Einzelbild herunterladen

Samstag, 12. November 1021

Ul. Jahrgang

Erstes Blatt

|d * i lid) in (Beben.

n

von Angora, um genau zu erfahren, welche Au--

und Degen ab. am ans ein Cfianenbakln zu ersparen. Und so lange wir nicht wissen, Ir welcher Weise mit der fcnrftaatllchung der

gung de- türkisch-griechischen Krieges besteben. 3u bleiern 3»ed sei es wesentlich zu willen, ob die Bestimmungen des Abkommen- von London

D'e (Eröffnung der Washingtoner Konferenz.

Eisenbahnen auch das Joch harter und unmög­licher Friedens^ et Ingungen abgeftretfi werden , könnte, hat es keinen Sinn, die daraus bezug» , lichen Vorschläge vorschnell zu verwerfen.

Der fetzt In Töerlln wellende 1 lederher- stellungSauSschutz. ter nach dem Versailler Vertrag das Rtcfit hat. von Zeit zu Zelt die deutsche LelstungSsähirkett nachzuprü'en. wird sich überzeugen lassen müssen, datz die er­träumten Schätze bei uns nicht zu holen sind. GS klang wie ein schlechter Witz, wenn ein amerikanisches TMatt die Mär In die Welt setzte, die Kommission wolle sich In Berlin einen Vorschub auf die Zanuarrate holen. Die Erkenntnis der Wirk ihkett hat durch den katastrophalen Sturz der Mark überall Fort­schritte gemacht, und selbst in Paris weist man es jetzt, dass der deutsche Staat nahe vor'm Bankrott steht. ..Dann muh man In den Pri- vatbeliy hlneinslei^en-. sagen die französischen Scharfmacher, und leider arbeiten Ihnen die deutschen soziasistischen Partien in die Hände, indem sie erklären, in der Erfassung der Ter» ^en seien noch nicht alle Möglichkeiten er» fül't GS ist urbrqrelfUcf). wie eine kttrzsichtloe DchlagwortvoN'lk. von Part-ig--lst und Klaisenelferfucht vollkommen beherrscht, die­jenigen Zeichen der Zelt aufter Anrechnung säht, die uns geradezu unbegrenzte Mög­lichkeiten eröffnen vor denen unsere Hoffnun­gen erstarren müslen. Helfferich hat sie dem provisorischen RelchSsinanzminister sehr leb­haft enteecenoeftefTt. Wenn die deutsche Mark wie bisher weiter säslt. ja wenn sie auch nur in dem jetzigen Tiefstände verharrt, fallen die Zahlenaebllde des Haushaltsplanes wie ein KartenhäuSchen zusammen. Das ist doch der sptlnaende Punkt In unserer heutigen ßaael W'«e kann man noch von ErfüllungSwlllen re­den! Und woher kommt der Valutasturz? Da erweNen sich alle französischen Ausflüchte und Tcrbäcf'tinungen al« Aeuhe'nngen einer Win» blaen Verlegenheit; der Schlag, der unS in Oberschles'.en fetroffen. die steinenden Lasten, die uns da« Ausland ausbürdet, die schwarzen Aussichten, die sich uns überall auf­tun. s I e haben die ganz natürliche Wirkung getan, datz Vertrauen und Kredit verloren oehen. Das astes steht aber nicht auf dem Programm der Washinatoner Konfe­renz. die heute ihre erste Sitzung abhält. Dort lollen andere Händel geschlichtet werden, und Frankreich, dessen finanziesteS Los mit dem Schicksal Deutschlands so Innig verknüpft Ist. lehnt alle Beratunaen der heiklen Fragen ab. Wenn schon eine Finanzkonferenz abac» halten werden solle, so sa-en die Franzosen, so fei in Paris oder In Brüssel der rechte Ort. Jawohl, dort, wo nicht« ist. weder Gut noch Geld, weder Vernunft, noch Tat. sondern nur der klappernde Säbel und die alte Abenteuer­lust de« (Taroantua I Rabelais würde sein mun­tere« Lachen beute verlieren wenn er Ne Rie- senunternehanin'-en seiner L'ndsl u e' e die Meersahnen Fock>« und ZoffreS. ihre Bot­schaften an die Bewohner do« andern Grd­teils I Die Wahrheit und die Gerechtigkeit stnd. trotz der sich mehrenden Londoner und Pariser Vernunftstimmen trotz der gewichtigen Kundgebung Aitti«. des früheren italienischen Ministerpräsidenten, nur langsam auf dem ' Marsch und wer weih, ob e«, wenn die Fra- . gen de« fernen Osten« notdürftig gelöst wor­den sind, nicht zu spät sein wird, dem ver­armten und oeLähmten europäischen Abend- , lande das Slirfr enzustöhen.. da« ihm den physischen und geistigen Untergang erspart.

