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Unavchuld und chre Bekämpfung durch die Ver- frönte Haupt hinter seinen engen und biIrin

QlusStäSx und Land.

® teilen, den & Xcj. 1921.

ProvlnzialauSschuh. Xm SamS-

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Der Derkauf der Dornrr-marckschen DeslhuuZe«. Zu dem Berkaus der Donners

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marckfchen Besitzungen in Oberschle- slen an englisches Kapital wird demBerliner Lvkalatrzeiger^ mitgeieilt, bah es sich nur um den in den Kreisen Tarnositz, Beuthen und Kattowitz gelegenen Besitz der fatho- l i s ch e n Linie der Grasen Donnersmarck

Xohlm un. schlutz d« l Dezembe 1921 Die s «vs

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®ittcrn au leben." Seine Abneigung gegen das .klassische^ Zeitalter Ludwig XIV. zeigt sich in der Bemerkung: .Racine ist ein so grober Dichter wie Ludwig XIV. ein grober König Die Fehler Shakespeares sind Mebermab, die Fehler Racines sind Fehler." .Voltaire vermeidet in seinen Gedichten sorgfältig die Poesie, wie man einen Freund vermeidet, mit dem man sich nicht verfeinden will." .Der schlechte Ge­schmack hat ein langes Leben. Wan befreit sich leichter von Ludwig XVI., von Donovarte, von dem Bourbonen, von Königtum und Kaiserreich, als von dem Paradestüd irgendeines klassischen Dramas."

tens, Pros. Diels, aufftellte. .Zu dem Herbarium, dem Garten und dem Laboratorium muh das Aaturschutrgebiet zugefüat werden, als notwen­diges Slernen! des modernen biologischen Fvr» fchunasapparateS. als chacakteriBilches Bedürf­nis ber jüngsten Periode in der b io log ischen §vrschung.E

Kreis Wetzlar.

ra. AuS dem Kreise Deylar. 4. De-. Auch im hiesigen Kreise kommt das Spinnrad wieder zu hohen Ehren. Die Zett liegt nicht allzufern, wo überall in den Dörfern die Aäder schnurrten und man dasKlipp klapp, klapp" zur Winterszeit aus ton Bauernhäusern hören konnte. Bekanntlich dursten auch auf dem Draunvagen neben dem Spinnrad mehrere Bündel Flachs nicht fehlen. Hielten es doch selbst Fürstinnen nicht unter ihrer Würde, die Spindel zu drehen. So brachte SolmS-DraunfelS auf der Düssel­dorfer Ausstellung (1880) mehrere Leinen­stickereien auS dem 13. Jahrhundert zur Schau, die zu dem Kunstvollsten gehörten, was Frauenhände je vollbracht.

Hcffen-Nafiarr.

ra. Biedenkopf, 7 De^ Die Stadt­verordnetenversammlung crc iUto-e in ihrer jüngsten S pung den Etat für 1921 Gr schließt in Trnnahme un) Ausgabe mit 1 663 680 QÄarf ab und steht an S'.^u rZuschlägen vor: Grundsteuer 500 Pro;, Gebäudes! ucr cO3 Prvz., Gewerbesteuer Klas e I 175. Kl. 2 150. K 3 unb 4 100 Proz. Die Sinnahm? au8 dem Holzeinschlag betrug im vergangenen Zähre 1 070 061 -BiDie neue Bcs7>ld-ungSu - läge belaste! d.-n 8tat um

Grohstadt unberührt erholten. Sodann können in diesem Raturpark die vorhandenen Pflanzenbe­stände wttlln'chaftttch ausgenommen werden, ihre Gntwtcklung läht sich durch Beobachtungen und llntersuchunaen tn bestimmten Zwischenräumen verfolgen Damit ist also eine wertvolle Grgän- -ung zu den Beständen des eigentlichen Bota­nischen ©arten* geschaffen. >nn dann noch tln Laboratorium eingerichtet wird, so ist die Ver­knüpfung von wissenschaftlichem Institut mit Ra- tucparl gegeben. b*e grobe Wöglichkeiten eröff­net Damit wird bk Forderung er'üllt die schon 1914 der Direktor des Berliner Botanischer-. Dar-

