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Landwirtschaft.

Saturn:

125,35

125,65

397,60 398,40

113H,85 1141,16 1178,801181,20

Börsenkurse.

Berlin

Kurs Kurs

765,

412,

349,

400,

373,

68.

5.25

6,25

6,

14,25

Züricher Devisenmarkt.

3.9.

Schweizer Franken

100 FI.

= 186.

Die Lossage Persien- vom englischen Einfluß.

100 Mk. =

der der

480, 409, 809, 580, 600.

550,

360,

der die

326,85

87,28

2. 9.

77,50

327,36

87,46

396,40

338,60

91,10

698,20

100 100

100

1

100

100

100

100

100

5.9.

77,50

10,18

109,85

22,32

789, 478, 395, 803, 560, 460,

610,

6.9.

6,45

3,47

6,50

548,- 656,- 749,50 470,- 394,50 784,75 624,75 425, -

230, 620, 5 0, c55, 749, 472,

Brüssel-Antwerpen , Christian,« Kopenhagen Stockholm helsingfors Italien........

London NeuyorK Paris.........

Schweiz Spanien Wien (altes). . . , . Veutsch-Oeslerr. . . . Prag.........

Budapest Bulgarien ..... Konstantinopel. . .

415,- 650,- 350,25 719,50

127,35

395,60

337,90 90*90

696.80

10^22

110,15

1.7.11.

Fr. 125,4)

365,- 750,- 415,50

67,-

. 100 L.

Märkte.

10,28 10,32

104,45 10^,75

21,77 21,83

Kr. =» Kr. =

Fr. =

241

707;

630, 697.

Genf, 4. Sept. (WTD.) Für die morgent räge 11 Uhr vormittags beginnende zweite Völkerrtlichung bundsversammlung sind alle Vorbereiwnaedatz die getroffen. 47 Staaten sind angemeldet. 2Iud^c die Staaten, die um Aufnahme in den DdlkeE^^* bund nachgesucht haben, sind durch 2Ifcorbnun-^n gen vertreten. Die erste Sitzung wird morgen, crTcid) vom Präsidenten des Völkerbundrates, Wel- c^hlna' lington Koo, eröffnet. mem

---- 'le

Frankfurt a TL, 6 September.

Berliner Devisenmarkt.

Geld Dries Geld Bries

Kurs

2.9.

77,50 78,13

76,-

68.-

196,- 342,-

275,50 224,-

208,- 187,-

249,75

3.9.

6,77

3,57

6.60

Marknotierungen.

Für 100 deutsche Mark wurden gezahlt:

Wandern und Reisen, Bäder.

e. Gedern, 5. Sept. Der mit einem grünen Strich bezeichnete Weg von Ulrichstein nach Schotten ist jetzt von dort weiter mar­kiert worden bis hierher nach Gedern. Dadurch wird ein schöner Pfad, der bis jetzt nur Sin-

Kurs

5. 9. 77,50 77 60 75,60 67 25

196,50 347,50 280,- 226,- 210,50

189,50 252,- 239,84 690,-

Hunde. Gefunden, verloren.

Kunst und Wissenschaft.

Opernsänger Josef Mann j.

Berlin, 5. Sept. (Wolfs.) Wahrend

Wechsel auf Holland

Deutschland Wien........

Prag........

Paris........

London

Italien

Brüssel.......

Budapest .....

NeuyorK......

Agram..... . .

Bukarest......

Saturn:

Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag.... Stockholm. Wien.... London . . Paris . . . Neunork .

186.

6.70 0.676

7.05 4550 21.80 26.- 44.30

1.46 588.

3.20

6.75

£ L. Fr- Kr $ Kr.

