Druck unb Verlag! vriihl'sche Unia.-Vuch- und SkiHbriuterei K. Lange. Schriftlrltung, 6tfd)«ftsfte8c und Druckerei: Schulstraße 7
schlesienS zurückzustellen.
t hat, wird ungsMige fanb nach- rbände er- i, wer als
>ucchsührung iie Kommu- nd bei der verband von alverbändcn
lnalver« efertes Ge- ^gesehes zu
Ort der nächsten Konferenz wurde Ob bestimmt.
DreSlau, 8. Juli. (WTB.) Bei den Besprechungen des Reichskanzlers mit den Vertretern der Parteien und der Presse kam der einmütige Wille zum Ausdruck, alle trennenden Meinungsverschiedenheiten hinter dem einen Gedanken an die Rettung Ober*
Wo steckt denn der Riesenhemmschuh für die deutsche Republik? Die Steuerdebatte im Reichstag hat dies doch wohl mit aller Deutlichkeit dargetan. Auch der vielgenannte Optimismus des Reichskanzlers Dr. Wirth konnte es nicht verbergen, wo die Hauptursachen tiefster Besorgnisse liegen: in der fürchterlichen Härte der Forderungen unserer Gegner. Das Kabinett Wirth will sich damit abfinden und Mn»
-nen zweier Mg. Aus lehung der Hof.
erden gegen gnung ent- igsbehörde. hmer land-
Einne des >eit sie mit einer Kops- stsjahr Der- 1 Sah Z des ■r 1 ha von
: Deichsge« ohne sowie g des Ge- ides-Crnäh« Vorbehalten, nungen der dürfen der
Breslau. 8. Juli. (WTB.) 3n einer Volksversammlung in der Iabrhunderthalle machte der Reichskanzler, von lebhaftem Beifall empfangen, folgende Ausführungen:
Jahren treten.
Der Inhalt des Wirthschen Steuerprogramms ist höchst anfechtbar, wie folgende , charakteristische Stelle aus der Rede Helffe- richs zeigt, die wir hier wiedergeben wollen, toeil sie eine Entgegnung der Regierung herausfordert und wohl auch zur Folge haben wird:
„Jede Steuer ist schließlich tragbar- so lange ie aus dem Einkommen, das Hahr für Jahr erzielt wird, bezahlt werden kann, und so lange dann noch soviel übrig bleibt, daß eine Reubildung von Kapital möglich ist. die dem natürlichen Zuwachs eines Volkes entspricht. Diese Grenze ist bei uns heute schon überschrttten. Das R o t o p f e r ist durchgestaffelt bis 65 Prozent der Vermögen. Die Einkommensteuer ist durchgestasfelt bis 60 Prozent der Einkommen. Die Erbschaftssteuer ist schon für Kinder und Ehegatten durchgestaffelt — anscheinend nur bis 35 Prozent, in Wirklichkeit ist sie durchgestaffelt bis 70 Prozent. Denn wenn der Erbe bereits Vermögen besitzt, dann kommen Zuschläge hinzu, die sehr bald den vollen Betrag der eigentlichen Steuern erreichen, also einer Verdoppelung gleichkommen. Meine Damen und Herren- Sie können gewiß das Rotopfer noch weiter schrauben, können die Einkommensteuer noch weiter erhöhen, auch die Erbschaftssteuer noch weiter hinaufsehen. Was Sie damit für ein volkswirtschaftliches Anglück anrichten, darüber wollen wir. wie gesagt, heute nicht diskutieren. Aber eins ist sicher: Sie können das Rotopfer nicht verdoppeln, denn 130 Prozent von seinem Vermögen kann auch der reichste Mann nicht bezahlen. Sie können die Erbschaftssteuer nicht verdoppeln, denn 150 Prozent von der Erbschaft kann der reichste Mann nicht bezahlen. — Ja. dann nehmen die Herren das aus dem Blau des Himmels heraus, wenn es ihnen auf der Erde fehlt. — Sie können die Einkommensteuer. topnn Sie nicht über eine Konfiskation der Einkommen noch hinausgehen wollen, gleichfalls nicht verdoppeln. Wenn Sie 120 Prozent vom Einkommen erheben, hat der Mann nichts zum Leben, und zweitens wird seine Vermögenssubstanz angegriffen und sehr bald aufgezehrt.
