rr«O StaM tinb €an&.
0 i e 6 c n, ben 12. März 1921.
Veranstaltungen.
Sam S ta g: Caf6 Leib, 7»/, IHjr, Konzert und Verstellung der Meduk-Meidinger. — Licht spie lthco ter wie gestern
So nntaa: Ttadttyeater, 3 injr, „Der Raub der Sabinerinnen". (Geschlossene Vorstellung). 6»/, Uhr, „Die FaschingSfee". — Neue Aula, 41/, Uhr, Konzert des Smicr* sehen Gesangvereins, —j $ote( Einhorn, 8 Uhr, Familien abend der Deutschnationalen Volks- Partei. — Katholisches Dereinshaus, 8 Uhr, Stiftungsfest des Bauerschen Gesangvereins. — Cafs Leib, 7V, Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-Meidinger. — Lichtspiel- 'Heater wie Samstag.
K*' Voraussage
fürSonntag:
Frühnebel, sonst meist heiter und trocken, tags sehr milde, stellenweise Nachtfröste, südliche Winde.
Die Wetterlage hat sich nicht verändert. Der Witterungsumschlag ist auch morgen noch nicht zu erwarten.
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•* Eine Sidring der Stadtverord- neten-Dersammlung ist aui Dienstag, den lo. März 1921, nachmittags b Uhr in daS Stadel»us, Bergstraße 20 Kleiner Sitzungssaal, Zimmer Nr. b (Erdgrickioß) eei berufen Au, der öften fachen Da^eSoid m ig iteben: 1. Vaca - fdiofl der Stidttasse u d der ftöriilrfm Ne'ei> lofkm für 1920. 2. (Srrüfitimq neuer ^sb^ersncllen an den Volksschulen. 3 Erchöl.ung dcs OrtS»»ischlags für die au ft« rpfonm ästigen Beamten ionnc Schul- verTvalker inb Sclai'verwas'erin, e i. 4. Rechnung'- abfdXuH des Gas«k5, W<isserwerkS. Eleltrizitäts- werk- und der Sri aßen bahn für 1919. 5. Erhöhung der Beiträge zum Teutfrten Wasierwirt- sctafts- und Wanerkraitverband, E B 6 Instand- sitzmig der Uhr an der alten kaklwlischen Kirch« 7. AuSbesprmig der Dächer der beiden Schilda racken bei der Schul« in der West-Anlage; tner: Kreditbewilligung. 8 Ein i lchmg ei er ftänfcinen Polizeiwache am Bahnhof. 9. Beschaffung von Kellerräumen für die Wohnungen im Baraden- txtu der Alten Klinik. 10 ?lusgesdaldmg der nordwestlichen Ecke des Friedhofs am Rod erg, msbes. Znanspruchnehme ciacd Grä «rfeLes Aiir Anlage von Erbbegräbnissen. 11. Unuau des Stallgebäudes Lahn straffe Nr. 5 zu Wohnungen; hier: nacl- trägliche Genchmigung der frei.)Snb,<7en Berge- hmg der Z mme a b i en. 12. Erweiterung des Kredits für die Ei irilchtung b.*4 Gei'äudes Aster- weg 25 für Dospitalzwecke 13 Räume- tr b Möbel- Leschasfuug für Woh una?- und Mictei ngungsamt. 14. Bervachtmig des Pllitzes an der Ecke der Neu- sladt unb KvrnXumengaise an ixe Kohlenbezugs- aefellschuft; hier: Ein sp rich der Anwohner 15 Er- vöhung des Wasserpreises 16. Erhöhung der Strompreise 17 Verbreitenmg der Lieber Stratzc; hier: Abtragung von Gelände vor dem Bau „A" der Siedelung der Bau genossen fckrast 1894. 18 Landesvolizeiliche Genehmmung teS Anschluß ZlleiseS der Firma Gg PH Gail, A -G. m Gieren, bei kkilometer 2,5 der Sr»ecke Gr- tzen—Gelnhoulen. 19 Herstellung einer Einfriemguna aus Holz am Grundstück Marlmrger Strafte 68. 20 Unter- stützinig der ve^irateten Nnt'!a d^or eiter. 21 Bereitstellung von Geiände für Sie^lungSl-anten
1 22 3in<1aib »im Säuglmg^-eim. 23 ReckmmigS» «bschluft der hraten6a,je für Rechnungsjahr 1919. 24. Mitteilungen.
