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bet zur Wiederherstellung bet Crirmntg ge­eigneten Maßnahmen übergegangen Tie Konferenz hat außerdem der Interalliierten Absrimmungskommission in Oberschlesien An­weisung erteilt, ehren Aufruf an die Be­völkerung zu erlassen, in dem die Unruhen verurteilt werden und bekanntgemachi werden soll, daß die verbündeten Regierungen nichts hindern wird, in der Freiheit gemäß dem Vertrage von Versailles die Zuteilung der durch Volksabstimmung unterworfenen Gebiete zu bestimmen.

P a r i 3, 8. Mai. (WB.) Wie derTemps" mitteilt, hat das militärische Komitee von Versailles die Vorschläge der eng­lischen Regierung, in Oberschlesien die Aufrechterhaltung der Ordnung dadurch sicher zu stellen, daß man das strittige Industrie­gebiet durch interalliierte Truppen besetzen lasse, die 'übrigen Gebiete dagegen Polen resp. Deutschland schon jetzt übermitteln folle, ab­gelehnt. Die militärischen Sachverständigen seien der Ansicht, daß die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht ergriffen werden sollten, da sich im übrigen auch die Lage in Oberschlesien ernstlich zu bessern scheine.

Segen dieBerwendung farbigerTruppen.

Paris, 7. Mai. (Wolff.) Die Gattin des amerikanischen Kongreßmitgliedes Fred A. Britten, die bei Marschall Foch per­sönlich Protest gegen dre Verwen­dung farbiger Truppen im deutschen Besetzungsgebiet zu erheben beabsichtigt, ist in Paris angekommen.

Au» den, Reiche.

Eine Kundgebung de» Vereins deutscher Eisen- und Stahlinduftrieller.

Berlin, 7. Mar. (Wolff.) Der Verein deutscher Eisen-und Stahlindustriel­ler hat in der Mitgliederversammlung fol­gende Entschließungen gefaßt und an den Reichspräsidenten, den Reichskanzler, den Reichsminister des Aeußern, den Reichswirt- schastsminister und den Reichsminister des Innern gesandt:

1. Die in Berlin tagende Mitgliederver­sammlung des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller wendet sich mit aller Ent­schiedenheit gegen das Gerücht, daß die deutsche Industrie der Unterzeichnung des neuen Ultimatums der Entente nicht wider­spreche. Die deutschen Eisen- und Stahlindu­striellen, insbesondere die rheinisch-westfäli­schen Industriellen, wollen lieber alle mitderDesetzungdes Ruhrgebiets drohenden Laßen und Opfer auf sich nehmen, a 15 unerfüllbare Be- oingungen annehmen, die früher oder später doch die Besetzung des Ruhrgebiets Mir Folge haben würden. Genügt doch nach den neuen Bedingungen die Nichterfüllung irgendeines Punktes, um den Feinden für weitere Zwangsmaßnahmen, wie für die Be­setzung des Kuhrgüriets sogar Rechtstitel zu verschaffen.

2. Die überaus traurige Lage Ober» schlefiens zeigt, daß die interalliierten Besatzungstruppen, die im Versailler Vertrag Übernommene Pflicht des Schutzes der Bevöl­kerung nicht erfüllen. Die Mitgliederversamm­lung des Vereins deutscher Eisen- und Stahl- industrieller verlangtdaher .ganz ent» sckieden, daßdeutscheTrupp en mar- schier en, ehe es zu spät ist.

Der bayerische Städtebuno und die Steuer- Politik.

