Ausgabe 
5.2.1921
 
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Panflavin-

ffme Cm t*n lfr»tni

Sta-t nnd Cand.

Qh cfcen, brn 5. Febr. 1921, Das ttinderelend.

1020 a&nefcWofinv, «n erneut DOfflnummenc Unter udurnfl

ffimtlijdKr fit t»er her Tarmstüb er Pol s- M t el , t)61*rm imö Privatschuleit b ad)te ein betrübendes GrytrtiS:

1km 12 244 fimt»ern im Alter von 614 Jahren smd in Tennfta^t 7445 61 Prozent schwer irnterernSbrt. Ta.unter le ven a 'derbem an Blutarmut 4642 Kinder. Tuberkulose 33-1, Ra- chstis 8D0, Skcotulofe 430, Herzleiden 121 Re> pen- leiden 39. Brustleiben 71; ferner sollen 1543 Kin­der Anspruch auf Lebertran haben.

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r^ochschnlnncbrlcdte«.

Fb. F ran kkur t a. M., 4. Febr. ter Mal« Dsthelm Stein Hausen wurde au? Arrlatz seines 75. Geburtstage- von der theologischen der UniDerfttät Halle a. S. jum Ehrendoktor er* rurnnt.

rm. Te r m (labt, 4. F«he. Dem Trortftot Tt. Adols Krev z va Ta mstabt irrmbc du oenta (fcr.*nbi für die (Jlxnue bte Nahrung-* und Genufem ttel an bei Tedmtfdm Hochschule m TarmfBcbt erteilt

^Pastillen tut t eelnlektlon 6er Wund- und i Rechenhöhle. Hervorragend be- wahrt bei Grippe, Katarrh, rtaJsonUUnd.,Weiaerk.,

L Verschleimung

Ih^cbc un- Schule.

Berlin, 4 ftefrr. 'TSMfv Au) dem Reichs- mt-i?ertirm brf Ämtern w rb nri'ae eilt: lieber die Absichten de- Reick»?- out tewetiührung eine» g l e i d)m 5 feig en Schul tohrbegtnn- (end uiTriijtige Ra ichten rerbtvttet Im Reich'! auZsämtz baden unter Le tunq bei Reich lmrniste* r-um? de- I-nreen B ha bu^Hen ateehnben. Tobet hoben sich bte Vertreter «amtlicher LondeS- scbrclverwotturgm für den FrühsahrSbegtnn entfdMctkTt. nur tt-* ba De r i f ehe Reggemng bat da argen Beden'en geltend ymcrf*. sie aber angr* sichks der Hal tuns brr übrigen I'iitrr trnb ter von ihnen tarylegtrn 9ordl e für ben Frü a'rosbegnm erneut zu prüfen in SLtNidxt gestellt (?) ist nicht an yu nehmen. bah infolge einer etwaigen Nicke» beteiligung 'Tn.xvn4 an ber ee Xanten Vecern* (xirang die übrigen Länder chreneit-Z den ftortrti de- gemeinfowen Sc'^nisangs, mi> »war im F^üh.ahr, auigtben nxTbcn.

y mente yrfridwima nWetfen. daß ein wn treten eurur gedienter jirlbenruhter Mann auf den unter den heutigen Berhil missen so schwierig en Volten eine - StabtoberhaupteS affe It w rde Wir sind der reffen lleber-eugung, bar, &err Völker dos, wa- er seinen Wö/em als sein Pro- gvarnm unterbreitete, »um Besten der Stadt Lich mrdyf ren wvd Di? b^fige Sta^rerwalmng ver­liert in Herrn C öl Set einen in jeder Hinsicht tüch­tigen Becnnten. Ho fen wir, daß die (Enxtefunnm, die Herr Völker in das ihm anmtraute Amt setzt, ich in r i/bftem Maße erfüllen werden." e

Am übrigen vertritt brr Artikel den auch tm Gieß. Dnz «räufernen Standpunkt, daß da- Ver- ftilten des Bauernbundes bei der Stichwahl nicht so sebr p liti'ck zn n fenen. sondern zu üAuiübren ist auf die sehr starken Bemühungen, untre allen Umstanden einen gebotenen Licher aal den Bürger- meisten»iten yu bringen.