** Was die Polizei berichtet: 2fu8 dem Schaufenster eines Wäschegeschäftes tourbe in der Nacht »um 11. März eine bunt- gemusterte Steppdecke entwendet. Die Decke ist auffallend wild gemustert Vor An- kauf wird geivarnt. — Gesbern mittag wurde aus den Fremdenzimmern einer hiesigen Gosftvirtschäft von einem unbekannten jungen Menschen, der ca. 20 Jahre alt ist, braun- lichen Anzug, Schnitthut mit her-untergebogener Krempe, schwarze Halbschuhe und schwarze Strümpfe trug, drei Bettkol- ter, 3 Fvottiertücher, einige Stücke Speck und einige Eier gestohlen. Dor Ankauf wird gewarnt. — Bor einigen Tagen wurde cm Hoteldieb festgenommen, der in einem hiesigen Lotet, aus dem Zimmer, das er- ttwhnte, Kolter und Wäschestücke entwendet hat, ferner ein auSlvarts wohnender TZ of
fen r, der sich mit gefälschten ärztlichen Attesten MOrphium in hiesigen Apotheken verschafft hatte. Auch in auswärtigen Apotheken war er auf diese Weise aufgetreten. In seinem Besitz fand man noch 18 solcher Rezepte.
** Bei bet Einreise nach Oberschlesien wird zur llnterbinburg des Waffen- schmuggel- auf den Prüfungsstellen das Gepäck scharf unter ucht. Um einer gcwal. seinen Ceffnung zu begegnen, ist es nolwendi,, daß dir Reisendeii auf den PrüfungSstelllm sich am Packwagen persönlich eins nben und auf ber Zickstatton das Gepäck bal m.glichst ablwten lassen.
Krei ne Mitteilungen. Ter Stammtisch C C hat dem Oberbürgermeister als Reinertrag femeS Wintere'e.^ den Betrag ton 3X) Mark zur Unterstü tzung bebürftiger stinder überwie en. — Di-' Lebens mittel- t a b e U e des städt. Lebensm it.e.a m tcs ist aus dem Arrzeigenteü zu ersehen.
VniinfrriG Gießen.
SB. L i ch, 10. Märr. Heute wurde hier Margarete H., die aus der Untersuch.mgShaft entlassen war, erneut Der haftet. Sie ioar bedüdyt.g, dem ungetreuen Poskleüungsau s.hir L. von her Beihilfe geleistet zu hiben. Nach ihrer Hastattlas- smtg hatte sie Gegenstände beiseite geschafft mtd verbrannt.
Kreis Wetzlar.
Grobe AuS chreitungen Streikender.
