GESCHÄFTSSTILLE
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Für die anläßlich unserer Vermählung in so reichem Maße erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche danken wir herzlichst.
Adam Friedrich und Frau Hanna geb. Machalett
Lich, den 6. September 1921.
Hochschulnachrichten.
fd. Frankfurt a. M. 5. Sept. Die au« der allgemeinen wirtschaftlichen Notlage sich ergebende
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Wir weisen unsere Mitglieder nochmals darauf hm, daß Bestellungen von Winterkartoffeln nur noch bis 10. September auf unserem Bureau, Hosmannstrahe 8, schriftlich entgegengenommen werden.
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Kirche und Schule.
Arbeitsgemeinschaft der Hessischen LandeS- vereinignnq d«S Deutschen Evangelischen GemeindetagS.
Die auch von Richttheologcn start besuchte Verfammbrng im Zohonn^laac" wurde von Pros. D Schi an mit Gebet eröffnet, der das erste Referat des Vormittags: „Die AusgestaI - tung unserer Gottesdienste zu toi11< lichen Gemeindegottesdiensten" H'lt. Bei dem aus dem katholischen heran-gewachsener lutherischen Gottesdienst habe bis ins 18. V^ur- hundert der Begriff der Gemeinde geschlafen- sein Erwachen beginne bei Schleiermacher. Ein richtiger evangelischer Gottesdienst sei Verkehr der Gcmembe mit Gott und Gottes mit der Gemeinde. -Ser heute viel geforderten Ablösung brr Kultus- Predigt durch di« Missionspredigt stand Prof. Schian ablehend gegenüber. Die die Liturgie in den Vordergrund rückende hvchkirchliche Bewegung kathollliere, eine stärkere Betonung des Charakters der Anbetung erinnere an England, der „schweigende Dienst" an die Quäkergottesdienste. Leere Bänke im Gottesdienst störten das Gemeinbrgefühl, das durch besondere Sitten für besondere Tage. Hinweise auf die Gemcindegeschrchte gestärkt werden könne. Pfarrer Mahr-Gissten behandelte „Die Predigt im Gemeindegvttesdienst". Ter Intellektualismus sei am Zerbrechen, das Gefühl, dah Gott ein Geheimnis, werde stärker. Die Predigt unserer Zeit müsse darum den Charakter der Lehrpredigt auf geben; sie dürfe nicht gegen die gottesdienstliche Einheit verstosten, nicht nur her Mund der Gemeinde, sondern der Herold
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in BieBen: Theodor Loos, amKirchenplatz in Aiste d: Job.Georg Kraft, Obergassc23 in Butzbach: Victor Aagnal Kraft in Dillenburg: C. F. Berbard (6860A in Bladenbaeh: W. Schilt Sohn, Burgstr.18
gesetzt. Bon Schulkindern wurden Geld- und Büchersammlungen vvrgenonnnen, die recht schöne Ergebnisse zeitigten. Die Mittel werden zur Grüirdung deutscher Schulvereine und Privat- schulen verwandt, vor allem zur Beschaffung von Schulräumen und Lehrmitteln, die den deutschen Schulen vom polnischen Staate im Gegensatz zu den Bestimrnungen des Friedensvertrages ja alle weggenvmmen worden sind.
- Dab-Rauheim, 4. Sept. Die Sammlungen, die im Anschluß an Vorträge von Direktor Treut aus Bromberg über die Rot der deutschen Schulen vorgenvmmen worden sind, hatten ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Bon den Schülern der Stadtschule wurden 7144 Mark, von den Schülern der Realschule 6273 Mark aufgebracht. Die Beträge wurden bei der BolVSbank auf das Konto „Hilfsweri für die deutschen Schulen in Polen" angelegt und werden demnächst einer deutschen Schule in Polen als Patengeschenk überwiesen. Für die vom Hilfswerk zugeteilte Schule wird dann auch späterhin von hier aus noch gesorgt werden.
für die erstere 24—28 Ttf. pro Pfund bezahlt. Butter und Aepfel wurden ihm zum Teil durch einen Pflasterer und Händler in Reiskirchen besorgt. Dieser wurde zu einer Geldstrafe von 6 0 0 M k. verurteill.
