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eures als eine An Entree diente, von dem ouS man out den S>oi hinan sgc langte.

^ribtior machte plötzlich Soft.

Lier tn dreiem Korridor txxx ich ein merk­würdiges Erlebnis gehabt," sagte er.

vor längerer Zeit schon ?"

Nein, vor Daum einem Monat."

.Hast dn womöglich gar Gespenster ge«hen?' fragte ich lachend.

Gespenster allerdings nicht. Aber so etwaS ähnlicits jedenfalls."

Na, siehst du," sagte ich ,chers dachte ich mir doch! Zu so einem alten Aaldgnt gehört auch eigentlich anständigerwri e en Lausgei t, ein 6k» s Pen st oder irgend so ein Seien, das einem das Gruseln beibringen kann. Aber wie sinh es denn nun eigentlich aus ? Ritterrüstung und Schild, ober weihe Tome? Oder gar nur etwa ein ganz pro» faisches Bettlaken?"

Ich rede letzt m vollem Ernst," sagte Fridt- los,und die ging Sache hat wcher etwas Rittern noch mit wUlalm zu tun. Ta3 Wesen, das ich sah, war ein winzig Heiner Mann von etwa 50 Jahren, mit bräunlichem Geiicht und wilden, stechenden lagen, ter war dürftig gekleidet «ud trug iraenbeine fremde Tracht. Aus der Tür da kam er heraus."

Au- dem großen Saal?"

L'Set Rächt?"

Jba. gegen 2 Uhr nachts Ich kam gerade aus dem Zimmer, wo wir eben gefrühstückt haben, denn ud ha'te so lange über einen ganzen Stotz von Rechnungen <e)ei»en, datz ich gar nicht gemerü batte, ou spät es geworden mar. Ich wallte des­halb, um niemanden im Lchtas ga stören, st> leche

Hu» Stadt und Land.

S i e ß e n, den 8. Febr. 1921

«Segen den DandaltsmuS der Jugend.

TaS Hessische LandeSamt für das Nildungswesen, Abteilung für Schul- Vg-legercheiren, eiLäßt an die Dire.tonen der höheren Leh «LrsLl'en und die Kreisschulkommi;- i tonen iolgcmves Rundschreiben:

Die beiden in Hessen sich betätigenden Gelnrgs- mch S?<mbervererr.e Oden waldklub ur.t> V o- gelsberger Höhen Hub Uag-m üb?r mut­willige ZerKörung ihrer Scyutzhüt- ten, R ahebänke, 2B egmar l ier u n g en ttrb anderer d m Aandersport b;enenben Anlagen Ta einwandfrei :estge>tellt ist, da» diese Zerstörun­gen vielfach durch schuldsli chti ge Ju gend -^schcheu sind, so sieht lich das Laichcsamt für drs Kildürgswesen vevarilasst, zu verordnen, biR in 'm Schulen des La des au, das BerwerslictL fol­gen Tun:- h rg wiese!', werde, und stellt den Leb- -*rn anheim, g-lege-st.Th b~i Spanier gingen die Jugend aur die Nützlrchtett solcher Inüycn auf- merkiam zu machen.

T^ctrervorauösage vom M i ttwoch:

Wolk'g meist trocken, Temperatur wenig ge­ändert, öiilidt Winde.

Die Wetterlage hat fxt) wemg verändert. Dir -ehen noch immer unter dem Ern stütz der te'is ..ustland kommenden .todytn be. Tie per *,.[pen lng nde Depvessoan tauin leichte Schmersaste iiirjachen.

Veranstaltungen.

Dienstag: Sbadtthrater, 6l£ Mir,Tie stchchmgssee". Großer Hörsaal der Universität, A Uhr, Rezi:ationsQÜcnd, ELa Müsse-Tüsseldarf »nerliches Prog^.amm). Gass Leib, ll/t Uhr, Konzert und DursieLung der Chiemseer. Liclli- o:risxriis, wie gestern. Licht,viele, Selllrsiveg, ,Tie dürften Wovanzoff" uni>Die gooße Rl- »alm", 2. TeT.

