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Montag. \\. Juli 1921

Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vderhefsen)

be­

trug 3050 Mk.

und

(lernt) über Dos schlechtsihendes unelegante«

(Nachdruck verboten.)

3. Fortsetzung.

(Fortsetzung folgt.)

ansprüche gegen die Bereinigten Staaten ver­zichtet haben werden.

Ungarn.

Gegen die Kleingeld-Hamsterei.

Der Umlauf des von zahlreichen Stellen ausgegebenen Notgeldes in Scheinen unter 1 Mark bildet eine Anomalie im deutschen Zahlungswesen und hatte seine Berechtigung nur so lange, als die Münzstätten nicht in der Lage waren, den durch die besonderen Verhältnisse der Kriegs- und Nachkriegszeit hervorgerufenen Kleingeldmangel zu beseitt- gen. Inzwischen ist es durch eine Reihe von Maßnahmen gelungen, die Münzausprägun- gen erheblich zu steigern und Kleingeld in 5- 10- und 50-Pfemtig-Stücken in ver­stärktem Ausmaß dem Verkehre zuzuführen. Gleichwohl wollen die Klagen über Mangel an Kleingeld nicht verstummen, und nach wie vor laufen bei den Landesregierungen An- träge von Kommunen und anderen Stellen auf Genehmigung zur Ausgabe weiteren Not­geldes ein, während das Deftteben doch sein must, nicht nur neue Ausgaben zu vermeiden, sondern das noch umlaufende Notgeld aus-

tzpäter erfuhr Do von Frau Wenk, die einen Augenblick zu ihr kam, daß der Fürst, wie fein verstorbener Detter gichtleidend war, deshalb nicht habe kommen können. Rüdiger aber weile zur Feit in England. Auch die verwitwete Schwiegertochter des Fürsten, Gräfin Magelone, sei nicht gekom­men. weil sie die Aufregungen eines Begräbnisses scheute, das sie an ihren eigenen Verlust zu

wirte schon den Hafer gemäht, um Jfm als^Grüw futter zu verwenden. ? *~=

der Augenheilkunde an der Greifswak de» Universität Prof. Dr. Walther Löhlein. yrt- vatdozent und Oberarzt an der Augenklinik eben­da. ausersehen. Löhlein. ein geborener '-Berliner, widmete sich in Bonn und Gießen dem scheu Studium besonders bei Dossius und Römer. In Giesten bestand Löhlein das Staats- und Doö» toreiamen, war 1906'07 Assistent bei A DossiuS an der Augenklinik in Giesten, kam dann an Die Greifswalder Klinik unter P Römer, erhielt hier 1909 die venia legendi und später daS vrciM* rat Professor. Löhlein veröffentlichte eine Rrih« pathologisch-anatomifcher und bakteriologischer Arbeiten auf dem Gebiet der Augenheilkunde. Ar­beiten über Hornhaut-Transplantation, ferner auf bem Gebiet der Dlaukomsorschuug. deS Trachom»,

Went und Federlein sprachen nur im Flüster­ton. und oben im groben Salon waren die Wände chwarz verhangen, während in der Mitte zwi^ chen Mumen und Kandelabern der unheimlich hohe Katafalk mit der Leiche stand, an dem em rember Mann mit schwarzer Livree Wache hielt.

All diesen Pomp, der seltsam abstach von dem verwahrlosten Haus, hatten die Grafenegger Verwandten aus der nächsten Kreisstadt bestellt, wie sie auch die Zimmer des Verstorbenen gleich am ersten Tag durch einen Notar hatten ver­siegeln lassen. Sie selbst würden erst zum Be­gräbnis kommen, war aus Grafenegg gemeldet worden.

Am Morgen des dritten Tages brachte dann die Dvrsschneiderin das in voller Eile für die Komtesse angefertigte Trauerkleid. Do sah in dem plumpen Machwerk mit ihren verweinten, blassen Gesichtchen fast unkenntlich aus.

