Unterhaltung»Erhebung»Selchnmg
einig. In Ems sprach die Umgebung Kaiser I von Dir da ist. Das Ist die Hauptsache. Der Wilhelms mit größter Besorgnis von dessen I Mensch ist ein Uhrwerk. Seitdem ich jetzt
land sein".
Wie
tutionen. Schuwaloff glaubt, daß Bismarck bereits am Größenwalmsinn laboriere und,
der Größe der Maus. Deutlich konnte üb bte Lage der Maus in der Kreuzotter erkennen: die Bane des Beutestückes waren genau zu bestimmen. ttrfe Schlange spie ihren Fraß nicht wieder au-. Bor Tag ;u Tag verschwand die Lnschwellung. Tte Maus wurde regelrecht verbaut
Nach riniger Zeit brachte ich einen flügati Sperling ins Schlan'^enbu^ Wohl betrachtete ch Kreuzotter ihn inteTcfiicrt, biß ihn aber nicht. Tq Svatz benutzte die Schlange oftmals als Sivgclege» hrit. Sie kroch dann langsam weiter, bis der Bogck herunterrutschen mußte.
Otto Julius Bierbaums „Briefe an Gemma".
Tas Gedicht ist dem Buch „Don Trotz und Treue" von B. v. S-lckow (N. Elwerts Verlag m Marburg a. d. Lahn) entnommen.
Tanzlied von Otto Julius Bierbau»
ES ist ein Reihen geschlungen, ein Reihen aui dem grünen Plan, und ist ein Lied a-sungen. das hebt mit Sehnen an, mit Sehnen also süße, daß Weinen sich mit Lacken paartl hebt, hebt im Tanz die Füße auf lenzeliche Art.
kraft erhoben, aus sich selber herauskommt, aus dieser traurigen Realität, und „dichtet". Aber bei Dir ist für mich das wirkliche faßbare Leben, das, was ich bisher mir als haß-
Kreuzottern in (Terrarium.
Wilhelm Blohm, ein Lübecker Lehrer, hat unter dem Titel „Natur— m e i n £ e * b en" (Verlag Charles Coleman, Lübeck) Erinnerungen und Beobachtungen hecausgegd- ben, in denen er, wie er selbst sagt, keme Wunderdinge erzählen, sondern lediglich das wiedergeben will, was in einem Menschenalter ein begeisterter Naturforscher und Jäger in deutschen Wäldern und Fluren, an deutschen Seen und Flüssen erschaut und erlebt hat. Mit einigen Kürzungen geben wir nachstehend einen kleinen Abschnitt wieder, in dem die Beobachtungen enthalten sind, die der junge Naturbeobachter an gefangenen Kreuzottern machte.
Beronal nehme unh von früh 6 bis abends Vr> ordentlich schlafe, scheint mir die über' mäßige Arbeit nicksts zu schaden." Schließlich aber wirkt das Deronal nicht mehr und er kann auch bei Tage nicht mehr schlafen. So quält er sich durchs Leben, immer gehetzt, immer mit Arbeit überhaust, immer voll Liebe für seine Frau. Die Polttik interessiert ihn am wenigsten, aber als er 1909 einen Krieg zwischen Oesterreich und Serbien fürchtet, da schreibt er: „Daß daraus ein großer Krieg wird, das glaube ich nicht, S$d) bin völlig frei von Militärsachen, luürde aber gern auf ben Kriegsschauplatz reiten im Gefolge eines Fürsten, um auch dies Mensch- lich-Gräßliche kennen zu lernen. Dock), wie gesagt, der große Krieg kommt jetzt noch nicht." Er hat ihn nicht mehr erlebt. Am letzten Januar 1910 verschied er in Dresden, wahrend seine geliebte Gemma krank in Italien lag, und es ist der höchste Beweis seiner selb st überwind enden Liebe, wenn er sechs Tage vor seinem Ende in dem letzten Brief an sie, trotz seiner unendlichen Sehnsucht sie beschwört: „Du darfst nicht kommen! Werde zuerst gesund und dann mache mich gesund!" Als Sterbender bat er, ihm alle Bilder Gemmas in den Sarg zu legen.