Ludwigshafen, 7. Mai. (Wolff.) Der bayerischeStädtebuud ist gestern mit­tag hier zusammengetreten. Die Tagung war nicht öffentlich. Bemerkenswert ist die Stel­lungnahme des Städtebundes zur Novelle »um Reichseinkommen st euergesetz, die einstimmig Annahme fand. Der Städte- Lund erhebt neuerdings die Forderung auf Wiedereinführung der Zuschlagsautonomie auf tdlen Gebieten der direkten Steuern. Fer­ner wird beantragt, im Reichs- und Landtag je einen interfraktionellen Ausschuß für kom» Munale Angelegenheiten zu bilden, der mit den Vertretern der Gemeindeverbände in allen das gemeindliche Leben berührenden Fragen der Gesetzgebung und Verwaltung Fühlung ui nehmen hat. Als Ersatz für die durch die Verfügungen der eingangs erwähn­ten Novelle entstandenen Einnahmeausfälle verlangt der Städtebund, solange die Zu­schlagsautonomie noch nicht wiederher gestellt worden ist, das Recht gemeindlicher Zuschläge zur Reichseinkommen» und Kürperschafts- steuer bis zu 10 Prozent für das Jahr 1920 unb Die folgenden Jahre und ferner Erhöhung de« Länderanteils an der Reichsgesetzsteuer um 10 Prozent.

des

Kasparek verhaftet.

b- S.. 7. Mai. (Wolff.) Der ^ÄaNeichen Zeitung" zufolge wurde heute früh Xr.;Jr?ai0c kommissarische Landrat des Kreises Wangershausen, der Unabhängige Re» Akteur Kasparek, auf Veranlassung Sondergerichts verhaftet.

AU8 dem besetzten Gebiet.

Der Aufmarsch der Fmnzosen

-Ma in-.9^ Mai. Der Mainzer vmai-t» bahnhm gleicht leit namStag einem räuiaen Sagrr. Ununtrrbnxbm rollen von ber j& t durch Rdernbessen die frantf-vdrox Militär i" e in den Bahnbos und nehmen hier ein , AusemhaU Mpechäger, ^nrantme, 'IrtSenc Dwmere alle Truppengattungen sind bunt burk einander gewüriell vollständig feldmarschmä^ au-aerüstet mit funfclnagdneurt Monriei-unq kJ Sicherung der Eisenbatmstrecken haben die Fran- Ssen die umrassLNdsten Vorbereitungen getroffen

)N TürkiSmüble an ist die gesamte Bahnstrecke in .kurzen Zwischenräumen durch starke

marokkanische Posten unb WacMommandos be­macht. Die Brücken unterliegen besonders scharfer Bewachung. Zur Besetzung des Ruhrgebiets werden vorläufig nur weiße Franzosen verwendet. Da­gegen erhalten alle Garnisonen des altbesetzten Gebietes mit weißen Soldaten schwarze Truppen während die weißen ins Ruhrgebiet kommen. In den süddeutschen Rheinhäsen ist mit der Verladung französischer Truppen auf Transportschiffe be­gonnen worden.

Die Zollgrenze.

fpd. Koblenz, 8. Mai. Infolge der Zollkontrolle staut sich der Güterver­kehr auf den Bahnhöfen Troisdo rf und Kalk in bedenklicher Weise. Da die Rhein- linien den Verkehr nicht mehr bewältigen können, müssen Umleitungen in großem Um­fang über die Station Betzdorf vorgenom­men werden.

Verbot deutscher Zeitungen.

fpd. Frankfurt, 8. Mai. Die fran­zösischen Besatzungsbehörden haben im Ein­vernehmen mit der Interalliierten Kommis­sion angeordnet, diejenigen im rechtsrheini­schen Gebiet erscheinenden Zeitungen von der Einfuhr in das besetzte Gebiet auszuschließen, die künftig inprovo­zierender oder systematischer Weise" sich in Angriffen gegen die schwarzen .Besatzungs­truppen ergchen.

Arr» Statt nid Land.

Gießen, den 9. Mai 1921.

Errichtung eine- TierfeucheninftitutS.

Dem Landtag ist eine Regierungsvorlage zu­gegangen, in der Antrag auf Ermächtigung Mr Bereitstellung von Staatsmitteln für die Errich­tung eines Tierieuchew-Jirstituts an der Landes-- Universität Gießen gestellt wird. In der Vorlage heißt es u. a., daß die Landesuniversität bereits int Jahre 1919 darauf 'frtngtiriefen hat, daß die veterinärriNebizinisdjen Jnstttude in Gießen der Ergänzung durch eine Anstalt bedürften, in welcher die Studiere, den die wichtigsten einheimischen Tierseuchen, ihren Verlauf imb ihre Bekämpfung am kranken Tiere kennen lernen müssen unb das gleichzeitig als Forschungsinstitut zu Dienen hätte. Die schweren Verluste, die in den Jahren nach dem Kriege der deutschen Volkswirtschaft durch das verheerende Auftreten von Viehseuchen erwuchsen, unterstrichen den Wunsch nach Errichtung einer der­artigen Anstalt fru r Seuchenverhütung und ^Bekämpfung.