Ich überlasse es dem Urteil der Herren hier (zur Linken), ob Sie glauben, daß unsere i n - direkten Steuern ohne die schwersten Schädigungen von 12—13 Milliarden, die sie heute erbringen, auf den Betrag von nahezu 40 Milliarden hinaufgebracht werden können, von dem heute der Herr Reichsfinanzminister sprach. Machen Sie die Division mit 60 Millionen deutschen Einwohnern, sehen Eie, was auf den Kop kommt!
Meine Damen und Herren, nehmen Sie eine andere Relation, aus der Sie die Unmöglichkeit ersehen werden, hier zu Rande zu kommen. Richt ein deutscher Sachverständiger, sondern, soviel ich weiß, die alliierten Sachverständigen haben das
durchschnittliche Einkommen in Deutschland pro Kops der Bevölkerung bei der Brüsseler Kon- mögliches mögüch machen. Die gelassene Fest-1 ferenz auf 3900 Mk. geschätzt. Machen Sie die
Annahn». oon l*)tigeo für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Derbmdl'chbeit. Preis für l mm höhe für Anzeigen v 34 mm Breite örtlich 40 Pf, auswart, 50 Pf.; für Reklame, Anzeigen von 70 mm Breite ltWPj Bei Platz. Vorschrift20' .Aufschlag. Hauplschriftleiter: Mug. Goetz Verantwortlich für Politik: Auy. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: Hans Beck, sämtlich in Dietzen.
'S geschul. ^meinden für den
.30. Settern» ln gleichem folgen. Der
N
Meisaus. । des @r.
Absah 4
'Ne der der Attembet
11’1 ausge. b/n haben fernen, ' L'esersolls Mtlaj des Reichs.
>m
stellung des Kanzlers, daß das deutsche Volk die restlose Durchführung des Versailler Vertrages und der MltimatuinSforderungen bei Anstrengung aller Kräfte schließlich werde ertragen können, zeigt sich erst in ihrer ganzen unheimlichen Bedeutung, wenn wir die Ziffern uns genauer ansehen, auf die er seine Be° hauptung gestützt hat. Herr Dr. Wirth berechnet die künftigen Gesamtsteuereinnahmen auf etwa 80 Milliarden; die direkten Steuern würden 401/* die indirekten 36'/« Milliarden ergeben. Der deutschnattonale Abgeordnete Dr. H e l f f e r i ch bezifferte demgegenüber den Zahresbedarf bei der Durchführung des Ultimatums auf 155 Milliarden, so daß sich ein Defizit von ungefähr 70 Milliarden ergeben würde. Demnach sei die Ausführung des gegnerischen DlltatS einfach unmöglich! Auch die „Voss. Ztg.", die für die Erfüllung der durch Deutschlaill) übernommenen Verpflichtungen sich einsetzt, errechnet als Deckungsnotwendigkeit 100—110 Milliarden; zu dem gleichen Ergebnis kommt ein Sachkundiger in der „Köln. Ztg.". Und wie unsicher und bedenklich sind viele der vom Reichskanzler genannten neu zu erschließenden Steuerquellen! Die schärfste Krittk traf den Plan, den Besitz von Sachwert gegenüber dem Papierkapital schärfer heranzuziehen, wobei zunächst daran gedacht wird, das Reich an den größeren Unternehmungen zu einem Bruchtell des Ertrages und Wertes durch eine Art Genuß- fchein zu betelligen. Daraus folgerte Abg. Helfferich einen Abbau des deutschen Ra- ttonalvermögens überhaupt und eine empfindliche Schwächung des WirtschastSkörperS. Die Realwerte würden mehr und mehr zum
Wochenruckblick.
Seit dem Kriegsende find dem deutschen ' Dolle die allerschwersten Gewissensprüfungen , nuferlegt worden, die es wahrlich nicht leicht genommen hat. Alle Welt schrie über die deutschen Frevler, die wider Recht, Zivlli- satton und Kultur gesündigt hätten. Der Knüppel der Verleumdung, der von der Entente so erfolgreich gegen unS geschwungen worden war, blieb auch weiterhin eine Waffe der Sieger und FriedenSdiktatoren. Die Gründer aber unserer neuen deutschen Republik gebrauchten zu ihren Prvpagandazwecken leider ebenfalls die rücksichtsloseste, recht oft alles gerechte Maß verletzende Zuchtrute wider den alten Staat. War dies etwa der rechte Weg, Gerechtigkeit für uns Deutsche zu erwirken?
