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TenfmnL das ihrem Schutzherrn Friedrich WiMoic gleiche ?Ert habe Helm I. „die danwaren Nachkommen der hier aus beruht der Reiz. den ■
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Klassiker-Ausgaben
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.egenden Dinges möglich genau irre bergeben will, etwas über die Zeichmrng. welche die Künsfferhand macht zur genauen Feststellung seiner Wettvvr- ftrilung, die in der Kunst lebt So wie die £nmi>-
gct$eben, jetzt in Arhffds GraphisckHM Büchern erscheint. Zeichnen — fo sichre.bt Thoma da -- die 'Bedeutung biete Wortes ist klar Es ist die Fähigkeit des Menschen, mit feiner Hand Gegen ■ stände und öebanfen mit Zeichcrr tyr versehen, bei beten Wiedersehen er sich und andern bic Erinne vung wachrusen kann an eine Wahrnehmung durch besehenes, Gehörtes und Gedachv's Jvdoch ich will vom küriftlerischen Zcichneil reden, vorn Zeich •icn, welches die Ersclieinung des die Surne cr-
Lchr meint, bic Mm er wußten immer, was sie ssollten tmb warum. Nein, neht, die großen Menschen hoben das nie gemißt, wie ihr eures wisset, da- Gewaltigste bei ihnen ist angeboren und geht in der Tiefe unsichtbar fort, das Kleine flattert und fliegt oben in der Erscheinung dahin, wie^das schiss die Wellen verbergen urtb
Lin Srohstadt-orf.
Man schreibt uns aus Berlin: „Ein Gwß- stadtdorf?" Ter Leser schüttelt verwundert den .Kopf ob dieses Widerspruchs in einem einzigen Wort. Aber es stimmt schon! Denn ihm an des Rätsels Lösung gelegen ist. muß er sich schon mit1 mir in eine Berliner Eteitrifche ,etzeu und mit ntfo dem benachbarten Neukölln fahren, das ja un merllich in Berlin SO übergeht
Wir steigen an ber Richardstraße aus, die ihren Namen nach dem Tempelritter Richard ans Tempelhof trägt, bem Begründer des einstigen Rixdorf: wie aus einem zu eng gewordenen flfod ist es bann allmählich aus bic 1 em bescheSxMen Namen herausgewachsen und hat fick als moderne Großstadt bekanntlich in „Neukölln" umgetauft. Was aber nicht verhindern tonnte, daß inmitten seiner hoben neuzeitlichen Wohngebäude, Asphal: straßen elektrischen Bahnen und Bogenlampen das „Böhmische Torf" unberührt erhalten blieb, dem unsere Forschungsreise gilt. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts siedelte ber preußische Sol' datenkönig Friedrich Wilhelm I. hier auf den da maligen Köllnischen Wiesen aus Böhmen aus gewanderte Bauern an. und um ihre und ihrer Nachkommen Hofsitzc handelt es sich bei diesem Torf im Herzen der Großstadt.
Schon in der Richardstraße fallen uns ber einzelte Häuschen echt ländlickien Charakters aus mit hohen, ziegelbelegten Giebeldächern, Fenster laden und Hofeingängen. An dem einen liest man eine Inschrift in altmodischen Buchstaben: „An denken v. b. grv. Brande v. 28. April 1849, der alle unser Habe beraubt hat und mit Gottes Beistand in dem selben Jahre wieder erbaut wollum ist. Maresch und Sttatow." Ein etwas böhmisches Deutsch, aber fromm und dankbar gemeint. Tanr. biegt der Ortskenner — ein Zufallswanderer fiu det's nicht! — links in die Kirchgasse ein und
schrist jedem Menschvi eigenlünffick ist. fo daß er sie wie ferne GesichtÄirrdung durch die Welt traget muß, aus ber Nätselforsckrec teilt Wesen ergründen »vollen, fo mögen wohl auch keine zwei Künstler
berd her, alle beschlossen, die richterliche Entscheidung im Städtchen abzuwarten, griffen nach den Felleisen und Patoten: »veil aber her Postmeister diese ernstlich verteidigte, so nahm jeder, was ihm in die Hände viel, um doch cm Unterpfand für das Seine zu besitzen: bann verteilten sie sich zwilchen den beiden Wirtshäusern, die sich bei bem Lärmen eröffnet batten.
