Fnid in» Prrtaj: vrihl lchr U«I».G,ch> «nd Steinftratfcrei R. langt. $d)riftkitiie, *tfdtäftsfttlk und Dmderel: Sdinfftrajt 7.
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Die Kosten der Interalliierten Kommissionen in Deutschland.
Berlin. 3. De-. (DTB.) 3n cfniqcn I Blättern crfcfiien dieser 2a$c eine Noti- über dieKostenderInteralliierteruKom- Missionen, die irrige Angaben erhält. Die Desamtkosten der Kommissionen in Deutschland sind weit höher. Die in der Notiz genannten Zahlen können sich nur auf Berlin allein beziehen. Die Gesamtkosten und Auslagen für die Kommissionen, abgesehen von den Weiler unten aufgesuhrten Köllen betragen für Oktober 23 457 641,63 Ml. Tie verteilen sich wie folgt: Berlin 1 350 330.50 Ml.. Breslau 248 341,75 Mk.. Kassel 111 645 Mk., Noblen, 121 960.75 Ml. Dresden 20154661 Mark. Düsseldorf 209 5K3 Mk.. Kiel 157627,33 Mark. Münch<m 401 003.99 Mk.. Stettin 215 543.60 Mk.. Ctuttgan 245 148.20 Mk.. 1 kleinere Städte 391 905.99 Mk. C3 fehlen noch die Zusammenstellungen für Königsberg t. Pr. und Bremen. Die übrigen Kosten umfassen: Die Kosten für die Unterbringung der Ossi- ziere, für die Unterbringung der Mannschaften, für die Instandsetzung der Kraftwagen, für die Geschäftszimmer, für das deutsche Per so- nal. für Heizung und Beleuchtung für sani- täre Zwecke und die Kosten anderer An. die unter den vorstehenden nicht untcryi- bringen waren. Die Kosten für die Gehälter der Mitglieder der Kontrollkommission sind in der obigen Aufstellung nicht inbegriffen.
wenn der Staat gestützt wirb durch die geistigen und kulturellen Kräfte, deren man ebensowenig entbehren kann wie »kn und Hoble. Aller dieser produktiven Kräfte bedürfen wir. wenn
Die Washingtoner Konferenz.
PartS. 4 Dez. lWolst > Nach einer Met- düng der .Lhicago Tribüne" a:k Washington wird rnöglicherweite an Stelle des tm Hughes st>n Vorschläge vorgesehenen Der i'k' für di, Flotten stärken 5 zu 5 »u 3 - , n svlche« von 11 zu 11 zu 7 treten, j bl:fern Zwecke mu^’c örflranb den K'-eu'«- * ob". Papan den H reu irr .Mutsu* zerstören .Ferner verlautet aus guter Quelle, da') bi? Ttcirrung ber De-- rinigten Staaten Snglanb unb Hadan habe osts- »teil ti trf *n bffen. die De -i igten S a .zi würden niemals einer Beschränkung der Rüstungen zur Se? -ustimmen. trenn da- englisch.ja p ans» fche DünbniS nicht a«»künbigt trerte.
Washington. 4 Dez. (*23^1«* , Nach einer Sitzung der briti schert, der amerilantschen und i>
zeugung. der Einstellung zum Staat und ejner bestimmten Weltanschauung kin Nur eine so hochslehenbe Presse wirb zum Kampfgenossen der Regierung, fei eS als Paiteigästa.r. sei e- in der Opposition. Nur eine solche Presse kann zum mitleibenben Satter im Staat werden An einer so gearteten Presse kann kein Staatsmann unb
mich gegen die Ausfällung, al- ob die Prelle ein reiner Nachricht en ap^a rat fei. allein dazu bestimmt, die Oefsenllichkcit über daS. wa- vor» geht ober angeblich vor geht, zu Informieren. Sine solche Auffassung würbe der Entwicklung der Presse zu einem blohen Sensation-- apparat Vorarbeiten Ich würde dies für eine bedauerliche AuSanung der Presse halten. S4 kann nicht verkannt werden, bah manche An- Seichen für eine solche der Entartung zuftrebende Entwicklung beute vorvanden sind Es gibt kein besseres Mittel, biefer Sntartung zur Cen- fation vorzubeugen. alS die Presse nach einer elbischen Auffassung zu politisieren unb sie mit politischem Verantwortungsgefühl zu durchbringen. Ich erinnere nur an die gute alte Tradition der ersten freiheitlichen Epoche Deutschlands. Ich erinnere an Männer wie Straub.