Die Entwicklung von Fahrzeug mrbFlllgzeufr
Bisher fehlte im BerkehrSweien ein FahrzeuG das die Beförderung ron Etnzelperfo- n e n billig, sicher und begunn vollzieht. Diese Lück' füllt jetzt der „Motorroller" der Friede. Krupv-Aktiengcfellichaft Essen au* Tie fahrende Derion ftdrt, >o schreibk Geh. fRrg erungirat Mai ©eitel im Märzheft der Jeüjchrifl „Deutsch- lands Erneuerung", auf einer Plattform, die nur wenig — 10 Zentimeter — über Dem Erbbode» liegt, alst) lrickt und btauem bestiegen und verlassen werden kann. Die Art der Lenkung und die Bedienung des MvtorS ist überaus einfach. Tas Abkuppeln des Motors und das Brrmien de- Fohr- zeugs geschieht durch 8u üdlcgen Der Lenkstange, auf die die ausrcckitstrhcnde fahrende Dero» sich stützt, also durch eine Bewegung, die bei dem Ent- gegentreten em.'s Hindernissen unwillkürlich vor- geiu'Mknen wird. Ti:ser Umstand i t für dar ittbett Befahren belebter Straßen mm höchster Bedeutung. Ter geringe Verbrauch ron Brennstoff li Berbrn- dung mit Der Bit. igle it der flcinen 2urtreifen sowie das geringe Gewicht De5 bequem au trag ent« Fahrzeugs sickern diesem eine wüte Berbreiluna — ueber die PerwendungSm g ichkeiten unv d« weitere Äusgesialtuna des Flugzeugs geben btt Erfahrungen dahin, daß di- Kosten der BelörD» rung für das Flugzeug sich so bock stellen, Dai dieses mit den übrigen Verkehrsmitteln bezüglich der Billigkeit nur schwer in Wettbewerb trete« kann und sich in der Hauptsache auf die Besörda» rung der Briefpost beschränken yruß. Tagegei übertrifft daS Flugzeug mit feiner noch bedeutend Ju steigernden Turck'chnitlsg ickwindigkeil von 120 Ulcmeter in der Stunde alle anderen VerkebrA- mittet. Die Wüterungsverhältnis e und Iaae<* Zeiten haben gegenwärtig reod) einai gewissen Einfluß auf die Wahl der Flus^n: hier ist m in aber mit Erfolg bemüht, di.» erwünschte Unabhängig^ Au erziÄen. Qft einerseits die absolute Sickrerbeit bisher noch nicht erreicht, so ist andererseits das Maß des Kom oris ein sehr lohe- In Den Bereinigten Staaten verkehren schon F.ug.zeuge mit Schreibmaschinen-Wteilung An Fahrt dauer und Reichweite kommt fein Lustfahrzeü.i dem Starr- schiff glrich. Die neuAcitli<tn deutsckm und eng lilchen Starrsck'ifse ton 56 000 finit meter Gas- raum können etwa 5 Tage in der Luft verbleiben und über 5000 fii xmr.ter -utiuflcgen. Gegen ferifr licke Ern Wirkung svrd die Luftschiffe sehr emriöid-
Twde und dem, was nachfolgen würde. Unter ihnen herrsche eine wahre Panik. Bismarck habe sich indessen dem Kronprinzen schon früher genähert und er „sucht dessen Aspirationen auf Südoeutschland zu s^meicheln und im zentralistisch-deutsck>en Sinne — gegen Preußen — auszunutzen". Auf eine Frage des Erzherzogs, ob Schuwaloff glaube, daß das preußische Prinzip über daS nationalliberale deutsche noch siegen könne, antwortete dieser mit Nein. „Mit dem Tode Kaiser Wilhelms höre diese Aussicht auf. Auch die Armee fange an, ihren preußisch- monarchischen Charakter immer mehr zu verlieren und einen allgemein deutschen anru- nehmen, wo nur noch Disziplin und Gewohnheit des Gehorsams Zusammenhalte." Don der Kronprinzessin Blktoria berichtet übrigens der Prinz eine Aeußerung Schu- walofss, „sie und nicht ihr Gemahl werde ! dereinst der eigentliche Kaiser von Deutsch-
sich wieder.