Der erste Lärm am Markte entstand morgens durch die Kinder des Postmeisters, die in dem jer» bro ebenen Postwagen Berstecken spielten und bei dieser Efelegenheit in der Ecke desselben einen un gemein alten stinkenden Krebs mit einer Inschrift gefunden hatten, die sie laut dem Postillon vor- sangen:
Wenn ihr ihn riecht, ivenn ihr ihn seht. Em Schneider har ihn angenäbt AlS Sinnbild, wie es lana 'am geht Auf bitter großen Wagen: Er wird's bet Leuten klagen Nach brernt heißen Tagen.
einem besonderen Messer weggeschob: sind, entsteht die glatte Fläche des Pergaments. Tie größeren Abkölle, die beim Beschneiden entstehen, werden 'U vnfferanbängern usw. ober zum Verschluß von ."trügen oenvendct: die ttcin- ren Abfälle werden 'U Leim verarbeitet bet 3um Lackieren von 2trob- hüten bient Tie Blütezeit des Pergaments, durch der größte Teil der Wissenschaft vev--
Schm die Wellen verbergen uitb Segel und Wim- vel, Has leichte Gerüst, in der Luft flattern. Auch Bonaparte weiß nut ba5 Kleine, was er tut, nur mo Instrumente und Maschinen geschoben werden. Seht ihn — warum erbleicht ihr? warum flieht ihr? warum zittern stolze Männer vor bem kleinen Wann? Da stellt die siegende Kvaft in ihm gezeichnet, die Natur des großen Unbewußten, was Tausende zwingt und beHerrscht Die teilten Vorbereitungen macht die Klugheit, die fleinen Anzettelungen spinnt ber Kops, bas gewaltige Herz gibt ter Tat die ungeheuren Geburten, und weiß von sich nichts. So siegt, so herrscht, so fährt der Korse hin. Die Klugheit faßt nur ein mürbes oeu, der Instinkt greift in die ewige Kette, woran Jupiter Himmel und Erde bangt. Bona- vatde trägt dunkel den Geist der Zeit in sich und wirkt allmächtig durch ibn, ohne Klügelei fühlt er die Fortschwingungen der furchtbaren Revvlu- ttonsbewegimg, und hält fein Volk frisch darin. Zum Krieger ward er geboren, nicht zum Regatten, er übt sein Talent und wird es üben.
bic gleiche Art habe?, wie sie Zeichnen; darauf beruht der Reiz, beit solche Handzeichnungen auS üben. Es könnte als Beweis dienen, daß jede Seele.
genommenen Böhmen" gewidmet haben, wie cs auf dem Sockel heißt. Erne Plaitotte am Sockel Izrigt uns Böhnrisch-Rixdorf, wie es Anno 1755 aussah. Sehen wir uns nun das von 1921 an.
Ein wunderschöner mächtiger Kastanienbaum mit zahllosen Blütenkerzen wacht an der Schwelle des Böhmischen Torfes. Ein paar Sckwitte links — und vor den überrafchten Blicken öffnet sich eine richtige Torfstraße. Zur Linken dicht bei dicht eine Reihe von Scheunen aus Lehm und Fach werk, und rechts hinter Staketenzäunen und bunt- blühenden Vorgärten die niedlichen Bauernhäus- che.. mit ihren Ställen und Schuppen. Tie lärmende Großstadt ist versunken. Wir sind aus dem Lande. Hähne krähen, Hühner gackern, hier und da schnurrt ein Kater in der Sonne, Kaninchen hüpfen auf den Höfen umher, und über« allem duftet der Flieder und schimmern die Obstblüten. All die ländlichen Hänschen gruppieren sich ehrfürchtig um einen altersgrauen größeren Bau mit hoben Bogenfenstern und einem Türmchen mit Glocke und Uhr: die frühere böhmische Kirche, aus der heute helle Kinderstimmen tönen. Dann macht die Dorfstraße einen anmutigen Knix und labet unS zur Betrachtung eines besonders reizenden Winkels ein: unter hohe, brellästige Bäume geschmiegt, weltabgekehrt, aber in putziger Selbstgefälligkeit drei Heine schnrucke Bauernhäuser, Hau und gelb gestrichen und auf den Wänden und Fensterladen mit drolligen Ranken und Blumenmustern bemalt. Bunt ausgepicht stehen sie m ihren Fliedergärten zierlich da, wie eine Schöne vom Lande zu Pfingsten, wenn sie auf den Liebsten wartet. Ein Bildchen zum Berlieben. Eine an- l-eimelnde Stätte des Friedens und ländlicher Sonntagsstllle. Doch plötzlich weht ein verlorener Ton herüber, und man erschrickt, — das Signal einer Elektrischen, wir sind ja in Berlin!
