Nr. <33
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poftscheittanta:
Sreohurt a. M. 11686.
m. Jahrgang
8rettag, 10. Juni 1921
GietzeimAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Vie Erneuerung des englisch- japanischen Bündnisses.
Bier HBodxm sind vergang-n, feit der japanische rfrronfofncr, Prinz Lirohito, an Bord seines <5rf>l<i(6lf(fxffcd „Statori" unter dem Salut der dntisch-otlantisch'.m Flotte auf der R^ede von Spit- hsad einaetrossen ist. Die ertgHNbf Presse hat aus Anlaß 'dieses Ereignisses, das in der englischen Oeftentlichfeit eine sehr verschiedenartige .\Thmincn- rievung erfuhr, barxtnT dm gewiesen, daß cS sich nach v<xtxni5 eigner Ver'icherimg bei dem Besuch des Kronprinzen um keine Tatwcl>e von ii^pnrdwelckrer politischen Bedeutung hindlc. daß vielmehr Prinz Hivohito »eitle Eurovareise nur zu dem Zwecke an- getreten habe, die Welt f erbten zu lernen und durch daS Studium anderer Völker sich aut seinen Herr- scherberus oorzubereiten. Trotz dieser von japanischer Seite abi77gebenen Erklärungen über den Biwrf der Reise muß es aber doch mehr als bloßer Zufall erscheinen, daß diese ausgerechnet zu einem Zeitpunkt erfolgt ist. wo die (hmrummg des eng- isch-japanischen Bündnisses unmittel- Vrr vor der Türe steht. Denn die Reise bedeutete für Japan den Bruch mit einer mehr als tausend- 'ährigen Tradition, noch der weder der Kaiser noch der Thronfolger ihr Land je verlassen dürfen Wenn man nun trotz schwerwiegender Bedenken sich ent- smloß mit uralten Ucb rlieserungeit zu brechen, so wird die japanisclie Regi-rung doch »vohs b.'fonoere Ziele damit v.rsolgt ha Ern
Tic Reise des Shrinp i »zen mochte so unpolitisch fd t, wie sie wollte: das eme wußte man in Tokio genau, daß die Reise der englisstvn Regierung und der englickn» Presse Veranlasiirng geben würde, sich zu her Frage der Erneuerung des cnglisck>japan»sckien Bündrists zu äußer:» Zn Towningstrecl ist man n r die Katze um den heißen Brei um die Angelegenheit herumgegangen. Man hat sich 'hi • ter die An-ede DTfrfariLU. ^aß erst die Premienni iter der Tominjen, he in» Vttuic d e es Mvnats in London zu'ammentret n, zu b.-r Frage Stellung mchmen müßten llnb die englische Presse l»at, den Spuren ihrer Regrerung folgend, zwar in den Spalten ihrer Blätter tv bn 'Besuchen rtvmhfr SSfir^cr tr b Prinzen üb'ichen Söf ttp keltSslv'Skeln gibrackt, die Erneuerung des Bund- '»tsses mit Japan aber in ihrem Kernpunkt nicht aerüfrrt
Der Grund für diese Zurückhaltung lügt klar auf der Hand. Im Laute der letztenMonate 'mb znnsch'n London intb Wahington die Fäden iu emer anglo-amerikanischen Verra n d i g u n g immer enger geknüpft nrorben. Die nsh-rig'ii Spannungen und Reibungen, die einige kühne Phantasten schon in einem kriegerischen K'on- 'litt zwisch'n den beiden Staatzm enden sahn, ind beseitigt. Auch in den Streben, die bisher wm Pessimismus neigten. Itzil man sich seit der Aussprach' zwischn» Llopd »George und dem ameri- fanifdrn Botsckxu'ter Harlvey wesentlich beruhigt. Die ganze Entwicklung der weltpolitischen Lage drängt frute geradezu danach, daß »'ich aus der Fülle von kleiirnn und großen Gutenten, wie sie ?ctzt ans der Welt b-e Rehen. schließlich die welt- bcherrschntde ..enteilte cordiale" Englaitd--Amerika erauskristallisiert. In London ist man sich darüber klar, daß dieser Pakt auf .Tosten Japans »eben muß. So mehren »'ich jetzt in enalifchen diplomatischen Streifen die Stimmen, die sich dafür ünsetzen. der Vertrag solle nicht erneuert werden, «alls man Amerika durch seine Fas'unq nicht überzeugen sann, daß feine Interessen durch die Gr- 'c-uenmg nicht g.'säbrdet »ind. In diesem Sinne haben sich auch der Premierminister der sudafrika- uifrfm Union General Smuts, sowie der australische Premierminister Mr. Hughes ausgesprochen.