Um nun zu untersuchen, wie bte Vivem iub ju anderen Tieren verhielten, setzte ick ernrg/ ausgewachsene Dergeidecksen und einen Laubfrosch mS Terrarium. Es soll ja, wie überall ni lesen,steht, die Kreuzotter sich sofort auf die Tiere Runen, sie durch Bisst töten und sie Dann hegen lauen! Nichts von alledem geschah: die Kreuzottern kümmerten sich weder um die Eidechsen, noch um den Laubfrosch. Tie ersteren tarnen oftmals nut Den Schlangen ins Gedränge, wenn es slck um ben Sonnenplatz handelte. Gewöh.'lich waren die Uinten Eidechsen die ersten im Sonnenschein: sie mußten aber den stärkeren Vipern wichen. Wenn alles .geordnet" war, lagen die EDechsen auf dem Schlangenklumpen, und alles war guter Tinge.
Es schien, als ob ich nichts Neues beobatften könnte, als eines Moraens eine kleine Kreuzotter dick und steif, aber lebend auf dem Moose lag
Hatte sie gefressen? Aber was? Eine Eidechse, die größer war, als sie selber? Kaum glaublich' Kurz entschlossen nahm ick das Tier aus dem De- häher, tötete eS in Sp-ritu- und schnM ihm Den B<ruch auf. Da lag nun eine ausgewachsene Eidechse im Leib der jungen Otter? Ten Kops vorweg, so hatte das Tier das große Beutestück h nabgewürgl. Ter Schwanz der Eidechse mar nicht mehr glatt hinein gegangen, er laß in einer Schleife
Oftmals fand ich wieder h-rausgewürgte Eidechsen Tie kleinen Ottern konnten mit dem besten Dillen ben fetten Happen nicht verdauen Einmal kam ich dazu, wie eine Viper den Fraß von fich geben wollte Sie riß ben Rachen auf unb langsam kam die Eidechse wieder zum Vorschein
Einmal kam ich mittags dazu, wie eine kleine Kreuzotter eine GibctMc biß. Lebhafter als sonst betastete die Schlange ihr Opfer mit der Zunge Tann kroch sie nach dem KoM der Erweckst, sperrte den Rachen weit auf und packte sie an Dir glaubten nicht, daß die Otter die Eckse überichlucken könne. Es sab auch zu komisch au»: ein kleines Tier bemüht sich, ein größeres zu verschlingen? Ohne daß wir eine besondere Bewegung wahmehmen tomr ton vrrsÄvand der Kopf der Beute im Rochen. Bei ganz genauer Beobachtung sahen wir allerdings, daß die Muskeln der Schlange furchtbar arbeiteten Langsam, ganz langsam, rutschte der Echsenkörper in den Leib der Otter hinein natürlich eine starke Anschwellung hervorrufend Dir glaubten ganz bestimmt, das Tier müsse platzen. Wenn man auf b-n großen Zeiger einer Wanduhr schaut, so scheint er still yu stehen: beobachtet man ihn etwas länger, so sieht man bah er sich bewegt. In di fern Tempo etwa verfchvand die Edechie in dem Leid bet Kreuz- ottet Tick und unbeholfen, unfähig fick zu bewegen, lag die Schlange auf dem Moose Wir konnten sie aufnehmen, sie war steif wie ein Stock. — Am mrderen Morgen war die verschlungene Eidechse imker ans Tageslicht befördert.
