ganze weise
— Äutntolfrm
In
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Serien von Bonds nicht umgestoßen könne, sei es nöttg, ein sozusagen
werden starres
er bätte Zu zahle.
verheirateter Rentner ohne Kinder: Reuten-Einkommen 8000 W.
— Lroitalcnragss.euer 800 Mk.
Der Todestag Napoleon».
Pari-, 6. Mai. (Wolff.) Rach einer Havas-Meldimg aus St. Helena wurde -Hort die h^mdert jährige Wiederkehr des .DodeStages Napoleons I. feierlich bedangen. Per Gouverneur hielt am Grabe eine Rede über die Bedeutung des Bündnisses frtvUcfjrn Frankreich und (Snglaub im Weltkriege, legte einen Kranz nieder und pflanzte Jnx-t Bäumchen zu Ehren der französisch-bri- ischen Freundscyaft.
in ferner Meise Fu lenlsprechen. DasAommuni- gu6 lautet: „Die Lage beginnt sich zu belfern. Die amtlichen Nachrichten, die heute an die Regierungskommission gelangt sind, lassen hoffen, daß bte Erregung von heute ab abneh- men wird und daß Aussicht bestcht auf schnelle Wiederaufnahme der Arbeit.
Die Mitteilung der Interalliierten Kommission steht in schroffem Gegensätze zu den latsächlichen Verhältnissen, die eine unumschränkte Herrschaft Korfantys in dem von den polnischen Insurgenten besetzten Gebiete darstellen.
System yn schaffen. Der Berichterstatter sagt weiter, es batte sich nun die Frage aufgeworfen, ob diese Kombination dem Vertrage entspreche, unb ob die Reparationskommis- sion das Aiecht habe, den Vorschlag des Obersten Rates anzunehmen. Müsse sie nicht vielmehr die Aufrechterhaltung des Rechtes
Steuerveranlagung und Meinrentner.
Aus sozialen Erwägungen hat die Novelle zum Einkommensteuergesetz insbesondere den Kleinrentnern weitgehende Ermäßigungen gebracht. Wer über 60 Jahre alt ist oder erwerbsunfähig, oder nicht nur vorübergehend behindert ist, den Lebensunterhalt durch eigenen Erwerb zu bestreiten, erhält bei der Einkommensteuer die Kapitalertragssteuer, je nach der Höhe des Einkommens aus Kapital, Pension oder Ruheaehalt, angerechnet.
Die volle Kapitalertragssteuer (also 100 Prozent) wird angerechnet, wenn die Zinsen, Renten usw. nicht mehr als 5000 Mkl jährlich betragen. Die Anrechnung erfolgt jedoch nur bis zu einem Einkommen von 14 000Mk. Es verringert sich diese Anrechnung um je 10 Prozent für jedes folgende Tausend, also:
90 Proz. bei nicht mehr als 6 000 Mk
80 „ „ „ „ „ 7 000 „
70 „ „ „ „ „ 8 000 „
60 „ „ „ „ ,, 9 000 ,,
50 „ „ „ „ 10 000 „
40 „ „ „ „ „ 11000 „
30 „ „ „ „ „ 12 000 „
20 „ „ „ „ „ 13 000 „
10 „ „ „ „ „ 14 000 „
Vei allen anderen Einkommen dieser Art über 14 000 Mk. hinaus findet keine Anrechnung statt. Das schließt jedoch nicht aus, daß im sonstigen Erlaßweg oder Rechtsmittelverfahren, also auf anderem Wege, eine Ermäßigung der Einkommensteuer zugelassen werden kann, sofern dies mißliche wirtschaftliche Verhältnisse bedingen sollten.
Zur besseren Veranschaulichung der Anrechnung mögen folgcnbe Beispiele dienen:
Alleinstehender Rentner mit einem
Ernten-(S ntommen von 5000 Mk.
— Kapitalertrags fteiier 500 Mk.
Resteinkommen 4500 Mk.,
Pas vertragsrecht des wledcrherftellungsausschusses.
