Jur Aufklärung!
Das Gewerkschastskartell Gießen (Mann) gibt im Gießener Anzeiger vom Montag die eidesstattlichen Erklärungen einiger Lchuhfabrikanten aus Pirmasens bekannt. Diesen Ausführungen ist keine Bedeutung beizumessen, denn diese Fabrikanten sind ja die Hersteller der zum Verkauf kommenden Waren, wie sckon dieFirmierung der Kisten ergibt. Wir wollen hierzu nur die Aussagen zweier in unsrer Branche bekannter ehrenwerter Fachleute wiedergeben für Darmstadt:
Eine Besichtigung der durch die Gewerkschaft zum Verkauf angebotenen Schuhwaren durch Sachverständige, nämlich den Schuhfabrikanten Josef Breu- nig i. Fa. Breunig & Collin, Oberrad, und den beeidigten Sachverständigen für Schuhwaren für die Frankfurter Gerichte, Wilhelm Leinberger, Frankfurt a. M., äüßern sich über diese Schuhwaren wie folgt:
Die von uns gesehene Ware — wir haben uns wahllos Ware der verschiedensten Art und Gattung zeigen lassen - war sämtlich weder la Ware noch mittlere Ware, sondern nur geringe Ware, und zwar so gering, wie sie nicht einmal als handelsübliche Pirmasenser Stapelware in den Verkehr kommt, sie war noch etwas geringer als solche Stapelware. Derjenige, der die von dem Gewerkschastskartell angebotene Ware als Is-Ware kaust, wird sich nach kurzem Gebrauch der Schuhwaren getäuscht sehen.
m Betelnlonng des MllWler WMMels.
Zur Sache selbst wäre es uns ein Leichtes die vom Gewerkfch.-Kartell angebotene Ware zu denselben, evtl, zu noch weit billigeren Preisen zu verkaufen, wenn wir nicht auf Erhaltung unserer Kunden Rücksicht nehmen wollten.
gu dem ganzen Verkauf gibt bas1
MeMMtll
wir den Rainen her, in Wirklichkeit ist der Veranstalter des Verkaufs ein Herr
Hirn WM aus Obrigheim (Pfalz), wohnhaft zu Wiesbaden - über den wir im „Badischen Einzelhandel- vom 6.10. 20 folgendes lesen: Die „Pfälzische Volks- zeitung" vom 29. 6. 20 veröffentlicht die Bestrafung des Emanuel wegen „Wuchers" mit Gefängnis und Landesverweis - und bezeichnete chn als
Wem iinh SWer Auszüge aus dem Personalregister aus Zürich bestätigen, daß Emanuel wegen Wuchers mit Gefängnis und Landesverweisung lt. Urteil des Ober- aerichts in Zürich vom 24. 6. 20 bestraft wurde. - Ferner lesen wir im „Karlsruher Tageblatt" vom 20. 7. 20:
Max Emanuel aus Obrigheim wurde zu 5000 Frs. Butze, 5 Monate Gefängnis und 10 Jahre Landesverweisung verurteilt. . . Bedauern kann man mit diesem elenden Wucherer und Schieber nicht haben. — Emanuel ist vor einer Reihe von Jahren, um sich einer Strafverfolgung zu entziehen, in die Schweiz geflüchtet, wohnte dott etwa 10 Fahre, ist jetzt wegen obiger Desttafung wieder aus der Schweiz geflüchtet, um nun einen neuen Plan auszuhecken, unter Ausnützung der Gewerkschaften, Schuhe zum Selbstkostenpreis zu verkaufen, und sich dabei so enorme Gewinne zuzuführen, daß
er sich den Luxus des reichsten Mannes erlaub« kann I
Der Herr Max Emanuel mag nun aus unsere heutige Erklärung noch so viele Entgegnungen bringen wie er nur will, an diesen Tatsachen ist nicht zu rütteln. Mag auch das Gewerkschastskartell noch mehr Dankesbriese an die Adresse ihrer Herrn Emanuel dem Publikum vorlegen man mutz diesen Herrn nur gesehen haben seine von Brillanten strotzenden Finger und sein Luxus-Auto, dann steht man ordenttich den Mantel der Barmherzig, keit, unter dem er stch all diese Dinge verdiente und erworben. -
Unbegreiflich mutz es jedem Menschen sein, datz ein Gewerkschastskartell, das stets das Wucher- und Schiebertum bekämpft und verdammt, stch eines solchen Menschen bedient, um bei seinen eigenen Parteigenossen zum grotzen Teil die schlechteste Ware für gutes Geld anzubringen. -
Der Zentralverband der Schuhmacher (Gehilfen) Deutschlands, Ortsgruppe Gießen, hat stch die Ware ebenfalls angesehen und daraufhin fob genden Protest eingereicht:
An bas Gewerkschastskartell. Giehen.
