Ausgabe 
12.2.1921
 
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Nr. 36

Ter 6itfltner Xwieleet <dd)tint l äglich, außer Sonn, enb Jeiertao«. M»«a Nche-e'"a'vre fr M». 4.25 ein'4t Trdam koh». bard) M* Poft Ml» 5.- ein ckl Teiietlgelb. Mit.Sperl.Umfdjfla- Mb 5 60 ei ifd)l Tränet, lohn, durch die Poft Mt. 6.26 eialchl. Be. edgelb. fterniprtd) .Anschlüße: firbieSchriftlrilung 112; Verlag, lLelchäfiefkelle 51. 9nld)rfV für Drahtnach­richten Hnjelger tiefccB- potzlche ttonts:

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Erstes Vlatt lll. Jahrgang Samstag, 12. Zedruar 10 Is

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General-Anzeiger für Oberhefsen MW

vnick und Verlag: vrühl'sche Unio.'vuch. unö Steinörulerei R. Lange. Schrlftleltnng. «eschültsftelle und vruckeret: Schulftratze r. l^mu.ch u

wochenrüctd'ick.

Nach der stürmischen Erregung, die durch da- deutsche Volk ging, ist eine Entscheidung Gefallen, die den Sturm noch nicht beschwich- tigen konnte: die Annahme der Einladung nach London, die unsere Regierung nur an die Voraussetzung gebunden hat, daß dort auch über die deutschen Gegenvorschläge ver­bandelt würde Tas Unannehmbar der Pariser Beschlüsse besteht fort. Bi- in die letzten Tage haben die ^Kundgebungen der Uebereinstimmung aller Deutschen in diesem Punkte fortgedauert. Der Sturm der Er- regung hat sich noch nicht gelegt, denn mir wissen nicht, ob die Engländer und Fran- zoesn sie kommen als die fast allein matz- gebenden Faktoren in Frage sich aus der deu'schen Voraussetzung irgend ettvas machen werden Dann, so sagen auch sehr weit links stehende Organe, bricht die Katastrophe her­ein, dann werden wir keine Unterschrift leisten und, wie der Vizekanzler Heintze an­kündigte, die Zähne zusammenbeißen und eine Zeitlang Schlimmes ertragen müssen. So sind die Nerven gespannt, die Gemüter noch lief aufgewühlt Nebenher geht eine Opposition gegen die deutsche Regierung. Ein kleiner Teil der äußersten Rechten be­kämpft die Berliner Entscheidung als einen Canossagang Seltsam, das Kommunisten­blatt, dieNote Fahne", tut ein Gleiclies! Diese Opposition hat ihre politische Rech­nung nur nach rückwärts gerichtet, sie handelt überwiegend gefühlsmäßig, macht sich keine vollständigen Vorstellurchen darüber, waS ein­tritt, wenn Deutschland alle Verhandlungen glatt ablehnen würbe. Falls die angedrohten Zwangsmaßnahmen nicht sofort verwirklicht würden, hätten wir sie doch zu gewärtigen, wenn die Entente nach dem Wortlaut deS Versailler Vertrags die Wiedergutmachungs- fumme festsetzt und wir uns auch in diesem Falle weigern würden, die uns diktierten Borpsllckztungen zu übernehmen.

Man hätte sich die Antwort auf die for­melle englische Einladung noch etwas gehalt­voller und entschiedener wünschen können. Die erwähnte Voraussetzung hätte noch be­stürmter zum Ausdruck kommen mögen, die vnbebinatc Ablehnung der Pariser Beschlüsse, fofrrn die Gegenseite diese im wesentlichen als unabänderlich betrachtet, dürfte der Entente schon jetzt vorauSgesagt und verbrieft werden Damit hätte man den Gegnern schrittweise etwas Boden abgewinnen können. Zur Ge­walt hätten sie bann kaum gleich gegriffen, während die deutschen Vertreter in London damit vielleicht auf einer etwas solideren BasiS gestanden hätten. Vielleicht! Wir brau chen uns über die knappere Form der deut­schen Mitteilung nicht gerade aufzuregen DaS Sxrr Dr. Simons nicht ausgesprochen hat, daS hat die Gesamtheit deS Volkes funb- qetan, unb Lloyd George hat Gelegenheit ge habt, seit seiner letzten Agitationsrede sich besser zu unterrichten. Eine Katastrophen^ Politik frommt unS heute nicht, weil die Zeit immerhin langsam für uns zu arbeiten scheint und wir nicht wissen können, inwie­fern wir uns durch eine übereilte Politik selber irgendeinen Rettungsweg der 3w fünft abschneiden würden.

