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Nr. 287

Zweiter Blati

(Siebener Anzeiger (Genera!-Anzeiger für Gberhesfen)

Mittwoch, 7. Dezember 1921

2Ve<tnung in Der btf^ätyrtgrrt JhifflKlung geM

tm Ultimatum beg:unbetcii pgi

In

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tncrbcn $*tc bdlif^Kn

2

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die 6 rf a f f u n

g der Sachwerte entgegen, sehr rege Aussprache anschlieftt

Fortsetzung.

(Nachdruck verboten )

decken. Unb neben allem

der

gen

c vom Perkonen- und .8 Milliarden, ferner

r' Milliarden, bei der Güterverkehr von 1,1

Staats- unnischen

angcsorltert und dazu -um Ausgleich von Kurs- schwankungen weitere 6 Milliarden Mark.

Spuren im Schnee

Roman von Sven Gide stad. Ermächtigte Ueberfetzung.

/ie »o.au-sichtljch für eire lange Neide ran . Wll, ^,WUIÜ majl 8uul - ou ocn Dl crfvrberltch Ki t tp r\n. im ordenllichen i Reichskommissar zur Ausführung von 2 u s b a

dieses Wahres. Der Fehlbetrag im ordentlichen Haushalt der Pvstveiwaltung betritt 3.15 Mil- liarden 3m Nachtrag zum Haushalt des Ter- kehrSministeriumS iDerrr.alkung der Neich?ejs.u- hllfrnen I ift aus Ttahi »innnRmr>,i ziuf fiÄwunX i.r...

lein 2 Milliarden Nlark waren für 1921 derei'S bewilligt. eS lind also noch 4 Milliarden meyr

k*3ibinart, all? tur das lautende Rechnui.g. avr bis 31 März 1922 in Höhe von 2,15 Mllliar-

en deS Apothekers anzu- lehen und feinem ganzen Mesen an zu merken, wie

Aus dem !Reid)s«3lacf)tragsetat Nr. 3

g wieder. werden 3m neuen Haushalt machen nch je.-.: die Mehrfrrderu.gen au' Grund der

Reichstag setzt zugegangen. Die wich- tig-ea Lbschluftz-hlen de- 2l.icht-.ag»ela'.S sind bereits früher mtlgrleüt worden. 3m ganzen ergibt sich 'ach dem .'lochtrag für den HauS- batt-plan 1921 folgende« Bild

Sitzungsbericht der Handelskammer Giehen. vom 29 N o ve m b e r 1 92 1.

Sie Versammlung nimmt Referate über die Kreditaktion der 3ndustrie und über

nung eine» Bedürfnisses Auch indrc ppi brr die zustündige Handelskammer gutachtlich zu d.->ren.

Der MandergewerbKchein sollte nicht mehr für das ganze Reichsgebiet Adlung haben, sondern nur für den Bezirk der ihn aus- stellenden unteren Verwaltungsbehörden

tief ihn dieleS unglückselige Ereignis c griffen batte Er fuhr nicht mehr <o aufgeregt in feinem Hcm'e umher wie traft und zeigt - fih ungern in der Apotheke ®r scheute sich. m:t ic Leuten zu reden T.eS alle« bewirkte, bi" der Apo^et.-r von jedermann freundlich und b.tfäll ? beurteilt wurde

Am Abend deS vierten Tages nach Doktor Flvdins t-.xnirlgem Ende erwartete der Apotheker ungeduldig feinen Freund, den Kapitän Nhlander. Er hätte gerne mit ihm geredet und hatte ver­sucht. ihm art^u(outen, hatte aber vom Amt die Antwort erholten, des Kap tüns Telephon fei in Unordnung, und er könne darum keinen An­schluß bekommen, ilcbrigcr« hatte der Provisor den Kapitän gegen fünf Uhr an der Apotheke Vor­beigehen leben; vermutlich kam er da vom Bahn­höfe.