Wetzlar. 11. März Einen Vorgeschmack von der „Diktatur bai Proletariats" bekamen wir gestern hier in Wetzlar zu verspüren. Im Anschluß an eine Kundgebung der Streikenden aus dem Tomplatz, bei der von einem Redner die Menge gegen die Schristlcituni des „W etzlarer Anzeigers" aufgeirszt toorten war, zog em großer Haufen Streikender, meist Auswärts ie, vor bie Geschä tSräume des Blat eZ. Die großen Vaben- cheibcn der Schn itzt« rschen Buchhandlung, in deren Verlag und Druckerei das Blatt erscheint und gedruckt wird, wurden einge schlagen uno völlig zertrümmert, bie Tür« eingedrückt und oir Geschäftsräume burch bie' Eindringen en besetzt. Die Rädelsführer drangen in die Bureaurämne der Schristleitung ein. bedrohten den Verleger und dm verantwortlichen Schriftleiter und suchten von ihm die Nennung der Verfasser der gegen den Streik erschienenen Artikel zu erzwingen, was chnen iedoch nicht gelang, da ftch der Schriftleiter standhaft weigerte, das Rrtak- tionsgeheimnis zu verletzen und erklärte, sich lieber totichlagen zu la sen als bie Namen zu nennen Tie Streikenden mußten sich mit dem Zuaeständ- nis begnügen, daß künftig solche Artikel gegen den Streik nur mit Unterschrift des Verfassers im „Wetzlarer Anzeiger" veröffentlicht werden tollen. Ter Schaden, den die Ruhestörer an- richteten, beziffert sich auf mmdestturs 2 5 0 0 0 Mark. — DteseS Vorgehen gegen den „Wetzlarer Anzeiger" ist um so ungerecht.ertigter, als die Schriftleitung in völlig unparteiischer Wei e alle Einsendungen, sowohl bi» von Arbeitgebernile als auch von den Gewerkschaften und der Streikleitung veröffentlicht batte. Das kann aber offenbar bie Streikleitung nicht mehr ertragen. Damit ist aber bas Vorgehen ber Streikenden gegen den „Wetzlanr Anzeiger" noch nicht erschöpft. Er tft von ihnen genn vermaßen unter Vorzensur gestellt. Einen Bericht über bie gestrigen Vorgänge mußte bie Schri tleitung, nachdem er bereits gesetzt war, aus Verlangen eines Gewerkschafts- sekntär-, ber zufällig Kenntnis von dem Artikel erhalten hatte, zurückziehen, weil, wie ber Herr sagte, bie Streikleitung für nichts garantieren fdime, wenn ber Bericht erscheine unb sich dann bie Vorgänge von gestern in verschärftem Maße wiederholen unb baim auch die Maschinen entzweigeschlagen würden. Da ein wirksamer Schutz von Den Behörden nicht zu erreichen war — bie paar Schutzleute, ine sich gestern den Tumultuanten entgegenstellten, wann machtlos unb wurden verprügelt —. zog es die Schriftleitung vor. den Artikel zurückzustellen. So erirfnen beute über bie Vorfälle, bie ganz Wetzlar in Aufregung.versetzten, feine Zeile im Wetzlarer Anzeiger. Der Verlag trägt sich angesichts ber Drohungen ber ©treilcnben und tes völligen Mangels an behördlichem Schutz« mit dem Gedanken, das Erscheinen des Blattes solange einzustellen, bis da ür gesorgt ist. daß die Schristleitung ihrer Pflicht ber Berich'erstattung gegenüber den Lesern und der Oefsentlichk. it wiv^r m völlig unabhängiger Weise nachkommen kann Sache der Behörden wird es sein hier schleunigst Wandel in schaffen unb eine solch grobe Veraewal- tigung der freien Meinungsäußerung und der
Oefientllchkeit durch bie von ihren Führern mißleiteten trnb verhetzten Streikenden unmöglich zu machen. Sonst kommen wir bald zu russischen Zuständen.
Sditt4irgcridit
Der Mord m Bad-No ch im vor dem Schwur geeicht.
Gießen, 12. März.