Ar. 127 vom 5. September enthält: Durchführung der Bestimmungen des Artikels 260 des Friedens­vertrages. Crwerbslosensürsorge für Krieger- witwen. Einmalige Beihilfe für langfristige Er­werbslose. Ausführung der Landes-Feuerlösch­ordnung. Fortbildungsschule. Erhebung vor­läufiger Grund- und Gewerbesteuer. Kinder­arbeit in den gewerblichen Betrieben. Abwehr Maul- und Klauenseuche. Aufsicht über

6.60

0.675

7.-

46.40

21.80

25.95

44.30

1.45

Fl- Mr. str. Kr. Ar Sh. Fr

I

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurts. M-, 5. Sept. Amtlicher Be­richt. Bei geringerem Auftrieb zogen die Preise durchweg entsprechend an. Bei Bindern und Käl­bern wurden teilweise ausgesucht gute Quali­täten angeboten und begehrt. Fettschweine waren sehr gesucht. Der Rinder- und Kleindiehmarkt wurde bei lebhaftem Handel geräumt, während auf dem Schweinemarkt bei langsamem Handel Heber- stand verblieb. 3m einzelnen Ist zu bemerken' Aufgetrieben waren 1649 Stink Grotzvieh, davon 256 Ochsen, 112 Dullen, 1281 Färsen und Kühe: ferner 251 Kälber, 107 Hammel und 1153 Schweine. An Preisen wurden angelegt per Zentner Lebend­gewicht: für Ochsen 500850 Mk für Bullen 500- 725 Ml., für Färsen und Kühe 300800 Mart, für beste Kühe bis 523 Ml; ferner für Kälber 600900 Mk., für Hammel, 300500 Mk, für Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht 1100-1400 Mk., 80 bis 100 Kilogramm 1500-1550 Mart, 100 bis 120 Kilogramm 15001600 Mt., alle schwereren Sorten über 120 Kilogramm

2. SepL 5. Sept

MmVerbam- lottert. 2782,202787,802872,10 2877,90 671,30 672,70 682,30 683,70 1181,301183,701196,30 1198,70 1544,45 1547,55 1580,90 1584,10 1898,10 1901,90 1960,30 1964,56 ' 127,65

geweihten bekannt gewesen ist, allen Wanderern zugänglich, die jetzt den Weg von Schotten nach Gedern nicht mehr auf der vielgekrümmten Land- strahe zurüdlegen müssen.

London, 5. Sept. (WTB.) Aach einer Melduna desDaily Telegraph- aus Allaha­bad meldet man aus Teheran, daß die per­sische Regierung den mit der britischen Fi* nanzkornrnission abgeschlossenen Vertrag für nichtig erklärt. Damit verschwindetdaS letzte Liebereinkommen zwischen PersienundEngland.

Abessinische Banden in Dritisch-Ostafrika etngedrungen.

PariS, 4. Sept. Havas meldet aus Aal« bobi: Abessinische Banden sind nach Lleberschreitung der Grenze in das Keniagebtek in Britlsch-Ostafrlka eingedrun­gen. Die Engländer muhten Gaddaduana und Sulemiddo räumen. Aach den letzten Nachrich­ten ist die Gegend ruhig. Der Feind setzte seinen Dormarsch nach dem Innern fort. Wei­tere Einzelheiten fehlen noch.

Ein Streik im Eaargebiet.

Saarbrücken, 4. Sept. (WTD.) Die Arbeiter derRöchllngschenEilen-und Stahlwerke in Dölklingen sind gestern in den Ausstand getreten. Am 13. August hatte die Firma einen Abbau der Löhne an­gekündigt, gegen den die Arbeiterschaft sofort energisch protestierte. Ebenso lehnte sie den Schiedsspruch des Schlichtungsausschusses ab. Die Direktion ist daraufhin am Samstag zur Schließung des ganzen Werkes geschritten.

