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Ur. 20b Zweites Blatt Gietzener Anzeiger (Gen'ral-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 3. September 192s

Aus Stadt und Land.

(Sieben, den 3. Sept. 1921.

Der Pastvcrmerk bringt es an den Dag . . .

Wir sind dem Herrn PolizeioberwachtrneistLr Kimmel sehr jbankbar dafür, bah er uns heute moraen folgenden, die Schatten der Zeit humo­ristisch durchblitzenden Vorgang mitteilte, der sich auf dem Polizeibureau abgespielt hat. Ein Ob- dachsuchender toic-6 bei seiner Vernehmung einen Pah auf, in dem der absonderliche Vermerk stand: Dem Inhaberwurden fünfundzwan­zig Stockhiebe verabreicht, weil er sich auf seiner Arbeitsstelle u n a n - s, ändig aufgeführt ha t." Die Beamten staunen und erkundigen sich, was es damit für eine Bewandtnis habe. Der harmlos aussehende Obdachlose offenbart darauf ein so leidvolles wie erzieherisch gerechtes Erlebnis. Auf einem Stein- b r u ch war damals die bewuhte Arbeitsstätte. 3n einer Feierstunde, ^als niemand es sah, verrichtete er dort an unpassender Stelle ein natürliches Be­dürfnis, wobei er. vor Entdeckung sich sicher füh­lend, einen Zettel zurücklieh, der die Aufschrift trug.Cffier den Täter erwischt, ist berechtigt, ihm fünfundzwanzig Stockhiebe aufzuzäblen." Der Missetäter, der so gröblich gegen Anstand und Ordnung verstteh, wurde aber durch eine Fügung deS Zufalles gar bald in eine ähnliche Reue­stimmung versetzt wie der vor naher Vergeltuna bangende König Claudius: , Meine Tat ist faul, sie stinkt zum Himmel." Betrübt gestand er, am Tatort aus Versehen auch ein verräterisches Er- kenmingszeichen aus seiner Tasche liegen gelassen zu haben. Er wurde ersaht, und die Remesis voll­streckte das Urteil, das er sich selbst gesprochen hatte. Bei seiner weiteren Vernehmung suchte der Held dieser Geschichte den Eindruck, den sein Un­glück machte, abzumildern mit der Feststellung, dah er aber n u r z e h n Hiebe wirklich empfangen habe und bereit sei, den Polizeibeamten den Be­weis dafür anzutreten.

So trifft diesen Schuldigen das doppelt stra­fende Geschick, selbst das Zeugnis seiner $at_ und ihrer Sühne über die Lande tragen zu müssen. Er trägt es jedoch mit Gleichmut. Auf die Ent­deckung. dah er an Barmitteln noch 150 Mark mit sich führte und also als Obdachloser nicht zu behandeln sei zog er zufrieden mit der Bemer­kung fort, dah er sich dann nach etwas anderem umsehen wolle.

*

* Vom Stadttheater. Wir wiesen vorgestern bereit- kurz auf die Abonnementsein­ladung hin. die im Anzeigenteil der gleichen Rümmer desGiehener Anzeigers" enthalten war. Die kommende Spielzeit es ist die neunzehnte unter Leitung von Direktor Steingoetter ist nach einer Mitteilung aus dem Stadttheater- bureau in jeder Weise sorgfältig vorbereitet wor­den. Sowohl Zusammenstellung des Personals wie Gestaltung des Sptelplanes dürften auch weit- Sehenden Ansprüchen genügen und wenn schon te letzte Spielzeit den Beweis erbracht hat, dah das Stadttheoter die Rachwehen des Krieges glücklich überwunden hat, so wird die kommende

Spielzeit dieS bekräftigen. DaS Abonnement, i das wiederum für Dienstag, Mittwoch und Frei-1 tag und zwar aiif je 25 Vorstellungen lautend ausgegcben wird, bietet gegenüber der Entnahme von Einzelkarten so grohe Vorteile, dah die iln- terstützung unseres Kunstinstituts durch recht zahl­reiche Abonnementsbestellungen im eigensten In­teresse aller Kunstfreunde gelegen ist.