'Tie RauMfrage und der Kostenpunkt stan­den dem Plan im Wege: erstere kann als gelöst betrachtet werden, nachdem feststeht, daß das in der früheren vekrinär-medizinischen Klinik unter­gebrachte agritulturchemische Institut der Univer­sität in kurzem anderswo unter gebracht rotrü ui b lene Klinik für das Seucheninstitut verfügbar ist. Damit war die Unterlage für einen Kostenvvr- anf chlag gegeben. Er knistert sich nach den Berechnungen oes Hochbauomtes Gießen und des Direktors der Mebrznrffchen Deterinärklinik (des demnächstigen Leiters des Tierseuche r.stitutS) auf rund 900 000 Mk.; die laufenden Kosten sind mit 100 000 Mk. anzunehmen, doch dürfte ihr Betrag durch Erlös für Sera, die im Institut 'hergestellt werden, unb durch sonstige für die Seucheubekämp- fung zufließende Mittel erheblich dermr.ibect werden.

Zur Deckung der einmaligen Kosten ist aus Ueberschüssen der Viehdan belsver» b änbe eventuell solchen bec Milch- und Fettstelle usw. Mit Zustimmung ber beteiligten Ressorts un­ter Billigung bes Finanzausschusses der gesamte voraussichtliche Betrag von 900000 Mk. bereitgv- stellt.

Abgesehen davon, daß inzwischen andere Län­der mit sehr erheblichen Mitteln gleickartige Jn- ftitute errichtet haben, nimmt Mr Zeit das ReichS- gesundheitsamt einen wichtigen Ausschnitt ber Aus­gabe die Bekämpfung der Maul- and .Klauen­seuche systematisch in die £>anb. Es beabsichtigt, im Wege der Vereinbarung den Instituten der ein­zelnen Länder Teilfragen dieses Forschunasgebie» tes Mr besonderen Pflege zuzuweifen und dafür Geldmittel (500 000 Mk. jähriich) zur Verfügung zu stellen. Aus der betreffenden Mitteilung des Reichsministers des Innern vom 14. März 1921 fleht hervor, daß Preußen, Bauern unb Sachsen ie zwei berartige Institute besitzen, Württemberg, Thüringen unb SSambura je 1: von Baben, Meck­lenburg unb Sxffen wirb erwartet, daß sie mit je einem Institut dazu treten.

Unter diesen Umständen erbittet die Regierung, schon jetzt die grundsätzliche Zustimmung des Land­tags für die Errichtung des Tierseuck^eninstitutes Gießen und ersucht um die Gmehmigung, die bis «rm Betrage von 900 00Ö Mk. notwendig werden­den Mittel, soweit sie nicht aus den Ueberschüssen ber DiehlxmdelSverbänbe ober sonstigen besonderen Fonds gedeckt tonten können, vimächst verfügbaren Beständen der HauptsvaatSLsse entnehmen M dürfen.

Oberförstern Sbornvorf Mrd der Förster Verb­rich Gonder aus Nieder-Breidenboch zum Förster der Forstwartei Romrod in der Oberförstern Rvmrvd-2üd ernannt. Gleichzeitig wurden am 29. April in gleicher Tiensrergenschaft venetzt: der Förster der Fonnvartri Hirschhorn 1, Ludwig Junget zu Hirschhorn in die Forstwartei Burk­hards der Oberförstern 'Scdorten: der Förster der Forstwartn Eennsselber Tanne Philipp res M Forsthaus Apsellachbrücke i-i die Forst- uxrrtei Langd der Oberförstern Eicheledors; der Förster der Forstwartn BemSieL Ludcng Metz zu Bernsfeld in die Forstwartn Glau vzadl brr Oberförstern' Bab-SalMrusen und der Förster der Forstwartn Altenhain Peter Lud.mg Rihtberg M Alienhain in die Forstwarvn S'lrebenb jrf ber Okersörsterei Stzomdon. Uebeitragen wurde dem Lehrer Wilhelm Radmau zu Heisters eine Lehrerstelle an ber Volksschule zu Efsolder- bach, Kreis Mckingen: dem Lehrer Ernst Fischer zu Eifa eine Lehrer stelle an ber Volksschule zu Flensungen, Kveis Alsfeld: dem Schuiamts- amvärter Heinrich Schiffer M Uellershaufen d.e Lehrerstelle an der VokSschule zu Reichlvs, Kreis Lauterbach In ben Ruhestand versetzt wurde der Lehrer an der Vvlkssckmle zulKarchen, Kreis Frikd.erg, Wilhelm Scharnuvm.

