Einzelbild herunterladen

Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gbechessen)

llr. 105 drittes Blatt

Eingesandt.

Arts Stabt nnb Land.

(Ä t< feen, ben 7. Mai 1921.

** Die amerikanischen Lebens- Ln^ktespakete Nach wie vor ist jedem Deutschen (Gelegenheit geboten, amerikanische -Lebensmittel in Form von Einheitspaketen tuet ter Di beziehen. Das deutsche Rote Kreuz 'hat es als Vertreter des Central Relief Eom-

tzochschrrlnacbrichteir.

Danzig,einefterbendedeut- sch e Hochschule? Mit der wichtigste Hort des Deutschtums in Danzig ist die dortige Technische Hochschule, deren polnische Studen­tenschaft von Semester zu Semester sunimnit, während die deutsche Studentenschaft sich gerade auf der Höhe der Vorkriegszeit hält. Es ist selbstverständlich, daß Polen alles da­ran setzen wird, diese wichtige Hochschule, deren Schicksal augenblicklich noch unbestimmt ist, in ihre Hand zu bekommen. Noch selbst­verständlicher aber ist es, daß die Technische Hochschule vom Obersten Rat den Polen so­fort zugesprochen wird, wenn die polnischen Studierenden auch nur annähernd so stark sind als die deutschen. Deswegen muß alles getan werden, um den Zuzug deutscher Studenten nach Danzig zu stärken.

tchwin-elhaften Hohe im Februar und Mai vorigen Jahres vielfach fast mij das Frie-, Beosnioeau perabgestürzt. Dazu tst die Kmif- fcafi der Mark jenen Monaten gegenüber um ein vielfaches gestiegen. Man sollte anneh- «nen, daß man vom Preisabbau all- mxbtid) doch auch in deutschen Landen etwas mehr merken würde!

wo er massenhaft auftritt, vermindert wer­den, da er Junghasen gefährlich werden kann

Hesien-Nasiau

rn. Biedenkopf, 5. Mai. Die Volks liedersammlung des Meises Biedenkopf soll itun, nachdem die Arbeit durch die Kriegs- jahre unterbrochen war, beendet werden. Ein reichhaltiger Stoff, hauptsächlich von den Lels- rern des Kreises zusammengetragen, hat der Kommission für das deutsche Volkslied in Berlin" vorgeleyen, und die sirachprüfung an Ort und Stelle im Sommer 1911 hat gezeigt, daß der Volksgesang im Hinterlande eine überraschende Frische und Ursprünglichkeit be­wahrt hat und über einen Reichtum verfugt, der größer in irgend einem Teile Nord­deutschlands kaum anzutreffen sein wird".

fpd Frankfurt a. M., 5. Mai. Die Frankfurter Kriminalpolizei hat im Monat April 902 Personen festgenom­men. Im einzelnen wurden bearbeitet: 1076 Diebstähle und Einbrüche, 1072 Betrugsachen, 106 Unterschlagungen, 94 Münzverbrechen und 53 Schleichhandelsanzeigen. Die Sit­tenpolizei hatte sich mit etwa 400 Anzei­gen zu befassen und nahm gerade in den letzten Tagen zahlreiche Streifen vor, bei denen eine sehr erhebliche Anzahl geschlechtskranker Frau­enspersonen aufgegriffen wurde. Eine am Dienstag abend vorgcnommene Streife lie­ferte der Sittenpolizei allein 27 kranke Frauen und Mädchen in die Hände.

Der Abbau der IDeltmarttpntfe.

Heber die allgemeine Entwicklung auf lern Srftinarfie gibt folgende Ueberjicht, Die rwi derVosfischen Zeitung" entnehmen, ein vnsthaullches Bild:

Bart

Böffenpl. Notierung VI14 H20 V20 IV 21

Silber

London ckp.Unze 26 88 59'/, 33

Kupfer

London Lstr.p Io. 62 121V, 88 69

Kupfer

Neuyork ap.Psd. 14 19 19 12'/.