Lilien

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690,30 691,70

1503,4-5 1506^5 1448,45 1551,55

nach den Errechnungen des Reiches abliefcrn sollte, hat darin feinen Grund, datz nach den Des! immungen des Reichsgesehes der Bedarf der Selbstversorger bei der älmlagefestfehung zu be­rücksichtigen ist, und datz die beiden Staaten wah­rend der Zeit der Getreidebewirlfchaflung unter lichteren Voraussetzungen Getrcldeandnu.rn das Recht der Selbstversorgung mit Getreide zuerkann- ten, als dieses im Interesse der Einsparung von Getreide in Hessen zugestanden war

3m Hinblick auf diese Verhältnisse hat der hesfifche Landtag am 15. Juli eine Ent- Wiehung gefasst, wonach die hessische Regierung bei den Berliner zuständigen Stellen dahin vor­stellig werden sollte, datz eine entsprechende Er- mätzignng unserer CanMauflagc bewilligt wird. Es erfolgten auch daraufhin persönliche Darstel­lungen m Berlin, die aber mit Rücksicht auf bie Konsequenzen für daS ganze Reich nicht den ge­wünschten Ei folg hatten.

Da aber uns nach und nach von allen Kommunalverbänden der schlüssige 2 achweis erbracht wurde, datz die Erfül­lung der aufgegebenen Umlage eine Unmöglichkeit bedeutet, haben wir alle diese Dorstellungen tn Berlin vorgelegt, um banutun, dah in Hessen auf die gewünschte Ablieferung licht gerechnet werden könnte. Es wird auch von der Regierung alleS geschehen, um den berech- igien Wünsche^ der hessischen Landwirtschaft zu | entsprechen, es muh nur die dringende Mah­lung andie Landwirtschaft ergehen, durch die Aufnahme der Ablieferungen darzutun, bah <J dem hessischen Landwirt mit seiner Ablieferung rrnst ist und daß er sich nicht aus grundlosen Er­wägungen heraus gegen die Umlage sträubt. Da daS Lieferfoll in drei Terminen zu liefern ist, 'vllen die Landwirte alsbald dle erste, und wenn möglich, auch die zweite Rate dem Kommunal- nerbanb zur Verfügung stellen: erst bei ber Be­messung her letzten Rate, bie nach bem Reichs- Gesetz erst bis zum 28. Februar 1922 abgeliesert sein mutz, wirb sich bie endgültige Beantwortung bei- Frage ergeben, welche Pflichtmenge nach Alatzgabe ber tatsächlichen Verhältnisse von dem hessischen Landwirt verlangt werden kann.

Aufführung der Derdischen OperAid a" in Staatsoper brach plötzlich gegen 9 Uhr abends der Opernsänger Joseph Mann tot zusammen. Als Todesursache wurde ein Herz­schlag konstatiert. Die Vorstellung wurde sofort abgebrochen. ---

Frankfurt

1-Uhr° 1-Uhr-Schluh- Schlub-

686*50

= 3.20

= 6.70

Vermißtes.

fpd. Würzburg, 5. Sept. Eine für den Ort Wiesenbronn fast katastrophale Wirkung hatte am Samstagabend ein Dlihschlag Ein Strahl traf wahrscheinlich die Hochspannungsleitung, wodurch alle elektrischen Sicherungen der OrtSleitung durch- brannten unb überall Kurzschlub herbei- geführt würbe. 3n wenigen Sekunden züngelten auS ben Leitungen Flaminen empor. Währenb es in ben meisten Fällen beherzten Leuten gelang, bie Sicherungen Herauszureitzen unb die Drände zu löschen, brannten dach an vier verschiedenen Stellen des Ortes Gehöfte auf diese Weise nieder.

Handel.