UngcbrudteS von Goethe und Schiller. Die grobe Autographensammlung der Grafen von Prokesch-Osten, die demnächst bei Henrici versteigert werden wird, enthält unter ben zahlreichen Handschriftenschätzen berühmter IKänncr auch einige intcrcffante ungebrudte Stücke von Goethe und Schiller. Wie in dem soeben zur Ausgabe gelangten Katalog ausaesührt wird, handelt es sich um zwei ungebrudte Briefe Goethes, von denen der eine aus seiner Tugend, der andere au» seinem Alter stammt Das erste dieser Schreiben ist unterm 9. August 1775 aus Frankfurt .an Herrn Zohann Buff der Wissenschaften befl. üi Gicsten," gerichtet Es tft Der Bruder von .Lotte", mit dem Goethe in jenen selig-unseligen Wetzlarer Werter-ragen sich anutfreunbet batte. Goethe hatte inU HanS weiter tn Beziehung gestanden und sich von ihm Über das Grgehen der Familie Buss und Lottes berichten lassen. Sr bittet auch nun, vor kurzem von der ersten Schweizer Reise zurüdaekehrt um Nachrichten, und obgleich er damals bereite mit 2Ui verlobt war. klingt seine alte Anteilnahme in der Frage durch: .WaS hören Sie von Lot­ten?" Der andere Dries ist aus Weimar vom 16. September 1825 datiert und an ton öster­reichischen Staatsmann Friedrich v. Dentz gerichtet. 3m Gegensatz zu dem Ungestüm tos fugend, ichen Ergusses ist diese» Schreiben der!

beitskrast mit den Zähren,ba wo sie am meisten gefordert wirb und man biejenigen sich selbst überlassen muh, tonen man mit Rat und Lat fortwährend so gern an Hand ginge". Der Dries Schillers, bei xur Versteigerung ge­langt. ist an seinen Lebensfreund Thr. Gottfried Körner aerlchtet und war bisher nur unvoll­ständig bekannt. Die ganze vierte Seite war nirgends toictorgegeben, und gerade sie enthüll hochinteressante Bemerkungen zurMariaStu- art. Schiller schidt Körner am 3. Juli 1800 daS Manuskript seines neuen DramaS und schreibt to^u: Sollten sich in dem Manuskript noch Schreibfehler sinton, so sei so gut, sie zu be­merken. Ich schide das Manuskript ab, ohne es durchzuschen, um dich nicht länger warten zu lassen."

handelt, deren Generaldirektion sich in Karls- Hof toi Tarnowitz tofintot. Mit dem Besitz der evangelischen Linie deS Fürsten Guido DonnerSmar^-Rcutock und feines Bruders, des Grafen Karl Hendel-Donnersrnarcl-Rep- ten in ton Kreisen Tarnowitz, Lublinitz, Beu­chen, Hindenburg und Rhbnik iGeneraldirek- tion Reuded, Kreis Tarnowitz) hat der oben­erwähnte Besitz nichts zu tun.

Die Betriebslage der Eisenbahn.

Berli n. 7. Drz. tWTB) DaS Retchs- verkehrsministerium und der Acichäk'chlenkommis- far teilen mit, dab die Betriebslage toi der Reichsbahn immer noch äußerst gespannt fei, well der schon über drei Wochen anhellende Frost an vielen Stellen anfangs dieser Woche 10 bi» 12 Grad betrug, wozu noch belriebserschwe- renbe Winde und Rebel aufgctrelen find. DaS behindert die Tätigkeit der Ablaufberge tn den Rangierbahnhöfen so, dah die Leistungen der Bahnhös» bis auf zwei Drittel zurüdgegangen sind. Die DahnhofSgleife reichen dann für die zu rollenden Züge nicht mehr. Die Züge liegen längere Zeit auf tot 0!rede, ehe sie in ton Dahn- Hof binetTyefangen können Der Betrieb wird, wie der Fachmann sagt, bidflüffig. Damit ver­schlechtert sich aber ber Wagenumlauf und der Wagenmanael nimmt zu. Da die Aufrechterhal­tung toS Eisenbahnverkehrs die erste Voraus­setzung für daS Zngangha!ten der gesamten Wirt­schaft ist, muh die Reichsbahn zunächst mit Kohle stärker als in letzter Zeit beliefert werden. Wenn dadurch für andere Verbraucher vorübergehend tocitere Kürzungen in der Kohlenversorgung ein- treten, so must dieser Rachteil im Interesse her Aufrechterhaltung toS Reichsbahnbetriebes in den Kauf genommen werden.

Das HUfswerk für Oppau.

