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Bingcl, der über 4 Jc in Sibirien weilte, über

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pcfangener Volksseele

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GchutzPoüzei^Beamten Beunruhigung irnb Sorget hinsicktlrch des- Verbleibs üt ihrem Berufe hervor

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b) schwer afut Erkrankte, und zwar nur für die

Tauer der bedrohlichen KvankhtttSrttckcinungen ^hoh^s fieber u. dgl.) mit Vr bis 1 Liter täglid).

Weitere Gruppen umfassen die übrigen Per­sonen, die nach den Bestimmungen Anspruch auf Milchgusatz haben: hier nnrt die Belieferung nack> Maßgabe der jeweils zur Verfügung stehenden Mengen erfolgen (Ausfallen einzelner Gruppen, teilweise gekürzte Belieferung», und zwar: «Gruppe II: die werdenden Mütter in den lehren drei Monaten mit Vs Liter:

III: die Milchbezugsberechtigten für 8/* Liter;

wer der Ermordete ifl*

rm. Darmstadt, 7. Jan. In der gestrigen Stadtverordneten versammln na wurde nach Bericht des Beigeordneten Delv der Mantel­tarifvertrag zwischen dem Bezirksarbeitgeberver­band der Gemeinden und Kvmmunalverbände des Freistaates Dessen und der angrenzenden Gebiete einerseits und dem Verbände der Gemeinde- und Staatsarbeiter sowie dem Zentralverband der Ge­meindearbeiter uni> Straßenbahner Deutschlands andererseits beraten. Ter Stcchtverwaltung wird Vollmacht für die weiteren Verhandlungen erteilt und der erforderliche Kredit genehmigt In weiterer Verhandlungen bewilligten die Stadtverordneten den aus 170000 Mark errechneten Sond er- zuschuß für das Landestheater. Für die Erbauung eine- Altersheims mit Einzimmer­wohnungen in dem Pfründnerhausgarten werden 1 142 810 Mk. bewilligt. Zugleich werden die Mittel zum Bau eines zweiten Dauses mit Zwci- zimmerwohnungen, für beide Bauten zusammen 2V2 Millionen Mark, genehmigt. Eine Reihe von Vereinbarungen werden getroffen, um die T u b e r- kulosefürsvrge in den Schulen energischer durchführen zu können. Der Oberbürgermeister teilt mit, daß Kommerzienrat Ludwig Joseph und Ge­mahlin den Betrag von 15 000 Mark für die Darmstädter Kinderhilie gestiftet haben. Aus Anlaß der Drei Hunderts cchrftier des früheren Leibgarde" Infanterie » Regiments 115 am 13. März soll der Grundstein zu einem Denkmal für die Gefallenen des Regi­ments gelegt werden. Das Denkmal soll im tzerrn- garten am Eingang zwischen Theater und Museum errichtet werden. Die Versammlung stimmt zu, worauf eine geheime Sitzung folgt.

Hessen-Nassau.

Stiftungen.

Fd. Siegen, 7. Jan. Aus dem Bahnhos von Erndtebrück kam es zu erregten Szenen, da ein Personenzug mit soviel Verspätung nn- traf, daß der gewünschte Anschluß nach Mar­burg unmöglich war und da die jo zum lieber* nachten aus dieser Station gezwungenen Frhr- gästr ihre Erbitterung an der Tienstleitung ans- bassen wollten. Ilm weitere Zwischenfälle zu ver­meiden, legte man einen Sonderzug ein.

Anzeigenteil.

** Petroleum. Nach Mitteilung der Zentralstelle für die Petroleumverteilung G. m. b.D. zu Berlin sind die Kleinhandels­und Verbraucherpreise des Petroleums für Januar gegenüber den Preisen in den Mo­nate,! November und Dezember unverän­dert geblieben.

** Die Deutsche Volks Partei veran­staltet am Montag abend imHindenburg" ihren 3. Diskussionsabend über Wirtschaftsfragen. Die Patter nürd der Reichsgründung in einer öffent- lichien Feier am 16. Januar gedenken, für die Prof. Sck.ttm die.Festrede übernommen hat. Am Mittwoch den 2. Februar spttcht der Flieger von Tsingtau, Kcrpitänleutnant a. D. Plüschow über Als Flieger im belagerten Tsingtau und NuchL aus englischer Kriegsgefangenschaft".