Bin

London Lstr.p.Io. 20 497, 40 20'/.

Blei

Neuyork c.p.Pfd. 3,t 7^5 8'/, 4

Zink

London Ipftp lo. 21'/, 63 45 25' .

82

Neuyork e,p.Pfd. 5,t 9 7'/, 4'/,

London Uir p.Io. 137 393 270 155

Zinn

Neuyork c.p.Pfd. 30 57'/, 52 28'/.

Roheisen

Neuyork D.p.Io. 14'/. 46 46'/, 27

Gummi Baum-

London -dp Pfd. 2'/, 2'/. 2 1

wolle Baum-

Neuyork c^.Pfd. 137, 38 40 12

tDaUt^iB_£h>erpoo( d-p/pfb. 7 26'/, 24 7,20

Wollt

Le Havre ssrp Kllo 2^2 11 15,» 5'/,

Hanf

London Lstr4>.Io. 25,io 76 63 41

3utt

Loudon Lstr.p.Io. 31 70 58 38

Weizen

Neuyork c.p.B(t). 94 2377.295 169

Roggen iReib

Chikaqo cp.Bp). 66 149 206 130

Thikago cp.BH). 38 747.100'/, 37

Thihago c p.Bsh. 71 129 180 60

Schmalz

Lhllrngo cp.Bsh. 10 21 20'/, 10'/,

Talg

Neuyork c^p.Pfd. 6'/. 15'/. 13 5

«eis

London sh p.Ztr. 7 26 48'/, 18'/,

3«Atr

Neuyork c.p.Pfd. 3as 13 23'/, 6

Kakao

London sb.p.3tr. 59 - 140 60

London sd^.Ztr. 54 127 110 38'/.

K-Get

Leinöl 'Boom.

London sh p.ßtr. 26 114 98 23

modal

London sb^Rtr. 29 110 80 25'/,

Liverpool sh p.Ztr. 32 99 64 25'/,

Palmöl

Die

VeltmarÜpreffe sind tivn ihrer

mitees in dkenpork übernommen, die Weiter­leitung der Einheitspakete an die Empfänger in Deutschland durchzu führen Das Deutsche Rote Kreuz, Berlin-Charlottenburg, Berliner Straße 137, wird weitere Auskunft gern erteilen.

* Die deutschen Kriegsgefange­nen in Frankreich, 169 an der Za bi, die noch in Avignon, Evers und Agay zurückgebalten w.uden, hoben insgesamt noch eine Strafzeit von 764'/, fahren M verbüßen: bei einem Mann wurde btc Strafzeit aut Lebenszeit ausgedehnt. Zehn Mairn haben 10, einer 13, einer 15'/«, fünf ic 20 Jahre Zuckftlxnis zu verbüßen. Drei Mann sind im Jahre 1914, vier im Jahre 1915, drei im Jabre 1916, 15 im Jahre 1917 und 81 im Jahre 1918 zur Murteilung gekommen. Bei fünf Mann ist der Beginn Der Strafdauer überhaupt nicht vermerkt. Alle übrigen.sind im Jahre 1919 und nach dein Fricdensschluß abgeurteilt worden.