Berlin, 5. Sept. Börsen stimm ungs- b 11 b. 3nfolge der anhaltenden und sich ständig verstärkenden Kauflust des Publikums macht die Umtoertung bzw. Katastrophen-Hausse an ber Börse immer weitere Fortschritte, wobei mit der Zahl ber Käufer sich auch Der Kreis ber in bie Aufwärtsbewegung der Kurse einbezogenen Pa­piere von Tag zu Tag erweitert. Aach den Ver­sicherungen der Großbanken übertraf der Order­eingang bei ihnen heute alles bisher dagewesene. Die Kursfeststellung ber zu Einheitskursen gehan- belten Inbustriepapiere zog sich baher bis weit über 3 Uhr hinaus, wobei bie Mehrzahl der Pa­piere abermals ganz beträchtliche Kurssteiaerun- gen erfuhren. Bei den zu fortlaufenden Kursen notierten Papieren verzögerte sich infolge des enormen Kaufandranges bie Feststellung ber Er­öffnungsnotizen ganz erheblich. Die Kurssteige­rungen erstreckten sich auf alle Werte, betrugen im Durchschnitt 15 bis 40 Proz., für einige bevor­zugte Papiere 50 bis 70 Proz., unb für Anglo Guano, A. E. G unb Farbstoffe 90 Proz., Bu- berus 106 Droz., Dynamit Aobel 150 Proz. Matzgebenb für bie anhaltenbe Aufwärtsbewe­gung plieben auch heute ber fortgesetzte Rück­gang ber Mark tn Aeuyork, die neuen Rekord- zlfsern bes Aotenumlauss ber ReicbSbank unb die über den Geschäftsgang in fast allen Industrie- zweigen einlaufenden günstigen Berichte. Valuta- und Petrvleumaktien schlossen sich mit starken Kurssteigerungen der allgemeinen Hausse an. Un­berührt blieb von dieser nur der Aentenmarkt Autzervrdentlich stark bei sprunghaft steigenden Kursen waren auch die Umsätze am Martte der unnotierten Werte, wo neben den alten Papieren fast täglich neue Werte bei teilweise enormen Steigerungen gehandelt werden. Devisen waren bei stillem Geschäft sehr sest.

Kirche und Schule.

Der Kreislehrerverein des KrelfeS G letzen hielt gestern im Katholischen Dereinshaus eine Hauptversammlung ab, die sehr stark besucht war. Der Vorsitzende. Lehrer W c st- phal (Wieseck) machte erst verschiedene Mittei­lungen über Beamtenbunb unb Beamtenkartell, Ort»- unb Kreiskartell. Dr Glab (Darmstabt j hielt bann einen Vortrag über Deamtenrecht, De- solbungSrecht unb Organisationsrecht. Er schilderte besonbers bic Verhandlungen bes Deutschen De- amtenbunbes in Berlin, sein Eintreten für Be­seitigung bes Ortstlassensystems unb Beibehaltung ber Kinberzulage Die Beamtenorganisation müsse parteipolitisch unb religiös neutral sein, bie Be­amtenschaft müsse ein fester Bunb bleiben unb im beutschen Volle, baS burch seine idealistische An­lage leicht zu Trennung und Zersplitterung neige, versöhnend und einigend wirken. 3n bet Aus­sprache würbe vorn Redner noch bezüglich des Bc- soldungswesens ber Beamten festgestellt, batz die Teuerung auf das 17fache, die Besoldung aber nur um das Vier-,Fünf- bis Sechsfache gestiegen sei. Es wurde einstimmig eine Entschlietzung angenommen, die sich entschieden gegen die Erhöhung der Teue­rungszuschläge und Kinderzulagen nach den Orts­klassen richtet und die sofortige Beseitigung ber Ortsklaffeneinteilung forbert.

Aus Dem Amlsverkündigungsblatt.

Das Amtsverkünbigungsblatt

Wfenen Ava. ^knfluetourf Q *en Naaa rbatb einer ßtuiS 'en,fi?er ^asni der )n 80,unb in einer worden.

Sept. Durch einen ° brüte eine 2e. Pllichtfeuev. sziDoOner vvm & reten.

erg.

Sien Rääer.

W Der Zpelg. erbanfiei Deutscher ieU geslern im le. eigen Obermeister. Vertretern aui dem r- Den Geschäft-. u r e r (Damslabt) illete Wljermister Verhandlung ftan« nisSlebcnS, die alle m Gefolge hallen, ermeifler Loeber, er TDIffiitfl wie- einmütig zu dm UM bei Zentral.