Noch eine Welle schreiten wir zwischen den Zäunen und Gemüsegärten des Böhmischen Dorfes hin, bann verliert es sich allmählich in eine dyrraL tertöte Laubenkolonie, unb bahinter starren schon wicber die grauen Wände der modernen Mietskasernen zum Himmel. Nur noch ein kurzes Stück Wegs, und wir treten schon wieder resigniert auf bas proaische Pflaster Gwß-Berlins, von eiligen Menschen umhastet, von dröhnenden Straßenbahnen lünwafiert. M Büttner.
1 JBic entnehmen die köstliche kleine Schilde
7 duck) der deutschen Klein-
1 . devausgegeben von Ludwig Bäte und .tert MeV er-Rotcr mund, das im Verlag von Johann Ofeorg volurartl), Rothe,isclte Xcuringer ^Jaib« Erschienen ist unb und bic Poesie um» Beichaulich- kett ber alten deutschen Mrinstadt fünftlerüd, ucr- anidjauen wüt. Wir ftnten in bem von Gerdarb Wede^hl »nchnernch lehr an>med<iib au-5.vegatteten Bucke rbarntevlhidw kleine Beittäge und Aiiszüge aus ben Werken mveu’- heften T einen Reichtum gediegenste. DarsteUung in nicht Nur die Romantiker, fonbem auck ai neue Geister anberrr literarischer -iHdun ivesentlrd) beteiligt >ind. Tie Diederbeievuno Romantik fdheint übngni.'. ob mit ': Unrecht, lassen wir dahingestellt, im Zug d ui liegen. Achim von Arnims Werke 1
neuen Regicnmg kenntlich, letzt mitten in ber I Nacht, die alle anderen Lampen zum Himmel, | als bewachende Sterne erhoben hatte, durch eine juntolnde Laterne über ber Türe ausgezeichnet, \a dem die rotglimmende Pfeife des in der Tür ilehenden Postmeisters sich wie eine schwächere '.ifobrnformc verhielt. „Tas wundert mich," sagte der Postmeister zum Postillon, indem er seinen r?chajpelz fester umschlug, „wie Er mit feinen Pferden bei dem Wege so glücklich durchgetommen ist. Hat Er irgendwo Roripann genommen?" — Aber da war keine Antwort zu vernehmen, denn in ber Postkutsche tobte es mit Schelten und Fluchen, wie in einer Schenke am Sonntage, einer stampfte mit den Füßen, ber andere zerschlug die mürben wachstuchenen Kutsch- ivänbe, der Postmeister vernahm nichts als die Worte: „Unanftänbigfeit! Gute Gesellschaft! Faule Fisc^! Seefische, Stinte, Austern, Heringe! — Za, wie die Heringe sind wir eingepackt, aber Kann ich imr erst zu meinem Hieber kommen, da will ich es gewiß nicht auf mir sitzen lassen." Ter Postmeister öffnete selbst die Türe der Postkutsche, aber nie - ntanb bezeigte Lust auszufteigen, so innig waren alle von bem Handel ergriffen. So mochte es noch zehn Minuten fortgetobt haben, die Pferde waren ichon erlöst und latschten wie auf Pantoffeln mit hangenden Köpfen durch das geöffnete Hvftor, schon toollte dem Postmeister die Geduld bredrn, als die Postkutsche wie das trojanische Pfew unerwartet ihren Bauch öffnete und ein großer Teil der Reisegesellschaft aus dem von dem Fußsfompfcn brechenden Wagenkasten mit halben und ganzen Beinen hinausrutschte. .Da mußte ber Postmeister lachen, daß ihm der Bauch erschütterte. „Seit breißig