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ettotrTfcn fet daß er fofort eine WFion unter- nehmen werde. Tas Blatt fraßt. roaJ von der ttntmte bti einem io he-.igen Äoß übrig Methen werde. Es würde dies nur tne ftataftroabe 'tut, auf welche die Tcuii^en fei' dem Wafiensttllstand hingcarbritet ten. Tie , Ti ncs" will nicht glatp oen. dag irgendein Staatsmann der Verbündeten fich w einer ridjen Politik bereit ertld en würde

TieM orning toanit in einem

»Laß uns fe"t bleiben" überschrie>met Anikel, die Entente nicht tu (palten, da dies foirft beit Ruin Briands berbeisühlen dc. Tas Blatt schreibt: Wenn Lloyd George fc|t blribt. bann steht er sicher, wenn er jeboefo jiurüzfroci bi, bann bgebt er politisch Sribsmwrd. Senn die Verbündete:« nicht nadxjeben, bann wird iich Deutschland fügen, geben fie aber nach, dann find sie geschlagen, und bet dieser Nieder lag.' wird nicht nur Briand fallen, sondern auch Lloyd George und mit u/m bK gan^e Koalition "

Tailh Chrontcl e" schreibt: Llvnb George und Briand werden yifam nemtefen. Sie sind bereit. TeutfdHanb entg gen^ulommen, wenn es Den Geist her Pariser Vorschlag' annimmt. Wenn Teutichland sie nicht annimmt, bann nxrtxm die ©trafmiytabmen den Verbündeten bc Macht geben, roenigfirnä etwas davon *u erhallen, was sie forderten Tas ist nicht die gewünschte Lösung, aber es hängt nur von Deutschland ab, ob eine andere Lösung gefunden rrri.b.

Tai 1 yNews" fragt: Welche Recht haben tne Alliierten für die Anwendung ihrer Sttaimaß- nahmeu? Selbst wenn brüte die neuen Vorschläge sich wieder als unannehmbar erroei'en würden, märe es eine schlechte Politik und eine zweifelhafte Loya­lität für die Verbündeten, Cie Verhandlungen auf- »ugeben und die Militärs auf den Plan zu rufen." Tas Blatt glaubt jedoch nicht, daß irqenorine Ge­legenhit für bat Zusammenbruch der Deihind- lungen entstehen werde, eS fri im Gegenteil guter Grund zu der Annahme vorhanden, daß die pri- oatrn Verhandlungen, die gestern stattfanden, dm Weg Mi einer Regelung bieten hrrben. Tas Blatt bezricknet die neuen deutschen Vorschläge als einen «ngeh-uren Fortschritt gegenüber den fruh-ren unb kommt zu dem Schluß, es sei sckyvierig. ri sagen, wie die Konferenz siche Vorschläge als Grundlage für eine praktische Diskussion ab-ehnen könne: und wenn sie eS tun würde, so würde sie eine proste Beran twortimg gegenüber bet ganzen zivilisierten ©eit übernehmen.

Der Aufruhr In Auhland.

Vombardemeut von Petctsbnrg.

D e l s i n g s o r s. 8. März sWTB \ Laut einer Meldung aus Wiborg bat Kronsta dt am Mon­tag nachmittag um 4 Uhr angei'angen, Peters­burg zu bombardieren. Anscheinend ist die schwerste Artillerie der Festung in Aktion.

