Ausgabe 
9.11.1921
 
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iht auch im ., Freischütz" kern echtes ?bcn. Die deut'che Romantik, der

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Die vuperiuie mm mit ... Der incrjuu- u-t.. .

frei und tonschön- treffuch gelang auch die Musil erst, Einer Reih« genußreich« Abende, zur DolfLschlucht. nur nachher beim Hägerchor ,

hLue man such die Harner rdrzr gewünscht. Von 1. .

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sagen.

GS wurde alSbairt der Hnuvtbe'astun 'Sirage Richard W vernommen. @r faitc nach einnchen- her Delebrunq Üörr die Heiligkeit und Wichtig­keit deS GideS nach dessen Leistung au«: ,Einige Tage vor der Hauptverhandlung vom 4 Februar kam mein Bruder zu mir und sagte, ich solle ein­mal zum Oberamtsrichter kommen, die Wagen- ooschichte must aus dem Wege. Ihr m ü st t e t Angeklagten, der mir dann sagte:Sic Wagen- ,e. Ihr mühtet

deutsche- Ersel, - - . _ f ,, ,

deutsche Märchenwald mit seinem D syenst«glau­ben und geisternden Zauber daS mach' den Inhalt der Tondichtung Weber« au« und hat ihr Xaucrgtltuna in unterem Boll: gegcbei. Doch beute gilt nxi« Beethoven einst in die Worte -usammenf atzte: .Wenn ich« le le *» T*.

OBurbe so Aart Maria v. W eK « r rein z e i t- rLich und äußerlich schon der Wegebereiter

Der erste Schnee. Der Sturm am vergangenen Sonntag scheint der Dorbvte des kommenden Winters ,

n. Schli». 8. aut>. ®« taJHP

-v - * -*i, der bei Gin«

Fortgehen d.efe unüeo! .

Aeine AuSfuhrabgabenfähebei

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die Lieber Zieher so zu längen, ' |cntimer5 b ei.en.

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bei der wilden Jagd so must ich lachen und e« wird doch da« Rechte fein. So toa« muh man hören, nur hör en!"

Man ist dem DießenerTheaterver- e i n zum Dank verpflichtet, dah er gerade den .Freischütz" al« Auftakt -u unserer dies­jährigen Opernspielzeit wählte. Einmal ist es eine geschichtliche PMcht. da« hundertjährige Jubiläum der Oper durch Aufführungen zu feiern, und e« ist weiterhin ein innerer Gewinn, wenn gerade in d« ®:gcntoart. wo unserem Volke nicht« so not tut, wie die Erinnerung an da« von den Vätern Er­strebte und Geleistete, wie die Vertiefung in deut­sche« Wesen und deutschen Deist, wenn, tagen wir. gerade jetzt diese« auS echtem deutschen Sinn ge­borene Werl zur Darstellung gelangt.

Aus Stabt und Land.

Diesten, den 9. 2ov. 1921.

den Darstellern must an erster Stelle Heinrich Auhn aU Aasvar g-manntwerden der in Spiet wie in Gesang gleich vollendet ton Da« toartotr!- lich - um wiederum mU Beethoven au reden - ♦3a tlntierl Stobt da wie ein HauSI Ueberall.

Gieftener Strafkammer.

DderarntSricdter Dr. Pufcb wegen Rechts­beugung angeklagt.

Diesten, 8. Dov. 1921.

2m heustaen Dane nahm vor der Straf­kammer de« bfeftnen Gerichte« unter dem Vorsitz de« LandaerichtLdirekkorS Wiener die Straf­sache goren den OberamtSrichter Dr. Pusch, Dienstaufsichtsührender Richter in O'tenborg. wo­gen Verb-echens im 2mtc feinen Anfang. Die 2rf ara k ir Obe-staats anwalt Hoffmann ver­tritt. wirft dem Angellagten vor. vorsätzlich zu Dunsten einer Reihe hnn Angellagten in einer S- a'sachr w rai Nich'cb teerurtq von Hceresge ät sich einer Beugung de« Recht e« schildig gemacht zu haben. (Verbrechen de« § 336 R Str. DD), da« mit Zuchthaus bi« au fünf Iahren geahnd-t mi d ^e TeTtetblra~*g d « Angelln'-'ten ka Rech' a ' a t Dr. S i n z h i m e r in F anl- futi a. M übernommen. 63 lind über 33 beu­gen und ein Sachverständiger geladen, so dah sich die Verhandlung über einine Tage crilreden bürfte. Wir werden fo llau'e-'d berichten.