Japan wi b bet Erneuerung de? Vertrages nit Eng'and den geänderten politisch n Verhältnissen wohl oder übel Rechnung tragen müssen, -ueiin es mcht riolieren will, da»; England **a einem neuen Bündnisvertrag »iw überhaupt nickt mehr herbei äßt Die Freundschaft Amerikas ist 'eure England bedeutend mehr meit. Das ist für Toeio eine änsterzliche Erkeniinns Mit den Vor- iieftolhnt, di? die Premie Minister der engliidxn Dominien »vegtn der ialxmifdxn Gmnxniberiing x>r$ubn tgen gedenken, wird 'ick die Regierung xm Ton? üb rinde,» »missen Es ist ielbstverständ- ich, daß cö ber engti dien Div/omatic daran liegt, womöglich eine Erneuerung d.s Vertrages in so abgeänbeiter Ivrm berh.tsufui ren, daß auck Ame- ifa mit ihm einverstanden sein kam». 'Jlber ob die'e Form, die ohne Frage von lapanischer Seite weilgebcnkX! Zugeständni'se ertorbern wird, gesunde:» werden fann, bleibt »»ehr als zweifelhaft Damit »ind gleichzeitig bi? Schwierig räten refenn- zeichuet. die der Erneuer ng des englii'chiapa-- nii'chen Bündnisses auf beiden Seiten entgegen» stehen.
Die Lage in (PberfdileficiL
-Oppeln, 9. Ium Wolff. Amtlich wird gemeldet ■ Der Kreis Rosenberg wurde von oolnischm Banden geräumt. D»e Lrt'^ftcn Eo>el.- witz. Skronskau. Eostrtlitz. Schönwald. Bi'chdor». Orvsckwu und Iastrzigowitz sind frei du.; Irnur genten. Bei Zcmbowitz wurden durch volni'cke Angriffe gci'iern Kämpfe h-rvorgerufen. die auch heute noch andauern Sima!» ?•» hol. Rmdon und Pruslau wurde:-, durchpclni cheArlii.erre be d'O -en Im Kreise Ralibor wurde Niedane von pol- nischer Artillerie beschossen. Ein von Luckasieno vorstoßender polnischer Pan-errua tonnte außer Gefeckt gesetzt werden.
Kämpfe uu; owiy.
Dattowitz, 9. Ju.u Wolff.) Tie letzie Nacht gehört ru den s d) wersten, d i e Kartowitz seit dem Ausbruch .des Auf
standes erlebte. Nach der Nikolaistraße wurden nachts aus dem Belagerungsviertes etwa 3000 Schuß aus Gewehren, sowie Maschinengewehren abgegeben. Unter Maschincnge- wehrfeuer lagen auch die Holteystraße, die Emmastraße und die Heiruest-raße. Die an- gerichteten Schaden sind beträchtlich. Man erwartet, daß die Engländer heute oder morgen in Katdowitz eintreffen. Heimkehrer von der Jnsurgentenfrvnt bestätigen, daß Ka n drzi n den Polen verloren ging und daß der Coseler Hafen, Ujest und Slawen tziz durch den oberschlesisck>en Selbstschutz iüieber aenommen worden sind. Die Kämpfe ivaren sehr erbittert. Die polnisch-^>berschlesischen Oraanisationen erlitten schwere Verluste. Verschiedene Kompagnien wurden zu Zweidrittel bis Dreiviertei aufgerieben.
Ratibor, 9. Ium. (WB.) Wie der italienische Kreis ko ntrolleur, Mvwr Inorra, mitte 1t, Hal CbrrfUnitnxnit Mii'io. her Kommandeur der ibiltrni lVi Trup eii Ratibo S, den Insurgenten durch Parlamentäre mitget’ift, daß falls die Stadt Rat'bor w iterhin von polnischer Artilleri" beschossen werde, die italienische Artillerie die polmschen Stellungen in Hohenbirken, Lubom, Stryn und anderen Orten vor Ratibor ebenfalls unter Feuer nehme. Tie Insurgenten gaben darmn das Verbrechen, Ra- tikor nicht mchr mit Artillerie »u beschießen.