* Wäs chediebstahl. In der ver­gangenen Nacht wurde aus einer Waschküche in der Nord-Anlage sämtliche zum Waschen bereitstehende n a s s e W ä f ch e, bestehend aus Bettüchern, Tischtüchern usw., gestohlen. Vor Ankauf wirb gewarnt.

**DieGießenerWalbbührre eröffnete gestern ihre Spielzeit mit verschiedenen Darbie­tungen, die unter dem TitelGerne Stunde im Märchenreich" zusammengesaßt waren. Auf eine von einem in letzter Stunde zusammen gebrachten Orchester gespielte Ouvertüre folgte ein mit schöner klarer Stimme vorgetragener Prolog. Daran schloß sich die bekannte Szene: Meißener Porzellan und Chinese. Den Hauptteil des Nachmittags nahm bas MärchenspielIlse" von W. Greiser ein.

Bornotizen.

Taoeskalender für Montag: Post- keller, 8Vi Uhr, Mitgliederversammlung der Teuttchnationalen Vvtkspartei. Hindviburg, 8V- Uhr, Mitgliederversammlung der Deutschen Bolfspcrriei. Einkorn, 8 Uhr, Tegernfeer Bauerntheäter. Cafe Leib, 8 Uhr, Konzert einer Kölner Truppe. Lichtspielhaus,tieberüdt". Lichtspiele, Seltersweg,Die Jagd nach dem Tode, 4. Teil", undDie Stunde um Mitter­nacht".

Die Ortsgruppe der Deutschnativ» nalen Volks Partei beranfaritä heute abend im Postkeller eine Mitalieberversamm- lung, um die polittsche Lage und die Vorberei­tungen für die im Herbst ftattrinbenixn Wahlen zur Hessischen Volkskammer zu besprechen.

Das Hagenbeckgastspiel beginnt morgen abend. Am Mittwoch nachmittag findet die einzige Nachmittagsvorstellung statt: in ihr zahlen Kinder bei ungekürztem Programm halbe Preise. Zu dem Gießener Gastspiel, bittet und die Hagenbeckschau aus Darmstadt, wo sie bis gestern mit großem Erfolge gaftiertr, um Auf­nahme folgender Zeilen: Kein einziges Schmi- untemehmen ist so in aller Welt bekannt wie W. Hagenbecks größte Raubtierdressurschau der Erde. Nicht nur bei allen Kulturnationen der alten umb neuen Welt strahlt der Name Hagenbeck in hellstem Glanze, auch ben Negerstämmen Jnnerafrikas, den alten Rassevölkern um die großen Stromgebiete des Indus, Ganges und Bramaputra und jyen primittven Bewohnern der unwirtlichen Pvlar- regivnen gebeutet dieser Name ein Begriff von einem geheimnisvollen We'en, bin alle Tiere der Erde untertan sind. Als Abessiniens arofjer Kaiser MenÄik, derNegus Negusti", durch seinen Mi­nister, den Schweizer Jlg, von den kühnen Dressu­ren Hagenbecksckec Dompteure, die Jlgs Schwieger­vater in Zürich gesehen hatte, erfuhr, erschienen ihm, dem tollkühnen und lei enschaftlichen Löwen­jäger, diese Tresfurlristunaen so unfaßbar unb unglaublich, daß er besaht, Jlg solle friert an Herrn Wilhelm Hagenbeck schreiben und ihn ein» laben, er möge einige Dompteure zu ihm schicken und er wolle ihm bann aus Dankbarkeit so viel Löwen besorgen, wie er haben wolle. DaS ließ sich Herr Hagenbeck nickt zweimal sagen, er rüstete kurz entschlossen eine Erpebitivn aus, bie nach wochenlangem gefabcvollsiem Marsche in Meneliks .Hauptstadt Addis Abeba eintraf Damals geschah es, daß einer ber zur Expedition gehörenden D>mr>- teure Hagenbecks unerschrocken und nur mit einem Knüppel bewaffnet in den Löwenzwinger ging, in dem Menollk zum Zeichen feiner königlichen Würbe eine größere Anzahl prächtiger Löwen hielt, die vor dem kühnen Manne in die dunkelsten Ecken des ZwingcrS frochen. Ein unerhörtes Schauspiel, d?m bas ge­samte diplomatische Korps nebst Menelik unb beiten tapfersten Statthaltern. beiwohnte. So sind bie Dompteure beschaffen, die aus Wilhelm Hagen­becks berühmter Schule Trrtxrrginqm, unb die auch heute noch Glanzpunkte deS Programms der Hagen- becksckau bilden. Aber nickt nur unvergleichliche Dressurgruvpen wird die hiesige Bevölkerung an­läßlich des bevorstehenden Hagenbeckgastsviels be-