Der Anllagr liegt folgender Tatbestand Migrunde- Wie wohl noch in allgemeiner Er-

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gewesen au sein. 3n der letzten Nacht fiel der erste Schnee und heute morgen hat eS gefroren. Hoffen wir, dah der Winter nicht allzu streng wird.

(Siebener Theaterverein.

Der Freischütz.

Rr man tische Oper von Aart Maria v. Weber. Diesten, 9. Rov. 192L

Der Hebe alte Freischütz - wieviel Lausende mögen sich schon an dieser köstlichen Musik erfreut Haden, seit die Oper vor nun­mehr über 100 Ha hren am 18. v uni de« Zähre« 1821 in Berlin in Szene ging? Ein muNl geschichtliche« Er - eignl« war diele lliau fübrurg von We­der« Meisterstück Zur Feier de« Jahre«, tage« der Schlacht bei Belle-Alliance ging sie vor sich Unb wie an jenem Schlachttane 6 Jahre zuvor ter Frnndkerrscha't über Deut'chland end­gültig der Daraus gemacht wurde, so bedeutete auch der stürmische Jubel, mit dem die Zuhörer in Berlin und mit ihnen in der Folgezeit ganz Deutschland da« neue Aind der WebOrschen Mule aufnabmen. mehr aU nur einen allerding« ungewöhnlich starken Opcr.ierfolg er bedeutete vielmehr nicht« weniger al5 die Blleitigung ber Do-berrichall d^r ausländischen Musik In Drallch- lani> Der Dann der drückend auf der deutsch n Opernblhne infolge der Heqcmraio per Svontini u. a. lastete, war gebrochen- die Bahn für die kommendm deutschen Tonmeister, für die deutsche Bühnenmusik war freigemacht.

gestattet. m

Alles in allem: Ein höchst erfreulicher Beginn der Me«jä6rtocn OpemfPiclAeiL boffentlUfc ber ft» n?nrmihrcidxn: Abende.

für die nach ihm Aommenden, so war er e« auch innerlich durch feine Musik tum -Freischütz selbst. 3trar ist die Drandlage für sein Schaffen die klasfilche Trtnfügung und Instrumentierung der alter Meister, aber in mancher Beziehung ist er hier ebenfalls ein Neuerer, der schon stark nach der reich m Instrumentation ber nra.eitlichen Tondichter Hinweis!. 6« genügt, in dieser Hin­sicht sich daran zu erinnern, wie stark namentlich Richard Wagner auf den Boden trat, den Weber geebnet und bereite! hatte, um auch in dieser Beziehung die Bedeutung de« .Freischütz" er­messen zu können.