Alles, was an nationaler Energie im deutschen Volke jetzt gesammelt wird, braucht auch im Falle neuer Demütigung nicht wie leeres Stroh in Flammen aufzu- geben: eS ist ein Kapital, das später einmal m Zahlung gegeben werden kann. Unsere Pei- niger werden dies unter Umständen als Deimzablung zu fürchten haben. ,Es wird kein wahrer Friede in Europa herrschen, wwn man uns in ein unerhörtes Sklavenjoch steckt. In diesem Sinne muff'n wir der Politik Bayerns BerstänbniS entgegenbringen. Die a wi­ll che Münchener Erklärung holt nach, waS in der Antwort an London gefehlt haben mag. Lloyd George mag wählen, was für ein Deutschland der Sicherheit Eurovas am besten dient. Dasjenige von 1914 wird nicht wiederkehren, wenn man uns friedliche Entw'cklung gönnt Wäre unser Volk aber jetzt Tau, gleichgültig, apathisch, so würde eS davon kein Mitleid, keine Nachsicht ernten. Solche Eingebungen liegen der Entente überhaupt fern Nur die Besorgnis vor sväteren Kon- slikten kann sie lenken. Und darum müssen wir stark, fest und geeint bleiben, damit wrr noch etwas gelten, im Guten wie un Schlimmen!

Banern hat, wenn es von ihm auch nicht ausdrücklich erhärt worden ist, der Enns^l- düng der Reichsregierung nichts in den Weg gelegt. Es bat nur feinen Standpunkt vertre­ten. Dieser geht dahin, daß nicht nur die von der Entente geforderten Geldsummen un- nnöglich sind, sondern auch die bis Mitte dieses Jahres geforderte Auflösung her Ein, zohnerwebre n abzulehnen fei.

Herr von Kahr hat im Landtag davon I gesprochen, daß man einem noch krankey Staate nicht Die Krücke weanehmen dürfe. Die' Xlaae ist im Punkte Der Entmannung noch nicht völlig geklärt. Man gibt in München zu, daß die Befugnis der endgültigen Entschei­dung bei Berlin liegt. Loffeutlich richtet sich Bayern auch in Der Praxis darnach? Es bat Der Reichsregierung die Voraussetzungen einer entschiedenen und kraftvollen Politik gewäh­ren wollen, und eS verdient als Rufer im Streit Dank und Anerkennung. Wenn die Bayern aber schließlich, wie alle guten Deut­schen, eiserner Notwendigkeit sich fügen, so helfen sie das Fundament der Zukunft bauen. Wir brauchen den Geist nationalen Wollens, aber er muß den Horizont der künftigen Ent­wicklung absuchen, bevor er zu folgenschweren Taten übergeht.

