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Unterhaltung Erhebung Belehrung

fja, das will ich Dir I ZeituKysblatter hatte bin sehr traurig, weil die | macht.

sie lüstern und begierig ge»

Bäumen Und warum?

daran schuld ist.

Der Uohl

em-

pflanzen, mit denen mir

rauchen gar zu gern

j'rammrrtgebrehtrö ZeittingS- Fetzen ZeitungSvapier lausen

einen

utnca Männer dirchs Feuer. Sie brau

fein, wenn man ihn noch Glockenblumen oder Leide- j

Nt er

Papier, die Neu

»immer schmücken? l u m e n schön?

traut fragt, die ervornehm"Kampanula" und Erika" nautl, in der Regel mit unrichtiger %>

gleich erklären, und ich bin sehr Eitelkeit oer Damen zu Lause

tLuschung:

Ja, stelle Dir vor: auch im

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Lr/' ?ktl dur bi

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Ich freute mich schon, im Landumdrehen er­fahren zu können, ob die Palmen hier Märchen

chen gar keinen Tabak. Und es ist überflüssige Verschwendung. die Leute, wie manche es tun, mit Tabakstangen zu bezahlen von denen jede Stange einen Wert von reichlich zehn Pfennigen darstellt Für Aeitlmg-vapicr allein erreicht man dieselben Dienste. Sie rauchen das locker zu'ammongerollte Paoier mit demselben Genuß, als ob voll Tai>ak wäre, hatte mir mein 6d)iff8fapiiän er- -Shit.

Flink wie em Trupp auseinander stiebender Assen kletterten auch gleich bb Neu-Guinea-Leute, nachdem sie Mütze, roteS Taschentuch und Gürtel

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Name gefunden hat! Es sind deren wehrlich meh als genug, und es wäre sehr viel oerdienktlüher für diese es sind herrliche und wirllich em- bürgerungswerte Arien darunter eine gute nue Bezeichnung zu suchen, als unsere alten hei Blumennamen großstädtischer Gelthttwerri aufzugeben. Untere Großeltern haben stets ihren besonderen Schutz auf genommenen Blumen ihren Namen bewehrt und haben verstanden, für Fremdlinge überaus trefienbe __ zeichnungenn zu finden, es sei nur an RüigelbliM und Löwenmaul, an Gretel im Busch, brcnnenbe Liebe, stinkende Lossahrt, fliegendes Her, erumat sind das nicht unübertreffliche Borbilder-

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^terverk trimmen, H°r>: 65»: LE»

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Die Dame, die sich den Stoss für ein erud Kleid auswählt, ist bei der Fülle der neuen Ltost- arten vor eine schwierige Aufgabe gei'tellk. d.nn es ist nicht mehr so wie frühr, daß etn ein­fach reine Wolle oder Baumpvlle, Seide ober Halb­seide ist, sondern die moderne Webetechnik hat die verschiedenartigsten Mischungen und Verbindungen durchgeführt, und es bebau daher schon eines Nen­ners, ja sogar eingehender Versuche, um du eines SdofseS genau sestzustellen. Ein Gknnikr bet

Textilbranche verrät nun in einer Abhandlung allerlei Geheimnisse der modernen Stosse. Tn Dm eines Fabrikates ist von den Sw fasern abfrängu. aus denen er gemacht ist. Baumwolle i>t billig mw wird daher mit.Wolle, Seide und Leinen DcnnifM um ein billigeres Fabrikat zu ergeben. Esi ist wrj hältnismäßig einfach, festzustellen, ob ein Äollstri Baumwolle enthält. Man braucht nur einige gabt» zu zerteilen. Eine Baumwollsascr ist kaum v*t Zoll lang, während Wolliasern drei Zoll und w Länger sind. Man halte eine Faser an eine orrrtD' holzslammc. Wolle brennt schwer und Dertrtt.« einen penetranten Geruch. Baumwolle brennt ou leichter, und brr her vor gerufene Geruch ist »» weniger aufdringlich. ®mn ein Faden des frag­lichen Stosses in kochendes Wasser gelegt nxiÄ, eine beträchtliche Menge Soda und etwas Rolk em- hält, dann wird die Wolle steif und löst sich *nm4r sich auf, während Baumwolle unverändert bietet und beim Waschen nicht verliert. Seinen* Baumwollsasern sind sehr ähnlich, da sie H> von P lanzen stammen.Ein LeiNLiisabrikat. von bre man vermutet, daß es Baumrvolle mth'lte. ausgewaschen, getrocknet und mit Dhorndl «oa Glnzerin befeuchtet werden. Wird bann der .raren zwischen Löschblättern auSgedrückt, um bet Del wie­der herauszubringen, so wird der L einen abeTieu ay tenb durchsichtig, während der Baumwolllaben w durchsichtig bleibt. Stosfmischungen au£Wu* Baumwolle können nur festgestellt werden.