ee Fremdenlegion und Mädchen­handel. Wenn auch die Warnungen vor den Werbern für die Fremdenlegion etwas ab­schreckend gewirkt haben, so treiben die Agita­toren ihr Werk um so eifriger in der Stille weiter. Aus verschiedenen Gegenden des unbesetzten Gebietes wird gemeldet, dah sich fremde ele­gante Herren an junge Leute heranmachen und diese zu einem Glas Wein und dergleichen nach einem Gasthaus einladen. Wenn die vertrauens­seligen Burschen mitgehen, werden ihnen von den Häschern Zigaretten angeboten, nach deren Genuh sie in Dämmerungszustand verfallen und dann heimlich in ein bereitgehaltenes Auto gebracht und in das besetzte Gebiet nach einem Werbebureau gebracht werden. Hier müssen sie einen Verpflichtungsschein zum fünfjährigen Dienst bei der Fremdenlegion unterschreiben. Schon nach wenigen Tagen befin­den sich 'bann die unglücklichen Opfer auf dem Wege nach Afrika. Leider verbirgt sich hinter den Häschern in den meisten Fällen ein charakter­loser Deutscher, der so weit verkommen ist, dah er es nicht verschmäht, als Agent der Werbe­zentrale der französischen Fremdenlegion tätig zu sein. Reuerdinas sind wieder Mädchen- Händler am Werk. Aus dem Taunus wird ge­meldet, dah am letzten Sonntag in der Rahe von Weilmünster zwei junge Mädchen von den In­sassen eines Automobils zu einer Spazierfahrt eingeladen wurden. Den freundlich zudringlichen Bitten der «Fremden wollte schon das eine Mäd­chen Folge leisten, doch gelang es der Freundin noch im wehten Augenblick, es davon abzuhalten und vom Trittbrett herunterzureihen. Als ein junger Mann fhinzukam, fuhr das Auto in schnell­ster Fahrt davon. Man kann nur immer wieder warnen, sich Derartigen unbekannten Personen an­zuvertrauen und an ihren Automobilfahrten teil­zunehmen.

Rach der neuen Fernsprechord­nung ist künftig die gemeinsame Benutzung von Fernfprecheinrichtungen durch mehrere Personen gestattet. Auf Antrag werden solche Personen. Firmen usw. nach Dem Ermessen der Telegraphen­verwaltung auch in die amtlichen Fernsprech­bücher eingetragen. Rebenstellen, die der In­haber des Hauptausschusses auf anderen Grundstücken besitzt, werden künftig in das Fern­sprechbuch nicht mehr ausgenommen. Das Fern­sprechbuch enthält daher fortan die Hauptstellen sowie die Rebenstellen Dritter. Es wird Diesen Personen bei der erstmaligen Tlebergabe des An­schlusses unentgeltlich ins Haus geliefert. Bei späteren Auflagen ist das neue Buch binnen vier­zehn Tagen gegen Rückgabe des alten bei der von der Telegraphenverwaltung bestimmten Dienst- | stelle abzuholen. Wird das Buch nicht abgeholt | oder die Zustellung gewünscht, so bringt es die

Post gegen eine Gebühr von 1.50 Marl ins Haus Das alle Buch muh dabei zurückgegeben werden.

** D i e Warenausgabetabelle des Lebensmittelamtes für die kommende Woche ist im heutigen Anzeigenteil enthalten: ebenso d<e Wochenbekanntmachung des städt.schen B renn­st o f f a m tc s.

KrciS Büdingen.

Ridda, 1. Sept. Der diesjährige Dorftirchentag tritt hier am 28. September zusammen. Vorträge sind angemeldet über: -Das Dereinsleben auf dem Lande mit seinen Gefahren für das kirchliche und religiöse Leben" und über »Die Heimat im Religionsunterricht".

KrciS Friedberg.

'Beilegung der Lohnftreitigkeiten in der Butz­bacher Metallindustrie.

bz. Butzbach, 2. Sept. Die Metallarbeiter der hiesigen Werte hatten beschlossen, bei wei­terem ablehnenden Verhalten der Arbeitgeber be­züglich des Schiedsspruches des Schlich.ungsaus- schusscÄ erneut in den Streik zu treten. Die Ar­beitgeber haben nunmehr ben Schiedsspruch des Schlichtungsausschusses anerkannt, infolgedessen wird weitergearbeitet.

nt Kirchgöns 2. Sept. In hiesiger Ge­markung wurde vor etwa sechs Wochen mit dem Ausgraben eines Brunnens begonnen. In ge­ringer Tiefe stellte sich schon so viel Wasser ein, das) die vorzügliche Pumpe fast den ganzen Tag in Tätigkeit sein muhte. So erreichte man bis vo­rige Woche etwa 10 Meter Tiefe. Darauf begann man mit einem Bohrversuch und etffahte dadurch die Quelle noch besser, so dah man glaubt, den Ort damit versorgen zu können und stellte deshalb vorläufig die Arbeiten ein. Die mit der bereits beantragte Feldbereinigung geplante Anlegung einer Wasserleitung ist somit gesichert.