Wie sich wohl die meisten unserer Leser erinnern, wurde rn der Nackü vom 21. auf den 22. Juli 1919 ber Kaufmann Rotze r-Lvuv aus Straßburg i. E äi Bad-Nauheim, und iroar da, wo bie Ulabrücke bie Ludwig- mit ber Park- srraße verbindet erschossen unb beraubt R. hatte mt Bristol-Hotel sich an dem damals stark betriebenen Glücksspiel beteiligt unb ansch-'i- nenb einen größeren Geldbetrag b i sich Obwohl bei der Mordtat Zeugen rr>1t ziigegen waren, lenkt« sich ber Verdacht am. Grund einwandfreier Indizien gegen den im Jahre 1894 in Berlin geborenen Schneider Gerhard VöS gen. Dieser batte sich im Bristol-Hotel eben falls am Sv«! beteiligt und bemerkt, daß Rover-Louy viel Geld bei sich hatte. Der 21ngeklagte ist auch einige Tage vor der Tat mit der Nauheimer Polizei m Be.ü.n-ung gekommen, als er nachts auf einer Bank, die am Eingang der Parksdahc stow'), u ter Umstä den an getroffen wurde, die in verdach ig erscheinen ließen. Nacb dem Grund seiner Anwesenheit um dies« Nachtzeit befragt, hat er die Polizeibearnten angefahren, sich als königlich prcutzischer Leutnant Barthels, dem ntemanb etwas zu lagen habe, auS- gegeben, und sich dann entfernt. Sofort nach der Mordtat wurde er wieder von Polizei wacht meistern angetrosfen, ohne daß diese in ihm den Mörder vermuteten. Erst als bie Polizei in Erfahrung gebracht daß Bös gen ebenfalls im Bristol-Hotel mit gespielt und sehr spät sich von dort entfernt hatte, lenkte sich ber Verdacht gegen ihn, und er wurde festgenommen, als er im Begriffe war, abzureisen. Der Verdacht gegen ihn wurde auch dadurch bestärkt, daß er bei dem ersten Zusammentreffen mit den Polizeiwachtmeistern erklärte, kein Geld mehr zu haben, vor der Abreise aber fern« Densionsrechnung beglich und mich noch über andere Barmittel berfügtc Bei feiner körperlichen Untersuchung kam auch ein Revolver zutage, an dem der Ober wach! meister fest stellte, baß kurz vorher ein Schuß daraus abgefeuert worden war. Der Gericlstschemiker Dr. Poppe aus Frankfurt hat sest- stellt, daß bie im Kopfe des Ermordeten gefundene Kugel auS dem Revolver des Angeklagten abgef^uert wurde. Der die Einschußstelle zeigende Schädel des Ermordeten liegt auf dem Gerichtstische.
Der Lebens gang des Angeklagten ist nach seinen eigenen Angaben und benpnigen seines in Berlin Rechtswissenschaft studierenden Bruders folgender: Vösgen besuch'« bie 200. Gemeinbeschule in Berlin und lernte das Schneider Handwerk, später das Zuschneidern, beschäftigte sich auch mit dem Studium ber englischen unb französischen Sprache unb anderen Wissenschaften, will sogar an ber Berliner Universität als Hörer eingeschrieben gewesen sein. Spater widmete er sich ber Kaufmannschaft unb war in Süddeutsch!and als Reisender tätia. Im Jahre 1915 wurde ber An^eklagte zum Kriegsdienst ein gezogen und kämpfte an der russischen, bann nach WLederherstellung von einer dreimaligen Verwundung an bet mazedonischen Front: er wurde mit dem E. K. 2 ausig-z^ichnet. Vorbestraft ist er wegen Schmuggels unb Unterschlagung von 4700 Mk. Löhnungsgeldern zum Nachteil des Artillerie-Regiments 31 in Stettin, in das er nach AuSbruch der Revolution unter Angabe eines falschm Namens (Voß) eingetreten war unb wegen Fahnenflucht von bem genannten Truppenteil.
Sein Bruder, der angibt, felsenfest von der Unschuld des Angeklagten überzeugt zu fein und ihn als schlechten Sckrützen hin stellt, schilbert ihn als gutmütig, a-ier nervbs, teilnx-ife an Größenwahn sowie an Verfolgungswahn leidend. Der 93n- folgungswahn äußere sich besonders geten Aerzt« unb Vorgesetzte. Der Bruder bezeichnet den Zustand als Krankheit ber Intellektuellen. Der Angeklagte ist Übrigens wegen Nervenstörung entmündigt.