Baris,7. März. (Wolff.) Die tn Paris wohnenden Antibolschewisten, russische Flücht­linge, erhielten Nachrichten, wonach Kron- 'stodt das Zentrum der revolutionären Be­wegung in Rußland ist. Kerensky erklärte, wie Havas mitteilt, feine Freunde halten Nach­richten aus Petersburg erhalten, über die Ereignisse vom 2., 3. und 4. März. Das Schließen der Fabriken und die Teuerung der Lebensmittel hätten schwere Unruhen hervor­gerufen. die von den Arbeitern der tionSfabriken ausginaen. Die Aufständischen hätten die kommunistischen Verwalter mißhan­delt. Die Matrosen in den Kasernen aus Ga- lernaya haben sich mit den Arbeitern verbun­den, während die kommunistische Regierung sich an die Ofsiziersaspiranten gewandt hat. Diese hätten auf das Volk geschossen, dem aber die Matrosen eines Torpedobootes Beistand leisteten. Kommunistische Redner wurden ge­tötet und die Volkskommissare verhaftet, die in einem Automobil durch die Straßen fuh­ren. Tie Feuerwehr richtete die Spritzen auf das Volk, und die Kavallerie trieb die Mani­festanten mit den Knuten zurück. Die treu ge­bliebenen Truppen wurden mit anderen, nicht ganz sicheren Truppen vermengt. Man ver­teilte Brot, auch 125 Gramm Fleisch für jede Person. Die Arbeiter, die sich erhoben, ve» langten die Wiederherstellung der HandelS- freipeit, die Wiedereröffnung der Fabriken, den Rücktritt der Sowjetregieruna und die Einberufung der geh diel enden Versammlung. Es wurde der Belagerungszustand erklärt und Patrouillen durchziehen die Stadt. Die öffent­lichen Gebäude und Brücken werden von Pan- zerautoS bewacht. KerenSki fügte hinzu, die Depeschen aus Moskau stellten die gegenrevo­lutionäre Bewegung als ziemlich schwach dar, in den Grenzbezirken herrsche Panik.

Au» Statt unb (and.

® t e b e n, ben b. März 1921.

Amtlicher Nachweis von Kriegergräbern.

Der KrieqergrLbernachlveis und die Krieaergräbcrfürsorqe sind eine von der Rcichsregieruna anerkannte Ehrenpflicht des Deutscl>en Reiches, zu deren Uebernahme das Reich hinsichtlich der feindlichen Gräber auch durch den Friedensvertrag verpflichtet ist Mit der Durchführung der großen Aufgabe im In- und Auslande ist das Zentral- Nach weise-Amt für Kriegerver­luste ttnd Kriegergräber, Berlin NW 7, Dorotheenstr 48, beauftragt.

Gestützt auf die während des Krieges an der Front und in der .Heimat entstandenen und ständig mciterbcarbeiteten Gräberakten und Pläne sowie auf die laut Friedensvertrag von den ehemaligen Feinden fortlaufend weitergelieferten Unterlagen und auf Grund sonstiger Nachforschungen weist das Zen­tra l-N a ch wei se -Am t die genaue Lage jedes deutschen Kriegergra­bes nach. Es regelt die erforderlichen oder gewünschten Umbettungen und den Grab- besuch im In- und Auslande und erteilt all­gemein kostenlos lede gewünschte Aus­kunft über alle Kriegergräber betreffenden Fragen. Grabnachforschungen unmittelbar im Auslande durch Private und Vereine ohne Vermittlung des Zentral-Nachwrise-Amts ver­ursachen den DngehSriben unnötige Kosten und bewirken überdies eine unerwünschte 3er* spliterung und Verzögerung der amtlichen Gesamritach^orschungs ätigreit.

Das Zcntral-Nachw i e-Amt für Krieger- verlusle und Kriegergräber regelt auch die gesamte deittsche Kriegergräber s ü r f o r g e im In- und Auslände und sorgt im beson­deren für eine einheitliche, soldatisch einfache, aber würdige Herrichtung aller Kriegerbegrabnisstätten und ihre dauernde Pflege. Soweit nach dem Friedensvertrage die fremden Regierungen dazu verpflichtet sind, nimmt das Zentral-Nachweise-Amt die Inter­essen der Angehörigen an einer geordneten Gräberpslege wahr. Dabei ist zu bedenken, daß bei dem ungeheuren Umfange der Gräber­arbeiten im früher feindlichen Auslande nicht alle Gräber zugleich hergerichtet werden kön­nen. Einzelne Gräber auf noch unfertigen Friedhöfen vor der endgültigen behördlichen Fertigstellung herzurichten, ist unzweckmäßig, unwirtschaftlich und auch in hohem Maße unsozial. Die Angehörigen werden daher ge­beten, von derartigen Wünschen zunächst abzu­sehen. Um die Durchführung aller dieser Auf­gaben für die Angehörigen gefallener Krieger kostenlos zu gestalten, hat das Reich er- löbliche Geldmittel bereitgestellt. Alle An­fragen wolle man an dasZentral-Nach- weise-Amt, Berlin NW 7, Dorotheenstr. 48" richten.

DVettcrvoranHsage

für M i t t w o ch :

Wolkig bis heiter, allmähliche Zunahme der Trübung, etwas warmer, stellenweise noch Nachts,öste, östliche, spä'er südwestliche Winde.