* Wohnungsnot und Baumate- allen. Bei der beridftgm SJttge aut tKm Dauüoffmarfe, der allgemeinem Matecialknapph it rb den fdxtxmlertxm Materials ci.en ist es für i3e, bx bauen wollen, von größter Wichttgteit, jbtr die Tagespreise der Baustoffe inü> deren Bezugs möglüKiten orientiert zu fctn. Tw Lau- sosfbeschaffungss^lle für Lessen in Frankfurt am 2am, Obermatnstrahe 51, gibt jederzeit hierüber stuslunft. Aon vieler Stelle sind Morat:prtt> affen über die Tagespreise von Banstosten aller i rt zu beziehen. Sie prüft außerdem unentgeltlich »Kostenanschläge von Bcmfirrnen usw. mit Ange- mesienhen der Breite, sie gibt Ausschluß, über Di? iuschußmö glicht eiten für Wolmu n gsncnt'. au ten, .iber die gejctzlichen Bauerleich anrngen, die An- .i'cninmg irr Baunormen unb teraötauftohe uiro £tc monatlichen Preislisten über Tägesp.ei'ie von Jauswsten aller Art sind gegen Eiifenvimg der -elbnioften von 2 Mk. "durch obengenannte Stelle »n beziehen. Sprechstunden der Bausio, fbe.ntung>> itrfLe: TiensMgs und Freitags von vormittags 9 Kis 1 Uhr

Liederkranz Gießen. Nach längerer "Laufe legte der »Liederkranz" am letzten Sonntag 'n der Turnhalle wieder einmal eine Probe seines könnens ab. Er zeigte, daß er in gesanglicher Hin- ichr immer noch Ersprießliches leistet. Don den Männerchören, die unter Leitung des Herrn O G u t i a h r sehr exakt voraetragen wurden, sprach dasStilleben" von A. Kirchl besonders an, so daß eS wiederholt werden mutzte. Zum erstenmal hatte man den Versuch gemacht mit dem Vorträge eines gemischten EhoresDie Mühle im Schwarz­wald". Daß dieser Versuch gelang, bewies der überaus starke Beifall, so daß auch dieser Chor eine Wiederholung erfuhr. Frau M. B ü r ck-Z u s a l l nnb Herr E. Jaber trugen zwei Duette vor: Waldvögelein von Schultz und Abschied der Vögel von Hildach. Diese sowohl, wie di» von Frau ÄÜrck-Zu all gesungenen Schumannschen Lieder: Mondnacht" und,.Widmung"fan-"<n ebenfalls eine »ehr günstige Ausnahme, so daß sich die Sängerin zu einer ZugabeLenz" von Hildach verstehen mußte. In dem Singspiel:Das Roel vom Schwarzwald" boten namentlich Irl. A. Ranft mb Herr H. Dechert hübsche Leistungen, so -daß die ganze Veranstaltung als wohlgelungen bezeichnet werden darf.

** Tie 1 Rammlerfchau deS Ka- unchenzuchtverbandeS für bi c Pro- " inz Oberb essen hatte gestern ein über alles Erwarten günstiges Ergebnis. Sie gab em klares Bild davon, welchen Aufschwung im Provinji.il- uerbent) die Rasscmzucht genommen hat. Alk bo deutenden Rassen waren pertie.cn und vom niäch- rrgen Belgischen Riesen bis zum »ierlich-Neinen Hermelin konnte man wahre Praänei emp are b.- 'vundern. Man hatte nur mit etwa 50 Nummern gerechnet, aber es wurden 115 Nummern aus­gestellt. Ter Besuch der Ausstellung war »ehr uöjltrid*, selbst aus AlSseld und der Welterau

waren ZückKer erschienen. Tie Bertzwfsprrise tür erstklassige Zuchttiere waren hoch, bn den grogen Rassen waren Tiere von 40Jo X) Mk.. bei den Henien von 1002j0 Mk. Sohr zahlreiche Prei^ standen gut Bewertung zur Der.ügunA, es wurden au&gegrbcn: Provinial-Siegerpreise, andere Siegerpreis, Ehrenprcc e unb za streiche L, 2. und 3 Prene Tas Ergebnis der Preisbewertung war solg.mdes: Belgische Riesen: Stei. bvecher, Alsicld, S-egerp.eis: Ehrenpreise: Hörle, ®rün* fcrq und Schäfer, Lich. 1. PreiS: Mül^r, Gießen: 2. Preise: Shmg, Gießen und