Eines Tages erwischte ick eine HauFmaus unb setzt» i'ie in das Terrarium Eilig lief sie hin unb frr, sprang auch oftmals über unb auf die Schlangen Tie Tiere berochen und befühlten sich gegen» settm taten sich aber nichts zu leide.
lieber eine Woche lebte die MauS fckon im Terrarium. Ta bot sich mir eines Morgens ein neues Bild In malerischem Bogen hing die Graue oom Felsen wm ÄH herüber und in der Mitte Hres Lridefi lick w MtWlung, genau w
Dom Kampf ums alte Preußen vor 50 Jahren.
^Neues von Bismarck.)
DaS Dasein deS alten Preußen, das heute von manchen Seiten so erbittert be* fempft nrtrb, ist nicht erst seit dem Werden der deutschen Republik in Gefahr; sondern schon gleich nach der Neugründung des Deut-1 scheu Reiches traten Gegensätze zwischen dem neuen Deutschland und dem alten Preußen! hervor. Einen interessanten Beitrag zu dieser1 unS heute wieder besonders angehenden r:age bieten ungedruckte Briefe des rzherzogs Albrecht an Kaiser Franz Josef I.,' die von Eduard v. Wertheimer im neuesten Heft der „Deutschen Revue" mit- geteilt werden. Der Erzherzog Albrecht, der Sieger von Custozza, bekundete ein großes dipwmatisches Talent und wurde daher häufig für politische Missionen verwendet. So wurde er 1859 nach Berlin geschickt, um Preußens tatkräftige Hilfe zu fordern, als Oesterreich von der Gefahr eines Krieges mit Sardinien und Frankreich bedroht war. Ueber diese Mission erfahren wir zum ersten Male Authentisches auS den Berichten an den Steifer, aus denen Auszüge geboten werden. Ueberraschende Mitteilungen über Bismarck und seine Stellung zu der preußischen Frage enthalten die „Aufzeichnungen meines . Aufenthaltes in Warschau 24. bis 28. Juli 1873", die auS dem österreichischen Staatsarchiv veröffentlicht werden. Der Erzherzog berichtet an den Kaiser über eine lange Un- terredung mit dem Grafen Schu walo ff, der einer der einflußreichsten Männer in
Otto Julius Bierbaum, der „lustige Ehemann", erschien bisher in unferm Schrifttum als ein b haglick vergnügter Sänger irdisck)er Freuden, der sich mit buntem Humor den Tollheiten der Boheme unb allerlei „Erdeirund Höllenfahrten" hingab. Aber das joviale, ewig-lächelnde Gesicht dieses biedermeieri- scheu Troubadours war nur eine Maske, und nun, da die verkleidende Hülle fällt, blicken wir in die zerquälten Züge eines unglücklichen, gehetzten, kranken Menschen, der sich mit seinen Schreibereien unsäglrch ums tägliche Brot plagen muß. Dieses menschlich er- areifende zweite Gesicht von Otto Julius offenbart sich uns aus seinen „Briefen an Gemma", die soeben im Georg-Müller-Verlag zu München erschienen sind. In dem klugen Vorwort vmreißt Peter Scher diese überraschende Silhouette Jein er Persönlichkeit. „So zieht er vor der Welt umher: die munter schallende Fanfare frisch-fröhlicher Lebensbcjahung blasend, belieot, schier unverwüstlich und ob seiner Vielgewandtheit und -genanntbeit neidvoll angefeindet und verklatscht von ben ! Kollegen. In Wahrheit aber sitzt er, gleich wie Hiob schmerzbeladen, ewig schlaflos, ewig Veronal verzehrend unb nach Ruhe gierig unb aus Gier nach Ruhe ruhelos wie ein Zigeuner, Tag und Nacht am Schreibtisch." Aus all diesen irdischen unb seelischen Nöten bes frühzeitig Alternben soll ihm nun eine Frau Errettung bringen, seine Frau, bie 18jährige Florenttnerin Gemma Pruneti Lotti, an bie biese von 1901 bis zu seinem Tobe 1910 reichenden Briefe gerichtet ftnb. Er schreibt ihr einmal, was sie ihm ist: „Allein ohne Dich, — was bin ich? Ein Unglückseliger, ber nur in ben kurzen Momenten lebt, wo er, von seiner Einbildungs-
lich. Ihre Brennbarkeit ist.jedoch durck fcelium- füllung bedeutend vermindert Den ftlugxuien geaenüber verfügen sie über eine größere Steig- fähig leit infolge der Vereinigung DeS statisch« und des dynamischen Auftriebs.