Heute aber nähern wir uns dem Zeitpunkt, wo es jedermann in unserem Volke völlig Har werden müßte, daß der Rechtssinn und die Menschlichkeit unserer Gegner auf viel schwächeren Füßen stehen, als man eS von irgendeiner Ra ion jemals erdacht hatte. Die Vorgänge in Oberschlesien sprechen darüber Bände, die Willkür unserer Feinde in den Rheinlanden schreit zum Himmel. Und nun kommt hinzu, daß man auch mit unserem obersten Gerichtshof, vor dem die sogenannten Kriegsverbrecher erscheinen, ein schnödes Spiel tteibt. Herr Briand zieht, wie gestern gemeldet wurde, seine Konttollmission aus Leipzig zurück und sucht auch England und Belgien in diese Verleumdungstaktik hineinzuziehen. Wir haben die Leipziger Prozesse verfolgt und gesehen, wie streng sich die Richter an die Tatsachen und Rechtsvorschriften gehalten haben und wie nichts versäumt wurde, um die volle Wahrheit ans Licht zu bringen. Major Crusius, der Hauptangeklagte, ein kranker Mann, von dem man keineswegs bestimmt feststellen konnte, daß er für seine Verfehlungen voll verantwortlich gemacht werden kann, ist au einer harten Gefängnisstrafe verurteilt worden. Aber vielleicht entspringt der Aerger unserer westlichen Rachbarn nur den für sie selbst belastenden F e st st e l l u n g e n, die in Leipzig gemacht worden sind. Verschiedene einwandfreie Zeugenaussagen lauteten für französische Kriegsteilnehmer sehr unrühmlich. Der Staatsanwalt hat auch von dem verletzten deutschen Rechtsempfinden gesprochen, das sich gegen die einseitige Verfolgung deutscher Vergehungen wende, während die Schuldigen der anderen Rationen unbehelligt bleiben.
llk. 158
Der Lietzener 2In$dqer mit der -Dienstagsbeilage ,5part-Umschau- erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. Monatliche veruo?vreise: Mark 5.- einschließlich Trägerlohn, durch die Post bezogen Mark 5.75 einschließlich Bestellgeld, ^„"sprech-Anschlüsse: fürdieSchristleltung 112; für Druckerei, Verlag und Geschäftsstelle 61. Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiaer Gießen.
poftfchemonto: gfenffnrt a. M. 1168*.
3d) glaube, ich bin berechtigt, für die Bevölkerung des deutschen Rheines, aber auch für die Reichshauptstadt und für die Reichsregierung in Ihrer Mitte ein freundliches Wort deS Trostes m diesen schweren Zeiten, aber auch ein entschiedenes Wort der Tatkraft und des entschiedenen, einheitlichen Willens Deutschlands zu sprechen. (Lebhafte Bravorufe.) Wenn ich von dem einheitlichen Willen Deutschlands spreche, für das Schicksal Oberschlesiens tätig zu sein, so müssen Sie, geehtte Volksgenossen, sich darüber Har sein, daß das Deutschland von beute nicht in der Welt hinter sein Recht auch die Kraft zu sehen vermag, wie einst in alten Tagen. (Zuruf: Leider!) Ich nehme es niemand hier Übel, der in Trauer und Schmerz vergangener Herrlichkeit gedenkt. Aber damit werden wir nicht frei, damit werden wir nicht wieder ein großes Volk, wenn wir nur in Historien machen, oder wenn wir nur Kritik üben an den Fehlern der Vergangenheit. Hetzt heißt es mit neuer Kraft, wenn auch unter Trümmern wieder ein neues Reich nationaler Wohlfahrt aufzubauenl Viele Köpfe, viele Sinnei Und doch wölbt sich über diesem allen der große, gewaltige Kuppelbau, der die Stimmen zusammenfaht nicht nur von mir, sondern von Ihnen allen zu dem großen, mächtigen Ruf: Lasset doch alles Mißtrauen fahren, laßt die Dinge im Hintergrund, die uns trennen. Es war heute morgen für mich ein feierlicher Augenblick. als in der Sitzung der Presse und der poli- tischen Parteien der einmütige Willen zum Aus- bntcf gekommen ist und von den zwei Herren der Rechtsparteien besonders versichert wurde, daß jeder Gedanke des Mißbrauches des Selbstschutzes und daß jeder Gedanke, in unserem deutschen Vaterland jetzt mit irgendeiner Gewalt die