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VMWlml» Seims

Generalversammlung

Samstag, den 10. September 1921, abends 8 Uhr, Restaurant Kremer, Marburger Straste 27.

Tagesordnung:

1. Jahresbericht,- 2. Rechnungsablage! 3. Satzungs- Änderung! 4. Dorstandswahl; 5. Verschiedenes.

Erscheinen aller Mitglieder dringend erwünscht. 012149 Der Vorstand.

HM

Annerod! Aus der Platte!

Am 11. und 12. September Kirdiweihieft wozu ergebend einladet 012m.

PH. Wächter, Gastwirt.

Kür gute Speifen und Getrünke heftens geforat HOCH Nachkirchweihfest zu Daubringen am Sonntag, dem 11. September Tanz im Freien.

E» ladet ergebens! ein 8768

der Festwirt: Joh. Emil Schäfer^

Hersteller; Henkel ate Düsseldorf.

Henkels |i WW

Gewaschen mir

Uixin

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinfcheiden un­seres lieben Kindes, Schwesterchens undIwillingsschwesterchens sagen wir aus diesem Wege unseren innigsten Dank.

Famllie Friedrich Moll.

(Biegen, 9. September 1921.

9747D

der Vorstand.

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Der Vorstand.

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012166

start. ES ladet freundlichst ein

Wieder eingetroffen!

Sieben (Frankfurter Strohe 72), den 9. September 1921.

Obstversteigerung.

Montag den 12. September d. I., vormittags um 10 Uhr anfanqend, soll das der Gemeinde ge­hörige Obst meistbietend an Ort und Stelle ver-

Burschenschaft Germania bei Gastwirt Ludwig Verlach. Für Essen und Trinken ist bestens gesorgt.

steigert werden.

Zusammenkunft im Ort

Bersrod, den 7. September 1921.

Bürgermeisterei Bersrod.

Becker.

GIESSEN SonnenstraBe 20. ottice

Strick-Wolle schwarz und grau Lot... 85 Pf.

Die Beerdigung findet Samstag nach, mittag 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt 012173

taÄp'e schwarz und weiß verstärkte Spitze und Ferse

Paar M. 6.95

Beii-SliNe schwarz und braun DoppelsohleJIochfi rse Paar M. 9.95

CesaMrm,LmMli"

Wir erfüllen hiermit die traurtne Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ab­leben unsere-

Herrn Max 3hle

geziemend in Kenntnis zu setzen.

Die Beerdigung findet am Samstag nachmittag 4 Uhr ans dem neuen Fried­hof statt.

Zahlreiche Beteiligung erwünscht

Gröler Posten

wollene

Frauen-

und

Kinder-

Strümpfe

Paar

von M. 8 - an

Dankettguusr.

Für die vielen Be­weise herzlicherTeil- nähme sowie für die zablreichenBlumen- spenden bei d Heim­gang unser- lieben KindeS sagen wir allen untern herz­lichsten Dank. 011143 I. N. d. tr. Hinterbl.

Alb.Bernhardt o.Frau

Die für Deutschlands Schicksal so bedeutungs­volle Entscheidung über Qberschlesien rückt immer näher, und der Völkerbundrat will diese den Welt­frieden gefährdende Frage nach Recht und Ge­rechtigkeit entscheiden. Aus iesem Anlast breitet einer der berufensten Kenner der schlesischen Ge­schichte, der Breslauer Professor H Wendt, in Reclams Universum" die geschtchUichen Tat­sachen aus, die unwiderlegbar zeigen, welches Volk ein historisches Anrecht auf Oberschlesien hat.