Schäfer, Lich. Deutsche ^Riesen- Schecken: Ehrcnpre-S: Ger'.ardt, ShrdyQton3:

1 Preis: Nicolai: 2 Preis: Müller. Weitze R i e s e n: 2. Preis: Shxfj. Blaue Wiener: Siegcrpreis: Merle, Alsfeld; 1 PreiS: tornndyn* zucktvcrem Fauerbach; 2. Preis: Georg, Grotzcm- Linden. Hasenkaninchen: Ehr^rvreis: Prof. Urflairt, Gießen, Hörle, Gc-ünberg; 1^Preis: Philivp, Sternberg: 2. Preis: Schoch, Fleischer und Pros. Ucilxi>t, Gießen. Silberkanin- chen: Ehrenpreis: Horst, Koch, Gießen unb Kreu- ter, Grünberg; 1. Preis: LeiMer, Gcoßen-Linden, Philipp, Stci.iberg: 2. Preis: Steih, G>c'ßen. Schwarz loh: Siegerp.eis: Eiss, St.inberg; Ehrenpreis: Keil (2) und Kreiling, Gießen, Hock, Klein-Linden; 1. Preis: Becker, Nieder-Gemünlen;

2. Preis: FuchS.Taubröiani, Schlamp, Giegen unb Stein, Grün berg. Englische Schecken: 2. Preis: Kreilrng, Gießen; 3. Prcis: Lüh, Klein- Linden. Marburger Feh: 2. PreiS: Lehrer Rau, Beuern. Hermelin: Siegerpreis: Zimmermann, Gr.-Linden; Ehrenpreis: Müller, Holzhausen und Hasser, Nicder-Weiiel; 1. Preis: Philipp, Steinberg.

** Kleine Mitteilungen. T«ar telek- trizitStswerk ist mit der Einrichtung elektrischer Beleuchtung der Bedürfnis Häuschen beauftragt worvem, deren Durch üh-.u.'.g hi der nächsten Zeit M erwarten steht. Damir w rd einem vielfach gerügten Uebelskrnde abgcboUen.. Ter erste Redaktion--Schmetterling die­ses Jahres, ein TagXauenauge, wurde «rs gestern vorgezeigt. Ku-ze Z it da aus ge e.lte sich zu ihm der erste Redaktions-Maikäfer, der sich im Vogelsberg über die Jahreszeit hatte täuschen lassen.

* Vornotizen. Aus Veranlassung des Deutschen O fs i zierbundes sp icht am Donnerstag abend im Saale de- Gasthofes Hin­denburg Professor Dr. Ernst Hornef er überDie Rettung Deutschlands". Der nächste Borttags- obend der Literarischen Gesellschaft finder am Freitag statt. Kasimir EdschmS» aus Tarmstadl sprül-t über Knut Hamsum.

Landkreis Gießen.

** Abendstern, 8. Febr. Wie wir m Er­fahrung gebracht haben, srnd die Tonwerke A b e n d st e r n G. m. b. H. in Gießen-Abendstern in anderen Besitz übengcgangen. Gegenwärtig sind die Vorarbeiten für die Wie-.ecinbctriebsetzung der seit 1914 stilliegenden Werke ni der Hauptsache beendet. Durch Vergrößerung der maschinellen An­lagen für die DachKiegelfabrikcrtion soll die 2<chres- produktion unter dem neuen Besitzer, Alfred Pul- lem, auf zickü 20 (XX) 000 Stück Dachziegel (Falz­ziegel ic:b Bieberschwänze) geb aiß wetten.