Ludwigshafen, 7. Dez (WTD.) Der bayerische vtaatSkommissar Ministerialrat Dc. Stütze! Hit ton WohlsahrtsauSschust und den Presseausschust toS Hilfswerkes Oppau zu einer Güy.ini geladen, um über die bisherigen Hilfsmabnahmen Bericht zu erstatten. Danach wurden an Unterstützungen auS gezahlt 1 457 447 Alark. 30 Millionen sind erforderlich zur Ab­wälzung der Personalsch »den während ber näch­sten 25 Zähre. Die Geldsammlungen haben btS zum 3. ©e^emtor insgesamt 63 116 493 Mark er­bracht, davon in Ludwigshase i rund 36/2 Mil­lionen Mark und beim ReichShilsSausschuh ein- schliestlich der 10 Millionen Reichszuschuh 311/» Millionen Mark, während sich unter ton 361/2 Millionen die 5 lUionen Staatszus^h Bayerns tofinton. Die Unterstützung der Betroffenen mit RahrungsmittLln, Kleidung und Hausrat ist gut geregelt und liegt In ton Händen des Ludwigs­hafener grauenoereln#, doch soll dem Wunsche, auch auherhald Oppau wohneirde Geschädigte zu »-unterstützen, willfahrt werden. Die Liebesgaben, "f'b reichlich sie fliesten, hat doch zum Beispiel die Porzellanfabrik Kahla einen ganzen Waggon Steingut und Dorzellanwaren gespendet reichen bei weitern nicht auS, und foimubten u. a. Textil- toaren im Werte von 21/. Millionen Mark gelaust werden. Hier sei eingeschaltet, dah von dem bei dem kürzlich gemeldeten Ginäruch in Oppau gestoh­lenen Kleidungsstücken im Werte von rund 43 000 Mark ber größte Teil wieder eingebrach! werden konnte. Jetzt bewacht ein Gendarmerieposten das Magazin. Für ton Wlnterbedars sind reichliche Vorräte an Butter, Giern. Kartoffeln und Zuder toschasst worden. Bisher sind in Oppau 4 7 Da- radenzur Unterbringung DDn276 Fa­milien notbüritig hergestellt. Zufolge des x3lm- merler,iestrellS muhten 8 Baracken zurüdgestellt werden. Auch konnte der Ausbau der anderen Ba- raden nicht in erwünschter Weise gefördert werden. Fehlen doch Aum Teil die Aborte, trxls mit gesund­heitlichen Desahren, wie der tos Typhus, verbau- oen ist. Am Freitag finden erneute Verhandlun­gen vor dem D.emobilinachungSloinn.lssar statt, so dab au hoffen ist, bah der Streik beigelegt und die fehlenden Daraden bis Weihnachten, wenn irgend möglich, unter Dach und Fach kommen und tocitere Familien u,ltergebracht werden konneir. Für eine WeihnachtSbrscherung ber Daradenbc- Dvhner habe übrigens auch daS Bayerische Rote Krvu,z die Summe von 75 000 Mk gestiftet.

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Aaturschutzgebiet und Bota­nischer Garten. Sine ganz neue Art von Botanischen Gärten, der aber die Zukunft ge­hören dürste, ist in Schweden entstanden Dort ist nämlich zum erstenmal ein Vaturschuhgebiet mit einem Botanischen Garten verbunden worton. Wie Greta Lonwentz in der .Äaturwissenschaft- llchen Wochenschrift" aussührl, wurde diese Der- b ndung von Prof. Larl SlottSbera in Stora 2 e n g g a r b tn toi Göteborg geschaffen. 3u- nächsi wurde für einen neu anzulegenden Bota­nischen Garren in Göteborg ein g eeignetes Ge­lände im Südwesten tot Stadl ausgewählt. Die­ser Botanische ®arten umsastt tnsaesamt 37 Hek­tar und ist von einer 2.3 Meter hohen <3infru- bigung umgeben. Das Gebiet ist mit feinen Bergen Wäldern, Tälern und Bächen ein Stück unberührter Ratur von hoher und abwechslungs­reicher landschaftlicher Schönheit. Da tot Gar­ten nicht bis «um Meer reicht, so fehlt die für die Westküste Schwedens so bezeichnende Gtranb- ftora. und deshalb soll ein Zeil der 3nfel Särö als Aaturschutzpark erklärt werden, um diesem Mangel abzuhellen. 3m übrigen ist daS Ge­lände tos Gartens so maimlqfaltig, dast die verschiedensten ^flan^cngemein,^^a!ten dort Platz finden. .Das Gebiet war, bevor es zu» Latur»

Schwurgericht.