Pari«, 5. Mai. (Wolss.) Hinsichtlich der Vorvunehmenden Aenderungen am Frie- ben^hertrage, die durch die Berufung der Reparationspommission noch London eingetreten sind, erklärt der Sonderberichterstatter dcS „Petit Pärisien", daß die Reparo- tionSkvmmission nur nach Loudon gerufen worden sei, um diese Aenderungen zu sa 7i kt io n i ere n. Er berichtet darüber: Man hat in Bonbon an die Reparationskom- niission appellieren müssen. Warum? Man weiß, daß der Oberste Rat zwei Entschei- bungen getroffen hat: eine, zu mobilisieren, um eventuell das Ruhrgebiet zu besetzen, und eine andere, um Deutschland ein Ultimatum zu stellen, damit öS unter anderen Bedingungen gewisse Zahlungsmodalitaten amummt, yacf) bem Buchstaben des Vertrages müssen jedoch diese Zahlungsbediugungen festgehalten und mityctcitt werden durch die Repa- rationSpommlssion. Hier stelle sich eine delikate Frage: denn Art. 234 des Vertrages von Versailles bestimme rn der Tat, daß die Re- paratümSlommissiori bis uim 1. Mai 1921 fr™ $Qft zu Fall die Hilfsquellen und die Leistungsfähigkeit Dcnlsck-lands untersuchen muß. und daß sie alle Vollmachten hat, um den Zeitraum der Bezahlung anzugeben und deren Modalitäten abzuLnderm Des wei- •fTCTV fieht Art. 233 vor, daß zu diesem Ztvecke die Reparationskommission den 93er- die Möglichkeit geben muß. firn darüber zu äußern. Daraus ginge 6C~rtk-r das; der Vertreter absichtlich eine !^^^»"??^beit lasse sowohl hinsicht- m •rr^Qll.rrmi^art Nne der Zahlungsfristen. Benptelsweise könne die Neparationslommis- Iwn, intim sw herausfinde, daß die Gim nal)me<Tue(Ten Deutschlands augenblicklich uu- genügei» inen, auf Griind des Vertrage« [°3ar. Deuifthkntd mehrere Jahre hindurch von jeder Zahlung entbinden. Durch diese Unstcherheit ,ei tute Wobififierunq der beut- scheu schuld auf dem Wege von Anleihen schwierig, wenn nicht ganz unmöglich gemacht worden. Denn man es auf dteseDeue möglich machen wolle, müßten die Otelbleihrr
Sitzung des preußischen Stoafsrotes.
Berlin, 6 Mai. ^Wolsi.) Ministerpräsident Stegerwald eröffnete die erste Sitzung de) preußischen Staatsrats mit enter Rcoc, raortn er zunächst aui dessen Bedeutung als Vertretung der Provinzen bei bet Gesetzgebung und der Verwaltung des Staates hinwies, wodurch den gerechten Bestrebungen der Pwvinz aus bte freie Entwicklung ihrer Eigenart Rechnung getragen werden solle Weiter sagte der Ministerpräsident: „Ter preußische Staat, wie er in einer hald- tausendjäh igen unvergleichlichen Geschichte lieran- wuchs, ist trotz der schmerzlichen Wunden, bn* unter allen deutschen Staaten gerade ihm br verlorene Zkrieg Mug, noch immer ein Staats- yebilde von festem. Wuchs unb seltener Ausgeglichenheit. Ein soläws Staatsgcfuge läßt sich nicht von heute aus morgen vom grünen Tisch aus in völlig #ieue Lebensformen umzwängen. Rur eine organi- sche Entwicklung kann aNmckhlich zum angestrebten Ziele führen. In der gegemvättigen Zeit des funfttbarften außenpolitischen Druckes kann es jedenfalls nur unser aller Aufgabe lern, das G> ifüht der Bufammengef)drrgPeit mit aller straft 'zu telegen. Tas Wohl des preußischen Staates ilt bei unserer g^gemoärtigen poli iscken ©e amüaee eine wesentlich Voraussetzung für das Wahl des Reiches/' Mach einem Hinweis auf dl? finanziellen Aufgaben des Staats nateS gedachte Sieger» wald der notleidenden Volksgenossen in den besetzten Gebißen und fuhr dann sott: „Mit be» ■jonberer Trauer erfüllt es uns, daß wir die recht- mäßigen Vertreter Oberschlesiens infolge des ungeheueren Rvchtsöruches nicht in unserer Mitte legröpen können. Gegen d e Bergewalhgung d s Rechtes und gegen den brutalen Ueberfall auf fr:ed- Tidne Bürger lege ich auch an dieser Stelle schärfste Derwaltrimg ein. Unsere Sorge wird dalftn gehen, alles, was in unserer Macht sieht, zu tun, um Oberstb1esien seinen in der Vofsabstimmung klar zum Ausdruck gekommenen Wünschen znr Geltung zu verlassen. "Stegerwald schloß: „Trotz der burfien Wolken, die bas Leben sedes Einrelnen von zms imb des gesamten Volkes ve b isiern, wird der preußische StagtSrat, davon bin ich über» nennt, mit festem Glauben an die Zukunft unseres Trolles in vollem Bewußtsein seiner Berar'.twort- lichkeit an seine verfassungsmäßige Aufgabe Herangehen uich sein volles Teil dazu beitragen, unseren Kindern unb Enkeln ein alücklicheres Vaterland zu übergeben, als wir Lebenden es besitzen."