O Grünberg, 6. Febr. Die durch den hiefiqen Voltsbildunbsverein ge­schaffene Volksbücherei hat sich im ab- aelaufenen Jahre gut entwickelt. Die Zahl der Bücher tonnte verdoppelt werden und umfaßt Hur Zeit über 700 Bände. Die Bücherei ist in dem von der Stadt zur Verfügung ge­stellten früheren Standesamtszimmer unter» gebracht. Die Benutzung ist recht rege, durch­schnittlich kamen auf jeden Ausgabetag 90 Bänbe. Im Laufe dieser Woche ivill der Verein einen Vortragsabend veranstalten, in dem Lehramtsassessor K u nkel» Gießen über Die voraeschichtliche Besiedlung unsererGegend" sprechen wrd. Der/Red­ner, ein geb. Grunberger, hat schon mehrfach geschichtliche Ausgrabungen hier geleitet und dürste daher in der Lage jein, uns Jnter- eisantes aus der vorgeschichtlichen Zeit un* serer Geyend zu berichten. Im Laufe des Winters ist noch ein weiterer Vortraiisadend geplant, in dem Professor Ebel-Gießen über Grünberg in alter Zeit" sprechen wird

Kreis Büdingen.

A Nidda, 5. Febr. Gestern abend hielt die hiesige Beamtenvereinigung eine sehr gut besuchte Versammlung ab, in der Amtsgericinssckre- tär Arbeit aus Büdingen über den Wirischasts- cmSschuß des dortigen Beamtenvereins sprach. Seine sehr sachlichen Erläuterungen sanden in der 23er- knnmlung solchen AnNang, daß sofort auch hier die Gründmig eines Wirlsck>aftSausichusses inner­halb der 'BeamtenVereinigung beschlossen wurde, der alsbald 47 Mitglieder beitraten. Der Ziveck dieses Ausschusses ist die 2-eschasfung billigerer Lebens­

rnittel und sonstiger Dunen btraf) gemetn^mnen B - zug. Ter 93ütnngn Verein hat innerhalb zweie: Monate für über 20 000 Mk. Daren bezogen unt war mit den Lieferungen sehr jufivben. Segen derHolzpreise imb der Holzzuteilung wird bei Vorstand energische Schritte unternehmen, um eine gerechtere Behandlung der Beamten in dieser Hin­sicht zu erwirken.

Kreis Schotten. ~

^.lDa ubach, 6. Febr. Am verflossenen Don­ners.ag tagt h er nntier zum ersten mal in alte Weise seit Beginn des Welttnegs die Lau- bathe r Baumkircher oder Blasius- Gesellschast. Es ist dies ein Rechlsaltertum, dos sich aus dem Mittelalter bis m die Gegenwiri gerettet unb das ehcwü d ge Alter von mintxitcr« einem halben Jakirtausend hat. Um das Jahr 1400, ziemlich gLcichgei.ig mit der G twickllmg unseres Heimatortes zu einer Stadt, gingen auch im Tale des Seenbachs oerschicoene Torh'dyiiten aus, darunter Bau menseen oder B au m- kirchen. Ein Uebcrreft dieses Torfes ist bi sZaumkircher Mühle bei Freieiiscen (efrt auch all- Smet nach einem früheren Beitzer ,L?öre-c-