Detter erhielten ein Bäckermeister aus Reisti r ch e n und ein Metzger auS Grünberg Geldstrafen von 300 und 100 RN., well sie an den Düsseldorfer Härd.er A?pfel unter beträchtlicher Heber |d>teitung der Höchstpreise »erkauft hatten.
Die weiter noch anstehenden Sachen waren ohne besonderes Interesse.
Gerichtssaal.
Strafe» für Steuerhinterziehungen.
fpd Würzburg, 6. Sept. Das Finanzamt Werneck hat 16 Birhhändler wegen Um- satzsteuerhinterziehung mit Geldstrafen von je 12 0C0 Mt. bestraft.
mc Frankfurta. M., 6. vepL Bei einer bteligcn Herrschaft erschien ein Dienstmann, um 2 Ballen ab^uhoten. Der Herr des Haufesh. 2 Ballen abluhvlen. Der Herr des Hauses, der zufällig öffnete, wustte nichts davon, fand aber beim Rachfnchen in einer Remi'e 2 Ballen mit wertvollen Sachen feine« HaushaUung, die feine Hausdame, Mathilde Suther. bereit zum Ab- holen gestellt hatte, nachdem sie schon früher mehrfach gestohlene Sachen wrgdringen l'est. Das schlimmste bei der Sache ist. dast damals aut Grund ihrer Derdächtigung ein anderer Dienstbote schuldlos entlassen wurde. Die Strafkammer diktierte der Diebin 13 Monate Gefängnis zu.
Landwirtschaft.
Abwehr der Maul- unb Klauenseuche.
Aus Grund deS Reichsviehseuchengeseyes wird in einer Bekanntmachung des KreisamtS Gießen bestimmt, dast alle Klauenviehtranspvrte, die aus nichthestischem Gebiet mit der Eisenbahn in den Kreis eingeführl werden, nicht eher ausgeladen werden dürfen, bis sie durch den beamteten oder einen besonders ermächtigten Tierarzt auf ihre Seuchenfreiheit untersucht worden sind. In Ausnahmefallen kann das Ausladen der Tiere und ihre Einstellung vor der Untersuchung vom Kreis- veterinärarzt gestattet werden, ihr Fortbringen in andere Gehöfte, als in das der Einführenden, namentlich ihre Verteilung in verschiedene Gehöfte, ist jedoch bis zur Untersuchung der Tiere durch den beamteten Tierarzt verboten. Das Einladen und Umlaben von Klauenviehtransporten, die aus nichthessischem Gebiet einqeführt wurden, ist auf den Eisenbahnstationen des Kreises nur riach Untersuchung der Tiere durch den beamteten ober einen besonders ermächtigten Tierarzt gestaltet. Die Anzeige von dem Zeitpunkt des Entladens. sowie des UmladetrS ober Einladens von KlauenviehtranSporten ist dem beamteten oder dem besonders ermächtigten Tierarzt zu erstatten. Zur Anzeige verpflichtet sind sowohl die Besitzer, Einfübrer oder ‘Begleiter der Tiere, als auch die
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ausserordentliche Vermehrung aller fincmziellen Bedürfnisse der Universitäten unb Technischen Hochschulen hat nach bem Vorgang aoberer deutscher Hochschulstaaten nun auch die preußische Unlerrichtsverwaltung gezwungen, die K o IT e * giengelder unb sonstigen Hochschul- aebühren zu erhöhen. Die Kvllcggelber sind von 8 auf 10 Mark, allo um 25 Proz. für bis Semesterstunde erhöht. Die bisher vielfach sehr niedrigen Seminargebühren unb im allgemeinen auch die sonst erhobenen Gebühren für Immatrikulation usw. sind verdoppelt worden. Der einzelne Student wird im Semester voraussichtlich nicht mehr als 100 Mark mehr aufzuwendcn haben, eine Summe, die angesichts der leider sehr hohen im Jahre auf mindestens 8000 Mark zu schätzenden Gesamtstudienkvsten wohl keine entscheidende Mehrbelastung barstellt. Die Reurege- lling tritt am 1. Oktober in Kraft.