man die einzelnen Fasern prüft. Tie Sribcwj®* sind sehr viel länger als die Baumwolllaf<rn-. zutage werden aber lange, künstliche Seidenfol^n. Die aus Baumwolle gemacht sind, anstatt der Seide verwendet. Um solche Fasern zu unteriweven. muß ein Faden in kochendes, mit vermischtes Wasser gehalten werdeu L«s<ide hält /ich dann wie die Wolle mählich auf. Die Kunstseide dagegen svandsfähiger und bleibt unverändert^ Tre 'N feü* behält, tvenn sie angr'eucbtrt wird, ifre urtb ElasÜzität; die Kunstseide dagegen didmer.

(Ein MSrchensucher in Heu-Colnea.

Bon Max Dauthendey, dem vor Mehreren Jahren in bet Internierung auf Java gestorbenen Dichter, hat der Verlag Albert Langen in München jetztD a s M ä r - chenbriesbuch der heiligen Nächte im Javanerland" hcrauSgebracht. DaS Köstlichste daran ist unseres Erachtens die Einleitung, in der Max Dauthendey einer kleinen Freundin in der Heimat mitteilt, auf welche Weise er den von ihr geäußerten Wunsch nach einem eigens für sie geschrieben neu Märchenbuche au erfüllen gedachte. Es war ihm gesagt worden, wo die Eisenbahnen rollten und die Kohlenlust wehte, gäbe es Überhaupt keine Märchen mehr. Und so aina er auf die Suche insMenschenfresferland ba^inten".Die Märchen stehen nämlich dort (Ulf den großen grünen Blättern geschrieben, üte am Palmenwaldrand wachsen, batte man mir erzählt. Denn in den Wäldern dort woh­nen Paradiesvögel; wenn die eine chrer schönen hellgelben Schweissedern verlieren und diese Feder dann auf ein Baumblatt fällt, so beginnt sie ganz von selbst Märchen au schreiben, weil es ParadteSsedern sind. Und die Ameisen bestreichen das Blatt mit Ameisensäure, und dann-«rscheint die Schrift der Paradiesvogelfeder tief eingcätzt im Blatt. Man pflückt das Blatt ab und lieft das Märchen herunter."

Aber auch dort gab eS zuerst eine End-

Die Amseln haben Sonne gefronten

Bon Max Da u thendey.

Tie Amseln haben Sonne getrunken, aus allen Gärten sttahlen die Leder, in allen Herze» nisten die Amseln, und alle Herzen werden zu Gärten