le" gerannt). Tie 23eroobner jener ausgegan­genen Törfer siedelten nach Laubach über, freiwil­lig, ohne jede Nötigima. Ttc Angabe, datz ein Abt von Fulda die Döner zerstört habe, ist ebemo falsch, wie tneienige von dec Vernichtung im 30* jährigen Krieg. In ihrem neuen 2Bohniitz bi> he ten nun jene Zu Wanderer een gtschloisenes Gc- mem wesen, das durch das fortdauernde gemern» fd-aftlidz Eigentumsrecht an der Mimende ber alten Heimat zujammcngehalten wurde. Tie e Ge- jeH)dxiit bestand noch vor emem Jahrzehnt aus 36 Besitzem ber alten BaumkircherWiesen,^die jdxxh heute auf 29 zusammen geschmolzen sinb. Sie haben zugleich das Recht der Mitbenutzung des alten Saumftrchcr 33<ixlandes. Nach einer alten Ord­nung, du in ihcer letzten FesNetzung auf tas Jahr 1701 zuruckgeht, wird das Gelcll d.' alljähr­lich aut St. 2Alasius-Tag (3. Februar) in 15 Loten weckte lud unter den AndBlberechtigten durch einen besonderen Schulde s verlost. Hie.bei ja.ib frülei ein feierliches Mahl auf dem Rathaus statt. In hiejem Jahr fand wieder zum erstenmal ( eit 1914) die gemeinsame Mahlzeit statt, sowie die Aus­losung des Geländes. Als Ort ber Versammlung wurde derSolmser Hof" gewählt. Als 'Schulthe.s amtierte Landwirt Heinrich Streiter. Dines Jahr fand leider kern Fackelzug der alten iZaumtircher fiatt, wie er früher regelmäßig veranstaltet wurve. Jedoch soll er im nächsten Jahr wieder angeführt ii>erben. Ter Gemeinbesitz der Bla lusgcfellsä^tt ist eine Flüche Wiesenlano von lo Morgen. Es ist das besondere Verdienst des La:idgerichtsrats O. Schmeckenbecher (t 1916, dieses altehrwürdige Rechtiallertum gerettet unb seine Rech-.sreihält- nisse im neuen Grundbuch sichergestellt zu haben.

Kreis Wetzlar.

ra. W e tz l a r, 6. Febr. Der städtische Haushaltsplan für 1920 schließt im .Hauptetat mit 7 083 431 Mk. ab, was eine Mehrausgabe gegenüber dem Etat von 1919 mit rund 4 500 000 Mk. bedeutet. Die er­höhten Ausgaben wurden ausschließlich für Wohlfahrtspflege, wie Krankenhaus, Bade­anstalt und Höhensonnenanlage bewilligt. Dazu darf noch erwähnt werden, daß jetzt auch die Anstellung eines Stadtarztes von der Stadtverwaltung beschlossen wurde.

vesskn-Nassau.

Unfug.

mc. F r a n k f u r t a. M., 7. Febr. I-ronkwrts Straßen, die augenblicklich ohnehin nicht sauber zu nennen sind, werden jetzt noch in beionderem Maße durch die Reklame gewißer Parteien ver­unziert, die einfach aus dem Fahrdamm mit dicker Oelfarbe ihre Anhänger yi werben suchen. Auch die Vcru zierung der Häuser durch 2L<rhl- vlokote mad-t sich wieder bemerkbar, ohne datz es der Polizei bisher gelungen märe, einen aus frischer Tat zu erwischen.

Zeichen der Zeit.

mc. Frankfurt a. M., 7. Febr. Aus den zahlreichen Maskenbällen der Stadt am Samstag unb 'Sonntag beobachtete man in vielen Fällen, bat schulpflichtige Kinder bis spät in die diallst hinein sich in das bunte Tveidew mischten, ohne daß es jemand ausgefallen wäre, die Llcinen ans dem Saale zu weisen oder ihre Eltern daraus Lusmerkiam ;u machen, daß es unschicklich ist, Kinder Den Maskenball besuchen zu lafsen.

** Kur-e Nachrichten aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Allen- dorf a. d Lda. sprach am SamStag Dr. Lenz- Ei e ß c i' über die Not Deutschlands und die Judensraye Eine Haussanrmlung, die in ö t e i it b a<b zum Besten der Heimat treuen Ober­schlesier verammltel wurde, ergab 984,10 Mark: ber Betrag wurde der Landcsrruppe in Darmstadt übersandt. Ter Gesangverein Liederkranz in Hungen bot seinen Mitgliedern am Samstag

Das Geheimnis des Alten.