Die ersten Bewohner Oberschlesiens, deren Stammeszugehörigkeit sich bestimmen lästt, waren nicht Slawen, sondern Germanen. Erst nach der Böllerwanderung traten slawische Stämme auf, dte für kurze Zeit zu dem im 10. Jahrhundert ge­gründeten Polenreich gehörten. Doch schon 1163 erhielt Schlesien eigene Herzöge, die 1330 die vehnShoheit des böhmischen Königs anerkannten. So wurde denn Schlesien und zwar Ober­schlesien genau so wie das ganze Land bis zum Fahre 1741 ein Teil des böhmischen Staates. Die Polen haben diese Veränderungen durch den Trentschiner Vertrag vom 24. August 1335 aus­drücklich anerkannt. Sie verzichteten auf ganz Schlesien, auch auf die namentlich aufgeführten

wiederholten volnische Könige. Kasimir der Grvstc und Ludwig, diesen Verzicht in der rechtsgültigsten 1 Form und traten Schlesien ohne jede Ausnahme: ab. also auch ohne Vorbehalt Oberschlesiens. Jede itegenteilifche Behauptung von polnischer Seite ist Geschichtsfälschung. Hätten die polnischen Herrscher noch irgendwie ein Anrecht auf Oberschlesien zu haben geglaubt, dann hätten sie im 15. und 16. Jahrhundert vielfach Gelegenheit zur Geltend­machung ihrer Ansprüche gehabt Polen griff da­mals in die böhmischenThrvnstreitigleiten nach dem Auösterben der Luremburger mehrfach ein; pol­nische Prinzen bewarben sich um die böhmische Krone. Aber in keinem der Friedensschlüsse oder Verträge jener kampferfüllten Zeit, die 1526 mit dem Anschluh Böhmens an das deutsche Kaiser­haus der Habsburger endeten, ist von irgend­welchen polnischen Ansprüchen auf Oberschlesien die Rede. Auch nach 1526 blieb ganz Schlesien mehr als 200 Fahre der unangefochtene Besitz der Habsburger. Auch als der österreichische Erbfolge- krieg die Herrschaft der Habsburger in Böhmen und Schlesien erschütterte, benutzte Polen niemals die Gelegenheit, Anstrengungen zur Erwerbung Oberschlesiens zu machen. Der Kurfürst von Sach-

Holz-Snbmission.

Es werden aus Staatswald der Oberförsterei Wahlen unter den üblichen Bedingungen verkauft Los 1: 3000 St. Fichten-Reisstangen mit 13,30 Fstm. Los 2: Knüppelreijig Bmtr.: 180 Buche und 359Eiche, hiervon 82, dzw. 162 Stammknuppelreisig, 20 Kiefer. 9757 D

Los 3: Stöcke Bmtr.: 258 Buche, 284 Eiche, 20 Erle, 4 Aspe, 31 Kiefer und 391 Fichte.

Die Angebote sind mit entsprechender Aufschrift bis spätestens 20. September bei dem unterzeichneten Amte einzureichen. Die Eröffnung der Vebotestndet am 21 September, vormittags 11 Uhr, statt. Wegen näherer Auskunft wolle man sich hierher wenden. Oberfötftetel Wahlen. (Post Ruhlkirchen, Oberhessen).

I richtet. 3m Sturmjahr 1548. als sich die Posener dem polnischen Aufstand anschlvffen, bewiesen die Oberschlesier durch die Tal. dah sie, wie ihr Ab­geordneter Wodiczka auf dem preuhischen Land­tage erklärte, .deutsche Brüder" sein und bleiben wollten. Erst in den allerletzten Hahrzehnten ist der Gedanke einer staatlichen Vereinigung mit Polen durch die grvhpvlnifche Agitation in Ober­schlesien künstlich gezüchtet worden. Sine historische Betrachtung ergibt, auch vom Standpunkt der pol­nischen Geschichte aus, dah die Polen schon seit vielen Jahrhunderten endgültig auf jedes Anrecht aut dieses Land verzichtet zu haben und dast Ober­schlesien nicht nur wirtschaftlich und kulturell, son­dern auch durch die llarsten geschichtlichen Rechte zu Deutschland gehört.

Kunst und Wissenschaft.

Uraufführung im Frankfurter Reuen Theater.

.,B ö v f e n f i e b et.

Schwank in 3 Akten von Max Reimann und Otto Schwartz.