Landwirtschaft.

PreiSrückging lanDwlrtfthaftlubfr Produkte.

Dieh 0 hen Eiervreise werden, wie man hört. nunmehr dec Bergan gen bdt a-gehüren. Die holländisch' Rechrumi sckoribl unter dem 18 v. Mts., das, die Ausfuhr von frischen Eiern keiner Beschränkung m«chr unterworfen sei, fo bah ber Per and ohne rod e re frirmalüfrei er so'gen kann. Sri' 1917 wrdei frine Gier mehr von dvllanp geliefert Mit Beginn de- neuen Erzeugung-* absch.-.'ittS dürste auf eine flotte Einfuhr zu roch- nen den Berliner Markthallen sind bte Preise für eine garow Reihe von Waren gefallen. Eier konnte man für 1,75 Mk das Stück tn frijd'er Ware erl-alten. RriS. Blumenkobl. Ztrie- beln, Südfrüdste u. a nxiren ebenfalls erheb.id) billiger als in voriger 99od't Trohbem waren die Umsätze, was die Mengen betrifft, nicht be­deutend ,

Infolge der milden Ditbertma herrscht in Eichsfeld bei Hannover ein solcher Ueber- s l u st a n E i e r n. das; dir Preise auf e 1 n e T? a r ! imb darunter gesunken sind.

richtet: Der Ernst ber Lage des deutschen Va­terlandes, wie er in den letzten Tagen durch die Pariser Beschlüsse über unsere Ent,chadt- gungslasten klar geworden tst laßt es un­ziemlich erscheinen, daß in den bevorstehenden Karnevolstagen in größerem Umlange kame- valistische Belustigungen, inSbe onbe~c T a n j- lustbarretten ftattfinben. Von einem all­gemeinen Verbot derartiger Veranstaltungen w'll ich mit Rücksicht au? die wirtschaftlichen Schädigungen, die dadurch den beteiligten Ge­schäftskreisen erwachsen würden, abteyen, bitte aber, darauf hinzuwirken, bafe solche Veran- ftaltungen nur stattfinden, wo insbesondere mit Rücksicht auf die getroffenen Vorbereitun­gen sich sonst wirklich schwere wirtschaftliche Härten ergeben würden, bafe sie sich in einem Rahmen halten, der würdelose Aus­schreitungen auSschliefet. Uebrigens Darf erwartet werden, bafe die Bevölkerung selbst sich des Ernstes ber Lage bereu fet ist und eine entsprechende Haltung beobachten wird.

Das neue Relchsmletengeseh.