Diesten, 7 De, 1921

Heute wurde gegen ton Baah l sartoller Wiegand Don «.Vilbel teeren Meineids Dtr- hantolt. l

3n einem 'AtimentatlonSprvzest ber Köchin Barbara K ^rus Mainz gegen einen petoisten Traut, den .sie vor dem Amlsg?richt Frankfurt alS Vater,ihres Kindes in Anspruch nahm, machw dieser die Einrede gellend und benannte Wiegand alS Zeugen. < Dieser toschwor, tast er In der maßtitbenben Zell ,mU der D K verkehrt und brachte dadurch die AllmentationSllag'? zu Fall.

Als er später dem M^rdchen gegLN-torgestelll wurde, gestand er unter Tränen ein, bah er

findet eine öffentliche Sitzung tos ProvAttz-al- ausschusses im Sitzungssaal tos Regierungsge- bautos au Giesten. Landgras-Phllipp-Pl^ 3, mit folgrntor TageSotchnuna stall 1. Klage tos O AV. Friedberg geacn den O A D. Diesten to-gen Ersatz tot für die Famllle der Ghristiau Schneider Witwe in der Zelt vorn 10. Zuli 1920 b'S 25. Oanuar 1921 aus gewendeten Unter« s'ützungskosten. 8^4 älhr 2 Klage des O. A D. Friedberg gegen ton O A V Ossenbeim wegen Erstattung von UntcrstützungSkosten toS Ludwig Albert Hammerschmidt. 8* 2 Uhr. 3. Reu- regtfung der Besoldung tot ®cmetntobeanticn in Cdflobt; bler: Derrsung toS Gemeluderech- ncrS Feuerbach in Od labt gegen das Urteil deS KreiSauSjchusseS toS KreiieS Friedberg vom 9 9 1921. 93'| Uhr - 4 Drfchtoerto tos In- hab^rS tor Firma Pfeffer und Menendorsf und des Inhabers der Firma Reust, beide zu Fried­berg. gegen ton Beschluß tos Krersamts Fried­berg vom 9 Juli 1921 wegen Zugehörigkeit zur Zwangsinnung für daS Sattler- und Tapezler- getoerto im Kreise Friedberg 10V« U&r.

Schiedsgerichte für gemeind­liche Beamte. Für das Ctoblet tos Volls- slaateS Hessen wurden bei ton Kreisämtcrn Darm­stadt. Mainz und Diesten prvvinzrell zustän­dige Schi-'d^gerichte und für das Gebiet tos Dolköstaates Hessen ein Oto s hiedsgericht für ge- nui rdliche Beamte bei tom Oberveriich7rung?amt errichtet. Zum Vorsitzenden dieses OberschiebS- gecichts wurde tor Direktor tos LPerversichc- rungvamte^ und zum Stellvertreter toS Dor- ft)cnton tor stellvertretende Direktor des Ober- versichernngsamteS ernannt Ais Beisitzer sind gewählt worton: ©emeintoral Dres el, Diltol, Dürgermcl-ter Hain» Dietesheim, Ratsschreiber Alter Viernheim, Betriebsleiter Sommer, Er­bach t O. Als deren Stellvertreter: (Semeinberat Bust, Arheilgen b. D., Bürgermeister Braun, Herrnsheim, Gemeinderechner Drandmüller, Gon­senheim, Polizeidiener Weil, Lang-Göns. Die AmlSräume tos OberversicherungSamteS befinden sich im Hause Verkarst raste 1 zu Darmstadt

Wlchtla für Lungenkranke und Lungenkranthritsverbächtigel Für solche Kranken aus tom KrelS Gicsten ist die Für- soraestelle für Luna en kranke in G festen in tor medizinfschen Klinik, geleitet von Professor Dr. Stepp, zuständig. Dre Sprechstunden sind jeden Mittwochnachmlltag von 56 Uhr. Auswär- tigenKranlen.dienurmitDchwierig- feiten in ble Rachmittagssprechstun- ben kommen können, ist es gestattet schon in ben Vormittagsstunden von 10 viS 12 Uhr zu erscheinen.Lungenkranke und KranlhellSgefährbete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer Überweisung ihres Arztes an ble Fürsorgestelle. Unbemittelte erhalten unentgeltliche Beratung.. Die Fürsorgcschwestern finb in der Fürsorge für die Familien solcher Kranken tätig.