Leider hat im Zusammenhang mit diesen auswärtigen Fragen das bayerische Parla­ment nachteilig wirkende Austritte erlebt. Die nicht ganz klare Abfassung der veröffentlich­ten amtlichen Telegramme war unfiug und hat sich als schädlich erwiesen. Falschen Auslegungen und Verdächtigungen war das Tor geöffnet. Auch die Berliner Sitzungen verliefen allzu spannend und herausfordernd. Die Gegendemonstration der äußersten Linken trat auf den Plan, und nun ringen die verschiedensten Wirkungen mitein­ander. Die Interpellation der Unabhängigen über die Haltung der bayerischen Regierung bei den Berliner Sitzt,ngeu hatte zweifellos vermieden werden können durch rechtzeittge Aufklärung und schnellere Entschließung. Dann hätten die Sozialisten nicht das Recht, zu sagen, oaß durch die bayerische Regierung eine Kluft im deutschen Volke ausgerissen wor­den sei. Es hat keinen günstigen Eindruck her- Dorgerufen, daß das Ministerium von Kahr so beharrlich sich auf die Vertraulichkeit der Berliner Verhandlungen berufen hat. Ganz abgesehen von diesen Sitzungen in der Reichs- Hauptstadt hätte die bayerische Regierung schneller den rechten W?g finde», müssen, Kri­sengerüchte zu vermeiden und das allgemeine Vertrauen yerzustellen. Wenn heute die Note mitgeteitt werden sollte, in der dem Minister Dr. Simons die endgültigen Beschlüsse des.tchener Kabinetts in allen Einzelheiten Dargeian werden, so wird man wahrscheinlich die Frage stellen: warum so viel Lärm und Aufregung um nichts? T-enn wenn Bayern, wie zu erwarten steht, fick der Berliner Entscheidung be­dingungslos fügt, indem es nur seine Em­pörung über Unrecht und Gefährdung deut­scher Interessen stärker unterftteicht, so war die damit erzeugte und gewollte Wirkung nach innen und außen hin wirklich eines er­bitterten Kampfes nicht wert. Wir brauchen nicht Nervosität und innerpolittsche Konflikts­stimmung, sondern nur ruhige, nationale Be­sinnung und Entschlossenheit?

Italien unb das Pariser Diktat.

Rom, 11. Febr Dee Kundgebungen tn Deutschland nui'ien in iHierifdym ra'le­rnen torischen Kieilen g o«n Ei d uck. Dd n ge- nyrrmt den Eindruck, Sa*} das deutsche Nrrn dies­mal rntWohener ist a's nor brm Fr^ enSverttag pot Vera Ües und g-mritrt bvet Eindruck auch aus der .Haltung des Reichstags.

Ein «trag im amerikanischen Senat.

London, 11 Febr. (DTB.) Reuter meldet aus Washington, daß der republika- nische Senator France im Senat eine Ent­schließung eingebracht hat, in der er den Ankauf aller deutschen Kabel und der deutschafrikanischen und der Südseekolvnien durch die B e-r ei n i g- ten Staaten vorfchlägt. Die Entschließung ist an den Senatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten verwiesen worden. Eine der Bestimmungen der Entschließung gebt dahin, daß Deutschland für diesen Ankauf die Summe von 5 Milliarden Dollar auf die Entschädigung angerechnet werden solle, die von der Reparatlonskonferenz auf 15 Mil­liarden Dollar festgesetzt werden solle. Reu­ter bemerkt dazu, daß Senator France be­reits mehrere derartige Entschließungen ein­gebracht habe, die von den Ausschüssen, an die sie yerwiesen wurden, zurückgekommen sind

Die amerikanischen Milchkühe.

Berlin, 11. Febr Zu der Meldung tut bie deuleben B*-ben i*> it Sahen der 3+rr* ku"g der ame-iLm f Len SRÜ ifffv abe e b re » (»alten, nrrb in derXctkhcn 9Tg Ztr." mi> gereift, ta"> der A r a Svort b t Küb bis ft <r*.edmi^en a b ii a ziehen Sdwrte tgfrite1' g - Kheiten it Durch bei txr.«euren UttEku zr^er fcaiKber Tanrp'er n>j bc sich ede er V ne £u*d auf 34000 Mk ftt3en, roopi noch 1 0) Mck ihmer. im körnen. Tine Bckräge den

Euwjänsrrn der KDe aMMÄrckf, je: Yennie«

lud. Tee deutsche Regierv'g werde fi* erneut mit den amentari <!».« Ski frn 11 Verbt cku a sehen, um eau desriodigenbe Regeln.'g ssu erz.e.en.