heutige Ordnung des demokratischen Volksstaates stürzen zu wollen, daß dieser Gedanke von rechts bis links abgelehnt wurde. (Lebhafte Bravorufe.) Wollen wir also Politik in Deutschland machen, sehr geehrte Versammlung, so müssen wir es unter Hintansetzung jeglichen Mißtrauens tun. Darüber lacht doch die ganze Welt, wenn wir in unserer tiefsten Rot heute uns um Kleinigkeiten willen selbst die Köpfe ein- schlagen. (Sehr richtig!) Schauen Sie hinüber nach England. Was zÄgte dieses Volk für einen einheitlichen Willen in den Tagen, wo die deutsche Macht die Welt erzittern machte. Wir haben keine Waffen in den Händen, nur eine Waffe haben wir. das ist der Gedanke des Rechts und der Freiheit für unser deutsches Vaterland! (Lebhaftes Bravo.) Den lassen wir über die Welt hinklingen. Wir pochen auf unser Recht, wir gaben die Gegengabe und sind willens, unser Versprechen zu halten. Schauen Sie aber zum Rhein! In einigen Städten, die neu beseht sind, findet seit Wochen kein Unterricht mehr statt, well alles gebraucht wird für die fremden Besatzungen. Soll das dem Ausbau E -Topas dienen, daß die junge deutsche Welt nicht mehr in die Schule gehen kann? Sehen Sie sodann, wie freie Männer in Handel und Wandel durch die
ung dieser Aufgabe sei eine der wichtigsten zum Wiederaufstieg unseres Vaterlandes. 3n I einer Pressekonferenz teilte Dr. Hermes mit, daß I die Konferenz mit überwiegender Mehrheit be- chlossen habe, im Hinblick darauf, daß mit einer Befriedigung des inländischen Bedarfs an Zucker in der neuen Ernte gerechnet werden könnte, die Zwangswirtschaft zum 1. Oktober dieses Jahres aufzuheben. Die einzelnen Beschlüsse folgen später.
Die Stellungnahme der Konferenz wurde in folgenden Leitsätzen festgelegt, denen alle Teilnehmer zusttmmten: Die Konferenz ist überein- timmenb der Anschauung, daß die vermehrte Kunstdüngerverwendung das 'wichtigste Mittel zur Förderung der landwirtschaftlichen Erzeugung ist. Es sollen deshalb in enger Zusammenarbeit von Reich und Ländern, von Landwirtschaft, Industrie und Handel alle Wege, die zu diesem Ziele führen, beschritten werden. In erster Linie ift der Weg fortdauernder Aufklä- rung zu beschreiten, wobei die Veranstaltungen von landwirtschaftlichen Versuchen, die alle Kunstdüngerarten berücksichtigen, in möglichst weitem Umfange in Frage kommen. Ferner ist der Weg der Anlage von Beispielswirtschaften zu wählen, der neben der Anwendung von Kunstdünger die Vorteile der rationellen Bewirtschaftung überhaupt (bessere Bodenbearbeitung. Anwendung von ausgewähltem Saatgut) vor Augen führen. Dazu sollen vom Reich ins Benehmen mit den Ländern einheitliche Richtlinien aufgestellt werden, während die Aufklärungsarbeit selbst an Hand dieser Richtlinien von den einzelnen Ländern zu leisten und den verschiedenen Verhältnissen ihrer Landwirtschaft anzupassen wären. Wegen der Ausführung der Versuche in den einzelnen Ländern | scheint eine Regelung in dem Sinne zweckmäßig-1 daß den Hochschulen die Bearbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen Vorbehalten wird. Daneben sollen die etwa vorhandenen provinziellen Forschungsinstitute alle prattischen Wirkungen feststellen, vornehmlich jedoch die landwirtschaftlichen Schulen und die landwirtschaftlichen Berater die Durchführung der Maßnahmen übernehmen. Die dem Reich zur Verfügung stehenden Mittel sollen an die Länder nach einem Mahstabe verteilt werden, der den Bedürfnissen der Aufklärung der einzelnen Länder entspricht und möglichst allen den Erfolg sichert. Die Aufstellung des Maßstabes soll einer besonderen Kommission Vorbehalten werden, in der alle Länder vertreten sind. Der Bezug künstlicher Düngemittel ist durch Riederhaltung der Frachtsätze und die gleichmäßige Frachtbelastung für die verschiedenen Reichstelle zu fördern.