Berkin, 3 Febr. (WTD.) Die Reichs- regienung liefe dem vorläufigen RcckchSwirt- fchaftSrat und dem Reichsrat den Entwurf eines Reichsmietengesetze S zugeben. Der Entwurf gibt unter grundsätzlicher Auf­rechterhaltung der Zwangswirtschaft ans dem Gebiete deS Wohnungswesens feste Regeln für die Berechnung ber gesetzki chen Miete. Jeder DertragStdl kann sich feder- zeit auf die gesetzliche Miete berufen und da- durch bewirken, daß sie vom nächstzulösfi'''en WndiguugStermin ab, bei grober Unbillig­keit schon früher, an die Stelle der verein­barten Miete tritt. Für die Berechnung der gesetzlichen Miete wird von der im Fuli 1914 vereinbarten Miete, der Friedensmiete, auSgegangen. Eine Steigerung dieser Miete darf nur insofern erfolgen, als eS durch er­höhte Betriebs- oder Instandsetzungskosten notwendig geworden ist. Die danach zuläs­sigen Zufchläge zir Friedensmiete sollen von der obersten Landesbehörde oder von der Gemeindebehörde in Hundertsätzen der FriedenSmiete allgemein festgesetzt werden. Um die Ausführung notwendiger InstandsetzurmSardeiten zu sichern, wird dem Mieter daS Recht eingeräumt, die Entschei­dung einer unparteiischen Stelle anzurufen, die unter Umständen die Durchführung ihrer Anordnungen erzwingen kann Auch die Dor- nähme ftortT InstandfetzungSarbei- t e n darf eine unbillige Steigerung der Mie­ten nicht zur Folge haben. Durch Vertei­lung der ükosten auf eine längere Rrihe von Jahren sollen die Mieter davor geschützt wer­den, grSfeere Mehrbeträge auf einmal zahlen zu müssen Andererseits soll eine Ansamm­lung von Geldern in öffentlichen Dassen dem Vermieter ermöglichen, die für große In­standsetzungsarbeiten erforderlichen Mittel tunlichst bald zu erhalten. Der Entimirs bringt ferner Vorschriften Qbet die Tätigkeit ber M te ter vertretu ngen, die dem Mieter zur Seite stehen sollen und denen in ' gewissen Fällen neben und an Stelle de- MieterS Antrags- und Aiifsichtsrecht einge­räumt werden, lieber die Dosten für Sammel­heizung, Warmwasserversorgung und Berech­nung der Miete im Falle einer Untervermie­tung sind besondere Bestimmungen getroffen. Neubauten sollen regelmäßig den Vorschrif­ten des Entwurfs nicht unterliegen, da hier­durch ber Anreiz zur Bautätigkeit verringert werden könnte und da übrigens auch in sol­chen Häusern die Höhe der Mieten schon nach den bestehenden Vorschriften über die Bau­kostenzuschüsse einer gewissen behördlichen Nack>prufung unterliegen.

Vereine und Veranstaltungen.

"" Iägervereinigung ® te feen. Im 2. Februar wurde auf dem Extxix tfauJ frt V» Icgmckich de- IaL4 ttzfs)en- im D.tober 1930 ben fdtoftene ISoeroerenigu'g unter hem Namen ,Hubertu --B erein wädaereckter Jäger, Sitz (Surften" brgrfmbet Mit 6) Mitgl e.xrn «rat ber neue Verein in- Leben, dessen Ziel in Anregung jrmer Mitglieder zu roeiomän t eher Ioi«uS- filnmg durch Vorträge und Beiprechungen, m Pürae de- oadlichen Sclrte'^nS durch Uebung-- und Brei-stlneven, in Förderung der Führung und Zu<dt tron Geb rau '>Sh°inden zur birdj Eu­chen, Sflauen u ch Vorträge, in ge^urihger Unterstützung bet lter»a<ltuiigen, in geme n^tms Hairvst'chkversiä'ertrng io rote tn LS ung ander« rotdihger Jagd trugen besteht. Nach Fe ifteClang der 5apu: g-.m ni>i6 die DorstandSrv'dt Hv m. a T. v. Esteichrrdt l Bori, Aug PaScoe^Dutew- boten 2 Von., LehramtSasuf or »ri 1. Swe fh^ Aux. ürilfrr tQer 2. Sch it'tt, vankoorsbanb &1)an» nit Sckvtzmristcr, Fon wa t Törmer-Forstgane«, Fobnta t Hcn old'-WevLar, Apocketer tkö'rier- Bram'tklS, Fritz Jung als Beiritzer. Mitglied tarnt irt>rt roridgerettze 3frier w.- dm, der durch cm Mitglied auaemcl^et u b emp echten roerdeu mufe. Tte TOitgli bfdait ist, tm? au 5 t*r Mu* iommcnsctzlmg l)error«ut, nicht aui G.efeener Jä­ger beschränkt. ES smd bereit# z-chlreiche Herren auS der Brovin» Oberhesien u tb be.t anschlteft»n* den preukiläxm P ori_yn Mitgltexr bei JBi> ein-. Für die nfrtifien MoiratSveriammlu'gen smd Vorträge auf dem Gebiet der hundez-icht und -Tiübtung trorgridx-n Ende Avril ft der ein schießen z-um An schießen der Buchen statt.