Sie hatte es kaum angelegt, als brausten bie Wagen mit ben Rvthersteins aus Grasenegg antamen. Nur Graf Rainer unb seine <jrau, totoie die beiden Komtessen Hertha und Anne­liese, waren gekommen. Außerdem ein Notar mit seinem Schreiber, da nachher gleich die Testa- menteeröffnung stattfinden sollte.

die von ihm zurückgehaltenen Münzen find, läuft obendrein noch die Gefahr des Verlustes des ganzen BettageS durch Diebstahl, Brand und dergleichen und muh auf die Zinsen ver-

>ie Arnsburger Anstatt mit oen

uui 2 übt auf dem Astplast im Freien zu­sammengekommen. Der Ortsgeistliche Murrer Frei' - g von Holzheim leitete die Festversamm­lung. der Posaunenchor von 5)orf-®iH unb ver- . - . « ZT-< - . ___C Ma 'Eaiat Alt F(T> lhr<*

z tt merzen.

Der trotz stärkster Steigerung der Aus­prägungen immer noch in die Erscheinung tretende Mangel an Kleingeld läßt sich nur so erklären, daß die Münzen von einem Teil der Bevölkerung in erheblichem Umfange dem Verkehr entzogen und zurückgehalten werden. Es ist an der Zeit, die völlige Zweck­losigkeit, ja Schädlichkeit eines solchen Ver­fahrens gebührend zu kennzeichnen.

Die Hamsterei dieser Münzen ist zwecklos, da sie einen dem Nennwert auch nur einigermaßen nahe kommenden Mctte- I rialtoert nicht besitzen. Das 5-Pfennig-Stück aus Eisen hat einen Materialwert von etwa Vo Pfennig, die 10-Pfennig-Eisenmünze einen solchen von noch nicht 1 Pfennig, die 10- Pfennig - Zinkmünze einen solchen von 2 Pfennig und das Aluminium-50°Pfennig- Stüc? einen Materialwert von etwas über 4 Pfennig. Eine Möglichkeit, sich etwa durch Einschmelzen der Münzen für den Nennwert bezahlt zu machen, besteht also nicht.

Unterscheiden sich mtthin die Münzen hin­sichtlich ihres Materialwertes nicht wesentlich vom Papiergeld, so auch nicht hinsichtlich ihrer Wertbeständigkeit. Es wäre ebenso verfehlt, die Münze etwa deswegen zurückzuhalten und zu Hause airfzustapeln. weil man Wertver­änderungen des Papiergeldes befürchtet, von denen das Metallgeld verschont bliebe. Daß eine Abstempelung des Papiergeldes nicht beabsichttgt ist, ist von der Reichsregierung wiederholt und kategorisch erklärt worden.

DaS Hamstern von Kleingeld in Münzen ist aber nicht nur völlig zwecklos, es schädigt auch den Einzelnen, ©r hat die Mühe der Aufbewahrung, die um so größer ist, je Neiner

der Hygiene des Auges ufw.

fb. S ran tfurt a M. 10. Zull. AIS Rektor der Universität für das Rektoratsjahr 1921 *22

Landwirtschaft

Die Ernte.

Die amerikanische Friedens- entschlietzung.

Hr. 159 Zweiter Blatt

Unb bie rounberfd)öne junge Dame mit bem schwarzen Haar, bereu Augen wie Sterne fun­keln, ist auch eine Tochter des Fürsten Ubalb? fragte Do neugierig.

,3a, deine Kusine Anneliese. Die andere, mit den hohen Schultern ist Komtesse Hertha."

»Aber Anneliese sieht so jung aus! Sie kann kaum viel älter sein als ich . .

OBirb sie auch nicht. Der Fürst ist fast zwanzig Zahre jünger als bein Großvater war. Seine erste Ehe büeb kinderlos. Alle Kinder stammen aus der zweiten, erst in reifen Zähren geschlafenen Uebrigens werden die Herrschaften wohl erwarten, batz du sie begrüben gehst, Do. Du bist doch jetzt die Herrin hier aus Monrepos ich wüßte wenigstens nicht, wer es sonst fein sollte."

.Haben sie nach mir gefragt <

»Nein, aber ..."

3n diesem Augenblick steckte einer der aus Grafenegg mitgekommenen Lakaien den Kops zur Tür herein. ,

Erlaucht der Herr Graf lassen die Kom­tesse "bitten, sich hinauf zu den Herrschaften zu be­geben " sagte er und verschwand wieder

Do sah Frau Went hilflos an. Diese ver» suchte zu lächeln: »Habe doch keine Angst, Herz­blatt! Sie können dir doch nichts tun: Gehe

Kunst und Wissenschaft.