**DerBunbdertechnischcnAn- gestellten und Beamten versendet sei­nen Jahresbericht über das Jahr 1920. Aus der umfangreichen Schrift ist zu entnehmen, daß in dieser größten und anerkaimt äußerst rührigen Organisation oller Techniker im -Vorjahre eine Fülle gewerkschaftlicher Arbeit, und zwar nicht nur im Interesse der direkt be­teiligten Mitgliedschaft, sondern darüber hin­aus auch un Interesse der gesamten Arbeit-- nebmerschaft geleistet worden ist. Durch feine intensive gewerkschaftliche Arbeit bat der Bund erhebliche Verbesserungen der Arbeitsverhält- nifse der technischen Angestellten und Beam ten erreicht. Nicht weniger als 269 Tarifver träge wurden im Jahre 1920 von ihm abge schlossen. Das Bindeglied zwischen der Bun desleitung und der Mitgliedschaft bildete Die Deutsche Techniker-Zeitung", die seit Mitte des Jahres achttägig mit fünf Fachgruppen- blättern erscheint. Bon der Rechtsschutzablei lung wurden über 500000 Mark an Gehäl tern und 47 Zeugnisse erstritten. Für Stel lenlosen-, Streik, Gemaßregelten-, Mnall- und Hinterbliebenen-Unterstützung wurden über 730000 Mk. aufgewandl. Diese hohen Unterstützungssätze sind ermöglicht durch Die großzügige Beitragsreform, die der Bundes­tag Mitte des Jahres vorgeiwmmen hat. Tro? Beitragserhöhuung und ständiger Angriffe von rechts und links wurde der Mitglieder­bestand gehalten. Er betrug Ende des Jahres 93 552 ordentliche Mitglieder und 8205 Hospi­tanten (Schülernritglieder). Die Zahl der Ortsverwaltungen vermehrte sich von 675 auf 828.

** Die Rehbockjagd begann am 1. 9Xni. Sehr gute Bestände dürften kaum vorhanden fern, da der Abschuß gerade in der Nachkriegszeit ziemlich groß war.

♦♦ Zum Raubvogelabschuß tir jetzt die günstigste Zeit. Bor allem müssen Krähen, Sperber und Habichte abgeschossen werden. So mancher Junghase fällt den Schnabelhieben der krähen zum Lpfer. Etwa neun Zehntel von allen ,.Vogelrupffrngen" entfallen nach genauer Statistik auf den Sperber und Habicht. Besonders sind Buch ffnken, Stare, Rebhühner, Tauben, Sing­drosseln und Lerchen von den Raubvögeln bedroht. Auch der Mäusebussard mirfftc dorr,

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik fbebenben Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Bei der abermaligen Erhöhung für Elektrizität ist eS an der Zeit, einem Uebelftaicb abzuhelsen, der die eine Hälfte b-r Gießener Einwohner ge­genüber der andern in großen Nachteil versetzt. Es ist nicht Schuld des Elektrizitätswerks, sondern des Krieges, daß die neuen Zähler nicht allgemein und zu gleicher Zeit angebracht werben können. Diese neuen, ungemein genauen Zähler zeigen auch den minimalsten Verbrauch an, während die alten, ungenauen, z. B schwache Birnen gar nicht notieren. So kommt cs, daß bei der Bezahlung für elektrisckies Licht mit zweierlei Maß gemeßen wird und bei gleichem Lichtverbrauch bt. Inhaber neuer Zähler beträchtlich mehr M zahlen hoben, als die der alten. Die neuen Zähler weihen jetzt nur ganz allmählich bei Neuanlagen ober elek­trischen Reparaturen gegen die allen ausgetmpcht uno solange in Gießen zweierlei Zähler enfheren, muh ein gerech er Ausgleich hei ges^ellt werden. Ties läßt fid) sehr leicht bewerkstelligen, indem bei der Monatsberechnung etwa 20 bis 30 Prozent der zu zahlenden Summen den Inhabern neuer Zähler abgezogen imb denjenigen alter ZWer als Teuerungszuschlag hinz.iaddiert weiden. Dann erst tritt die gerechte Verteilung ein, auf die alle einen Anspruch haben.

Büchertisch.

Tas neue Reichsversorgungsge-- f e & für die Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen mit seinen einschneidenden Aenderungen bezüglich Rentengewährung, Heilbehandlung, Ausgleichs-, Kinder-, Orts- und Teuerungszulagen, Heirats­und Kapitalabftndung, einfad)? und erhöhte Wit­wen-, Waisen- und Elternrente, Sterbegeld, Er­löschen, Ruhen und Uebertragung der Rente ufro. und mit den amtlichen Aus führungsbestimmun gern Verlag Josef Lehner, Tonamvörtb.