Starkenburg und Rheinhessen. , rm. Darmstadt, 4. Febr. Die S t a d t - verordneten beschbosfen mit Rückvcht auf tr.c im vorigen 3afre versagende art« f sek- 1 zufuhr den Kleinverkaufsvreis aui 4v Ps. seit- , znseven. Zur Milchnersorguno beantragt bet dem. Stadtverordnete Werner bte Aufhebung ber Zwan-k?sberoirlsck»afnmg unter Btldu g einer Nebe'- aanesroirisckaft, wobei den Kuhhaltern die Abgaiv einer qriv sten Milch auf-ri^gt rot b Die Stadtverordneten besä)lossen. statt de- b7<rntraoten Milchpreise- von 2,50 Mk. für das Liter Bollm'lch den bisherigen Drei- von 2.10 Mk. nur auf 2.20 Mk. das Liter -u erhöben. Eine be- antvayte DrämienHachlima ufto. wird abgelehnt. Der gemeinnü^iven Esse-tbah-'e'bange'lell Schott wird wut Errichtung weiterer Wohngebäude mit 30 Wohnungen für den Gesamtbetrag von 2 000 000 Mk.. als Darlehen für 1921 die Summe von 523 000 Mk berorilrrt Die Aufhebung der IkmitionSvsttckit für die städtischen Beamten wird entsprechend dem Dorychen dcS Reiche- und des Staates beschlossen.

streis Wefesar. DnS starncvclsverdot.

b. Wetzlar, 4. Febr. Durch Volizeiverotd- nung der Regierung zu Cobleni rind öffentliche karnevalistische Veranstaltungen jeder Art verboten.

Hessen Nassau.

DaS dunkle Frankfurt.

fb. Frankfurt a M., 4 Febr. Bon bet ikriminawolizei wurde in der vergangenen Nacht in der Umgebunfl de- Haup^oah- hoies eine Streife aui Nachtschmetterlinqe v?ranüoltet mit dem Ergebnis, bafe mehr al- 50 Frauen und Mäd­chen dem Doliz rige'äncn -ugefnhrt werden muß­ten. Der flrößde Dro-enlsatz der Ausgegrif ienen war gcfdjledjtlirf) krank.