- Ein neue« Wert von Fritz b. Un­ruh. Dem Hessischen Landest Heater in Darmstadt hat Fritz von Unruh für den ersten Teil der

- - - i Uraufführung seines Dramas

übergeben, bas er bereits nach dem Louis Ferbinand" niebergeschrieben, und da«

Do warf sich ihr atemlos an bie Brust und wollte gerade das eben Erlebte erzählen, als die alte Frau bewegt sagte:Erschrick nicht, meine liebe Do deinem Grobvater ist ein Unglück zu- gestoßen.' Als Federlein ihn vorhin ins Haus zurückgeleiten wollte, fand er ihn regungslos am Erdboden neben der Bant, liegen . .

Do starrte sie erschrocken an.

,.3ft . . . ist er . . . tot?" fragte sie leise

,3a. mein Kind. Er war schon kalt und steif, als wir ihn ins Haus binemtrugen. Der Schlag, der seinem Leben ein Ende bereitete, mutz ihn schon vor Stunden getroffen haben."

Do sah verwirrt auf die alte Schloyuhr über dem Portal.Vor drei stunden, als ich fort» ging, lebte er noch . . . murmelte sie verstört. Dann begann sie leise zu weinen und folgte der alten Frau auf den Zehenspitzen ins Haus.

Hschschuinachrichten.

Der Greifswalder ophthalrno- l o g i s ch e L e h r st u h l. Wie wir hören ist- sum Nachfolger Pros. Paul Römers auf dem Lehrstuhl

Uraufführung des dritten Teils der Trilogie Ein Geschlecht", der ben Titel »Dietrich führen

Die Nothersteins.

Roman von Erich Eben st ein. Copyright 1919 by Greiner Ä Eomp., Derlin W 30.

Washington, 9. Juli. (Wolff.) Die vom , _ at und Repräsentantenhaus gefaßte Ent- schiießung vom 1. 3uli betr. die Herstellung ' des Friedens mit Deutschland und O e st e r r e i cb, die am 2. Juli vom Präsiden­ten Harding genehmigt wurde, lautet in ihren wesentlichen Teilen:

Gemeinsame Entschließung, durch die der Kriegszustand zwischen der kaiserlich^ deut­schen Regierung und den Vereinigten Staaten f von Amerika und zwischen der kaiserlichen und »königlichen österreichisch-ungarischen Regie- '/rUng und den Vereinigten Staaten von Ame- | rika beendet wird:

1. daß der K r i e g S z u st a n d , der zwi­schen der kaiserlich deutschen Regierung und den Vereinigten Staaten durch die am 6. April 1917 bestätigte gemeinsame Entschließung des Kongresses als bestehend erklärt wurde, für beendet erklärt wird,

2. daß mit dieser Erklärung und als Teil von ihr ausdrücklich Vorbehalten wer­den, für die Vereinigten Staaten von Ame­rika und ihre Staatsangehörigen alle und jede Rechte, Privilegien, Entschädigungen, Ersatz­forderungen oder Gewinne, zugleich mit dem Recht ihrer zwangsweisen Beitteibung, wo­rauf die Union oder ihre Angehörigen An­spruch erhielten, auf Grund des am 11. No­vember 1918 unterzeichneten Waffenstillstan- > des oder auf Grund irgend einer Ausdehnung oder Abänderung desselben oder die erworben wurden oder sich im Besitz her Vereinigten Staaten von Amerika befinden, traft ihrer Teilnahme am Kriege oder worauf ihre Staatsangehörigen seitdem rechtmäßigen An­spruch erwarben oder die nach dem Vertrage von Versailles zu Gunsten der Staaten oder deren Angehörigen festgesetzt wurden oder worauf die Staaten Anspruch haben als eine der alliierten und assoziierten Hauptmächte oder worauf sie Anspruch haben Traft irgend einer Entschließung oder von Entschließungen des Kongresses oder auf anderem Wege.

Punkt 3 und 4 besagen bezüglich Oester­reich-Ungarn dasselbe wie Punkt 1 und 2 be­züglich Deutschland.