Zur Fr ge der Z u ck e r b e w i r t s ch a f- tun g we.den fast einstimmig folgende Beschlüsse angenommen: Die Konferenz ist angesichts des Amstandes. daß der Zuckerrübenbau eine wesentliche Zunahme gegenüber dem Vorjahre aufweist und angenommen werden kann, daß die dies- jäh ige Ernte zur auskömmlichen Versorgung des Inlandes ausreicht, der Ansicht, daß die Zucker- । zwangswirtschaft zu Beginn des neuen Ernte- . jahres, also zum 1. Oktober, aufgehoben wer- > den soll.
Weiter werden olle Auffassungen der Kon- : ferenz in einem Beschluß angenommen, daß die
Verkauf gebracht, und diese fatale Entwicklung würde damit enden, daß das Ausland „für ein Stück trocken Brot" in den Besitz deutschen DolkSvermögenS gelangte. Der Abg. Dr. Decker von der Deutschen Volkspartei wies ebenfalls sehr einleuchtend auf diese Gefahren hin. Bei der sogenannten Veredelung deS Reichsnotopfers handelt sich'S darum, diese einmalige Vermögensabgabe in eine laufende zu verwandeln mit einer Gesamtdauer von zehn Jahren. Der bisherige Stichtag vom 31. Dezember 1919 soll fallen und an eine Stelle eine Reuveranlagung der Steuer- -flichttgen in Abständen von drei zu drei
frnu.
6-
Ä
gUhr pünkklÄ itn.
iwM
hrrDorstan^ ]DDODDOdDDD^ Wchl'ele
"en zweier gegen tellung der 'sschuh als
je»®*"511'
Multiplikation mit 60. bann kommen Sie aufs zur Zeit bestehende Regelung für den Verkehr
ein Volkseinkommen von ungefähr 230 Milliar- mit Kaffeeersatzmitteln mit dem 1 2hig.
den. Von diesen 230 Milliarden sollen 150 bis dieses IahreS außer Kraft treten sollen D e Kon- 155 Milliarden Steuern — also zwei Drittel! — ferenz ftimmt mit übeitDicgcnber Mehrheit den erhoben und zum großen Tell an die Entente I Vorschlägen des Reichsministeriums und des abgeführt werden. Ist das eine Möglichkeit?" Reichsernährungsministeriums über die Aushc-
ES ist nicht darüber zu streiten, daß für bung der Verordnung über den Handel mit L e - das Reich zur Erfüllung seiner riesigen Der- dens- und 8U 11 e r mi 11 el n Dom 24 3um Pflichtungen neue Steuern, direkte und in-1 ]916, über ben Handel mit Ta ba k oom
birefte geschaffen werden müssen, und die Der Erlaß einer entsprechenden Verordnung wird
Parteien sind verpstlchtet, nicht bloß negative demnächst erfolgen. Der Großhandel mit Lebens Kritik zu üben, sondern positive Ergebnisse zu unb Futtermitteln, mit Tabak und Wein wird schaffen. Was an Steuern geleistet werden dcunit von den Vorschriften befreit, die den Bekamt, soll geleistet werden, was aber von ginn des Großhandels von einer behördlichen vornherein den Ruin unserer Volkswirtschaft Genehmigung abhängig macht.
bedeutet, hat zu unterbleiben. Ergibt es sich, Die Konferenz sprach sich für die Beibehal- dah die Wiederherstellungsleistungen in so kun° der «->l°br°i,ari° au«, M- Lr°. hohem Ausmaß wie sie von der Entente ums -in-Srhöbung der
diktiert worden sind, nicht vollbracht werden augenbndli(6 „w in Frage
können, so muh diese Wahrheit beizeiten offen ^mmen.
ausgesprochen werden. Inzwischen dürfen wir 2lls uns das Mark des Widerstandes gegen die denburg
fremde Tyrannei nicht aus den Knochen schla- -----—
Rede des Reichskanzlers
Wahrheit und Vernunft unter den Völkern, in tBttSlaU.
nicht durch die Völkerbundsschalmei, sondern DreSlau 8 3ult (WTB.) Der ' durch tapferes Aushalten m gerechtem und $ l<M(andfcr der heute in Begleitung charaktervollem Geisteskampf. des preubischen Ministers des Innern. $ o.
