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t>md nnö Verlag: grfihl'We U«t». v»ch. int» Steiitruderei H. Lange. Schnftleitnng. AeschLfirtzelle hiö Draderei: 5ch»lfttaße 7.

AI« tt>a^d<t>etnIktK< Ergebnis her Äonferen^ it der Berichterstatter an erster Stelle einen

nennt

Daily Erpreß" nennt daS ilcbereinfom.

Abkommens. in dem die Tkr- önglanb und Frankreich die gemeinsamen Politik und die ihrer territorialen Stellung im

i toer- werde

einigten Staaten, Fortsetzung ihrer Ausre-terhaltung StUlen Ozean, sei

virlschastSkammer nicht einseitig in dieser B*zie- I ig gehandelt bat. möge auch dar»ru- ersehen tverven, daß andere Körperschaften und Einzel­personen in der Landwirischask. ferner Stadtver-

(Ein Buch des früheren Kaisers.

Berlin, 7 Dez (WB ) Dem .Achtupr- Abendblatt" zufolge ist ein vom ehemaligen deutschen Kaiser veriasttcS Buch, beutel, .Vergleichende GeschtchtStabellen 1878 d.s Krieg», «löbruch 1911 soeben bet 3. F. Kodier In Leipzig erschienen. Au her tabellarischem Mtt.r.al enthalt daS Buch auch Mitteilungen über Die unmittel­bare Vorgeschichte de« Krieges

Die MietzinSfteigerunqen in Berlin.

B e r l i n, 7. Dez. ("DLL.) Der QHüqiftmi beschloß als Höchstgrenze für die Miet- ztnSsteigerunqen einen Zuschlag von 70 Prv-em der Miete vom l.Zuli 1914 fest- zuseyen, mit der Ausnahme, daß für Räume. Die zu gewerblichen, geschäftlichen, Bureau- oder ähnlichen Zwecken benutzt werden, der .Höchstzuschlag unter gewissen Voraussetzungen 120 Prozent bzw. 170 Prozent beträgt. Diese Sätze treten am 1. Januar 1922 in Kraft. Unberührt hiervon bleiben die laufenden Der. träge.

Loucheur in London. Außerordentliche Parlamentsfesfion

Paris, Z. Dez. (WTD.) Die die Haras- in (Snqfanb.

Agentur mitreilt. wird Münster Loucheur heute London, 7 Dez. «Dolfs.) Die eS beißt, minernachr in Begleitung der /mopAiaADetiöa-*toH iaü hxiüläc fiaclaacAl b» Mrr-

geknüpft seien. Vielleicht fei der Plan etneS um­fassenden 'Abkommens mit Qin'4tin der Ver­einigten Staaten im Laufe der letzten geheimen Sufummmfunfl zwischen Balfour. Hughes and Kato enrogen worden, um Z .pu l. .r <ur Alonenabrüfiung zu hrtoegen, aber feine der be­teiligten Delegationen habe sich genauer darüber erklären wellen. ZebenfallS sei auch die franzö- sische Drlegation biS setzt noch nicht zu einer Be­sprechung der Frage aufgefordert worden, die wahrscheinlich erst beim Abschluß der Konferenz gestellt werde.

woch nächster Doche einberufen werden. Der König wird die außerordentlich? Session durch eine Ansprache eröffnen Da» Parlament wird sich ausschließlich mit der nsichen Frage zu befassen haben Aach der Annahme der irischen Erklärung wird die Session wahrscheinlich ge­schlossen oder zu emem noch zu bestimmenden 3rit- punkt vertag, werden

Die ägyptische »erage.

London, 8. Dez. .DTB.sAach einer Aeuterweldung aus Kairo erließ der Aa- tivnaiistcnfuhrer Zaglul Pascha ein Manifest an seine Anhänger, worin erklärt wird, Sngland nehme seht die Maske vom Gesichti es erkläre. Aegypten sei unentdehr- lich für seine Interessen, und fordere, daß Aegypten einen Teil des britischen Reiches bilde. Zaglul fordert zum heiligen Kampf auf und appelliert an die ägyptischen Frauen und Männer, ihre ganze Kraft für die Befrei­ung Aegyptens einzuseyen.

nr. 288

Der »letze,et 8«zeiaet «scheint täglich, außer Sonn, und JJeiertacs. «ouatllcheSeic.-«preis* Md (L60 einschl Irirer* lohn, d»rch die Post V?k. 7.50 eiuichl. Bestell, gelb, auch bei Kichterschei- nrn einzelnerHummern infolge höherer iS »alt Aernsprech Anschlüsse: ftr b le S d)nfl leüniw 112; fix Druckerei, Lrrlng unb Deichästrstesse 51. ttnschrist für Drahmach. richten >,;eiger»letze«.

petf*ed!o,te:

Sreifler, a M. H6M.