Nr. 285
fkt Gießener Srzeleer afchemt täglich, aufcrr Sonn- und 7*-tvnac.s. »enatllcheyrtie pte fe: Md 6-5ü emschl. Irdqer. lohn, durch bi, Dc't ML. 7JO ein Ltz Bestell- Geld, auch deiNichterfchet' ■re dxjflurr Kummern tefelge Häher er Erwalt. Ser,sprech.«uschlüik: ftr bie Sdjaft Leitung 112; ftr Druckerei, Verlag und tdeichästesteL, 51. Zuschrift für Drehtuach- richten I,jei|rr »letze«.
p-tzsckechanta:
£ reihert e. m. i|6M.
3n der Saarbrüder Presse wird darauf hingewiesen, dasz efl lediglich dem einmütigen Protest der Saarbrücker Presse zu danken sei. daß der Angriff der Saarregierung gegen den deutschen Charakter der Volksschulen des SaaraebietS sent abgewiesen wurde. ES ist natürlich zu befürchten, dah der Präsident der Saarregierung seinen Versuch auf einem deren Wege wiederholen wird.
nicht in Deutschland Ihren Wohnst» haben Dir müssen deshalb mit Deduld de. OnttoldLinj der kommenden Wochen entgegenschen. E» t t nicht möglich, in alle Äreife den Gedanken Mneinzu- tragen. dab gerade jetzt eine gewisse Zurückhaltung nötig wäre, lieber den 3anuar und Zebruar hinweLzukommen, ist aber noch nicht bat einige Entscheidende für unS. sondern, bat) überall, wo man die W.rtschaft «um Gegenstand des Nachdenkens macht, da- Ausscheiden Osteuropa-
Eine Rede »
des Reichskanzlers.
. 4. Dez tWTB.) Der Empfang
D«reinS Berliner Presse im 5 k? « 0 "a6m einen glänzenden Verlauf. 5” K et'^c d« amtlichen Welt waren Reichs- ^i^Skanzler Dr Wirth die unZ> ^r5ner- der preubische Mmisterpräftdent Braun und die StaatSpräll- den lenvon Württemberg und Baden. Dr Hieder erfTe?m. Um 6 Uhr "er- ^mmelten sich die Teilnehm?- im Groben ’WWj” der Vorsitzende ^^rengäste begrubt,.
^obe' " b’c ®»flcnart bei Verein- Berliner JUrcHe beleuchtete der von ich; - unter B i'rile- lasfung aller politischen, künstlerischen und lite- rarischen Gegen sä ne daS Wobl S'anbes . c des VateriandeS sich v»m Ziel gefeht h^be und insofern in gewissem Sinn- «u einem Vorbild deS de irsch-n Volkes in der gegen- wärtigen schweren Zeit werden könne
Hieraus ergriff der Reichskanzler Dr Wirths daS Wort zu folgtnben 211‘ ühnngen: Von meinem Standpunkt aus alS Politiker wende ich.