AlS es allmählich Geil wurde, die Apotheke -u schliefet wunderte sich der Apotheker immer

.WaS hati du mir mitzuteilend fragte et. -H- u'.e find es vier Tage, nicht wahr ?' sagte Apotheker.

.Vier Tage, feit wann7

.S>eit Doktor Flo bin über Bord gribnin»

Ser Kapitän nickte und zog seine Uhr.

(Fortsetzung folgt)

Etnvei lündnts hier» orschläge |i.r den zu .. > x .dKix Bei dieser lebhaften Wunsch zu

Mafien und den seit lange, < i üblichen Derkaussstäiiden, nchi uuJir ltotisinden She Ausübuna des l^tinbe. ; vrhe# soll scharf überwacht werden. inSKtr:,d.-re i>, der Richtung, bah die Wände -nvib. 'dxlne genau geprüft und die Jbeniitat bn* 3n- baber* mit der PeKon. aus welche bei Tkm- dergcwerdeschein lautet, gern.: '»gestellt wird, ferner in bezug auf die steuerlichen Verpflichtungen (8inr?mmcnficuer. Umsatz­steuer usw ).

Ser u ritte Nachtrags haushalt zum Etat für das Rechnungsjahr 1921 ist dem jetzt zu

S'ie Zulassung der Mandergewerbette>lfnden zum Ve'-kaus in Schank- und G^iststätten sollte vollständig unterlagt werden.

Da» Wn dergettxrbe mu"r oezüglich her Gc- schäft»,«ei» denselben Beschränkungen unter­worfen werden wie da» stehv-de G. werbe S. Die Ausstellung eine* Mander 'r.verbelcheins und ebenso die Ausdehnung eine- solchen auf einen anderen Bezirk soll im ciazelnen Falle abhängig gemacht werden von der Änerken-

Der Nachtrag zum Haushalt der allgemeinen F i n a n z ve r wa I t u n g gibt, über Verschiebungen inn »halb des Getarnt- i-J>arie». die der Nachtrag bewirkt, Auffchlutz. Bisher waren in diesem Haushalt neben rund 45 Milliarden laufenden Einnahmen 4,27 Milliarden für Eingänge aus den neuen Steuern eingesetzt Tiefer Benag fällt weg Dafür werden auf Grund des bisherigen Steuerauskemmens und nach dem Ergebnis neuer Schätzungen die Druttp-Anfähe er­höh» . bei der Einkommensteuer von 12 auf 20 Mil­liarden. bei der Körperschafkssteuer von 1.35 auf 2 7r»l!tarben, bei der Uuiiaohcucr von 5.4 auf

1. Ein Vermieten von Plätzen h.r Vertan'»- ftänbe der Wandergewerben. b-nXm an offen»lichen Straften urb Plätze«, foll ab- g«kb< von den regel.näbig<.i Nürkttn und

.Warum du d-- 2irathefe al fragte er. .Willst du mich nicht mehr hinaus- lasten V*

-Doch, aber zuerst haben wir etwas zu be­sprechen 3<b muh dir etwas erzählen. Wir wollen da hineingehen."

Frchkmann deutete bei diesen Worten auf das kleine neben der Apotheke befindliche 2t ibchea, das er als Bibliothek und Schreibzimmer zu be­nutzen pflegte. Nicht seUen benützte er eS auch ass Lchlatzlmmer. Ehe er die Tür zwischen dem Stübchen und der Apotheke zu mach» ?. uxirf er noch einen forschenden Blick ring» umher, als ob er fürchtete, etwa» vergessen zu haben Aber alles ttxir in Crbnung; die Läden waren zu und die Tür ab^r'ch'offen.

.Willst tu nicht da« Licht In der Apotheke auslöschen?' erkundete sich der Äafritän, wäh­rend er auf dem gco'xm L'eberiofa Platz nahm

nicht." erwidere der>rlh<*r Nicht cder. al« Li» du fvrigeh». Außerdem finde .ch beleuchtete Zimmer fein- angenehm -

... --^ngst du an. dich vor der Dunkelheit xx furchten?" fragte der Kapitän

Ser Apotheker gab feine Antwort, aber dem fchmer»! ten Zug um feinen Mund entnahm der Freund, aast ihn die Frage >hr unangenehm be­rührt hatte.

