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Aus Stadt und Land.

Dieven, den 11. Tod. 1921.

Vorbeha l Hofe Einräumung von Steuerzuwiderhandlungen 21 r 1. Dezember tritt eine Terorbtmi in Kraft, dir ba6 bezüglich? Verfahren regelt IDenn nach § 412 Teid)5ti(xiabcDrbn inq der Beschädigte eine Stcuer)utt> derhnnd unq vorbcha t os ein äumt, bie nur mit Geldstrafe und (oder) Ein kbung "bebrobt ist oder bezüglich deren da- Finaniamt nur auf b «!« Strafen oder Publikation sbefuqnis erkennen will, fo kann er sich der in einer 2! jeder - schritt feftiuferenben Strafe unter Verzicht auf Erlas) eine- Strafbescheid- sofort unterwerfen. Diele Unterwerfung steht einer rechtZkräfägen Derurteiluna gleltz Sie wird mit der Genehmi­gung der Strast stfetzung durch den Vorstand t-eS Finanzamt- (Vertreter) wirk' am. die nur Inner­halb 3 Monaten erte lt werden kann 3nfo'anie ist der Beschuldigte an bie Unterwerf ungserllä- rung gebunden, d e Bindung erlischt, wenn die zur Genehmigung berufene Stelle solche vorher versagt. Ver agunn der Genehm g «n 1 i 1 dem De- schuldiglen zu «5 f len od r schritt itz mit u eilen Kann die ®e.brtrafe nicht beiielrieben werden, so muh da- Finanzamt die Verhandlungen der StaatSanwatt'chast über'enbcn Dee8 legt die 2lkten dem Gericht vor. da- auf Antrag des Finanzamt- bie Strafe in Freiheit-strase um- wandelt Vor ter Entscheid ing sind 6 aateantpalt» fchast. F nanzamt und Delchuldiper au hören. Degen den Veschluv ist sofortige Beschwerde zulässig. .

f r.nbfrrt^ Ghcficn.

Lumda. 10 Vov. Unter zahlreicher Teil- nahme her Gemeinde u ,d vieler Bewohner der Umgegend sand dieser Tage die A'weihuna de« EhrendenkmasS der im Weltkriege Gefal­lenen statt TadynittagS 2 Uhr zog der Festeug unter den Klängen eines Trauermarsche- von der Frieden-eiche an da- Denkmal, da- sich einfach und schlicht vor der Kirche erbebt Vach der dächtnisrede. die der Lehrer Vudvis Keller hielt, weihte Pfarrer G r a u (1 n g da- Denkmal und verlas unter (Slolengcläute die Tarnen der 15 ©emllenen. AlSdann gab der Kriegerverein drei Ehrensalven ab. Vach den Kranznieder­legungen deS OrtSvorstandes. der 2kreine und der Angehörigen übernahm Dürgerme-ster L> chultheiV In einer Ansprache das D nkmal in den Schutz der Gemeinde. Die denkwürdige Feier war umrahmt von Chören des hiesigen Ge­sangverein- .Eint acht" und von Musikvorträgen einer Abteilung der ©leben« Teichswehrkapelle.

JOrctb Mcttlar.