** Kurze Nachrichten aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Leih­gestern hielt am vergangenen Sonntag der GesangvereinEintracht", gegründet iBtil, eine crußerordentliche Gencralver ammlung ab. Es tvurbe beschlossen, aus An!ad des 6')i6brigen Fubte läum- am 3. Fuli ein Fahnenrorilitest zu feiern. Bon einem Geiang-wettstreit wird Abstand ge­nommen, doch (oll den geladenen Vereinen Ge- l egen beit gegeben roerden. der Oeffcntlichkeit ihr üwnnen zu zeigen. In Do rnh J l i ba u 1 en sprach am Mittwoch auf Bctan a sung der demo­kratischen Partei in Wetzlar Oberpostfektetär Nickers'Wetzlar in »wriein^ialbstündu-ec Red.' vor (dwad) beiudttem Saale über die Grund.ätze seiner Partei. (Sine politiiche Versammlung der demo­kratischen Partei fand am Dien- ag aud) in Nordeck statt, wobei Landwirt Nau, Bester-- bauten über die bevoritebenden Wahlen und Pa t. i- sekretär Tchmidi, Marburg Über StedlungS'o!i.ik sprach. In Schotten beabsich igt in diesem Jahre der B H. E. wieder wie vor dem Kriege am 2. April zur Feier von Vismarcks Gebuit kag am Bismardturm auf dem Taufstein eine Feier zu veranstalten In Bernshausen imSchlitzer- land hat die Sammlung für eine neue Glo k 8150 Mk erreicht Ter vom Bei band der hessischen Berkel'rSnereine zusammm^eNcl-t Lich> btberoortraoWanderungen durch die Profi z Cberhef-en", der für un tet Heimat werben soll, wurde m der VossSlrochschule S -^litz gehalten und mit Bei al ausgenommen Tie Bürgermeisterei Schlitz will noch rini.K '2lu nahmen von Sdiiitz für den Werb ziveck zur verfügunfl^stessen Die Kreistags iyung in Höchst besdilo» mit 16 gegen 11 Stimmen, den sozialdemokrati'chen Stadtver­ordneten Zimmerman i in Frank u t brr Regie- 1 rung in Wiesbaden für die ewgülriie Brietzung des Landrateamtes in Höbst m Voridüag bringen Ein für Fran.furt bestimmtes Schiff ' mit Mauersteinen ist bri TO Uten berg abge- trieben und an der Eifenbahnbrücke griimfcn ' Ter Sch fiahrtsoerkehr ist xiri errt. Durch ' eine Ertlofion beim Hochzritsschtefern wurde in Eutingen bei P'orzhei n ein Müllerknecht lebmsie ä rl ch wr e t E n F u 1 da e r Br 'e - meister hat durch raiunurte ^älidmngenjri lajflen ' Monaten de Stad! um mehr als 40 Sick Mehl : betrogen intb da aus We'szb oe hergestcllt. TV - Stadt mutz nun ihre Vorräte strecken, um den Ausfall wieder wett |u machen.

An her Zahl ber Schweruntrvern ährten 7445 fmb beteiligt die Bol!sidvlen mit 59 Proz., )it ernxi erten Bolkssdrulen mit 73 Proz., txe höheren Schulen mit ob Proz. ihrer Gesrmt-

Bericht des Sdabtorz»e- liegt für ONenbacha M. das Erorimis wie folgt: Unter» ernährt wa.rn m den Beschulen 42 Proz., tn xn höheren Schulen 31 Proz., mntelmifeig er* latjrt m den beiden genannten Sctzulkategonen -e 50 Proz. und gut ernährt 6 fr,ro. 17 Pro-,. Tas blosse imb schlechte AuS>hen sowie bte kränk- (td-e Besda'leiih i. der Kinder ist besonder- ani* gefallen Tri rett krank und blaß wa en 33 Proz der BolksfdMcr imb 25 Proz. b r Sdulkmver höherer Sdprlen. Gesund falten mir 15 bz^ 28 Prozent ans. Zusammenkassend würbe bei 40 Proz der Volk Irixrlfinber ber GesiuüHessszusta..b für ge­fährdet erklärt.

Aehnlidie Unterfurfnrr^n find a'ch tn Gießen emgeteilet uitf> werben vv'ausnchtlub in ber nächsten Woche abgeschlossen. Das Ergebnis für Gießen werden wir sodann alsbald veröttent* sichen können.

Noch eine etenerernarun«.

Eine weitere Steuererklärung wird durch eine neue Verfügung des RcichSministecs ber Finanzen oen Steuerpflichtigen auferlegt. Sie gilt oem K a p i l a l e r t c a g. Anzugeben find darin auch die Zinsbeträge, für die bte Steuer durch Abzug bereits entrichtet ist. Zu unterscheiden sind auch die Beträge, für bte der Pflichtige eine Quittung über ben Abzug hat oder nicht. ES wird ausdrücklich keine Rück­sicht auf die Höhe der bezogenen Beträge ge­nommen, auch wenn sie m einem land- oder forstwirtfchafllichien oder gewerblichen Betineb anfallen. Es müßte demnach auch feder Be­sitzer des kleinsten Sparkassenbuches eine Steuererklärung abgeben. Die Errechnung des steuerpflichtigen Zinsbetrages wird manche Sch)wierigkeiten machen, da die Sparkassen jetzt einen Zinssatz berechnen, von dem die Steuer schon abaezogen ist. Soweit eine Ver- pfl'chtung zur Abgabe einer Einkommen-oder Körperschaftssteuererklärunb besteht, ist sie über den Kapitalertrag gletchzeitia mit dieser obzuaeben. Zu der Erklärung wird nur durch amtliche Bekanntmachungen in den dafür be­stimmten Tageszeitungen aufgefordert. Die SteuererNärung eines Ehemanns mufe das Einkommen feiner Ehefrau mitumfassen, so­fern beide Ehegatten steuerpflichtig find und nicht dauernd voneinander getrennt leben.