• |V|4|.VHV. IVIVLUU JVUP |Vl VIC
Frage, und der Oberste Rat habe sehr daran getan, die Reparationskom- >Mission über diesen Punkt in völliger Unabhängigkeit beraten zu lassen. Die kompetentesten Journalisten, vor allem Herr Fromageot, hätten bemerkt, daß das ins Auge gefaßte Arrangement keineswegs gegen den Vertrag von Versailles verstoße. Worin bestehe nun das Arrangement? In einer Kombination feststehender Jahreszahlungen von zwei Milliarden Goldmart mit abänderungsfähigen Annuitäten? Bestehe es in einer 20prozenttgen Abgabe vom deutschen Export? Eine mobile Annuität würde also gestatten, die Zahlungen Deutschlands mit seinen augenblickliche Hilfsquellen ins rechte Verhältnis zu bringen. Das sei gerade der Zweck des Artikels 234 gewesen. Der einzige Unterschied, der zwischen den beiden Systemen bestehe, sei der, daß nach dem Wortlaut des Vertrages von Versailles die Zahlungen Deutschlands von dem guten Willen der Re- parationskvmmission abhingen, während der jetzige Modus diese Zahlungen automatisch varriiere. Man erfährt daraus, warum die Reparationskommission sich etwas bedenklicher gezeigt habe über diesen Paragraphen als der Oberste Rat. Das System, das Deutschland vorgeschlagen werde, sei ebenso annehmbar als das des Friedensvertrages. Kein prinzipieller Grund scheine sich seiner Annahme eutgegenrustellen. — Der Berichterstatter neimt übrigens diese Frage eine Frage von untergeordneter Bedeutung, die in keiner Weise die allgemeinen Entschlüsse ändern könne, die in den letzten Tagen getroffen worben seien. Das habe Briand wiederholt erklärt. Wenn Deutschland, dem die Bedingungen der Alliierten zur rechten Zeit mitgeteilt würden, diese nicht annehme, dann werde das Ruhrgebiet am 15. Mai besetzt werden.
er hätte davon 450 Mk. Einkommensteuer zu zahlen, wovon 120 Mk. (ein Betrag, der an bie Stelle des früheren Existenzminimums tritt) abzusetzen find, so datz der tatsächliche Steuerbetrag 330 Mk. beträgt. In diesem volle werden vom Stenerfiskus 170 Mk. zu- /JJSSSS!1' weil die volle Kapitalertragssteuer (500 Mk.- angerechnet wird.
auf legelmäßige Zahlungen rechnen t5m- ' nH-dr bi eie 4 P AuS diesem Grunde habe der Oberste Rat d c.-'n " He n/ nicht nur eine Kontrolle der deutschen Sth’iib * V " geschaffen, sondern auch ein für alle Male Mack io b - s c die Zahlungsbedingungen auf 37 Jahre acJftcucr' die dies,, Jtaffdt. Damit ba5 gan^c System von drei! 360 Mk. belauft.