Dornholzhausen. 10. Vov K'rl "ch sprach Proseslor Ho mess er aus Gicst-n in Dornholzhausen fr,r den Wirtschaftsbund Süd. Grupve Wetzlar und Vafsa't. vor einer zahlreichen Z 'börerschnst über bie Votwendinkeit des wirtschaft'! chen Zusammensch'usseS Er zeigte den Anweienden in tief durchdachter Vede das Aus- und Absteigen deS deutsch'n Volkes in l en letzten Jahrhunderten und lieh vor ihren geistigen Augen den Abgrund erscheinen, an d m es sich auch jetzt wieder befindet Er bewies, das) die Vevolution noU) lange nicht zu Enbe lei und verglich sie mit einem Vulkan, der sich -zeitweise öffnet, um Verderben auSzuspeien und Schrecken zu verbreiten und zeitweise nur im Innern groll. W ll das deulltzr Volk nicht in den Abgrund stürzen, sondern szch erneut »u den lichten Höhen der Freiheit und des Glückes emporschwingen. so bedarf es. da eS jeder Vacht beraubt, vor allem der Tube und Orbnuniur Arbeit 21 lein d irch bie Arbeit aller Deutschen, gleich, welchem Berufe sie angeboren, kann die Teilung kommen. Eni Einigung auf po'itifchem pber religiö'em Gebiete wird sich jedoch nie erreichen lassen, wohl aber eine solch; aus Wirt- l schastlicher Grundlage! Und um b efe au schaffen, forderte er die An'v.'senden auf, sich dem Wirt- ^stchaft»bunbe anzuschl eben und dadurch ki'Macht xu schaffen, bie. gestürzt auf drn Doben des De- ' fecheS. imstande ist, den drohenden Stürmen ftanb- zuhalteir Teicher Beifall wurde dem Vor­tragenden gespendet.

Hesfcn-Nassan.

ge. Cschwege. 10. Vov. Auf TeranlafTung des hiesigen 22lagiftrat4 ist ein freiwilliger 3 u fammenschluv der Eschweger De - tverbetreibenden zur Errichtung von Wohnungen für Arbeitnehmer mit ci iem vor­läufigen Gründung-kapital von 400 0C0 Mark zu­stande gekommen. Diejenig'M Firmen, bie der Denofsenfchast nicht freiwillig beitreten wollen, will der Magistrat im Tabmcn des Kommunal- gesetzes zwang-weise hcranziehen. 2Iuf cer Eisenbahnstrecke EichmberqKassel erhielten «zwei nach Kassel fahrenbe QMderlcbrlinge von einem unbekannten Mitreisenden Zigaretten #um Tauchen angeboten, nach deren Genus) beide 'betäubt wurden. Sie erwachten aus dieser erst wieder aus der Station Wabern der Strecke KastelFrank urt. 2lus ihre Veranlastung sollte

hi« der Zlgarettenbesih« verhaftet werden. Lei­der gelang cs ihm. in ciuem ad.ährenden Schnei l- >uge nach freund urt zu airtoimnen Wahrschein­lich handelt es such um einen 2lgenten der Iran- ^suchen Fremdenlegion.

Sandel.

Hessischer Ban kverein. Aktien- g e f e l l s ch a s t. Kastel. In der am 8. 21 o- ocmbec in den Geschäftsräumen der Dank statt- gcsundenen 13. orOenUichen Generalver- I a m m l u n g wurden bie Bilanz und bte Ge­winn- u.ib Brriustberechnung sowie die Dom Bor- uanb vorgeschage.:e ®.ui inDe.tcilung ^e e.mijt und beschossen, eine Dividende von 10 Prozent ö Proze-.l- ju verteilen. Die tumusgemätz aus dem Ausfichtsrctt ausscheibe nden Herren Fabu­lant Georg W. S e t h e - Kassel und Freiherr Alexander von Elvenselbl aut Sch'.o) 4- n* stein wurden wiedergewahll, der Titt«gut»- lx-Iiher Aböls G S chw e n g e r «.Tittergul Kar.Ä- burg bei Fritzlar, neu in den Aussich.srat ge­wählt D.e Ge leralverlammlu g b.scho ?, daS Guindkapital voi 8 2Hillü>i-en Mart aus 20 Mil­lionen Mark zu erhöhen. Die neu auSzugebenden 12 Millionen Mark Attien übernimmt die Som- mcrz- und Privatbank A.-G.. Berlin, zum Kurie von 130 Prozent mit der Verpflichtung den Be­sitzern je einer allen Allie eine neue Aktie zum« gleichen Ku de anzubieten. D e neuen Aktien neh­men an dec vollen Dividende für das lausende Gcsä>äfts;ahr teil Der Vorsitzende de- Aussicht-- rate» tonnte der Generalvedammlung die Mitiet- lung mack-en, datz auch im lause iden Geschäfts­jahre die 'Bank sich weit« gut entwickelt.