aber verhelfen, d^tstIhr nicht bestraft tr> et b eL Konntet Ihr nicht glauben, dah der Vorfitzorde des Vollswates, H, die Wagen an- melden würde?" Ich vtr teinte d es und'atzte, wtr hätten un« durch die Nichtanzeiar der Wagen strafbar gemacht Er tagte daraushm: .Sagt doch in der Hau ptver Handlung, Ihr hauet geglaubt. H. hätte die Wagen ausgenommen und angrmeldet! Ich werde 6ie als ersten vernehmen, sagen Sie bad- dann au« und faatn S e den anderen Ange- tlagten. sie sollten dasselbe sagen, dann werdet Idr freigesprvchenl" Auf meinen Linwood hin. dah doch H. als Zeuge vernommen werde und d.e Wahrheit sagen muhte, sagte Dr. P: .Das werde lch schon machen- ich werde mit H. sprvchcn!" Ich frag dann, ob Dir einen Rechtsanwalt neh­men sollten. Anfang« verneinte er das, sagte aber bann: .Nehmt den Rechtsan wall H. in Ortenberg. Der kann bann auch etwas verdienen 1 Ich tat dann so, wie Dr. P. mir gesagt hatte und unterrichtete die anderen Angellazten. Wir be­stellten R AH. als Anwalt. Ich wußte genau, dah das, was ich in der Hauptverhandlung auS- fagte, ge ogen war: gleichwohl habe ich es gesagt. Ich muh sagen, dah ich Dr. P. nicht traute. Später in einer Unterhaltung waren wir un« darüber k ar. dah das Verhalten des Ange'-Iagten ein Skandal war. Ich habe die Sachr nicht an- gezeigt, hätte auch nie etwa- davon gesagt. Ich wurde jedoch in einer anderen Sache, die damit in Verbindung stand, eidlich vernommen, so dah ich, um der Wahrheit die Ehre zu geben, alle« angegeben habe."

Hingehende Fragen selten« de« Vorsitzenden und Kes Verteidiger« vermögen nicht, den Zeugen in fernen Aussätzen toanteno au machen. Gr be­antwortet alle Fragen des Verteidiger«, durch deren Beantwortung er sich ter Verfolgung wegen einer strafbaren Handlung (Bestechung. Erprcs- sui'.g. Vergewaltigung) ausse^t könnte, unb weist dahingehende Verdächtigungen mit aller Entschie­denheit von sich. Durch feine Aussagen hat er anscheinend ter Staatsanwalt chaft Material für neue Strafverfolgungen gegen den Angellagten gegeben.

Die Beweisaufnahme wird fortgefetzt.

Der erste Erfolg, den Weber« Oper hatte, ist ihr durch ein Iahrhundert treu geblieben. Noch beute kann keine Opernbühne an ibm vorbei, noch heute sind der Mas wie der Daspar, die Agathe unb da« Aennchen begehrte Partien, noch heute entzückt baS Werk bei icbcr 2uffübrung unb ist frisch wie am ersten Tag. Dieses Deheim- ni« der ewigen Qugciib liegt m dem durch unb durch beutfa)7n Charakter, den die Oper bat; in dieser Hinsicht wohl nur übertroffen von dem höchsten, was überhaupt für die Bühnenmusik aelcha'fen wurde, von Wagner« .Meistersingern". Wie hier, blür* * * ---

Lcrt <rt da« d^'isch« Voll, wen« totr Ihm heute dorich^aaen wollen. b:efen Weg zu verlassen. Auf die Fraae de« 2bo<*orbneten SSerij erfTäre ich D'e Börsen Umsatzsteuer wird den Te- schküslen de« Reich«ta"e« enfs»r<>chenb so stark, wie e« nach den wirtschaftlich'n V«n-bältnillen möglich »st erhöht tirrben Die Vern-dm,ng die die Regierang auf Drund de« Erm^chtinnngS- gesetze« erfaffen wird wird die Börsenumsa^- steuer bri A,ind-nge^ch,''stra aus 1 Prozent kest- feften. also auf Höchsttg'' den da« <^raiach- tlnx-flWH) vv fr-ht Bei 5L-d'e-a-fb?f en s ll die 2lbgnb' 1 pro 1000 betroaen DZ erfchiro Wer vfcht anaängsg, bi« zum ^chsttah des Drmäch- tioungsee^e« ».u gehen. B^i der nra rinzusüh- renbra Devitenstraer konn'e der AM>ftfah de« Ermäch.sming«^esr-fe« seBstve^ständnch nicht in Be^'nch» frmm-'n- e« werden H~r entsprechend bAn tm Au*fch b abreaede-en (STärangen der Rerie- njn die Sätze crnaevrdnet werden di« ber hnr- Ire e*e Snwurf des AapitalverlehrLsteuerges tze« Vorfi estt.