Daß es feine Märchen mehr gibt. Siebst Du. als ich mit dem Schuf an brr Palmsnküste des Menschen- fresserlanoeS ankam, das auch Neu-Guinea heißt, da ließ ich mich gleich in einem Kahn durch die hohe Brandung ans Land fahren. Der kleine Kahn mit den Menschenfressern war ans Schiff heran- gerubert, um Briefe für die Herren Menicbenfcefier am Land abzuholen. Daraus, baß die Menschen- frefserherrschasten Briefe schreiben und Briefe be­kommen, kannst Du Dir gleich vorstcllen. daß sie Schulbildung haben ntüffen. Alle nicht, aber einige haben Schulbildung. Und diese mit der Biloung, die kamen in einem Kahn ganz vertraulich anS Schi f, denn sie standen sich mit uns weißen Leuten ganz gut. Sie waren sogar schon deutsche Soldaten geworden, trotzdem damals, als ich landete, noch fein Krieg zu Lause rund um Deutschland aus- gebrochen war. Diese Leute aus Neu-Guinea,^die mich ans Land ruderten, trugen die deutsche Sol« datcnmütze auf dem Kopf und einen Ledergurt mit Seitengewehr um die Lüsten. Aber Hosen und Jacken hatten sie der großen Litze wegen keine an. Tenn sie sind ja so schön bunfeliarbcn am Körper, daß die dunlle Lautfarbe sie gar nicht nackt aus» sehen läßt, es ist, als hätten sie einen dunkeln Landschuh über Den ganzen Körper an. Diese ge­bildeten Menschenfresser trugen nur ein aanz großes rotes Leinentaschentuch unterhalb des Ädergürtels um den Leib gebunden. Außerdem batten einige von ihnen eine rote Blüte vom Hibikusdusch hinterm Ohr stecken oder eine kleine bunte Papageien feder. Und sie hatten ein Armband, aus feinem Binsen­stroh geflochten, am Oberarm; das und eine kleine Kette aus den feinen, kleinen, spitzen Zähnen des fliegenden Lundes um den Hals, das war alles, was die Menschenfresser außer ihrer Soldaten­mütze am Leibe hatten. Es war genug bet der mäch­tigen Hitze. Denn Die Sonne war hier manchmal wie ein heißes Bügeleisen, wenn sie einem über bie Wange kam.

Diese Leute ruderten mich also durch die Brandung ans Land. Sie machten sich aus der Brandung so wenig, wie Du Dir daraus machst, wenn Tür und Fenster offen stehen und die Luft etwas lebhafter durchs Zimmer weht. Der eine von ihnen, der am Steuer saß, hatte auf meinem Schiff vom Koch einen Topf mit gekochtem Reis bekommen. Daraus er jetzt mit der Hand, denn er war nur halbgebildet, mußt Du roiifcn; und dann ißt man mit den Fingern statt mit dem Löffel, sagen die Leute. Erst staunte ich. Dann aber verstand ich, warum er sich nicht vor der Bran­dung fürchtete, vor der mich sogar vorhin der alte Seemann, der Kapitän meines Schisses, gewarnt hatte. ES war die deutsche Soldatenmutze, die den Halbwilden furchtlos machte. Denn das hat man ja in diesem Krieg jetzt gesehen, daß deutsche Sol­datenmützen allein schon furchtlos machen, wenn man sie mal auf hat. Ich hütete mich wohl, die mich ans Land rudernden Neu-Guinea-Männer nach den Märckenb!ättern am Waldrand zu fragen. Denn dann hätten sie vielleicht gleich Handel damit begonnen. Ich ging dann am Land herum und tat, als ob ich Muscheln am Strand suchte. So ganz nebenbei guckte ich auch mal in den Wald und blieb unter einem Baurn stehen. Aber die Palmenbäume haben das an sich, daß sie sehr hoch sind. Hinausklettem wäre zu schwierig ge­wesen, da ich Schreibhände habe und feine Kletter­hände.

Ich guckte eine Weile an den langen Palmen­stämmen in die Höhe. Es kam aber kein einziges Blatt herunter. So ein Palmbaum hat ja kaum zwölf große, lange, schaukelnde Blätter. Natürlich läßt er von den zwölfen selten mal eines auf die Erde fallen, um nicht gar so armselig dazustehen.

Wie gesagt, ich setzte mich und überlegte, was zu tun fei, damit ich die Palmenblätter auf Mär­chen untersuchen könnte. Wie ich noch saß, winkte der Kapitän vom Schiff. Das machte er, indem er die Schisfsflagge am Mast auf- und abziehen ließ, und dazu lieg er die Schiffspfeife laut tuten, so wie die Schiffe in Hamburg auf der Elbe tuten, wenn sie aus- und einfahren, von der Elbe ins Meer und umgekehrt.

Will er Denn schon wieder fort?" fragte ich mich verwundert Und bin ich d.Shalb fo viele Wochen über so viele Meere von Europa und von Deutschland und von Altona hier nach t>:m beißen Menschensrcsserland gereift, um nach einer halben Stunde £anbmnenthalt gleich wieder umzukehren? Nein," sagte ich,ich bleibe. Ich suche Mär- djen und habe ein Recht, zu bleiben, bis ich weiß, ob eS hier welche gibt oder nicht. Und das Sckiif muß auf mich warten." Ich rief einen her Menschenfresser, die nicht weit von mir bei ihrem Kahn alle um den Reistops saßen, daraus sie brr Reihe nach eine Handvoll Reis in den Mund fterfen dursten. Sie hörten mich aber erst, als der Reis aitfocpcfien war.