Gottes an sie sein. Die Gemeinden müßten mit allen Mitteln zur Wertung des Gottesdienstes erzogen werden. — Eine lebhafte Aussprache brachte besonders auch von ßaien noch manches gute. Rach einstündiger Mittagspause b handelte Pfr Stumpf- Eschenrod „Die Musik im Gemeindegottesdiensf, unterstützt vom Harmonium. Die Kunst solle den Gottesdienst nicht bereichern, sondern veriiesen. Ein Gang vom kurzen, kirchlichen, künstlerifchrn Vorspiel bis zum von der Gemeinde noch anzuhorenven Rachspiel wies mitunter in feiner Ironie eingerissene Mängel auf unb zeigte Mittel und Wege, wie die denkbar einfachsten Forderungen an die Musik ju erfüllen seien. Den vierten Vortrag hielt Professor O. W a t t h e s - Darmstadt: ^Hebung des Kirchenbesuchs durch Gemeinde-
i'ei all. verkomm. Krankheiten wie: Serven-, eicht, Rheuma, Lanqenlolden asw. versuchen Tie das gut bewährte, bekömmliche u. sicher wirkendste Natur- bedmtttel ärztlicherseits besten? emofoblen, Lentbeamsyr’s Hociigeblrgs-Latsebenkieler-Oel.
Auskunft erteilt koäenioS nenen yhitfporio Adolf Elsenbaeh, Bad Raichenball,Berchtesgad.Str 6.
Wandern und Reifen, Bäder.
Hirzenhain, 4. Sept. Der Main-Weser- Gau des Deutschnationalen Handlungsgehilfen- Verbandes wird am 10. unb 11. bs. Mts. hier seinen diesjährigen Iugenbtag festlich begehen. Die letzte derartige Tagung des Verbandes fand im Jahre 1914 in Münzenberg in der Wetterau statt. Zu diesem Gaujugendtag waren
auch die ^ugendgmppen be8 VvgelSberges Höhenclubs eingeladen worden. Da diese neu* icbilbcten Vereinigungen ihrem Zweck ent* prechend politisch vollständig neutral bleiben müf* en, ist von der Obmannldyift die Weisung aus- geyeben worden, daß die Zugendgruppen alS .geschlossene V. H. C-Zugendgrup'- p e n" im Interesse der Sache nicht teilnehmen an dem genannten Zugendiag
c. Freiensteinau, 5. Sept, ilntefc der Bezeichnung „Blaue (3deu ist hier ein im Jahr« 1899 schon einmal gegründeter, bald aber wieder eingegangcner Zweigverein des VogelSber^ ger Höhenclubs wieder zu neuem Geben erwacht. Den Vorsitz hat Lehrer Diemer von hie» übernommen.
Vermischtes.
spd. Merzhausen, 6 Sept. 3m staatlichen Steinbruch sand man bei Stetnsprengungen einen Topf, der mit Goldstücken aus der Zeit von 1807—1813 gefüllt war. Vermut ich hat ein Ortsbewohner aus Furcht vor der Beschlagnahme durch die damals hier weilenden Franzosen den Schatz versteckt.
fd. F l i e d e n, 6. Sept. 3m Hamburg—Mün« diener Schne 1 lzüg wurde einem Oberbaurat aus Stuttgart, während er sich für Pur\e Zeit in den Speisewagen begeben hatte, eine Tasche mit Silbersachen unb anderen Wertgegenständen von hohem Werte gestohlen. Der Daurat machte auf der Station Meldung von dem Diebstahl, dis sofort nach Hanau, der nächsten Aufenthattstation d<Ä Zuges, weitergegeben wurde. Hier konnte auch der Dieb, ein sehr elegant gekleideter junger Mann, in einem Hotel fe ft genommen werden.
fb. Kaiserslautern, 6. Sept. Während einer Auseinandersetzung zwischen dem 72jährigen Bergmann Friedrich Bingeisen und feinem Sohne ergriff der alte QRann ein Brecheisen und hieb seinem Sohne damit derart über den Kops, daß der Getroffene t o t zu Boden stürzte. Der Erschlagene wird als schlecht beleu» munbet geschildert.