nz. Ober-Mörlen, 3. Sept. Am Mitt- wvchmorgen wurde bei Jakob Wilh. Mörschel dahier eingebrochen und verschiedene Klei­dungsstücke gestohlen. Der Dieb wurde von der Tochter Mörschels überrascht und auf deren Hilfe­rufe eilte der 18jährige F. K. König ihm nach und konnte ihn trotz heftiger Gegenwehr dingfest machen. Der Dieb wehrte sich mit Messer und Schlagring.

KrciS Wetzlar.

ra. Wetzlar, 2. Sept. Der Kreistag hat beschlossen, eine Kreis-Vergnügungs- steuer einzuführen. Dem Äreife steht das Recht zu, 5 Prozent von den Sätzen zu erheben, die Stadt- und Landgemeinden als Vergnügungs­steuer erheben.

ra. Waldgirmes, 2. Sept. Für die Oberfchlesienhilfe wurden gesammelt, in Hermannstein 633 Mark, in Königsberg 367 Marr, in Raunheim 770 Mark und hier 570 Mari.

Kirche und Schule,

Instruktionskursus des Heffi- fchen Evangelischen Gemeindetages. Der angekündigte Vortragskursus am Montag,

5. Sept., 10 Uhr vormittags, im Gemeindefaal der Iohanneskirche, ist für alle intercH.e ten Ge- mcinbcg.icber zugu. glich.. i? Mt: i der ist die Teiti.ahme unentgeltlich Die Mitgl cdschast kann am Eingang des Saales erworben werden.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, 4. Sept. 15. n. Trinitatis.

In der S t a d t k i r ch e. Vorm. 8 11 br. zugl, Christenlehre f. d. Reutonfirm. a. d. RlatldäuS- gemcinbc: Psr. Mahr. 9 : Psarrassist Ramgr. 11: Kinderkirche f. d. Martusgem Psarrrfust. Ramge. Dienstag, 6. Sept., abds. 3 H.lcr- versammlung d. Männer- u. Frauenv.r i igung d. Matthäusgemeinde. In der Jovannes- k i r ch e. Vorm. 8 Uhr, zugl. Christenl. s. d. Reu­konfirm. a. d. Lukasgem : Psr Bechtold Heimer. 9>. Uhr, zugl. Militärgott« bienst: P r. Au.f ld. 11: Kinderkirche f. d. Iohannesgem. Psr. Ausleib. Am 11. Sept, findet im Haupigoltesdienst Beichte und Feier des hl. Abendmahls tur Lukas- und Iohanneegemeinde statt. Vorherige Llnmeb» düng wird erbeten.

4. Sept. W i e s e ck. Vorm. 9*/r' Gottesdienst. 103/4: Kinderkirche. Rachrn. 1: Christenlehre rion- firrn. weibl. Jugend). Sonntat. t Sept., vor­mittags 10: Kirchberg. 11 Ehr.stenl-Hre s d. männl, konf. Iugenb. Rachm l/2: Lollar.

Katholische Gemeinde.

Samstag, 3. Sept., nachm 5 u. abds. 8 ilbri Gelegenh. z. hl. Beichte. Sonntag. 4 Sept. 16 Sonntag nach Psi. gsten. Torin. 6 Gelegenh. zur hl. Beichte. 7: HI. Messe Kommunion d. Männer u. Jünglinge. 8: Austeilung d. hl Kom­munion. 9: Hochxrmt in. Pr. 11: Hl Blesse nt Pr. Rachm. 2: Andacht. 3/2: Hausangestellten- Verein.

Kathol. Gottesdienst. 4 Sept. H u n« gen, vorm. 8. Lau ba ch, vorm. 10 Uhr.

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Behördliche Anzeigen

Stobt. £cbensmittclomt.

Warenausgabe für die Woche vom 5. bis 11. September 1921. Richt rechtzeitig abgeholte Ware verfällt.

1. Brot. Wochenmenge 1850 Gramm Brot ober 1370 Gramm Mehl.

Preis für 1-Pfunb-Laib Mk. 1,70,

Preis für 2-Pfund-Laib Mk. 3,40,

Preis für 3-Pfund-Laib Mk. 5,,

Preis für 4-Pfund-Laib Mk. 6,70,

Brötchen zu 50 Gramm Mk.,20. Weizenbrotmehl das Pfund Mk. 2 30, Roggenmehl, das Pfund Mk. 2.20.