Sin Serina ungSantran dm» bet Den kommn-istischen Frakt o-ra wi^d abce'eWtt

2M .^ölkefn (Aom 1: Die Steu-raorsa- pen erich^^en keineswen« alle Quellen. Sie rich­ten die 2-beitrr nf'mmbe und treiben Raub an her drallchra Volkskraft. fOeb^a^e .^ustfmm"nn re<f)t« und hri den Aommunisten ) Nllt ben angeb­lichen D^'tzstrae'-n kann man höchsten« Dumme fanden Wir fnchmm eine S.eu^-gntetzg'b"Nn, die minderten« die Hälfte ber Produktion dem Reiche übereignet. , _

2Tx! Dr Auri »eher lAvmm. A,b-Dem.): Beller <rT« bk Regierung v-ri>eht e« die In- bunrfe S'raensraoen au bedardrin. Cteuerirnnen sind Mgcht'ra-e" <t\i* ©teuerProgramm der Re- psterung (efren wir ab

Damit ist gegen »/-10 Uhr die e r st e V e s u n g cher Steuervoriaaen beendet. Die Vorlnaen selbst grb-n sow-i« Betinsteuern in Frage kommen, an d-n Straerau^schust die Verbrauchssteuern und da« Drieh über da« Branntweinmonopol werden Je einem Sondergusschust überwiesen.

Prölldent 2öbe schlägt vor. die nächste Sitzu-g Donnerstag 1 Uhr ab'uhallen.

25g Schultz (Bromberg) ID -N V Wir be­antragen. auch mnraen zu tagen. Nur Arbeit kann un« retten. Wir dürfen keine unnötigen Feiertage machen.

Aba. Müller iF-aoken) 6ox): S« war bn- mer üblich wenn eine Fraktion oder mehrere den Wunsch au«nebrü(fl haben, au« besonderen Drän- Iden einen Tag sitzuna-frei zu halten, dieser Ditte mi enttvrechen. (Droste llnr-fk rechts.)

Aba A nenen (A) (38 war uns flar. dast die neuen Teifn-bm-r an d«n- revublikanischro Re- Vierung die Deutsche Dolkspartei. e« ahlebnen würden' den Geburtstag der R^vublik >u feiern.

Inzwi'chen ist eine grobe AnAahl A^gw'-b- meter der Rechten tm Saale erschienen: die Linke rötb da« Zentrum sind sehr schwach besetzt.

Abg. H o f i m a n n (Amn Arä -®em.V Mich wundert der Plötzliche Arbeitseifer der Rechten, nachdem fie heute in der ganzen Zeit, wo nicht gerade ihre Fraktionsredner am Wort waren, nur ibn R-stmirnnt sesthaft gewesen finb.

2M Mar, (3tr.) bittet, dem Wunsch ix« dbg M'ller-Franken ?u enllprechen.

Da bas Rriul'at eirar Sntschri>unq mlnbe- flen« unsicher kN. bezweifelt Müller- Franken !<Svz > die Beschsudfädigkeit des Hause«. Unter grober Heiterkeit schllestt sich BaS Bureau diesen ^Worten an.

Präsident Löde erklärt wegen Besch'ust- «nfähigkeit die Sitzung für beendet unb bestimmt tHe nächste Si' ung auf Donnerstag 1 Ubr.

2uf der Tagesordnung steht die Int-'rpella- thm ber Sozialdemokraten über die Deutschen . -Werke, erste Lesung der neuen (Beamtenbefol- Lbung«t>orfage.

Schluv gegen »/.10 llhr.

empfiehlt sich, die lieber ie^ dah f.e im Gesichtskreis bc8 Diz Auch ist ein Augenmerk auf so'.h: verdächtige Personen zu richten, die Restaurants ohnr lieber- zicher betreten, ihre Aopfdedeckun; auf oder in die Nähe von lleberztebern hingen i-

unb bewilligungSfcei.