Q Aus der nördlichen Wette rau. 10 Juli. Die Heuernte ist nun allenthalben beendet, sie lieferte kaum mittlere Erträge Für einen guten Grummetansah war schon längst em gründlicher Regen notwendig gewesen. So deu­ten alle Anzeichen darauf hin, daß die zur Zeit . $-, ~ -bi schon herrschende Futternot noch schlimmere For° .

men annehmen wird. Vielerorts haben Land- I» .-

wirte schon den Hafer gmnäht, um ihn als Grün- - '^bgüttige Fällung erhalten hat. Der futter zu verwenden. Zu den grobten Sorgen J > Ferdinand" selbst, der wegen einer Kon- gibt die anhaltende Dürre aber bei der Kar- :rattbrud)3I[age des Frankfurter Schauspielhauses toffclberforgung Veranlassung. Die pruh- Schauspieler Heinrich George kurz nach

lartoffelernte kann letzt schon als eme Uraufführung abgelebt werden mutzte, eroff-

Mitzernte bezeichnet werden. Denn die Früh- tfi neuer Besetzung die Schaulpiellallon de«

kartoffeln, mit deren Ernte man sonst um diese Darmstädter Theaters. Für die zweite Hälfte der Zeit schon bald beginnt, haben zum Teil recht 0 . , -t u t bet Dichter Intendant Hartung die ....ko,- hiö «nnnon sind bei dem y X.. a 'S-rilnnio (Äi*

nur. Es mutz sein!"

Beklommen stieg Do die Treppe binan. Oben ftanb Federlein und öffnete ihr feierlich bie Tur au ihres Großvaters Arbeitszimmer, das lie bei leinen Lebzeiten |o selten hatte betreten dürfen

Aller Augen wandten sich ihr beim Eintritt yemwn auayeieg neugierig zu. Lim Annelleles schonm Mund zuckte ^^m Wort gedacht, ein leises Spvttlächeln. wahrend ihr Blick mu-1

6. Keine der hier mitgeteilten Bestimmun­gen darf als Aufhebung, Abänderung oder Verbesserung der Bestimmungen der gemein­samen Resolution vom 3. März bettachtet wer­den, lautend: daß gewisse Kongreßakte, ge­meinsame Schritte und Proklamationen be­schlossen werden sollen, wie wenn der Krieg beendet wäre, die gegenwärttge außerordent­liche Lage aufgehört hätte oder der Bestim­mungen über die Pahkonttolle, enthalten in der Akte vom 2. März 1921, betitelt:Bestim­mungen für den diplomatischen und konsulari­schen Dienst in dem mit dem 30. Juni 1922 ab­schließenden Steuerjahre", noch darf eine der hier mitgetellten Bestimmungen als Aufhe­bung des militärischen Verhältnisses einer Person aufgelegt werden, die sich jetzt auf der Fahnenflucht vor dem militärischen oder Slot» tendienste der Vereinigten Staaten befindet, noch als Beendigung der Möglichkeit gericht­licher Verfolgung und Bestrafung, wie sie durch das Selective Service-Gesetz vom 18. Mai 1917 vorgesehen ist für solche Perso­nen, die es unterließen, den Bestimmungen des angeführten Gesetzes oder dazu gehöriger Ab­änderungen entsprechend sich zu verhalten.

Anmerkung: Die Bestimmungen der Punkte 5 und 6 gelten auch für sOesterreich und

Städtische M i l chVe r s org u n g landwirtschaftliche Brenne­reien nennt sich bie neueste ^Broschüre bes Reformbundes der Gutshöfe Bad-Rau heim, ein kleines Heftchen von knappen 16 Seiten ilmfang unb boch sehr interessanten, belehrenben Inhalts. Die Urbibel der Ario-Germa- n e n. Herausgegeben und mit Erläuterungen, einem Nachwort und einer sprachvergleichenben Sbrfle »ÄfeSen v°n L. Merl, 220 Seiten Grnholtav mit 19 Silbern, 1 Salfumlebon bem Urtext unb 1 Kurte. Gebunden N MI. Mag Otto Dreyer Berlin W 57, Kurfurstenstraße 19.

Am liebsten hätte Do kehrt gemacht unb wäre wieder bavongelaufen. Ader die Gräfin Karola trat bereits auf sie zu und reichte ihr mit kühler Freundlichkeit bie Hand.