Der Angeklagte hat den Gang der Untersuchung sowohl durch Angabe eines falschen Namens wie durch sonstige Ränke und Schlich« io erschwert daß erst nach Verlauf von rund 2) Monaten aegen ihn verhandelt werden konnte. Der Gang Der Verhandlung vor dem Schwurgericht stellte denn auch hohe Anforderungen an bie Gedulb des Gerichtsho es. Der Angellagte mußte wegen f ortgesetzten Dr« inredenS unb sonstigen unvaisenden Benehmens und wiederholter
Drohung, baß er aus dem Saal «nf'ernt und ob* ihn verhandelt werden würde, zur Aendenrng seines Benehmens gezwungen werben. Wegen de, große» Zahl der zu vernehmenden Zeugen und Sachveritänbiien mußte bi« Ber a.idlung auf biet Tage ausaeoehnt werben. Aus den Zeugen, unb Eachverständigen-Au-iaten gebt hervor, daß d« Angellagte der Voruntersuchung lebe verweigerte. Selbstmorde«nuche unternahm, g.«tz aus bem Nauhetmer UntersudhungS^e ängnu zu entwischen ver uchte was ihm einen Schutz in ten Arm eintrug, weiter andere Mitge a tgcne zu« Busbrechen verleiten wollte. Nach ber Eriolgloij^ ke.l der Ausbruchsoeriuche legte ach der A^ Magie auch au» den Hungerstreik: das erstes gab er ihn nach 6 Tagen auf, al- er zur äe* aditung in die Heil- und Pflegeanstalt gebrabc wurde. Der zweite-, am 1 März in Un eriuchun-z. haft begonnene Hungerstreik mmbe durch Zwangslütlerung Einführung von rung burd) bie Nase^ vereitelt.
Aeufterlich stellt sich ber Angeklagte alß m kleiner, schwächlicher, gut getnbeter Mann iztz goldener Brllle dar. mit tem schwarz wri en Bätitz» chen des E. Ü. im Knopfloch Er d.ckt ich also nicht mit der Vorstellung, die man sich in allgemein« von dem Lusfchen eines Raubmörders macht — em kleiner Men.ch. aber anicheinend ein große- vstzchologischeS Rätsel. Die Zeu'.envernebMUnß Dauerte btS Freitag abend: Plädoyers. Sachv«r- näni>igenaudfaym unb Urteilsfällung Dürften noch den ganzen Samstag in Anspruch nehmen.
Turnen, Spiel und Sport.
Ä —Entscheidung-spielum dieMel- sterschaft bS H e s s.-^> annGaueS. 1 Ä* jder B C. „Soort" gegeti V f B 05 Marburg. Sonntag den 13. März, 3 Uhr radnnLta®?, treffe» sich auf Dem Sportitatz bei ®ie5nu*r §:onclutD von 1900 an ber Hardt ber 1 Kass«le.
(Hub „Spörri Meister drS Hess Krei eS unb rin für Bewegungs picke 05 Marburg. £abnhet* m i.ster, im Entsch inrngS pick um Den Me.m-nuck M Hess.-Hann. GaueS im Westdeutschen Sei* vecbcmd. Der WestdeutstlL Spick verband umfaßt nach feiner Neueinteilung 5 Gaue Dm Sieger M Soimtags wird die besondere Ehre unfeie Gau, Den Hess -Hann Gau, der das Gebiet ba Städte Göttmaen, Northeim (Kreis SüdiHa» ndbrr), Kassck. Fulda (Heffi cher Krei- , Marburg Cficfpcn und Wetzlar (Lah.ik.e:-^ umfaßt, in ba Sck»msckrmvfen ber 6 Gautmi er iu verfett». Nachdem am oevgannene i Soirntag B. f. B. Ma» bürg als Lahnkrei m i.ler gegen den Süd-Hwp npDerfdicn K eismri Lc V f R. 05 Gotting« einen 3:1 Sieg hcrausgeholt bat. tritt er nun ygen Den 3. m Bunde hrr flnijmei'er, , Sport" Kassck, der m der Vorrunde da- Frei.os *>g. an. In Anbetracht desse i ist das Spick aus ber xxr.bt ein bedeutungsvolles sportliches Ereignis, nicht allrm für Gt-ßen, sondern für da- gticmte Otau- ortiet „S po r t" Kassel vertritt z m e ften Male Den Hesjichen Kreis in den Scklußspiel«. bie Mannschaft hat nur an Vellusppiel zu verzeichnen unb beit Mri'tertitck mi: einem be eui n- den Punktvvrspinng rrk. m.ft. Eifriges S.i.l. zihe Ausdauer unb raumgr eilendes Stürmer fr« find bie Vorzüge dieser äußerst stabilen Mamijchnft, bie txm ixm£bngen Meister, Kurheiien" nicht unerheblich überlegen ist. „Sport" wird bat La-nkrei-metster V f B. Marburgvor eine schwere Ausgabe stellen. Marburg ist mit einem knapven Varsvruwi gegen bat vonäbrige» Meister, GJicfien 1900, dank seiner be täiünjcren unb Mannschast-,.ufstcklung. Mrinrr des Lahn kreise- geworben Dv Els pflegt ein rechn i,ch gute* Komi r icrtionS unb Stellung-pick da- fito da- Auge brS ZufchauerS ein angrnelmrt Bild gibt. Tte prvbuktwe Arbeit de- alles überragenden geistigen Führer- bei Mannschaft. R Hohmann, ist unverkennbar Nähert- buuf) bu Plakate uno Anzeigvn MMmirl»rftsauf»stellungeii sind an den Tag.Stttssen erhältlich — Um 2 Uhr Ö«tt- spick der Zugendmann schäften dcs D. f. B 05 Marburg gegen S C. 1900.