* D ie Stenogr. -Gesellschaft Ga - belsberger und Damenabteilung e. V. eröffnen am Dienstag, 11. Januar, abends 7 Uhr, in der Stadtknabenschule, Nord-Anlage, einen AnfLu­ge r k u r s für Damen und Derr en. Näheres siehe Anzeigenteil.

Landkreis Gießen.

X Wieseck, 7. Jan. Im Erkerfenster des ZigarrenaeschäftS von Bierau in der Gießener Straße ist ein einfacher, würdiger T 0 tenschild ans Dol:> auSaesteNt. Er enthält unter einem Kreuz mit entsprechender Aufschrift die Namen von 18 Kriegsopfern aus den Reihen der hiesigen Freien Turnerschaft" und mürbe bei beten Weih- nachtsfeier überreicht

** Garbenteich, 8. Jan. Am 16. De­zember wurde uns von einem Berichterstatter mitgeteilt, daß auch die Garbenteicher S ch as­st erde von der Räude befallen sei. Wie mir nun hören, beruhte diese Meldung au:

Vereine und Veranstaltungen.

l. Bettenhausen, 6. Jan. Nachdem kürz­lich im benachbarten Langsdorf ein Lichtbildervor­trag überOberschlesieu" gehalten worden war, statteten dieselben Derr en auch unserer Gemeinde einen Besuch ab, um uns an Dand von Lichtbildern mit Oberschlesiens Land und Leuten, seinen Jn- dusttteaulagen und Bodenschätzen näher bekannt zu machen. Am Schlüsse der gut besuchten Versamm­lung wurde einstimmig eine Resolution angenom­men, in der die Regierung ausgefordett wurde, nichts unversucht zu lassen, um uns das so wichtige Oberschlesien zu erhalten. Einmütig bekennen wir: Oberschlesien muß deutsch bleiben"

i. Birklar, 7. Jan Vorgestern fand hier gegen die von den Alliretten geplante lAtt der Ab­stimmung eine Protestversammlung statt. Tie Lehrer Dietz und Glück hielten «einen Licht- bildervortrag 9Lm Schlüsse faßte man einstimmig folgende Entschließung, die dem Auswärtigen Amt zuging:Eine aus allen Schichten der Gemeinde Birklar gut besuchte Versammlung erhebt hiermit flammenden Protest gegen jeden Versuch, Ober­schlesien gewaltsam von Deutschland zu trennen. Deutschem Fleiß und deutscher Tüchtigkeit ver­dankt es seinen Aufschwung, deutsch muß es daher bleiben. Ein polnische- Oberschlesien könnte nie zur Hebung der Weltvrodukticm beitragen: die Auslieferung an Polen wäre Schlesiens Untergang. Gleichzeitig sprechm die Versammelten den so,' schwer um ihr Selbstbcstimnrungsrecht ringenden Ober- scklesieni herzlichem Dank und ihre Teilnahme aus für alles, was sie um ihres Deutschtums willen

fd. Homburg v. d. D., 7. Jan. Die vettbor- benen Eheleute Dammelmann haben dem hiesigen Krankcnhause eine Stiftung von 50 000 Mark gemacht, die gerade bei der augenblicklichen un­günstigen Wirtschaftslage von besonderem Wert ist.

fd. Siegen, 7. Jan. Ein aus der hiesigen Umgegenb stammender Großindustrieller hat der kürzlich für die K r i e g s w i t w e n und K r i e g s- Waisen gegifteten Summe von einer Million wettere 500 000 Mark hinzugefügt.

sind gültig.

