsterdam. Rotterb. 2240,25 2244,75 2182,20 2187,80 Brüssel-Antwerpen . 526,95 528,05 504,45 505,65 Thristiania 1008,95 1011,05 1003,95 1011,95

Kopenhagen..... 1121,351123,651103,85 1106,15

Stockholm ..... 1483,50 1486,50 1438,55 1445,15 Helsingfors...... 137,85 138,15 132,85 139,15

Italien 324,65 325,35 320,65 321,35

London 250,70 251,30 242,75 243,25

Aeuyork 62,68 62,82 60,68 60,82

Paris......... 524,45 525,55 506,95 508,05

Schweiz 1118,85 1121,15 1085,40 1087,60

Spanien 830,65 832,35

Wien (altes) -,-

Deulsch-Oesterr. . . . 13,23 13,27 13,48 13,52

Prag 89,90 90,10 87,70 87,40

Budapest 31,46 31,54 28^7 29,03

Bulgarien,

Konstantinopel. . ..

BSrsenkurfe.

Frankfurt Berlin

Abend- Abend- Schluß- Schluß-

Datum-

5 e/0 Dtsch. ÄriegsanL 4/, Dtsch. Reichsanl 3/, Dtsch. Reichsanl. 4e/0 Preuß Konsols Darmstädter Sank . Deutsche Bank . . . Discouto.Gesellschast Dresdner Bank. . . Nationalbank f. D. . Milteld. Treditbank. H..Amenk Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Bock.Gußstahlwerk . D.»Luxemb. Bergw.. Gelsenkirch. Sergw. . Harpener Bergbau . Vberschles. Eisenb.-B. Oderschles. Lisenind. . Phönir-Bergb »Akt.. Bad. AnUin. u. Soda Höchster Farbwerke. Elektt. A. T. B Schuckert'Werke. . . Fellen-GuiSeaume. . Daimler Bud.- Lisenw.- Akt. . Adlerwerke 4°/» Hess.Staatsanl. . Elektron Griesheim.

KurS

11.5.

77,50

245,50 211 - 185,- 176,25 163,75

312- 337,- 471,- 294,

663* 512- 426,- 289,-

579* 137,-

238,'-

411*50

KäirS KnrS KurS

12.5 11.5. 12.5. 77,50 77,50 77,50

69,50 69,40

69,20 71,50 -,- 68,20 68,20 -,- 179,50 179,25

290,50 290,-

246,50 247.- -,- 210,50 210,50 -,- 184^0 184,75 175,50 175,75 175,50 174,- 160,50 169,50

147,12 150,84

446,- 445,25 316,- 311,- 315,- 332,- 333,- 328,- 468,- 468,84 469,- 290,50 294,- 294,-

274,50 277,50 669,50 666,60 671,50 512,- 508,- 513,75 429,50 423,- 429,- 290,- 28434 288,50

246,50 250,-

671,- 566,-

196,- 188,- 198,- 592,- 570,- 589,50 246,- 243,- 246,75

-, - 74,25 74,50 399,- 405,- 397,-

Marknotierungeu.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Datum: 1.7.14. 11.5. 12.5.

Zürich Fr. 125,10 8,95 9,25

Amsterdam Fl. 69,20 4,47 4,58

Kopenhagen . . Kr. 88,80 8,95 9,15

Prag Är. 117,80 112,25 115,25

Stockholm Kr. 88,80 7,- 7,30

Wien Kr 117,88 903,- 954,-

London Sh. 97,80 7,77 8,03

Paris Fr. 125,40 19,12 19,60

Neuyork I 23,80 1,58 1,61

Züricher Devisenmarkt.

12. 5. 13. 5.

Wechsel ans: Schweizer Franken

Holland 100 Fl. = 200. - 200.30 Deutschland 100 MK. -- 8L0 9.75

Wien 100 Är. 1L5 1.30

Prag 100 ftr. 7.95 8.10

Paris 100 Fr. -- 47.- 47.50

London 1 £ 22.30 22.30

Italien 100 ß. - 28L0 30.50

Brüssel 100 Fr. - 46L0 47.40

Budapest 100 Är. --- 2.85 2-75

Neuyork 100 I --- 660.- 559.-

Agram.....«... 100 Är. 4.10 4 15

Bukarest 100 2. = 9.40 9.7g

Markte.