^d^enei&Schlötel
Frankfurt a. M. — Ooeiheafr. -u.lt
Frühjdhrs-Mäntel
aus gut voll u imprägn.Covert eoat-3foff mod Form., gr Aosw . auch I. a arke Dam &46 - M - 745. — 860 - 988- usw
a-»este. so daß
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lbst rimugeben, er erf dienen en Vor-
In erster Linie gebührt die allergrößte Anerkennung Herrn Prof. Trautmann für die ebenfr» miSqe^ikniete Borberritung wie Leitung de- SBeiBe-j Er beirieS ran neuem, ne'.ch eminent künstlerische ßcifrungen er als Dirigent zu bieten oer- imafl, so daß nur zu bedauern ist, daß ibm in Gießen verk^ltni-mäßig feiten baiu die Gelegenpstt (Kboten wird. Er verstand es meister haft, pernöe Durch die Wahl der Tempi bie bramntifrfr Wirkung ber Chöre bis zur äußersten Grenze bes M^o ichen zu steigern, wenn auch vielleicht ber aranbll st Ein-
Nicht feder wird sich mit den Arbeiten des 'Demfch-V^men Z Heyenbartd benmnde^
in ähnlichem Farbton gehaltenen ciienwilligrn „Ausblick au- dem ^enRer" Tie Landschaft durch hinein kompilierte Fimtren xu beleben, versucht Herbert R Schl egeEinen se ltsamen Weg beschreitet W schliephacke in seinem „AuSzug", indem er die romantische Schul« mit modernen Mitteln wieder auizuerivecken sucht. Rudolf Siegmund malt neben einer herkömmlichen „Schnv schmelze in
®rr9m" ckn „Wckkmachtsbild", das modernste 'otilelementc mit einem dekorativen Jmpres ioniS- mnS vereinen will. Heinz Lche lhaf se u:.d A Bode struern bewußt und konsequent modernen flXirt, den Karl Levhausen in ber „Aielier- ftk" ®°n Eezanne und in » Kind mit D ume" tx*n van Gogh aus nimmt. Zn dem letztgenoi nten Bilde bringt er eS ohne Rücksicht aut die „Schönheit" De» Obteftes zu trrrr fihtitierikb acfthtoiicncn etnhrit. Bon den übrigen Easieler Aullstellern sei nur noch Mana Zhlee mit -wn ianng ietrr mn abgestimmten Still den emxibnt
Tie graph sche H'-t tl mn w ist diesmal Namen von ikli aut i binar > Münch istni ci em p'ntu^ hrngnetzren Ivxrtim ie t eten. Bv i dem vor ku-- icm verstorbenen Emil ?! olde sind trüb' stuvfer- mrfx unb ein Holzschnitt ausgestellt „Italiener", b r schon d-S kra trvlle H.-rmtSart-eften d«S Wesent- l'chcn zu Ungunsten alle» ne e sä. litte n Bei verkS erkennen läßt, bad seine späteren Arbeiten aud> zeichnell
Chor besteht 2lus das Werk sei übrig! sich nach der kürzlich besprechung unb dem vortrellllchen Vortrag de» Herrn Tr. Noack auS Darmstadt
überzeugend sestzuha! „ , _________
„Buchenwald aus Wilhelmshöhe" mehr aut Witte hinaus kommend, ist in anderen Arbeiten wie „Steinbruch" gesammelter und damit ruhiger. In h-eielbe Reihe peitdrt Hunrich Te r, ch (,/Z<ogd- l eerboum", „Baume am Hcih.weg") mit ma ligerem Bmfelfhrid) unb ber Berwenoung buiificter
chatten töne. Aus die mehr flächen Piste Wirkung beä reinen Impressionismus verzichtend, gelingt Ern« Jaeckh ein ausgezeichnetes Bi dchen „Birken". I von Brackei. in „Bach im Frühling" an Scknveizer Vorbilder gern ahnend, überrascht burch bie „Hcrbslstimmung" einer Pavkecke uno den in ähnlichem Farbton gehaltenen eigenwilligen