Dem nach Osten abgezogenen Teilties ist ein Hochdruckgebiet gefolgt, das sich heute über ganz Mitteleuropa erstreckt. Dem HockHruck- gebiet folgt wieder ein Teiltief, das wiederum langsame Trübung und Erwärmung zur Folge hat.

Die Mindesttemveraturen dieser Nacht betrugen in Lauterbach 6 Grad, in Gießen 5 Grad, und in Darmstadt 2 Grad.

Veranstaltungen.

Dienstag: Stadttheater, 7 Uhr,RoS- merSholm". Hvt-l Großherzog, 8 Uhr, öffent­licher Vortrag überBodenreform als Grund­lage für dm Wiederaufbau" Hotel Einhorn, 8 Uhr, psyckologisch-vhnsikaliscker Adrnd Eafs Leib, TV# Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-Mridinger. Lichtspielhaus.Die drei Tänze der Mary 9Bi( orb" undMorvhiurn- opfer". Lichtipicle, Seltersweg, wie gestern.

** Verkehr mit Kraftfahrzeugen tn der Stabt Gießen. Das Polinamt Gießen bringt erneut zur Kenntnis, bad tne Mckis- burg imö Marktstrahe mit Kraftfahrzeugen niitt tefahren werden dürfen. Ter DurcksgangSverkedr mit frraitiofrruqcn ist verboten in den innerhalb der Ansagen ge:ent;-en SiaMttilen. Zuwiderhand­lungen werden mit Geldstrafe biS zu 150 Mk. oder mit Haft bestraft

* Kleine T?tftetlnngen. Den Cha­rakter als Leutnant Hal erhalten der S.-Bize- fdbtocbel a. D Karl Ga H r mit der Erlaubnis »um Tragen der Uniform bei Inf -Rgt 116. Bei der ftaot Futtermittel Ü eite ift Hafer zur Verteilung an die hieben Pferde, alter ein» getroffen. Bezuli scheine (ö. nen auf 3immer 13 des Habt Lebmsmu elamtes in Emv ang genommen werden. Infolge bet ungünstigen Witterung wirb der von dem | 4. LrbenSmittelamt ange'etzte Warenverkauf von l-eute ab nicht mehr in den Marttiaudm sondern im Stöbt. Lebens« mittel amt ftatinbn. Freibank, Mitt­woch den 9. März Verkauf von 1 Uhr ab. Holzausgabe. Das Brermstoffamt macht be­kannt. daß der Holzverkaui bauf weiteres eingestellt ist und das noch nick»! aixscholte Holz bis spätestens 2J. Marz b I. auf dem Holzlager an den Bahnhöfen abgehoU werden muß. Firmenvergröberung. Tie Zigarren­fabrik Haubach L Co., ^ckwesteriirma der Zi« garten abufen S. Bock L Eo., dre kürzlich Die hiesige Firma V hi?6er gekauft haben, ba: neuer- dings tne )eit 30 Jahren bestehende Zir arten sabrik Hemrick, Lindner in Grünberg erwor­ben und mit ihrem Betrieb verschmolzen

Landkreis Gießen.

Die Lichtversorgung in Lbrrhrfsen.

** Münster, 5 März. Die vier Dörfer Münster, Röthges, Lb.'rbeffingtn und Nieder- beffingen werden jetzt auch an die elektrische Ueberlandzentrale angeschlos'en. E'ner Firma von Frankfurt a. M. ist der Bau über­tragen worden; fie hat mit der Arbeit bereit- begonnen.

Hessen Nnffim.

Eisenbahn räuber.

fd. Fran ksu r t a. M., 7. März. Tie Krimi­nalpolizei verhaftete eint achtköpfige Diebes­bande, die auf der ftäbtil'den Hafenbahn an Ostbafengelände guofje Mengen Leder ce'.vl len und sie durch Hehler anbernxttig verkauft hatten.

Aus den Tiefen deS Grvhstlwtsumpfes.

st». Frankfurt a. M., 7. März Wegen frfrrocrfler sittlicher Verirrungen wurden lfier der Kaufnr-tnn Adolf Dümrri uw> der Bank­beamte fiarl Mansbach verbriet. Beide Halen fnüematisch nutge Leute des Würmels<l<n Gesck>öftS verfuhrt und sie körperlich durch Einspritzungen gifthaltiger Stoffe »u Grunde gerietet. Mansbach l?at ausserdem seiner Bank durch raffinierte Noten» fälichungen 127 000 Mark unter fcktl-igen. Bisfer konnten 15 ju:we Leute ermirtrit werden, die Den Wüsilinyen in die Hände firien.