Qweueninn bei i, wenn brMiL v'Mche Merung der Gedanke einer ervirklich! werden Leg der Selbsthilfe mg von Genossen- lich der durch die Nachtarbeit ist »mg der Ansicht, b dem Gesetze, wo- m 6 116r morgen- n feslgetzallen und surren,', die die lmgehcn sucht, mit m iofi.

Aach nahezu D. Scharmann Island getreten. <6 unserem Orte ge- msionierung wurde EN Gemeinde ein l^gemeisterMar. rten und mit den st einen Mefe fcI )ie Gesangvereine ton Liedorvnrttüge. lchr benn 10 inet$di 25 Terei« den er vorüber- Wete Aus diesem ngersahrt aller >sangvereine hierher

59,2)

88,8)

117,43 -

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3 Sept.

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Die Getreideumlaqe hi Hesseu

Die amtliche n®armftäbter Zeltuny" schreibt: Aach bem Reichsgesey vom 21. Ium 1921 über I die OUgcLung bes Derkeh':S mit Betreibe flnb von Iber deutschen Lanbwirtschaft für ben Bebarf Der I versorgungsderechligren Bevölkerung im kommen- | den Wir'schaflsiahr 2* . Millionen Tonnen Ge- I treibe im Wege ber Umlage auf zubringen. Bei Der * Cßerteilung dieser Umlage auf bie deutschen Lunde< 8 tmirbe Hessen eine Umlage von 50217 Sonnen I aufaeneben. die von ber üanbeeregierung auf bie einzelnen Kornrnunalverbänbe zur ^llErvertei- luna auf bie Gemeinben unb lcmbwirlfchafllichen Einzelbetriebe unterzuverteilen waren. Das Reichsgesey enthält bie binbenbe VeÜinunung. datz Getreibeanvauflächen unter 1 Hektar (4 Morgen) »n ber Umlage freizu lassen find, was für un­sere hessischen Verhältnisse von besonberer Vedeu- rung war. Da wir In Hessen vornehmlich lanbtotrt- schaftlichen Kleinbefil) b^ben so muhten bei ^er Verteilung ber Umlage burch ben Wegfall Dieter tlvineren Gekreibeanbauer etwa 67 Prozent "amtlicher lanbwirtschafllicher Betriebe unberud- idbllgt bleiben, nach bei angebauten ©etteibe- Iäd>e sind durch diese Bestimmung etwa 35 Pro- vnt in Wegfall gekommen Die durch diese lanb- pirtschafllichen Verhältnifse unseres Lande- ver­ursachten Schwierigkeiten für die Durchfuhruna der Getreibeumlage haben sich aber noch baburch er- tzebllch vermehrt, bah burch bie anhaltenbe Dürre in den Wochen, in denen das Getreide ,ir Ausreifung gelangte, die Körner burch bie mangelnbe Feuchtigkeit nicht bie erwünschte Ent- Tidelunfl erhalten konnten, so bah wir inHessen eme unzureichenbe, in einzelnen Landes teilen »ogar eine schlechte Getreideernte hatten. Die Durchführung ber bem Lanbe aufaege- beneu Umlage rief aber bei ber landwirtschaft­lichen Bevölkerung auch deshalb Verstim­mung hervor, weil die beiden süddeutschen Staaten, Württemberg und Baden, mit dnet weil geringeren Umlage seitens beS Reiches bedacht wurden als Hessen und weit auch Bayern im Verhältnis des vorjährigen Grnteertragö eine geringere AblieserungSauflage erhalten hat tote Hessen. Dah Württemberg nur 16 000 Tonnen und Baden nur 12 000 Tonnen

Lebendgewicht 14001550 Mk^ Cantn unb Sdeß 11001350 Mk Die Marktpreise liegen um so­viel über ben StalIpreisen, als sie bie nicht un­erheblichen Gewichtsverluste, Spesen unb Händler» gewinn in fkh schliehen.