** Oberhessischer Kunstverein. Die Ausstellung des Vereins Münchener Aquarellisten, welche von den KünstlernClaus Bergen, Max Gaißer, Jvsuar (Stell, F. von Helttngrath, Mar Kleditsch, R. Köselitz,Dugo Kreyßig, Dans Müller, K. D- Müller-Lamer- berg, Ferdinand Nockher, Albert Reich, Rene Reinicke,Heinrich Rettig und Carl Leop. Voß, mit 49 Bildern beschickt wurde, ist von mor­gen Sonntag an geöffnet. Im kleinen Ausstel­lungsraum ^ist eine Gruppe Dresdnener Künst­ler, wie Artur Bär, Siegfried Berndt, Georg Gelbke, Artur Deine, Martin Philipp, Max Schenke, Marta Schräg, F. Steiniger und Walter Zeising, mitgraphischen Arbeiten" vertreten. Die Ausstellung ist Sonntags, Montags, Mittwochs und Freitags von 11 bis 1 Uhr geöffnet.

** Lebensmittelausgabe. Das Städt. Lebensmittelamt verkauft in der kom­menden Woche folgende Waren: Schmalz und Wurstkonserven vom 10. bis 16 Januar in den Marktlauben, Kartoffeln vom 1215. Januar int Lager Grabenstr. 7, D 0 senm i lch und Seife vom 1215. Ja­nuar im Lebensmittelamt, Schinkenwurst nur noch am 10. Januar im Lvbensmittelamt.

* Die Warenausgabetabelle des Städt. Lebensmittelamts ist im An­zeigenteil unseres heutigen Blattes enthalten.

** (Sier. 1 Stück zum Preise von 1,30 Mk. werden gegen Abgabe der Lebensmittelmarke 3 vom 12. vis emschl. 15. Januar ausgegeben. Siehe

Wir werden in den nächsten Tagen aut die Milchbelieferung Gießens ausführlicher zurück- kommen.

Das Städtische Lebensmittelamt verkauft zur Zett ireril: fierte D 0 sen - V 0 llmilttwelche im Preis erljeblicf; billiger ist, als die durch die Mlxsht- -andelSgeschLfte im Auftrag des L-ebensmittelantts verkaufte Dosenmrlcv. Dies hat ferne Ursache darin, daß beit M ilckche^igS berechtigten nicht nur sterili­sierte, sondern «ruck' die im Preise viel teuere ge­zuckerte, kondensierte Vollmilch aelttfttt wurde und Tür beide Sorten auf Beschluß dec Städtischen Le- Lensmitteldeoutation ein Durchkch rrttspreiS berech­net wurde. Der Verdienst der Kleinhandelsgeschäfte war hierbei festgesetzt imd betrug etwa 5 Prozent des Verkaufspreises

Auslösung der Sicherheitspolizei.

Die kurz vor Weihnachten in den deutschen 3ev timgen betanntgegrtenen neuen Forderungen Frankreichs bezüglich der Auslösung der Sicher­heitspolizei haben nicht nur m den Reihen der

An? dem besetzten Gebiet.

Die Forderungen der VesatzungStrupprn.

fd. Worms, 7. Jan. Sämtliche frei- werdenden Wohnungen werden von den Franzosen beschlagnahmt. Den deutschen Fa­milien wird trotz der Wohnungsnot kerne Wohnung mehr zugeteilt. Für 1921 ist der Bau. von 30 Wohnhäusern auf Reichskosten für die französischen Besatzungstruppen vor­gesehen.

Mainz, 7. Jan. (Wolff.) Das fran­zösische Kriegsgericht verurteilte den Kommunisten Wilhelm Schilling aus Höchst a. M. wegen Aufforderung französischer Sol­daten zur Revolte, begangen durch Verbrei­tung einer bolschewistischen Flug­schrift, zu drei Jahren Gefängnis und 7000 Franken Geldstrafe. Der Kommunist Johann Glaab aus Worms wurde wegen Ein­fuhr verbotener Schriften ins besetzte Gebier zu einem Monat Gefängnis und 500 Mark Geldstrafe verurteilt. Wegen desselben Delik­tes erhielt der Kommunist Heinrich Stichel­berg aus Mainz unter Annahme mildernder Umstände 500 Mark Geldstrafe.