Veranstaltungen.

Samstag: Stcütthcater, 4'/, UTr,Götz von Berlichmgen". Katholisches B^emfrxru-, 7t/s Uhr, Bolt ogsabenb bcS Naturheilve einS. Singen ber Obtcealfdiufe, 9 Uhr TOitgfte'e^* versammln' g des Verein- volk-lxxh chule.- (Sxifb Leib, 7'/, Ubr, Kvnzert und Bonteklung ber Chtem* teer. Ltckst'piettif>a er rote gestern.

Sonntag: Stadttheater, 3 Uhr,JSter* mann"; 6</< Uhr,Die Fascht:-stee". Rene Aula. 5 Uhr, Sonderkonz^.t des Gießener Kon* lertivcremd Turnhalle ttej Gyrmmfinms. Süd- Anlage, .Kcminchen*Änsstri!ung. Stodtkirchr, 8 Ubr, Famittenabmd des ®.o'rWn Bun>s Stadlmisfionssaal, 8A Ubr, ag des Vic Brandenburg. Eafb Leib, 7*/j Uhr, Ävnzcrt unb Vorstellun- ber Chiemscer. Lichtirinelthoottr ane geste m.

Rflubvogelplage. Ueber sbtig wach­sende Verheerungen, rocldy die Raubvögel unter der kleinen Bogelwelt, namentlich unf.m Sing­vögeln, anrichten, wird von Landwirten vielfach geklagt. Namentlich der Sv-iber soll ganz furcht­bar bauten, et kommt selbst aui die Häte geschossen, um die Tauben an ihrer Futberstclle zu fangen. Es wird dringend gewünscht, daß die Zcigerroeli diesen geiährlichen Gesellen mehr als bisher zu

Leibe g?(>*n möchte.

** Äleine TO Ute nun gen. Eire U n* derwood-Schreibmasdntie awrbc m ter Nacht zum Tonnerstrg aus einem GefchrftS-rimmer ui Dec Nähe M Vahuhois gestohlen. Bor An- kani'wird gewirnt Anla>Vich des am 33 Frn. ui Ownsten feeima treuer Ölte fti'e ter vorn Ver­ein für B w gmtfls yiete t*e a iftnltetm Wett­spiels seiner Lioo-Ersatr Mannsd^ast gegen die gleid'e des Dallfpiclklub 0> 'Wetzlar konnte der B f. B. einen Reinertrag von 317 Ms. an die hirs ge Or-grutwe lytmatt euer über d<efier a - sichren. Neben oicsem ri. a 'zteUen Eno g ber bei ernigermaftem seh'nfterem iterutb leicht hätte größer icm fdmieit, tonnte der B t B. auch bet sp>els- rischen Eriolg für sich entfchri^u, indem »eine Liga-Er^tz-Nrann»chast m(t 4:1 unö ieme 3. Mannschaft gegen B C. 05 Wetzlar mit 2:1 ge* loamt.

Landkreis Gieren.

Zur Bürgermeiftenvchl in Sich.