Mettcrvoraussage

für Dienstag:

Vorwiegend bedeckt, trübe unb regne» rif ck, Temperatur wenig geändert, westliche Wrnde.

Tas 9(rtantifd)e Tiefdruckgebiet hat feint Lage 'vemg verändert. Es pirscht noch dit Wetterlage und wird auch Morgen noch leichte Nickorschläge bringen.

Om Sdnitten betrun die H ö ckst temper a» tur m Gießen gestern 21 Grad Celsius, die Nie­der s chl ag SM cn g e 8,7 Millimeter.

W

Bon der LandeSuniver fitat. Wie wir raren, tmrb Pvffrifor Türken eine allge- mein txiitanblidr Vvrleuug über die Ad scam- mu rtg»lebrc galten, itifdr 'ich rnsbe'ondere Sih befdiäftigen

nn b. -tag unb Stzmoe ber Vorlesung mefbrn rod) - *1.I ,n der sovalnachri chtcn. Ltr Mvnnerialra' im Mi,il^n»wr ber FEnanzkn, ^iwkiraT Mm1 'um

D uWü V^nrid^D o eTbhZStiEFJL

Oberlehrer an d.r Realickul- ' L ü Tt r b a"* fämtlid? mit Wrrkung vom 16 Ami an xet Förüer Heinrich Gaul zu Stöbbingeu wurde 5«m Für,ter der Forstwarrei Köddingen m der

wundern tonnen, sondern auch Höchstleistungen moderner Zirkus» und VarietSkimst, wie sie heute kaum rod) in Deutschland gezeigt werden können. Auch die Clowns unb Auguste fehlen nicht unb sorgen für den humoristischen Einschlag im Pro­gramm.

Landkreis Gießen.

ga. Grünberg, 7. Mai. In der letzten Ge­meinderatssitzung wurde ber Vorschlag be­sprochen, nröglichst ben Bauplatz für bas geplante Reichsfinanzgebäude in den Hösentränks- gärten der katholischen Gemeinde zur Verfügung zu !i-llcn, bie den Bau einer Kirche beablichtigt, unb dafür im zauid) für ixe Rerckvbehörden das Gelände der katholncken Gemeinde im Tiefen .Hof" an ber Balmlxn«naße zu erwerben. Ta ber Kirchmbau in abvebbartr Zeit nicht auSgeführt werden ka.m, glaubt man, durch dm wahrscheinlich brib erfolg nden Bau des Fmanzgebäude- an ber ^frlie der im V7,^n Hot' Demalidm alten das Stadtbild an d-r Äahnhvffwaße Der« yfaj1 Zu können Allerdmgs »er die enbgültißc Eirlfm-roung der RerdisbeHörde noch nick' gefallen i xct «oneuweiat bcaurtragte einen Ausschuß, mit I dcr. utthoufchm Gernnndevtrtretung über deren iU verhandeln. flut momo etnei ^en xft des Amt<i-z^- ^T m ?!'' ^risschultommiffion um ®u \ iDon 2 u V : n ® c n in der <8 o ([ f I (6 u 1 c und Verbesserung ber dortigen Abortanlagen. Aus bet ÄSSwiese sind auf An­trag 14 wertere Gelanrri^cke für Landlos- bereit geftrflt irarben. e»ie werden zum Quadratmeter- prerse ran IQ Pj. auf 5 Jahve verpacket.