Lu ngen krankheiten und ihre Verhütung von Univ.-Prof. Tr. M. M ichae- lis. Rasen-, Hals- und Luströbrenerkrankungen rtm Tt. (rdxiermener. 15 z. T. sarvige W-ulbungcn Preis gebunden 6 Mk. feinschl. aller Zuschläge» Mar Hesses Verlag, Berlin W. 13. In gemein­verständlicher Darstellung wird über Lunge, lieber anflrengung, ungenügende Betätigung derselben gesprochen, werden die wichtigsten Erkrankungen wie Lungen- und Rippenfellentzündung,Bluthusten und besonders die mit Recht gesürch etc Lungen tuberkulöse abgehcmdelt. Tr. Ecy'.ermeyer verbreitet sich über die Erkrankungen bre oberen Lrittweg? vom einfachen Schnupftn und ferner Verhüt'.mg bis zur Kedlkopftuberkulose und dem Krebs. Gute. ?um Teil mebriach Abbildungen untentüpen die flaten Aussübrungen. Dazu eine Fülle betzerzi genswerter Ratsclläge.

Der Vereins-Vorstand, Handbuch für das gesamte Verrinswesen. Verlag Josef Leb ner, Donauwörth.--

Handel.

Mainz, 6. Mai. Mainzer Waren börfe. Bei starkem Besuch der Börse mar bic Geschäststäiigkcit im allgemeinen lebhafter. HÜl­sen f r ü ch t e waren allgemein teste-. , r s o.adere Linsen. Futtermittel zogen im Preise stärker an. Es fanden große Umsätze in Futterkuchm und anderen rceien Futtermitteln statt. Im Säme­reien ist immer noch Nachtrag, besonders nach Wicken, Erbsen und Lu^rnc. Tie Tendenz in Rauhfutter ist besonders fester, die Preise etwas höher

Berlin, 7. Mai. Börienstrmmung s- b i l d. Tie Börse war an Der äncen geschäft-los, doch war ^ie Grwchstimmung evoas gebessert bei

überwiegend mäßigen Shrrördbö: inigen. Meitümer bis 20 Prozent höher. Deoi.ai still.

Frankfurt o. M., 7. Mai rsen- stimuiungsbild. Infolge der sckHverwvqe br &reignrf»e ist eint weitere Einichränkunei .\ r llntcntehmungdluft auf allen Markten ;u aästen. Da das Pttblikum nach wie vor äußerste Zurückhaltung übt, wickelt fich das Geschäft aus­schließlich durch die deruismaßi e Speklilaiwn ab. Von Riontanwerten, die zunaäht vollständig ver­nachlässigt waren, kamen erste Rvtierungen nut für Pbönir Bergbau zustande, die 6 Prozent an zogen. Teutsch-Lutemburg schioächten sich ettvao ob. Ad er ftlctjer, auch Daimler wurden un Kurse ermäßigt. Von chemischen Wetten nagten Badische '.Hut in nach unten. Tic übrigat Papiere bt-je? Martti waren betawt. Elettrowettr konnten sich ettvas befestigen. Ein lebhafteres Geschäft entnn.leite um in mexilMtischen Anlerlien. Ter Schlutz b.r Böric war ruhig. Tie Mursveränderungen nach oben und unten waren geringfügig. ScknnahrKa Neu leicht erholt. Privatdiskont 3/< Prozent.

Frankfurt a. M.. 7. Mai.

Berliner Deviftnmartt.

1170,301177,70 1174,801177,20

924/15

925,95

919,05

Berlin

1205,25 1207,75

1548,45 1551,55

17,89

91,85

31,04

16,73

91,15

30,96

139,85

320,65

268,20

66,03

523,45

140,15

321,35

263,80

66,18

524,55

Geld Brief

6. Mai.

2335,15 2339,85

544,45 545,55

1016,45 1018,55

1203,75 1206,25

1543,45 1546,45

Börsenkurse.

Frankfurt

Kopenhagen . Stockholm . . , Helsingfors. . . Italien .... London. . . . . Neuyork . . . Paris.....

Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes). Deutfch'Oefterr. Prag.....

Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel

17,85

91,15

30,96

Schluß- l-Uhr-Schluß Ansangs- Kurs Kurs Kurs Kurs

141,90

335,85

262,92

550,55

141,60

334,65

262,32

65,30

549,45

Geld Brief Datum: 4. Mai.

Amsterdam - Rotterd. 2335,152329,85 Brüssel-Antwerpen . 521,95 523,05 Christiania...... 1018,95 1021,05

920,95

16J8

91,35

31,04

Datum: 6.5. 7.5 6.5. 7.5.

5'/. Dtsch. Kriegsonl. 77,50 77,50 77,50 77,50

4°/. Dtsch. Reichsanl. 69,-

3'/. Dtsch. Reichsanl. 70,- 71,75

4e/e Preuh. Konsols,68, 68,37

Darmstädter Bank .,, 180, - 180,-

Deutsche Bank . . . -,- 292,25 291,-

Disconto-Gestllschast -,244,50

Dresdner Bank. . ., 221,- 211,

Nationalbank s. D. . 186,25 186,-

Mitteld. Treditbank. 176,- 176,25

H.-Amerik Pakets. . -, 157,- 158,- 157,50

Norddeutscher Lloyd. -, 142,12 142,-

Boch.Gußstahlwerk., -,- 502,-

D.-Luxemb. Bergw..293,- 290,- 290,-

Gelsenkirch.Bergw. . 315,- 312,- 314,50

Harpener Bergbau .447 - 446,75 450,-

Oberschles. Tisenb.-B. 283,- 282,-

Oberschles. Eisenind. . 272,- 270,- 273,50

PhönipBergb -Akt.. 635,- 624,- 636,-

Bad. Anilin- u. Soda, 490, - 488,- 487,- höchster Farbwerke. 408,50 409,50 406,25 413, Glektr. A.E.G 283,- 280,50 280,25

Schuckett-Werke. . . -,- -,- 235,75 236,55

Felten-Guilleaume. . -,- - 532,- 540,-

Daimler....... 183,50 182,- 186,- 180,-

Bud.- Lisenw.-Aki. . -,- 535,- 540,-

Adlerwerke 220,- 219,50 215,- 216,- 4°/eHess.Staatsanl. . -, -,-

Elektron Griesheim. 398,- 398, 403,-

Marknotterungen.

Für 100 deutsche Mark lourben gezahlt: Datum: 1.7. n. 4.5. 6.5.

Zürich Fr. 125,10 8,55 8^5

Amsterdam JL 59,20 4,29 4,30

Kopenhagen . . Kr. 88,80 8,45 8,50

Prag Är. 117,80 110,25 -,-

Stockholm . . Kr. 88,80 1 6,50 6,50

Wien............Kr. 117,88 ) 924,-

London Sh. 97,8) 7,43 7^48

Paris Fr. 125,40 19,50 18,60

Neuyor» $ 23,80 1,50 1,51

Züricher Devisenmarkt.

6.5. 7.5.

Wechsel auf: Schweizer Franken

Holland........100 Fl. = 199.- 199.-

Deutschland 100 MK. = 8.675 8.525

Wien.........100 Är. 1^55 1.45

Prag 100 Är. 7.825 7.80

Parts 100 Fr. - 45.40 46.50

London \ £ = 22.40 22.35

Italien 100 ß. 27.90 27.-

Brüssel 100 %r. - 45.40 46.50

Budapest 100 Är. 2.60 2-70

Neuyork 100 S 563.- 561.- Agram.........100 Är. = 4.05 4 05

Bukarest 100 L. = 9.03 9.35

Märkte.