Eiitschuldignngsbefuch bei Briand.
Paris, 9. Juni. (Wolff.) Der deutsche Botschafter besuchte heute vormittag den Mimsterprä identen Brtand, dem er das Beda u e r n seiner Regierung über den Zwischenfall aussprach, dessen Opfer am vergangenen Dienstag eine franzSsischc Patrouille in Oberschlesien mürbe.
Paris, 9. Juni 'Wolfs.) Wie LavaS meldet, erklärte im Verlaufe der Unterredung mit Driand der deutsche Botschafter, daß nach den gestrigen Nachrichten auS Berlin es sich um ein Dersehen der Soldaten des Generals lööfer handele, die die französischen Soldaten für polnische angesehen hatten. Der Ministerpräsident machte dem Botschafter energifche Vorhaltungen und erinnerte ihn daran, daß die Wiederherstellung der Gewalt der inter- alliierten Kommission mit dem Llbmarsch der deutschen Formationen zu^arnmensallen müsse.
Paris. 9. Juni. Havas meldet, daß die franzS'ische Regierung sich wahrschinlich nicht mit dem Ausdruck des Tadels begnügen roerbe, den B r iand hmd? vormittag dem deutschen Botschafter gegenüber zum Ausdruck Krachs als dieser wegen oes Zwick-ensickls in Gnoß-Ltreh'itz dies Entt'chuldiguug der deutschen Regierung übermittelte. Der französisch? Botschafter in Berlin wird nmhrsck-eiulich b.i der Reichsregierung Pvst>?st erheben.
(Sine Anfrage im englifchen Unterbau».
London, 9. Juni (WB.) Im Unterhause fragte Oberst Wedgewood. ob irgend- welclie Vorb-r-itungen für eine Konferenz, die über das Schicksal Lberfchlesieirs Beschluß sausen soll, getroffen xvtxn seien, und ob brittsche Truppen gebraucht würden, um die deutschen Insurgenten zu- rück-utteib.rn, während französische Truppen ihre frühere Rolle in CfrrfdMeficn imter Kontrolle der polnischen Insurgenten tontnr ührten. Chamber- tarn cnvi'X-rtv, bic engli che Regierung sei bereit für eine baldige Konferenz. Es seien jedoch noch keinerlei Vorkehrungen getroffen worden, da ander? Teilnehmer an ber Konferenz noch nicht dafür bereit feien B ittsche Truppen in Oberschlesten wirkten mit den übrigen alliierten Truppen bei der Dieberh-rstellung der Ocknung zusammen.Zwischen den britischen Truppen und dem deutschen Selbstschutz fei es zu keinerlei Konflikt gekommen. Die für die Unterdrückung der volniscl»en 2lufsiändifchen durch bic alliierten Truvvcn notwendigen Maßnahme»» würden augenblicklich erwogen.
Stkinkohlenmangkl.
B e r l i n, 9. Juni. (Wolff.) Die durch uni'ece Ententelieserungen, den Fortfall der Ueberschickten im Ruhrbezirk uns insbesondere dtrrch das Ausbleiben aller Sendungen aus Oberschlesien immer schwieriger werdende Steinkohlen- läge zwang den Reickskvblenkommisfar, das den Düttenzechen zustrhende Brennstofskontin- genkwnlOProz. herabzusetzen. Mlein durch den Ausfall der 5enbungen aus Ober- sckles»en wird die übliche, dem deutschen Markt zur Verfügung stel^nde Kohlenmenge um arbeitstäglich 45 000—50000 Tonnen gekürzt.
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Die polnische Mart.
Berlin. 9. Juni. (Prio.-Tel Sw die ..Vofsische Ztg " aus Wanckau meldet, wurden deute an der Börse im Privatverlchr _für die Reick-smark bis über 20 Polermark. für Franken 110 Polermark imb für den Dollar 1300 Polen- mark cezahlt Die po l n i s che Regierung nnrb demttächst nickt mehr kleinere Kalfen- scheine drucken können, da sich die Druckkosten Höher als der RennweN stellen würden
TcntfchlandS Reparatioaszahluugen.