»Da ist mir eine Erklärung möglich," mur­melte er halblaut vor sich hin. »Er hat sich in Stockholm da» Kokain verschafft, und darum bin ich natürlich überflüssig "

"^ber als um neun Uhr der Apotheker eben Vic Lüden schließen wollte, ging die Tür auf. unb der Kapitän trat ein, bekleidet mit einem giohcn Pelzmantel SS war 'o kalt, bah ihm her Atem wie ein Nebel vor dem Wunde stehen geblieben war.

.Schön, daft du kommst." sagte der Apo­theker. »Ich habe mit dir zu neben Bitte, leg ab

Der Kapitän zog leinen Pelz auS unb hängte ibn über einen Stuhl Der Apotheker trat auf feinen Freund zu unb schaute ihm lange in die Augen.

.Schlaf: du gut?" fragte er

»Seit ich -a n le teimal hier gewesen bin. babe ich stet« ausgezeichnet geschlafen," ant­wortete der Kaptän »Ader das ist eine son­derbare Frage, Weshalb stellst du «ie über­bauet?"

Der Apotheker gab nicht gleich Arttwort Er schüttelte mir den Kopf unb fuhr fort ab)u- 'chtieften, und nachdem er alle Läden vor den Fenstern brieftig» hatte, schloft er auch die Tür cb Xer Kapitän schaute -hm verwundert zu Erst fielen ihm die hastigen Bovegungen des Apo­theker- auf und tarn ganz besonders bic Farbe unb der Ausdruck seines Gesichts Es wollte ihm scheinen, als sei es in den letzten Tagen aschfahl geworden u-b eingefallen. Der Ausdruck verriet deutlich Seclenpein.

mit d er en Fortfall in absehbarer Zeil za rechnen ist. weiter im autzerordentuchen HaaShai: nach-

n ® e b i e t e n 1 des Deut- J . icraldbFom- -r und bcin den Handels- .tcn und eine

I »u! Die

arbeiten in den zerstö voogele^icn Entwu.'en c.ner fchen V»efert\.rd: . . und : men# zwischen dem Reichskr e»dtrt*crbünb haben die Lunrnem gcmeaJam Stell una Reihe von R',inaeü, r ''i

drn Q r Lbmart Unter <$ugrunbclequng eine* Um* io<t: -;;get>cxlxiitmfle* von 4C ^apicrn.art auf etne ipotdmart ergeben sich So,4 THUliarbcn Pa* bieanarf. Für das Rechmingsiahr 1921 werben die gesamte: Ausgaben zur Ausführung des Frfe- beiwixnragte ^nenttvl.chend im ordentlichen Haue hau auf 95.1 JHilliarbtn unb im auhei- ordenUichen Haushalt auf 17,2 Milliarden ver- ankttagt Von diesen Lummen enilaUen a..» A. 2U; geltet re R« j»ra t io n sausgadc n enschtte'licv des Ausgleichs für KurS'chwrakU! gen rv.4 M.i- Itaröcn. H Betatzung klotzen 5.V Militär den. (* Auvaad.'n für inieraUiicrtc Kvnunisfionen 0 73 Mtlliardot. D. L'eihungen aus dem Fri.dens* vertrage auberbait» der Aeparutton Niti- liardenl t. Aufwend.irgen für das Ausgleichs- lx ifahren ci tstplteststch Kursfchwunkungen 12 MlI- liorben; f. Jnncte Aufgaben au» Anlast de» Fotedensvei träges. 4.1 Mill ta oben Zumm.-