wir über die nächsten Monate überhaupt chinweg- kvmmen wollen. DaS tft die Au gäbe. die wir unS zunächst In der ReichSregieiung und l:i den UandeSregierungen gestellt h b.n Wie Icfimcn tt>ii übet den Winter hinweg f Sie könne i mir oorbalten: Da» Ist aber nicht die Politik, die wir erflttbl hatten, die Politik auf lange Sicht. — Diele Politik aus lange Sicht. v)n der S:e wohl glauben, heute ein gewisses Programm hören ju können, ist allerdings nicht allein t>on unS abhängig. Sie ist abhängig von te gesamten Weltlage und von jener Erkenntnis internationaler Art. dab mit politischem Druck, dab mit einem dem andern folgenden Ultimatum, dab mit Sanktionen die Weltwirtschaft nicht ,a- stiert werden kann. (^Beifall.) D.e Politik, die ich zunächst die innere nenne, die nicht eingestellt ist auf die (kitioidlung von Zähren, kann auch nicht etwa gelöst werden du. cd einen sich immer wiederholenden Personen wcch'el eie kann auch nicht gelöst werden — ebenso wi? die gtol.c auswärtige Politik - durch das Ticktack der Daktit der Koalitionsbildung. R in, da- Hiawegkommen Über den Winter wie über bi: groden austen-1 politischen Probleme erfordert eine verantwor- tungsbewubte Mitarbeit aller Schichten unsere- I Volkes Und wenn ber Lag da ist. dr grolle1 Entscheidungen reifen, wenn man sich entschliefen j wüst, dieser, ober jenen Weg zu gehen, ist es die Aufgabe der deutschen Presse, alle politischen datieren unb insbesondere den politisch, n Parteien in unserem Vaierlande beUubringen. hast eS keine Politik bedeutet, sich seitwärts in die Büsch? zu schlagen. (Beifall ) Wollen wir über een Winter hinweakommen. so ist die verantwortungsvolle Mitarbeit aller produktiven Kräfte unseres Volke- mit der Regierung in einem Maste nötig, wie kaum jemals zuvor. (Zustimmung.) Wollen wir Austenpolitik mailen, wollen wir insbesondere daS gröstte aller Problem das Reparationsproblem. daS kein deutsches Problem allein ist sondern ein WeltwirlschastSprodle n. ben Völkern näher btingtm, so müssen wir in Deutschland einen politischen Wirtr irr zu einer Unmöglichkeit machen. (Lebhafte Zustimmung., Ich weist, dast man mit dem oder jen-'m Poii- Uker nicht zufrieden ist 3d) weist, bab man mit dieser ober jener Regierung febr wohl einen sehr scharfen Kampf auf politischem Gebiet auSsechlen kanu Ich habe auch immer Verständnis gehabt dafür, hast die Finanz Minister besonderen Angrifsen auSge» sedt sind. Aber mit diesem politksch.n Kampf allein wird daS deutsche Volk nicht frei werden und wirb auch fein tägliche- Brot nicht bekommen. Wir marschieren die Richtung, die wir kit bem 10 Mai eingeschlagen haben, und für die wtr auch die Verantwortung tragen, weiter D.i- bel ist e- ein mastiges Gerede, etwa zu sagen: Hier steht der Kanzler der Erfüllung'