Kreis Btwingen.

Terror und Ausfmrrung in Hirzenhain.

§$ Hirzenhain, 8. Mar (irrige Arbeiter des breit gen Hüttenwerkes waren aus Dem ZeutN scharr Metallarbeirerverband ausgetreten unb bent Christiicherr Metallgrbeiterverband, der tn anderen Teilen Xeuti tlant>5 beBanntiid) eine sehr grjpc Verbreitung hat, b. .getcetm. 2aranfbtn versuchte dre übrige Belegschaft Lnese Arbeiter au» bene Betrieb mit Gervalt zu e riernett und stellte an die Leitung des Werken bas seder Freiheit hohn-' sprechende Verlangen, die Mitglieder des Ctmrst-- liehen Metallarbeiterverbandes ru e.idhficn, ober sagten ben Streik an. Tie Direktion magerte sich mit Recht, diesem Verlangen zu enfnncdxn und sperrte nun die Belegschaft aus. 60 Monn, heute von Butzbach eingetnofrenc und nt der Um» gegenb stationierte Siclierhcitsvolizei soll unn Schutz der Arbeitswilligen und ber anderen Bo» völkerung bestimmt sein. Wie wir hören, jott ein anderer Teil bet Belegschaft infolge dieses m dre persönliche Freiheit des Einzelnen etngreffen- den Verhaltens ebenfalls gewillt sein, dem Christ» licken Metallarbeiterverband bazutreten.

Kreis Schotten.

s. Laubach, 5. Mai. Gegenwärtig sind tjur; Verhandlungen über Wohnungsneubautenk für Eisenbahner im Gange. Aus Anfrage» der Stadtverwaltung Laubach haben sich die Ver­treter der Ei enbahirdirettivn FrankfuN a. M. be­test erkört, für hiesige Eisenbcchnangestelltc ein 4-Famüienhaus bauen zu lassen, lieber bie Lage des Bauplatzes bat man sich bis jetzt noch nicht geeinigt. Das Entgegenkommen der Eisenbahn- birettion ist im Interesse der Steuerung bet alür gemeinen Wohnungsnot sehr zu begrüßen.

Kreis Friedberg.

* Friedberg, 9. Mai. Die Handels» kämmet Friedberg versendet einen Be­richt Über die wirtschaftliche Lage in ihrem Bezirk, in dem es u. a. heißt: Der Geschäfts­gang der in dem Handelskammer bezirk Friedberg gelegenen Industrien und des Hanoels während des Jahres 1920 kann im allgemeinen wider Erwarten als relativ befriediaend, zum Test sogar als gut bezeichnet werden. Die Arbeitsver­hältnisse sind im Lause des JahreS günstiger geworden. Besonders die Arbestsfreudigkest hat sich sehr gehoben. Vor allem dort, wo Akkordlöhne bezahlt werden ober bie Entlohnung nach Zeit mst einem fruchtbaren Prämiensystem verbunden ist, läßt sich eine ständige Zunahme der Arbests­freudigkest feststellen. Dre Löhne selbst wie auch die Gshäller der Angestellten wurden gewöhnlich durch Abschluß von Tarifverträgen zwischen Ar­beitgebern und Arbeitnehmern geregelt, Lohnstreiks größeren Umfangs kamen nicht vor. Allerseits wird über die Erhöhung des Gütertarifs geklagt. Be-'o"ders wurde davon die in unserem Beirrl ansässige M in e r alw as serin du st rie be­troffen. Wenn man sich vergegenwärtigt, daß auf noch nicht allzuweite Entfernung die Fracht auf die Flasche teurer ist, als deren Füllwert, so kann man direkt von einem Todesstoß sprechen, den ber neue Gütertarif diesem ansehnlichen Industrie­zweig versetzte. Mit der im Jahre 1921 zu erwar­tenden neuen Erhöhung ber Gütertarife dürfte der Untergang ber Mineralwasserindustrie voll­kommen besiegelt sein.