Zur Beraubung der Elifabechenkirche.

fd. Marburg, 7. März. Langmonatlichen Semülyungen ist es nunmehr gelang n, Liht in die ausfehener egendm Beraubungen der Eliff.b thcn- kirche zu bringen. Die Täter sindermittelt und bis auf einen verhaftet. Es handelt sich um vier Manner und eine Frauensoerson aus Frank- furt a M., die teÜs in Frankfurt, teils in Mar­burg jn Hast fihen. Leider dürfte von vom Schrein der heiligen Elisabeth geraubten Edel­steinen nichts mehr gerettet werden, da, wie wir hören, die Steine nach dem Ausland vertäust worden find, vermutlich nach England

** Kurze Nachri chten auS Hessen und den Nachbarstaaten. Zum Surfen d r Kleinkinderfckmle in Heuchelheim veranstaltete Lehrer Knab mit den Schllern seiner Klaffe eine Aufführung vonDsrnröschm", die übtrmis stark besucht war. Umrahmt wurde btt Aufführung durch einige Volkslieder, die der Gemischte Chor zu Ge­hör brachte und die ebenfalls großen Beifall fan­den. Am Samstag abend qa5 der Volksbik- dung-verein Beuern im dich'bienten Saale zur Germania" einen Künstler- und Vortragsabend, an d?m gesanglich:, rezitatorische und tb'ütralifdx Darbietungen der Herren Richard .Hellborn, Paul Mehnert unb Georg Heding vom Stadttbeater in Gießen den Hauotteil des Programms ausfüllten. Das sehr gut dargestellke Fastnachtssviel von HanS Sachs:Der Doktor mit der großen Note" be­schloß den Abend. Bei der großen Holzverstrige- rung am Mithvoch in Krofdorf kostete Buchen- fcbit durchsckniittlich 200210 Mark pr Raum­meter. Sämtliche vmishaltungen der hol^annen G'emeinben Betzherg. Kinzenbach Dutenhofen usw erhalten ie 2 Rm. Hartholz aus dem Skaatswald zu 180 Mark. Ten aefallenen Schülern des Gymnasiums Wetzlar kolk eine Ehrentafel ge­widmet werden Etwa 90 Schüler der Anstalt sind für das Vaterland g-fallen. In der Schal­terhalle des Hauptpostamts Marburg wurde gestern in einfacher würdiger Wrise in Gegenwart sämtlich-r Beam^n und Angestellten der Post eine Gedöchtnistafel mit den Namen der im Weltkrieg gefallenen Angehörigen der Marlnirger Post ent­hüllt. Die einfach-schöne Eicbentafel trägt die Na­men von elf Angehörigen des Marburger Post­amts. DaS am Sonntag abrnb in Treis a d Ü. veranstaltetk Wohltätigtcitskonzert tum Besten der t>?bürft:grn Kriegshinterbliebenen dahier war sehr

Stf besucht, fo daß nach Abzug der tetr gering nkosten, da die Minvirkenden ihre unenu geltlid» zur Verfügung stellten, erwas über 1000 Mark dem beabf.chngten Zweck lutriübct werd«, können. Bei der am Douneiscag in Geber, erfolgten Gründung eines Ortskartells im tzmW des Deutfchm Beamtenbundes wurven geiosbii folgende Herren: 1. Voriitzender deiner ViÄ, 2. Vors Lokomotivführer Rusdberg, 1. Schrift, führer Lehrer Laun, 1. Kassenführer ($::robet*. beamter StöHr, 2. Aaren» und 2 Sdjr^fätit: Kn miß. Herr Detr6e-G:eßen erstattebe ein über die Ortsklaffenernteilung. Am soaaeita« abend wurde in Trohe ein volksabend stattet, jn dessen Mittelpunkt ein VortragTtrtz, vor 500 Jahren" stand. Die Zud^er Heimatlieder mit» di.' Herren Etzelmüller unb Mrst von Rödgen verschönten die Feier durch Tart» hing von Kvnz-rtftücken m t Klavier un> Geige - Der Kirchenvorstand in BerSrod hatte in Vr vergangenen Doch? durch Missionar Vcrttdn Beuern eine Reihe von Evangelnarionsvortr-M halten laifen. inc eine stets wach eide Zubörerichn aus nab und fern an zog. Für die Lndenmiü« und Volksrniffion mürben etwa 800 Mk gripn. bet. Sein 50jähriges Tienftrubüäum kws heute bei bester Gesundheit und Frische der Konzl?» rat Ludwig Kuuß in Gründer g. AlS -v Slmis einer Sammlung M arburger Lands, ite in Neu York wurde dem biefioen Invalidk» heim die Summe von 14 700 Mk. u erm*e en I« feit einigen Monaten angeführte Cuäfcrfpeifwi für Kruder und Mütter ist auch für die nächste Sa gesickert.