Begegnung mit einem Kometenschweif.
Tie Astronomen kündigen an, daß He Erde In diesem Jahr durch Teste eines Kometenschweifes Hindurckgchrn wird, unt> dem Laien mag bei dieser Nachricht vielleicht ein gelinder Schauder über oen Rucken laufen, denn Kometen gelten ja auch heute noch als etwas Unheimliche-, imb die D grgnung mit dem Schweis eines solchen Tinges erscheint urfl für unsere alte Erde nickt gerade angenehm. Aber wer über die Natur dieser Himmelskörper unterrichtet ist, der macht sich bei dieser Nachricht keine ängstlichen Gedanken. Ein Komet besteht an8 einem kleinen Kopf, der um einen mehr ober weniger dichten Kem konzentriert ist, und an3 einem sehr langen Schweif. Was passieren würde, wenn der Kopf eine- Kometen mit unferm Erdball direkt zusammen stoßen würde, ist schwer zu sagen. Wahrscheinlich würden die Fvlaen von der größeren oder geringeren Tichte de- Kern- abbängen. Aber so weit wir etwas von der Geschickte unserer Erde wissen, ist ein solche Zufammenstoh nie erfolgt, unb die verhältnismäßige Kleinheit bte unsere Erde sowohl wie der Kometenkopf im Vergleich zu da ungeheuren Ausdehnung des Welträume- habe», macht es sehr unwahrscheinlich, daß es ie w eine« solchen Z isammenstoß kommen würde. Selbst wen» aber die Erbe einmal nut einem Kometenkern yv fammenträfe, würde doch wahrscheinlich nicht rid Schlimmere- sich ereignen, al- ein besonder- aroßer unb glänzender „Stern schnuppen fall" Ter Kometenschweif ist nun aber eine noch viel harmlosere Sacke al- ein Kometenkopf: er hat eine ungefruer große Ausdehnung und erstreckt sich über viele Wil* tinnen von Kilometern hin. Tie Erde muß feil ihrem Bestcfrm viele tausend Male durch Teile solcher „Riesenfchleppen" von Kometen hindurch* gegangen sein. Aus dem letzten Jahrhundert tmffai wir, daß es bestimmt zweimal geschehen ist Tie Erscheinungen, die bei diesem Durchgang in beioen Millen au-gelöst wurden, waren ganz unbedeutend. ES zeigte sich rin schwaches Leuchten am nächtlichen Himmel und eine sehr anzi hende Entfaltung zahlreicher Stemschnupven. Tie llngefährlickkert bti Kometenschweife- rührt von feiner ganr unvorstellbaren Tünne her Tie schwächsten Sterne scheinen durch ihn in unvermindertem Glanz frnburdiCne berühmter Astronom hat gesagt, ein fiometenutörif sei so dünn, daß man ibn trotz feiner Ausdehnun- >on vielen Millionen Kilometern „in eine tut- schachtel packen könne" Vir brauchen all" bei der B?aegnung unswer Erd.' mit b m Kvm.tsrfchwri' in diesem Jahr keine Befürchtungen zu fr gen, sondern wir dürfen hoffen, daß wir bann ein Vernes bunte- Feuerwerk erleben werden.
geschmeichelt von radikalen Speichelleckern, bi- zur Republik zu bringen ivärc. Er machte ihm bie Aeußeripig: beijt Alten diene ich
wem in diesen Tagen...