Jahren", rief er, „denke ich jeden Posttag: nun, diesmal kommt ber alte Kasten nicht wieder bis zu uns, sondern bleibt unterwegs liegen, und teilte geschieht's, daß er im Stllleftchn auf ebenem Pflaster zusammenfällt." Keiner half den Passagieren, ber Postillon rief die Magd vom Kafsee- tochen, den Postsekretär vom Kopieren der Brief- adressen fort, um das Mirakel zu sehen, alle standen umher und warteten der Entwicklung. Kaum aber war die Gesellschaft aus erftereni Schrecken auf festen Fuß einigermaßen hergestellt, so richtete sich aller gegenseitige Zorn gegen den Postmeister, er wurde wegen des schlechten Postwagens, wegen der schlechten Pferde abgedonnert. „Weim wir in England wären," rief enter, „ich macht? Ihnen den Prozeß als Tierauäler und Menschenschinder." „Darum ist es gut, daß wir in bentlcten Landen sind," antwortete der Postmeister sehr gefaßt: „was geht mich das an, ich habe nur über die Sach? zu berichten: den Postwagen stellt der Postmeister von der ersten Station, wo er aus- fährt, weil er das Mindeste dafür forderte; nach der Vorschrift muß er noch zehn Zentner mehr tragen, als er heute geladen hatte, die Pferdestellung ist meinem Nachbarn als Mindestforderu- bem überlassen, und well er sich mit bem Scharfrichter gut steht, fo hat er freilich nur schlechte Pferbe. Ihr Unglück tarnt mir recht lieb sein, denn ich erhalte dadurch vielleicht die Stellung des Wagens und der Pferde, Sie müssen es nur höheren Orts anzeiyen." — „Das werde ich auch," rief ein Passagier mit imponierender Stimme, ich 'bin ohnehin vom höchsten Landestollegw zur Untersuchung der hiesigen Gerichte abgesendet, das soll auch abgetan werden. Herr Postmeister lassen Sie mir gleich den Herrn Stadlsckneiber wecken, ich werde bei ihm schlafen." — „Ater vergessen Sie nicht," rief ein junger Mjann, ,Haß wrr uns morgen sprechen."
„Ich glaube, wir haben schon zuviel über die Sache geformten," entgegnete der imposante Mann; „ich habe morgen viel zu hm, haben Sie nichts gesagt, habe ich aud) nichts gesagt, haben Sie nichts gehört, habe ich auch nichts gehört, wir haben vielleicht alle beide im SMaf geredet, und damit wünsche ich eine gute Nacht." Schon war die Ntogd bereit, den fremden Herrn mit einer Laterne zum Stadtschreiber zu führen, wahrend der Postillon an sein Triukiwld erinnerte „Keinen Pfennig geb' ich," rief der Mann, „ich werde Bericht von dev ordnungswidrigen Art, wie wir gefahren finb, an mein hohes Kollegium senden." „Ich gebe auch fern Trinkgeld," rief der Student, „ich gebe mein Ehremvort, daß keiner aus der Gesellschaft ein Trinkgeld geben soll; oder er hat es mit mir zu tun!"
Tie dicke Dame stimmte damit überein, auch die musikalische Familie war einstimmig, und bic andern waren schon nach demselben Grundsätze heimlich davongcgangen. Der Pomllon drohte, der Postmeister versicherte, er laf|e keinen fort, bis das Trinkgeld bezahlt sei. Ta bornierte ber
Napoleon.