Berlin. 10. Vov. Börsenbericht.

Der vvnäaige erhebliche Tüdgang der De­visenkurse halte natürlich zahlreiche BerkaufS- austräge veranlaßt. wodurch die AnfangSkurfe für Onduskriewerte mit wenig Ausnahmen sich, niedriger stellten. Die Ermästigungen entspra­chen an Umfang Im allgemeinen aber nicht der vorangegangenen enormen Steigerung und er­reichten nur vereinzelt 100 Prozent. Gebrüder Döhler waren stärker gedrückt und verloren 245 Prozent. Dagegen waren einige Besferungen zu verzeichnen, so für Berl. Mafchinen um 200 Prozent, woxu später noch ein weiterer Gewinn von 175 Prozent kam. Ferner getr'-'- nen Linke-Hoffmann 100, Stettiner *n 30, Theinstahl 35 Prozent. Eine Stütze ianu die Tendenz an der heutigen entschiedenen Be­festigung der Devisenkurse, die man auf Be­fürchtungen hinsichtlich der Absicht der heute hier eincetrossenen TeparationSkvinmi s.on zurückführte. Wesentliche Erholungen bzw. eine Aufwärtsbewegung von Belang erfolgte aber nicht, zumal die Bewegung am Devisenmärkte im Verlause wieder abwärts neigte. Von An­lagewerten waren deutsche bundesstaatliche Anleihen und Industrieob'igationen. Etadt- anleihen und Hypothekenpfandbriefe stark be­gehrt und vielfach 4 bis 8 Prozent höher be­zahlt. 3m übrigen bewegte sich das Geschäft in ziemlich ruhigen Formen. Einzelne Pro- vinzialanleihen, namentlich Pommersche und Westpreubische. erlangten bei groher Nach­frage gleichfalls ansehnliche Besserungen. 23a- lutapaplere waren entsprechend dem ermähig- ten Stande der Devisenkurse meist niedriger, Lürkenlose jedoch um 300 Prozent gebessert.

Frankfurt a. Vl., 10. Vov Börsen- fH m m u n g 6 b 11 b. 5>;e starken Schwankungen am Devisenmarkt, bk daS GesäZüfl in den (chten Tagen ixx-iirf u tten, gaben auch heute not) 2Ln- latz zu stark« Zurückhaltung, die auch kursmätzig darin zum 2Lw8brud kamen, datz sich eine einheit­liche Tendenz nicht durchsetzen konnte. Die neue Aktien- und Valutaumsatzsteu« wurde lebhaft besprochen. Viel «örtert wurL« der Besuch der VeparationStommission, wo die Ansichten weit auseinandergehen. Vkan ciipa riete eine schwache Börse, um so mehr, als man 'Abgaben der Börse beobachten tonnte. 2lm Vlarkt der nicht notierten Werte war Der Verkehr ziemlich rege Bei start schwankenden Kursen wurdvm g-nannt: Deustche Petroleum 2350, Opiag 12 500. Chemische Thena- nia 1410, Ounge Ufa 455. Benz sch vächer, 9.0. 3m Einflang d« auSlärrdischen Zahlung-mittel waren Mcjtikaner im Kurse ermäßigt Ha Pag, 630, stellten^sich ca. 80 Pi-vsent niedriger. Abier- weile Kleyer waren angedvten, 925. Harpener blieben gesucht, 1895; Westeiegeln 1560. Unter den Elektrvwerlen lagen A. E G. im Angebot. Chemische Weile schwäch«. Der Ci.-heil-markt lief) ebenfalls Kursrückgänge erkennen. Der Börsensch.utz kenmzeichitete sich unregelmätzig. Das 'jlngebot war bescheiden. Pr.vaid^tont 3% bi- 4 Prozent.

Frankfurier Schweine- und Klelndiehmarki.

'Frankfurt a. M., 10. Aov. (Amtlich.)