Paris. 8. Juni. (Wolsf.) Nach einer ÄavaS- Meldung aus Nawork beträgt die gestern von D e u t»' ch l a n d an die Fedrral Reserve Dank geleistete Zahlung, die der Banoue de France und der Ba»»k o» Englattd für Rerarationen mrtzuschrci- bm »st. ungr'äbr 14^3 Millionen Dol lars. Gin AngestÄlter ber Bank bade »edoch erklärt, daß dieser Betrag *u hoch ^ichetzt fä.
Eine Rede Churchill».
Manchester, 8. Juni. ^Wvlff.) Churchill sagte weiter in seiner Rede: ES sei eine völlig verständliche ©orpe, wenn die französische Politik in Schlesien und anderwärts m Bahnen geführt werde, die ,;u einigen MeinungStwrschiedenheiten Livischen uns und dem ritterlichen, hervisckrcn, treuen Volke Frankreichs geführt haben. Wir müssen ihren Standpunkt verstehet» lernen, weil lief im Herzett Deutschland-, sicherlich in seinen Universitäten und in jenen inächtigen Kväften, die durch den Krieg entthront wurden, Ideen lauerten, die dem Frieden Europa- gefährlich sind. Wenn wir uns der vollen Früchte des Siege-s, den Eitgland und Frankreich gemeinsam errungen haben, fidiern wollen, so müssen wir Vereinbarungen treffen, die die Zusammenarbeit nicht nur von Frankreich uttb England allein, sondern vielmehr von Frankreich, England und Deutschland gemeinsam zum Zwecke bet Wiederausbauarbeit sichern werden. Lassen Sie e5 die Aufgabe Großbritanniens sein, das sich nicht den deutsck-en Gefahren ge- genüversieht, wie Fratrkreich, und nicksts von dem Groll empfindet, der in DeutschlandtS Herzen lauert, treu gegenüber Frankreick zu sein und nicht ungerecht gegenüber Deutsch land. Lassen Sie es unsere Aufgabe sein, uns zu bemühen, die Erbitterung zwischen dem französischen unb deutschen Volk zu mildern und Frankreich jenes Gefühl der Sicherheit zu geben, das ihm zur Ruhe verhilft und Deutschland das Gefühl nad) dem Grundsatz des fair play behandelt zu werden, wodurch es ihm ermöglicht wird, die ungestümen Gewalten zu beheichschen, die noch in seinem Innern lauern. Halten wir diese Richtung in den vor und liegenden Jahren stetig. gebulbig und freimütig mit Mut, Ehrlichkeit und Ueberzeuaung bei. Lassen Sie es Gvoßbritanniens Aufgabe fein, Die gefährlichen Leidenfchaften zu besänfttgen, die noch reichlich in Europa vorhanden sind, um so die Welt auf der Grundlage des Sieges zu festigen, den unsere Jungens erfochten haben.
Die amerifanifdicn Truppen tm Rheinland.
Paris, 9. Inn» IZBSj Nack einer Meldung der, 3tut al be3 T>'b ts ' aus Wa brngtra tat der Senat bei der Debatte über den Ge ci.cn trouri zur Reorganijation des Heeres einen Antrag a b g c - l ebn t, demzufolge die a mer i Fant i'then Truppen im RHetnland innerhalb Dreier Monate zurückgezogen werden foLtr.i.
China und das Saargebiet!
Paris, 9. Jmn. (WB.- Sit der „Demos" mifielt, wird be nächste Sitzung des DöTerbuuv- rats am 17. Juni tn Gen» eröffnet nvrbcn ?tus ber Tagesordnung, bic außerordentlich umfangreich ist, iei-'n folgende Punttc hervorgehobeu: die beut scheu Proteste gegen die Anwe'en- heit franzö'fscher Truppen und die ?lnnmbung Der franzö ischen Mi.it arge-etzgebung im Sa arge b i e t gegen He Aus chreittmurn von Einwohnern im Saargeder unb gegen bv GebaltS-cklunq in frcmzö.ischern Gelbe für gern e Beamte. Ucber biete Frage soll der chinesische Telegierte berichten. Ter lapani'ckc. Telegierte wird über die Angelegenheiten des Rei f>»tare5 Tanzig, dessen Verfassung, den Tanwger Wastenhandel, die Verteidigung des Fvci'raates uw bm.-itm.