Tie Widen Amen bann leichtfüßig über die ©teilte her zu mir an den Pal menwaldrand. Sie gehen ja alle barfuß, da gehen sie viel leicht­füßiger als wir in unseren schweren Stieseln. Ich beutete auf die Palmen und nahm auS meiner Tasche eine alte Nummer derBo sischen Zeitung", die ich mir mit Absicht eingecheckt hatte. Dieies Zeitungspapier teilte ich in sechs Stücke. Die fette ZkitungSfetzen legte ich rund um mich vor meine Tvflftt, dort wo ich gerade saß. Denn vor den Wilden bleibt man al« Europäer sitzen wenn man mit ihnen spricht Weil der Ganzgebildete vor dem Halbgebildeten nicht zuerft au stehen soll. Ich beutete auf sechs Palmbäume und bedeutete den Wllben, daß mir jeder von ihnen von einem Palmbaum ein Palmenb'.att holen müsse, banr bekäme jeder von ihnen dafür zum Lohn ein Stück der altenLossischen" au«bc>abtt Du mußt näm­lich willen, lieb: Lore, Dt?fc Leute, das wußte ich

tonung der Silben. Ein Wunder fast, daß Sch««.

glockchen und Maiblume bis beute noch ihren ehr- l ' heben Namen haben behalten dürfen. Lallen wir $<" doch im gewöhnlichen Soradviebcaurh dir l '

irischen Gattungsnamen als Notbehelf für Pflanzen, die aus fernen Landen iu uns ko und für die sich noch kein brauchbarer bt

tragen ober 'nicht.

Wer beschreibt aber mein Erstaunen, als mir von oben statt der erhofften Palmcnblätter köpf- große hölzerne Kokosnüsse, von ben Männern herunlergcwvrsen, zu Füßen rollten?

Ich hielt bie Hänbe vor den Mund und schrie aus Leib.skrä.tcn:Blätter, Palmenblätter, keine Nüsse, inne Kokosnüsse!" Aber es half nichts. Immer mehr riesige große Nüsse krachten aus Den Boden hin, wo ich stanb unb mich nicht ver­ständlich machen konnte. Es half nichts, soviel ich auch den Kopf schüttelte. Die Leute verstanden meine Sprache nicht unb ich nicht die ihrige, so mußte ich zusehen, wie ich nicht ein Palmenblatt bekam unb nur lauter Nüsse Herabrassellen. Wir konnten auch bie guten Wilden denken, daß man von Kokospalmen für sechs Stücke Papier der Bossischcn Zeitung", gedruckt in Berlin, nur ge­wöhnliche Palmenb.ätter unb nicht nahrhafte Nüsse forderte. Das war noch niemals vorgekvmmen. Wer hier au» Kokospalmen wies und dazu Zei- cungsiapier hinlcgtc, der roollte für fein gut bebrurfteS Papier auch gut reife KvkoSnüsfe haben.

Als ich fällig aufs Meer schaute, bemerkte ich, baß mein Schm ganz weit draußen im Meer bahindampste. ES war fchon Heiner als eine Kokos­nuß in der Ferne auf Dem blauen Wasser ge­worden und zog einen langen Rauchfaden nach, der blieb hinter ihm auf dem Wasser liegen wie eine lange Strähne brauner Strumpf wolle.