* Heber die Preise für Brenn­stoffe besagt eine amtliche Bekanntmachung, dast es ton Kohlenhändlern nicht gestattet ist, vor Festsetzung tor neuen Kohlen- und Kokspreise durch die städtische B"ennstofftoputatton ble er­höhten Preise zu fordern. Personen, die sich für übervorteilt halten, werden aufgeforbert, sich beim städtischen Drennsiofsamt zu melden.

Vornotizeu.

TageSkalenber für Donnerstag. Astoria-Llchtspiele, ab heute: .Der geheimnis­volle Dolch" und -Charly al# Sträfling". Lichtspielhaus, Bahnhof st raste: .Der Marquis b'Or.

Giestener Hochschulgesellschaft. Am Samstag, tom 10. Dezember, 8/, Uhr abcnb8, spricht Professor Dr. von Aster, tor Rach-' folger von Professor Siebeck, über ,Rletzsche" (im groben Hör «aal des DorlesungSgebautos). Gäste sind willkommen. Kürzlich hat die Hoch­schulgesellschaft wieder ein Heft ihrer Rachricht«i torausgegeben,(3. und 4. Jahrgang, Verlag von A Töpelmann). Das Heft enthüll ton ^iachrus, ben Prof. Dr. Ludwig Schlesinger als stell- vertdretender Dekan am Grabe HermannSie- bedS am 26. Februar 1920 sprach: die Rede, die Prof. Dr. K. Dürker bei tor Gedächtnis­feier ber Medizinischen Fakultät am 25. Zull 1920 über Hans Strahl gehalten hat: einen Vor­trag tos Mainzer Otorspielleiters Dr. C. Gl- wensvoek über .Universität und Buhne: cluster- tom einen Bericht über die Tätigkeit tor Giestener Hocbschulgesellschaft von 1918 bis 1921 Den Mit­gliedern der Gesellschaft sind dieRachrichten" zugeflellt worton. Die Freunde und Schüler Sie- beds und Strahls werden daraus hingewiesen, das: eine beschränkte Anzahl von Heslln Im Buch-

AeueS von Victor Hugo al« Kritiker. Literarische Auszeichnungen Victor HugoS. ble an diesem in feinem eigenen Schaffen so wenig kritischen Dichter ein Talent für die Be­urteilung anderer Künstler erkennen lafien, werden io der -Revue to Paris' verösfenklichll _6bi Talent ist immer vermischt mit Stofflichem' schreibt er z. 2 . .ein Genie ist immer vermischt mit dem Unendlichen. Daher ist In Aeschylor, Hiob, in Dante und Shakespeare eine gewisse Menge toS Unbegreillichen. Diese Men chm haben Teil an Gott". .Der Schwan, der dem Adler dorgezogen wird, Raffael oorgewzen Michel­angelo: da« ist ganz einfach aber cS ist ein 3nftlnft tor MiUelmählgkeit. SS ist gut, dah es stets einen Kamvs gibt bei tor Bewunderung. Der Künstler ist tor Engel, tor Leser ist Jakob." Von Molare Inat er: .Moliöre, da» ist ein Geist und ein Volk baAu. Frankreich da» ist ein

------1 dazu." .«omMIe mit feinen Regeln ist ein Kaiser In einem Käsig. Es

handel <u haben ist. Von ton _Abl>andiungen tot Girhener Hschichulgesellschafl" sind bi» jetzt zwei Hefte erschienen. 1. Rudolf He r z 0 g. Aus tor Geschichte tos Bankwesens im Altertum, 2. Grich Kaiser Bericht über die gerlogt chcn Studien während deS Kn^reS in Süowcstafrtka. Diese Hefte find im BuchJantol zu haben, für Mitglieder der Gesellschaft zu DorzugSprcnfen.