^citctuornnöiane

für Donner« tag:

Wolkig, trocken, nacht« kalt unb Nachtfrost, am Tag etwas milder, wechselnde Winde.

Heber der Nordsee lagert ein Hochdrack- rütfen. bet sich 618 nach Skandinavien erstreckt. An der atlantischen Allste sinkt der Barometer­stand. so dast wieder mildere« Watter bevvrsteht Heute Nacht ist noch mit Frost ,u rechnen.

In bet vergangenen Nacht sank ba« Thefmo- meter wie folgt: Dtesten 4 Drad, Darmstadt 2 Drad, Herchenhain l Drad und Lauterbach 9 Drad unter Null. Im Dogel-berg liegt Schnee

kvornotize».

Tageßkalender für Mittwoch Stadttheater. 7 llhr: .Bettina« Verlobung-. Astoria-Lichtspiele, beute: .Hamlet", morgen bi« einschli?stlich Sonntag: .Te- Abni, der Manege Lichtspielhaus. Bahnhof st raste, bi« einschlieh' lich Freitag: .Die Deier-Wally".

Fr. von Uhde, ein christlich-sozial« Maler für unsere Zeit" ist da« »ellgemä' c Thema, über daS am Montag, htm 14. November, abend« 8 Uhr, in ber Ivbanneßkirche, der hier durch seinen im vorigen Hahr gehaltenen Vortrag über Wilhelm Steinhaufen bekannte Pla-rer Deggau einen Lichtbildervorti-ag bal'en wi d. Der Rein­ertrag ist für das Diakvnifsmhau« Dlilabethen- stift in Darmstadt bestimmt. Aarten stnd im Vor­verkauf bei D Eballier zu baden. (Nähere« fiefr Anzeige in ber heutigen Nummer)

Landkreis (Rieften.

u.Heuchelheim.7. Nov. In dein bi« auf den letzten Platz besetzten Saale ber Wirt­schaft zum Treppchen bereitete am Sonntag abend der Gesangverein Heiterkeit von Gießen unter Leitung seine« Dirigenten. Lehrer Bläh- Grohenlinden, einer zahlrei­chen Zuhörerschaft einen äußerst Aenuhreichen Abend. Die gan^ vorzüglich cingcubtcn unb aji Gehör gebrachten Thore, sowie die trcffltch unter Klavierbegleitung barflebntenen Tiolln- foll de« Dirigenten und die wirkungsvollen Baritonfoli de« Herrn Da hm er hinterlte- Ken bei den Zuhörern einen nachhaltigen Stn- druck, ber durch relchqefpcnbeten Beifall naA außen hin auch zum Ausdruck kam. Schade nur. daß unsere hiesi-en Säle sich infolge threr ge­ringen Akustik für derartige Veranstaltungen weniger gut eignen, die Wirkung wäre am gestrigen Tage eine noch diel größere ge­wesen.

Mrd* viidinften.

X Ortenberg. 8. Nov 2m vtmntag fand ba« Prei-schießen be« drestgen Schutz-n vcrrins auf dem Schienstand an ber Allpra statt Ds standen 10 werwvlle greife ?ur Dersugu-ng Den ersten Preis fchost Wau-ermeister Karl H o f mann 2. Dchch.-nkönig wu-'ke aufD u b ber Schutz leist ungen be« Zähre« Writzblnbermeist« Qtpp Dem Prei^fch'e' en fv.gw am Wxmd in ber Gastwirtschaft Beck ein gemütliche« Bet 11 sammens« in

ArdS Lauterbach.

Die Anklage wirft nun dem Angeklagten vor. ber Angellagte habe vor ber Hauptverhanblung zu dem Angellagten Richarb W. gesagt, er solle in ber Hauptverhanbiung aussogen, er b-ibe ge­glaubt. die Wagen seien durch den Vorsitzenden deS VolkSrates H- rur Anmeldung gekommen. St werde ihn als ersten vernehmen, die anderen Angellagten sollten sich frinen, des W AuZ- ührangen anschlietzen, sie würden bann alle frei­gesprochen.