------ ■ ■■ -------- minicus, hier eingetroffen ist, nahm zunächst im Oberpräsidtum die Vorstellung der Be-
Konserenz - amten entgegen, um 10 Uhr empfing er die der Ernährungsminister. Vertreter der Behörden, der p°»tt!chen Par.
Stuttgart 8 JU.U Sk «on- Ab.
! ch^s t i nUte r d-"r°Wnde- uMer b™ Vor. fangen,chaft befreiten Abg. S°z°p°ntk m» sitze des Reichsministers Dr. Hermes trat heute die Pressevertreter zu einer zwanglosen AuS- in Stuttgart zusammen und beschäftigt sich neben spräche, in welcher nach den einleitenden Wor- Fragen der Aufhebung der Zuckerbewirtschaftung ten des Reichskanzlers auch die Parteien zum und der Bestimmungen über den Crlaubniszwang Worte tarnen.
mit Lebens- und Futtermitteln in der Hauptsache mit der Frage der Produktionsförderung, speziell mit der Kunstdüngerversorgung. Der württembergische Staatspräsident, Dr. fieber, begrüßte die Minister der Länder. Reichsminister Dr. Hermes dantte und wies aus die glückliche Zusammenarbeit von Industrie und Landwirtschaft in Württemberg hin. Die Stuttgarter Konferenzen werden in den Fragen des Abbaus der Zwangsbewirtschaftung und der Förderung der Produktion eine wertvolle Etappe sein. Die Lö-
Erste; Blatt 17b Jahrgang Samstag, 9. Juli 1921
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Aber er hat ausdrücklich hinzugefügt, dah dies das Urteil des Reichsgerichts in keiner Weife beeinflussen könne und werde. Herr Briand und seine Draufgängerpresse sind verschnupft. Deutschland hat nur das Recht, geprügelt zu werden. Was sollen wir im Zeichen unseres DersöhnungSkabinettS dagegen tun? Wollen wir Wahrheit und Recht verstecken, das Ansehen unseres Obersten Gerichtshofes beschimpfen lassen?
Leider haben die letzten Reichstagsverhandlungen über unsere Rechtspflege, besonders über den F a l l I a g v w, recht ungünstig gewirkt. Vielleicht ist gerade daraus Herrn Briand der Mut zu seinem Vorgehen erwachsen. Die übereifrigen Republikaner in Parlament und Presse hüten das Reichsinteresse schlecht. Selbst wenn es richttg wäre, dah das Verfahren gegen Iagow recht wohl eine Beschleuni^ng hätte verttagen können — rechtfertigt sich daraus ohne weiteres ein all- gemeiner Tadel für unsere deutsche Justiz, die Preisgabe wichttger Interessen vor dem Auslande?
Wenn wir in Europa wieder zu einigem Ansehen, zur Beseittgung der drückendsten Fremdherrschaft, gelangen wollen, so müssen wir die Kiste der Zankäpfel unserer inneren Polittk möglichst erleichtern. Es gibt gewiß auch Vergehungen mancher Linksputschisten, die noch nicht gesühnt worden sind — aber man sollte kein Verlangen tragen, unbesonnen nur in der Vergangenheit herumzuwühlen, deren Lehren sich auch aus einem Verfahren der Milde und des bekannten Mantels der christlichen Rächstenliebe ergeben. Am die bestmögliche Förderung der deutschen Zukunft sollte sich'S in der Hauptsache handeln! Herr v. Iagow soll gerechter Strafe nicht entzogen werden, sein „Fall" soll aber auch nicht in bliiwer Weise den Bedürfnissen unserer schlimmsten Bedrücker dienstbar gemacht werden . . .