112.3 Milliarden. Unter den Ausgaben für bi< intciaUnerten Kommissionen sind allein lüi die Rcpatatiunsloini-.t.llwn 400 Millionen, für bic Rleinia.tdlvmmist>o.i 198.7 MUllonen TLn an gesetzt Zu bat Leistungen aus dem .trieben* vertrage außerhalb der Reparation gehören bie Ausgaben sur Austicferung und ^lndrauchdar- machung von Ärieg*nuitcrial in Hobe non 775 Millionen, für die Restitution von Vieh im Be­nage von 1.63 Milliarden, für die Ablieferung uno Vernichtung von Mischii^n für Ninnitions- dcrstellung usw 550 MUlionen. Zu den inneren

Allein, sobald der erste Schrecken üdcrwun den war. richtete <ich die AufmerNamkeit der Leute fest au» einen bestimmten Puntt. 3n der kleinen lanbka'" r;i Bank, zu deren Schaden die Fälschun­gen borgen.>mmen worben waren, hallen viele kleine Leute ihre Sparpfennige liegen, unb nun stagtt man einander ängstlich, wie wohl die Bank in Wirll^chkei» stehe. Unb eine8 Morge is. mehrere ^age raJ den schon berichteten Ereignissen, war eine (leine Schar von Menschen vor dem 'Bank- lokal mu erblicken. Alle hielten ihre Sparkassen- bücher in der Hand, unb jeder suchte sich vorzu­drängen. um zuerst zur Tür hinein,zukommen. SS wurde b.'baubL-t. bast ihre Sparka'fer.bücher zusammen einen Wert von mehreren ^aufenb Kronen hätten Wenn es an jenem Morgen nicht gar so bitter kalt gewesen wäre, hätte man sicher eine Ahnung davon dekonmien können, wie in der großen Welt brauhee ein Banksturm vor sich geht. Aber die <tarfc Kälte legte eine Fessel um die beginnende Erhitzung.

SS war ein Dienstag, und an diesem finstern Dienstag leigte sich der Apotheker Frvkrnann wirklich groh. Er lieft bic u, geduldigen Ofcu- tiger eine Stunde vor lAZchänsbeginn in den warmen Vorraum der Bank eintr^ten und benutzte Dort bic Gelegenheit, so zufriedenstellende Au»- rtäningen über bic Lage der Bank zu geben, daft der 'Beginn der Gefchäftsstunbe kein Menfch mehr anwesend war. 3m ganzen genommen cmtcie

Duich den seht dem Reichstag vorgelegten Nacktiageelat ist der H^uSdalt zur Aus­führung des Frieden- Vertrages v ll»! kommen umgeänbert worden. Bister wurden b.c | Ausgaben für bie Ausführung Hs Friede.is- t>ertrag:A im auftcrord.ntlichen HauSbalt nach-ie v , u , , _ geirktet Nunmehr sind alle Ausgaben fam.;t | an bic sich eine fie t o.aussichtlich für eire lange Reihe von Sin Bcfchluh wird nicht" gesaftt - Zu den vom ( Reichskonnniffar mr Ausfüb^un.i nnn Otu f hqU.

2lles war einig darüd.r. da') ohne ihn die 'Be­trügereien sicherlich noch längere Zeit weiterge- gangen wären und die Bank noch viel gröberen Schaden erlitten hätte, unb sein Pflichtgefühl unb leine Pünktlichkeit wurden als über jedes Lob er- boK'.i gepriesen. Unb au''.':dem hatte der Apo­theker in dieser Sacbe auch noch menschensreunh- liche S gen schäften h.rvorireten laffen Gr bJlfe sich selb: grollen lln-annchmlichkerten ausgescyll indem er den unglücklichen Doktor noch einen Versuch hatte machen lasset, Geld aufzutreiben und den Fed.betrag zu ? ' " '

diesem war dem Aeufter.

auch in H^''en eine un aussicht .bei bic Fach ' chuIen etngefubii Handelskammern beben ;b Gut riQdrt und uxtben ernennenben Staatskommii