Herrgott von Sttambach!" rief ich aus,mm läuft mir mein Schiff davon! Was ist das für eine Gemeinheit! Wenn das die Wilden bemerken, daß ich ganz allein gelassen bin. rauben sie mich vielleicht aus und nehmen mir meine ganzen Borräte von altenBossischen" ab, die ich a!8 HandelspaViergeld in den Taschen meines weißen Leinwanoanzuges bet mir trage." Ich hatte erst vorgehabt, ba ich keine Palmenblätter bekommen hatte, für bie nichtgeforderten Nüsse die sechs Zcitungssctzen, die vor mir lagen, wieder einzu- stecken: aber jetzt, wo ich, vom Schiff verlassen, allein im Mensch, nfresserlemb am Utt stand, schien eS mir ratsam, die Herren Halbwilden rricyt zu reizen. Sie hatten ja ihr Bestes getan und ver­standen es nicht beffer. Ich gab ihnen also ihr gutverdientes Papier und ließ mir eckte Nuß öffnen und wollte eben beginnen, die Kokosmilch zu trinken, da schreit der Sechste von ihnen, der noch auf einem Palmbaum saß. zu seinen Kame­raden herunter. .Laßt ihn nur schreien," denke ich.Der sicht mein fortfahrendes Schiff." Er meinte aber gar nicht mein Schiff, sondern er meinte die große, lange Wind- und Wasserhose, die er von dem Baum aus in d.r Ferne weck draußen, wild zum Himmel ausgerichtet, gerade auf unseren Uferstreif.'N berantreiben sah."

An einer geschützten Stelle überstand der Märchensucher die Gefahr des SturmeS und er konnte auf eigenartige Weise einer ganzen Anzahl von Geschöpfen das Leben retten helfen.-Die Tiere erwiesen sich später dank­bar, indem sie den Dichter abwechselnd und nacheinander durch die zwölf Märchen bin- durchführten, fron denen Dauthendey leider nur drei zum Abschluß bringen konnte.

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mit den F Ejtmnnlamer

Erinnerungen an Schillers Schwester.

Schillers ältere Schwester, Ehr i fto phs,« Reinwald, die dem Tich.er besonders not*- stand, war ihm an Eigenart der Persönlich^- und Charakterstärfe verwrnbl. In eh ern Auf^z über Schillers jüngste Toclster, Emck.e ton QHt- chen, den er inWestermannS Moratshefdm" ver­öffentlicht, teilt nun Hermann Freiherr von loffftein ergreifende Erinnerungen aus fbrmWItr*- tagen mit. Tu Mutter des Berfasser«, MakhiL von Mansbacb, die damals in Meiningen lehrt erzählt von Christophine Neinwald aus ben 40r Jahren bes vorigen JahrhuudettS:Sie galt p jener Zett für eine .Laupcknerkwürdtgkeit bs Lküx- chens, war aber auch eine ganz besondere Frau Zn dem Hause einer Freirndin ttxn sie zu eberer (htr eingemiext. Ihre Wohnung, <stube und Kammer, Halle drei Fenster Front, und das Panerrt wr so niedrig, daß die Borül'ergehe.ideu tne IM»*- nerrn, ein stemalles Müt enden, sitzen uw> ar­beiten sehen konnten. Und wie sie a bität, br 'mermüdliche, rüftige G eisrn! Um In ihre- fte geringen Einkommen doch noch für die Ann« r> übrigen zu können behalf sie sich ganz ohne b- biaumg, sie wusch, scheuerte, kock,tr, nähte, btt zum letzten Tag ihres Le ens, das sie ruf W 91 Jahre brachte, unverdrossen unb heiler und wenn sie mit der Aclett fertig war bann malte sie zu ihrer Erholung. Die jDciRg-nhdxai Wände in ihrer Wohnung trugen nur Wer> tbm Hand als künstlerische Z:e de K eine Kvp en der besten Italieniftfaen Madonnenbilder rmd CH ftu«- köpfe hingen im Wohnzimmer, während b.e Wantt des Schlafzimmers im Schmucke lu ter Blumen­malereien pranrten." Ihre Ni'titr Emi re, rt? te Freiherrn Adalbert von Gleichen-Rutzwurm ge­bet ratet hatte, wohnte seit 1844 in Mernpgv: und stmid mit der Tante in irrni-rem Bcrkchr. Frau Reinwald starb im Au nist 1847, roach^m sie bis zuletzt vollkommen rülhg getvejen wr

Das Geheimnis der Kleiderstofse.

und blühen wieder.

Nun wachsen der Erbe die groß« FlÄ-l, und allen Träumen neues Ge'reder, alle Menschen werben wir Bogel .mb bauen Nester im Blauen.

Nun sprechen die Bäume im grünen und rauschen Gesänge »ur hohen sonne. In allen Seelen habet die sonne, ; alle Wasser stehen in Flammen, Frühling bringt Wasser und Feuer

I liebend zusammsr

wilde Blumen unb Ihre Hamen.