In der Vernehmung be« Angeklag- t e n, die fast den ganzen Morgen in Anspruch nahm, bestritt der Angeklagte, datz eine Unter­redung in diesem Sinne mit Richard W. statt- gesunden habe, daß ferner, wie die Anklage weiter behauptet, er in einer Untcrrebung mit dem Bruder deS W., dem August W., diesem gesagt habe, er solle ein mal seinen Bruder zu ihm. Pusch, nach Ortenberg schicken wegen der Wagengeschichte, die müsse aus der Welt. Sr fühl te aus, daß er tatsächlich ber Ansicht gewefens fei. bat) die Wagen beim Dorsitzenben des Volts- rate«, die seiner Ansicht nach für die Ablie­ferung bzw. Anmeldung für das Publikum zu­ständige Stelle, angemeldet gewesen feien. Sr glaube ferner, daß die Leute beim Erwerb des Gerätes in gutem Glauben gewesen seien, er halte sich nicht für straffällig.

AIS erster in ber Beweisaufnahme wurde der Bruder des früheren Angellagten Ri­chard W.. der August W.. vernommen. <Sr bekundet unter ®ib: ör kam in einer Mietangelegenheit, in welcher ihm ber Rat erteilt würbe, die bei htm wohnende Untermieterinfcart zu behandeln", da- mit sie auSzöge. zu dem Angellagten. Nach Schluß dieser Unterredung sagte Dr. P. zu ihm leS war dies vor der Hauptverhandlung <un 4. Februar): 3n den nächsten Tagen kommt die Wagensache mit Ihrem Bruder vor. Die Sache muh auS der Welt geschafft werden. Sagen Sie Ihrem Bruder, er solle einmal zu mir Heraufrom­men." Sein Bruder habe ihm gesagt, Dr. P. habe ihm gesagt, was sie in ber Hauvtverhandlung fegen sollten. Außerdem welchen Anwalt sie 6c* (teilen sollten (auch dies hatte der Angellagte bei seiner Vernehmung bestritten: er sagte, er habe ftr-t« eine Reihe von Anwälten genannt). Trotz Vorhalt seitens be« Vorsitzenden, sich an die Wahrheit zu halten, und trotz eingehender Fragen des Verteidigers bleibt ber Zeuge bei seinen Aus-

Die gestrige Aufführung, ein ®efamtgaNpieI besAesfischenLanbestheaterS. kann al« ein: du'chaus würdige Wiedergabe der Ober be- »cichnet werden. E« waltete, abgesehen non einigen Al.lnigfdten, die nachher genannt fetn sollen, cm günstig?r Stern über dem Danzen. Man spürte den guten Willen, eine wohl abgerundete Vorstellung au bieten, und sie gelanq. Nicht zuletzt ist das ein Berdienst Michael B a 11 i n g «. der dem OrAcfter toi? den Sängern ein zielsicherer Qeiter »ar ®lci$ die Ouvertüre kam tote au« einem

Derbanblung aus den 4. Februar 1923 beftunmt, nachdem Dr. Pusch vergebens versucht hatte, den Am «anwalt zur S'nstellun, des De.sahr.mS man­gels subjektiven Verschuldens der Angrilagten zu bewegen. In diesem Termin, in dem die sieben Angeklagten durch einen Ortenberger RechtSan- toaU vertreten wurden, äußerte der Angeklagte Richard W. nach dem Protokoll über die Sitzung etwa, ec habe geglaubt, die Wagen leien durch das Mitglied H. be« Volksrates von Effolterbach zur Anmeldung gekommen, er habe daher, well er >ies geglaubt habe, die Anmeldung unterlassen. Die aoberen Angeklagten schlossen sich den Aus- ührangen des Angellagten Richard W. an. Der Zeuge H. äußerte, tote es in dem Sitzunas- protokoll heißt, die Angellagten hätten glauben können, die Wagen seien angemeldet. Die An­geklagten wurden daraufhin auf Antrag des AmtSanwaltS hin freigrfprochrn mangels subjek­tiven Verschuldens, die Aalten der Derteidtgung wurden der Staatskasse auferlegt.