3« den bereite bewilligten Beträgen treten tm erbentiidxn Haushalt der allgemeinen Reichs­verwaltung in Em nahmen und Ausgaben 108.9 Milliarden Mark hinzu, im Haushalt der Reiche post- unb logt ab bennermaliung 2.3 Millingen, tm Haushalt her Reichshruckeiei 40 Millionen Mark und tm Haushalt der Reichseisenbahuen 17 ' Milliarden Mark 3m auft.rorden»lichen Hauehall treten zu den bereits betvilhgten Be- irägen hinzu Im Eta» der allgemeinen Reichs. Verwaisung in Einnahmen und Ausgaben je 112 Milliarden Mark, ün Etat der Reichseisen bahnen je Ih.ü Milliarden Mark »Zusammen erhö:>en sich die bereits fefigefullten ^tutzahlen in Ein­nahmen und Ausgaben bei der allgemeinen Reichst).'waltung um 221 Milliarden Mark bet der Reichs post- unb Teiolttaphenverwaltung' um 2J Milliarden, bet der Reichsdruckerei um 40 Millione.i und bei ber Reichseisenbahn um 27 5 Milliarden Mark.

3m einzelnen ist aus den Nachträgen zu den Etats der einzelnen ReichSrefforts folgendes her- dvrzu heben

Beim Etat des Relchspräfidenien werden 430 000 Mark neu gefordert zur Erhöhung des Eebalis und der Aufwand^gelder des Präsi­denten von 250 000 auf 700 000 Nlark - Der Haushalt de» Auswärtigen Amtes fordert 43 715 Mark mehr, um die bereit» feil einiger Zeit bestehende Vertretung de» Reiche» in Moskau Planmä' ig zu machen Für den Erwerb unb bie Ausstattung etne» Grundstücke« in Pari» für die dort ständig tätigen Kommissionen »Kriegslasten- kommifsion, Wiederausbaui».ltretung, Bureau der gemischten 6 chiedsgerichtsHöfel wird ein Betrag von 20.8 Millionen angefordert Der Haushalt des Reichsministerium» des Innern sicht eine Erhöhung des Beitrages für da» Deutsche Mu­seum in München Don 600000 auf 750 000 Mark wor Für bic Bearbeitung und Veröffentlichung des uikundlichen Materials über den Waffen­stillstand und feine Vorgef dichte die dem Re ich»- archiv übertragen ist werden 500 000 Mark »er­langt - 3m Haushalt des ReichsarbeilSmtni- ftertum» werden auf Dftnd des dem Reichstag im Entwurf vorliegenden Cciege» über Notflands- maftnahmcn für Rentenempfänger der Znoaliden- und Angestelltenverficherung 1.4 Milliarden Mark für Zufchnffe an solche Rentenempfänger verlangt Für Zuschüsse zu NotstandSmaftnahmen zur Un­terfl ununq rrolkibenbei Kleinkapltalientner sieht ber Nachtrag»etat 100 Millionen Mark vor x^m Huur-halt des Reichsschatzmtniflertum» werden 300 Milliorien Nlark zur Verstärkung des Aktien­kapitals der .Deutschen Wercke' verlangt. Da» Reich ist bcfaimtlkb im Besitze des gesamten voll eingezahlten Kapital» ber .Deutschen Werke QL-®" im Betrage von 100 Millionen. Zur Duichfü rung weiterer Umstellungsarbeiten. zum Ersatz veralteter Anlagen unb zur Begleichung ra.i Verbindlichkeiten, bic während ber Umstel­lung entstanden, wird eine Erhöhung de» Aktien- kapital» al» erforderlich bezeichnet. Die Deut­schen Werke QL-®. besitzen vierzehn Werke und befchastigen insgesamt 36 002 Arbeiter und Ange- stellte 3m Haushalt des ReichsverkehrSmnn- steiiums (QTbtdlung für Dafserstraften und für 2uft» unb Äraftfabrtpcfcn) ist ein Betrag von 25 Millionen als Aeichsbeihilfe für die durch ba« Buixrbot ber Alliierten bedrohten S?uft- fa! i »< ug nu-Untcrnebmun^cn Unrpefeben Aus dielen Mitteln können auch Seiiräg? an die durch Entlassung au» Anlatz dce Ultimatum» geschä- bU-en Aibcitnehmer gezahlt werden. - 3m ^uebalt der Reichsschuld er'cheint al» Einnahme im auf.ciorbenhi^ en Etat ber neue Anleihebedars auf ®rund des Nachtragsetats mit 112 4 Mil­liarden Der Bedarf für die Verzinsung der Reichsschuld erhöbt sich für da» laufende 3abr ran 15 auf 15.655 Milliarden Für das Reichs- finanzministerium allein beläuft sich der Mehr- bedarf auf 435. bei den Landesfinanzämtern auf 18.6 Millionen Mark An einmaligen Ausgaben treten -noch 5,5 Millionen hinzu Dem Etat ist eine Denkskrift über die Einrichtung des Buch- und Bet i ! »p.üfungsdicnsteS ber ReichSflnanz- Verwaltung beig. geben, über die an anderer ©teil' be ichtet wird Der NachtragShauShalt deS Wiede: aufbauministeriumS enthält umfang- reiche Nack Forderungen für den Ausbau des ReichsentlchadigungsamteS. das der Durchführung der drei vorn Reichstage verabfchiedeten Ent- schädigungSgefetze dient. Der Gesamtbetrag der