Resteinkommen 12 600 Ml..
oon 1260 Mk. Einkommensteuer won geben ab für t>-€ beiben Ebo w°ie Heiden Kinder je IfO
Resteinkommen 7200 Mk., er hätte davon 720 Mk. Einkommensteuer zu zahlen, von der 240 Mk. (2X120 Mk.) abzu- vtzen smd, so daß die Steuerpslicht 480 Mk. beträgt. In diesem Falle werden nur 70 Pro- zent von der Kapitalertragssteuer augerech- net, das sind 560 Mk. Es sind demnach 80 Mk vorn Steuerfiskus zurückzuerstatten.
Rentner mit Frau und zwei Kindern, die kem eigenes Einkommen haben: Ä.-nttndEintommm 14 000 Mk
1 100 9RL
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 7. Mai 1921.
Vom Fundbureau dcr Polizei.
Sn der zweiten Aprilhälfte wurden laut einer polizeilichen Bekanntmachung in Gießen folgend. Gegenstände gefunden: 1 Paar Tfomendanü- fchube, 1 Frühstückstäschchen, 1 Metermaß, ein Rechen, 1 Lederhandschuh, 2 Broschen, 1 Korh deckcheto, 1 Anhängsel, 1 WackStuchtasche, 1 Damen- harchtasche, 1 Kettchen, 1 Maschinenteil, 1 Brief»
mit FnbaU^, 3 Trag gurte unb 1 Handbeutel
As verloren wurden folgence GegenftLide angemeldet: 1 schnarre Bri>eftasd)e mit Mllftär- txöieren, 1 silbernes ^UkbaiOon, 1 braune Leder brieftasche mit 280 Mk. Inhalt. 1 SkunkSpelz, eine Brieftaf(he mit 300 Mk. ^nha.t und ein Trauring
Während der letzten Spielzeit wurden i m Stad11 Heater gefunden: 12 Taschentücher, 2 Operngläser, 2 Gehäuse, 3 Ofolbtaühen, 2 Zwicker, 2 ZwickersutteraU.-, 1 Brille, 5 Paar Handschuhe, 10 einzelne Handschuhe, 2 Pelzman- schelten, 1 Gamasche, 3 Photographie-Kassetten, 1 schvarzes Svitzentuch, 1 Krcmenfchoner, zwei Schleier, 2 Scbergürtet 2 Pelzschwänze, 1 Zigarettenspitze, 4 Broschm, 2 Kettenarmbänder, enu- Rockniürel, 2 Hornpfeüe, 1 Kamm, 3 Spazier stocke unb 1 Spitzenkragen.
Wettervoraussage fürSonntag:
Vorerst noch heiter, zunehmende Bewölkung, später leichte Niederschläge, warm, südliche bis südwestliche Winde.
Das Hoch liegt heute mit seinem Kern Iber Ungarn. Aus der Vorderseite der vor den »ritischen Inseln liegenden Depression bringen Übliche Winde weitere Erwärmung. Durch )as Auftreten westlicher Winde ist mit dem Beginn von Niederschlägen zu rechnen.
** Reichswohnungsfürsorge für Beamte. Zur Behebung der dringendsten Wohnungsnot der Beamten, Offiziere und verheirateten Unteroffiziere und Mannschaften wird beabsichtigt, beim Reichsarbeitsministerium einen Fonds zu schassen, aus dem Siedlungs unternehmen und gemeinnützige Bauvererne Zuschüsse zur Herstellung von Wohnungen für Beamte usw. erhalten. Auch die Reichsschatzverwaltung will einen Fonds bilden, aus dem entbehrliche Reichsaebäude Au solchen Wohnungen umgebaut unb unter umständen auch Neubauten erstellt werden können. Auf die Bitte des Reichswehrministers sind die Landesfinanzämter angewiesen worden, sämtliche entbehrlichen Militärgebäude zu diesem Zweck zur Verfügung zu stellen. Sie sind ferner ersucht worden, Vorschläge für den Einbau von Wohnungen mit Kostenüberschlag schirellstens vorzulegen, soweit diese Gebäude nicht für Diensttwecke verwendet werden müssen. Lluch Gebäude der übrigen Reichsressorts sollen für denselben Zweck nutzbar gemacht werden.