Der Markt wird bei lebhaftem Handel ge-

Der Schutz im Blut.

Toman von Horst Bodemer.

35. Fortsetzung (Vctchdruck verboten.)

LlngesShr denselben Dedonkn hatte die 2Nam- |eU, -ngcgeben hätte sie dies um keinen Preis Der Well.

.Die heiratet in vier Zähren auch noch früh flenugl

.2Mr ich ein Mädel, legte ich - auch drauf an, hier möglichst bald so-tjukommenl"

Don dem Thema wollte die biedere Duste Hänschen lieber abbringen.

.Weiht du, vxt- ich an deiner Stelle täte?

.2Skl) ich ganz genau, Grotzv t rs al:e< H<nt-I Du Wjitft teil dir an meiner Stelle bie Hände wund, ätzest Käsebrot, klares stvasser ver- DcUtommnete die Mahlzeit, und schli.-fest kaum, denn es könnte sonst ein Silbergroschen in ein Mauseloch rollen. Und dann geht natürlich sofort die ganze Herrlichk.-il hier pleite!"

3m Ernst. Hän-chen, ich will dir sagen, wa- tch an deiner Stelle in ein paar (Zähren täte betraten I

Auf k ie Lberschenkel schlug « sich, trampelte mit den Jui^en.

.3-ch?

.Ja. buk Da« ist gar nicht zum lachen. Ohne eine Frau wird nicht- rechte- auf die Dauer aus dir!

.Soll ich mich schon in fünf Jahren so an­dauernd hinter bie Flasche sehen tote der Dal«'?"

.Aber Hän-chen . .

.Vce. nee. ne«|- Solche Sünde begeb Ich nicht! Unb küssen Gro Vaters altes Haus, ianu man doch, wenn man auch nicht verheiratet

ist! Dorn 2kxt« auf den Sohn zu schlietzen, fchelnt, mir letzteres bekömmlich« zu sein!"

.Hän-chen, da- Dei bitt ich mir, deinen Tater läht bu aus bem Spiele! Sonst kündige ich dir die Freundschaft! Oa, ich meine es ganz ernst. Von dir reden wir jetzt! Hast bu überhaupt eine blaffe Ahnung, wie lieb blch, trotz deiner losen Streiche, dein Drotzval« hat? Der Uetz sich heute für dich morden, wenn bu dafür ein ganzer Kerl würdest! Er sagt ja nicht, wie er sich freut, datz bu dich geb.ff«t hast, ich aber merk e- an seiner ganzen Stimmung. Und wenn der Wind bei bk umschlüae, Hunge, bann wühlest bu nicht, was bu biesern alten, guten Manne an tätest !-

Da brückte Hän-chen das Kinn an den Hal- und machte ein nachbenNiches E>esicht. 2V<r ihn zu packen verstand, kvnite Im Augenblick mit ihm machen was er wollte.

.Denkst bu vielleicht, eS wird mir leicht, manchmal nicht wenigstens auf ein paar Stun­den durchzugehen und fünf gerade sein zu lassen r Hast du 'ne 2Q>nung! Dann zieh ich die 25ctl- decke über die Ohren, sonst steh ich erst ge­rade auf ten Deinen. allo da kann S leicht mal mit bem Teufel bei mir zugehen! Grotzvater Sitten soll auch so ein unruhiger Mann so­gar noch auf seine alten Tage gewesen fein!

D.e Mamsell sch'.o) vor Schreck die 2lugen. Hänschen hatte wahrhaftig .den Schutz im Blute", mir sah der ganz anders au-, a[j ihn sich ihr Herr einst vvrgestellt hatte. Sie fatzte nach seiner Hand.