Landkreis Gictzen.

tt. Allen dorf a d. L d a.. 7. Dez. Der hiesige Geflügelzuchtverein hält am näch,ten Sonntag sttnr erste LokalauSstel- lung nach dem Kriege. Es sind über 100 Au^- IteTungÄn Jiunam gemeldet. Die Ausstellung findet in Ranfts Saal am Bahnhof stall BL; ihr ist eine Verlosung von Geflügel und Geflügrlzuchtäerät- schäften verbunden, für die 2000 Lose zu 2 Mk. auSgegebm werd.n

l Ettingshausen. 7. Dez. Rachdrm sich nun wieder eine Möglichkeit grj-igt bat daß Denkmal für unsere Gefallenen auf >em einzig en'.fvrechenden Platze nämlich an der Kirche, auf zu stellen, soll demnächst ii A Wesenheit des KreiSbauamtes eine Gern intorat titzang ftat:- fInden, zu tor auch die DenkmaiS'om-nission und die Ang. hörigen ber Gefallen?n einaelaton finb. Leider matzte die für vergangenen Montag ein­berufene Sitzung auSsallen da ber Künstler, dem cte Ausführung tos Denkmals über'ragen werden soll, durch Krankheit am Kommen verhindert war. Hoffen wir. bah die kommend? Besprechung au einem allerseits befriedigenden Ziele führt, u id bah unsere Toten durch ein würdiges Denkmal geehrt werden.

Lollar. 7. Dez Am vergangenen Mon­tag sprach hier im 2Luftraqc tor Liga »am Schuhe der deat,chen Kultur Herr Heinz Wendel auS Gleton über das Thema: .Die falsche Rechnung". 3n seinen intercssanten Aus­führungen zeigte tor Redner vor allem, wie sich die Entente in ihren Hoffnungen, die sie auf daS Versailler Friedens di k tat setzte, immer mehr be­trogen sieht, und wie sie bator aa8 rein wirt­schaftlichen und nüchternen Grwäaungen v^n selbst auf eine Abänderung tos Friedens hindrängen mutz. Reicher Beifall tor Zuhörer wurde tom Redner zuteil. Der Vortrag wurde unlerftüM durch die Vorführung von einer Reihe von wert­vollen wirtschaftlichen Filmen, die lebhaftes 3n- tcrcfic erweckten. Am folgenden Vormittag wur­den die Films nochmals desontors ton Schul- lindern vvrgesührt Die Ortsgruppe Lollar tor Liga dcoanstaltet nunmehr ton Winter hin- durch einen laufenton Kursus von 20 Vorträgen über vollSwirtschaftllche und staatsbürgerliche Probleme: derartige Kurse laufen bereits in einer grofjen Anzahl von anderen Lr:Sgrupven. Der erste Kursus in Lollar selbst beginnt am Mittwoch, 7. Dez, und tohantolt staatsrechtliche Grund­begriffe. An jetom weiteren Mittwochabend fin­det bann ein Kursusvortrag statt,

Kreis rilsscld.

. § Don ber Ohm. 7. Dez. Die Ohm, die lediglich Quellwasser führt, friert nur in ton kältesten Wintern zu. DaS ist jetzt der Fall. Die ganze Ohm bildet eine treffliche <316- bahn, auf der die Jugend fleißig Schlittschuhe läuft. Zweimal stand in diesen Tagen das Ther­mometer 10 Grad unter Aull nach Reaumur. DaS ohnehin niedrige Wasser tor Mühlgräben ist so Nein geworben, datz mitunter die kleinen Mühlen lahmgelegt sind. Da das Land völlig frei von Schnee liegt, hat die Wintersaat nicht die nötige Schutzbecke. Der starke Frost, tor heute gebrochen scheint, hat die Arbeiten im Freien sehr erschwert. Die Holzvorräte sind in diesem Jahre recht knapp. Sine mildere Witterung ist auch in dieser Hinsicht recht wünschenswert.

Kreis Schotten.

D. Herchenhain, 7. Dez. Auch hier be­ginnt die Wasserknappheit ein bedenk­liches Aussehen anzunebmen Dr die Leitung feit Sommer versagt, holt man in Fäts.wn das Was'er aus Hartmannshain. Andere suchen Quellen un') Wasserstellen auf ton Wiesen auf, um bat un­entbehrliche Ratz zu erhallen.