** Eine heimatkundliche Studienfahrt deutscher Lehrer und Lehrerinnen dura» Hessen wird im Einvernehmen mit dem LandeSbildungsmnt vorn 24. bis 30. Juli veranstaltet. Tie Leitung hat Pwf. Dr. Küster in Gießen. Tiefe Veransmltung soll den Teilnehmern. besonders lolc^n aus bem Niebcrdeut- schm Flachlande, eine wissenschaftlich begründete Anschauung des Hi'ifcfcn Landes- und Volks- turns vermitteln. Es finden Vorträge unb Vorführungen statt über Landes- und Volkskunde, Natur- und Kunstgeschiclite, Besuch des Oberhess. Museums und der prähistociscknn Sammlung. Auch Ausflüge sind in Ausftcht genommen, so ziun Rö- mischm Limes, zum Gleiberg, nach Schiffenberg, Wetzlar, Alsfeld. Auch Tarmstadt unb Main; soll besucht wnden. llcberaff wirb eine gediegene Führung durch die SehenSwürdigkeiLen geboten werden.
** 2n der Warenausgabetabelle des LebeiisnrittüamteS für die nächste Woche, bic im heutigen Anzeigenteil veröffentlicht ist, wird neben dm übfimen Waren auch eine Ausgabe ameriTaniicbcn Weizenmehl S an gekündigt. Auf tic LebenSnrittelm-arl'e 21 entfallen 800 Gramm, daS Pfund löstet 3,^0 Mark. — Brennholz wird in beliebigen Mengen, von V» Zentner an, vom Lager an den Babnltffen täglich von 8—11 Uhr norm, und 1—4 Uhr narfjm abgegeben. Bcjug- dx'ine werden von 71/»—12 Uhr norm unb 7.3 biS 5'/, Uhr nacknn im Bremißoffamt. Stadtt)ous, Gartenstraße 2, Nebengebäude (früheres OrtSge- ridyt) auSgcgeben.
” Neues Bankgeschäft. Die Firma Rosenthal, MarcuS & Co. zeim im Anzeigenteil ter heutigen Nummer die Eröffnung rhreS Bank- geschästes an. Inhaber sind die Herren Max 9tof<n- thal unb Louis MarcuS.
*• Ein Tegernseer Bauerntheater gibt seit einigen Tagen im großen Ein Horn-Saale täglich Gastspiele. „In der Sommersrisch'n" nennt sich der Bieratrer, der gestern abend gegeben nmrbe; et ist von L. Rauchen egg er uitf» Konrad Treher in Hans Sa'scher Derbbeit sezimmett. Eine Sradtfamilie schreit m ein 06er- »averisches Okbrrgöneft um in her „ländlichen Kultur" auftu^eben, woraus sich natürlich die tollsten Verwicklungen ergeben. Reichlich drei Stunden dauerte es, biß das anspruchslose, aber wegen ferner sprudelnden Urwücht'igkeit febr an- prechmde Stück herumergespielt mar, und doch ward sich wohl kaum ehttr der leider wenig zahlreichen Zuschauer dieser Zeit bewußt, was wohl am besten für die Trefflichkeit der Tarstellung pricht. Ganz prächtig war Georg Späth, der "vübrer der etwa uv anzig köpfiaen Truppe, ein einer Humorist in Dort und Geste. Grotesk war Ludwig Siv?Z als storchbeürig-r HMislehrer, brr durch sein bloßeS Tabeisem bv e-.nfachstrn Szenen würzte unb die Lachmuskeln reizte, vor allem in dem Kampf seiner nackten Beine mit den Stech müden.^ Nicht so leicht versessen wird man baß „Tagr", wobei eine emanjunerte Rentnersgattnr
Dauernwechern ihre Idem vom Rechte der >xrqu Mtrat. Ein bayerisches Schützen- 'ttt nab erwünschte Gelegenheit zur Einlage einiger sckr:hvla::l»r Georg Buchner smel« in oct .^ivuchenoüen ZitherfoliS mit enter
^KD™J^ut|XT^rT^^1 und wußte bem tVten«'^RTUn^CTt '"»qrabiue Dirkungen zu ent- • u und fohr sein war auch die so
el^ne L'eOdegle'tima durch die Zither. — Der ernen noeno ort wirklich gediegener und ovlLtüm-
licher, bei derb-humorvoller, aber niemals anstößiger Unterhaltung Der bringen will, dem fä mit gutem Gennssen ein Besuch des Tegernsee« Bauern-Tlieaters empfohlen.