Irmerung ist, geboten unter Androhung schwerer F.eihruS- und Geldstrafen Verordnungen vom De,e.nber 1918 unb Januar 1919 dem Publikum das zahlreich in feinem Delitz befindliche Heere«- gerät bei besonders bekanntgemachten Stellen abiuliefcm. «Sine Reihe von Landwirten von Effolterbach tarnen ihrer P.licht nicht nach, sie Kitten Wagen unb Heere«bestände Im Desitz. es wurde im Frühjahr 1919 auf eine Anzeige eines Beamten ber Erfassungsstelle In Dad-Aauheim hin von bem zuständigen Amtsanwalt Anklage gegen sie erhoben. Wahrend das Verfahren chw.bte. wandte sich ein.ger aus Effolterbach an das Justizministerium und bat um Einstellung des Strafverfahrens. Die AngllHuldigten feien im guten Glauben gewesen. Auf Aufforderung der Staatjanwaltschast Dießen äußerte sich der damalige dienstaufsicht ährende Richter, der jehige Angellagte zustimmend dazu, die Leute seien beim Erwerb der Wagen ohne Zweifel In gutem Glau­ben gewesen. Die Gendarmerie fei überhaupt viel zu streng, man habe den Eindruck, daß viel zu viel Anzeigen erhoben würden. Er befür­wortete bad Gesuch Nichtsdestoweniger nahm späterhin das Verfahren feinen Fortgang, und es wurde nach Sachuntersuch ng Termin zur Haupt- auf den 4. Februar 1920 beftimmt,

f|A um wiederum nut Deelyoven da« Untier? Steht da wie ein Äaw wo ber Teufel die Tatzen reinsteckt t «le auch!" Ein besondere« Lob ckuch der Agathe Fanny Eleve«, die ihre Partie trefflich met- fterte; die Eavatine namentllch ein Aablnettftüd für sich. Der Mar lag bei Beter Ion s s v n in recht guten Händen; nur muß man feststellen, baß bei ibm da» gelungene Wort besser verständlich ist al# da« gesprochene. Die Note .sehr gut ver­dient Herta G r ee f. ein gut charakterisiert^, and gleich schön gesungenes Aennchen. Heinrich H ölz- Un, der den Eremiten gab. zeigte sich in sein« kurzen Szene als ein Sänger von Qualität Di- erkennung verdienen ferner ^Theodor Heuser (Ottolar) unb Bau! Deterfen (Auno). Han- Siegfried al« Ailian kam eingang« feine« Spvttl;edes mit dem Orchester etwa« auseinander cd Id aber sonst gleichfalls Um die Wre halte sich Hans Saiger mit Erfolg bemüht.

Die Spielleitung unter Zotef Dchlembach befriedigte iedoch die MaSken be« Mar und auch die der Agathe im zweiten 2t schienen un« nicht recht gelungen. Die Wolfsfchlucht war gut au«-

** DerHochschulring deutscher Art zu D ie ße n, der im StudentenauLschutz 92 Pro­zent aller Sitze hme hat, beschloß In feiner letzten Versammlung: .Der Hoch!chulring deutscher Art erblickt in der Entfernung des BilbeS desGroßherzogsausderNeuenAuia einen liebergriff der Parteipvlltik in das neu­trale Gebiet der Hochschule, gegen den er Ver­wahrung einlegL. Für ihn ist diese« Bild eine« Förderers unsereralma mater Ludoviciana" ein künstlerisch wertvolles Denkmal bet Geschichte, das er nicht der Behandlung nach parteipvlllischen Gesichtspunkten ausgesetzt wissen will. Er for­dert daher die Rückführung de« Bilde« an seinen alten Platz " Die im H. d 2L vereinigten A o r- porationen faßten folgenden Beschluß: .Die im Hochschulring deutscher Art vereinigten Korpo­rationen nehmen mit Entrüstung Aenntni« von ber Entfernung des Bilde« des Groß Herzogs aus der Neuen Aula unserer .alma mater Ludo­viciana" und werden die so verschändete Aula mit Fahnen und Ehargierten nicht mehr be­treten.