Roman von Sven Elvestab. Nachdruck verboten.) Fortsetzung 10.

.Er bat beinahe das Aussehen, als fei dem ounb der SchÄxi aus nächster Nähe zerschmettert worden " cifläiie Frvbt of

Ich mußte laut auflachen.

tein Schuß <mS nächster Nähe: Ja, bedenkst du bem nültt, mein Lieber, datz ein solcher Schutz bei di r Stille der gelingen Nacht trn ganzen Gut.'- n>üri>e? Im übrißc.i habe ich brs 3 Uhr morgens mad) «legen. Und bis zu v« Zeii ist nicht einmal geKhmfcn worden."

-XJQ- wu du keinerlei Geräusch gebärt?-

Nicht daS Geringste. Es nxir fv still, wie nur cme ß-rüb aln4..<n4 in Norwegen fern Fann "

rfö;, Örtlich erst |o fp.it cinge-

fragte kr Vater ml ju Bvden ge'enk- rem Blick, als grüble er über etwaZ nach.

,^3. ich schüfe die erste Nachi in einem srem- 00 Sxxule immer schwer ein. TeS chb itaird ich Sgen c Uhr morgen^ am und fetzte mich eilte eile ans Fenster."

Und hast du da den Hund noch gegeben?" er gaig als schwarzer odxiiten im Ho, auf unb ab."

Unb wie Fangt hast du am Fenster gesellen?"

Dis halb brex."

Ich sagte absichtlich die Unwahrheit.

So mutz der Hund <xlK\ und? der Zeit um- gebräche worden fern."

^Selbstverständlich"

Es lam mir vor. als werde der Alte immer verwirrter

»Lxrlb drei ..." murmelte er,halb drei ..

Fribtiof griff noch feiner Mütze

Gehst Du nicht ein wenig mit hinaus?" Er wies durch das Fenster in den Garten.

Es ist der erste wirkliche Frühlingslag deute." Hebet ber axitgebdfciten braunen Fläche der Aecket l-ag glitzenid und flimmernd die warme Frühlingssonne. Tie Lust war klar und burdy sickstig bis in dte weitesten Fernen. Wie weiße, duftige Wolken leuchteten die letzten Schneewehen auf dem tieten Sanin des Ackerlaiid.'S. Ter Früh­ling war endlich von den Bergen bermebergefhe- gen und hatte fei«n ersten berauschenden Duft in die Täler geraubt

Wir schritten zur Tür.

Aber der Alte folgte uns nicht, sondern blieb am Fenster stehen und schaute hinaus.

Tie Sonne strich nm? ein lichter, fröhlicher Wind durch sein graues Haupt- und Barlhoar, während er, mit den Händen in den Taschen ver­graben, ba.'tanb und nervös mit feinen SchlÜsieLn klimperte. Ich hört ihn etwas in den Bart mur­meln vom Ftühlmg . . alte Männer wetten ra immer etwas wrhmütig, nx-jut sie die 'JohreSzcit kommen und gehen leben . . . unb plötzlich fühlte ich, daß et wirklich ttei unglücklich sein müße unb emp anb am richtiges Mitleid ihm . . .

Aber mem Freund zog mich durch den Korri­dor mit sich rort Es war ein alter, dunkler Korri­dor, der burd; den ganzen linken Flügel deS Hauses liei unb an bnien Ende ein Fenster tn den ©arten di" lasgtng Zu seiner Lucken lag ein großer Saal, der nur äußerst feiten benutz! .mirbe; in ihm hingen rn langen Reihen de Famll'.erckildee Rechts