fd. Bingen, 7. Jan. Die französische Besatzungsbehörde hatte von der Stadt Bin­gen gefordert, für die Unterbringung von 250 Mann DesatzungStruppen es handelt sich hauptsächlich um Schwarze Sorge zu tragen, und für die Entscheidung über diesen Punkt eine dreiwöchige Frist gestellt. Die Stadtverordneten-Versammlung hat nun den Bau einer Kaserne neben der Festhalle am Rhein, gegenüber vom Niederwalddenkmal, beschlossen.

erduldet haben. Sfe senden bat schwer gevrüfberk Oberfchlesiern traibaitfdim Gruß!"

m Muschenheim, 6. Jan. Gestern abend veranstalteten drei L-ehver der Umgegenb in brr hiesigen Turnhalle einen für alle Zuhörer intet* efianten Lichtbildervortrag, bet sich mit Ober« schlesien beschäftigte. Mit dem ProjekttonS* appavat wurden sehr Helle und scharfe Bilder au5 dem Landleben Schlesiens, ferner seiner Industrie und Bergwerks anlagen votgesichtt. Am Schlüsse des Vortrags forderten der Reonet und auch der Bür- germeilter die Anwesenden auf, für Oberschlesim. einmütig einzutreten und die um ihres Deutschtums nullen kämpfenden und leidenden Oberschle ter auch mit Mitteln zu unterstützen. Eine Sammlung für Oberschlesien wurde mit dem Vortrag verbunden. Am Schluffe wurde eine Resolution gefaßt, die dem Auswärtigen Amt in Berlin zuging. Alle Anwesenden waren der festen UebErzeugung, daß Oberschlesien als geschichtlich und kulturell deutsches Land, «auch ba Deutschland verbleiben müste.

g Langsdo rf, 6. Jan. Am 29. Dezember 1920 sand int Saale des Gastwitts Schäfer zu Langsdon ein Lichtbildervortrag statt, veranstaltet von dem Bettrauensmann der Reichszentvale für Deimatdienst, der sich mit dem Thema:Ober* schlesien, daL Lohe Lied bet Arbeit" beschäfe tigte. Die Ausführungen fanden allgemein Beifall und am Schluffe routbc folgende Entschlie* ßung angenommen, die telegraphisch dem Aus­wärtigen Amt zugestellt wurde: .Die am 29. De­zember versammelten Bürger von Lanasdors, Kreis Gießen, auffordern Regierung, keinesfalls von iw Fttedensvettraa icftgeLegten Bestimmungen abzu- gehen. Oberschlesien muß deutsch bleiben!"

* Grüningen, 6. Jan. Am 27. Dezember sprach im Adam Jsheinttchen Gesangverein ihib.

Landwirtschaft.