C5clegcnbeit haben U- den

erfennen gegclxn, daft der getver» liche Fort- bildun^sfchuluunteiricht nach wie voi em Vrabe*- aibcil»- und Dirtfchaf»r>a:n! un.. <..r bleibt und nicht dem Land anu für Bildungswelen angegbebert wird out Bekämpsung bet Wa n berg ew erde» hai»en die vesfischen Hand.-'.-kammern, einet Anregung de : -.bei#-- fammer Mainz entsprechend, fnlgciibe A n - träge gestellt.

Aus Grund der neuen Fernsprech» gebührenordnung erbebt die Postverwal- tung Gebühren für Au-füi.fte ube vrrb-gende oder auSgeführte Ferngespräche so oie bie Zurückziehung von Gesprächen Die hessischen Handelskammern können solche G.b.ihieu nicht alS berechtig» anerkennen unb haioi ihre Aus- Hebung beantragt. Durch die .Fassung de» tz 86 der EisenbahnverkehrSordnung bat die Hal­tung der Eisenbahn bei Verlust. Be­raubung oder Beschädigung von Gütern eine auherordenlliche Beschränkung erfahren Da eine Aenderung diese» Paragraphen zur 3ei» au»- iicht»los erschein», ©erben bie hessischen Handels- lammern auf Anregung ber Handelskammer ©ic&en in einer gemeinsamen Entschlieftung der Eisenbahnverwaltung gegenüber zum Ausdruck bringen, daft ein gröbere* Entgegenkommen fn bezug auf den Begriff mangelhaft vervackt" statt- stndet in dem Sinne, daft mehr als bisher Rück­sicht auf die handelsübliche Verpackung genommen wird Auf Wunsch der Handelskammern wird die hessische Regtefliig die Kommunalverwaltun­gen erneut auf Artikel I dc S bet fischen Handelskammergesetze» h . n weisen, wonach die Handelskammern in allen ihre 3ntcr- essen berührenden wichtigen Fragen zu ..reu sind.