Unsere linksrheinischen Volksgenossen ha- 'en zur Erinnerung an ben hundertjährigen Todestag Napoleons I., am 5. Mai, wohl etnai mehr „Feierstimmung" ertragen müs fort, als wir im übrigen Deutschland. Der Deutsche hat in dieser Stuitde, die ihm aufs i-eue oas Gefühl brennender Schmach beschert und in der wir mehr an das Morgen als an na^ Gestern denken mü.ssen, begrcislicherweise keine große Luft, dem Genius des korsischen Eroberers liebevoll zu folgen. Die Franzosenfeiern berühren uns nicht. Die Zurüstungen, die im besetzten Gebiete gemacht wurden, um mit dem Ruhm des Welteroberers zugleich auch den Frankreichs unseren Landsleuten ostentativ herauszustellen, werden hoffentlich das Gegenteil bewirken, nämlich aus der Er- ,’nncrung an die Befreiungskriege die Zuversicht zu schöpfen, daß auch dem neuen Deutsch- lanb, wenn nicht durch Krieg, so doch durch ben Sieg des Rechts, der Tag der Befreiung wieder kommen werde! Wir dürfen die Persönlichkeit Napoleons I. auch heute noch so schauen, wie sie sich E r n ft M 0 r i tz Arndt darstellte, der mit folgenden Sätzen ihren ethi- 'chen Wert treffend zu wägen wußte:
Man darf den Fürchterlichen so leicht nicht richten, als es die meisten tun in Haß und Liebe. Die Natur, die ihn geschaffen hat, die ihn so schrecklich wirken läßt, muß eine Arbeit mit ihm vorhab n, die kein anderer so tun kann. Er trägt daS Gepräge eines außerordentlichen Menschen, eines erhabenen Ungeheuers, daS noch ungeheuren scheint, weil cs über und unter Menschen herrscht und wirkt, welchen es nicht angehört. .Bewunderung und Furcht zeugt der Vulkan und das Donnerwetter imb jede seltene Naturkraft, und sie kann man auch Bonaparten nickst versagen. Geh nach Italien, schlage LiviuS auf, frage bic Römergeschichten und versetze daS Alte mit neuer Geistigkeit, mit größerem Prunk der Worte, mit etwas politischer Sentimentalität, so findest du, was der Mann ist und wohin du ihn stellen sollst. Die ernste Halttmg, des Südens tiefverstecktes Feuer,' das strenge, erbarmungslose Gemüt des ckorsischcn .Insulaners, mit Hinterlist gemischt, eiserner Sinn, her furchtbarer sein wird im Unglück als im Glück, innen tiefer Abgrund und Verschlossenheit, außen Bewegung jmb Blitzesschnelle; dazu das dunkle Verhängnis der eignen Bnift, der große Aberglaube d?s großen Menschen an seine Parze und an fein Glück, ben er fo auffallend wägt — diese ge- loaltijien Kräfte, von einer wildbegeisterten Zeit ergriffen und vom Glücke empor gehalten, wie mußten sie siegen! So standen die Römerfeld- Herren in der Schlacht, kalt unb bodj begeistert, und blickten über das Würgen und Den Tod von Zehn tau senden ruhig hin, so jagten sie mit grau-' Kirnet Freundlichkeit die Könige aus ober führten die Schladstopfer gebückt zum Kapitol, so endigten fte mit Gewalt, was sie mit Freundschaft begannen, oft gerecht, feiten mlld, nie edelmütig, öfter grausam. Sieb die Aemile, die Scipioncn. die Sulla, und du findest dies Bild unter älteren Menschen.
..Mo wat der Herr doch nicht schuld daran," sagte ber Postillon, „alle behaupteten ihm ins (Mtcbt, er habe verdorbene Fische in seinem Eß- tober, unb Darüber wollten iit ananber mit Piste- len u Lebe geben: >vas fmuitr ich dazu sag,m, e- roch nhrcdtvd) schlecht, ba» war aani rirf-.iin
angen äbt jeixteii. von Krebsen, rote
Vie zerbrochene postiittsche.
Von Achim von Arnim^
llntev gellendem Blasen des vom Ueberfohren woueticbten Posthorns schwankte die ungehenie ichwarze Vontorschc wieder einmal durch die Reihen kteiner Häuser deS Städtcteits dem Marttplatze ;u, alfi ob cs das Ratdaus wäre, welches sich wice-cr iritzuset>en Lust habe, nachdem eS vor dreißig Jahren int Feuer ausgegangen war. Hier am Marne hielt btt Kutsche vor bem langersehnten Postticnise, bei Tage durch das neue Schild ber
einem Ort zum andern übernnttellen Nachricht«, gleichgültig in welcher Sprackte. aurzusprichem. dzw. #ur beliebigen Zeit unb dellelüg oft wieder abzuhöreu. ~
ES ist außerdem die Lbvordnung getroffen, daß die soeben aufgenommnten Gespräch unnrittribar nach der Aufnahme, ialls erforderlich, rviltorft wiedergeochen, bzw. weitergri'
Soll z. B. eine sehr wichtige drahrtos übermitirite telephonische Nachricht aus großer Entfernung fo fort nieder geschrieben, bzw. gedruckt weiten, fo ton: ^>s bereits erfolgen, während die Nachricht oufgespeichert ivird. ferner ist vorgesehen, ben Gesprädisträger ausWectzsÄbar anzuordnen, um ibn in gesvoochemwr Zuftmide anhernritig zu oerwen den. Auch für den Fikntz ist diese Grfinbung von allergrößter Bedeutmrg.