Darmstadt, 7. Jan. Der letzte VottragStap der Landw.-Kammer, welcher gleichfalls gut be sucht war, brachte zunächst einen Vottrag über den Wiederaufbau der Schweinezucht. Der Oek.-Rat Z 0 l l i k 0 f e r aus Dannover, ein auf dem Gebiete der Schweinezucht erfahrener Prak­tiker, wies darauf hin, in welch großem Maße unsere Fleischversorgung vor dem Kriege von der Schweinemast abhängig war und daß vor allem ein baldiger Wiederaufbau unseres so stark ge- 'chwächten Schweinebestandes notwendig sei, wenn unsere Fleischversorgung gebessert werden soll, zumal die Debung des Schweinebestandes zahlen­mäßig leichter und rascher erfolgen kann, als bei unserer Rindviehzucht. Unser Friedensbestand an Schweinen, welcher zum weitaus größten Teile ich auf der ausländischen Futtermitteleinfuhr auf- baute, muß bei der letzt bestehenden Futtermittel­not und der noch nicht ermöglichten Einfuhr zunächst auf die eigene Futtermittelvroduktivn ge­stellt werden. Es ist deshalb erforderlich, daß vor allem der für die Schweinezucht in Betracht kommende eigene Fu 11 e r m i 11 e 1 ba u gehoben wird und die Fütterung der Schweine den be­stehenden FutternitttelverhLltnissen angevaßt wird. In seinem für die Praxis zugeschnittenen Vor­trag wies der Redner daraus hin, daß man mehr als bisher von bei Grünfütterung und dem Weidegang für die Zuchttiere in unserer Schweine­zucht Gebrauch machen soll, und gab einige Hin­weise, die zur Vermeidung bet bisher oft gefun­denen Fehler in der Daltung und Pflege bei­tragen soll. Da die Grundlagen unserer in Deutschland vorhandenen Schweinezucht noch gesund sind, kann sich der Wiederaufbau auf die bisher bewährten Rassen erstrecken. Oek.-Rat Tr. Wetz-Darmstadt sprach sodann über die Süß­futterbereitung und jne Einricht ung von Gärkammern. In unserer fetzigen Futtermittelnot ist es notwendig, daß alle irgend verwettbaren Futtermittel restlos ersaßt und ohne Nährverlust durch geeignete Verfahren in schmack- baftec Form den Tieren als Futtermittel gereicht werden fanit. Als ein solches Verfahren hat sich die Süßfl'tterbevettung gut bewährt. Nach ein­gehender Erörterung des Verfahrens und der bis­her angeftcllten Versuche nach dieser Richtung hin sordett der Redner unsere Landwirte auf, diese Methode der Futterbereitung in Hessen ein$u- fübren. Bau rat Thaler-Darmstadt brachte an schließend an diesen Vottrag eingehende Erläute­rungen über den Bau und die Kosten her Gär- kämmern. Am Schluß des BottragStages dankte der Vorsitzende der Landw.-Kammer, Geh. Rat Walter, für den zahlreichen Besuch und das Interesse, welches dem VottragskurS entgegen- gebracht wurde. Herr M 0 gk - Grundschwalheim dankte hierauf der Landw.-Kammer im Namen bei hessischen Landwirte für die Veranstaltung des Vottragskutses und bittet, daß diese so glänzend verlaufenen VorttagStage sich regelmäßig und öfters wiederholen mögen.

gerufen, sondern auch an vielen Orten Aufregung I m wette Volks kreise getragen. Fürchtet man doch, daß eine etwaige Verminderung des Polezeischutzes eine erhöhte Unsicherheit zur Folge haben Werte.

Für Lessen bestehl keinerlei Anlay zu Be- fürcktun-gen. Die früher bestehende Sicherheits­polizei ist nach den {jfortccungm dec Entente auf» gelöst. Es besteht nur noch eine OrdnungSpolczei, di- den gesamten Ortlrungspoli^eioienst unseres Landes versieht. Auch die Bewaffnung der Leil- Schutzpolizei entspricht vollständig den Ab­machungen, die darüber mit dem Reich? getroffen und von der Entvnle genehmigt sind. Es besteht deshalb für die Oeffenttichlett und besonders auch für die Beamten der Schutzpolizei keine Ver­anlassung zur Beunruhigung.

Veranstaltungen.

Samstag: Stadtthetter, 3 Uhr,Frau Lalle", 7 Uhr, Tanzabend Hilde Schlager und Das verhängnisvolle Tüpfelchen". Hotel Eui- born, 7 Uhr, 25fähriges Stiftungsfest des Atttt- lenevereins. Easä Leib, 7i/2 Uhr, Konzert und Vorstellung der Chiemseer. Licht Pielthetter wie gestern.

Sonntag: Sportplatz Trieb, 2 Uhr, Lokal- Derby. Sbadtthcatn, 3V- Uhr,Der ersten Liebe goldene Zeit": 7 Uhr,Im weißen Rößl". Neue Aula, 5 Uhr, Konzertverein, 2. Kammer- musttabend des Schörg-Quartetts. Eass Leib, 71/3 Uhr, Konzert und Vorstellung der Chiemseer. Lichtspieltheater wie Samstag.

und den Bolschewismus". Am 2. Januar behan­delte vor den Sängern und den Turnern L. M 0 m- beraer das Thema:Beethoven groß als Mensch und groß als Tondichter".