Frankfurter Piehmarkf

mc. Frankfurt, 5. Mai. Ter gestrige Kleinviehmarkt nnes nach amtlichen Auf­zeichnungen eine ziemlich starke Beschickung auf. Es waren in getrieben 39 Rinder, darunter 7 aus der TsckHrcftosl wrkai. 524 Kälber, 210 Schafe, 234 Schweine. Es wurden befahlt für den Ztr Lebend- gewicht- FeinsteMastkä ber800900 Mk, nrtlLie Mast- und beste Scugtebcr 6007.50 Mk., geringe Mast- unb oute Saugkälber 500600 Mk., Mast- lammet und Masthämrnel 500575 Mk, ge- r jigere Masthämrnel und Schase 400500 Mk., Sckrveine 80100 Kg. Lebendgewicht 1250 bis 1350 Mk., vollsleischige unter 80 ;tg. Lebend­gewicht 11001200 Mk, vollfleischige von 100 i 120 KP LebendgewicA 125013.50 Mk, voll lletschige von 120150 Kg. Lebendgewicht 1250 dis 1350 Mk, Fetchchweftte über Iw Kg. 1250 bis 1350 Mk, unreine Sauen und geitfm. Eber 12001250 Mk, Ferkel keine an getrieben. Ter Markt wurde bet lebhaftem Geschäft völlig ge­räumt.

Letzte Nachrichten.

Polnische Lügen.

Berlin, 7. Mai. (WTB.) Tee amtliche Funken stat'vn in Warschau verbreitet emen Funk- soruchA n ?l l l v", in dem es heiU, baß m dein iSebtvtc des Teutschen Reiche- bts Rerchs- wehr, die Orgesch, d« LanbeZschutzver-

Samstag, X. ölai

eine, Fiugzeuggeschwabe» und flmo« nt o b i 11 n r in a t i o «ten ,mn ttamaie liegen b-e Ainnunbischrrn tu Cutndiieitai mobialiert nun» tt1- -ti Auist^ndischen bditru in bei mtnunrn der Ivibeii ietzicn Tage berate So. bi tat im Rcichsnxhi und Äiiqebbhge bet f r<in"d> an,u troff hi. iMleidüietho ivtrb »xmeidc», bau die Ober* ichlefische Bollsturtei ,' für beit 'lumanb erklärt habe, und ^ablrvtdK Mitglieder b'r, Bartet in bic Reihen der Insurgenten cmgcttetcn inen. UeberalL wv b.e Jnsur,7enten Herren der Lotte seien, lehrte bcu normale Leben nncbc. utrütf. Tic Arbeiter ber Eisenbahneii unb Straßenbalmeu hätten den Streik Ivenbet, brr mn bru G. -ilien ioefbauere. Tw polilischen Parteien Crite i# würden btt Frage einer Aufsta ib - r eg ierun g bcftncdet.

Tos Wotsfbureau sagt bierzu: Dw in ot-icut, Wit dei amtlidxn Funkslatwii der Wat|chr.uer Regierung verbirittten Awifiprutb entwltcjieu Meldmigen sind vom er neu bis tum letzten Äk>rt erlogen. ES tst nicht wahr, bau ein c i n 41 g e r *0i e t d> e- io et) t j o I b a t C b e t i (b I c* fielt betreten bat, wobtugegin po.m die Cb* Visiere tmb Mannschailen mit t»lnt drm .vetrte» material in Scharen bas unglücktÜtx Land buu1>- ziöhan. Es ist nülu wahr, buit es bat '.luiflän- bitten an einer einzigen Stelle gelungen ist, inc Mederkishr nonnaiei Perbälmisse irr ^amiÜhien Ter gcfamie Bcrtehr ruht. Alle Ohitbfii und In­dustrien stehen still. Allerdings Ixrl sich bcc Ober* [d'Iciifchc ^II'XtxiTtei für den Auistau» ccftärt. Tiefe Partei ist at-er letuc beuridr Partei, fon* isrn ernt i>on Korfantv auhicmadite pol (^rünbimg Die Behauptung, die ovlütscheu Par­teien Llerschlesiens besprächen die Bildung einer Aufslandsri'gierung, ist freie Erftnbung Korfanw»

Englischc und fran^fittr Meldungen zum Polenaufstand

London, 7. Mai. 1WTB.)Daily Tele giaph" meldet zu der polnischen Aussttrnd» beroeguug in Oberschlesien, daß man den baldi­gen Rücktritt der polnischen Regie r u n g erwartet. Aus jeden Fall scheine S a pi e ba nicht int Amte bleiben zu wollen.