Zu dem Gesetzentwurs über die Arbeitszeit ber ' Angestellten werden die Handeln kummc n gemcin- fam in gleicher Welse wie zu hem Gesetzentwurf über die ArbeitSAei» gewerblicher Arbetti Stellung nehmen. Die Handelskammer hat sich für eine Abänderung des Gesetzes über die Gesell­schaften mit beschränkter Haftung In dem Sinne ausgesprochen, daft daS Mindestkapital von 20 000 Mark auf 200 000 Mark erhöht wird 3m Hinblick auf die Wiederanknupfung von Handelsbeziehungen zwt chen Deutsch- landundAmerika haben die hellllchen Han­delskammern den Abfchluh eines Meistbegünsti- gungsverirags al» wünschenswert bezeichnet - <^°r die Besetzung des Finanzgerichts behn Landesfinanzamt Darmstadt durch ehrenamtliche Mitglieder bat die Handelskammer s -- ihren Be­zirk geeignete Persönlichkeiten namhaft gemacht. 3n Unterstützung einer Eingabe bet Vereint- gung Hessisch er Holz industrieller ha»

bei den Zöllen von 2,5 auf 4.4 Milliarden, bei bei Koftlensteuer von 4.5 auf 5.8 Milliarden, bei der Tabaksteuer von 1.8 auf 3 Milliarden Um den ordentlichen Haushalt, zu dem jetzt auch nahezu alle Verpflichtungen au» ber Reparationsschuld des Reiches treten, ins Gleichgewicht zu bringen, ist ein Zuschutz von 95,5 Milliarden aus dem autzer- nrdentlichen Haushalt erforderlich. Dieser Zuschutz ist in den bereits genannten 112 Milliarden, bic beim Haushalt der Reichsschuld als Neueinnabme aus der Aufnahme schwebender Schulden erwähnt sind, enthalten.

Unter den Ausgaben des Nachtragsetat- der allgemeinen Finanzverwaltuiig erscheint ein Mehr­betrag von 6,5 Milliarden für Ucbertocifungcn an bie Länder auf Grund der Erhöhung bei Brutto­einnahmen bei ber Einkommen-. KörperschaftS- unb Umsatzsteuer, ferner ein Betrag von 800 Mil­lionen zur Rückerstattung an die Gemeinden und Länder, die diese als Lieserungsverbändc während des Krieges zu tragen hatten Zum Ersatz ber Mehrkosten ber Länder au» Aulaft der Erhöhung der TeuerungSzuschläge werden 800 Millionen Mk. mehr gefordert, ferner für die Erhöhung der Tcue- rungszuschläge und die Neuregelung der Be­soldung auf Grund der alten Vereinbarung mit den Beamtenvei bänden insgesamt 335 Millionen mehr Bei dieser Nachforderung wird mltgctcilt, datz die Dienstauswandegclder deS Reichskanzlers auf 150 000. btc ber Reichsminister auf 40 030 ci- höhl werden sollen. Zur Entschädigung der Ge­meinden für ben Fortfall deS BefteuerungSrechio aus § 30 des LandeSsteuergcsetzes (Besteuerung des Mindesteinkommens) werden 600 Millionen mehr verlangt Unter den Ausgaben tm aufjerorbent- Uchen Haushalt der allgemeinen Finanzverwal­tung erscheint auch ein Mehrbetrag von 441 Mil­lionen Mark zur Deckung deS Fehlbetrages bei der ReichSpost- und Telegraphenverwaltung und eine Forderung von 21,3 Milliarden Mark zur Deckung des Fehlbetrages im Haushalt der ReichSeisen- bahnen.

Der Nachttag zum Haushalt der RelchSpoft- und Telegraphen Verwaltung sieht im ordentlichen Haushalt eine Mehreinnahme auS den Gebühren­erhöhungen im Betrage von 1.45 Milliarden vor. dazu kommen noch 400 Millionen Mark au» der Erhöhung ber Fernsprechgebühren vom 1 Oktober

in. ^'.n.cn ~Zeitiges L - . ehr darüber, da») sich der .'ur.: :n nicht blicken lieft.