Die englische Protestnote an Frankreich.

Pari«, 12. Aov. (tzavaS ) Die eng­lisch e V o 11 ch a f t bat ber frantölUdben Reaie- rung eine Tote übermittelt, in ber sie erklärt, bah da* Uebereinfommen zwilchen ber Iran 6- nid>en Regierung unb ber Regierung von An­gora wesentlich von bem verfchieben fei, bae im vergangenen März in London zwilchen Trianb und Bekir Sami Bey abgeschlossen wurde, gegen welches die englische (Regierung Sinwürfe machte, die lie später nicht aufrecht hielt, weil da- Uehcr- einfommen von ber (Regierung von Angora nicht vatifiziert worden Ift.

Conbon. 11. Aov (Sine (Reuternote betagt, Snglanb erwarte bie Antwort Frank­reichs auf bie Denkschrift betr. ben Vertrag

TU 5.50 einchi- Irden, lot n, berd) bi» T'Crt Tlh 6.5fJ rin »l Sehrl» gr!b. auch bei Tichtrrfchei. er* Timmern

infolge hsyerer ®<malL 3 «r n p r e d) flnia, lu>ie: |lf bir^Arihlrhiiie 112; fürDrudirrci. Ter lag i*b <ec O)ü!i»|itüc 5L ch..'chki'i |tn Drahtnach­richten er Gictze».

p»Asche titelt:

Die Stellung der Parteien zur Kredithilfe der Industrie.

Berlin. 11. Aov. Zu ben gestrigen Be­sprechungen tes Reichskanzlers mit den Führern ber Reichstags l ^akti onen der Sozia b m k a en unb bei Zentrum teilm bl? Blätter mit bah bai Zentrum rar ein? Fort­setzung ber Derhanblunqen mit bem Reichs^er- banbe ber deutschen Industrie fei. während die Sozialbernnk^oten die Bedingungen der 3rbuftrie für unannehmbar erklärten. Zn den K-eisen der loziasttzi'chen A g»ordneten herrscht laut .W>r- wärt«" die Meinung vor bah diese Bedingungen nur bai Mittel sein sollen bie Ärebitaftion übe-hauvt unrnög'ich zu machen Solle bie Deutsche Vrfksvartei v e ein? ber Mit e'rarteien auf diele Tebingumen eingehen so w-rbe baS bie schwersten imernS l i ch-n Fo gei ta en Tat) Informationen bet Ter tner .L'ka'anz." dürfte bie Deutsche Vollspa rt-i e$ ableänen. mit ber ganzen AngelegTnh'it als Ptrtrf li irgendeiner Form In Verbindung gebracht zu werden.

Ur. 266

T«r »Kocner Rtieloet er «beut i * glich. euher Sein, in» Feicrtaie.

noch in Kratt seien Reuter teilt mit. bah <5mg- (anb an Frankreich unb Italien ein vvllständi ie« Prvtokvll über die mit bem griechischen Mi- nisterpräl benten Dunaris geführten Delprechun» gen zugesagt hat.

Die französischen Finanzen.

Paris. 11. Aov lWTB) Die amtlich« Ssatistik ber Steuer- unb Staat-monopole weist eine Giemahme von 1305 115 000 Franc« nach, die gegenüber der Schätzung-ziffer de- Bud­get- einen Minderertrag von 95 916 000 throne« und gegen iber der Einnahme de« gleichen Monats im Vorfahre eine Derminderung mn 26 460 000 Franc« barftellL

($in Weissbuch über daS Taarqebiet7

Berlin 11. Aov (TDTB) Die Rei.-s« reaterung Hetz dem Reichstag ein Weitzbuch über da - Saargebiet /.uie^en, Ta- Buh erscheint gl'ichtzrftig unter dem Ti ei .Daaraebiet unter der Her 'chtft bt« Wasienstittstanb-abk: m- nwnfe unb des T«-träne« von Versailles" ün Ver­lage von Georg Stilke in Berlin.