Frankfurt a. M., 7. Sept. Einen Stoff von höchster Aktualität verspricht uns der Titel. Freilich, wer gehofft hatte, er werde nun den gan­zen unheimlichen Betrieb des neuesten Molochs ken­nen lernen und vielleicht gar einen ganz besonderen Tip ergattern, der tarn wenig auf feine Rechnung: Rur in der Ferne arbeitet die grobe Geldmaschine, und ein schwacher Reflex fällt in diefleine Stadt in der Rahe Berlins", wo der Apotheker und glückliche Ehegatte Peter Emmerling wegen seiner Laura" telephoniert, schimpft, schwindelt, nach Berlin reist, verprügelt und beinahe geschieden wird und am Schlüsse eben auch nicht gescheiter dasteht! nur einen Teilhaber im Börsenspiel kriegt er schließlich, seine Schwiegermutter. Dah der schöne Mädchenname" den Angelpunkt in der Verwickelung bildet, dürfte leicht zu erraten fein. Dabei haben es die beiden im Theaterfach längst bewährten Verfasser vorzüglich verstanden, jede Situation aufs beste auszunützen, die Handlung in einem änderst flüssigen, witzigen Dialog ab- i ollen zu lassen und den Knoten elegant und was ein besonderes Verdienst ist rasch zu lösen. Ständige ausgelassene Heiterkeit des Publikums lohnte ihnen. Es wurde aber auch unter Max Rei­manns, des einen Verfassers, Leitung glänzend gespielt: dabei sind vor allem Otto Wallburg und Aloys Grobmann zu nennen.

Eine neue Entdeckung über die Gravitation.

Rom, 8. Sept. (WTD.) Professor D a r r i- celli hinterlegte bei der Academia bei Linoei zur Wahrung seiner Prioritätsrechte ein versie­gelte« Schriftstück, das einen Bericht über die von ihm gemachte wissenschaftliche Ent­deckung über die allgemeine Gravi­tation enthält. Darricellis Beobachtungen sollen in bemerkenswerter Weise von den Gravi­tationslehren von Rewton und Laplace abwei­chen und die elektrische Olatur der allgemeinen Gravitation nachweisen.

Aus ».«Sw Annerod

Sonntag den N- und Montag den 12. Sept findet unser diesjähriger

WMkWkiWk statt- Ls laben ergeben^ ein: 0131*4 MVlMeuWfk. GlW.WelMk zür gute soeilev nnö Getraute Ist bestens gefolgt Ächtung! Achtung!

Auf nach Bieber!

Sonntag, 11. u. Montag, 12. September

findet unsere die^ hrige

Kirmes

[] Darburg, 7. Sept. Die Stadwerord- neten beschäftigten sich gestern abend in einer Dauersitzung u. a. mit der neuen Vergnü - gungssteuervrdnung, die dahin geht, die Kartensteuersätze wie bisher mit 20 Prozent des Eintrittspreises, die sich bei mehr als 10 Mark Eintrittsgeld auf 25 Prozent erhöhen, festzusetzen. Ferner ist Unternehmern die Verpflichtung zur Ausgabe von Karten bei steuerpflichtigen Ver­anstaltungen auferlegt Wegen der Eingaben der Lichtspielchraterinhaber, die sich in ihrer Cristenz bedroht fühlen, und der Tum- und Sportvereine, die Steuerbefreiung wünschten, kam es zu schar­fen Auseinandersetzungen, die sich nach den An­trägen der Sozialdemokraten, welche besonders die studentischen Veranstaltungen scharf heran- ac*,cgen wissen wollten, noch verstärkten. 11. tu wurde beantragt, Fübchenpartieumzüge na^9 tibr mit 100 Mk. und nach 10 jlhr mit 200 Mk. Sondersteuer zu belegen. Die Verhandlungen en­deten damit, dah die Anträge der vv-taldemo- Katen fast sämtlich abgelehnt und die Ordnung mit geringen Aenderungen angenommen wurde. DH- Einnahmen aus der Vergnügungssteuer sind mit 140 000 Mt in den Voranschlag eingesetzt. Ein Antrag, al8 Rotstandsarbeit einen Steinbruch im Stadtwald mit einem Kostenaufwand von 40 000 W' in Betrieb zu setzen, wurde von ver­schiedenen Seiten mit dem Hinweis bekämpft, bah die verschiedenen Privatsteinbrüche wegen Mangel an Aufträgen still liegen, und auch ab­gelehnt.