Schwurgericht.

Giehen. 7. März 192L

Mit einer Verhandlung hinter vee« /chlosfenen Türen begann die 1. Sdwu» gerichtsperiobe 1921 un er dem Dor itz des Mono* gerichtsrats Schudt. Die An läge oettre: &eat|» aroraU K n a u ß. die Verteidigung führ c Rechts» anwalt Schneider. Fm Juli v F ba.X die ledige Auguste Sch von Münüa bei Vaee ein Ki n d geboten, das nach dem ärztlichen Best-« gelebt hatte, aber an Erstickung zugrunde gt anotw war, tue Kind-Smutter harte es o ne Sinen inn Eltern und der Bel>ördeu be-eiriat uno in einen ltalbveriallenen 8 Meter tiefen Brunne na < worjen aus bem ei nur m;t großer Mühe kerauSgeholt werden konnte. Da d:e Badachts- gründe dafür, daß bas Kind vorsätzlich getitet worden war. nickt ausrricklen die Att brr Erstickung konnte nickt iest^eüellt werden erbos bie Stoa sann al ickast AnNa.ge me.^ei f e bt« I ä * < i g c t Tötung vor dem Sckö fcngertM Dieses verwies ober die Sacke an dal Strout« acnrfjt. weil es vorsätzliche Tötung für grgrbei hielt Tie Heu ige Hauotverhandiung, i> dr^fünf Zeugen und Medizinal rat Tr. W a l g e r a i Sach­verständiger vernommen routb.n, er -ab gt enübee d:n früheren Festste.lungen nickts Neues, bte An- Seklagte blieb babei. bay fie nickt wisse, wie tal tnb gefjorben sei. als fr eS m dm Beurmsn re. mors im habe, sei es bereit- tot gewesen Ter Staatsanwalt stellte die Entscheidung über bi« Rechlsaui'a >ung des Schöffengerichts bei Qkidroo» raten anheim und plädierte rür schuldig der fahrlässigen Tötung: der Verteidiger begehrte Frch» svreckung. Nack kurza Beratung verkündete brr Obmann, Bürgermeister Stehl von Ratnrvd, tew Dahripruck, daß bte Angeklagte bi-r feit- l ä f i.i a c n Tötung fchulbig sa Sie wurde darauf Dem Antrag des Siaaisanual S ent v'echoO zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt.

Aus dem Amtsvcrkündiqunqsbkattt

* Tas A mtSverkündigungsbiott Nr. 33 vom 7. März enthält: Aufbe uni Der Bo« kanntmackuing über bte Beschränkung Der Her­stellung von 5lrii<bbnfen>en und Dur n« en. Ablieferung der b.scktagnahm:en eig ifd<n uno siamesischen Wenpamae Ausnad nen von oen Beick-ältigungs eichränku gen aene d.icker 9ltbetkr. Eigen oau-Ärbriter: hier. Emreickruiig der Rach­weisungen Biehseucheu. Dienstnackrickttn, Ftldbereiniaungen B^l ershain Londorf Ra­bertshausen 1, Mainzlar und Kaufen. Valt-r mit Kraitfah'zeugen. Gefunden, verloren.