Frankfurter Produktenmarkt.

Frankfurt. 5. Sept. (WTB.) Die Stimmung am Getreidemarkt hat sich gegen die Vorwoche wenig verändert. Etwas fester lagen Futtermittel. Besonders waren Bier­treber gefragt. Hülsenfrüchte fest. Weizen unt/ Roggen ruhig: spätere Lieferungen anziehend. Gerste wenig beachtet, dagegen Hafer fest. Weizen- und Roggenmehl haben nur kleine Umsätze zu verzeichnen. Das Geschäft hierfür bleibt weiter still. Mais vernachlässigt. Säme­reien geschäftslos. Reis unterlag kleineren Schwankungen.

Aichtamtlich liehen sich folgende Dotierungen fest stellen (alles in Mark pro 100 Älgr., wo nicht anderes vermerkt, frei Frankfurt): Weizen, frei Wühle. 420422 Mk.. Roggen 360362 Ml., Reis (Valenzia). glasiert, 860 870 Mk.. Reis ((Burma II) 735745 Mk.. Viktoria.Erbsen 650 bis 660 Mk.. 3nlangerb|en, grüne. 570580 1. Widen 360370 Mk., Rangs onbohnen 360365 Mart, Drasildohnen 295300 Mk., Linsen, neue, 1100 Mk., feinste Qualität 1250 Ml. verlangt, Mais (Mired) 300310 Mk., La Plata 300310 Marl, Hafer aus Vayem stark angeboten, 350 bis 355 Mk., Mehl (Spezialmarke), ab Mühle 690 Mk., per September 675 Mk., Weizenklete 255263 Mk.. Roggen, 70proz. Ausmahlung. 425 Mark, Heu ruhiger. 190-200 Mk.. Futterstroh 7880 Alk.. Streustroh 6870 All., MaiS-Gried entbittert. 500510 Mk.

y. Aidda. 5. Sept. Gestern und heute fand hier die Kirchweihe statt, mit der bie Abhaltung bes Herbst marktes verbunden Ist. Zum ersten Mal« seit Kriegsausbruch entwickelte sich am Sonntag auf dem Marilplahe, der Gäns- toetbe, wieber ein richtiges Volksfest. Auch der heute morgen abgehaltene Viehmarkt war stark besucht und mit Ferkeln sehr gut befahren. Bullen, Kühe und Kalbinnen waren mätzig an- getrieben. Aus dem Ziegenmarkt waren ca. 80 Tiere zum Verkauf gestellt Die Preise waren für Ferkel: 67 Wochen alt 70 Wk., 810 Wochen alte 100110 Mk., ältere Tiere 150 Mk. daS Stück. Springer wurden mit 500600 Mk. be­zahlt. Einlegeschweine kosteten 1000 Mk. Milch­kühe galten durchschnittlich 5000 Mk. Hohe Preise erzielten die Ziegenböcke, das Stück galt 500 bis 1000 Mk. Die schönsten angetriebenen Bullen Rinder unb Ziegenböcke wurden prämiiert.

(3n einem Teil ber Auflage wteberholt.) Die DölkerbundSversammlung in Genf.

Datum:

5 Disch firiegsant 4/, Disch. Reichsanl. 3e/ Disch. *Jieid)sanI.

4 8 0 Preuh Honfols Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . Disconto-Gefellschast Dresdner Bank. . . Nationalbank f. D. . Mitleid. Treditbank. H.-Amerik Pakets. . Norddeutscher Lloyd. Doch.Guhstahlwerk . V.-Luxemb. Bergw.. Belsenkirch, Dergw. . harpener Bergbau . Oberschles. Lisenb.-B. Oberjchles. Lisenind. . Phönix-Vergb -Akt.. Bad. Anilin- u. Soda höchster Farbwerk«. (Elehtr. l2L (E. (B Schuckert-Werke. . , Fellen-Guilleaume. . Daimler Bud.- Eisenw.» Akt, , Adlerwerke 4".ü tzess.Staatsanl. Llckrron Griesheim