Oberschlefien im Lichte der polnischen Geschichte.

G. sitia.

Samstag den 10. Septbr.

abends 8.30 Uhr:

ZüWMlmWMMM

Sonntag den 11. September:

Ausflug nach Krofdorf.

Treffpunkt 2 Uhr nachm. am Dsmalbsgarten.

ti O ist wieder überall zu

haben. Man achte darauf, daß $ man die echten^äbrikate mit der

i Schutzmarke jOctkei^ Hel! kopferhält.

Hunger gebildeter Herr fud)t, da in Wieben fremd, nelle Befnnnllüaft, Familien - Anschlich oder nuten freund. Lchrifil. Angebote unter 012153 an den Qkeftener Anzeiger. Geb. cd. Dame w.

sofort Einheirat in frauenL bess.Scannen- bnnobalt. Lckr. An eb. um. 9750 an d. Greiz. flni

2 Herren in den 40er u. 50er fahren, Wwr., in besseren Verhältnissen lebend, wünschen die Bekanntschaft zweier Tamm, am liebsten vom Lande, zwecks spaterer Heirat. Kuschristen u. E. II113 an Ann*Exp. Ed. Elven. Solingen. 9773

Gestern nachmittag 3 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden unser lieber Sahn, Bruder und Reffe

Max Zhle

im 21. Lebensjahre.

Dielrantrnden Hinterbliebenen.

oberschlesischen Herzogtümer Oppeln, Falkenberg, Europa durchtobten und die Polen zu verschle- Grost-Strehlitz Kofel, Beuthen. Ratibor, Ausch- denen Aufständen veranlabten, haben fte ihre sonst mit) und Teschen. Zweimal noch, 1339 und 1372, so begehrlichen Blicke nie nach Oberschlesien ge-

Dermischtes.

,e Rheinsiromviraten. 3n der Ge­gend von Koblenz ist es in der letzten Zen wiederholt vorgelornmen, tay nachtS ein* Räuberbande mit geschwärzten De- sichtern die Besatzung der im Strome lie­genden Schifte überfallen und sie unter Bedrohung mit Waffen zur Herausgabe ihrer Barmittel zwin­gen. Die Schisfsfädrer wurden deshalb zur be­sonderen Vorsicht ermähnt. 3n einem Falle ist es vorgekommen, dah die Räuber dem Schiffs­führer auch den Ehering vom Finger zogen.

dz. Alzey, 7. Sept. Zwischen den Stationen Gensingen und Büdesheim wurde auf den Post- wagen des Schnellzuges Alzey-Bingen durch zwei Männer, die sich anscheinend im Brem­ser Häuschen befunden hatten, ein 11 c b e r f a l f versucht. Die beiden Täter suchten die Postbeamten, nachdem sie nicht In den Wagen bringen konnten, durch Revolverschüfte unschädlich zu machen, trafen aber nicht Die Beamten brachten durch Ziehen der Rotbremse den Zug zum Halten, worauf die beiden Täter in der Dunkelheit entflohen, ohne er­kannt zu werden.

Berlin, 8. Sept. (Privalielegr.) Wie Der ,2oss. Ztg." aus Dresden gemeldet wird, sind zwei weitere grobe Wettkonzerne in Schwierigkeiten geraten. Die Dres­dener Sportbank war heute früh nicht In der Lage mehrere Millionen auSzuzahlen, die fällig waren. Der Besitzer ist flüchtig Die Kapitalver­wertungsgesellschaft, bei der über 50 Millionen eingezahlt worden sein sollen, konnte heute früh 15 fällige Millionen nicht auszahlen. Auf Ver­anlassung der Staatsanwaltschast wurden die Ge­schäftsräume geschlossen.