* Hoch die Reinlichkeit! 3n großes Wassernot befand sich während der Hitzeperiode die Gemeinde Großblankenbach. QU'er noch größer war die Rot des Schultheißen, als man* ches brave Züngferlein seine Morgentoilette am ©emembebrunnen machte. 3n seiner Rot erlieft1 bei verzweifelte Gemeinbevorst eher folgende er* götzliche Bekanntmachung: „Den Arbeitern der Zigarrenfabrik wird hiermit eröffnet, daß da» Waschen der Hände und Füße was Heute ae* schehen ist strengstens Verboten ist am Gemeinde* । brunnen. Dies ist Geseypolizeilich und Gesundheitsschädlich. Infolge Wassermangel sollen die verehrten Damen an Die Kahl gehen. Da können , Sie sich waschen unb baben. Der Dürgerster: , gez. Fleckenstein."__
Ratwnalrsmus des 19. Jahrhunderts gewirkt. Da- Rattonalismus des 19. Jahrhunderts gewirkt. Das nötigen Derben ermögliche das Helfersy iem. zum Empfinden des Volkes leien mehr Brücken zu schlagen, auch die Kasualien möglichst zu verkirchlichen. Besser werde es nur durch Arbeit der Gemeinschaft füreinander! unser Volk wolle Bfüderlichkett unb Darum als Pfarrer keinen Rednei. sondern einen Hirten. Schlafmittel hülfen nicht, sondern Hellmittel. In der Zeit der Demonstrationen habe der Evangelische Bund seine Aufgaben: eine Kernttuppe gelte es überall zu sammeln. Auch diese beiden Vorträge fanden in der Aussprache einen starken Widerhall unb gegen i .6 konnte der Vorsitzende bie arbeitsreiche Tagung schließen.
Das deutsche Echulelend in Polen.
O Friedberg, 3. Sept. 3n verschiedenen Orten des Kreises hielt Lyzealdirektor Dr. Treut lBromberg), ein geborener Oberhesse, vor Schülern unb Erwachsenen Vorträge über das deutsche Schulelend in den an Polen abgetretenen Gebieten der Ostmark. Der Redner ist als Organisator des deutschen Schulwesens in Polen bekannt. Aus Kongrehpolen, wo er Direktor des deutschen Oberlyzeums in Lodz war, im März 1919 ausgewiesen, ist eS ihm trotzdem gelungen, von Vromberg aus m unermüdlicher Wirksamkeit das deutsche Schulwesen in den abgetretenen Gebieten vor dem gänzlichen Untergang zu bewahren. bis ein direkter Haftbefehl, dem er durch Zufall entging, ihm die weitere Tätigkeit in Polen selbst unmöglich machte. Seitdem ist Dr. Treut bestrebt, die deutsche Oeffentlichkeit über das Schicksal der deutschen Brüder in Polen aufzuklären und die Heimat zur Hilfe, besonders für das bedrohte deutsche Schulwesen auszurusen. Wo Dr. Treut gesprochen hat, hat unter der Leitung von Vertrauensleuten das Hllfswerk sofort ein-
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Dienstag, den 13. September, abendS 7 Nbr: (ücwöhnlicke Preise'. Gewöhnliche Preise!
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Am Flügel: Willy Krautz.
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Der Barverkauf sinder statt: Sonntag von 11 bis 12Ubr, Moutaa von 10 bt» 1 Uhr, Dlenötgg von 10 bis 1 und 3V, bis 5 Uhr an der Tbeaierkafle.
Am Donnerstag, 8. September 1921, abends 8 Uhr, im Gew.rbefchulhaus, Kirchstraye.
Iimmer la:
GeffenMche Besprechung
über
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Ab morgen:
Mit Biichss und Lasso
6. und letaler Teil
Glühende Rache.
Ferner: ,7*c
Der Klosterjäger
6Akte nach dem xleichnamiaren Roman voa Ludwig Banghefar.
Ab Montag:
BasIMea aas der Ätöerstraöe. 3. Teil.