.Du, wenn es dich wieber einmal über- kommt barm ruf nach mir! Brüll, unb wenn es mitten in der Vacht ist! 2venn fit schimpfen über den Lärm, ich werd schon eine Tuircbt haben r

räumt. Die Preise blieben fest. Aufgetriebet, waren: 156 Kälber, 1857 Schafe und 393 Schweine. An Preisen wurden anaelegt per Zentner Lebendgewicht: für Kälber, beste Qualitäten 9001025 2HL, mittlere Qualitä­ten 800900 221L geringe Qualitäten 700 bis 800 221L, für Hämmel 300625 2HL für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 12001300 221L, unter 80100 Kilogramm 15001650 QML alle schwereren Sorten Le­bendgewicht 15001650 Mk., für Sauen und Eber 12751500 Mk. Auherdem wurden 22 Rinder ohne amtliche PreiSno'.ierung gehan. beit. Die Marktpreise liegen um so diel über den Stallpreisen, als sie die nicht unerheb­lichen Gewichtsverluste. Spesen und Händler- gewinn in sich schlieben.

Frankfurt a. 2!t, 11 - Tooember. Berliner Devisenmarkt.

Geld Bics Geld Brief Datum: 9.91or. 10. Tod.

Amslerbam-Totterb. 8611,^0 8708,70 y?40,65 9359,35

Brüssel-Antwerpen. 1773,2 D 1776,8) 19>,st5 13N.95

Thnstiania 371,50 347 ,50 37:b,>5 3753,7' Kopenhagen 4420,5= 44 9,45 482',15 483 ,35 Stockholm 5604,30 57O> 70 6)9*1,30 6 >06, '0 Helstngfors 459,50 46 >,50 539,15 510,55 Italien 1048,95 1051,06 1129,85 1131,15 London 9SI/0 P83.50 1063; 0 1 ><>,10 Veuyork 252,74 2 i,26 272,22 272,78 Paris 1798,20 18 >1,80 2 07,05 2012, 5 Schweiz 469 ,30 3478,10 519 ,89 5205, »0 Spanien 3171,50 3946, 5 39.3,95

Wien sattes) ....

Deutsch-Oesterr.. . . ^,73 8,77 8,73 f,77

Prag 279,70 28^,30 294, >0 2c5,30 Budapest 26.22 26,28 22,47 22.53

Buenos Aires . . . 91,15 81,35 88,15 88,15

Bulgarien,

Konstantinopel ...

Börsenkurse.

5ianlfurt Berlln

1-Ubi- 1-Ubr- Schlutz- Schlust- Kurfl Kurs Kurs Kur-

Datum: 7. 11. 10. 11. 7.11. 10. 11.

S"/. L-lsch. Kriegsanl. 77 50 77,50 77,50 77, 0

4' o Dlsch. Teichsanl. 70 - 71 - 70,50 7i 25

3'/.Dksch. Teichsanl. 89 50 89.50 87,- 84,50

*ei Preuh. Konsols 70,25 7u,25 68, 68,-

Hamdurg-Pakctf.. . 741.- 690 -

Vorddeutscher Lloyd 750,- 689.- -,-

Lomm.u.Prioatbank 60',- 500,- 540,- 510 - Darmstädter Bank . 550.- 630,- 533,- J95,_ Deutsche Bank . . . 810,- 720,- 701, 69t,- DiSconlo-Gesellfchast 625,- 620, - 620,- 638, -

Dresdner Bank. . . E80 - 6>0,- 699, 609.-

Mitteld. Tredttbank. 570,- 482,- 528,- 475,-

Vationaibank s. D. . 550 - , 515,- 4-8,-

Boch.Guhstahlwerke 1425.- 1425,- IcOC,- 14-5,

ö.-Eifern».-OUt.. 1397,- 1400,- 12'0,-

-Luremb Bergw.. 1400, - 1215, 1350,- 1125, Gelfenklrch. Bergw.. 14'0,- 1380, 1428,- 1450, Harpener Bergbau . 165v. - 1890,- 1900,- 1830,- Oberschl. Eisenb.-B. 1200,- 1?OÜ,- 17».-,- 1205,- Qoerschles. Eisenind. 1220.- 1230,- 1389.- 1240,- Phöni,.Bergb..Akt. 1605,- 17t0,- 1675,- 1580,- Bad.Anilin-u.Soda 112,,- -,- 10 0,- 970,-