x B u tzba ch, 7. Jan. Am 5. Januar berich­tete Dr. Krause über den Nürnberger Patteitag unter eingehender Behandlung der WirtfchaftS fragen in einer Versammlung de- Ortsvereins der Deutschen VolkSvattei. Die anschließende Debatte berührte die SozialisierungSftaae und die letzten Reick-stagsverkandlungen über Teuerungszuschläge für Beamte. Dem im Lause der Debatte mehrfach geäußerten Wunsche, die Bedeutung der Soziali- sierungsfrage für die deutsche Wirtschaft, be­sonders den Mittelstand, in einem späteren Vor­trage zu behandeln, wird Dr. Krause nachkom­men. Der 16. Februar ist für diese Versamm­lung in Aussicht genommen.

x Lich, 7. Jan. Am 4. Januar sprach in gut besuchter Vett'ammlung der Ortsgruppe der T. V. P. Dr. Krause über den. Nürnberger Pattettag. Die Diskussion erftrefte sich vornehm- ich auf WittschastS-, besonders auf die Soziatt- ierungefragt. Nach einer eingehenden Aussprache über die Licher Bürgermeisterwahl wurde die Ver­sammlung geichlosien.

Kreis Lauterbach.

O Lauterbach, 6. Jan. In de-i Kreis- t a g find an Stelle der verstorbenen Abgeordneten Maurermeister Lachmann (Schlitz! und Bürger­meister Schmalbach (Bannerod) nach Maßgabe der in Betracht kommenden Wablvorichläge Gelb- aießer Roth (Stockhausen) und Bürgermeifter Rahn (Rixfeld> eingetreten. In feiner letzten Sitzung Hal der Kreistag die Beseittgung der SBilbbäume an den Kreisstraßen und deren Ersatz durch Obst bäume beantragt. Der Voranschlag wurde in Ein­nahme und Ausgabe auf 1605 630 Mk. festgeletzt.

KreiS Friedberg.

Friedberg, 7. Jan. Gestern starb im hohen Älter von 89 Jahren der frühere lang­jährige Stadtpfarrer Geh. Kirchenrat Ludwig Meyer. Ter Verstorbene hat nahezu 50 Jahre hier gewirkt und sich auf dem Gebiete ber Soe> orge und besonders auch ber Armenpflege große Verdienste erworben Von besonderer Bedeutung aber war seine Tättgkeit bei der Wiederherstellimg unserer S a'ttkirche; fein n unermüdlichen Best e- bungen ist es in erster Linie zu verdanken, daß unser herrliches GotteSlxms wieder in seiner allen Schönheit erfttmben ist. Bei seinem Uebertritt in den Rtthestand ernannte ihn die Stadt Friedberg zu ihrem Ehrenbürger; mtt ihm ist der letzte In­haber dieser ehrenden Auszeichnung verschieden.

0 Butzbach, 7. Jan. Da unser erster Sei' geordneter ^aberrnaitn sein Amt nicbcraclcgt hat, inbet hier am 16. Januar die Neuwahl eines Beigeordneten statt.

Starkenburg und Rheinhessen. Raubmord.

sw. Mainz, 7. Jan. In der 9BaIL» straße, in einer Grube versteckt, wurde die Leiche eines 28 bis 30 Jahre alten Mannes gesunden. Die Leiche dürfte etwa 2 bis 3 Tage dort gelegen haben. Alle Kleider-fehlten, so daß es bis zur Stunde noch nicht bekannt wurde,

Aus Statt und Land.

Gieben, den 8. Jan. 1921.

Die Ortsklasse für Gießen.

Wie uns von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, betragen die für die Einteilung in die Ortsklassen maßgebenden Teuerungs­zahlen für Gießen 75737 und für Friedberg 74490. Da Friedberg nach den Vorschlägen der Reichsstellen in die Orts­klasse B eingereiht werden soll, wird dies zuteifelSohne auch bei Gießen der Aall fein. Bemerkt wird noch, daß die für bte Städte Stuttgart, Freiburg i. B. und Heidelberg fest- gestellten Teuettungszahlen unter den Gie­ßener Zahlen liegen.

Ausgleiche in der Milchbelieferung.