L i ch. 4. Fcbr. TerLb?rhessische Anzeigeri' in Friedberg, der sich in einem längeren Artikel mit dem Ausgang der hiesigen Bürgermeister­wahl bcschältigt, schreibt il a : ,.Es bürite all-

>orrn am 11. Mai 1858 zu

gödie (1916). Tie Rebhühner". <omöbte (1916), Tie uralte Svh nr", Bo.nrag (191>3). |

Karl Hauptmann ist ein bodenständiges, viel-

Karl Hauptmann f

Hirschberg, 4 Febr iVossf.) Dem « Bo­ten Mis dem RiefengebttV zufolge ist gestern nacht der Tick'ter Tt Earl Hauptmann auf feinem Vesstztum in Schnriberbau an ltter*fd>roädr, die fid' als Fo'gr eines im Früh-ahr eing.tretenen Schlagaissalls eingestellt harte, im Alter vorn 68 Jahren gestorben.

Statt Hauptmann. Gerbort Hauptmanns ät*

fer im Blick Aerfür erscheint Fr. von der Ä ei­lt u g r a t b. z. B. in der klaren Fassung der Bodens«landsä>aft. Zu stilistihl-er Eigenart strebt H. Rettig (München), btf'en Hamlet jehodi stark sentimental auigcsafet ist. Unmittelbarer wirkt die

DberiaUbnknn in Sdäefien, als zweite- Sohn des Hotelbesitzers R. Hauptmartn Karl studierte, nach-

unpathetisch neffbene Tiroler Wirtsstub' von R. Reinicke EUvas nüchtern itrirfen die HLuser- gruppen von H Müller-Samerberg, während Mar G a i sse r tMünchen) de Häuser am Kanal von Amsterdam rcizvi'll im Tust v.teschwim- mnt läßt.

Außerhalb der Münchener Olrupve jrigt Liga Hassel mann-Kurtz (Frankfurt) < r k ihrer virtuosen Pastelle HFteuiier (Frank urt' flotte Skizzen unö Toni l Staschu 4 (Königsberg) schr dekorativ empsundcne Holzschnitte. zi.

, ... ..._____ _ ____________ Lmtdscha 11

bet F. Nockher ( >d?en, der bei atnuiW» rifdxn Du't mit seinem Pinsel bannen will. ©d:är*|

Gberhelsijcher Kunftverein.

Gießen, 1. Febr. 1921.

Tie Ausstellung Münchener Aauarel- 1 i st t n ro ist, rot* die meisten ihrer Borgänaerinnen, eine aufsallcnd «ringe Zahl von fi. lich n Dar­stellungen und Porträts auf. Tic Er Walter deS Zmprrsrionismns, der 'ich tx»m Menfd'en zum Raum binroanbie, enträts ln lieltet die pbusiogno- mischcn Züge einer Landsd a t. als eines Mcnsd>eu, imGcgeniay zu neuereu u Kustbestrebungen, die wie. brr das Biw des Menschen im Mittelpunktc der Drit s.'hcn, ipenn sie baoei auch mehr d n >'e lischen Habitus »u treffen su.hen. als bte frifte e Pitzsl^g- nornie. Leider siird ciuS der Au-se2ung kerne Ber- glcichSmomente zu fi iben, bi? diese Gedankciwängc ^er erlän'erten. Tie Münchener Aauarrilisteu melden in Anbetracht der erschwerten Äbfalimög- lichkeiten das nicht immer fruchtbrinw'nde E'-peri- ment und bewüh'N sich mit guter Durchschnitts- aua ität den Wfr fdxn des Ihinniicbtat-erg en'gegen zu kommen, ber fein Hrim schmücken ivill M Irrere der fiünf l.*r hiben nicht zrrm ersten Mair in Giefe. n ausgestrl t Tie Landscho tsaus ai'unfl H Krens siaS iMüncken' in Ihr n leuchtenden Farben persönlich genug, bafe man sch ihrer von frflb'ren Gelegenheiten Irr noch sehr nnb! erinnert Auch R K S s e 1 i tz München hier kein Unbefdnutet Diesmal gefeiten non ihm am besten rine gewi ier- fänv« gere Vanbfcba t low.e als r^'. siagrowische SlrdicTer Sammler^. 8m grob zügigsten i i Auf­fassung und Turchsührung sind bi? beiden Str nd- büber von E. Bergen (Mün<hen). Wenig ein