Ausgabe,, auS Aulaft tej .trieben»ix rtrage» ge­hören die Ausgaben für die Durchführung der ^ntfchabigungsgesetze mit 1,1 Milliarden Mark, für L i' ttchaflsbeihllteu für bic Beamten der bc- erden Gebiete 1.2 Nlilllavden Mari unb far bic Turchfühiung bei Liquidation be» deutschen Eigentums im ehemaligen feindlichen Ausland mit 1.25 Milliarden Mark. 3m Hauslxilt sind aus Gründen der Rechnungslegung btc Ausgaben auf die einzelnen Verwaltungen verteilt unb In der gleichen Reihenfostte auSgeb acht wie im Reichs- haushallSplan. Für Sachleistungen ausfchl.e''!ich Schiffe, Kabel und Tiere werben 8 6 Milliarden neu gefordert, wovon allein 7.5 Milliarden auf die nerUagimäbigen Äx>blen(UiC;ungen entfallen; die Lieferung von lebenden Tieren über bic Rc- stitutionspflich ( h \i Anlage IV zu ^Ibschni.t 1 Teil VIH tc» FriedenSvertrages) cf arbeit einen Meb.aufvand von 1.37 Milliarden. Für die cigei'tiicheu ReparationSzah.ungvN aaf Grund de» Ultimatum» werden, wie erwähnt. 76.4 Milliarde n Papiermarl mehr verlangt. La» sind 10 Mil­liarden Mark weniger al» die 86. t Milliarden, die sich bei der Umrechnung der 2.15 Milliarden Gvldmarl bd etnem Entwertungsv.-rhaltni» 1 10 ergeben. Von der Sunune von 66.4 Milliarden waren aber adzufetzen die im HauLhaitSplan für 1921 bereit» bewilligten Mittel für Sachliefei-un- gen, bic Deutschland auf die ran ihm ge nachten Zahlungen anzurvchnen sind unb zwar bic be­reit« erwähnten 1.37 Milliarden für Tierlieserun- gen und 8,63 Milliarden für weitere vachleistun- gen »Kohle usw.).

Wa» bic Kosten de» Ausgleichsver­fahren» betrifft, so wirb in dem Etat bi«- positiv mitgeteilt, daft nach dem Abkommen vom 10. 3uni monatlich 2 Millionen Pfund Sterling, jährlich also bei Annahme eines Kurse» von 320

Entschädigungen auf Grund der drei letztgenannten I Haushalt ausgedracht. während btt Ausgaben, ®efcfK wtrd mit 15 Milliarden >? jMerm; .1 an- gcr.i .imcn 3a» ber Liguidaiion in ben alliierten Staaten unterliegende deurfchc Vermögen wird

18 Milliarden Goldmark geschätzt Nach den, _____ ___

bißbe..gen L,auibationSr,chtlinitn träten darauf «gaben gem^ft teni lllrunatum geltend "wa 1». Milliarden Papiermark zu oergü'en Be^.a?nung in bc: btf»!Jbrtgr-- -luihrtlun: om Borertt^adiguiivisveriahren 'ind beim Sund Cd» ron einer t- ..........

der 2u»land»bru:!chen 75 500. beim Verband bei ltchen Verpachtung in Ho:>e von 3 d Alilli

ra Ausland geschädigten Znlanbsbeutfchen 18 030

Anträge gefteilt worden, msgriamt wnd mit

150000 Anträgen gerechnet Der qcfan:t. geldichc für das neue Reichsen»'chlbigangsamt

mit allen Au' .nstellen ift für ein Zahr auf 111 ISiil tonen berechnet

Marl für <i.i Pfurd tuitb 7 75 Milliarden zu atz len sind ? i u trete t die Anforderungen tm bahnen > ift au« ftlkbieinnabmc« 'auf ®nt>"'bon I 9 £*1,1 '» «*.

LB'SÄSSE!

ordentlichen Haushalt erhöht sich der Fehlbetrag - - miL6 Milliarden auszukvmme.n

um 16.9 auf 24.8 Milliarden Mark: bie 16 9M-1- liarden Mark find bestimmt zur Rückzahlung der schwebenden Schulden der früh.'ren Eisenbahnlän- der, die nach § 4 Abs 1 deS Staatsvertrageä über ben Ucbergang der Eisenbahnen auf baS Reich' ram Reich zu übernehmen waren.