In den letzten Monaten war, irrte das Leb«iSanittelamt mitterlt, die Mückfbelteferumg der Stavt Gießen derart gering daß wieder­holt ein Teil der Milchbezugsberccktigten nicht be­liefert werten konnte. Um Härten nach Möglichkeit zu vermeiden, sind Vie Milchbezugsberechttgten in Gruppen eingeteilt Worten, bamit in erster Linie diejenigen, bei denen frische Kuhmttch ganz beson- . Vers und »mar täglich unbedingt erforderlich ist, versorgt werten können. ES werten in Gruppe I beliefert:

a) Kinder im 1. Lebensjahr mit 1 Liter täglich,

** Amtliche Personalnachrich- t e n. Ernannt wurde am 4. Januar 1921 der Finanzpraktikant Adam Dreste zu Darm­stadt zum Sekretär bei der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen mit Wirkung vom 1. Januar 1921 an.

** Ernennung. Finanzrat Sttirl Lonh zu WormS wurde zum Oberregierungsrat ernannt. '

** Der Kreisausschuß ist für nadelten Montag, vormittags 9Vr mid nachcuittagS 3 Uhr, im Regierungsgebäude zu einer öffentlichen Sitzung ein berufen worden. Auf der TageSoid'iuug stehen die vorläufige Festsetzung der Teuerungszulagen für Bürgermeister, Gemci.idebeainte und Bedien­stete der Gemeinden Muschenheim, Eberftadt, SJtün- ster, Birklar und Inheiden.

** Mitteilung aus dem Stadt­theaterbureau. Die an dieser Stelle gestern erfolgte Bekanntgabe unseres Spiel- planes für den kommenden Sonntag erfordert eine Berichtigung dahin, daß nachmittags um 3Vs UhrDer ersten Liebe goldne Zeit" gegeben wirt. Die Abendvorstellung Im weißen Röß'l" bleibt bestehen. Am Montag, bereits um 5Vs Uhr beginnend, findet die letzte Aufführung von Schiller's Don Carlos" statt, worauf wir besow- ders die Schüler Hinweisen. Tie Aufführung finbet bei kleinen Preisen statt; Gutscheine

vermischtes.

Kaiserslautern, 7. Jan. (Wolff Auf dem Barbarossawerk der Gebrüder Pfeiffer wurde, ntte die Pfälzische Presse" meldet, gestern abend auf den Direktor Wrt ten, als er sich, in eine Zeitung vertieft, in sein Bureau begeben wollte, ein Schuß ab­gegeben. Witten wurde ins Herz getroffen war sofvot tot. Der Täter, der frühere Meister Leidig, der bei dem letzten Streik auf dem Werke eine führende Rolle spielte, und einen kaufmännischen Angestellten durch einen tätlichen Angriff von der Arbeit zu- »lten hatte, weshalb er vom Werk t worden war, gab nach der Tat auf sich selbst drei Schüsse ab, wodurch er so schwer verletzt wurde, daß er alsbald Der* I starb.

tigte ffch ttt seiner gestrigen etfctatg-ptit dem Don der Reoieruna erneut vargelegten Ent­warf eines Gesetzes über die Erhebung einer Ab ac be zur Förderung des Woh^runtzs- Haus, in den teiüveise frühere Vorschläge des soualyolittschen Ausschusses aufgenoui- men i'-rrtr? Wesentlich abttxnchend davon ist be. - - bte Festsetzung der©teuer* höh,.: vorauf der öürgermetüer Luther als Serie;, matter hinwies. Früher waren 15 svfcßT/:; be.4 MretS wertes bei einer Er he- bunc Ocauer von 10 Jahren vorgesehen. Der Rea'icr-.: > - Entwurf setzt mir 5 Prozent bei aoScu.mi fest. Das Gesetz wurde mit einigen Abandceingen mit allen Stimmen gegen die Luthers als brauchbar erachtet.

Regelt Schmutz und Schund in Literatur mrü Kunst.

Berlin, 7. Jan. sWolff.) Der Gttetzcntwurf über du: Dekümpsung von Schmutz ,nnd Schund in Lfteratuc und Kunst befnibti sich rm Reicks Ministerium des Innern in Ausarbettmig.

Sorgen 1 einem Irrtum: die Sctzafräude ist in Gar- berpor^ I bcnteich bis jetzt noch nicht feftgestellt worden.