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Aber von dieser Stunde an verlieh Ihn Dos

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»r i 1 nk8- ® von selten der Arpeiter." meinte schäft ab Ober meinen Sie, bies sei zu riskant?" Bilb nicht mehr. 3mmer stand sie vor ihm, immer

» e3>ie Sache mit Scheibingor hat viel .Olein 3ch dachte felbft schon daran und I dachte er nur an fle . . . selbst jetzt noch, wo er, tojes -öiut gemacht. Er sollte doch Die große Aew- wollte es Erlaucht Vorschlägen. Meiner Meinung I schon wühle, datz ihr Herz einem anderen acborte.1

dann, herabzugehen, oder wir schliehen zu De> ginn des Sommers eben mit einer anderen Gesell schafr

.Wag für Hinbernisse sollte es geben?" Sen Brörnel sah verlegen drein.

strahl als Feuersgefahr in Betracht. Da genügt also eine Versicherung etwa im Mai. Dabei hät­ten wir noch ben Vorteil, bann nur für ben wirklichen Bestand zahlen zu müssen, während jetzt, wo bic Zufuhr erst im Gang ist, bie Prämie aber für bas vollstänbige Lager berechnet wirb, toir eigentlich ein gut Teil umsonst zahlen."

Gut. Schliehen Sie also in diesem Sinne ab. Rübiger sah auf bie Llhr.Schon halb Elf! 3ch muh nun gehen. Adieu, lieber Brörnel.'

Er nickte bem Betriebsleiter, sowie einigen Herren, die in ber Aähe stanben, zu unb entfernte sich eilig. Rüdiger schlug ben 5ut)toeg längs bes Mühlbache- ein, ben er mit Hertha unb Magelone gegangen war, als sie Walbemar aufsuchten.

Dieser Weg führt parallel mit ber Fahr- strahc, aber von dieser durch Wiesen und Felder getrennt, vom rückwärtigen (Siafcnegger Parktor bis hinter ben Park von Wilhelminenruhe unb bann weiter in die Buchau.

Denselben Weg war er auch damals gegangen, als er Do mit ben Dorfkindem traf unb nachher jene erste Unterredung mit ihr hatte, die ihm ewig unvergeblich "bleiben würbe.

Mir schmerzlichen Gefühlen dachte et nun wieder daran, als er rasch aus schreitend bahinging.

Wie süh unb lieb war sie damals gewesen« Wie rasch hatte sie sich in sein Herz gestohlen, ohne bah er es merkte, unb obwohl er bamals noch mit ber Erinnerung an Magelone zu kämpfen gehabt.

Sie war schulb, dah er tn seinem Innern fortan mit der Welt zerfallen war, datz er schroff unb kalt würbe unb ihn nicht einmal bie Arbeit mehr freute. Sie Dv trug bie Schuld, bah er so unbarmherzig mit Schetbtnger Verfahren war, denn er war sich nun völlig bewuht, mit ungerechter Härte gehandelt zu haben, nur datz er dies um keinen Preis öffentlich eingeftanbep hätte.

Seine Aerven waren eben zermürbt von dem beständigen Kampf, den er mit sich selbst führte. Jede Kleinigkeit reizte ihn jetzt. Ein AichtS macht/ ihn aufbrausen . . .

Rüdigers Ziel war Waldemars Atelier. De, Gedanke an jenes Bill» ließ ihm keine Ruhe bei Tag unb Rächt.

Waldemar war nicht in seinem Atelier, al/ er hinkam. Der Diener teilte ihm mit, Frau Ruh- land sei tzleich nach dem Begräbnis schwer erkrankt und Herr Walbemar teilte sich mit einer Kranken- fchwester tn ihre Pflege.

Hat man denn Fräulein Edith nicht derstäw bigt? fragte Rübiger.