Höchster Farbwerke. -,- -,- luOO,- 985,-

Allg. Elektr.-Ges. . . 1180,- 1133,- 1100,- 1100,- Selten A EuiUcaume 1449, - 1400,- 12 5, - 13 »9.- Schuckert-Werke. . . 990.- 890,- 130, - 883 50 Adlerwerke 10 0, - 925,- 9d0, - 894,- Daimler 825,- 7 0 - 799,- 735.- 4'. Hess. Staatsanl. -,- 75,- 77, - 76.-

Electron Griesheim 130<-,- 1200,- 1350,- 1250,- Dtfche. Dereinsbank 480.- 447,- -, -,-

Marknotiernngen.

Für 100 deutsche Mart wurden gezahstr

Datum: 1.7.14. 9.10. 11.11.

Zürich Fr. 125 40 2,15 1,90

Amsterdam Fl. 59.20 1 16 1 06

Kopenhagen Kr. 88 80 2,40 2 2 >

Prag Kr. 117 80 36 60

Stockholm Kr. 88 80 1 70 1,75

Wien Kr. 117.80 2222,- London Sh. 97.80 10.97

Paris Fr. 125 40 5.66 6,12

Veuyork $ 23 80 -.39 -.36

Züricher Devisenmarkt,

i. ll. 11.11.

Wechsel auf Schweizer Frank-n

Holland 100 Fl. - 184./5 184.63 Deutschland 100 OEt = 2. 0 1.826

Wien 10U Kr- = 0.18 0.15

Prag 100 Kr. = 6.76 6.50

Paris 100 Fr. = 38.75 38.50

London 1 Ä 21.02 20.94

Italien 100 2. - 22.15 21.50

Brüssel 100 Fr. 37.10 36.80

Budapest 100 Kr. 0-45 0.45

Veuyork 100 S = 532.- 630 -

Agram 100 Kr. = 160 1.50

Dukoiest 100 2.» 3.16 3 40

(3n chrtm Zeil d« Auslage toleberbolt)

Franlll» DouMon über seine Missto» in Kleinasien.

Paris, 9. Vov (WB.) Der Senats» auSschutzfürauswärttgeAngelegen» hei ten trat heute nachmittag unter dem Borfih Potncarös zu ammen und (ö.te den Bcticht Franklin Bouillons üb« ferne Mts!ton nach Kleinasien. F.a .vin Bouillon betont:, datz er sich bei den Verhandlu igen genau an de» Tert des Londoner Abkommens gehalten hab«. D.e Vationaivetsammiu/ig von 2 gora lei erst nach langer Debatte u.ib nur aufgrund von Ev> wagungen allgemeiner kvltttscher Art dazu ge­langt. dem Betirag;aijufhmmen. Eine der Haupt­sorgen fei die Sicherung der Minderheiten in dem von den Franzosen zu räumenden Geb.et gewesen, Franklin Bou.llon betonte, er vertraue buruuf, bat) bie türttichen Behörden bm Ausbruch von Unruhen ve. hindern Warden. Er bcadstch.ige in etnigen Tagen wieder abiureilen. um an Ort unb Stelle bie Ausführung des französtfch-kerna- itstifchen Abkommens zu überwachen.

Der Kammeraulschatz für auswärtig« 2Lw gelegenheiten nahm hcure taS Efpo6 b«s Be­richterstatters über den französisch-rür ische» Der- trag entgegen. 3n der bar ui folgenben Ttbai!« bekämpfte Xarbku gewi fe Sch.utzfolge ungen bet Berichterstatters, bie für den französrfch-türki­schen Vertrag günstig wären. D r Aus chatz be- fchlvtz. FranNin Br u Hon unb einen Berireree bes Mtniste S beS A.u>)ern vor einer B^lchtutz» fassung zu tKtTwbmcn.