Sn der heute ftatlgefunbenen Versammlung der Schuhmacher g »Hilfen bes ßentralDerbanbs stand die Angelegenheit de« Schad verkauf» durch das Gewerkschastskartell auf der Tagesordnung - Bei dieser Gelegenheit wurde von allen Anwesenden gegen diesem Schuhverkauf, welcher nach unferm Gutachten qrfihtentdls aus L«Hundwaren besteht, einstimmig protestiert, zumal wir als Mitglieder der Gewerkschaft weder darum gefragt, noch unsere Ansicht Über die Beschaffenheit der Ware eingeholt wurde. Auch werden wir durch diesen Schuhoerkauf, welcher dem Publikum keine Vorteile, aber jedenfalls Nachteile genügend erbringt, zum aröfzten Teil erwerbslos gemacht. Nachdem wir schon seit mehreren Wochen infolge schlechten Geschäftsganges sehr in Mitleidenschaft gezoaer waren, hofften wir seht zur FrÜhjahro-Saffon etwas bester« Zeftw zu bekommen; statt besten wird unsere ganze Existenz infolge dies« Schuhverkanfs total untergraben, und wir doch auch als Mitglieder des Gewerksckaftskartells ein Anrecht auf Existenz möglich Kett baten
Vie Versammlung beschloh einstimmig, das Gewerkschostskariel zu ersuchen, diesen Schuhverkauf umgehend elnzustellen, andernfallk find wir genötigt, die Angelegenheit anfenn Zentraloerband zur weiteren Erledigung zu übermitteln.
Sattraleerbanb der Schuhmacher iGehllfen) Ventschlackdck Ortsgruppe Glatzen.
Wir betonen nochmals, dah die vom Gewerkschastskartell angebotenen Schuhe den Vergleich mit unserer auf reellem Wege erworbenen Ware in keiner Beziehung aushalten. Wir empfehlen deshalb dem kaufenden Publikum, sich erst in den Geschäften ohne Kaufzwang wirkliche Qualitätsware anzusehen, um sich selbst ein Urteil zu bilden.
Verein der 5chuhwarenhändler von Giehen, Wetzlar n Umg., E. v.
Zentralverband deutscher Zchuhwarenhändler Zitz Erfurt, Oberhessische Ortsgruppe Giehen.
Versteigerung
Achtung! KZ
is 5 Uhr
einer
f*615
«elberüben. sei eineetruffeu. Be viau am (ftnaanaii
Sarteflcln vnd Dickwurz.
•rebtn-Wuben, de« k. War* 188L
Junker, Gerichtsvollzieher in Gi Plocksttahe 4.
»il 6,84 Fstm.
. 15.73 .
• 20,47 .
. 40,57 , • 51,55 , . 1LS .
. 0,66 , • 6,70 .
. 4,46 ,
• 7,55 ,
• 3.
. 4.
• 5a
. 6b
stieferu.Stümme 3.
. 4.
5.
Lärchen-Stämme 4.
Versteigerung bestimmt.
H. Benner II., Mimt-r.
Krosdorfer Ltratze 9,
rstem, 2784
Färbe zu Hause nur mit Heitmann! Farben Marke.FuchsKopf im SferrT
EinfachPraktisdiBi lüg!