Bon Bogi-lav v. Selchow.
Wem tn diesen Tagen bitterster Schmach Nicht bas Herz im Leibe brach. Wem sich nicht alles sträubt unb bäumt, Der nicht vor Zorn knirscht unb schäumt. Wer jetzt noch fein Herz an ein Spielzeug hängt,
Der jetzt nicht den einen Gedanken denkt, Der jetzt noch zu tändeln und tanzen vermocht.
Wem nicht das Blut in den Adern kocht, Der mag aut sein unb ehrenwert Unb klug vielleicht unb sehr gelehrt Unb gewanbt unb gebildet unb freundlich unb schlicht.
Nur t-i ein Deutscher ist er nicht.
Rußlanb unter Kaiser Alexanber II. war.
„Sckwwaloss versichert," so berichtet der kaiserlich? Prinz, „baß der Zar v o r 1866 durchaus uidrt so preußisch gesinnt war wie seither. Wäh- rciib de- Krieges 1866 war er in Moskau, alle feine Wünsch' waren für bie österreichische Armee, " jeder preußische Erfolg regte ihn auf. Nach König- giütz telegraphierte er fortwährend an Napoleon, um durch gemeinsames Einschreiten em Ende zu rnachm. Beide waren nicht fertig, Rußland hätte volle zwei s)Jtenate gebraucht Dre Stimmung des 3arr Berlin Myint, nun^tateten | graufam kennen gelernt habe".
Pncr^hn^^imh^tF^Tfe^er^J^olMCTi ®in anöcr Mal nennt ec sie „meine erste, vrei Rickungen rauten, ter Zar war immer bewußte, klare Liebe", ^ark sei, so
nur für ferne alten preußischen Verwandten, für »chivach ft auch sonst fein möge. Er betet btt preußische Monarchie und noch mehr: die sie an und kann ohne ste nicht leben, und muß öveufr.itbc Armee, an die sich seine Jugenderim«-1 sich doch seiner Nervosität wegen immer wie- rungen knüpften, nie für da- deutsche Heer unb I bei von ihr trennen, weil er ohne sie am daS moderne Deutschland. Der Zar haßt bereits ungestörtesten arbeiten kann. An dem ersten Vr-marck, besonders seit dem Krreg 1870/71: er rya^cdtaq ihrer Ehe schreibt er: „An diesem fett Ü Tage sollst Du von mir nur noch das Eine
" ~ 't säirf'Sß ter Bmitchter baten, daß ich diesenTag als den Tag meines ka» ziffpn Nrensten binaeltellt wird, fo er» I Glückes segne unb daß ich keinen heißeren scheint er auch in ben weiteren Bekenntnissen Wunsch habe als den, baß auck Du so suhlen e^hntnrirnff« an ben ffrrherwa mögest unb baß wir ihn noch oft in Liede
SchumE halt? im Nnter 1872 im und Zufriedenheit miteinander verleben Auftrage seines Herrn den Kaiser Wilhelm mögen Soll sich dieses erfüllen, so mußt Du ausgesucht und Bedenken darüber ausge- mir, ich weiß es, viel nachsehen und versprochen ..daß nicht durch Bismarcks neue I zeihen, und ich muß mir Muhe geben, meiner Stellung als bloß deutscher, nicht mehr sanken Stimmungen besser Herr zu werden, preußischer Minister die Beziehungen nach Diese Krankheit nennt er ^nmal ,,Mlvtraucn außen sich äiiderten. „Cc bon roi — wie an allem , und er spottet wohl auch iveh- Dchuwaloff sagte - antwortete, daß mütig über den von ihm so schwer empfun- nichts Politisches zugriinde liege, Bismarck denen Altnsunterschi^ so wenn er einmo sitze immer in Darzin, er könne ihn nie Areibt: „Ich danke Dir für den Brief mtt sprechen und da er ihm