Tas waren meih wolle Stunden, die in der zahlreichen 3i bdrcrfdxift gewiß Den Wunsch nach regelmäßiaen Pos im°<ru'fnbrun-:en unb namentlich
glänzend burtbgebilbeter Tenor, besonders aber die hef vergeistigte Ausiassung. haben wohl in jebeni Zuhörer einen unauslöschlichen Eindruck huitev« lassen Ganz besonders möchte ich da an die Worte: „Und ging hinaus und weinte bitderlich" erinnern!
Unter Den weiteren Solisten ist in erster £mie bie Vertreterin ber Sopranpartie, Fräulein Tlrlde Walther (Darmstadt), h rvorvubeben. Auch sie scheint füjr baS Oratorium prädestiniert Ihr jugend» nischer Sopran hat einen eianen Reiz, unb ihr Vortrag bewies künstlerisch« Gestaltungskraft und tiefe- Empfinden Am ergreifendsten war wohl dir »weide Arie („Jerfliehe mein Herze"), bie sie le* nisch urib geistig meiner Hail toieber-iab.
Frau Altmann-Kuhnz auS Frankfurt am Main sang di« Altpanie in feiner musikalischer Auffassung Leider kam in der schönsten Altarit „E- ist vollbracht" ihre Stimme nicht *u vollkommener Wirkung durch die gar zu bominicrtrtbe Begleitung d«S >solovic>lonccklS.
Herr Adolf Müller ^Frankfurt gab den IesuSworten Wärme unb schlichte Vornehmh-ft.
Dem mit Recht in der Oper bennmbrrten imv beliebten Herrn Schlembach aus Tann stabt gelangen di« dramatischen Teile kPilatus feinet Partie weit besser, als bie lvrisch gestimmten Arien, die denn Doch einen weicheren, weniger bübn»* mäßigen Ansatz verlangen.
sehr gut waren dir Leistungen des Herrn stud phil. Delp Darmstadt . der Ur CembalpbepHtuni äußerst musikalisch mit künstlerischem m\n$trü» durchsübrte. Auch bie Orgelpartie war ba vertu Organist Görla ch (Vi'h-n> h brtvährten Händen.
TaS verstärkte staatlich« Kurorchester au- Bad Nauheim erle^i ttt seine Aufgabe in anerkennenswertester Weis- in der B-glriiuna Der Cdöve, trrie der Arien. Gerade die letzt-trn bieten ja be- lOTTbere Schwierigkeiten durch vir Belebung mit Soloinstrumenten von denen ich Die Solo flöten i» Den beidm Sopranarien hervoi h den möchte.
®bcrl}cfflid)tr Hunftoerein.
Gteb ' n, den 12. März 1921.
Tie Ausstellung Kasseler Sfftn 1er mackit von vornherein einen weit geietzteren Eindruck als die dec Tahubntet Malerinrien „Tcr Krei-". Es liegt dies nicht an der ..Richtung", — denn auch hier sind Arbeiten vertreten, die von ennefiunv- st «schein Geiste getragen sind — sondern an dem PersönlichkeftSwert, der mit weingen Ausnahmen ati allen Arbeiten zu verspü ren i|L Tte Ausstellung ist, wie wir cnaT>ren, von Pro, Karl Bantzer und drei weiteren Pivfesft'reu der Kafieler SriLifle.- akademte zusammengeitellt Worten Ta iic bn- mit genrijennagen als die gcichzen Führer Der Gruppe auftreten, sei aus ihre Arbeiten in erster Lmi« chtgegangen.