Die Bekanntmachung über btt Beschränkung der Herstellung vor Fz^ischkonferven unb Wurstwaren vo« 31. Januar 191 ß «Reichs-Gesetz>1 S. 75), in der Fassung deS Artikels 11 der Verord u tg Aber Aufhebung kriegSnnrisckai't.'icka Vor cha'teu «ui dem totbiete her öffentlichen Fl ischrtriocgu.ig v.» 19 Sepiemter 1920 lR.ichs-oztsetzbl S. 1673) tritt außer Kraft Tiefe Verorb'iung tritt mit dem Tage der Verkündung in Krait

Zur Vermeidung weiterer Ir* k e i1 o s i g k e i t wird aut torunb der flfft. XT1 Abschs 3 der Anordnung über die Regelung der Arbeitszeit gewerblicher Arbriter vom 23 *R> vtmber 1918 und der Anordnung vom 17. To« »ember 1918 sRgbl. S. 1331 unb 1136 für M Frri'iaat Hessen nach Anhörung der ^ewrisO» miprftionen und Oberen Bergbehörde tvib miflMl

Lin Konflift in drei Zeitaltern.

Von D. N o e l t i n g (E. Heldt).

(Nachdruck verboten^

L

Irmtrudis.

T« ränge Burgfrau kni tr sshr lange vor dem Madonnenbilde. Tas Qkfinbe blickte mehr als cnunal mit verstohlener UngeOuiö aui de p^rrn bcmi die Knie fingen an. inen aui Dem laltrn Stern0^11 zu schmerzen. Yllvr imnta noch lag der Kopimit dem lang wall end. u blonden Haar oomü. er gebeugt auf den aeiaUctcn Hän­den.Für n>eit mag sie so eitrig beten?' flüsterte em vierzelm,ädriger Knappe dem alten Turnt- toait ins Ohr Ler aoer verwies ihn mit einem derben R.M'enstvß ^ur Ruhe.

Endlich Üaitb Frau Irmtrudis auf und ging Jangiam aus der »kapcffc, gefolgt von ter au - atmenden D.enerickait An der P orte trat ihr cm grauuaruger Ma.in entgegen. ...Hag heut laug gc* wtet, 3tnn.u0i4!" la.tc er ha.b spoiteud, halb Jäilliax , Ich ytclt 5 ui Pt aus in den Luten Mou- rrn.Die <5<t*4va(Le zwitscherte so numt.r im vensttr und vor iy(td>;r schau.e ioi.ite.ib herein, ba zog cs mich hi tous Haü idujI für uni eie «Ima geotiet, J ruu .u iS?" , s e c; la er di.izu

2bb<r die lungc Fiau hatte an gau; a.,- Peres gedacht.

Sic war vor sechs Jahren cm kröhllcheS Sung- träulcm gewesen, das au, dem Rod^-.iitoln, i.iit rem dou Burg Linoentcls, wo fit iev<. oaustc tn trciiLt Eltern P,.cge Le.o mu >seele herrlich c..t- faltet "halte. j,er [ir.tgc Ritter Buic'.ard auS Oesterreich, einem edlen Geschlecht e.ck p.o ien, euer

an Gütern arm, warb zu der Zeit nm ihre Minne lautbar und glücklich gab fie ihr ntgcd Herz in feine Hut unö schon sollte das Beilager ge­halten werden, da riet Kaiser Rotbart öle Ge- tauen zum Zuge yen Jerusalem. Burck»rd folgte der tiuifoitxiu.ig feines Leb:S errn mit sckwerrrn Hrrzen. Beim Abschied gelobte sich daS Paar ewige Treue, auch über das G.ab hinaus.

Irmtrudis verbarg ch e farbigen Gewänter ni dcr Truhe und kleidtte sich gleich einer Witwe. Darrend und hoffend verbrachte sie die Tage: milde war ihre xxutb_b.*n Notleidenden unb lanjt klang chre tröstende Stimme den Traurigen:

Als nun die Kunde cLitcai, daß Ritter Bur- chard mit feinem Kaffer im Salcpb ertrtuffeu lei, da hatte sie es nicht n^or nxrit bi> zur oöl- bgen Wet.eut a^ung. Sie [«Crdion in ihrem starten schmerz, den .scktleia zu ncbinen.

*lhtr es sollte a >ders kommen. Nach einem durchstürmten KrieuS.e.en hatte stch au der Borg Kiitci Voriahren Ritter Gu.izv von Lindenfels zur Rude gesetzt Däyrend er daS rauhe jkr>egs- iHiiibnKTt i. bte, nxir otou Min t ai im ro - üoergeichrttte.', erschreckt durch den Bairenläi m " -b die g.s.iuvungencn So e.e! 'Nun a e; stahl lid) dein Grau-an, obwah. ec mehr bc.m rünfzig ^atzre zählte, des Bucgnack a.S blondhaariges L öcktettcu, ins Herz! E. batte es ank. en müßen, wie ein 3üit;ectr bte f icke Ro e pf.ü .tc