1 ♦ogt'1 "ch noch einige flemett Zunm-r hin. brr en

einen HmerhÄkmgSabend. Grünberg bv» ;iBt seit einiger Zeü ein L«chksp:elth:a:er, da eat ttnobesitzet aus Lich hier alle Sonntage in der Turnballe Vorstellung gibt. Der Stiegerocrcin Grünberg tteranfinltele am Samstag einen Fa­milienabend. Die Ansprache hielt ber Boriitzcnbe^ Real schul direktor ÄngdDe;g.T. Ein Lichtbildervor­trag über den Rhein, sowie ein T lauer stück be- fchlossen den Abend. Ebenfalls am Samstag abend vevanstalteie ber Zweigvrtein Mücke bei V. H. C. 'm I l s b o r f fern diesjähriges Wütter- Dergnünen. Die Beg rüßungSans pracche hielt Stu tu med. ^üngst-Jlsdorf. Den Höhepunkt ber Bet- i anitoftung bildete ein EinakterDie Rodelbtaul". Tie Gemeinde Eschenrod versie ge, u einen Teil ihres Gemeindewal des unb löste für ben Fest­meter Fichtenholz 328 Mark; das Geld wird für den Bau einer elektrischen Lichtanlage oerwandr, die kurz vor der Vollendung steht. In einer Monatsversammliurg des küchlickzm Frauenvereins Ortenberg führte am Freitag Hofpvcdiger Widmann aus Gedern in daS Gebiet der inneren Mission ein. Die Ortenberger Feuerwehr sei er« am Samstag und Sonntag ihr diessährrges Stis- mngssest und oeranfjallett bei dieser Gelegenheit einen autbesuchlen Theaterabend. Am Donners­tag nachmittag wurde ber infolge schweren Nerven­zusammenbruchs freiwillig aus dem Leben geschie­dene fürstliche F-orsanci'er Karl Pruhl unter zahl­reicher Teilnahme zu Grabe getragen. Der Geist- lick?e hob in seiner Rede die Treue des Bcamtev hervor, der 42 Jahre im Dienst des Fürsten zu Stolberg Roßla, davon 38 Jahre in Orkenberg geftanbCTi hatte. Am Grabe liesLn ber Fürst Ehri- |lo Pb Matt in, die Verwaltung |u SLfela, die fürjb- lichen Beamten, der StTtogcaxTem unb andere fürst­liche und gräfliche Verwaltungen Shfr.tge nieder» legen. Grubendirektor a. D. Muis F-reuag, eine in weiten Kreisen bekannte Pettönlichkeit. ist im Alter von 87 Jahren in Leun, Kreis Wetzlar, gestorben. Der VersZntber.e verwaltele Jahr^hnte den umfangreichen Grubenlxsitz bei Gebe Stumm im Kreise Wetzlar im Biebertal. Für die Ober» chlefier wurden in Biedenkopf 881 Mark ge- pendet. Die Sammlung für die deutsche Kindev- silfe ergab 1561 Mark.

SchlichtungSauSschutz der Provinz Obcrhcsscn.

Verhandlung vom 1. Februar 1921.

Die Gesellschaft für Beton- und EifenbetonM bau in Gießen hatte infolge Unbraudsbaijnerbenfl eines MolurS die Arbeiter ilTres SteinbrucheS ^Schotterwerk) in Saasen mehrere Tage die Ar­beit aussetzen lassen und bann nur einen Teil ba Leute unter Arbeitsftteclung weiter beschäftigt, um erst bei Eintreffen des neuen Motors den Betrieb wieder voll aufzunebmen. Die Arbeiterschaft war ber Ansicht,, datz eine Beschäftigung aller Arbeita and) ohnedies möglich fei wenn auch viel­leicht nur mit Arbeitsstreckung und rief durch den Zentralverband ber Steinarbeiter ben Schlich­tungsausschuß an. Den Parteien würbe anfge- geben, ein schrisilickies Gutachten zweier unbetei­ligter Sachverständigen eines Arbeitgebers unb eines Arbeitnehmers beizubringen über bir Frage, ob nach den besonderen Ve.hältnissen des Betriebes eine Beschästigung aller Arbeiter mit ober ohne Arbeitsstaeckung möglich ist.