Die Eiuwanderungslrage tu Amerika.

Lonbon, 11. Febr (DTB.) Nach einer Reutermelbung aus Washington nahm ber SenatsauSschuß für Einwande- rungSfragen einstimmig ben Gesetzvor­schlag an, ber bestimmt ist, an Stelle beS vom Repräsentantenhause angenommenen Gc- setzesvorschlag zu treten. Wenn biefer Gegen- Vorschlag vorn Kongreß angenommen wirb, wirb bic Höhstzahl frember Einwanderer auf 300000 jährlich festgesetzt.

Tie Zahl ber Arbeitslosen in Frankreich.

Paris 11. Febr.' (WTB1 In einer Be- svrechung über die A r b e i t-l o s e n k r i s e ui Frankreich erllä'te in der deutigen iSummer- sitzung Arbeit-miniiter Tanel Vincent, in Paris würden |ur Zeit 89000 ?lrb it lo e un e stützt Tic Za bl ber unterstützten Arbfi Slo en in Frankreich b träne 47 14t. De Geiamt)a'il der Arbeitslosen in Frankreich schätze man aui 100120 003. Gegen die polnischen Truppenansamm.

lungen an der Ostgrcnze.

Berlin, 11. Febr (WTB.f Nach ben Vor- Prlhmgen, die die dni sche Regierung in London, Preis, Rom und Warschau w gen b*r starken pol­nischen Truvvniansammlungen an der Ostgre ze d-S Reiches erhoben Hit, wurde die Tatsache dieser Tnwvcniansammlungen von polnischer unb fran­zösisch r Seite bestritten oder aus TemobilisationS- maßnohmen iurücfg<fi.brt. Von znländiaer Seite wird bi.TMi mitaeteilt, daß der bmlfdm Reaierung nunmehr eingehende, sorgfältig geprüste Nachrict»- len über die tzShe ber Truvvenstärten im west irfwn twlTTifdxm Grenzgebi ck noriie^e i. T<r crd> berJtbrt sich zurzeit ein |ulnifd'e5 Tnwvenau gebot von 212000 Mann an der beutsch-polnischen Grenze. Txnxut'S ergibt sich, baß von einer Demobilisation des polnischen bmM nicht bif Rede fein tarnt. Tie deutsche Regierung hat sich dahn veranlaßt befebm, erneut bei den eingangs erwähnten Re­gierungen vorstellig zu werden

Der Kommunismus in Frankreich.

Paris. 11. Febr. Wie die Blätter melden, werden m Frankreich die Untersuchungen gegen Vie kommunistischen Umtriebe naieitmg? eit tn for -'setzt .Bc^rrühe Sdjnt V stücke und lohimente sind d sKar ahmt wor­den, ebenso wurden mehre e LauS ulm gm a - gchalien. Auch aut den Banken werden Nr<1> tolschung-n nach bolschewistischen Getd-cchlungen oeranfkrttd

Neues aus Rußland.

Moskau, 9. Febr (WTB.l Ein Aufruf fordert alle Rotgardisten, die jetzt mit uxy begrenztem Urlaub enllas'en tue dm, auf, an die Adresse ber polüidrn Verwaltung des revolutio­nären KriegSrateS der Republik Berichte über Fehlgriffe und Nachlässigkeiten usw der örtlichen Behörben einsufenbm

Moskau 9 Febr. WTD.) Zur Ersparnis von L»e»- uyb'Beleucht'mass»st-werden rm ganzen Gebiet der russichen Sowiettevnblik die Uhren in ber Nacht vom 14. zum 15. Febniar um 11 lUhr abends eine Stunde vo rge stell L.

Stinnes unb die Sowjctregierung.