,Aun, ba bist bu ja, Dorothea. Es tut mir leib" batz wir bich in beinern Schmerz stören müssen aber ba wir gleich nach bem Begräbnis abreilen wollen, und du boch bei der Testaments- eröffnung, die jetzt stattfinden soll, dabei jem mutzt konnte ich es dir leider nicht ersparen/

Sie machte Do mit den Kusinen bekannt, bie ihr stumm die Hand reichten, unb wies ihr zwi­schen biesen einen Platz an. Dann toanbte sie sich an ben Notar, unb bat ihn, das Testament zu eröffnen. Do hörte in ihrer Verwirrung kaum etwas von bem, was bet Notar nun vorlas

Nur einzelne Sähe blieben ihr im Gebücht« nis. So, batz Monrepos nun zwar ihr gehörte, aber Rübiger von Rotherstein al8 ihr Vormund darüber zu bestimmen habe, ob es verkauft wer­den solle oder nicht. Was^ sie selber anbetrafe, so sei man in Grafenegg über die üntentwnen des Erblassers genau informiert und werde dem­gemäß Verfügungen treffen

Sollte meine Enkelin den Schleier nehmen und "in ein Kloster eintreten oder aber sich m irgend einer Weise der Fürsorge bet Verwandten unwürdig erweisen," hietz es zum Schlutz, »sv fällt Monrepos mit den dazu gehörigen gegen­wärtig verpachteten Gründen am Bichelberg an die Hauptlinie der Rvthersteins zuruck

Für Federlein war eine kleine lebensläng­liche Pension auSgesetzt. Frau Wenks wurde nut

5. Alles Eigentum der kaiserlich deutschenRegierung oder ihr eZ N a cb- folgerS oder ihrer Nachfolger und aller deutschen Staatsangehörigen, das am 6. April 1917 oder nachher im Besitze und «un­ter Kontrolle der Vereinigten Staaten war, oder das den Gegenstand einer Forderung der Vereinigten Staaten oder eines ihrer Beam­ten oder Vertreter oder irgend einer Vertte- tung bilden soll, soll durch sdaS Schatzamt der Vereinigten Staaten zurückbehalten werden. Keine Verfügung soll darüber igettof- fen werden, ausgenommen soweit vorher oder nachher eine gesetzliche Vorschrift darüber be­stimmt hätte bis zu dem Zeitpunkt, wo die kai­serliche deutsche Regierung oder ihr Nachfol­ger zureichende Vorsorge für die Befriedigung i aller Ansprüche gegen die genannten Regie- j rangen oder . . . Gier folgt im Telegramm eine unverständliche, weil verstümmelte Stellet | Verluste, Schaden oder Nachteile für ihre Per­son oder ihr Eigentum, direkt oder indirekt, sei es als Eigner von Antellen än deutschen, öster­reichisch-ungarischen, amerikanischen oder an­deren Körperschaften oder infolge Feindselig­keiten oder irgendwelcher KriegShandlungcn oder auf andere Weise erlitten. Ebenso ist allen Personen, die Angehörige der Vereinig­ten Staaten sind, das Rechtdermei st be­günstigten Nationen zu gewähren, gleichgülttg, ob es sich um staatsbürgerliche Rechte oder Angelegenheiten bezüglich Auf­enthalt Geschäft, Beruf, Handel, Schiffahrt oder industrielle Eigentumsrechte handelt und bis die kaiserlich deutsche Regierung oder ihr Nachfolger alle von den Vereinigten Staa­ten während des Krieges ausgesprochenen Geldsttafen, Verfallserklärungen und sonstige ©trafen und Beschlagnahmungen anerkannt haben werden, sei cd bezüglich des Eigentums der kaiserlich deutschen Regierung oder deut­scher Staatsangehöriger, und auf alle Geld-

aut angeseht, aber bie Knollen finb bei bem Nlangel an Feuchtigkeit vollkommen unent­wickelt geblieben. An ben S p ä t k a r t o f f e l n könnte ein baldiger durchweichender Regen noch vieles gut machen. Auch die G e m ü f e v e r - sorgungistin Frage gestellt wenn der Wetter- aott nicht bald ein Einsehen hat. Alebera t hort man Klagen über derzeitigen Gemüsemangel. Auch das Obst, bas an sich in diesem Zahre schon nickt fo reichlich vorhanden, leidet sehr unter der Trockenheit Es fällt schon stark ab. Mit dem Schnitt der Frühgerste und des Korns ist in einigen Gemarkungen schon begonnen worden.

Grohpapa tot! Der Gedanke verdrängte alles andere in ihr. Sie hatte ihn ja mehr gefürchtet als geliebt, und er hätte es wohl auch nicht anders gewünscht. Denn nie durfte sie ungefragt mit ihm sprechen, nie länger als nötig in feiner Nähe weilen, nie kümmerte er sich um ihr Wohl unb Wehe. Unb boch er war ihr Grohvater, der einzige auf Erben, ber ihr nahe ftanb, unb fein Tod machte sie nun ganz verwaist . . .