Am 6. Januar 1921 war vor dem DemvbÜ- machungsauSschuß Gießen-Stadt Verhandlung über Anträge auf AuSnahmebcwilligung von ter Verordnung über die Freimachung von Arbeits­stellen für Nnaestrllbe unb Arbeiter der Firma Hehligenstaedt & Co. Der Vorsitzende hatte ben Angestellten- und Betriebsrat der Firma ringe» laben, sich hierbei durch Beauftragte vertreten za lassen. Der Betriebs.at entsandte nun fernen ersten Vorsitzenden als Arbeilervertreter, ben 2. Vor­sitzenden als ülngeftclltenVertreter und etn weiteres Mllglied seinen Schriftführer als zweiten Arbeitervertreter und verlangte auch für diesen 2. Arbeitervertreter die Vergütung deS LohnauS- falls durch-die Firma. Die Firma weigerte sich unter Berufung auf den 8 28 des Betriebsräte- gesetzes, bicirm Lohnausfall *u erstatten, da der Betriebsrat durch seinen Vorsitzenden bzw. seinen Stellverneter Der treten werde. Der Schlick^ttings- ansschirß ivar jedoch der Ansicht, datz bet oer Wichtigkeit jener Sitzung des DemobilmachungS- aiisschusses, bei der etwa em Sechstel ber geiamtm Aideitncl/merschaft für die etioaige Freimachung von Stellen in Betracht kam, Oie Entsenduna zweier Arbeitervertreter, eines aus brat Lande und eines in der Stadt wohnenden, rx>troe.tbig gewesen fei, unb erkannte, daß in diesem be,ander en Fall Der durch die Müentsendung des BetriebSrats- niilgliedes (Schriftführers- entstandene Lohnaus­fall als notwendige l^eschäftsführungskosten bei, Betriebsrates im Sinne des 8 36 des BetriebS- rätegesetzes zu erachten fei. Die Entscheidung ist eine enbgültige Der Sckstichtungsausschuß war hier an Stelle eines noch nicht eiiichteten Be- zirkswittschaftSrateS tätig.

In zwei weiteren machen verständigt« sich die Parteien. -

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wie möglich auf mein Zimmer gehen ... Tu hörst ja selber, wie die alten Bret:er überall tm Dause knarren .Ich ging also aui Zehen­spitzen uno machte ganz leise die Tür tzt:r auf Es war eine Helle Monsnacht, und bas Licht deS Mondes ftel durch das Fem'ttr herein unb erleuch­tete den halben Stornier. Da hörte ich eine tflr leite inanen und machte unwillkürlich Halt, so datz ich noch völlig im Dunkeln stand. Unb m sehe ich, rote Die Tur zum großen Saal sehr lang­sam tmb vorsichtig ausgeht und eine Bestall -uw Barschem kommt, eben der Leine Kerl, von Dem ick> gesprochen habe Ich war so erstaunt und zu­gleich auch so erschrocken, daß ich mich nicht von Der Stelle zu rühren roag e. Der Fremde aber merkte meint Anwesenheit gar nicht, sondern schlub langsam ben Korridor entlang unb stand schon unmittelbar vor ber Eutreetür, als ich plötzlich rief:Hallo, Sie da, was haben Sie hier w meiner Wohnung zu suchen?"' D« Gewalt wandte sich blitzschnell um und sah mich dwhend an. Ick bin noch nie vordem solchen Augen begegnet und ich hoffe, ihnen auch nie wieder zu begegnen: große, pe<ftsckrvarze, flackernde Augen mit einem unsagbar bösen Blick. Tie Gestatt musterte midb einen Augenblick, bann drohte sie mir mit btt gv- bolltrn Faust und setzte ihren Weg fort Aber mit dem Blick der wchei mlichen Angen raar auch dtt Bann von mir geroidjen, und ich setzte ihr nach, indem üh zugleich laut nach Andreren, umerem Verwalter, rief. Die Gestalt aber schlüpfte zur Tür henanS, und alS ich inS Entree kam, war fte verschwunden. Ich eilte aut ben Hot hinaus, aber auch dort war nirgends eine Spur zu fuibert Was sagst tm nun dÖM? Kannst ba daS vev- Ma?" (Bodfetuuia folgt)