Wall und Flur haben daS graue, eintönige Winterkleid abgelegt unb sich mit h IIcn Frühlings- farben geschmückt. In großen Scharen leuchtet die Schlüsselblume am Wiesen Hang, Sridelbast und Windröschen blühen am Waldrand, ti Dotterblume säumt golden die Bachufer. In bevorzugten Wald- v r ecken läu en bie Merzglocken überzi ht das h lle Blau der Leberblümchen den Boden, Drängen, sich Lerchensporn unb Blaustem und Hunderte von Blumen in Gelb, Rot und Weiß. Kein Wunder denn, daß die Menschen und nicht bloß die Stöbt er hinauszich.m, um sich der erwachenden Blütenpracht zu freuen. In der Stadt aber achtet man merkwürdigerweise bie Schönheit dieserge­wöhnlichen Blumen" meist nur gering, und der Werl unb die Beliebtheit einer P lanze sind dort In vielen Fällen von ihrer Seltenheit und sogar von Namen abhängig, der oft nicht fremdländisch genug klingen kann Und so ist es sehr berechtigt, w.mn Forstmeister Otto Leucht r» einem längeren Aussatz überWille Blumen" im Aprilheft des ..Schwäbischen Bundes" (Bn-fag Strecker und Sehr öd r. Stuttgart fragt: Müssen es denn immer Seltenheiten sein, die wir in den Gattrn ixt-

Dom Stahlofen zum Schmiedestück.

In den Siemens-Martin^Oesen der Stahl- tverke wird der hochwertige Konstruktions­stahl gekocht. Man kann ss ein wirkliches Kochen nennen, obwohl es natürlich in hell­ster Weißglut bei einer Temperatur von 1800 Grad vor sich geht. Beobachtet man das hell- glühende Innere eines solchen Stahlosens durch eine dunkle Glasscheibe, so sieht man, wie Dr. E. Werner imTechnischen Tag" (Verlag August Scherl, Berlin) schill:rt, deut­lich, wie Der dünnflüssige Stahl kocht unb brodelt An zahlreick-en Stellen des Stahl­bades steigen Gasblasen auf unb rufen eine ganz ansehnliche Wellenbildung hervor. Be­sonders in der letzten Periode der Stahl­bereitung, währeno des sogenannten Gar­werdens des Stahles. Da sind die Bestand- teile, Grauguß und Eiscmschrot, aus denen er erschmolzen wird, bereits vollkommen ver­mischt Aber unter dem reinigenden Einflüsse der Glut und der Schlacke werden ihm die letzten Unreinigkeiten genommen und ent­weichen teils in die Schlacke, teils gasförmig, wobei dies eigenartige Kochen austritt.

Ist der Stahl gar, dann nrirb der Ofen ab gestochen. Der flüssige Stahl ergießt sich in gewaltige, mit feuerfester Schamotte aus- geNeidete Kranpfannen. In den großen Werken von Krupp und Rheinmetall nehmen bie einzelnen Pfannen bis zu 50 Tonnen flüssigen Stahl auf.

Die schweren, elektrisch betriebenen Lauf- Träne bringen die Pfannen von den Oefen zur Gießgrube, unb hier ergießt sich der Stahl in weißleuchtenoem Strahl in die Gießfor­men, die Kokillen. Es sirid eiserne, ebenfalls feuerest auSgekleidete Formen von konischer Gestalt und ohne Boden. Mit dem breiteren Ende stehen sie in der Gießgrube, am unteren Teil fest mit Sand umframpft. Die Kraw- psänne füllt die Kokillen gleichmäßig fort­schreitend in schneller Folge. Aber es kommen auch Falle vor, in denen Stahlblöcke von ganz besonderer Größe verlangt werden: die Blöcke, auS denen wir in früheren Zeiten die großen Küstengeschütze schmiedeten und aus denen heute noch Schiffssbeven und Ma­schinenteile für große Kolbendampfmaschinen bergestellt werden. Dann kommen Gieß­formen von außergewöhnlicher Größe zur Verwendung, uno zwei unb noch mehr Kran- pfannen müssen ihren Inhalt in dieselbe Ko- kille fließen lassen. So entstehen gewaltige Blöcke von 100 und mehr Tonnen.