Wie im Traum vergingen Do die nächsten -

Sage. Fremde Leute kamen ins Haus, Frau I schmerzlich erinnert hatte.

zichten.

Größer und einschneidender als die Nach­teile für den Einzelnen sind die aus der Hamsterei der kleinen Münzen sich für die Gesamtheit ergebenden Schädigungen. DieBe- bcutung des Geldes beruht auf seiner zirlu- latvrischen Verwendbarkeit. Nur insoweit als das Geld umläuft, erfüllt eS seinen Zweck. Diese Regel trifft nament­lich für die kleinen Münzen zu. Sie gehören in den Verkehr. 3n dem Augenblick, in welchem sie zurückgehalten werden, werden sie

Um 10 000 Maik jurädjubaUen. gXren 1399 imd) Srün'futt a. M al!

5°Pfennig°Slücke, 100 000 10-Pfennig°ntuck^ d^s Instituts für experimentelle The-

oder 20 000 5O°Pfennig-Stücke notwendig. Die unb wurde 1901 zum Proselsor ernannt, volkswirtschaftlichen Werte, die auf diese Seit 1909 ist er Direktor des städtischen bbgieni- Weise brachlieqen, sind nicht gering; denn die s<h«»n Instituts. Seine wissenschaftl'cken Arbeiten fertige Münze kostet nicht nur den geringen behandeln bas Gebiet der Hygiene, Vakterwlogte Materialwert, sondern erfordert auch ArbeitS- und der Jmmunitätslehre. löhne für das Walzen und Stanzen der Plätt- ----

chen und für die Prägung. (5crld)tsfaal.

Zudem die kleinen Münzen ihrer etgent- x Aanau 9. Zull. Dom Schwurgericht lichen Bestimmung entzogen werden wird $anau jst tm März bs. Zs ber frühere ©<hul- ferner die Regierung veranlaßt, zur Behebung amtskanbibat Wolf aus Soden bei Schlüchtern der durch das sinnlose Hamstern künstlich er- wegen Ermordung des Mechanikers und 5a- zeugten Kleingeldnot die Münzpresse immer brifanten Ludwig Schwarz aus RusstlSheim a. [tarier arbeiten zu lassen und eine Aeberfülle M. zum ^ode verurteilt woideiu Degen das ?jse säsä den Verkehr in unnötiger Weise belästigen P« D er ' ________

und den ohnehin überlasteten Organen der

Zahlungsvermittlung eine Fülle unproduktiver Kirche UNS Schule.

ÄS5 WÄtSW I ti-ti; 'S

rung doppelt zu verurteilen. 2000 Missionssreunde zu Fuß unb Wagen, die

Die Zwecklosigkeit deS Hamsterns von Fürstlichen und Gräflichen Herrschaften von Lich Kleingeld und die Schädlichkeit sowohl für Unb Arnsburg, bie in Arnsburg in ber ©ommet- ben Einzelnen wie für die Gesamtheit steht frische weilenden Bibelkränzler mit lliegend«i re teaMÄäSB

Reich befindet, keine Werte verschwendet wer­den. Zeder sollte an seinem Teil dazu bei- yv,uul_.^.------------

tragen, daß sich die Aeberzeugung von der fcbi^cne ©^re verschönten die Feier durch ihre Sinnlosigkeit der Kleingeldhamsterei allgemein Dorträge. Zuerst hielt Pfarrer H 111 von DalS- durchsetzt, und dahin wirken, daß jeder Emp- heim in Rheinhessen die Festpredigt. Dann sprach fänger von Kleingeld nur den notwendigsten Missionar W elf ch von em geborener

Bedarf bei sich trägt, keine Münze zu Hause Hohensolmser- ub-r die Lage

aufspeichert unb UeberschÜsse alsbald wieder J tz'uler au laten, ivrad)

dem Derlehr. der Post, der Reichsbank V m ü t (»on Ebsdorf Über die liestie

einem anderen Geldinstitut zuführt, I mDt unserer Zeit. Nachdem Missionar Welsch

--------- noch ergreifende Bilder von Not unb Sieg der Missionsarbeit dargeboten hatte, sprach der Ortspfarrer das Schluhgebet. Die Kollekte be­

wirb, zugesagt.

Bücherlisch-