Einstellung deS amerifanischen Floktenbouesl

L onbon, 10. Vov (WTB) Teuter met- bet aus Washington: Die Berichte, batz ber Se­nat möglidKnneile ein« Entschließ u g annehmen werbe, bie bas amerikant sch« Flotten- bauprogramm bis zum 'Abschüsse ber Washingtoner Konferenz dm teil«, e fahren Unter* stüt.ung burch "bie Tat ache, batz ber Berfasser dieser Entschttesung, Sc.a.or Kvmeren«, gestern bei bem Präfibenten Harbing vorsprach Es ver­lautet, batz Korneien< Harbing nachdrücklich vor Augen führt«, batz eine loche Tat ber bell« Beweis für die Aufrichtigkeit der Bereinigt«» Staaten fein werde.

England unb der französisch-kemallstische Vertrag.

London, 10 Vov. ^TB.) Teurer be­richtet au3 Wash'.i gon, datz Driand eine ent* I d) I o f f e n e Antwort u u das b r 1111 <b « Aide-Memoire betreffenb das französisch« Abkommen mit den Kemaliftvn t>orb«ei!«. worin bas Abkommen verteidigt und aufrecht erhalt« wird.

Zur Ermordung de- sapcnrischeu Minister- präsidenl^n.

London, 10 Vov (WTB) Bon maßgeben­der lapanischer Seite wird erklärt, datz bt< Er­mordung beS Ministerpräfibenten Hara in kein« Weife bie allgemeine innere u.ib auswärtige Po­litik Japans in Mitleibenschaft ziehen wirb.

England und da- Wiesbadener Abkommen.

London, 10 Vov (WTB) Em« Teuter* meldung au8 Washington zufol. e find die b r I tilchenBemerlungenzu dem Wiesbadenen Abkommen aus Paris an Brland tele­graphiert worden. Mitglieder ber (ran- zösifchen Delegation erklären da u, das Abkommen fei ursprünglich von Staatsmännern Grotzbrrtan- nienS angeregt worben, da D u fchland nicht lt bev Lage sei, mehr als Prozentsätze ber Tepara- tivnen in bar zu bezahlen.

Der Ischecho-slowckisch-polnisch« Dertrag.

W a r f cha u. 9. Vov. (WTB.)D« t f ch e ch o» flowakisch-polnische Dertrag enthält sclgenbe Teftimmungen: 1. Beibe Staaten ga­rantieren sich gegenseitig ihre Integrität aufgrund der Verträge, benen fi« ihre Unabhäng g eit und ihr Besteh«» verbanken. 2. Falls einer ber bei- bcn Staat« von einem Vachbar angegriffen wirk^ verpflichten sich beibe Staaten gegenseitig zu wohl- tocllenber V utral.tät unb zu bem öugcfiänbnLi freier Durchfuhr beö KriegSmateilals. 3. Pole» erflärt sich in ber slowakischen und ber tschecho- slowakisch«! Tepubltt in ber ostgalizifchen Frage für uninterestiert. 3cb« b« belben Staaten ver­pflichtet sich, auf feinem Gebiete alle Organi­sationen, bie eine gewaltsam« Loslrennung ber anderen Staaten anflrcben. aufzulöfen unb ein« entsprechende Werbetätigkeit zu unterdrücken. 4. Beide Teile sollen von Be-trägen, die einer ber belben Teile mit dritten 6.aalen schlietzt, in Kenntnis geletzt werden. 5. Handelsvertrag. 6 Etwaige Streitfälle Weeden einem SchedS- tpruch unterbreitet. Kein diesem Vertrage au- widerlaufendes Ab'ommen daN von einem bet Staate abgeschlossen werden. Dertragsdau« 5 Dahr«.

Hänschen lächle ihr hellauf ins Gesicht, schlug mit beiden Fäusten auf den Tisch, quiekte vor D«gnügen.