Will man ein solches Schlagwort in seinem Lanzen Unwert erkennen, so must man einmal Sur Negation übergehen, unb ich frag' Sic Wie wüst eine Regierung der Nichte, ü.lung her Nichtleistungen. deS reinen Prv'-skcS sich in b'r V>rit 5ctixg.-n, damit sch. e lich de Ei-ch st Deutschlands nicht in Gefahr tommtDa.^ ist doch daS grobe Ziel u ife er pollt fch-m Arbeit, bad letzte, was wir aus grober Vergangenheit gerettet haben die Einheit des Vaterlandes und dte Ginheit seiner W rtschnststübrung. hinüber au retten in eine Atmosphäre, wo nicht, mehr der Gedanke reiner politikch'r Auswirkung deS SiegeS, dcS Hasses und der Zerstörung mast- gebend ist. sondern wo der politisch; Hast wie! ein Rebel am Morgen zerstoben ist durch di-i ausgehende Sonne wo die Mens.chen sich zur Beratung über die groben wirt- schastlicben Probleme und über die Kulturprobleme her Welt wieder an den Konferenztisch versammeln werden. iBeifall.» D.e'ent Ziel bat unsere müVame Ard-it gr- bient. Ieden f>?U)en wir willkommen, der dem Ziel der Rettung des dcufchen Vaterland,- feiner Einheit und feiner Wirtschaft mit un- entgegenflcebt Mit Absicht haben w - e-n^ vnn weiten Reifen Erlangte Polem'k zuruckgestellt 3&. hcriage e» mir deshalb fc-ute. mandje Probleme zu berühren, die unsere Herzen bewegen Wir bcbfTi den Weg ehrlich r Veritändlgunq nicht erst seit gestern betreten. Wir bi bet Ihn in drn letzten Tagen wieder betreten. Wir sind willens wich heute noch die schweren uns auserlegten Verpflichtungen tu erfüllen. Die Reg.orung hat am 10. Mai bei der Annahme deS Ultimatums die weltwirtschaftlichen Solgc-u igrn ter Annahme beö Ultimatums teren Augefärbm, die un? t-a-
- »u bringen, ist im Laufe bc# ^onnnerS und gerade jetzt gewachten I-estt ist eS unkre Aufgabe, di- wiiilchaftlichen Probstn.r fern von jeder Polemik der lri'enden Liaatv- männer in ihrer wirvich grollen vraqn>ctte nLn endlich zum Ausdruck kommen l.-sten Ich bitte Sie deshalb, nicht für die Regi ing. fon- dem für daS deutsche Volk, den groben Problemen der Wirtschaft, di die Völst-r- Verständigung zur Voraussetzung hat die Spal en ihrer Zeitung öfsren zu pwllon. Ich bin mir klar, dast ohne die deutlich fub'bdren Opfer hcv VelitzeS eine innerpolitisch.' Äläuing und die V.r- al'fchiedung ter neuen Steuergese lentwürfe ein ■5i ig der Unmöglichkeit fein wird Das U'.rd eine barte Arbeit fein, gerade in den näch u-a Tagen — SS ist mir eine bereit tx /<r iitx- lvohl auch im Namen M ^eiTn RelchSpra'il^ ,ten und meiner Kollegen sprechen, in Ihrer OTtittr eine Stunde verweilen zu können,- und axmn wir von Ihnen schriden. tun wir c» in dem Bcwu' - sein, mit Ihnen einig zu fein in dem f fien Dertraueil, die Einheit und Freih it dem deutschen Volke öu retten und für dieses Ziel alle geistigen unb matertelleu Kräfte anzufpannen (6iüMufd}cr Beifall und Händellatschen )
Xenafref von Xiijtldcn für die Ia^»nummcr Di» ium Nachm ttciq v.'iher ebne jede 'LerdindlichkeN. Srei» für l mm hebe für njf^eno 34 mm Breite Srtiick »5 'Pf. du»u*urte 65 Pf - fflr Reklame. Anzeige» t>i>« 70 mm vr >i,25x»P' 'S#i TUn- »'eschr st 20 . Ünf djlag. Houp Schriftleiter: Aua. 4>oetz ^e:.rntW0rilich für Politik Arig. (Bo<n; für den übrigen Teil: Karl Walther,- für brr Anzeigenteil: r>an$ 2-eck, sämtlich in Giehen.