erklärt, das ginge Deinen Haaren. Ich »vurde Dir auck von mir ferner nicht, bet Ministerpräsident müsse tn idcT^ fefpefen, wenn ich mehr hätte Aber ,ch Berlin bleiben unb bie Geschäfte orbentlich muß sparsam umgehen^amit Du nicht in ein führen, unb daher hcche er Bismarck von paar Jahren einen Kahlkopf zum Manne diesem Posten entfernt. Darauf speiste Schu- hast." nxiteff bei BiSmarck, der ihn nach Tische unb Ewig ist er unterwegs, bald zur Er- vielem Trinken bet sich behielt. Bismarck holung seiner Nerven an Orten, an benen er schimpfte über den König, sagte, baß mit dem stets etwas auSzusetzen findet, bald auf Vor- alten Preußen nichts anzufangen, daß er des- tragsreisen, in die er sich allmählich hinein- halb nicht I)abe bleiben ivollen usw. Enblich findet, dann wieder in dem mit Nervosität tat er bte Aeußerung: je conduis un bateau I geladenen Milieu der Kulissen, in dem er avec trop de Voiles et trop peu de lest, il feine Stücke inszeniert und dabei mit Direk- ftiut biminucT les Voiles et augmenter le lest toren, Sck)auspielern, besonders Schauspie- (Ich führe ein Schiff mit zu viel Segeln Herinnen heftig zusammenstößt. Ewig ist er unb zu wenig Ballast, man muß die Segel! in Geldverlegenk^iten, unb er denkt an bte verringern unb ben Ballast vermehren.)!sonderbarsten llnternehmimgen, wie an die Sck)uwaloff bat um Aufklärung unb erhielt! Einrichtung einer Parfümerie, „bie wirklich sie: die voileS nxrrcu die Fürsten unb bie eine Goldgrube sein könnte und unS wenig monarchisck>en, le lest bie liberalen Jnsti- kostete", ober — bei seinen bibliophilen Nci- ....... “ — " nun gen erklärlich — an bte Fabrikation von
Büttenpapier Dährenb er zuerst immer bar- auf hätt, nur beS Tags au arbeiten unb zeittg schlafen zu gehen, wirb er bei ber Arbeit khm die Aeußenpig: dem Alten diene ich | am „Prinzen Kuckuck" zur „Nachteule". „Man noch: Sck^uwaloff glaubt, daß er ben Nach- gewöhnt sich an das Verrückteste!" schreibt er folger für ganz andere Hwecke — Erhebung am 15. November 1906 auS Pasing. „Ich her deutschen Nation und Zerstörung Preu-,finde es sck>on gani nätürlicf>, wenn ick um ßens — ausnützen werde. Darüber seien alle 5 Uhr aufmadte unb fogleid) das elektrische fctpreufcen, alle dortigen Konservativen'LM ausdrche. Venn nur immer ein Bries
Schon Anfang April konnte ick daS Terrarium besetzen, ich erbeutete eine fast ausgewachsene graue, eine große kupferrote Schlange (der ich den Namen „Rosa" gab unb fünf bis sechs junge gut spannenlange Ottern, die bekanntlich alle kupferfarben smd.
Tie Tiere vertrugen sich gut mitrinander. Trafen die ersten Sonnenstrahlen den Behälter, bann hob die Graue oen Kopf. Langsam, ganz langsam schob sie sich weiter vor und lag halb aufgeringelt im Sonnenplatz, der ja allmahllck größer wurde. Etwas behender kam ,,Rosa von ihrem Ast fr runter, die Jungen stellten jtcb ein, und bald lag ein „schöner" Klumpen un Sonnenbade. Langsam, mit dem Fvrtfchrriten beö (Sonnen- steckeS, verschob sich der Haufen, löste sich auf, ballte