Büchertisch

Die Agentur deS Rauhen Hau­ses (Hamburg 26) legt wieder einige gediegene Reuerscheinungen vor: Li e. Marti nSchlunck, Die Weltanschauung im Wandel der Zeit", eine Einführung für Suchende. 2 Bände. Der erste Teil führt uns von den Griechen biS zu Hegel, der zweite, der demnächst erscheinen wird, Härt uns über die Führer und Hauptrichtungeiz der Gegenwart auf und bringt schliestlich eine Zu­sammenfassung und Auseinandersetzung mit all den neuen und neuesten Richtungen vom Stand-- punkte des gläubigen Christentums au«.Der Christ in der Gegenwart", von 3. Simsa, bietet von der Feder bekannter Schriftsteller einen Wegweiser durch die neue Zeit vom christlichen Standpunkt. Auherdem sind folgende nützliche Werke zu nennen: Anna Schaeder Gol­dene Fäden. Ein Buch vom Glüdllchmachel, und Glück ichsein, ihren Mitschwef ein b.irg.b ten. Mit Buchschmuck von Toni Buschberg. Sva Gaehtgens, Tommy For-Terrier c r - .zählt seine L e b e n s g e s ch i ck) t e.A l l e r- leiKurzweilimHause. 650 Rätsel, Scherz­fragen. Rechenaufgaben und Kunststücke, Schertz- und Gesellschaftsspiele.

Nr. 3935.

Freiwillige Versteigerung. Anschlienend nn die 93er» ftetnerunn von Grimd- irücken Geuiarkung Stiem- Linden, zugeschrieben der Wilhelmine Weigel, Tochter des Phllivp Weigel XX. in Stiem« Linden, am Samstag, dem 10. Sevtbr. 1921, abends 7 Uhr, nuf dem OrtSgerichi Klein-Linden, witb durch das unter­zeichnete Gericht das der­selben Eigentümerin »u- aesch'iebene Grundstück der Geutarkung (Hieben Fl. 10 Rr. 87 -- 1672 qm ?lcker am Bnrreograben links des LchützaeSborner Wegs versteigert Die Bedingungen werden vorher bekanntgegeben.

Gienen, 5. Levtvr. 1921.

Hess. Ortsgericht. _________V e o. 9661V

Iüng. EenfllMaaiebi! e sucht für nbendö ttbrifiL Nebenbeschäft. entL auch für bnheim. Sckr. Angeb. u. 01214» an den G. 2ln<.

Band onlumepieler e-nvfiebli stch zum Anf- ipieleu beiTanz-Deran- staltunaenuiw. Eelnrieh klagst,Wall,orstr.19 1-«"

fen, der zugleich König von Polen war, hatte zwar zeitweilig Absichten aus Mähren und Oberschlesien, aber diese beiden Länder sollten ein ganz neues; Königreich bilden und nicht zu Polen geschlagen werden.

Al« dann durch den Breslauer Frieden von 1742 Oberschlesien mit ganz Schlesien als die Frucht des ersten schlesischen Krieges an Preusten kam, da hat Sachsen-Polen nicht den geringstenEin- spruch erhoben und auch bei den späteren Friedens­schlüssen von 1745 bis 1763, in denen die Zu­gehörigkeit Schlesiens zu Preußen bestätigt wurde, erfahren wir nicht« davon, das) Polen irgendwelche alte Desitzrechte auf Oberschlesien geltend gemacht hätte. Als Polen durch die Umgestaltung der poli­tischen Welt durch Rapolevn eine teilweise Wie­derherstellung erfuhr unb allerlei preußische Ge­biete zu dem neugefchafsenen Grvßherzogtum War­schau geschlagen wurden, ist es Ravoleon doch nie eingefallen, Oberschlesien als irgendwie zu Polen gehörig zu behandeln und deshalb mit dem neu- gebildeten Staatswesen zu vereinigen. Oberschle­sien blieb auch nach der grausamen Verstümmelung Preußens durch den Tilsiter Frieden als ein un­trennbarer Bestandteil Schlesiens bei Deutschland. Ebensowenig wie für Rapolevn konnte es für den Wiener Kongreh, der die von Rapoleon völlig umgeformte politische Gestaltung Europas neu regelte, eineoberschlesische Frage" geben. Das konstitutionelle Königreich Polen, das nun unter dem russischen Zaren geschaffen wurde, erhielt zwar eine Reihe neuer Staaten zugeteilt, aber von einer Zuschlagung Oberschlesiens zuÄon- greßpolen" ist nie die Rede gewesen. Auch während der nationalen Stürme, die im 19. Zahrhundert