zu gezwungen haben. Hat jemand in der Welt geglaubt, dast man ein Doll wie das L-cuütc mit feinen 63 Millionen M-n'ch-n ifoli-rt te - auShcben könnte auS dem tx-r dem Weltkriege Io tief wirtschaftlich und finanzier! verf-cht^ne-' Natipnen. und bah man d-.c^es isolierte Volk dann auspresten könne wie eine Zitrone auf Vrand deS Zriedensvertrag» ? Ich weist nicht to;e untere Gegner von ae em sich b-.c Fortsetzung der Politik tm reuen Jahre denken. Wir wollen aufrichtig unb ehrlich den (Sedanfen der Bereitwlll'g- kril. auch in Deutschland Substanz zur >-iü. gung zu stellen, soweit ein aus dr
G'runblage die'er Substan; möglich und feine Abdeckung ökonomisch überhaupt durchführbar ist. in tk-n nächten Tagen oeriofg.-n Aber die Ent- fchridung. ob Veldgrber 5 reu stnd. m den grrstm Topf der Reparationen ldas ist ein Dop! ohne Bodens ihr Veld yineinzustecken. die Entscheidung darübe' liegt nicht bei der deutschen Regierung auch nicht allein bei der deutschen.Industrie urb der Benkwelt, sondern bei den Geldgebern, die'
Poliliker vvrübergehen, unb hier liegt bic wahre ' Verbindung von Presse unb Regierung Wir alle. ’ bic wir Politik treiben, sind darauf angewiesen. , dast die Presse schnell das erfährt, was In der • Melk vvrgeht. Hier möchte ich die Wichtig
keit der AuSlandSberlchterstattung besonders bervorhebrn. die ein schweres Problem nicht nur für die deutsche Presse, sondern auch für daS deutsche Volk geworden ist. Mit grostem Bc- dauern und aufiichtiaer Sorge verfolge ich eS, das) eS der deutschen Presse immer schwerer wird, bic notwendige AuSlandSberlchterstattung auf- rechtzuerhalten, von der so wünschenswerten Verbesserung und Ausbreitung ganz abgesehen. Ich erkenne eS mit grobem Dank an. dab bi? deutfche Presse aus eigener Kraft unb Oraanistenkunst sich bemüht hat, ba Abhilfe zu schaffen, soweit möglich. Ich hoffe zuversichtlich, die Verengung deS politischen Hori.zrn,S abzu- webien. bie mit einer solchen Adfchliestung der dcutfchcn offentlld>en Meinung von den Vor-1 gangeit in der W-elt notwendig veichunden toare. Wenn man die Politik im neuen Deutschland v r- f olgt. so ist eS unverkennbar, dast sie der M e - chanlfierung und Militarisierung an- heimzufallen scheint Ich verweise auf die vorübergehend leidenschaftliche Teilnahme aller «rolle deS VolleS an der Politik, die wir nach bem Zusammenbruch des alten StaateS erlebten Ich denk? an die Tage der Vorbereitung der Nationalversammlung in Weimar, denen nun eine gc- v?i’k Vkudigkeit gefolgt ist Namentlich das künstlerische und geiftlne Deutschland bat llch wieder ganz von de Politik zurückgezogen .-nd lebt wie der Poet In einer gewissen Weltferne Diele Kreise sagen: Die Politiker sind die Hand^rker deS Staate-, die so-usagen den Betrieb auf recht erhalten Das Parlament wird nur al- eine Maschine bewertet, deren geräuschvollen Laus man von der Ferne und wenig interessiert anschaut. D.e Neigung der Deullchen zum Spezialisieren drückt sich auch hier auS, so dast wir Gefahr laufen, dast demjenigen, der Politik treibt, der Geist unb bie Kultur.' und bem- tcnigcn. 'er sich mit geistigen und künstlerischen oder kulturellen Singen boschäftigt. das r<?r< ständniS für Politik abhanden kommt ober eS ihm abgesprochen wird. Hier gilt eS. ei re Syn - tbefe z u schaffen zwischen Geist und P ül i t i k. damit wir nicht eine ungeistige Politit un? einen unpolitischen G:i'> gröblichen Hier kann die Presse alS snntbesischoS Werkzeug eingrri- fen. indem sie abseits stehende Äreife dem Staat zufüdri. der seinerseits wieder daraus bedacht sein muh, den Staat — gestatten Sie mir N • Wort — interessant zu machen, bi? Republik mit bem staallichen Gedanken der Deutschen zu versöhnen. Damit würden wir ein gute- Stück weiter ah dem 3tcle der Schaffung einer