** Uebcr bie Musiktätigkeit der ^.l.i i ? r k a pe I len ha' en baß Rei I S minifierhim und der Teulsck» Mnft"e7verba b gemeinsame Sitbtlimen ausgestellt. Ta5 A lommen bestimmt in der Haupt,datz'di- -ewerbl-che außnbenst.'iä.e Mu itätg'-.v de Mi '.äimuftker grundsätzlich erst in Frage komme., darf, wen« Bmif4nnifi?cr nicht zur Verfüg-ma ü?hen ui:b datz das gewerbliche Kleiiispiel der Mili d-muü:er nur über ben für ben Ort zustärd'.aen ibtifde.-t can» tätiftl-CT bzw. gemrftrnütztge, Ärheus ad) t des Teittsd?en Musiker-Verbandes zu erfolse., bar
** Das L u st b a r tei t s v c /b 0 t für ben Pfingstsamstafl und ersten Piinastfeier- tag, über das nnr gestern berichteten, ist vom hessischen Gesamtministerium für diese beiden Tage in diesem Jahre aufgehoben morden.
Bornotizen.
— TageSkalender für Samstag:' Xxotel Einhorn, 8 Uhr, Tegenr'ecr Bauerntheater. — Cafe Leib, 8 Uhr, ffionyrt einer Kölner Truppe. — Lichtspieltheater, wie gestern.
— Tageskalender für Sonntag: Wie SamSlag.
— MitteilungauSdemStabtthea-' terbu reatt Alle Freunde Hornebmer Tanzkunst nx-rben es aufrichtig begrüßen, daß es der iTcrcfhxm gc(u :gen ift Hannelore Ziegler nat langer Pause wieder zu einem einmaligen Gastspi I zu verpflickitm. Tie-'es Gastspiel findet mit größtenteils neuem Programm am Donnerstag den 12. Mai statt. Vorbestellungen topfte man int Briefkasten des StabttbeaterS irttynl gm.
— Ter Mildfhäubler-Verein lädt in einer An-eige alte früheren und jetzigen Dbilch-> Händler zu einer AuSipradie über die freie Milch- wirtschaft am Montag mittag in das GasthauS „Teutscher £of", Neue itoeq, ein.
— Fraulein Therese Kübel veranstattet am Sonntag ben 22. Mai in der Neuen 9fula einet Liebera bend und wird Lieder von Bethcocn, Schubert, Brahms unb Reger finaen. Fräulein Kübel bittet uns. aus einer Be'prechung eines Lieberabends in einer Nachb'rrslabt. folgende Sätze mi^itcilei: „Eine ausgezeichnete Schulung, eine voi-züglichc Aussprache . verbinden sich mit einer Stimme von namentlich in der Höhe, zwar nicht altMgvoßcnr Umfange, aber von seltener Reinheit unb, auch in ben Klopftönen, warmer klanglicher Tönung. Eine außerordentliche AuS» druckssähigkeit in Dortrag. Charakter imb Minenspiel wurden, ohne getfünfbett zu sein, all den Der» fdÜcbenaTttgen Stimmungen gerecht . .
— Die Ortsgruppe der De u tf eben BoP*» Partei veranstaltet am Montag alend tm „Hin^ benburg" eine Mitgliederversammlung, um Uc do» litisck-e Lage und int Zusammmhang bontit hie LandeSauS Äußsitz'mg in Dirm'a t v1 beforc.-1 en.
— Tas 2. Bol kSkonzert der GußaD- Bock--Mu'ik'Stiftung findet an nächsten M rtirvch im Stadttheater statt. Tas Darmstädter Streich- Quartett <Fritz MehmeO wirb Werke von Haydn, Mozart unb Beethoven dabei Dortragen.