Die «rieg-beschuldigtenprozefse im englifchen Unterhaus.
London, 9. Juni. iWTB) Heute nath- mittag wurde der Generalanwr.!t Sir Ernest Pollock t»n mebre e\ Untetbausmüglubem über die in Leipzig slattgesundnen Pwz »se gegen die deutschen iegSbcfdnrlbigten befragt Sir Ernei't Pol
lock erklärte, er habe an mehreren Verbandlungen teügenonnnen. Tic gefällten Urteile härten unter ter deutschen Mi üärpartei große Niedergeschlagenbeil hervvrgerufen, da »ie es nicht als eine leichte Sackr derrachtete, roenn einer aus ihrer Mitte wie ein Dieb zu 10 Monaten Gefängnis verurrcilt werde. Auf Befragen Bottoml os, ob im Ein blick auf Die Unzulänglichkeit dr bisher gefällten Urteile io fort Sckr.itte getan würden, um bie übrigen Prozesse in Lonbon fiaitfinben zu lasten, erwiderte Sir Ernest Pollock, baß er einen vorläufigen Berick» über bie Verhandlungen, an denen er ta'geiwmmen habe^gemachk habe. Bevor jedoch bic augenblickliche Serie von Prozessen vor dem Lerp^iger Reichsgericht abge'ckSossen sei, ©nne nock Tein Be'chluß der 9ä.'iicrten mit Bezug aus die Beriah'en in anderen Fällen gefaßt werden Auf bi? Anfrage, welch- Schritte unternommen werden würden, um diejenigen Per'onen zur Verantworttrng zu ziehm. He den «irr fenfung Don D o spi t alscki f fcn naben, erwiderte ber Generalanwalt, soviel er wisse, sollte bie Frage, roddje Schritte unternommen werven »Uten, von den Miicrten erwogen werden
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Tie französifch-englifchen Bündniepläne.
London, 9. Juni. (Solff.) Chamberlain teilte im Unterhause mit. daß über die Frage einer en g l i sch - f ra n ; ösi s cke n Allianz ohne Amerika, nicht beraten werden könne. Auch wurde in einer solchen Frage das Parlament gehört werden..
Frankreichs Hypothek auf Rußland.
Paris, 9. Juni. (Wolff) Der „Malin' berichtet, daß die englische flmtvoi auf die französische P r v i e st n o t e. bi« ben enalisch-bolschewisttschc.» Bei l r a a betrifft, in Paris cingctroffcn ist England würde sich weigern, der fra» zösifcku'n Hypothek auf Rußland Re amu » > zu tragen.
Die neuen Steuern.
Berlin. 10. Juni. Wie der „Berliner Lokal Anzeige^ aus parlamcntarisckxn sliriicn erfäh»! soll die Reick,, reg' runa die Erdöbung der Z u ck c i steuer aus 100 Ml , die Erhöhung d r B ra n n t weinsteuer von 800 auf 1000 Mk. sowie eine Erhöhung der Bier st euer Icabfid tigen Di- Tabaksteuer soll verschärft »oerdeu. Die stöhlen steuer soll foateit erljöht »verden. daß sich bic jkoble bem Welk markt preis nah rl. Die Umsatzsteuer soll um das Dreifache erhöbt werden Wie ha - Blau nh-iter enahren haben »oill. wollen die Sozialdemo fratai ihre Zustimmung davon aHuinqig machen, daß das Rei chS>»otopfer um daS Doppelte erhöht wird.
Um dein rrelchs.
Au» dem Reichsrat.