Pwt. Zkarl Bantzer ist nur mit einem ein- »igen, imverkäuslickren Ockli de „Des i>che Bauern vor der Krrctr" vertreten, das ferne bePanntc Er^n- art in charakteristischer Well« tvrber in Eriimerung ruft Pwl Ä^mt Witte ist «.lägetirod» er 3m» presswnist, an Fritz Erter rrmnernb l<hjr er daS dekorative Moment beton«: icdoch entbehren lerne Bilder der Leuchtkraft der Sonne, die Irin Pleinairismus auiian<:eit sollte. Tees wird le- stnchcrs n der , MaLecste" lxmw-kb'.r, wächrei d das , Porträt eines Schau pielerS trotz des an imb für sich unkünstlerischen Mittels, Ne not* Leinwand als Farbwert stehen zu lassen, grotz geieben unb durchs führt ist Weitaus charok- trnihfdur iit Pro, Gcor-t Burm « st « r, der durch bas Aunetzen der Farl>en mit brr Spaniel beton- ber8 in ..vT *cn>f<nmc" «i « e staimlick» kolorisftich« SBtrfltiifl erreid^ mr> dir Sllll« en a chero.d^' t tch blaitud) heriu^rbcitrt Tte La bi.hail in , Vor- Mittagssonne' von Pros. Paul Baum betilt die Küble der Gckamtstimmung di« für bie Poiniil irr- tecbrtik deS Neo-impcvsswn.s >urS i.i tcr Geiolg- schaft Lignacs bc| i *«t.~ b ist
Am bieie vier fühcden Persönlichkeiten sind auch bie übrigen A b iten ei'igestrl't Max Schröter baut nur mit modelliere item Pi r,el- strich Bilder von einer bereu Kraft am unb vermag damit, wie ui „Hochösnt" ober „Baum*
pangschor durch ein etwas breitere- Temtx> an Wucht gewonnen hätte. Ter Eb?r folgt den Inten ttonen seines Dirigenten am'S gna'iefk, so bat nicht mir in den leidensd östlichen 6b r äre i (Kreu-
ziwrngSchor. Dürielchor. Spottchor uftv die strafte Rhntvmik ttnb Präzision, sondern auch in denChvrä- len bie feine Abtönung (vergl. Schlustchoral mit her prächtigen Steigerung) zu vollendeter Wirkung kamen.
Unter den Solisten verdient ber Evmgelist als Hauptträger der Hand une obenan gestellt rn wer-
fcblagStimmungen einer heroischen Romanftk l können, befien llel'erschub an Kraft sich in barocker überKugcnb^ fc95u^alten. Georg Höhmann^ in Gewaltsamkeit auslÄ>t. Tabei sind feine farbigen Arbeiten in einer so feinen koloristischen Behandlung ausgeglichen, wie man sie sehr leiten findet.
zz.
Glehener ttonzertvereln.
JohanntSpassion von Joh Sfb. Bach.
Tic gestrige Ausführung der IohmneSpassivn bewies wieder einmal, zu welch künstlerischer Höhe Herr Prof Trautmann den Akademischen G.-sangverelli geführt btt. Tie großen Schwierigkeiten des Werkes sind ia der Hauptgrund, w.sba b bie Iohwine-passwn meist nur in größeren Städten ausgeführt werden tarn, wo ein lnstungS ähiger
den. Herr Georg Walter Berlin . , der Eran-. rrtxrimar.iicn ipot umc-au rucrumen urw namcnuiw gelist" Teutschlauds. war unübcrtreriridi Er ist der DÜberholung dieses Werkes wachgerujen hab« geborene Bach-Sünaer Sein wundervoll weicher, I mag Ä