4- Bad-Nauheim, 9 Mai. Unser Bat» batte gestern rinen lebhaften Sonntagsver« kehr. Zahlreiche Ausflügler trafen zu F tz ober mit der Bahn ein. Gut besucht war iworgenS schm das TMühTonjert in den SrrnThramlaaen; auck die Mittags- und Abendlanzerie der Zkurkapelle^ auf der Terrasse erfreuten sick lebhaften Bebichs. Im KnickauSsaale führte fick ins Gießener Stadttheater, unser Kurtheater, fih- die Sommerzeit bot gut besetztem Hause mit ber Er- östnungSvorßelluwgDie Volar reise" em unh ernctere gvoß«r Dri'all. Von Er-Hrimiscken und Kurgästen gut besucht war auch eine ernste Feier im Restaurant Burk, bie bie OrtSgrupve ber Deuff^-natvonalen Vl^spariei zum Gedächt­nis ber verstorbenen Kaiserin veran­staltet hatte, und in be^en Mittelpunkt bie nn- emvsunbene Gedächtnisrede von Pfarrer DuSteld (Gießen) stand. Die Saison bat tn ben letzten Tagen einen erfreulichen Aufsckm >ng genommen. Viele Däuser hak«n schon alle Zimmer beietzt. ES würben täglich schon 14001500 Bäder ver­abreicht, für diese JahveSreit ctic reckt t*obe Zahl. Von Veranstaltungen ber letzten Tage he^en ton noch fttnror ein Konzert ber Giktzen er Regimen tSkavelke Ein E'-ergrts rm nru» sikalischeu tiefen des Bades war bann am Ficertag abend der Overn-Arienabei d non Kammersänger Hemrick Knote.

Starkenburg und Rbrinbeffkn.

vm. Darmstadt, 9. Mai. DaS kamerad­schaftliche Fest und die Gedächtnis­feier zu Ehren ber gefallenen Kameraden des ebrtnaTiaen GardeDragonerregimentS fHr. 2 3 fand vorgestern und gestern bei starker Beteiligung statt Ansprachen hielten ber letzte Kvmmandeur des Regiments, ber Vertreter des Zentralvorstan des KvM Seelmann Die Gedäckt- nisvede hielt Pfarrer Bogel. An dem Festr^ig lefnligten sich nrehrere tausend Mann mit txer Musi Korps Es folgte ein Festessen im Saalbau, wobei der ehemalige Grvßherzog als früherer In­haber deS Regiments anwesend war.

Vesskn-Nassau.

Gegen die Tanzwut.

fpd. Frankfurt, 8. Mai. Die Polizei geht seit einigen Tagen mit außerordentlicher Scharfe gegen die Lokale vor, in denen öffent­liche Tanzfestlichkeiten ohne behördliche Er­laubnis abMalten werden. Die Beranflal- tung derartiger Lustbarkeiten hatte einen sol­chen Umfang angenommen, daß sogar die be­teiligten Gastwirte-Verbände um Abstellung des Uebels bei dem Polizeipräsidium vorstellig wurden. Eine polizeiliche Streite in einem Stadtteil stellte am letzten Dtenstag fest, daß in 11 Wirtschaften nicht genehmigte öffent­liche Tanzscstlichkeiten abgehalten wurden. Eine Wirtschaft, dessen ^ichaber sich der poli­zeilichen Kontrolle wider,etzte, wurde sofort für dauernd geschloffen. Die polizeilichen Streifen in dieser Rikytung sollen jetzt fortdauernd vor- genommen werben.

Den Teilhaber erschossen.

fpd. H o s h e i m i. T., 7. Mai. Die beiden Besitzer der Obermühle, Ferdinand unb Erwin, die seit langer Zeit, trotz ihrer ge­meinsamen Interessen, in arger Feindschaft miteinander leben, gerieten am Freitag nach-