Paris 11. Hbr tWTB.^ DerTemvS" berichtet nach brm Bolschewistenb?a»tKal'io^chi", Hugo Stinnes babe die metallurgi­schen Etablissements von Brian sk an » getauft Er wolle sie in Betrieb nehmen unb habe versprochen den Betrieb so zu iörbm boß im ersten Iabr 70 und im Dritten Jahr 1230 Loko­motiven bergestellk mürben später fonar 8300 Lok^mot v-n unb 80000 Waggons Ein Drinei des erzielten Nutzens werde er ber Sowjetvegierung überweisen

Ein Königreich Bagdad.

Paris, 11. Febr l'DTB.'l Perttnar macht im ..Echo de Paris" darauf aufmerk­sam, daß Lloyd George am 8 Februar in einer Rede angefünbigt habe, Englanb wolle ein arabische- .Königreich unter britischem Manbat errichten Pertinar vermutet, baß es sich um ein Königreich Baabab hanble unb baß etwa ber Emir Feyffal für den Thron in Frage komme

Die ungarische KSuiassraae.

Pari-, 11. Febr. Die bvtfvmatxtorn rrrter der En tente in Bu axrtt laben ron hren Regie-w-gen Inskuktoren- erratet, n-w denen die Di berhersteLr g der Mo ar.', tr ui U * yrrn zu Ornnnen eine- vadSburaers nicht er­taubt nntb

rlus dem Ueidte.

Aenüerung Der einh frrpoftrit

Berlin, 11. Febr DSTB Durch eine Be- f<nm!mad jni des Reick Siri i'erS für Ernr hr^ng und Landwrttscho't wird iri Sir u g tmn 15. trjar dieEiuiuhr von lebeadcm S 6 \ amt* r. i r b. Lämmern, Zcha'en. Ziegen. tt> t :-n» irischem Fleisch, Sdxr*"inrtir. *m, S hroe-ne- speck. Sdxoentt lomen, Talg von Rindern jnro Scha'en frei gegeben Bon birfnn Zeiwunki ab be- k-rri.eS a Sc einer Einfuhrdewi linm i rin bt-ie Warrn^ mck: mehr Zedock sm> die be r-

Sani^ris- oder fsubenoo t*eüu~en B^r- schritten auch zukünirig W brachem. Mu Stü-.» ficht auj diese Regelung erübrigt sich auch «e So

bcbaltung brr BundrsratSverordnung ü >er btt Em« rubr von Sieb. Fl.isch unb Fei schwären vom 18. März 1916 unb der dazu ergangene i AuS- iübrungsbestimmungen. ber eben all» außer Äiait gesetzt wrden.

Die Berliner Streikbewegung.

Berlin, 11. Febr. In Den fi ä b I i» schen Betrieben begannen heute morgen Die Urabstimmungen ber fiäbtifdxn Arbcintr unb Angestellten über Annahme ober Ableh­nung bes Schieb SspruchS für ben neuen Lohntarif Ta insgesamt nnhezu 80000 Ar­beiter und Angestellte für die Abstimmung in Frage kommen, dürfte das endgültige Ergeb­nis nicht vor Montag festzustellen fein ES wird aber angenommen, baß die Mehrheit sich für Annahme deS Sch edSspruchs aus- fpricht Heftern abend sand bereits eine Fnnk- tionärkonferenz der Arbeiter und Angestellten statt, in ber sämtliche Redner und selbst der Agitator bei den Elektrizitätsarbeitern, Sylt, sich für Annahme deS Schiedsspruchs aus­sprachen. Weiter wurde ein Antrag angenom­men, ber bie Vertreter ber Arbeiter beauf­tragt, alsbalb einen neuen Lohntarif mit neuen Ergänzungsbestimmungen au-zuar- beiten.

Eine Fäl'cherzentrole.