einheitlichen Politik und kulturellen Auffastung in unterem Lande1 kommen. Die wirtschaftlichen 3ntcrcffcn haben fick) in Deutschland schon vor dem Kriege stark politisch zufammengrichlo"en. Auf der einen Seite bie Arbeiterschaft, auf der anderen Seite haben wir erlebt die Politisierung der Landwirtschaft in den qArarilchon Gruppen unb bic Vertretung ber Großindustrie und de- Kapitalismus. Diese wirtschaftlichen IfteretsenVertretungen können tii Gegettgcwicht in der Politik allein nicht finden Dritt da kein Au-gleich ein. so wird der Kampf roh. und « droht eine Ueberwu T>?run i der rein wirtschaftlichen Int.re"en. Gewi' . ^orkommniste in der politischen Entwicklung der letzten Vkonate lieben sich hier al« Beispiel anführen Das Deutsche Reich in seiner lenigen Rot bit fictoih die Zusammensallung aller produktiven
Der Angriff auf die deutsche Schule im Saargebiet.
Dieser Tage gingen Nachrichten durch dte Presse, wonach die Saarregierung in einer Verfügung die Einführung des obligatorisck>en französischen Schulunterrichts In den Volksschulen des Saargebietes angevrdnet hatte. Bon der Saarregierung wurde durch dte Schulabtetlung diese Meldung, die die ^Saarbrücker Zeitung- zuerst veröffentlicht patte, dementiert. Gs wurde behauptet, dab keine Berfügung in diesem Sinne erfolgt sei. Das kanadtf^> Mitglied der Reqierungs- kommisiion, Waugh, hat auf eine direkte Frage eines Arbeitervertreters zu dieser Angelegenheit erflärt, dah das im Umlauf gesetzte Gerücht über die Sinführung des franzöfischen eprarfmnicrrL-fjtt eine grundlose Befürchtung dorstelle. Soviel er unterrichtet sei. sei nur beabsichtigt, vom neuen Schuljahr ab als Dadlfach den französischen Sprachunterricht einzufübren. Die ..Saarbrücker Zeitun-- scheint jedoch über die Dinge, die sich innerhalb der Saarregierung abspielen, recht gut unterrichtet ni sein. Sie macht allmählich darauf aufmerksam. dah der ..saarländische UnterrichtS- minister-. der in letzter Zeit wiederholt genannte ..dänische- Graf Moltke. bereits im Zull d. Zs. in der ersten Sigunq der Lehr- Plan-Kommisiion tm ReqierunqSgebäude erklärt hat. dah von vstent 1922 ab der obli-
Kräfte zu »einer ReltU7-g nerw ndig. un) es ist dankbar aruuerfennen. bah in ber Industrie unb Bant well ee viele Männer gib:, die die beu riebe Rvr einseben und tu prakti'ck n Srg d: i Inm- unverkennbar die Tendenz zu merken, dle'^ u- fammcnfaHung aiücii# vom Staat zu oo.Uiebcn, selbst auf eie Gefahr pin. den Staat da^Ti -.ui- borccn zu lassen. Dieser Gefahr werd Doroebeuai,
mit feinen unzähligen Meufchenmaslen. bct< Riederbrechrn deS wirtschaft!ihen Lebens in b.n östeneich'.sch-ungari'chen Rachlo'^elta^t . und bei Zerfall deS wirischastllchen Lebrn, unb iiie 'c- fonbere bk wachsende Kausunkraft ber 60 Mil- lionen Deutschen. alS eine Weltgeldhr erkannt wird Diese Erkenntnis unb bk Notwendigkeit, daraus politische Folgerungen zu icben, auch tt>cnn sie mit bem harten Buchstaben bc# Versailler Vertrag- nicht üL^erelnftirnmcn sollte bie ^lotwendlgkeil. die Völker emanb^c wieder näher
Ein deutscher Antrag an den Wiederherftellungsausschuh 7
Pa' iS. 4 $ea <Wolfs.» Ser .Intran. 11 g e a n t“ läht sich auS Berlin vom 3 De- jember auS diplomatischer Quelle Ixn-ich- len, bah bie deutsche Regierung an die - e pavationSkommlssion in Pa: >,< eine Note o s f i- zlellen öbarafterß gerich'n h be In d--- fte an Hand von Belegm auSck»-»nberictzi. datz ne sich auf Grund des Versailler Vertrage- für lv- tätigt halte, die Frage eines Moratorium- aufzuwerien. Die dcullche Regierur^ lenke die Aufmerlsamkeit de' Reparativ -konimission auf dk verirrenden Folgen, bie bi>* ;>ji i-hnelfunq ihrer Vorschläge burch bie R^paratwnstc,mmlssion nicht nur für Deutschland sondern für alle beteiligten Machte nach sich ziehen tourt*.