Polen und Rttstfand

Moskau, 11. Aov. (WTB ) Die Hebet* reichung der polnischen Rote, worin Ruh­la nb vorgeworlen wird, keine ber B dingun en de« Frieden-v-rtragr- eriül.'t zu ha e-. mi o hier al- Versuch bezrfchnet. M3 Vertraten zu Ruhland in einem Argenblilr zu erfbittrm, in bem diese- die Schulden d?S lrihrren Re» gimL- <ierklärt» Auch die von den

Entstaatlichung der (Eisenbahn?

Berlin. 11. Aov. (WTB) 3m Unter» au«fd)uh dr« Verkehrsausschusses de« cyortiirfircn R e l ch S w i r t scha f r s ra t S. besten Aufgabe d e Prüfung der Oraanisarickn der WirtschaflUchkeU der LLichSeiseLdahnen

Pari«, 11. Aov. <TBo f.) Hava« meldet au« Washington Die erste Sitzung der Kon» ferenz wird am SamStag 10 30 Uhr in ber kontinental Mernrrialhalle sta t Inden. ,ur Erinnerung an die am-rfkanifche R-trluhen errichtet wu-de DerPräfibentderBerei- nigten Staaten wird nach einem Gehet bie fcröffrungCrebc bitten. Aach dem von den Dele- Sttonen auig f^rvchenen Dun ch? wird er k'ine nttoort ber Redner erbitten da ein Sl verneh­men über eine gemrinfime Antwort nicht ba^e enteil werben können ftirMtg tv rde sich bann zurückzi-hen und 6 aalrfef elär HugbeS we de bie Wahl de« Bnrfitzmden ber Konferenz vorneh­men müssen. Der Gewählte wer>e «ne Rebe halten und bann zur Dahl bei General rfr-tnr« und zur Ernennung ber Kommis f nen schrei en bis nötig sein würden um bai Prozramm und den GelchästSgnng zu re,e n Un den Komni Io­nen zu gehalten, einen gtnaun 13 ani Dorjulegen. werde sich bie Km'erenz Doraulhbt tb tu Dienstag vormi tag vertagen. Der ölal. in dem bie Sitzungen abgebalten w-rden habe be- trächtliche Ausmahe An einem Itfb n Ja e<kn- form würbe ber Vorsitzende ber amnnkani'ch-n' \ und bann in alshaoettlchrr Jtet.lc |Vlyt -Delegation von Drohbrftannien. Frank- 3tolua uab 3apan Plutz aehmea. ö®4-

Ift wurde einstimmig ber Standpunkt ver­treten. bah die Uebcrfubrung der Reich«- eisen bahnen in ben Besitz des Privat« k a p I ka l S mit den 3nten\ cn der VvllSrvin- schaft und de« Bestandes des Deutschen ?M» che« für unve.eindar und b-jrum wirtschasiitch iutD polllisch für verhängnisvoll zr erachten ist.

Die laewersschastssührcr briui Rrjchskauzlcr.

Berlin. 11. Aov. W e die .Deutsche Allgemeine Zeitung" mltttllt. h-tt beute vor­mittag der Reichskanzler de Gewerk­schaftsführer und Parteiführer empfangen, um mit ihnen die Frage de« Kredit Hilfe der Onduslrie zu be­sprechen.

Die OofzhSnser fflr Frankreich.

Berlin. 11 Aov. lWDB) Die Preste- Meldung, bah die nach Frankreich gelieferten Holzhäuser dem sranzö iichen 3 i n i u h r zoll unterliegen, enlfp-it>' nicht den Datiach'-n. S» ist Im Gegenteil auIbrü stich vereinbart, bah von bl-fen chäulern kein Zoll zu entrichten ist. Diele Vereinbarung Ist offenbar b*n franzölilchcn Zollbehörben nicht rechtzeitig mllgcte It worden, fo bah anfang« tatsächlich Zolllchwler gleiten an der sranzösilchen Grenze b-irn Dran-port der Häuser enlftanben Diese De Handlungen lind IndeS seit längerer Zeit durch Deihandlungen mit ber sranzösilchen R-gieruni unb entttrechende Anweisung der Zollbehirben behoben Oin .Zu­geständnis bc« SingangSzoll« erfolgie durch Deutschland In keinem Falle.