Starkenburg und Rheinhessen.

wzt. Gau-Odernheim. 7. Dez. Als ein hiesiger Bahnarbeiter vom Rachidienst nach Hau e kam, gewahrte er zu seinem Schrecken, datz die Tür tos SchweinestalleS offen stand und sein über drei Zentner s<ywereS Schwein verschwunden war. Der Mann schlug sofort Alann und machte sich auf die Suche nach dem verschwundenen Borstentier. Aber vergebens, man fand feine Spur von tom Tiere. Daraufhin durch­suchte man noch einmal ganz grünbüch baS Wohn­gebiet und fand bann bat Schwein in der Psuhlgrube verendet vor Der S'all war '^mfalls nicht genügend verschloßen, p >atz daS Tier herau.llie^ und in die P uhlgrub: stürzte

schuhpark gemacht wurde, drei Zähre lang ein» gehegt und jeder Zutritt verboten, waS einen günstigen Sinslutz auf die Vegetation aus übte. Do stellt eS ein treues Ratur- und Landschalls» bild tor ilmgegenb Göteborgs dar, ist aber freilich feine unberührte Wildnis, da hier Men­schen schon früher tätig gewesen sind Geschützt wird tor Aaturpark nach denselben Regeln wie die andern Raturfchutzgcbiete Schwedens. Die Bevölkerung kann Dort spazieren gehen, muh sich aber auf der arotzen Anzahl von 12 Meter breiten Wegen halten, die ton Park durchkreuzen. In tor südöstlichen Ode diese- Raturschutzge- biete- wird tor eigentlich künstlich geschaffene Botanische Garten anatiegt, für den natürlich Gewächshäuser und shstematls<tze Bepflanzungen notwendig sind. Durch eine solche Verbinbung von Raturschutzgeb«e! und Botanischen Garten wird zunächst einmal ein Stüd Ratur in tor

jährlich 114 000 Mk. Die Wasserst»« beträgt 1.40 Mk. je Kubikmeter, tor Lichtprets 2 Ml ie Kilowatt. DaS Kapitalvermögen betrügt Mark. Schulden sind nicht vorhanden.

werde InS Wasser gehen, wenn er ihn nicht herauSrettze: er sei verheiratet. Vater von vier Kindern, und könne sich vor seiner Familie nicht mehr sehen lasscrn. Durch Zusteden von 20) Mk. und fortgesetztes Drängen brachte er schlieNllch ton willenSs-ä'waäen Wiegmd soweit, datz er einen fälschen Sid leistete.

3n tor heutigen Haup v.-rhandl mg war et im wesentlichen geUäntoj, so datz der Anllnge- bettretet, StaatSanwal! Ä n a u h, mit kurzen Worten die Sduildfroge empfehlen konnte

AntragSgemätz wurde Wi'gand zu 1 3a be Zuchthaus, 5 Zähren Ehrverlust ver­urteilt und ihm die Fähigkeit, alS Ze^ge oder Sachverständiger eidlich vernommen zu werden, dauernd atocsprachen.

Die Beleidigung > führte Rechtsanwalt PeterS. <

allen CrAcllenA, bet tom nur Kompliment und Untcrkbrift eigenbändig sind, tn tom abgeklärt philosophische Ton feiner Maximen und >1 - flcrioncn gehalten. Dentz hatte ein offizielles Lchrecheu S^octzeS längere Zeit nicht brantwonet, bis cS bann schliestlich durch einen iJrlah Mclter»

Kirche und Schule.

NN. Die Za dl der dffentlicheu Volksschulen betrug nach bet amtlichen Statistik am 10. Mai d. 3- In ganz Hessen 4232 mit 194 865 Schülern. Die größte Zahl hatte tor Kreis Offenbach mit 611 Schulen und 25 745 Schülern, bann folgt Mainz mit 441 Schulen und 19 415 Schulern, Darmstadt mit 403 Schulen und 16951 Schülern, Gie­ßen mit 284 Schulen und 13 521 Schülern. WonnS mit 283 Schulen und 14 038 Schülern, Bensheim mit 271 Schulen und 12 533 Schü­lern, Friedberg mit 2A Schulen und 12Ö86 Schülern. Der kleinste Kreis ist Lauterbach mit 88 Schulen und 4376 Schülern. 3n ton Pflichtfortbildungsschulen wurden 27 030 Schüler In 1397 Klassen unterrichtet, und zwar in 1014 allgemeinen Klassen mit 17 403 Schülern, und 383 Berufsklassen mlll 9627 Schülern; von ton allgemeinen Klassen waren 768 mit 11337 Schülern einklassig, 106 ml| 2525 Schülern zweiklassia, und 140 mit 3541 Schülern drei» uixb mebrllassig. 3n den Vorschulen und Höheren Mäd­chenschulen wurden im unbesetzten Teil Hessens seit Ostern 1919 und tm besetzten Dell seit Ostern 1920 im ersten Schuljahr keine