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unter bem Wagen durch!refe, am weich m iic ge ialntnt werden, davon möchte der KreöS auch wohl
Hans Thoma über das Zeichnen.
Ein grnndsSÄickes Geleitwort über Zeichen« fünft gibt Hans Thoma dem schönen Bond.' feiner Zeichnungen mit, der, von 29. F. Storck heraus
in ihrer Urtiefe nur einmal aus'der Welt ist. daß sic nur durch die ihr eigenen Z-eicten sich ay lennend anderen mittellen kann. Wenn das Wesen der Welt als Wille und Vorstellung geoackst werden kmm, so ist die Vorstellung das, was da Mensch dem Willen gegenüber, dem wir alle mr- bedingt unterworfen sind, als Einziges hat, in dem das Sein das Lebens sich in Tat um setzen kann, in einer Art von Schöpferwillen als Beglaubigung unserer Vvrstelluna, die wir wohl als das wunschlose Schauen der Kunst an sprechen dürfen, das ein Gegensatz, ein Ausruhen ist vom begehrlichen Wollen.
Ob Wild einander erkennt?
Diese interessante Frage wird in einem Aussatz durch allerlei Beobachtungen bejaht, die ein Kenner des Waldlebens in „St. HnberttiS" bei - bringt „Unsere Waldriere", so schreibt der Verfasser, „müssen sich doch durch die öftere Begegnung gan» sicher gegenseitig erkannt haben imb babei empfinden, daß jene gefährlich, diese aber ungefährlich sind." Ganz besonders charakteristisch bafftr ist das Verhallen ber Rehe Wenn Wildsauen aus bem Walde herauStreten. dann schrecken oir friedlich auf einer Wiese äsenden Rehe urplötzlich zusammen tmb stieben jählings davon. Tas Ebel wilb dagegen nimmt von dem Schwarzwild gar tonte Notiz unb äst ruhig weiter, während baS Schwarzwild in angemessener, respektvoller Entsernung bleibt. Wagen eS die Sauen in ihrer Fraßgier, dem Rotwild zu nahe zu kommen, so bekommen sie ein paar kräftige Schläge von diesen und verliehen sich sofort Beim Tamwilh, das ja zumeist rn Rudeln auftritt, übernehmen die jungen Hirsche die Verteidigung gegen die Wildsauen, und diese wissen ga» genau, daß mit den jungen Herren nicht zu spaßen ist, weshalb sie sich meist nicht siech benehmen. Der Hase hat vor Rehen gar keine Angst. Er hüpft ruhig herum, auch ivenn Rehe ober Edel- und Damwild in ber Nähe sind; ja er sitzt sogar ganz gemütlich zwischen ben Rudeln. Ganz anders aber, wenn er Wilb- sauen wittert. Dann schießt er schnell davon unb läßt sich nicht mehr sehen. Auch Fasanen, bic auf Lichtungen stehen, lassen Hasen, Karnickel unb Rehe ruhig an sich herantommen, ohne weg- zuffiegen. Aber schnell rote ber Blitz sind sie fort ivenn Schwarzwild ober gar ein Fuchs auf bem. '.Clane erscheint Bei brütenden Schnepfen tont man beobachten, baß sie Rehe ganz ruhig in ihre Nähe kommen lassen. Die Schnepfe kennt dar Reh und weiß, daß es ihm trichts tut. AehnliH ist cS mit Rebhühnern. Man kann feststelle», daß Hasen, Karnickel und Rehe ganz nahe bei einem Rebhuhngelege äsen, ohne daß btt Herme sich int geringsten stören läßt. Komm! aber mal eine Katze in bie Nähe, dann fliegt die Henne sofort weg. „An einer brütenden Fasanenhemtc," crzähll der Verfasser zum Schluß, „führte mich mein Weg mehrere Male in der Woche vorbei. Tie Harne hatte sich darauf versessen, ihr Nest zwei Schritte vom Wege anzulegen. Sobald ich ohne Hund kam, blieb bie Henne fest sitzen, wenn ich aber einen fcunb mit hatte, fo strick sie schon am 20 Schritte Entfernung ab. Sie sah sicherlich den Hund nickt als ihren Freund an. Wäre dies nur einmal vor- gekommen, so hätte ich es bem Zufall zugeschricben, aber an der dreimaligen Flucht mußte doch oct Hund schuld sein. Nach meinem Tafürhalten erkennt also das Wild seinen Freund und Frint».^
Wie Prnpnnent gemocht wirb.