Damals wir er tagela ig i;t den Tiefen des Cbcnroa^K j um.t.g ir.t. i. i dem Jagd em sch ec unmäßiges Morden u ter beit vir cheti und Rehen anrichtend. Als er darnach in sei e Burg >cn »ablmuxn <eomntergäi.<n c et, io daß bir inhrcuden Sänger voll Be^orutz a.-sogcu u. die

Kargheit des Wirics schmS ttn. Und wenn ein Knappe des Pseches Sdxuradte nicht wrgsäl^g geordnet hatte, so traf den Säumigen em B ick unter den buidxgen Brauen des Herrn heraus, daß er heimlich erzitteite.

AlS nun aber die Nachricht vom Tode des kungen Burckard antraf, da lackte b?m alten Witter M» Herz im Leibe. Es dKtktc ffnn überflüssig, daS junge Leben zu beklagen, welches ja un# verweilt aus dem bcuijen Laut« in Abrahams Sckotz gewandert war.

2SaS die Absick^ Ormtrubto frtrar. m< Kloster zu geben, so vecmatz er sich, den kckmmlisckren Bräu- ligam weit lrik.t.-r aus dem Fen-e zu schlagen, alS den irdisck>en. So ritt ec denn woMgemut leldigen TageS in daS nahegelegene Sloiter tum heiligen Lauren iuS unb l«ol aus freien Stürfcn Dem Prwr cm Stück stritnges ?lckettand als etmges Eigentum her Kircke, falls diese die umgt Tochter tn feine Arme liefere.

Ter Prior befand einen sckwien Kamps! Er wußte nicht, wo'ür er sich enrickri'^n soll e^ Dem btnmihfchrt Va er eite Seele ju ünen oder der Mutter Krchc io irtb so mti Mornen seiies Ackerland. In seiner Not sandte er sckx'eunigst einen Bruder Mönch ins Dornkap tt! nack F a k- tun De'cr kam mit sei tem Beickeio rnit mr stunde vorher zurück, ehe Frmtnidis mit verblicke» nen Dangen unb gereckten Augen z m Prwr m die Zelle trat unb dem Beichte xr. der zugletck :Vr Lehrer gewrien war, den Entichlutz 1un> gab, in- ftloftcr zum blutoiden Herzen der Madonna emzutrelen.

Mit einiger Verlegenheit berichtete der Greis der Erschreckten, baa chm tur Rocht in einem

Traumgesicht der fkiügc LauTeuttis crsckiene» wt und ihm die Vri ung ertrilt halte, Irmtrudis solle dem weltlichen Le en verdeiben unb »war als Gemahlin des Ritters G.mzo, der bei trm Hriltte» wegen semes rrommen Sinne- im Buch t«r Qk> seligen oericidxiti stehe Er, der Prwr. atü u daher mit Ernst darauf dringen, daß 'ie JungsnS tem Gebot seines Schutzpatrone wi.Isahte.

Irmtrudis richtete sich bii je bat Auge« aus ihrer hnenben Stellung aut und d ölte ersten Zorn, jum STbiier der Madonna elbft li* tzck'lgern, und tneser veriönlich das Omer rbtet Lccle darzubringen T« heilige Mu ter wrtM verüchen, bau sic keinem andern Manne anjd)5r^ könne.

Ter Prior hatte nicht Übel Lust, das bm[i* Stliebtc Kind in ihrem Vorhaben tu betife­iler der Gehorsam gegen ferne Oberen sieg* er reitete lange und emdrinalich aut bte Magd cm. TaB "her Ritter Gunzo ein rortlWr* mmieteler und in Wahrheit braver Mann teV tri Dem sich eine Fran wohl imneden tüdleu könne: daß sie im Äelrle'ten, fills >> in tbft« nommen Tun beharre, völlig w viel Gutes wt* ten könne als im Klo'ter: baß der Tote tetn« Eiieriucht wider den Marrn hegen wehe. Der M» Atter ihres Vaters habe, und endlich. trB eben der heilige LaurenttnS ei fo und nickt anders wolle. Aber er erreichte nur, day 3rmMi'tl bittere Klagen ausbrach, weil bte Madonna r* Opsec verschm hc, ir b mit im gebeugtem fie Zelle des Scuijeibew verließ.

(Fvrtietzutzg folgt.

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