Berlin, 9. Ium. (WB.) Im ReickZrar wurden die Nack-ttägc zum BooldungS- unb Dhrtje- geliallSetat für die holtervi Beamwu b?» der ver>'ick>eruugsanstall für Angestellte a.tgenjmnie.i Ter ReickScat genehmtgte bei Qkc*vc.it un Übn d»e Aenderung. In dem (Entnnin tmr) tt.* Bei si'cherunaSg renre von 15 000 au» 3h 000 Mark e»holst Ten» Ge'etz ub*r die En>» sckräulung des Lustzeugbau's. die der iVorteruna der Entente au» Grund des Friedensfertragcs ent • spricht, stimmte der R il^rat zu u ter Httizu- fügen eiucS tun ben AuS'cküsten angenommenen Par agrar Iva, nunadt der durch ha> Ge ctz geschädigten LuflsahiVmg-Industrie Er atz aus R i!S- mitleh» gewährt wecke»» soll. Tie Reni rung er- flärte »ick gegen diese Entschädigung. Tcm G?s v- entwun über die Verlängerung ber GülttgTes • dauer des stdhlensteuergeetzeS biS zum 31 Wär, 1922 stimmte der Weidsrat zu, wonach der fiinan; mm »Re» ermäck-tttt ist, mit Zusirminimg Reick>s l^hlenratco unb deS Reick ^rattS für rmze „ BergdMi-Pezirkc w b einzeb e Dreunstof a 11» bee Steuersätze ju ermäßi en. Diese Errnäßig»mi -e Steuer mutz aber durch eine Echöiuug deu . l gemeinen Steuersatzes auflgcglidcn nerven. n genommen »vurbc noch ein Gketymtrouri über M deutsch-belgisck«. Abkommen betreftenb c-tc k*<n‘- Versickerung in ben abgetretenen Geliettn
Vom ReichSwirlschaflörat.
Berlin 9. Juni. Wolsf.) Ter vorläufige ReichSwirts chaftSrat nahn» eineu Gesetzentwurf über bic Entsendung von Betriebsräten in die AufsiqtS r ä t c im wesentlichen in der Fassung be-: Ausschusses an und wandte sich bann bet Besprechung beS Branntweinm ono pols zu
Berlin, 9. Juni. Der sozialbemokrattsch Theoretiker stark KautSky, der seinerzeit vom Reick?kabinett in den Reichswirtscho ftS r a t berufen worden war, legte sein Mandat nieder
Lau' „Vossii'cher Zeittmg" wurde an feinet Stell'- m der gestrigen Sitzung de? ReichSkabt netts der Ehefredattcar oer ,,Freiheit" Hilser ding rum Mitglied deS ReuySwirtschaflSrats er normt.
Tie Gesamlschnld t«roß-BerlinS.
Berlin, 9. Juni. lDTD.) In der ocu- tigen 3t abtnraTTbfictrntrrfaTmnLnig marttc sich ber Berli ■ r
ge^n bie unrichtigen Behauptungen, bot» tut Ge » a m t»' chu ( b do n Groß- Be rlip Ente 192 über 5 Mi.liarden betragen habe rmd 1321 o seckrs Mi l a ben steigen wrrre, währ-^ ba3 V mögen ber Stabt nur runb drei MÜI'arben Mer. betrage T<r stannTterer wies nadx daß Loch bei tcc Zui'amm mfle'-lung der städttsch'n Schuld v großem Umfange dieselben Beträge hoppelt gc lätil't habe, saß er das Vermögen b-r Stadt nur naä dem Stande von 191B eingesetzt habe, also unter AuS aß'ung bet seitdem hinuigctretaiei Werte Der Äänrmcrer stellte fest, ban die Go sarnttchulb Gvoß-Bechins am 1. Apnl 1921 gegen über dem 1. Cfieber 1920, dem Tage des In- traflttetens des Gesetzes Gooß-Berlm, um 216 Millwnen geringer geworben fä und daß Dir Ge amtt'ckuld von 4,1 Millrarrer» einem Gcsaml- pctmöatm von runb o Still »arbet geg-ntübersteht, Lei welchem ber größte Ttü noch mit Werten au: ber BorkricgSzett eingesetzt morden sei.
aus dem besetzten Gebiet.
Bcsler ÄcketooScu
für klllm fran^ofifdicn Erttzirrplatz.
fn. Ludwigshafen, 9. Juni.
Eigentümer der Grundstücke zwischen OagerS- heim und Mundenheim mußten ihre Felder der französischen Besatzungsbehörde zur Ver' fügunfl stelleTt. Es handelt sich um 600 Morgen besten Ackerbodens, die für einen französischen Exerzierplatz bestimmt sind Tie Soften in Höhe von 50 Millionen Mark gehen auf deul/ches Konto.