In früheren Zellen, wo viel auf Pergament geschrieben wurde, bildeten die Pergamaitmachec eine besondere Handwerksklafsc. Halle üben nur noch wenige diese Kunst, denn den Luxus öcs Gebrauchs von Pergament können sich nur ttodi wenige leisten. Nach einer Darstellung in bet „Pavierzellung" wird Pergament auf folgende Weise gemacht Zunächst wird das Leder gc> 'Volten unb gewaschen, dann weißes Pulver in bie Oberfläche eingerieben und das Leoer zum Trocknen aufga'vannt. In dia'em Zustand ist es sieilich ber allerungeeignetste Gegenstand, um darauf zu schreiben. Erst warn die Unebenheiten mit
grapljischeS Institut. Leipzig .dreibändig n u - schienen, unb bic Einleitung des Hera:is.reb.-r> Alfred Schier, der bic iilleressante Lebaisgachidne Arnims unb überbauet bic Zeit der Rvmanttr eingehend bebanbelt, kommt aud» ben Erwägungen
«tü. bas war ganz ricktv-i. Listigen die Nase steckte, ob eS akn oder Krebst Daren, wer tonnte ba» iviffon,
Line wichtige verbeffrrung der pouisenschen Leiegraphonr.
Triegrapl^ne imb bekannt!ich Vorrichtungen zur Aufnahme imb Wiedergabe von Lauten, rnsbe'vn- derr Gesprächen.
Tie Auftpeicherimg bzw. das ZustmidetoMmen von Lruten ober Gaprachen tyrrb hierbei durch ein Ma-gnetisierun gewerfalmai erreicht, d. h. es wirb ein in ferner Längsrichtung bewegter ober rvutierenber Körper, z. B. ein Stahldraht, Stahlband, Walze oder bergt, luiter bem Ein Nuß kleiner Elckttomagnete, entsprechend den Sautlvirfungen magnetisiert, wobei bic aurgefod(betten magnetischen Kräfte nuttels bettelben Svstems, durch bas bie Magnetisierung be? Körpers erfolgte, auf rin ober mehrere Tricplvne übertragen, bzw. durch diese die Gespractx wieder gegeben werden.
Ta man schon vor Jahren ben Wen dieser Erfindung erkannt I^atte, backÄtigten sich in- und ausländische Firmen und Jngarieure, jetwch ver- gebHth, damit, das Telc^ratAon, dessen grnnd- legendc 3bet von dem dänischen Ingenieur Ärulsar stammt, für den pravisckeii Gebrauch nutzbar zu machen. Tic erzielten Erfolge ließen viel zu rvOn- lck.m übricL Wenn auch ber ton Poulsen 6e» ickrlltene Weg uwttatbar richtig ist, fo birgt doch Das von ihm m Anw.m>lcnq gebrachte Magnetfo 'ierungSveiTabren rinen grotzen Fehler, ber bann besteht, datz die Bmrrckrung zrrr Bewegung des id.nellMifmtvn lbaprädisttägerS technisch unvoll- foatmen ist, da z B. für ein Gepräck von ftalb- nünbiger rauer in; awrm; Trabff an ae von zirka 5000 Meter erwbtrf-. h tfo
Die vou> cnscke Erirndimg ist jetzt, nazhtrm man )itb bngchhdj bemübt Itattr, bie ihr anhaftenden Mängll vi bcrittgcn. durch ein neue« «er fahr en Ermaßen fiberfr.lt, daß mr TugenMvr ntcht zu über eben ist, welche B-- iwiihmg daS neue Tetegnwbon insbefon>re für bie brabiloie Tefeptvirie, ,o für ben gesamten '.stfochrtchtendumn haben wirb. Es oanbe t sich hier» i 1 irm eure einnbimg von internationaler fk