Berlin, 11 Febr (WTB.) Bor einigen Wochen hob bie LanbeSpolizei beim Ministe- iium beS Innern eine Fälscherzentrale für Ein- unb Au -suhrbewilllgun- gen auf, bie ihren Ausgangspunkt in ber Person beS Kanzleigehilsen Du frier hatte Tufner war im Bureau beS Reichskommif- sars für Ein- imb Ausfuhrbewilligungen aushilfsweise beschäftigt unb hat bortbie Stempel unb bie Druckpresse mißbraucht. 3T)m wurden eff Bewilligungen obgenommm Ter Gesamtwert ber, Fälschungen belief sich auf 36 Millionen Mark In einzelnen Fällen glückte bie Ausfuhr Jetzt gelang bie Entlarvung ber Fälscher gruppe, bie mit eige­nen Stempeln unb Druckstempelprellen ar­beitete. Der Kaufmann unb Ingenieur Erich Schulz, zuletzt in Ebarlottenburg wohn- Nift. entnahm echte llrfunben mit Stemvek- abdrücken imb ber Fallimifeunterschrift be- R-icki-ßornmissirS für AnS- unb Einfukwbe- milliguna, Geheimrat Trenble^birrg Nach diesen Abdrücken ließ er eine kleine Sckilag- welse für Trockenstem^el und zw?i Gummi­stempel änfertigen.1 Mit tzilke der falschen S*<miher begann mm die Ank-rtiMmg her Urkunden: hauptsächllch für Biehei nfuhr aller Art auS Dänemark Ab"-dmer sanden fi* in Menge Trotzdem die Fällchim- nen vorzüglich auSgeführt waren, schöpften di- Grenrüberwachimasoraane Verdacht, unb Krimi na lbeamt-m des LanbeSvos' zesamteS ge­lang es, bie Fälscher zu ÜBarfüWmt Schultz nnrrbf in einem Lokal am Aleranbervlatz' sestaenommen Sein, Heller finb bie Konto­ristin Paula Kunzfeld. ber Kaufmann N'ko- lMis Ie<f-n unb ber Reisende Friede Schulte, norwegischer Sfan*8nnatfä in^r Von 15 nn- geferttgten B-willigungen wurden nur zwei benutzt, 13 würben zurückaedalten,

D'e Kanoli^atton d-s N-ckgr-,

Stuttgart, 11 Febr Eine frier nhne* ba'rene 91*,rtrc,c,l)errammfung wütt'emder- afrfier Städte unb Gemeinden sprach sich e'N- st'mmig für bie rasche Tunfi'ÜSnmg der Neckarkanalifieruna von Mann*»im bis Plochingen, und'nen Kanal bis z u r D o- n a ii auS unb erklärte f'ch bereit, in biff ent Zweck bie Summe von 50 Millionen Mk. auf- jub ringen.

Ins dem desk^t-n düblet

Der OintD in Pantoffeln.

mc Siedbaben, 11 Febr Am Don­nerstag erregte auf ber Rbeinstraße anschei­nend eine Französin unliebsames Aullehen, nril sie ihrer Bulldoage Pantoffel angexogen hatte, die der Hund mit einer gewissen Selbst­sicherheit trug Tazu in schreiendem Gegen­satz haben Hunderte deutscher Kinder nicht ein paar gute Schuhe, geschweige denn Pan­toffeln.

Die bay-ilche powN.

München. 12 Febr. lWTB. > ÄTTTtfwb nrirh grnvlbct: Ter Ministerrat besaß.'e sich geffnm mit ber La«. Er vertrat habet br ernh l.ige Auf- sasiung, ban eS nicht nur Pf.icht, sondern auch der eigene Wunsch der Stantgrrgierting ist, sowohl Dem Lande wie auch Dem Larcknag rückhallS - I o4 eine Aufklärung über bie Lase »n g*bnt. Tie Vorbeipuechungcn mit den KvatüionS- Ddrtrten ,'i.nb ge?*m abenb tu 6tibt g gongen 3 Anschluß daran suchte b.*r Ministe705ä ie >t lu g mu bem Führer ber s o z i a l be m o k r o i i- sche n Fraktion für eine AuSimache über bie cvli- tufct Lage Tie Staaispcgxnina rot.b ba'er Die nädru Gelegenhcü benutzen, in diesem Saure zu verfahren

München, 12 Febr 'S TB - In der geftrigen NackMMnsssiJimg DeS baperischenLand-