Verweigerte Vorbesprechnngen in Cbrrfdikfirn.

Berlin. 11. Aov. (WTB j Die 3nter- alliierte Kvmmlstlon verweigene die OlnrcHc- genchmlvung der stellvertretenden beut leben Bevollmächtigten zu den deutsch- polnischen Verhandlungen über Oberschlesien. Staatssekretär Lewald und Unterstaatssekretär DöppeN. die sich heute abend zu V o r b e s p r e ch u n a e n mit den Vertretern der vberschlesischen Bevölke­rung nach Oberschl?s!en beerben wollten

Zu der Verweigerung der Ginrci'cerlanbnli nach Obe Ich! f e> für den deut'ch n stellvertreten­den B-vollmäch iglen Staatlek ctär Lewald und den preußischen Vertreter Unterstaatssekretär *. D D 5 ppert erfährt da« .De.l Tageblatt . Mh ter englische Botschafter geft- r > im Auswärtigen Amt eine Mitteilung bei 3nt«r- alliierten Kommission in Oppeln zugesteltt habe, in der es heistt. bah im Interesse ber Ruhe in bem von ben Alliierten des y en O''eischlLl'en den polnilch-n unb h -utM-e i Kommis ionsinitgliebem eine AulenthaltsbewiUigung nicht eiKUt werden könne.

Wochenrückblick.

Die ftnanzpoliilschen Unter- Haltungen Im Reichstag waren durchwex von dellemmender Wirkung. Auch die Kritiker ' t>t,n ber Rechten. Herr Helffcrich und Hers , Dr Becker. Im Glanze Ihrer überlegenen Sach- ; künde, feierten keine Triumphe, erhoben fick nicht zu erlösendem Ratschluh. Das konnten sie Nicht, denn der Weg der Rettung ist nirgends zu erblicken. Gs wurde errechnet, dah trotz der neuen Steuern nicht einmal der gewöhnliche Haushalt bestritten' werden kann, geschweige Denn die ungeheuren Kontributionen, die gleich zu Beginn de« neuen Jahre« am 15. Januar. mit 500 Millionen Goldmatk die Regierung erblassen lallen. Cf gibt kein bestimmte« Ziel, da« uns auf unserem Leidensweg ermuntern könnte, unb wenn Herr Helfferich ausrief:Dir müssen lernen, in Ghren unterzugehen" so beutete er auf da« sittliche Beharren de« Arz- tet unb Pfleger«, der auch angesichts de« auS- fichtslvsen Zustandes eines Kranken ihm die Stunden erleichtert und sein Lager nicht ver­lottern läht- Ader das war zum mindesten keine Katastrophenpolitik, auch keine negative und unfruchtbare Kritik, dah auf gewisse Ver­schlimmerungen der kranken Wirtschaft hin- gewiesen wurde, die vermieden werden müh« teu. obschon auch ohne sie die Erfüllung des Ultimatums der Gegner unmöglich wäre. Man muh dies vor dem in der Reimtfriuptftabt er­schienenen Besuch des GarantleaueschusseS der Ontente deutlich feststellen. Unser Volk kans au« sich selbst heraus keine radikale Befreiung aus seinen tödlichen Gefahren finden- worum es sich nur handeln kann, das ist das Rächst- liegende vernünftigen Handelns, besonne­ner Einkehr. denn e« ist der Deist, der sich den Körper baut; da« Weitere. Rettende muh höheren Schicks alSmächten überlassen bleiben.