Die Washingtoner Konferenz.

Pari«, 7. Dez (WB ' Aach dem Sonder- bericht erstalter der Hav.S?gro.tur in Washingron nimmt man dort an, daß die Antwort der japanischen Aegierung wah^ch.in'.ib erst am öarnrta ; <i-tceffen werde. 3nyr>iften Hon­te» die Arbeiten der Konferenz io gut wie still. Die amerikanische Preise beschäftigte sich lebhaft mit der Frage eines Dierverbandcsan S'elle deS japari'ch-engli^chen Vertrag.* .v stelle aber feit, daß biS icr.t leine txu:mmien Verhandlungen hier-1 über zwischen den verschiedenen Selepitwnen an-j

waltunaen In bei gleichen Lage sich befinden. S» würde den Interessen deS Reichs nicht dienen, wenn wir hier noch weitere Einzelheiten über die bestehenden Dalutaschulden acgcnüt-er der Schweiz, nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in der Industrie Mitteilung machen würden. Tatsache ist aber, daß nur daS plötzllche weitere Sinken der Mark und die geringe Hoffnung in der Schweiz auf eine Besserung derselben Deranlasfung au der Umwandlung der Frankenfchuld in eine Mark- schuld gewesen ist.

Denn mm in einem Teil der Mitteilungen noch behauptet wird, daß der finanzielle Verlust sich bei richtiger kaufmännischer Führung hätte wohl vermeiden lassen, so dürfen wir demgegen­über daraus Hinweisen, daß diese Schlußfolge­rung unrichtig ist. Andere Organisationen und auch besonders die Industrie, die über bedeu­tende kaufmännische Kräfte verfügen, haben ebenfalls nicht anders gebandelt. Auch sie sind bestrebt, die Abdeckung der Frankenschuld wie der deutschen Markschuld durch besondere Maß­nahmen Herdeizuführen. So wird auch die Land­wirtschaftekammer in Zukunft im engsten Ein- demehmen mit den Aegierungsstrllen eine Til- mmg der nun entstandenen Marllchuld durch be­fördere Maßnahmen herbeizuführen suchen.

3n0ne ooa 3bk << für btc Tagtt- r.umnn b i |um Ac

ohne i t>erbm:hd)lini. Srtt« für l mm h-de für njeigeao 34 mm Yrtilt Bnlid) 55 Pf. aetoürt, 65 Pf..- für flrklamei Anzeigen von 70 mm Stritt 2aOt>t Be, Platz. «orschnf,20 Kuschlag Kauplfchrif,leitet: 'lug. vcetz Verantwortlich fürPolitik, lag. Goetz, für btn übrigen leit Kar! kvallher; für ben Anzeigenteil: Han» Beck, sämtlich in Gietze».

men einen Triumph deS gesunden Menschenver­standes. .Westminster Gazette" nennt die Bedingungen edelmütig und glaubt, daß sie m der ganzen Welt vvrbehalllos gebilligt den. Aach hebenbunbertjährigem Streite I

I bitfet Petfze und Eeyston nach London ab- reis« n. um dort mit den Mitgliedern des eng- I lischen Kabinetts über die Lage zu beraten lieber den Gegenstand der Besprechungen teilt die Ligen- I hir weiter mit, daß Lvucheur mit dem englischen Schatzkanzler über die Ausführungen des Ab. I kommens von Wiesbaden verhandeln würde.

Aach dem .Temps" werden sich die Verhand­lungen auch auf die nächsten Rcparationszab- I langen, die Möglichkeit eines Moratorium- und andere Punkte belieben

Pari». 8 De^ lWTB ) Minister Loucheur erklärte einem Vertreter des .Scho de Puris". er I werde zwei hlS drei Tage in London I blei ben. Es könne aber auch mkgllch sein, daß I er Onbe dieser Woche noch nicht nach Paris zurück- I kehren könne. 3m Lause der Unterredung erklärte Louchcui. er reise hauptsächlich deshalb nach Sug- I land, um die Frage des Wiesbadener Abkommens mit dem englischen Fachminister zu diskutieren. (Je I sei wahrscheinlich, daß er im Lause feiner Anwesen» I beit In London auch Dr. A a t h e n a u begegnen werde ®r sei überzeugt, daß auS diesen llnterhal- ,ungen eine Lage hervorgehen werde, die zu einem I Einverständnis zwischen Sngland und Frankreich in der Frage führen werde, die augenblicklich zur Debatte stände.

Das steigen brr Mark.

London, 7. De-,. (Wolff.) De Blätter mel­den, daS Aufsehen erregende Steigen der «Mark zum Schluß der heutigen Börse fei aus lein Gerücht zurückzuführen, daß Deutschland i ein Moratorium für drei Zahre gewährt worden sei. Ferner hätten starke Käufe in Mark I dazu beigetragen.

Dir französisch-rnqlischen AuSrinandrrsrvnttarn.

Paris. 7. Dez (Wolfs.) Die sranzö- Hf q>e JXcgierung bat gestern die letzte englische Aote über den französisch-türkischen Vertrag beantwortet Aach dem .Maiin" ist d« Antwort äußerst höflich gehalten und erklärt, die französische Aegierung sei bereit, jeden cng- lllchen Vorschlag, der zur Pazifizierung deS nahen OstenS führen könne, zu studieren.

Das Abkommen mit Irland.

London. 7. Dez. Wolff ) Wie berichtet wird, soll daß irische Abk mm? n dem Par- lament zur Ratifizierung durch beide Häuser unterbreite, werden DaS Parlam nt wird wahr­scheinlich vom König selbst durch eine Thronrede eröffnet werden. Wenn das 11 * b er et n fr-mm en rati­fiziert werde, so werde die dafür notwendige Gesetzesvorlage zu Anfang deS nächsten Jahre« eingebracht werden.

London. 7. Dez (Wolff) Die alles be­herrschende Frage ist das Zustandekomm-n der irischen Regelung. Die Blätter stimmen fast ausnahmslos dem Abschluß der Vereinba­rung begeistert zu.

.Daily Telegraph" nennt die erzielte Löfung daS größte Ereignis In der inneren Geschichte deS Landes sei, Zahrzehnlen

.Daily AewS" begrübt dis Geduld und die Geschicklichkeit der britischen Regierung, mit ber sie allein die riesigen Schwierigkellen habe überwinden können Dies sei der krönende Triumph der diplomatischen Karriere Lloyd Georges. Die .T i m e S" schreibt die Vernunft habe die Oberhand behalten. - Da2 Aorchcliss^- blatt .Daily Mail" beglückwünsch» Lloyd Ge-

regelrechten Vertrag über dte Flöt- tenabrüf, unfl zwischen den s üns Großmächten. Ein solcher Vertrag würde vom amerikanischen Senat angenommen werden, der immer für diese Sparsamkeitspolitik gewesen sei. Ferner glaubt der Korrespondent an die Möglichkeit eines

Dte deutsch-polnische (ttrrnie.

'Berlin, 7. Dez. (WTB.) Dir Kom» misswn zur Festsetzung der deutsch.pol­nischen Grenze hoi. dem dringenden Wirtschaftsbedürfnis der Kreise Raribvr und Gleiwiy Rechnung tragend, die vorläufige Grenzlinie so gezogen, daß die Kleinbahn RatiborRäudenGleiwiy in ihrem ganzen Verlaufe auf deutschem Gebiet bleibt

Fletscheinfuhrverbot in der Schweiz.

Bern, 7. Dez. (Wolfs.) Da« schweizerische Ve'erinaramt verbot die Einfuhr von Rindviehund Flei'chauS sämtlichen eurv- päl'Heii Ländern, mit Ausnahme Dänemarks D 's Verbot wurde mit dem außerorde'illlch?n Ceu- chenbestand in den meisten europäischen Staaten begründet --------

Aus dem Reiche Kundgebungen unb Ausschreitungen Obdachloser.

Verl in. 7. Dez lWTD.) Der Magistrat hat sich mit der vorgestrigen Kundgebung Obdachloser beschäftigt die durch einr Ab­ordnung neben verschiedenen Wünschen und De- schwerden da- Verlangen nach einer schristlichen Erllärung gestellt hatten, daß jeder Obdachlose biS 3 hr nachmittags 10 0 Mark er­hallen werde. widrigensallS sie die Verantwor­tung für daS Weitere ab lohnen müßten. Die Erklärung deS Oberbürgermeisters, baß er nicht berechtigt sei, eine solche Zahlung anzuordncn. die Forderungen aber dem Magistrat vortragen werde, wurde feilen« der Abordnung mit Sem Hinwei« beantwortet, daß He sich selbst mit Ge­walt wa« sie brauchten, beschafsen und bafo bk Obdachlosen sofort Plünderungen in der Ötabt au«führen würden, welche Ankündigung dann auch auSgesühri wurde. Der Maaistral sieht sich nicht in der Lage, die gclnröcrtee 100 Mark an jeden Obdachlosen zu zahlen, da­gegen wurde der Au-schuß für daS Obha«^» wesen mit der Prüfung der Ve'chwerde und nmög­lichst fefertiger Abhllse beauftragt.

gen der Regierung in Peking sich von der Kon­ferenz zurückziehen würde, wenn die Verhanb- lungen mit den japanischen Delegierten über vchantu ng nicht zu einer den Enterest en Edina« günstigen Lösung führten. Die Llnweisun- flen aus Peking gingen dahin, daß in b-zag auf die bedingungslose Zurückcrftatting Kiautschoa« in keinem Punkte nachgegeben werden «olle

0 S 011 «*»»Sriet>en -wisch«. SnalaSt.unt.drton» MtC ferner Werfe die Absicht btc Konferenz zu Der- I .Morn ing Post" verurteilt als einziges i o I Blatt die getroffene Regelung und nennt sie eine

hfriÄrtHLr8- ^2; (Q5S?' 7Iad^-bC^1 ö?n2*re »orläufiqe Vereinbarung zwischen der Regierung benchterstatter der .Gbicago Tribüne" in Seiner Majestät und den irischen Rebellen. Washmgwn hat der Ausschuß für den fernen London, 7. Dez. (Wolff.) Den Blättern Utten gestern etne Entschließung angenommen, zufolge treffen auS allen Teilen der Erde Glück- ,n der vorgriehm wtrd^ die Aeutralität wünsche zur Regelung der irischen Frage ein. ttölna« rribefttert werden soll, falls eS in London. 7. Dez. (Wolff ) Aus Belfast Knegc kommt, an dem Shina wird gemeldet: DaS lllst erka bi ne 11 crürierte nicht beteiligt ist. | das zwilchen der englischen Regierung und den

Sinnfeincm getroffene lleberrinkommen während zweieinhalb Stunden. (Sine weitere Zusammen- fünft findet morgen statt

Die der .Aeuvork Tribüne" auS Washing­ton gemeldet wird, ist mit dem Verlangen Thinas nach unbedingtem Rachgeben seitens ZapanS und dem angekündigten Rücktritt dreier Berater derI London. '8. Dez. (WTV) Aach einer chinesischen Delegierten eine kritische Lage ein-, amtlichen Meldung genehmigte der König die getreten Zetzt haben die chinesischen Delegier- Freilassung aller gegenwärtig in ten. nachdem he die R-g»erona in Peking be- Irland auf Grund des Gesetzes zur fragt batten, beschlossen, auSzuhalten. doch deu- Wiederherstellung der öffentlichen tcten fie an, daß die Verhandlungen scheitern Ordnung internierten Personen würden, wenn Zapan darauf bestehe, fünfzig London. 8. Dez (WTV.) Man erwartet Prozent der Kontrolle über die Schantunq-Eilen- daß beim Zusammcmreten des Sinnfeiner-Par- bahn zu behallen. Die amerikanische Regierung lamenteS in der nächsten Woche ein schwerer gab die freundliche Warnung. Ehina solle nicht Kamps mit den Sinnseiner-Ertre- seine Aussichten dadurch verichrozen. daß Rück- misten entbrennen wird Die Haltung D e tritte zur Regel werden: sie lleß die Ehincsen Da lern« erregt großes Intereste Man nimmt willen, daß ihre Interessen gut gewahrt feien, jedoch an. daß die Mehrzahl der Mitglieder chn ---------- I unterstützen werde

Washington. 7. Dez (Wolff.) ES wird mitgeteilt, daß die Vorbereitung des Gesetzent­wurfs betreffend den Heere« - undMarine- k r e d i t für da« nächste Finanzjahr ausgeschoben werden foll, bi« die Walhingloncr Konferenz die Rustung-ftage geregelt habe.

Balfour Über das englisch, amerikanische Zusammenwirken. Reu York, 7. Dez. (Wolff.) Auf einem Festessen des Vereins der Länder englischer Sprache erklärte D a I f o u r in einer begeistert aufgenommenen Rede, da« Zusammenwir­ken. da« in Washington bewiesen worden sei, sei nur da« Vorspiel zu anderen internatio­nalen Aktionen, bei denen Großbritannien^ und die Vereinigten Staaten zusommenarbeiten | würden Er hoffe, daß. möge die Initiative von der östlichen oder von der weslllchen Seite deS Atlantischen Ozean« kommen, die beiden englisch sprechenden Länder immer auf derselben Seite gefunden würden Wenn eS zwei Rationen gebe btc zusammenstehen müßten, so seien die« Drotz- britannien und dte Vereinigten Staa­ten Valfour sagte weiter. Amerika sei an die Frage der Abrüstung zur See in ber einzig mög­lichen Weise herangetreten, und er glaube, der Er­folg sei jetzt in greifbarer Aähe. Andere Rationen würden sich schämen, dem Deispiel be« Staats­sekretär HugheS nicht Folge zu leisten.

Die Haltung der Chinesen.

Washington, 7. Dez (Wolff.) Die brei Mitglieder ber chinesifchen Delegation haben infolge Alncintglcit über bic zukünftige Politik ihre Entlassung eingeveicht. E« han­delt sich um ben chinesischen Gesandten in Kuba. Tyau, Vizeadmiral Tfa, und Generalleutnant I Hweng. Die chinesischen unb le.plnisHcn De­legierten verhandel ton erneut über die Ruck- crflattung des Staatseigentum« be« Gebieten von Kiautschvu an Ehina.

In den Kreisen' der chinesischen Delegation wird erklärt, daß diese entsprechend ben Me.sun-

Gnre Kundgebung der deutschen Landwirtschaft.

Die die ,/LdgL Rundschau" vvn unter­richteter Seite hört, wird am 15. Dezember zu Bersin im großen Saale deS Herrenl-auseS eine politische Kundgebung der gesamten deut­schen Landwirtschaft ftauftnbcn. Der RelchS- ausschuh der deutschen Landwirtschaft hat, einer Anregung des ReichslandbundeS und ber Vereinigung der deutschen Bauernver­eine folgend, beschlolsen, die deutsche Land­wirtschaft -u dieser Kundgebung aufzuruse«. Gegenstand der Tagung sind das Repara­tionsproblem und die damit zusammen- ßängenben Steuerfragen. Ferner soll zur Frage der Lebensmittelversorgung des deut­schen Volles Stellung genommen Derben.

Erhöhung der Pfändung-grenze.

Dem Reichstag ist lautDoll- Ztg." der Gnvourf eines Gesetzes zugegangen, das die Pfändungsgrenze bei GelaltSansprüchen vvn 2000 auf 8000 >f. erhöht. Das Gesetz soll rückwirkende Kraft für alle feit dem Oktober 1921 fällig geworden« Btzv'äe erhallen.

Derlufte der Hessischen Land Wirtschaftskammer.

Die LandwlrtfchaftSkammer für $cffen bittet un« um Aufnahme folgender Zu-

Der Mainzer Anzeiger" brachte etne Mit­teilung über einen Mliltonenverlust der Hci ischen LandwinfchaftSkammer. Diese Mitteilung ist außerdem sofort durch mehrere Te!eg ap!?en- burtau« oerbrritet worden. 3inr vorherige Füh­lungnahme mit der LandwirifchattSkau-.mer fiter den richtigen Sachverhalt ist leibsr nicht erfolgt Diese Mitteilung gibt ihrem Inyaltc nach aber ein vollkommen falsches Bild von der Sach­lage. Diese ist dielm.hr folgende.

Während des Krieges hatte die Landwirt­schaftskammer. ebenso wie anher* süddeutsche Kör­perschaften unb Zuchtgcnofsenschasteu Vieh (Ri d- vieh und Ziegen) au« ber Schweiz eingefübrt <ie Einfuhr erfolgte im Inter.'sfe der VolkS- emäbrung, und zwar zur Steigerung der Fleifch- erHeugung und der Milcherzeugung. Stadtver- toalfungen und Kommunalverbände führten außerdem während de« Kriege« größere Mengen von Milch au« der Schweiz ein. Die Abdeckung der damals entstandenen Frankr-nlchuld mar Im Interelle de« Marllur ci nkb SS wurde

vvn allen diefen Stellen ein Kredit bei Schweizer Banken ausgenommen Dieser Kredit sollt.' später nach Friedrnsschluß zurfickgezahlt werden AIS sich nach dem plötzlichen Zusammenbruch des R-ichcs keine günstige Entwicklung ber Mark ergab, hat die Landwirtschaftskammcr tbenfo tote andere in gleicher Lage befindliche Stellen versucht unb zwar ton Einvernehmen mit ben Reichsstellen, eine Ab­tragung der Kreditschuld durch besondere Maß­nahmen so durch Ausfuhr zu erreichen. Im Interesse der bellllchen Landwirtschaft sollte eine hohe deutsche Markschuld ermieben werden. Durch Vie ungünstige DestalUing ber wirtschaftlichen Ver­hältnisse und durch plötzliche wiederhollc Verände­rungen am Valutamarkt konnten die Maßnahmen bl« jetzt noch nicht mit dem Griolg durchgeführi werden, der wünschcn«wcrt gewesen wäre

Daß mit Rücksicht aus ben hoben Kursstand der Franken jetzt diese deutsch? Markschuld eine hohe sein muß. ist natürlich GS entspricht deshalb nicht den Tatsachen, wie in der Mainzer Aotiz enthalten ist, daß die Landwlrischast^kammer die Angelegenheit unbegreiHtchcrtocik jahrelang hat hängen lassen, sondern im G e q e n t e i l. die Laad- tnir idxih. lammer bat während dieser ganzen <ieit Maßnahmen zur Abdeckung dieser Schuld, ins­besondere auch In Verbindung mit Reichsstellen, getroffen.

Die Landwirtschaft^lanimer wurde aber eben­so wie andere Körperfchasten und Personen, die Kredite tn der Schweiz ausgenommen haben, durch die plötzlich* Entwertung der Mark überrascht. Dieser plötzliche Sturz ber Mari gab aber den Anlaß dazu, daß die an dem Kredit beteiligten Danken eine weitere Entwertung ber Mark be­fürchteten und von der Landwirtschaftskammer eine Umwandlung der Franken'chuld in eine solche In Reichsmark verlangten. Di<* LandwirtschaltS- fammer tourt* deSbalb veranlaß:, den bestehenden vchtoeizer Vankenkredit in eine Markschuld um* zuwandeln. Die in dieser Vezichung durchgesfihr- ten Maßnahmen geschahen mit Zustimmung der Hauptversammlung der LantwirtschaftSkammer und tn engstem Einvernehmen mit den Re- aierungsstellen. ö« wurde bei diesen Verhand­lungen auch sestgeftellt. daß die LundwirischastS- kammer In keiner Weise die Schuld an der 3nt- toteflung dieser Verhältnisse hat Daß die Land-

Erster Blatt 171. Jahrgang Donnerstag, 8. Dezember 1921

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhesien

orge warm jjn ben ersolgreichen Abschluß der Verhandlungen. .Daily E h r o n i c l c" schreibt, Sngland und Irland können sich jetzt in« 2luge sehen als gleiche Teilhaber an der Freiheit. G« fei vielleicht die größte polllische Tat Eng­lands. .M a n <h e fl c r h a r b i a n" schreibt, sei die glänzendste Errungenschaft, die nur eine Koalition ber großen Regierungsparteien durch- führen konnte. .Daily Herald" fchreibt die Au-llcht auf Frieden In Irland fei fast wie ein Aufwachen tn einer neuen und belferen Welt.

d in Form getrennter Erklä­rungen, fei cS durch eine gemeinsame Resolution, fest legen würde. Zapan würde aus diese indirekte Weise die von ihm geforderten Bürgschasten. be­tret fenb die amcrif?nil<hen Flottenstützpunkte, er­halten. bevor c« die Verringerung seiner Flotte zugestche. Weitere Abmachungen schließlich wür­den sich auf die kontinentale asiatische Frage, besonders auf die Regelung der chinesischen An­gelegenheiten. beziehen. Für die letzteren Ab- tommen«artcn würde nach der amerikanisch n Der- fassuna die Zustimmung des Senats nicht er­forderlich sein. Dieser werde vielmehr nur In irgendeiner Form seine 2lnsjcht au-zusprcchen haben.