Wie Reuter erfährt, greift ber pol nische Ausstand beträchtlich um sich des Ausstande- scheine zu sein, die Kon trolle über ganz Cberschlesien zu bekommen, um1 so jedem Dom Obersten Rat gefaßten Beschlüsse ztivorzukoinmen.

TieMorning Post" sogt, daß sich die deutsche Bevölkerung öem Polenanfitand gx^eitübcr bisher ruhig verhallen bal>e. Mau könne sich jedoch schwer oorfteUcii, daß sie sich auf die Tauer eine Vergewaltigung durch irreguläre polnische Streitkräfte gcialkn lassen werde.

Paris, 7. Mai. >WTB.) Wie dasEcho de Paris" mit teilt, entsprechen die \>< adnidrteu, daß französisch« So 1 da ten Lei den Un ruhen in Oberscklesien getötet worden seien, nicht der Wahrheit. Das Blatt belmnptet fbggr, Mfe sich die Aufständischen nach einem Verübte oer. Warsck)auer Regierung beim Hermmohen bet alli­ierten Truppen zurückgezogen hatten.

e i*>

Aus deut hessischen Landtag.

rm. Darmstadt, 6. Mai. Der fünfte Ausschuß des hessisch enLanbtages b< riet am Mittwoch unter Vorsitz seines Prä, sidenten. Köhler zunächst den Arttraa de>. Abg. Bornemann bctr. die Der gesell schaftung der Standesherrscha s ten und Fideikommisse. Danach sollen, aller Grundbesitz der Standes Herrn unb sonstige landttnrtschaftlich benutzten Liegen schäften über 200 Morgen zum Zivecke ber Bewirtschaftung in den Besitz der Allge­meinheit übergesührt iverden. Äe Regierung machte geltend, daß die BesrimnntTtgen der Reichsversassung eine Durch sich rung des An­trags unmöglick) ntachtetr. Nach lebhafter Aus­sprache wurde ber Antrag gegen die Stimmen der Sozialdemokraten abgelehnt. Die Bor stellnng ber Gfremetnbe Langsdorf bett die Aufteilung eines Waldkomplexes für Siede tungszwecke wurde oer Regie rung überwresen. Eine längere Aussprache veranlaßte hierauf die Vorstellung der Stadt Alsfeld bett, den Homberger Wald. Ter Ausschuß beschlleßt, den Anttag der Regie- rung mit dem Ersuchen zu überweisen, die. Angelegenheit auf gütlichem Wege mit ber Stadt Alsfeld zu erledigen. Endlich entspimtt sich noch über den Antrag der Abg Ei ßner t und Schitdbach, der bic Re gierung ersucht, einen Gesetzentwurf vorzu legen, durch ben aller Prrvatbefitz an Forsten, Grundstücken usw. bei beab- sichttgler Veräußerung zunächst ber (Yemerndc anzubieten sei, eine längere Aussprache. Nach der Mitteilung der Regierung ist eine Land orHnuna vom Reiche zu erwarten, die ein Verkaufs recht des Waldes für den Staat unb des landwirtschaftlichen Geländes für die Ge- meinben vorsieht. Der Antrag wird abg«/ lehnt unb ber Regierung als Material über wiesen.

Bayern und das llltrmawm.

Berlin, 6. Mai. Der ,Lok.-Anz." meldet aus München, baß der bayerische Ministerpräsident von Kahr heute abend nach Berlin abgereist ist, um in der entscheidungsvollen Stunde den Standpunkt der bayerischen Regierung zum Ausdruck zu bringen. -

^Kaffee wird billiger

durch 3ugabe von Webeds

CarlsbaderXaffeegewürz

s veredelt das jfroma, verbessert die färbe, erhöht die Ausgiebigkeit des Getränkes.

2)ie alte, bewährte Würfelpackang ist wieder überall zu haben.

<