Ibe ftoblrabeu und ftarattrs trfauf DonnerStaa früh tiraab’ mm Botanllchen (»arten. Ste
WUn lern Itt XWÄ
■td W Brttu IM yim.DniünrL 1 Sie. »Mei
Stabt Lebenzmittelamt
Sonderausgabe:
» Achtung! f»bL vinmeukobl. lf<ia<k t(tAtviebein. Weerrelti*
Freiwillige Verßeigerllllg.
Nachan Nosenihal
an der Margaretheuhütte dahier auf Rechnung und Gefahr besten, den es angeht, gegen Barzahlung
300ZßotoBaler*iller
im ganzen, evtl, auch In kleineren Quantum».
Versteigerung bestimmt.
• ■ e. ,
• Fichten-Derbstangen mit 141 Nm. Fichten,Nutzreiser in Sch
betrieb. Ferner in Privat abzugeben 1 h» schwarzer Salon, 1 Büfett (Eichen), l Salon] Tisch und 2 Stühle (Mahagoni), 1 wettzes zimmer, 1 sehr schSner Sekretor, 2 hochfeine tzerrschastsbettstellen ul Patent- u. Nohtza arm «ratzen.
SrelroiDlae Berfieigennifl.
ä ISS
öffentlich oejen Larzahlung versteigert:
1 braune belgische Zuchtstute, 2 Kühe, 1Mud,lStier,sechase,2Läuferschwetne,
Wurstkonserven, Leder, u. Blutwurst 5, - M. die Dose Kernsetfe . ........W. bas StA.
»ebnen, weihe.......1,- M. bas Pfd.
Erbsen, gelbe........1Z0 M. das Psd.
Kondensierte, gezuckerte Vollmilch . 9,60 M. die Dose Verkauf im Cebensmiltelamt bis auf Heileres
vormittags von 9 bis 12 Uhr und von nachmittags an jedermann.
D'tdt", den 7. Mörz 1921. 271TB
Ter Cbcrbikaennril'trr. (Lebntsmittckamt.)
Holzverfteigernng.
Freitag den 11. Mörz soll im Stangenröber Gemrindewald. Distrikt ZSunbach und Beltershainer Halbe, nachstehendes Holz versteigert werden:
2 Stück Fichten-Stömme 2. ÄL 9
25 88 239
3 2
18 7
18 81
Zchuhinacher-Zwangsinnung im Bezirk der Stabt u. der Landkreises Giehen.
vehördliche Anzeigen
Donnerstag den 10. fflöri. oon 2 W aö versteigere tch Brandqasie 8 Model aller Irt, 1 Sofa mit Sofaumbau, Eichen, mit Gobelinbezug, wie neu, 1 Wäscheschrank, 2 Kleiderschränke, 2 gleichmähige massive Bettstellen mit Matratzen, mehrere Einzä« bettstellen, 1 Aktenschränkchen, 2 Herrenschreibtische, 1 sehr gute Nähmaschine, 1 Neitsattel, mehrere gute Spiegel. 1 fast neue Badewanne, 1 weihe stäche, 1 eisernen Gartentisch mit 2 Stühlen, 1 Ofenschirm, 1 Kleiderständer, 10 Bettkolter, 22 neue Unterhemden, 10 Pfund Strickwolle, 1 Paar Portieren. 1 kleines Sofa. 1 stüchenschrank, 1 neuen Anzug, Tische. Stühle und vieles andere. 3 neue NadfahrermLntel, 1 flinber- mögen, 1 Kindersitz- und -Liegestütz!, 1 grobe Gemüse- schneidemalchine. 1 Mesterputzmaschine ste Wirtschafts.
Ä . - J 7,68 . . Nutzretser in Schichten. Iusammenkunft vormittags 10 Uhr im Distrikt Zdundach an der strerssttahe Lehnheim—«tzenhain. Stangenrod, den 3. März 1921. Bürgermeisterei Stangenrod.
* n a u fc. 2774D
SabrUant Lhr
Lang-
eiefira:


