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Gießener Anzeiger (Gcn ral-Anzeiger für Vberheffen)

Er. fZf Zweites Blatt

Mittwoch, 8. Zinst 1921

Neuregelung der Warenverkehrs zwischen | besetztem und unbesetztem Gebiet.

Bon ÄUdfcyr Dr. tut Slirt S. Rosenberg I

Durch die Besatzungsmächte im brietzlen Gebiet | anläßlich der logenaniuenSon hürnen" getrof i fene flRafinobirnt (»bet erneut unw J-o'.igrcr- 1 im Westen gcd'fntt. Ter wilden Ern- und Ausfuh-. ist, tote im Jahre 1919, wieder Tor und Tür gc öffnet; denn, wenn zwar zur Ein- unb ?tussuhr im besetzten Gebiet and) letzt noch besondere B.' imHlminqcn erforderlich sind, so werden diese den noch txm einer unter der Aussicht der Interalliiert«! Avmmission fh-bniben Behörde nicht nach den im j unbesetzten Gebiet geltenden Grundsätzen erteilt, s sondern nach den Rrdstlinien, di ' sich aus den tvirt | schaftlichen Verhältnis,en der Besatzungsmächte er j geben. Die Einfuhr von ausländischem Wein und Likör erfolgt z. B. jetzt in rorit.f:em Umfange.

Eine wibersprucksloi'c L>innahine dieser Zu­stände würde nicht nur die wirtschaftlichen Inter­essen des Reiches aufs fd>rueritc schädigen; die Dul bang der hemmungslosen Eilt- und Ausftihr würde gleichzeitig auch durch die Tdxlsfung eine- neuen ÄhieberNims die Moral unserer Wirlickfaft, deren erneute Erstarkung gerade jetzt nneder erkennbare wurde, aufs schwerste gefährden.

Die maßgebenden Kreise des .Handels intb der l Industrie, des besetzten wie des unbesetzten. Gebietes,, sind sich darüber einig, daß, wie bieder, überflüssige LuslandÄfaren durdi die Einfuhrkontrolle fern gehalten werden müssen; auch an der Nottvendigkeit des Fortbestehens einer Aiis'uhrkontrvlle in be­stimmten Grenzen wird nicht gezweifelt.

Um die hemmungslose Ein und 'Jütofubr wenigstens rom imbe eiten Gebiet fernzuhalten, sind daher besondere gesetzliche Anordnungen Ueberwachnng des Warenverkehrs zwischen dem be setzten unb unbesetzten «Gebiet durch die Verordnung vorn 26. Mai 1921 (RGBl. S. 440 in Verbindung mit der Bekanntmachung deS Rrichskommis'ars ffii Aus- unb Einfuhrbewilligung Dom 15. Apiil 1921 getroffen worden Die Regeltmg ist folgende:

Der WarenDertehr zwischen dem besetzten und unbesetzten Gebiet beharr besonderer Zu- intb Ab- laufSgenehmigungen. Vorauszuschicken ist, daß als besetztes Gebiet im Sinne dieser Berordmrng nicht nur das Gebiet gilt, für das auf Grund der An- ortrmmgen der Besatzungsmächte eine besondere Aollordnnng gehandhabt wird, sondern ganz all­gemein das Gebiet, welches tatsächlich besetzt ist.

Um eine unnötige Beeinträchtigung des fron- bei« zu Derrn erben, hat man jeboch davon abgesehen, sämtliche Waren genehinigungsvslichtig zu machen. Nackt eingehender Privimg der in Betracht kommen den wirtschaftlichen Verhältnisse hat man sich zu- nächst damit begnügt, für ganz bestimmte Waren- gcttimgen die ZulanfsgenehmrgungSpflicht anfzu-

ES ist zunächst vom Reidfskominissar für Aus - «und Einsuhrbeioilligung feine nicht sehr umfang» reiche Liste, veröffentlicht im Reichsanzeiger, aus­gestellt worden, die die WEngattungen enthält, toddx*. gleichgültig ob sie ausländischer oder tn> ländischer Herkunft sind, auf jeden Fall beim Zu laut in das unbesetzte Gebiet einer besonderen Gc nehmigmrg bedürfen. Darüber hinaus bedürfen alle ausländischen Waren einer besonderen Zulaufs genehm igung.

Einer Ablaussgenehmigimg zum Heraus bringen in das besetzte Gebiet werden wranssicht- lick eine endgültige Entscheidung ist noch nicht getroffen nur ganz wenige Warengattungen be Dürfen, deren Berbieib im unbesetzten Gebiet auc- fvirtschaftlichen Gründen unbedingt crforberlub erscheint.

Zu- und Ablaufsgenehmigimgen erteilen die Stellen, welche bisher zur Erteilung der Ein- und Ausfuhrgenehmigungen zuständig waren, soweit sie im unbesetzten Ök*biet liegen. Bon diesen Stellen itarf, dem 20. 9lpril 1921 erteilte, nod) nicht ent wertete Einfuhrbewilligungen ersetzen die Zulaufs genebmigrungen. Cbrnso bebarf es keiner Erwäb mmg, daß der Durd^gangö ve rke hr vom Ausland ins Ausland, wie bisher, einer besonderen Genehnn gungsvflicht nicht unterliegt

Bei dem Warenverkehr aus dem besetzten in: unbesetzte Gebiet ist somit in den dargelegten Fälleti die Beifügung der Genehmigungen zu den Fracht pavieren erforbedirf), da bereits beim £>ereinbrin gen bet Ware in das unbesetzte Gebiet eine Nach- trrüfima erfolgt.

Für Waren, die über das besetzte Gebiet aus dem '?bidlanb tommen und die ritt sprechend mit einer Einfuhrbewilligung versehen sind, ist die Vor­lage der Einfuhrbewilligung, wenn die Ware unter ZrnlVerschluß rollt, wie bish.'r erst erforderlich beim Zollamt des inländischen Emvfangsortes, an dem die Ware in den freien Verkehr gesetzt rvirb.

Waren, bk aus dem besetzten Gebiet übet bas tunbesetzte Gebiet in das Ausland ausgeführt wer­den sollen, tebürfen ebenso selbstveritänblick einer Ausfuhrbewilligung. Vorlage btcß-r Aussuhrbetvil-

ligmtg ist, wenn die Ware unter Zollverschluß rollt, erst b.nm Zollamt des inländischen Ausgangs Platzes erforderlich. Bereits jetzt muß aber darauf aufmerk­sam gemacht nxtben, daß batm, ro mt die Warr nicht unter Zollverschluß au.- dem b l etzten in das unbesetzte Gebiet geleitet wird, beim cutreffen au der Grenze z.visd-cn besetztem unb unbesetztem Ge­biet, enhvebvr eine Zulassungsgetiehmi uing ober, wenn sie aus dem 9Lu:ianö kommt, -ine Ern fuhr beviUigung bzw. eine ?lusfuhrbefvilli<nmg, ivenn sie ins Ausland geht, beiltegrn muß

Für den Räseverkehr, den kleinen Zu unb Ablaufsverkehr ulw. sind im übrigen bi? Bestim­mungen her Bekannt madmng vom 5. April 1921 cmtsprechenb unb sinngemäß anzuwenden

Heber die Art der Kvntwlle ist ;n bemerken, baß sie zunächst und grundsätzlich durch d.sonberc an ber Gvettze des unbesetzten Gebiets einntridftcL- Ikon troll stellen ausgeübt wird, daß jedoch m den Fällen, in denen aus eisenbahulechniscben Gründen wegen Zeitmang.ls eine eingehende Kontrolle un­terbleiben muß, eine besondere Nachprüfung an be sonderen Znlandsstellcn erfolgt.

3m übrißen ist dafür Vor'orge gcrofiea, daß den Bedürfnissen des La.-del sr erste hrs im iwitcftcn Maße Rechnung getragen wird. Dafür birgt nicht nur eine entsprechende Auswahl der mit der lieber» wachung betrauten Beamten. das von allen Be tätigten gleichmäßig erwünschte Ergebnis einer möglichst reibungslosen Kontrolle wird gi.idimtig durch die sehr wesentliche Anordnung erreich., daß gnmbiäblid) von einer endgültigen Befdilagnahme -Versallcrkläruna> abzusehen, und daß teoc ohne Die erforderliche Genehmigung eingeführte Ware zu- iiächft sichcrzustellen ist.

Die Durchführung der neuen gesetzlichen 2ln- orbimngen, welche die Billigung der sämtlichen be­teiligten Kreise gefunden haben, wirb bei gegen­seitigem .^and-in-.Hand-Arbeiten aller interessieren­den Stellen der Sage gerecht werben. Die geringen Behinderungen des Handelsverkehrs, die unver­meidbar crfdxnncn, müssen aut die durch die An­ordnung der Besatzungsmächte geschaffene Lage zurückgeführt werden.

preußischer Landtag.

Berlin, 7. Junt 1921

Mch Erledigung melweier fi i *r Anfragen und Vor age i setzt laS >:aus iic C tatberatu g fo.t

einer kürzst Rede des Dr. B r e b t iWirtsck. f&trtei) erttärt der sozialbemvkrotischc Mg. 5) eil mann, baß bk Regieru ngs- meh rhei t im Rridte und Preußen gleid? sein müsse, sonst werd? sie überhaupt nicht fein. Ent- >oeder müsse man mit der Sozialdemokratie regie­ren ober man habe die gan^e Arbeiterschaft gegen sich.

Der 91bg St la ft (Z.) appelliert bann an das vaui, die parteivolitisdien Wünsche »urück- -uflcllen unb betont die Nvtwenbigfeit ber Sck:as- sung neuer St.mem.

Der Landwirtschaftsrninister W armdo l d entwickelt sodann fein Siedlungspwgramm, nach meldrm 1000 neue Si-blungÄtrilen jährlich zu fdiaffcn sinb, den gdmcr mützigen Siedlungsgesell- fdjaften Mrcbite zu gewähren und das Ansted- lungsge'etz entsprechmb abyiänbem ist. Das Ziel ber Siedlungspolitik sei: 1. die Vermehrung der ansäsftgen Landbevölkerung, 2. die Sxbirng ber landwirtschaftlickken Erzeugung, Um dadurch die Bevölkerung aus eigener Erzeugung ausreichend zu ernähren. Den Landarbeiten müsse ber Aus­stieg zur Selb ständig Veit erleichtert werden. Ter Äkinister kündigt eine Gesetzesvorlage an, durch die eine namhafte Erhöhung dw staatlichen (Sin lagen bei den SiedlungSgcsellschaften und eine Vermehrung ber Zwi chenkredite e.möglrcht wird Die produktive Erwerbslosen fürsorge in Verbin­dung mit der Landgetvinnungslii ltur müsse svrt- ge'etzt werden. Sclilreßlfeh kündigt der Minister : odj zahlreich.- andere Maßnahmen zur Unter­stützung ber Landw.rtsdtaft an.

Rad? einer finden Rede des DeutsdrnatImalen Wallraf ergreift dann

Ministerpräsident Steger wald noch- mate bas Wort unb verteidigt seine Politik gegen­über dem Abg. S>ei manu. Zn nationaler Hinsicht sei er in erster Linie erst Deutscher, dann Partci- rolirifer, erst Deutscher, bann Arbiter, erst Deut- idxr, bann Staatsbürger. Erst wenn wir wieder einen festgefügten Staat haben, können wir wie­der Vvftspvlink treiben. Seme Ausgabe sei es, den Staat wieder fest auf di? Beine zu stellen Man müsse z-n einer Stetigkeit in ber Polite tommen, im Reiche roie in Preußen, unb die Parteien, welche eine Koalition schließen, müßten sich »ruf Gedeih unb Verderb zusammmsckUeßen

Rach meiterer längerer Debatte, m ber die 2f?gi. Tr. von E am pe D utsde Bvt., Sch u l z Neutolln Dr. Cohn (USP.) und Schrc,

ber Ten.) w Worte tommen, wird schließlich ber Etat bem stäupt aus! ckui n überwiesen.

DaS ,v>ait8 vertagt s i ch brernuf bis Diens­tag bet 14 Inni. nachmüta .s 2 Uhr Kleine Anfragen unb Triagen. Schluß 6 Uhr.

gür schwarz-weitz-rol.

Am 11. April ist cric Verfügung ber Reichs-- regtenmg ergangen, bie bv neue Flaaqenordn ina» enthält EntsvZechend ber Verfassung nnrb Man für bie .L-anoelsflotte die alte sdZvar»4vriß-eato Flagge, aber mit ber {diDar^cot-golbcncn Gäsch amtlich cmpcfülyrt. Bor und nach dem 11 Aprll l»esonberS aber in den letzten Tagen, häuften sich >lnnbgcbungen von Scdislahrtskreisen, von Ver- cintgunqen her Mayüänc, Schisftofßuere, 'Steuer< leutt usw , nautisch.it Vereinett, von Ver.rntguttgen btt Küstenschifsahrt, kurz rvn allen Verbauten und Veteiltigungen, di? ücerlxuaxt in irgendwcldvr Bs» u rinntg zu imfervr Seesd>isfabrt stehen, 11 dem Sinne, daß bie B.i.-cchaltung der alten sdirvarz-- weiß-rotett Flagge jlme jede Verunstnltuttq get-r beit wirb Teint als eine Verunstalhmg cnu>;inbcit diese Mreife dtc (djr^tv.-goldene Gösch, die niemandem envas sagt, sondern mir geeignet vt. bie Begriffe zu verwirren, wi­st reisen ber SeeichinaiM crflärt nnrb. Gleid zing kommen unmei zahlreicher ^Kundgebungen von Ueberfeebeurfdxm, bie sich gegen ttr schnntrz-iot^ goldene Flagge wehren, weil diese auch i men alM solut nichts zu sagen bat, während bie schwart- weiß-vote Fahne für sie das Sinnbilb sowohl des nibmrcidxm Deutschen Reiches aus der Zeit seines Glanzes wie des heutigen Teutfdtfanb i t, von bem sie alle Reiften .^»erynid erhvnen, daß es ri ntdl zu ferner Zeit seine alte Stellung tt der Welt wieder eümclynw. Dafür ist ihnen bie ,chwarz- weiß^volc FahneSyml-ol, und deswegen nängen sie mit allen Fatern i'wes Daseins daran, Wahr.ntb sie der sd^war^oot-goldenen Fahne als rhvjf völlig Fremden falt gegenüberstehen.

Man hat gerade in den Kreisen, bie rns völlig untxntänblidxai Ofrünben gegen schwarz^ weiß'-vot sinb unb it b für schwarz-rob^wld ein* seyen, den Vertretern bes alten Systems so häuftg bem Borwuri gemacht, batz sie Imponderabtiten in ber Weltpolitik unb in ber Behandlung bed Völker nick« richtig eimzusdritzen Wüßten. Es will uns scheinen, als ob gerabe ir ponberabik bet Flaggen frage, die von ganz ge< waltiger Bedeutung für bad Ansehen des Deutsdien Rerdies m der ganzen Welt u erhrupt i t, nod) tnei weniger zu Würdigen Wissen. Bei .stommw- nisten, Unabltängigen unb m-'lleicht audt Mehr- heitssoz,alist«i, bie nun einmal ganz ui inter­nationalen Verbrüde nu i gsgedan fen aut gehen ,

tonnte man es ja verstehen. Wenn sie dafür ein­treten, an die Stelle des alten schwarvwcist-vof ihren raten Lappen -zu setzen. Daß sich aber bürger­liche Streife immer noch dagegen Wehren, von bem Irrtum eines Augenblicks alMigehen und rm Sym­bol wieder hach zu ballen, das für das Ansehen des Deutschen Reiches von unschätzbarem Werte ist, bleibt uns unverständlich.

Tie Fraktion ber Deutschen Bolk-varter Hat vor einiget Zeit im Reicktötag den Antrag env* gebracht, die Entscheidung über die Reichsfarben durch eine Volksabstimmung Hctbcizuführen, und zu diesem Zwecke soll der Gesetzentmun über den Volksentscheid möglichst bald verabschiedet werten. Wenn sich eine ?lenderung der Berfassimg aus gc- möhnlicbem Wege nicht durd»setzen läßt, bmm sollte allerdings das deutsche L^olk selbst in einer Ab- stimmung darüber entscl)eiden, was für Reichs- s.rrben es wünscht. Es ist fein Zweitel, daß eine große Mehrheit sich sofort für schwarz-writz-rot aussprechen wird. Wer davon etwa noch zweifelt, ber braucht nur bei trgenbetner Gelegenheit, die irgendwie Flaggen hetausruft, sich umzusehen, und man wird finden, daß die schNtzitz-vot-gelbe Fahne nut aut öffentlichen Gebäuden weht und von der Masse des Volkes als ein Fremdkörper angestaunt nnrb, während schwärzeresi>rot im Herzen emes loden guten Deutschen $u finden ist

Gerichtssaal.

Ein Student als Böchcrdieb.

Fr an kf u r t a. M., 7. Juni. Die Straf­kammer verurteilte in der Berufunasmstanz den 22jähtigen Studcnten der Volkswirtschaft Storing wegen Dieb stahl- vers chteden etBü cher aus den Lesesälen der Universität und der Stadtbrbliolhek zu 500 Matk^ Geldstrafe. Storing hatte aus den Büchern die Stempel der Nniven'ität entfernt und seinen eigenen Namen hineingeschtieben. Als ihn dann später die Reue packte, trug er bie Bücher hrimllch wieder in den Lesesaal unb fegte he hier nieder ßeibw hatte er vergessen, vorher seinen Namen aus den Büchern zu entfernen. Dadurch verriet er sich selbst.

fiochschnliiachrichien.

Das dlange ebene Institut für in* ternationale» Recht l e hend an # Diplv^ matttt unb Völkern te-Irb.vm aller Länder imi aiif euirr soeben ut Pari» uiU i dem L^rsitz von Sir TdemaS Üki dan veranstalteten iiuicxibent littien Tagung auch rineii Deutjd n, bei brftnuv* tei Völl, rreü:slc. r Di < a ' Wegberg al neue* Müg'.i d '.l Kie Isti:t,ugewälstt iÄeich' zeitig nm eben de bisderigeii it io.i s sta-nmer geud i*tni Reliv Manei unb P osessor 5?alin Sdiücking zu orteitlitten Mitgliedern ernannt

Aue dcm -lmtovcrküttdigungtzdlalt.

ei DaS Ain tsverkündiyungsblait Nr. 81 vom 7 Jun, enthält - Etat., i.' der Jtin!# unb Vfu# rtniin-ini. Tbiifhiaduidien Frid beremigung Röt.ges. Mechewe en

3 taub bei Maul- und stlauen eudre |u Van» t c r b a d> Am lh. Mai beftunbot un Qnie Vau- terblich nud) folgende 5l*errbv,irlv: Uellersoauj« und Pfordt SÄiverlaud 3um Beo.^adi'.uiig? gebiet gehören: Nieder Stoll. Bernshauen. Schlitz. >?arterShau'eir und Frau-Roml>ach Tie Seud».' ist im Älchlilei».

Nachdem bi-1 Maul uiid .Ülaiimeuche in Stangenrod Kreis Giesien» auSi'e.rochen tu. bat das .streisamt Alsfeld btt Orte und Gemar- langen Lehnl.eirn unb Atzenhain zum Beabach tungsgel'iet entart.

Die Maul- unb ftlauaiieudy in Allna, Mell­nau und WeierSiau rn iKreis Mariuig 11 et laschen. Die an geordneten Schutzmaßregeln sind mifgchabvi.

rermitebte*.

Drei Hiuriätungen an einem Tag

' Köln, 7. Juni. 3in hie tgen stlingelputz- aesängnis nmrbcn letzten samStag drei Verbreche» hiiigeridxtet. Im ersten Falle waren es, wie do- reitb tun geme hrt, bie 2 »jährige Franziska Ackermann, die I-oditer emer besseren Fa mi ic aus Bod um, weid auf liederliche Lebens- psabe geraten war und W t ihrem Liebhaber Josef ahn aus Stöhlen» einen <Tmen:<mifdyni Sol- tatcn crid-offen und beraubt lmtteu Das Mädchen bestieg mit Fassung das Sdxrfvtt, iln ÄunuHijr, der Klavierbauer Hahn, zitterte am ganjen üteiL't, der dritte Delinquent war der Bäckergcfelle Paul (Hassen, Welcher vom Schsourge.i-.I t zu Trier zu in Tobe verurteilt worben war w.gen zweier Morbtateu unb Verleitung zum Meuirtd. Er be­teuerte bis zum letzten Augenblvk feine llnidadb unb 'hab nur bie Verleitung «tm Meineid zu Daopdein starb er ergeb n in sein Schicksal unb ohne Groll gegen bie Richte. Der Scharftichtez Svatbe aus Bresiau Ixiltc bie traurige Handlung vorzunehmen, welcher bie Ersten Sta^r sauwäUv von Koblenz unb Trier beiwohnten Die Stadt stotn ist neuerdings als Zentrale für alle Lin rid.tnngen bcfiimmt morden, die in der Rhein- pwvinz zu vollstrecken svid.

* Schlan genbad, 7. Juni Nach dem Festessen der vor mehreren lagen hier ver sammelten Mitglieder der Erwerbe unb Virt- schnstsgenossenschasten am Mittelrhrin ct häuften zahlreiche Gäste unter Vergiftungserschei­nungen. Es wirb angenommen, baß ber Nach­tisch gifthaltige Stoffe enthielt. Ente Unterfu* dyung ist von der Gerichtsbehörde nngriritrt worben.

Belgische Lügenberichte Dit Nation B^ge" meldet, daß ang'blidi in ein-ni Sc Icr in Frankfurt a M sOOLuflfchlff- motjren gefunben worden scien Sie gibt im Linblick auf tr.ee Meldmig einen Ueberbiitf aut angeblich i S Leben gerufene militärische Organi iationen, dir Drntsdjlcmb »ur Wetllnacknmg ber durch den VeraiIler Vertrag m-fvrberten (hil- waff u ig sc'chaffkii ha e D s Stdrf? iabr nommrlf nur bie zugeslantenen löOOOO Mann unter den Waffen, in ^Birtlidßat beitze cS zwanzigmal so Die Tie Sion trolle der Entwaffnung rnü fe weit ithäricr burtfg fülyrt imbd i beso berr» Augenmerk auf bie Lerste lang txm Luftfahrzeugen gerichtet werden Es dürfe nicht wieder oortommen, daß man, wie nach der Scharis von Jena, das deutsche Leer zu gering schätze, und daß dieses in sieben Fahren in hundertfacher Stärke erftrbe Deutschland fvat gerade in den letzten Tag« zahlreiche Beweist bi für geliefert, daß es den festen Wrlen bat, ben Fri densvertrag voll und ganz zu erfüllen Ttarrige, in keiner Weife be^ stätigten Lugenberichte unstrer efrmaligtn 3eLnir terxhi en nur. daß min dem ciqenen eine Auiicht rvn 2e.:tid<anb5 GefLhriichLit suggerieren will, irm die Raubpolink der Sfegterunn Dntsdi land gegenüber ungestört soitsetzen zu tonnen.

Herrn Collins Abenteuer.

Roman von Frank Heller.

30. Fortsetzung. (Hiachdruck verboten.)

Nein, banke, Prafehor, ich weiß nicht ich habe Ihnen etwas verdammt Unangenehmes mitzsitellen . .

Ja, was beim, Grabarn?"

,r3a, wir sind eben mit ber Behanblung des <w[nt6 fertig geworden, tarnen nitt früher dazu er ist utal unkxnidjbar. Das Licht muß $u sdrvacb gewesen sein. Ich . ."

Na Graham, fetzen Sie sich nur nieder unb nehmen Sie einen Whisky. Also, ter Film ist ruiniert? Marip nichts! Tic &rftriüing ist ab»

gesagt.'

Die verschwundene Geldsendung.

Mer Sie sind Ihrer Sache auch sicher, La- sicher, wie daß ich,Sie,'<He, Pvotriwr/

'/Sie such s»5xr, daß Sie itd) mcht verhoN Haben?"

Absolut sicher." __ .__, 9

,Taß die Sendung am zwanzigsten abgeht'

sfe mit der Empreß of Occania abgeht?"

Jawohl." arr . . o

Auf bem Wege nach Mexandrra'

Auf Hern Wege nach Alcrand.ta.'

Und daß dic Personen, bic etc baruber reden tortrn, tmrfiicb die sind, für die Sie ne ballen?" Ebenso sicher, wie, daß,i: nrcht gliupten, daß ich ein Wort von bem verstanden haoe, xoas

fite sagten. Ich hatte bret ftanzö i'che.Zeitungen in der Land. Sie fragten mih, ob s e bas Fenster aufzichen bürsten und ich stellte mi 5, als wenn ich nichts verstünde. Darm begannen sie von Der- Kfciebenen Dingen zu sprechen und na di ertigen Minuten hatte ich den etien von ihnen ans dem tafln Mirrvr erkannt. Die illirftrierttm Zeitungen sind doch eine wahre Wohltat."

Ten einen von ihnen ? Welchen?"

..Mr. Loxton. S.ix PHxograrilu- stund 5rt ber letzteii Lorvmarvrernennung barin. rie wird wobl schon öfter drin gestanden sein epi Mann in seiner Stellung, Troteffvri aber ich erinnere mich gerade von damals daran. Es war Jem Frewib, der von der -Sache zu sprecken annng Komi scherweise dauerte es nicht lange, so hatte ich auch ihn ertomi."

Sir Arthur Wades?"

Sir Arthur Dados, Briscs o-, bombeDt±er, Wades vom Ministerium dcs Aeußern. Er war es, der an fing. Er sah aus meine Zcllung es war der ..Malin" und da iianb auf ber Außenseite ein Artixl über die vllsti dxn iRmtr in den Kolonien, Indien und Acgvvten_ Sie wissen fa! Das brächte chn wo al aut oie sack-? Ich batte vorher kaum bannir geadäet, was Jte miteinander redeten, aber plötzlib höre ich ivn sagen:Unb Sic haben leine Angst, daß einer dieser verdammten Nationalisten Wind von ter Lache befommt? Das wäre einmal gehörig ri 1 Geld für ihre Kafe." Sie ich..viel Gllb" hörte, spitzte ich natürlich die Ohren. Ter andere, Mr. L^oxwn, schütLlle den Lkovi unb fügte:Nein, nenn, Sir Arthur, es nfe niemanb etwas davon, außer mir und bem Qoerbrrektor. Str haben eben an sie gedacht, an bie Nationalisten, und darum neh-

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sie im b.in cken Museum bab*n hol muh ber

Teufel, wenn die s-llön iind'"

Tic Mumien? Nun, es t t Aegyvtcr von neuerem Darum. SEtr gleichmc'l, fahren Str fort! Das sagte Mr. Syoitro dann?"

Er lachte über Sir Arthur uvd Jagte: «Aegvvier i wo ein fi t ter ftanzösück. x Di st^mtel, warn ich mih nicht lehr irre. Sui* leicht ein Ba i.-tshuver, da er 'ich er lau kann, erster Klasse zu reifen."

Und das formten Sie ruhig anhören, La- vertisse?^' ..

Fürs Geschäft, alles, Profeifvrl Man darr nicht "empfindlich fein, wenn man piche Ohren

men unr eines der gewöhnlichen schifte^ Ich kann Ihnen sagen, Sir Arti/ur, das heißt, Sie werben es ja ohnehin wißen, cS hat nicht Viel gesthll, so märe ihnen der Coup gegen dos letzte P & v. Boot gebmqen. Ja, Sw toissen cs? Giücklicher- rv-ifc war der Staxrtm so vor,ihrig gewesen, um Trmnxmthlie $u telegraphieren sonst. . /" Sir Arthur unterbrach ihn unb iah mich an:Zum Teufel. Sdoxton, glauben Sie nicht, daß dreies Inbimduum verstehen kann, n«S Er? sagen?"' Ich saß am entgegengesetzten Ende d.s Äupecs, Prosts or! Mr. Lwxton lachte und sagte:Nern, wenn er nicht von ben Lippen abfeien kann!"

-Sie wußten eben nicht, was für ein Gehör Sie 'haben, Lavertis e."

,Nem, bas wußten sie'nicht, Professor. -Lann sagte Sir Arthur:Aber ex könnte beinahe ein Aegppter fein, Horton."

,Na, Laöert.s e, finden Sie das schmerckel- hait^"

Aufrichtig gesagt, neti, Profesor. iAt em- Aeavvrer, bie ib gesehen habe, lind bie, bw

bat wie ich, da ist man gezwungen, allerlei Wahr­heiten zu hören . "

Sie sind it Ihrer Weise ein grostcr Philo­soph, Lavertnse. Nnn?"

Dann sagte Str Arthur:Ja, Sie haben recht, koxton, irgendein öit.er tranzösict/er Wint> leutel. Also Sic wümdyn ferne Trjypenbci deckung für den Transport gurn Schi s?" Nein," erwiderte Mr £x>rtx>n,das nrire ja fv als wollte maii sie Sache in bu Wc.lt lnnaue- schrnen. Wir zählen das Ge.d und uefvdn t4 unb legen es zu fe tausend Piund in bic S Ixuhteln ber Bank, at-er bann <r*m mit es rn eil- gc- n'öh iliche Pack.fstc irit der Auf chrift: Dar-npr? ten Tnt Kapitän o.s Bootes lennen w-.r feit dreißig Jahren evi schlauer, alter Bluthund, Sir Arthur, und ber kann ben Rest besorgen. Sei­ner bin ich ebenso i ber wie meiner selbst." Aber könnte es nilX auch für ihn eine za große Verlockung sein, Dorton? ^underNan'-nd. . ." Nein, Sir Arriwr, Teile Ehrlichkeit reicht für noch größere Beträge. Er war cs doch, ber bei Enllinand amantcn aus Südani a herbrachte wissen Sie noch? Nüinand h tte eine Ahnung, wie er nath England fair rie können ib berfen, daß 'die Diebe der gM'zen Well dal inter bet waren! Kapitär Sclby, txuttt_i&, können fte denn nickt den Namen ves Schilles sagen? Aber das taten sic nicht Hub das cirzige, was sie denn über die Sache sagten, war ,L>oftentlich kämen sick> die Banken von 2IL icmbna bamir behelfen unb verlangen r?M noch mehr. Wir haben ihnen jetzt m cmem Jahr rin nettes Sümm- (hrn geschickt." W war Mr. Norton, ber das sagte.

(Festsetzung