"Neureaelungdes Milchpreife«. Eine Aonferen) der hessischen unb hessen-nassaui­schen Bauernschaft und der Mitqlleder de« Hessen- nafsauifchen ©täbtebunbe« beschäftigte fich in Frank urt mit der Neuregelung be« MllchpreifeS Die Vertreter ber Bauernschaft forderte einstim­mig. den neuen Milchpreis ab 15. November der­art zu regeln, daß er einem Zehntel deS leweill- acn ButterpreiseS entspricht: d. h. z B. bei einem Butterpreis von 40 Mark pro Pfund kostet das Liter ab Stall 4 Mark. Da der Städtebunb in­folge eines Mißverständnisse« nicht ordnungs­mäßig vertreten war. konnte zu der Forderung der Landwirte noch nicht abschließend Stellung ge­nommen werden. Dir anwesenden Vertreter von Frankfurt und Offenbach erkannten die Forde­rung nach einem höheren Milchprei«. ber in ber wirtschaftlichen Entwicklung begründet fei, an. Im Laufe dieser Woche tritt die Konferenz aber­mals zusammen unb trifft endgültige Beschlüsse.

* Da« Schwurgericht wird am Montag den 5. Dezember seinen Anfang neh­men. Für Darmstadt wird Landgerichtsrat Fuchs den Vorsitz führen, während für Main<z Landgerichtsrat Börkel und für Gießen Landgerichtsrat Schnitzspahn bestimmt

Schlüpfer, von dellgrürtTxdfr-grauer Farbe, mit echten D-ffechorriknö.llen. emwendet. Unter dem A»fhänZer bcf.nbet sich die Firma Ammann u. Serbarb in Manchm Vor Anlauf wird gewarnt. Aaum hat die kältere Iahrestell einte e-U. io find die Palewtmarber an der 2:beiL Öi emp­fiehlt sich bringend, in Schulen und Lehranstalten Verrichtung^ zu treffen, wie D Anschliehen be« Mantels m;t einer Arttc durch den Qlermel ober M.tnahme in die Lehr'äle. In Restaurant«

ausfuhrfreien Waren. Die Drkannt- machung im .Reichsanteiger" Nr. 254 vom 29. Oktober bringt eine Srhöhung ber Ausfuhr- abgabm'ä.^c. Zur Terme d tng von Miß erstand» nifien set darauf hinzewielen. bah in dieser Liste auch solche Waren als mit einer Ausfuhr- abgabe belegt aufgef ibrt finb, die zur Zeit aus­fuhrfrei lind. Aul diese Waren wird also, ba die Erheb mg ber Abgaben nur an Hind ert?Lter AuSfuhrbewillirangen erfo gt. bi: 2Laa c cegen- toärtig nicht erhoben. Sollte krafttg-bei in bem Tarif genannten ausfuhrfreien Daren bte Gr- Hebung ber Abgaben eff ?tt.p werben, ober fo.Üe eine Ginfchrän.'unz ber Ausfuhrfrei i te efol.cn in deren Verfolg bann die Abgaben ä)« in Arafi treten werden, so wirb die« recht te^llg bekannt- gegeben werden. H ernach finb Dein, Schaum­weine unb Spirituosen nach tote vor abgaben-

bescrast werdet weil Ähr die Wagen »* Diebstahl. AuS einem Sonntag Crfan sich steigerte,

nicht angemeldet habt. Ich will 3 b n e n 1 inftltut wurde ein neuer Mantel, sogenannter druck) oer n____ . -----