Ludwig Pfau, ben babisch?n Poliiiker von Rotteck unb Börne, die den Kampf in den Lag es- Zeitungen auSfochten unb dabei literarische Vornehmheit unb geistige Bedeutung gaben. Wenn auch dnmal scharie Worte gebraucht werden, wenn auch mit spitzen Pfeilen g schossen wirb, nur eines ist notwendig bah diese Pfeile nicht vergiftet find Die Presse im mo- temen bemokratischen Deutschland must mit Nachdruck In ben pvlitilchm Kampf eingreisen. Der Darteilampf sollte sich aber nicht in ben tolber- lichen unb ivhen Formen abs^ielen. bic wir alle beklagen. Partei soll ein Aur>bruck ber Heber-
^torische französische Sprachunterricht in den Volksschulen deS SaargebieteS eingerichtet werde. Gs sollten nach dem Plan der Kul- tusabtellung für diese vier Stunden französischen Sprachunterrichts eine Turnstunde, eine Zeichenstunde, eine Schönschreibstunde und eine Stunde für Naturkunde ausfallen. Auch die übrigen von der „Saarbrücker Zeitung mitgeteilten Gtnielheiten über dte Durch- fü^rung des französischen Sprachunterrichts in den saarländischen VollSschulen lasten erkennen, dah eS sich hier nicht um ein Ge
rücht. sondern um einen in allen Einzelheiten seftgelegten Plan handelt, der auf dem bekannten ..BerordnungSwege" verwirklicht werden sollte. Uebrigens wurde nach Angabe des genannten Blattes weiten Kreisen der Lehrerschaft bereits formell amtlich mitgeteilt. dah ab Ostern 1922 der obligatorische französische Sprachunterricht für alle VollSschulen des SaargebieteS gilt. Unlängst wurde z. B. in Saarbrücken In einer Neklorenkonserenz diese Mitteilung den Rektoren im Auftrage der 5kultuSabteilung gemacht.
Heute wird nun mitgeteilt: Die Saarregierung hat die Anordnung des obligatorischen französischen Sprachunterrichts in den Schulen des Saargebiets aufgehoben. Es ist lediglich tkr freiwillige französische Sprach« unterricht vorgesehen. Angesichts dieser Nach- richt bemerkt die ..Saarbrücker Zeitung", dah zur Einführung des sr i.villigeu Sprachunterrichts es nicht der atzherordentlich eingehenden Vorbereitungen bedurft hätte, da bereits die französische Besatzungsbehörde unter General Andlauer den wahlfreien französischen Sprachunterricht für die Volkssci ulen an.-eord- net hat. Allerdings, dieser Unterricht wird — ohne Sck>üler abgehalten, da sich Freiwillige dafür nicht gefunden haben.
Erstes Blatt M- Jahrgang Montag, 5. vezemder 1921
ZietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Gberheffen