2. Rährmittelu. Zucker für Kranke. Dg. Wallenfels, Marktplatz 21, C. G. Kleinhenn, Dahnhofstr. 59. W. Haas Rachfl., Bleichstr. 18, Gebr. Michel, Walltorstr. 29.

3. Sonderausgabe des Lebens­mittelamts:

Trockenmilchpulver 120 Gramm 4,10 Mk. (für 1 Ltr Milch ausreichend). Das Trockenmilchpulver erseht nach Anrühren mit Wasser die beste Voll­milch und ist auch genau wie solche zu behandeln. Verkauf erfolgt bis aus weiteres von 812 Uhr vormittags und 35 Uhr nachmittags im Stadt­haus, Gartenstrahe 2, Zimmer Rr. 8, an jeder­mann. Samstags erfolgt Verkauf nur von 8 bis 12 Uhr vormittags. Am 10. d. Mts. wird der vorhandene Lagerbestand auf« gebraucht und bie neue Senbung et­was teuerer fein.

4. Amerikanisches Weizenmehl. 800 Gramm tzum Preise von 3.50 Mk. das Pfund. Ausgabe erfolgt vom 5. bis einschl. 17. September 1921 in den hiesigen Kleinhandelsgeschäften gegen Abgabe der Lebensmittelmarke 37.

Die Kleinhandelsgeschäfte haben die ein­gegangenen Lebensmittelmarken, gebündelt zu 100 Stück, am 24. d. Mts. dem Lebensmittelamt, Zimmer 8. einzureichen. Die leeren Säcke und etwa nicht verkaufte Mehlmengen sind am gleichen Tage, nachmittags von 24 Uhr, an das Mehllager, Süd-Anlage 10, zurückzugeben.

5. Zucker. Monatsanteil für Oktober 1921. 750 Gramm Zucker zum Preise von 4.10 Mk. für das Pfund. Ausgabe in den Kleinhandelsgeschäf­ten gegen Abgabe der Lebensmittelmarke 38 bis einschl. 24. September 1921.

Die Kleinhandelsgeschäfte haben die ein­gegangenen Lebensmittelmarken, gebündelt zu 100 Stück, (unter Angabe des noch vorhandenen Bestandes, am 26. September 1921 dem Lebens­mittelamt, Zimmer 8, einzureichen.

Stadt. Brennftoffamt.

1. Ausgabe von Gaskoks für den Hausbrand und gröbere gewerbliche Betriebe. Gegen Abgabe der Marie 4 der Haushaltungskohlenkarte (blaue Karte) können bis zu 5 Zlr. Gaskoks bezogen werden. Die gröberen gewerblichen Betriebe, denen Gaskoks zugeteilt ist- werden aufgeforbert, die ihnen zugeteilte Wenge umgehend zu beziehen.

Gaskoks kann durch das Stöbt Gaswerk und durch bie Kohlenhandlungen bezogen werden.

2. Ausgabe von Braunkohlen. Ge­nen Abgabe der Marke 5 der Haushaltungs- kohlenkarie (blaue Karte) können bis zu 3 Ztr. Braunkohlen oder Braunkohlenbriketts von ben Kohlenhandlungen bezogen werden.

3. Verkauf von Brennholz. Die Ab­gabe erfolgt in beliebigen Mengen von Vs Zentner an vom Lager in der Gabelsberger­strabe täglich von 811 Uhr vormittags und 14 Uhr nachmittags. Bezugsscheine werden täg­lich von 71/212 Uhr vormittags und 1/235'/, Uhr nachmittags im Brennstoffamt. Garten­strabe 2, Rebengebäude (früheres Ortsgericht) ausgegeben.

Preise: Hartholz, geschnitten, Zentner 14 Mk., Weichholz, geschnitten, Zentner 12 Mk. Für klein- aehacktes Holz wird ein Zuschlag von 1 Mk. für den Zentner berechnet. Bei Abnahme gröberer Mengen, mindestens 50 Zentner, wird ein Preis­nachlab von 1 Mk. für den Zentner gewährt.

Dieben, den 1. September 1921. 9533B

Der Oberbürgermeister.

(Lebensmittelamt und Brennstoffamt.)_____

Bekanntmachung.

Tetr.: Zulagen für Schwer« und Schwerstarbeiter.