— Kriegerverein. Am "ächsten Dienstag halt der Kriegervevein im Pvstleller eine Mv- uatsversammlirrg ab. in her u. a die Erhöhung dcS DerbantSb.iträges und daS DerrinS-Svmmer- piogramm wx Beratung stehen.
— Oberhessifcher Kun stverein. Morgen, am letzten Sonntaa der Aus^llnng der Fvankfiirter KÜTisVerge'ellschast. sinket ei Volks- tag statt, der Eintritt beträgt nur 20 Pfennig. Am Montag imb Mittwoch ist diese AuSßellung roch von 11—1 Uhr und am Mittwoch cn«h nachmittag- von 3—5 Uhr geöffnet. T e Gießener Kunstsammlung m neuen Schloß ist von 11—1 Uhr unentgeltlich geöffnet.
— TaS Schau turnen oeß Mätmcrturn» Vereins sinoet morgen 'Sonntag) nachmittags 2V» Uhr, auf bem Spielplatz des M. T. V am Sch.fsenberger Weg statt. Ter Abmarsch dahin erfolgt um IV3 Uhr Dom OSwaldSgarten auß.
Landkreis Gießen.
x D i e seck. 6. Mai. Nach alter Sitte zogen am Nachmittaa beS Hirnmclfchrtöt«ges der Turnverein, unb bie Ge'angverein? Eintracht und Ingendgrunb mit Musik in den Wald unb ün> büödjten dort unter G singsvotträ^eu einig-- 5hm* ben. Ttc kirchliche dreier am Vormittag nxir Drt- diönt durch zwei Sologesänge lur Orgel. Ein langer <.hwll»ge Fritz dreier (Bariton) fang ein ein Arwso aus Mendelssohns „Elias" und da- „Friede sei mit euch" ton Franz Schubert-
. „ Kreis Lauterbach.
* Walle nrod, 6. Mai Für den Glock en» font>S ianbie ein gehöre:er Wallenröder Herr Törtng in Motin hinterifa), durch Vermittlung teuter Schweser. her Fvau des KirckA:nvorsteh<rS Becker, 310 Mk. — Die ntne Glocke, die wir brauchen, bostet 30 000 Mk., 2300 Mf. erbiKhm wir bei dec Ablieferung. Deshalb foll ge,ommelt werden, um eine alte Glocke zu laufen.
Kreis Schotten.
O) Ruppertsburg b. Laubach, 5.Mat. Tfuj b?r nahegelegenen Friedrichshütte hat Fabrikdirettor Dr. Herrle ArbeiterwohnungeTr auf der rechten Sette der Horloff, gegenüber >er chemischen Fabrik) erbaut. Hierdurch ist nun ein ZngangSsvcg zum städtischen „Eich- >erg" nach der Ruppertsburg—Gonter-krrcher KreiSsttaße versperrt lvordon. Daher muß von bdr Fabrikverwaltung ein neuer Zugangsweg vom Eichberg nach der KrciSstraße angelegt werden, wodurch daun da- Wegenetz wesentlich verbessert wird.
Kreis Friedberg.
4 Bad-Nauheim, 6. Mai. Die letzte V e r st e i g e r u n g des in den staLklichen Wal- rungen am W i n r e r st e i n zugeteilteu Rei- ^6 h 0 lz e s brachte einen geringen Rückgang »er Preise. 100 Eichemvellen kamen durch- 'chnittlich auf 160—200 M k. zu stehen. Da- <|U kommt für die meisten Stciaerer noch ein !>eträchtlicher Fuhrlohn, der bei der weiten Entfernung des Waldgebietes 100 Mk. für eine Fuhre beträgt. — Der Himmel fahrt- taa brachte unserem Bade nicht den von früher her gewohnten Besuch von AusftÜg- tern. An Ostern ist der Fremdendurchganys- verkebr größer gewesen als gestern. — Eine Kaiserin - Gedächtnisfeier veranstaltet am Sonntag die Deutsch-nationale Volkspartei. Die Rede wird Pfarrer AusfeÜ» (Gießen) galten.