heitlich ist bte teärrifche Brt«rdluug b.T Vanbfdxi t I dem er das Gvmnassum absolviert hatte, Natur­wissen schäften und Philo'vpine imb zog iw? "ach Erlangung her DokS rwst de nach» ömretberbau zurück, um hier der Sdiriftstellerri zu leben. Bon fernen ©crfcni kie i g ..amt:Die Metapiwfik Li der mod'rnen ri-hns»>log.e" 11893), daskhau» spiel ..Marianna" (1894), dos SchanvielWaid- teilte'' 11895).Sonmmoandcreri' Gebicbte (1896), das SchauspielEphr-'i'ns Brr.te" 1898., , Aus meinem Tagebuch" 1899), das Schnuspte! , Dte Bergfchmiede'' (1901),Untere ®i N ch e.t" Bor- toafl (1902), ..Mathilde ' Jtoman (1902., bit Er- tÄstungenA - vütren em i'a* gt", k>a- Schau­spiel ,,Tes Königs Harfe" (1903), btt Erzäb- langen .Miniaturen" (1904), dos 3dxm>lxri , Ttt Austreibirng" 1905k die Erzchlting ,.E nsäliigri (1905), die Bühnendickrtung MoseS ' 1936), ber RomanCinhan. der Lächler" (1907) die Er­zähl ung ,^udas' 1906\ das Schamp elBan- spiele" -1W9), . Das GoheimntS der Gestalt" Vor­trag (1909),Napol atm Bonaparte . zwei Sda n- sptelr. 1910 , die Erzäb!u "gmNachte" (1911), ber Roman ..Ismael 7v iedmann 192l tafl SchauspielTie lange Znle " 1912), des ächmi- spiel ,Tte armPhgvn Beenbinder" 1913'. bte ErzählungenSchi.s »le", das Sd«uspick ..Krieg, ein Tedeum" (1914), badRübetablbuch", die dramalischen SzenenAuS dem g-oivn Ät ex" (1915 ,Tort, n» im Sumpi Hürde steckt", Sonette 1916),Irbia? Duntschiih" buch. Ire»

feithrt Talent, ein seiner 9liuilt)tifnr, dessen Haupt* traft in der detaillierten, derben Pspst^logre seiner Gestalten und (älter idealisüschen Le euscrsassunO liegt

Dte veschlagn<rhmtk Alraune

Ld. M a i n z, 4. Febr. Dte hiesige Staatsan- waltfdxrft hat HanS Heinz Ewers phantostriche» Ilbonian?liraune", der auch für bat Kino ver­arbeitet worden ist. als unzüchtige Schrift beschlag­nahmt.

Durchsichtige M en s chen rper. Ter russische Pcoses.or der Anatomie Dr. Wassi- hero bel.-auvtu in sranzä ifchen B.ä.tem. da) Pro­blem gelöst zu haben wie man den menschlichen Organismus durchrichtig macht. DaS P:inzip seiner (httbedung, die on Dem Menschenkärper erst noch hem Tod? angewendel werden kann, erinnert an nem sse phantastische Borstel ungen die die Roman- d.chter envedt haben beionders an bte Angaben in dem NomauDer umichtlure Me 'sch^ von H. (M Wel(S Der Proses or erklärt daß er in PtterSb'.irfl vor tk*r flteaolu ton rendriebene Leich» na.h se nn: Methode Dtiporieri und voll kommen durchsichtig flcmabt hab; Durch die Ein vritzung von farbigen Flü'iiflkriten soll es mäglih fein, die Arterien und Venen mit größter Klarheit henrortreten zu lassen D t e Lurdstich'tgmachung her ^'orpte tft nach Woss, rews Behnruckung iür den Unterricht in br- Anatomie und für Studten- uvede von grobem Wert.