Olein. Die gnädige Frau wollte eS nicht. Da bas gnädige Fräulein in Kairo sei unb ohne­hin nicht rechtzeitig hätte zum Begräbnis ein» treffen können, sei beschlossen worben, bah sie borl bleibe unb bie gnäblge Frau zu ihr reise. Dieser Plan sei nun durch ihre Erkrankung aufgeschober worden."

Glauben Die, datz ich Ihren Herrn trohben einen Augenblick sprechen könnte?"

Der Diener glaubte, ja. Er würbe sofort aufragen.

Erlaucht möge so gütig fein, ihm ins Herren, zimmer zu folgen.

ILvrrsesung 1W4

wenn Erlaucht hätten Gnabe walten lassen . . .

Man hat aber nicht umGnabe" gebeten,* fuhr Rüdiger ärgerlich auf.Diese sogenannte Bitte war eine verkappte Forderung, unb als ich sie nicht gleich erfüllte, brohte man mir ver­steckt mit Streik."

Eben beshalb. Verzeihen Erlaucht, wenn ich mir erlaube"

Lassen wir bie Sache, lieber Vrömel. Jetzt muh es unter allen ilmflänben bei meiner Enl- scheibung bleiben. Sagen Sie mir lieber, wie es mit ber Versicherungsgeschichte steht," lenkte er ab.Beharrt bie Gesellschaft immer noch auf ihren übertriebenen Forderungen, wenn wir bie Vorräte hier in ben Vertrag mit elnbeziehen?"

Jawohl, Erlaucht," bestätigte ber Betriebs­leiter:aber ich denke, 'datz sie wohl herabgehen wirb, wenn wir nicht nachgebrn. Es ist ja auch lächerlich. Der Platz ist an zwei Seiten vom Mühlbach begrenzt, völlig eingeptankt, isoliert ge­legen, abgcfDcnt unb nur wenigen Arbeitern unter Aufsicht zugänglich Autzerdem haben wir elektrisches Licht. Es besteht also gar keine Feuers- gefahr. Wofür sollen wir also bie hohe Prä­mie zahlen, die dreimal so viel auSmacht wie jene für bie Fabrik selbst?!"

Sie haben recht," gab Rüdiger zu:tme wär's, wenn toir vorläufig nur bie Fabrik ver­sichern lieben unb mit bem Lagerplatz noch toar° tclen? Enttoeder bie Gesellschaft entschliesst sich

Die Rothersteins.

Roman von Erich Ebensteln. Copyright 1919 by Greiner & Eomp., Berlin W 30. 47. Fortsetzung. (Aachbruck verboten.)

Immerhin:Aufgeschoben ist nicht auf- «ehoben," murrten bie Leute insgeheim,unseren vcheibinger vergessen toir nicht, unb ber Herr soll aud) noch benten Daran!" Dann sammelten sie für ben Entlassenen, um ihn vor Der ersten Rot toenigstens zu schützen.

(Rübiger hatte sich inzwischen mit bem Be­triebsleiter nach ben Holzlagerplätzen, wo Die Vorräte von Tag zu Tag anwuchsen, begeben

Es wimmelte bort von Wagen unb Pferden und Holzkncchten, die mit bem Maden der Stämme beschäftigt waren. Ein starker, kräftiger £>uft von frischem Holz durchdrang hier bie reine Winter lüft.

Derr Brömel. ber Betriebsleiter, erstattete einen kurzen sachlichen Bericht über bie Klafter- iohl bes bisher gelieferten HolzeS und bas Quan­tum, daS die Fabrik voraussichtlich täglich würbe verarbeiten können.

^Wir können also bann ohne Furcht vor umrtigen Stockungen in vierzehn Tagen mit ber -arbeit beginnen?" fragte Rüdiger

.Gewi-, Erlaucht. Vorausgesetzt, bah leine aoberen Hinbernisse eintreten . . ."

maschine bedienen, unb die Leute halten viel! nach kommt für ben Lagerplatz höchstens ein Blihl von ihm. Es wäre vielleicht doch besser gewesen,