fb. Franksur t a M., 12 Mai flhifge» trieben waren 35 Ccben. 7 Bullen 161 Färsen und stüdc, 1070 .halber, 421 Schafe mb 362 odjtoriiv. Die Rinder reurhm zu Preisen vom tetztm Monkamnartt <idhmbeit un5 hinterließen llcbcrftmib Ter Hlruund»- unb Bdrmnematft zeigten lebhaften <crMrr unb wurde auSverkaufl. ES mürben bezahlt für einru Zentner Lebend aeimdit: M ä I b e r: feiuf» lltaftfäll»ei 850 1000 Mark, mittlere unb beä 6migrall*er 700 -800 Mart, geringere Ziere 550 650 Mk.; Schafe: Mastlämmer unb Mastdammei 500600 Mk.. geringere Masthornmrt unb S^>aft 4(0- 500 Mk ; Schweine: vollsteisänae unter 80 Äg 1100 bis 1300 Mk.. i»ii 80 120 Kn 1300-1400 Mk . um 120 150 Kg. 13001400 Mk. über l.'O ft-g

finbet brr nächste HauptmarV am DsmStag ben 17. Mai statt

nt. Friebberg, 12. Mai. Der gestrige Schweine markt hatte einen Austrieb auf zuweilen wie feit langen Jahren nicht Trotz bes außergewöhnlichen Auftriebes fehlte es nicht an Käufern unb es entwickelte fich ein sehr lebhafter Hanbel. Die Preise bewegten sich, trotz des starken Angebots, immer noch in der bekannten Höhe.

Müller'sche Badennftalt.

DasserwärmL der Lahn am 13. Mai: 15° R

®n einem Test der Auflage wiederholt.)

(Eine neue Konferenj des Obersten Rate».

Paris, 12. Mai. (WTB.) Der diplo­matische Berichterstatter derChicago Tri­büne" glaubt zu wissen, daß auf der näch sten Konferenz des Obersten Ra­tes, die noch vpr dem 1. Juni statt finden soll, die Zahlungsmodalitäten für Deutschland, die Frage der Räumung Düsseldorfs und die o b e r s ch l e s i s ch e F r a g e auf der Tagesordnung stehen werden. Als Ort des Zufammentrftts der neuen Sit­zung des Obersten Rates wird Ostende ge> nannt. Giolitti lege Wert darauf, daß die Zusammenkunft in Italien staltftndet, weil et sonst an den Beratungen nicht teilnehmen könne. Die jetzt tu Düsseldorf Wsammenge- zogenen ftanzösischen Divisionen werden zu­rückgezogen werden, sobald die 150 Millionen Goldmark auf Rechnung der ersten Milliarde von Deutschland gezahlt worden sind. Dabei soll gleichzeitig die ganze Zone bei Düsselborf geräumt unb bie alliierten Truppen auf bic im Friebensvertrag festgesetzte Grenzlinie zu­rückgezogen werden.

DieTftneS" pegen die Parteilichkeit der Franzosen in Oderfchlesien.

London, 12. Mai. (WTB. Tte JL \xa t4f meldet aus Oppeln, daß bislier kein Vertrag, m dem die Autorität bet pyhnfck«, ^lufstänii'chm anerkannt nmrb-, untergcidjnei woiden fei. Es scheine jedoch, daß die fnmzSfkscheii Vertreter m der Konnnifsron ein verbales yfblbmmat ti tneiem Sinne getuofien hätten. General "Leronds Ge­danke sckieine zm fein, daß "die fertrie Tat ache der palnifmen Besetzung rHne weiteres txm den Ällte tertai anertarait werden müsse.

Wie die ..Times" rori tr meldet, ist die fran^ zösische Propaganda auflatMüfltd) darauf gerichtet, die Deutschen zu beschuldigen Tic lUtetbung ton einem bnitybeu Angrist auf französische Truppen bei Kreuzbar« scheine e Eten ho unbegründet M ftrn, wie die Entdeckung verbor­gener deutscher Was en lager. Tie Franzosen ver­hafteten Deutsche, die im Besitze ton Waffen be­troffen wurden, um so den Belagerunqszustand durchzuführen, übersähen aber die bewaffneten pol­nischen Patvouillen, die an jeder Straßenecke stunden.