Für das am 16. August ds. Is. begonnene neue Getreidebewirtschaftungsjahr ist das Umlage- verfahren eingeführt worden, und wird hieraus die seitherige Brotration von 200 Gramm Mehl täglich gewährt, außerdem wird für die Uebergangszeit wie isher Kochmehl an die Dersorgungsberechtigten zur Ausgabe gelangen. Der sonstige Bedarf an Brot und Mehl muh jedoch durch die aus freiem (Betreibe her- gestellten Erzeugnisse gedeckt werden.

Die beteiligten Reichsbehörden ordneten daher übereinstimmend an, dah ab 15. August 1921 alle Zulagen in Fortfall zu kommen haben. Das Hessische Landesernährungsamt verfugt infolgedessen zu Rr. L. E. A. 13879 vom 16. ds. Mts., dah ab 15. September 1921 alle Zulagen völlig abgeschafft werden.

Demnach kommen von diesem Tage die Zulagen für Schwer« und Schwer st- arbeitet, sowie werdende Mütter in Wegfall.

Giehen, den 22. August 1921.

KreiSamt Giehen Z. V.: H e m m e r d e.

Vorstehende Bekänntmachung wird hiermit orts­üblich veröffentlicht. 9576B

Giehen, den 2. September 1921.

Der Oberbürgermeister. (Lebensmittelamt.)

Ärbeitsvergebnng.

Für die Feldbereinigung Holzheim sollen Donnerstag den 8. ds. Mts., vormittags 9 Uhr, auf dem Rathaus zu Holzheim Grabenarbeiten, veranschlagt zu 17 919 Ml. Verschle.fungsarbesten. veranschlagt zu 63 673 OHL Fuhrleistungen, veranschlagt zu 615 Mk.

in einzelnen Losen vergeben werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen auf Hess. Bürgermeisterei Holzheim offen, wohin die An­gebote in Prozenten des Voranschlags, verschlossen und mit Entsprechender Aufschrift versehen post- frei bis zum Eröffnungstermin einzureichen sind. Zuschlagsfrist 14 Tage. 9537 B

Giehen, den 1. September 1921.

Hessische Kulturinspektion Giehen.

H. Steinbach, Bau rat

Wasser! eitungs arbeiten.

Samstag den 17. September 19 2 1, vormittags 11 Uhr, sollen auf unserem Bureau die Angebote für die Wasserversorgung Rieder-Moos (Kreis Lauterbach) eröffnet werden.

Los l. Brunnen- bzw. Quellfassung:

Los II. Maschinenhaus:

Los III. Saugbehälter (30 Kubikmeter);

Los IV. Hochbehälter (80 Kubikmeter):

Los V. Rohrleitung u. Rohrgräben (2000 Mtr.)

Angebotsvordrucke sind von uns zu erhalten für Los I je 1 Mk., Los II je 2 Mk., Los III je 5 Mk., Los IV je 10 Mk., Los V je 20 Mk. Pläne und Be­dingungen liegen <auf unserem Bureau offen. Freie Auswahl ausdrücklich vorbehallen. Zuschlagsfrist drei Wochen. 9538B

Giehen. den 1. September 1921.

Hessische Kulturinspektion Giehen.

_________H. Steinbach, Daurat._________

Bekanntmachung.

Das am 15. August d. I fällig gewesene 2 Ziel Schulgeld des Realgymnasiums, der Oberrealschule und der Höheren u. Erweiterten Mädchenschule für das Rj. 1921 kann in den nächsten acht Tagen noch ohne Kosten an die Stadtkaffe bezahlt werden.

Giehen, den 3. September 1921.

_________________Stadtkaffe Giehen.____________Ltt9B

Vergebung von Bauarbeiten.

Die zum Neubau einer Arztwohnung für die Gemeinde Garbenteich erforderlichen (Erb-, Maurer-, Kunststeine«, Zimmer-, Dachdecker-, Spenglerarbeiten und die Eisen- und Trägerlieferung sollen im öffent­lichen Wettbewerb vergeben werden

Pläne und Vertragsbedingungen liegen vom 5. d. Mts. ab bei dem Unterzeichneten, Regierungs­gebäude, Landgraf-Philipp-Platz 3, Zimmer Nr. 18, offen.

Angebote, zu denen Vordrucke gegen Erstattung der Selbstkosten ebendaselbst erhältlich sind, sind mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und postfrei, spätestens bis zum 14. September, vormittags 10 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen.