Sobakd der Guß in der Kokille auf Rot­alut abkühlt, zieht eine kräftige Kranzange die Kokille ab. Eine andere Zange faßt den jDlock und fdyleppt ihm zur Hydraulisckjen Sclnniedcpresse. Winzig klem wie die Zwerge erscheinen hier die arbeitenden Menschen gegenüber dem gewaltigen Schmiedestück Seine Hauptlast tragt eine schwere Gelenk- ette, die an einem Flaschenzug und Kran hängt. Mit wunderbarer Geschicklichkeit vor- stehen es aber die zwerghasten Schmiede, das riesige rotglühende Stück unter geschickter Benupimfl von Hebelwirkungen fo zu drehen und zu wenden, daß eS stets mit den richtigen Stellen unb in der richtigen Lage zwischen die Backen der hydraulischen Presse gerat. Einer Presse, die mit fünf Millionen Kilo­gramm auf das glühende Material wirkt und es mit unwiderstehlicher Gewalt in die aewünschte Form bringt. So entstehen im Laufe der Tage unter öfterem Wiederanwar­men des Stückes in besonderen Oefen aus dem ursprünglicben rohen Block die manntg- farfjen Formen, die der Konstrukteur für die Teile feiner Mafck>ine entworfen und vor­gesehen hat. Das Werkstück, welches die Sdniiiebcprcffe endgültig verläßt, ist erstaun- lich genau vorgearbeitet. Es ist ohne weiteres für die Bearbeitung auf der Werkzeug- maschine reif.

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- i Ihnen beteiligt ! ! Huf hoben Imd <l ; i frrt ausbliebei |p, hatte er ein |6<m4 bem uni ckhm Die Auf fofte, die für ir-nbe schon für laichen Augen! IltimifhmtT un

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Gibt es denn nicht unter ben häufigen, ja unter den maffenhaft auftretenden Blumen Schönheiten, die wir nur darum nicht kennen, roeü mirfo ge­wöhnliche Blumen" noch aar nicht darau hin ange­sehen haben? Man mache doch einmal den Ver­such, mit dem zarililaiarbenen Schaumkraut oder ben fein verzweigt en Blütenschirmen bes ganz ae- nteinen WirienkerbelS, ben brr Städter meist für Schierling hält, eine festliche Tafel sachkundig wus- zufchmücken man wird staunen, welch duftige Wirkungen, welch feine Stimmungen sich mit diesen einfachen Blumen erzielen lassen, an denen man stolz vorüber geht Der bat schon die vollendete Schöndnt des rotblütigen'senlleeS. die mäbdm- hafte Zierlichtti! des Gänseblümckiens zum Schreib- tisch, ober Nähtisck^chmuck sich erwählt? Nur die .,große Gänseblume', daS Maßliebchen, bat Fnnmde gefunden, seit sie es ist noch nicht knge her als vornehm tuendeMarguerite" den Weg in den Garten gefunden hat.

Aber ist es nicht beschämend und leider bezeichnend, daß wir eine heimische, gut deutsche PUanze erst dann im Garten anerkennen, wenn sie unter fremder Aufmachung, mit einem aus­ländisch Dingenden Namen erscheint? So war es mit dem Stiefmütterchen, dessen (Mrtnrrname Pen- fee zum Glück wieder außer Mode kommt Unb fo taucht rteucri.ring-5 die oute alte Schlafe ober Juden­kirsche in den Verzeichnissen der Gärtnereien als ..Lamvivnvslanze" auf. "Unb daß aus der ehrlichen Schlüsselblume, bem Himmelsschlüssel (gihts denn einen schöneren Namen?) im Garten erntPri­mel". aus der Jl^e tSchwertlilie! eineIris", auS dem Schwertel eureGladiole" geworden ist. er- scheint doch zum mindesten Höchst überflüssig Aber b*r ®ärtner zuckt mitl ibiq unb überlegen bie Ach-

I abgelegt hatten an ben langen Kokosralmenstäm-

,^u, ...... , .... Menschenfresser-1 men zu den Dlättcrkrvnen Hoch, wo sich die zwölf

lanb gab es keine Märchen mehr vorrätig an ben1 Blätter wiegten. Denn der Anblick her sechs