London, 12. Mai (WTB.) TteTime%** erklärt zu der Lage rn Oberfdienen, dre rnter* alliierte Kommis fron habe als neutrale Organisation ausgehört zu bestellen. Tte b trifdrn und italremschen Df iiiere sähen sich gezwungen, die Abstimmungspolizir (ffegen die polnischen Luf- ftänbif'hen zu organineren, um br Dirchführtrng ihrer Pflicht zu ermöglichen.

Engländer kämpfen mit Deutschen zusammen.

Berlin, 12. Mai. Wie daSB. T." er­fährt. haben englische Offiziere am Dienstag bei Kanbrzin bas Kommanbo flbei die im Kampf gegen bie polnischen Insur­genten befindlichen Apotruppen übernommen

Der sozialdemokratische Paneitag.

Berlin, 12. Mai. Laut ..Vorwärts" soll der biesjährige Parteitag der S. P.D. auf ben 18. September nach Görlitz einbe­rufen werben.

kurzer Prüfung, bie Holzschnitte, eint Serie von neun Stück, zu erstehen

Bas ist der Preist fragte er.

Achtzehn Pfund, Sir, für alle neun. Zwei Pfund das Stück."

,L>m, daS finde ich teuer."

Nein, Sir, verzeihen Sie, das ist nicht teuer. Ueberbiev sind bas Tinge, die noch unerhört an Derr steigen werden. Mr rühren nur erstklasiige Ware, Str."

Obgleich noch durch btc Anspielung am b e Daily Mail' verletzt, mußte Kennon inner, rt) -.ugeben, datz der Mann rett hatte Er ra'mt zwei 3ehnji U7tir.o:en heraus, steckte bie zwei Pf - b ein, dic er zuruckoekam, und bat, bic Sa:ben -u- zuscbicken. Inzwischen tarnen zwei junge Männer von gewöhnlichem Komoristerausseien von vt Ltraße herein, nickten dem Labenbesitzer '-u u d begaben sich nt das rückwärtige Zimmer. Mn emem rafcbenSie entschuldigen, Sa?^' gtng M. Lavertiste ihnen nach Vtenncn beeilte sich unterdesien, ben Laden einer Prüsung zu unter* ziehen, formte aber nichts Verdächtiges finden, intb guckte bann rasch d irch bie Spalte ter Dra­perie in das anstoßende Zimmer. Tte b-eidm jungen Männer hatten einen größeren Hrujm Silber* und Goldmünzen vor M. L«>ertifft aut* gestaoelr, und b efer war bimrt beschäftigt, Posten in ein Geschäftsbuch eii^uttagen.Alles ichemt hier allttghr $u fdn," jagte sich taW Et anso.

Seufzer.Vergesien Sie nicht, mir bie Sache zu schicken," rief er und verließ das Lotal.

Draußen in Southampton Road blieb er flehen und überdachte b e Sachlage Natürlich war bei M. Lavenm'e nichts zu finden gewesen, das nxn ja klar, bei dieser verdammten Affäre war ja überhaupt nftgends etwas zu finden. WaS sollte er jetzt tun? Antwort auj de Telegramme, tnt er zur Prüfung feiner letzten Theorie abgefanbt hatte, formte er nicht vor Nachmittag erwarten.. Während er fo nachdachte, sich er plötzlich -wn Vertanen, deren Anblick chm zu einem rw'chen Enifchlutz verhol' Der eine war der schwarz­haarige Herr, ben er eben erst im Laden gesehen hatte, und der nun in seinem Auto um d'.c Ecke von Holbvrn bog und wieder vor dem Geschäft rorftchr: der andere war einer seiner eigenen Helfer, Blair, der sich an der Ecke der SicCutn* Arenue eben die Schuhe bürsten ließ.

Kenycm ging rasch über die Straße mit ben letzteren zu.

Mair", sagte er,behalten Sie biejen trän* zöfischen Kurio itätenladen a c Stunde lang nn Äuge und kommen Sie barm ms Holbornreftau rant unb legen Sie mir Rapvon a: Ich gehe hm und nehme meinen Lunch. Wahrscheinlich weiden Ste mir nichts Wich:iges mir;ul eilen flohen, aber immerhin . . . Und ja rich.ig, brüt gen Sie hn> auS, wem das AÜ2 gehört, das dort wz dem Stahrn üü6l"

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