Die Eröffnung der Angebote erfo gt auf Zimmer Nr. 18 zum gleichen Termin in Gegenwart erschienener Bewerber.

Zuschlagsfrist: 14 Tage.

Giehen, den 1. September 1921. [9561B

Der obere Daubeamte der Kreisverwaltung Giehen.

3. 73.: Schneider.

Vergebung von Bauarbeiten

Zur Errichtung einer fforfttonrttoobnana mit Neben rebäude in ber (Memarfu m Grohen-Lmden sollen sämtliche Bauarbeiten getrennt öffentlich ver­geben werden.

Tie BerdinaungSunterlagen und nuf dem Bureau de? unterzeichneten Architekten einznfeben und zu belieben, woselbst autf bie Zeichnungen zur

Einsichtnahme ausliegen. . . ,

Die Angebote und in verschloffenem Bries- umschlag mit der Aufschrift:flnaebot auf Aus­führung der Maurer-, Ziinmerarbeiten usw- _ für die »Xorftronrtroobnitnfl der Forstwartei Groken- Vinben", spätestens bis zum samstas den 10. September 1921, nachm. 3 Uhr, einzureichen.

®tei$en, ben 2. September 192L

Fischer, Architekt B. T. Setters weg N.

Fernsprecher 625. Ö547D

Versteigerung der Erummeternte.

Die auf den Wiesen des Provinzialwafferwerks in Gemarkung Inheiden anfallende Grummeternte soll Montag, 5. September 1921, vormittags 10' , Uhr, an Ort und Stelle versteigert werden. Zusammenkunft im Provinzialwafferwerk. 9532D

Giehen, den 3. September 1921.

Direktion des Provinzialwafferwerks Inheiden.

Obstversteifterniig.

Mittwoch, 7. September soll das Obst der Ge» meinbe Dorf-Gill, bestehend in Aepseln, Dirnen und Iwetschen, versteigert werden. Anfang nachmittags 1 Uhr am Schulhaus,

Dorf-Gill, den 2. September 1921. 9548O

Bürgermeisterei Dorf-Gill

S chmidt.__

Obftverfteigernng.

Donnerstag ben 8. September, von 9 Tlhr vormittags vb, wird bas der Gcmeinbe ge­hörige Obst, bestehen!» aus Aepfel, Birnen unb Zwetschen, versteigert. Der Anfang ist am Orts- ausgang nach Steinberg. 9539D

Grüningen, ben 1. September 1921.

Hessische Bürgermeisterei Grüningen.

______________Dingel.___

Bekannttnnchnng.

Detr.: Die Rabbiner Dr. Levi-Stiftung.

Aus obiger Stiftung sind am 1. Oktober d. Zs. die Jahreszinsen mit 156 Mark zu einem Drittel an zwei Arme der ifrael. Religionsgemeinde Giehen, zu einem Drittel an zwei arme Israeliten der Provinz Oberheffen, zu einem Drittel an zwei christliche Arme der Stadt Giehen zu verteilen.

Bewerber um diese Gaben wollen sich bis zum 15. September d. Is. schriftlich hierher wenden.

Giehen, den 2. September 1921. (9544D

Der Vorstand der ifrael Religionsgemeinde Giehen Moritz Strauß.

Ausschreiben.

Am Hessischen Landeszuchthaus ist alsbald bie. Stelle eines Kanzleigehilfen zu besetzen. Bewerber wollen sich bei der Direktion schriftlich melden und dabei ein Leumundszeugnis, etwaige Dienstzeugnisse und Mititärpapiere sowie einen selbstverfahten Lebens­lauf Dorlegen.

Marie nschloh, ben 1. September 1921.

______Direktton des Landeszuchthauses. (95990

Mgenboclverkauf.

Am Montag den 5. Sept, nachmittags 2 Uhr soll auf der Bürgermeisterei der Gemeinde ein wegen Inzucht abzuschaffender Saaner Ziegenbock meist­bietend versteigert werden. 95890

Lumda, den 3. September 1921.

Hessische Bürgermeisterei. Schultheih_______

M- uni) ErnMchlMttWttW.

Donnerstag ben 8. September, vormittags 9l/4 Uhr, wird in den fiskalilchen (Bärten bei Allen- Duseck das Obst (Aepfel, Dirnen, Iwetschen) sowie das Grummetgras an Ort und Stelle oe steigert.

Auskunft erteilt Forsttvart Müller, Alten-Duseck.

Giehen, ben 3. September 1921.

Oherförstere! Giehen. Dr. 2 ch üz. 9608D|