.Grotzvater- alte- Hau-, bist du gottvoll!" Er zeigte auf feine Brust. .Ich und nach dir schreien, au-gerechnet nach dir. wie dn Hosen­matz nach seinem Kindermädchen! ... 'n Wiy iS das 'n Witz- . . Er schüttette stch vor Lach<n, schlang dann gerührt die Arme um Die Mamsell. .Oute Vacht. bu Prachlseele! Wenn ich mich wieber mal rechtschaffen mopfe, komm ich zu bir, ba kann man sich wenigsten- bie Tränen au- bem Gestcht lachens"

Die Mamsell setzte sich an bcn blankgescheu­erten Küchentisch, stützte ben Kops in beibe Hänbe, UTVbcweglich "blieb ihr Gestcht edt, bann rollten ein paar Tränen langsam über ihre Wangen. Unb nah« an - Wasser gebaut war fLe wahr­haftig nicht! . . .

Ein paar Tage spät« erzähtte bie Guste ihrem alten Herrn, waS Hän-chen ihr gesagt.

.Herr Oekonvmierat. er fühlt s.lbst. käst « .ben Schutz im Blute" hat. nur matzt sitz ber ganz anber- geltenb, als Sie sich ihn vvrgestellt haben I"

WaS .den Schutz im Blute"' anbetraf. lieft sich Christoph Walhahn nicht belehren, eigen­sinnig schüttelte er b«i Kopf

.Alte- Hau-, wie oft hab ich bir schon gesagt: ba- verstehst bu nicht! Bei HänStzen tonmt setzt ber V«s!and. ber Most fängt an auszugärenk Beweis: die Erkenntnis! Ta. unb wenn bie einem Wärhahn erfl aufgebt! Dem Henner ist ba« b.- beutc noch nicht paffiert, eben weil er zu fchwere- Blut hat! Dem nützt alle- Theinweintianken nichts! Ich will auch nicht für unmöglich hatten, batz Hänechen noch einmal tüchtig über bie Sitiänae schlägt, abu der ringt lld) durch, patz

mal auf! 3a a und tverm Ich bem Diarnanten- fritzen den Jungen in die Hand gegeben häu«, dann wär er tobstch« vor bie Hu ide gegangen, so ab« wirb noch alles gut. Der wirb nicht nur bie Fuchsstute mit leichtern Hanbgelenk anpacken, bie ganze Wirtschaft hi«! Unb bann könnt ihr mich getrost auf ben Gottesacker tragen, wenn ich erst weist, bast ich Techt behalten habe unb ein echter Wärhahn auf bem Gute fitzt, benn bem Henner verschreib ich - nicht! Aber das behalt für bich!-

Der Mamsell schlug da- Herz vd solch« Benmtwortlichkeit dis zum Hals« hinauf, aber fi« ertotberte nichts, sonst würbe ihr guter, alter Herr sündhaft grob und ihre Entgegnung trug « mindestens vierzehn Tage mlftmulig mit sich herum . .

Grostvatrr war'-, ber Im Laufe ber Zeit Hau­ben Kopf wieder freier gab. Er hatte stch ja gemacht, nun sollte er selbst erproben, ob er d« nötige Wiberstantzskraft besäst. Bim Ehrgefühl packte Thristoph Wärhahn seinen Enkel.

.Wie Nch Jemanb bettet, so liegt er! Und anfangen ein wenig fdbftänbig zu werben, muht bu auchi Bist du eiimial dein« nicht mehr ganz sch«, so kommst bu schleunigst na) Haus«, 'Dia ersten zwei, drei Male wird dir - wahrscheinlich schwer werden, später g<*bt bir- in Fleisch unb Dlul über Dein Bat« ist and«« Ansichtl Ich will mal sehen, tper recht hat, dein Baler oder ich!"

Bei ben letzten Worten schlug der Oefenomle- rat fernem Enkel auf bie Schillern, nikte ihm za unb fete ihm dann dn mo-'a'lkche- Taschengeld

, von fünfzig Mark aus. Bewähre er stch, werbe es halb mehr ttxrbcn, so gut habe er es in f«lner Iuqend nicht gehabt I