Die allzu nüchterne Vorhaltung, die von ber Linken oft an Diejenigen gerichtet worden ist die der Ablehnung der Feinddiktate daS Wort redeten, bah sie nicht positiv zu sagen d'ühten. was denn eigentlich geschehen solle, wenn bas Rein gesprochen sei. geht nicht In die Tiefe der Dinge ein. Erst wenn wir selber wieder etwas sind oder zu sein verheihen. wirb die Welt um uns Grenzen ihrer Rache- Politik finden. Man findet die Lösung nicht In abschwe.fendem Ueberzählen der äußeren und Üuherlichen?lichkei'en sondern wirklich zu­nächst nur Im Geiste, der sich den Körper baut. Rian hat oft gesagt, ein Sechzigmillivnenvolk werde nicht untergehen. Danz recht; aber dann tnuh es die Innere, geschlossene Snergie einer Einheit In sich erwecken. Der demokratische Gedanke ist an sich noch gar nicht«; ohne den kraftvoll betonten nationalen Dedanken unb Lebenswillen müssen auch die Ansprüche eine« Sechzi7,milltonenbvlke« .zerschellen. Die Lauen. Aüchternen. die doch die Aktionen und Demonstrationen ber Unzufriedenheit In der inneren Politik oft so hoch zu schätzen und zu nüyen muhten, mögen c« endlich glauben, dah auch In der auswärtigen Politik ein erlaub­tes und natürliche« Rlah edler Leidenschaft einem Volke innewohnen muh. wenn e« die Teilnahme ober die Achtung der Mitwelt ge­winnen will. Es scheint allmählich, al« wollten bie zunehmenden Stimmen de« Auslandes, die dem zertretenen Deutschland gerecht zu wer­ben suchen, das deutsche Ehrgefühl wieder wachrütteln, damit e« im Kampfe für die Wahrheit wieder, nicht Im wörtlichen Sinne. Schild unb Schwert finde.

Riemand kann eS sich heute mehr verheh- (en. bah Revolution und Republik in den drei fahren ihres Bestehen« un« recht kostspielig geworden sind. Richt nur die nowrische Rot unb Verelendung ber Zett ist daran schuld. Der Beamtenkörper ist zu grvh- die'Zchrer von ber Staatskrippe sind zu zahlreich geworden.

Das Defizit unserer groben VerkehrSinstttute erfordert grundsätzliche Erwägungen. Wir kön­nen es den Vertretern unserer Industrie nicht verdenken, wenn sie beim Angebot ihrer Kre- bitaktion Forderungen erheben, die auf eine Diedergettmdung unseres Wirtschaftsleben« blnau«laufen. Denn e« sich jetzt darum han­delt. vor der Welt wirklich positive Beweise einer ErfüllungSbesähigung zu erbringen, müssen sich die im Bereiche praktischer Rot» Wendigkeit liegenden Entschlüsse und Entschei­dungen ohne Rücklicht auf eine noch würdige und stolze Tradition durchsetzen. Dewitz war die Verstaatlichung der Eisenbahn einstmals ein politischer unb nationaler Ausstieg, dessen nach mancherlei Richtungen gehenden, segens­reichen Wirkungen wir auch heute noch ungern entbehren würden. Allein, die leidige Geld­frage steht ja jetzt Überall Im Vordergrund, und wenn sich eine Möglichkeit ergibt, den

Staat von unrentablen Einrichtungen.zu ent­lasten. mutz man sie vorurteilslos prüfen. Che Tonn roarc wir den Fra nzofen unsere Wälder, unsere Delegattvn Bergwerke und unsere Eisenbahnen verpfän- folge bie : den, f mdeu wir un« lieber mit anderen Mitteln

Ichen ben beiben O*iten b?l Tisch i H Hu'eilen- I lorm wirb ein eiberer Tilch auige teil für bie delegierten von Belgien. 5b-na. Hol arb u ib , Vortag.iL Die Sach er länMgtn unb bie Ml □lieber ber Pres e würben Ihre PI »yr zu teiben , Seiten haben Aul ber Galerl.' würden bie Mit­glieder bei Oler.iei Ge ich sh^ et un) b»' bi lo- malische' K rps PlaN aejm n Rui vertrete ei 1 Machten w erbe bie De(>atte über bie Z.u;r id iemen Oden« zugebachl a i b« üjcc bie

5rage ber 3 iru,tung würben nur fünf ®cob- machte teUnehm.-n.

D'e Po'itik Hardings.

Pari«. 11. Aov (Havas ) Der vonber- berich'erstatier ber Azentur Hava« berfch et au« D a i b i n g t v n: Die P)littk H a r b i n g « , wie sie In allgemeinen Umritten au« fniberen Be­sprechungen hervorgebe. läht sich lolgenbermahen zuiammensatten: 1. e'n engere« Internationale* Ztisammenarbeilen durch ben Bülkerbanb zu ver- tre'en, betten Werf jedoch, da es sich auf Europa belch^änke. nicht erichwert werben folle. Da« Mit­tel. an enge m internationalen Betiebunren mit- zuarbeiten, würde bie p o l i 11 f ch e B e r l a m m- l u n g der i e o l g e n Konierenz fein; 2. -)ar- bing erkenne bie Unabhänalakeit ber Politik unb die terrltor.ale Unverlctzlichkeit China« an. halte ei jedoch für nötig, innerhalb einer be­stimmten Grenze ole Forderungen Za^an« -weck- einer getvlfl n AuS^ehn mg fei ter ®r?ite -u u- laflen Die Schwierigkeit werde barin liegen. 1e"t- Auitcllen, wie wett dleie 2u«behnung geben L>ürbc; 3. ber Unabhängigkeit (Snglanb« gegenüber ber übrigen Welt in Bezug auf Roh­stoffe unb Lebensrnittel folle Rechnung getragen tnerben; 4 b e Lage Frankreich- muffe berück­sichtigt werben. Gs mutte etwa« geschehen, um die Besorgnisse Frankreich« zu zerstreuen Der Dreibund dürfe unter keiner Form neu ausleben Amerika werde Frankreich zur gegebenen Zelt beisteben, Inbem ei einen moralischen Druck auf Deutschlanb ausübe; 5. leibst wenn bie Konferenz ihr Ziel nicht erreichen solle, werbe sie dazu gebient haben, bie Hinbernlsse für ben allgemeinen Frieben an ben Tag zu bringen unb sie werbe sie auch biejenigen erkennen lassen, bie bafür verantwortlich seien.

Die Anlichten be« Präsibenten Aarbing sollen angeblich in zwei wichtigen Punkten von ben Gebanken abweichen, bie man 0laat«kfretär ftuflbe« -uschreibt tzarbing habe gegenüber Gng- fana ba« ausgesprochene Ziel, ole Kündigung de« englisch-japanischen Vertrage- burchzusetzen. Eine internationnle ^innnzkonferenz?

Pari«. 12. Aov. (WTB.s Rach dem ^Oeuvre" kündet man In französischen finan­ziellen Kreisen an, e« fei augenblicklich viel die Rede bat^n. Im Monat Dezember In Bern oder In Brüssel eine internationale Finanzkvnferenz ctnmberufen, an der diesmal nur Fachleute, die die Regierung noch nicht vertreten, teilnehmen würden.

Der Jahrestag W WaffenfttttstandeS.

Pari«. 11. Aov. (DTB.1 3n bet blu­tigen Morg-nlltzunq bersranzöflschenKnm- m e r wurden auf Antrag b.« 2 ge rbneten Oumy bie Verhanb uigen zur Grln ierung an ben ^ah eNag m Wallenrflst nb«S utter rochen Sämtliche 2bgeorbnete erbeben sich unb ver­brachten eine halbe MinuteIn völliger $ 1 tu 0 o r t. 11. Aov sWolff.) Der 1 1. A v- vember ist in Amerika -um Feiertage erflärt worben; alle.k e b:eibcn gelchlotten.

Die Ratifikation des Friedens mit Amerika.

Berlin. 11. Aov. (WTB.) Die Ratt- 1 fikation«urkunben -u txm am 25 August von den Bnrottmächtigten D^ut'chla-'b« unb ben

Berollrnächrigten ter Rer Inlgten Staaten von (auf eine gemetnfame Aktion zur Deendd 2üne.ila unter zeichneten Vertrage tou ben heute w - ......... - ....

abend im Au«tr>ä t g-n Amt ouLgewech e!t. Da­mit Ist der Vertrag in Kratt getreten uab ber Frfeden-Mstanb tolater hergestellt.

für Dir leqeenummri btt |uei 51ad)m nag po- bet o nejrbt berbmM AkfiL Srtt» flr l mm höbeür

njti^tn» 34 mm Trqte irihd) 55 TM . au*öditt 65 Df.; für K.kiam«. Anzeigen von TO "'M Stritt250T>i SeiTlan» t»rf*nh 20 . Auf 4)1 'g. Aaup IchnstleiierM 4. Q oen Verantwortt ch f-r voll ih lug

|flr ben Qbngcu In: Aart Walih.r; |üren

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

ürrtf vnb vsrla-: vrützl'fche niö Skinbrndcrel R. kan-e. Sd)rlf1lclhin(i, Aefchäflrftelle aiö vruckerei: Zchusttrotze 7.