Habt, hielt zusammen mit dem dritten Äanbi-
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stische in den Dahn.
21 n i t n t i o n neccn die St^llu^g^vflicht tschechischen Berg- und Hüttenrevieren
Aus bem beseiten Gebiet.
Die amerikanlsHen Trupven am Rhein.
London, 1. Rov. (WTB.) Chamberlain erklärte im Mnterhause. daß die amerikanische Regierung der britischen Regierung ihre Absicht mitteilte, die Stärke des amerikanischen DesatzungSheereS am Rhein herabzusehen. Chamberlain fügte hinzu, über die Frage, ob es notwendig wäre, die Truppen zu ersetzen, sei bisher nichts entschieden worden.
Der innere Awiefpast in der Tschechoslowakei.
Wien. 1. Rod. (Wolff) Ein Sonderbericht der ..Reichsvost" m^tbct auS Prag twm 29. Oktober: Die Mobilisierung der Tschechoslowakei voll'ieht sich unter em em aewaltiaen m-l tärischen Aufaebot 2In al^en Dch^llnlen und Drücken entlang ziehen sich Postenketten der Legionäre. Mitten im Lande stehen an Strastenkreu- zungm Maschinengewehre. Die Artillerie bfo-^tert die Bahnhöfe. Trotzdem benennet die Mobilmachung dm schwersten Hinderni'sen nicht nur bei den Deutschen. Unter t«tVcren werden massenhaft Zettel verbreitet, die d-n kurzen Tert tragen: Früher hieb es: Seine Pflicht tun und elnrürken, ietzt heißt e^: Ginrücken und seine Pflicht tun. Eine in Taus nden Exemplaren verbreitete Flug'ch ist wendet sich unter dem Ti^el -Die Republik in Gefahr" voll Hohn gegen den Staat und die Renie- runn und an die deutsche Bevölkerung. <38 finden zahllose Versammlungen fWt. In denen Beschlüsse gegen die Einrückung gefasst werden. Die blutigen Zusammenstöße bei diesen ® l'genheiten mehren sich Aebnlich wie in Gras- lth suchten die tschechisben D'börden in Böh- Wisch-Leitha die Versnmmfunaen mit Waf- ferartoaP xu sprenaen. Schließlich schoß da- tfche- ; ch'sche Militär in hi» unb-waffnete Menge. Drei - Tote und 21 Verwundete bl eben am Platze. Wel- . chrn Mmfana in deutschen Gegenden die Bewegung , gcnen den Kr>ea angenommen bat Adqt die Tatsache dast im De?irk Mährisch-Dchonbera am dritten T/me nach der Einberufung von 18 000 Stel- luna^pll'ch'ia'm nur 3000 erschienen war»n. 2lber auch in tschechischen Dezirken versagt die Mobilisierung teilt vollkommen, teil- geht sie sehr schlavp vor s>ch Ferner bricht sich eine starke kommuni -
Das italieuiftf).rnfftfd)e Handelsabkommen.
R v m. 1. Rov sWTD ) Der -Messaaero" teilt Wit die Uote^-z-ichnung de? italienisch-rus- fischr n Abkommens stehe unmittelbar bevor. Ss bestehe aus »ehn Artikeln welche im etnaeT-en be'aen. beide Regierungen lchlötten ein Vv läufiges Abkommen behufs Erleichterung der *B5i herauf nähme der Han^el*be,ieh'ingen und vetvllichten sich, sich aller feindlichen Handlungen cm den ©rmraen und aller Propaganden gegeneinander im Innern der Länder xu enthalten. Die in R 'bland lebenden Italiener könnten zurückkehren. Dride Reose-ungen verpflichten sich ferner, von feder 2lrt Dlockade Abstand zu nehmen und an- Irre die Wiederaufnahme der Handelsbe'iehunaen hsodernden Hemmnisse zu beseitigen. Den italienischen und russischen Schiffen würden in den Hären beider Länder dieselben Begünstigungen zuteil. tote den Handelsschiffen anderer Länder. Die auf Grund des Abkommens in Rußland zunelas- fenen Personen würden alle Waren auöführen können mit Ausnahme von Alkohol. Die amtlichen Vertreter der beiden Länder würden da- Recht bähen, mit den Regierungen frei zu verkehren. DaS 2lbkommen solle sofort in Straft treten.
Der Parteitag
in Frankreich.
Pari«, 1. Rov. kWTD) Auf dem svzia- kistischen Parteitag wurde heute unter dem Vorsitz von Paul Doncourt die Aussprache über die nationale Politik der Partei fortgesetzt. ES sprach u. a. der elsaß-lothringische Delegierte Weill, der Hessin den nationalen Dlock angriff und zu seiner Dekämvfunq • ein Zusammengehen aller LinkSvarteien vorkchlug. R e n a u d e l verlangte. bah in bat Parteiprogramm folgende Punkte aufgenommen würden Sozialisierung. Herabsetzung Irr militärischen Dienstzeit auf sechs Monate Ausstellung deS fiskalischen Programms auf der Grundlage der von den sozialistischen Abgeordneten im Parlam-nt gemachten Vorschläge und Einrichtung der Einheitsschule. Endlich verlangte Renaudel eine ausgedehntere VolkSreaie- rung mit einem wirtschaftlichen ArbeitSrat. Re- naudel trat schlieblich für den Dlock der Linken ein. aber er wünschte, baß kein Kartell mit Or- ganisa»ion»n geschaffen werde, die in ihrer Mitte Erwählte des nationalen DlockS haben. Mm dieS zu vermeiden, schlägt er vor. das genaue Programm. das d'"-chaelührt werden soll, als Grundlage für das Kartell bienen zu lassen.
Mitwirkenden kann man nur Gutes sagen. Karl Juhnke als bärbeißiger Ehemann unb Karla Keller als seine geklagte Frau, svielten ihre Rollen mit gutem Einfühlen in die Gedanken les Dichter-. Cläre Türk und H^inz Dech stein gaben ein tnfenb gto.eichnete? Dienerpaar ab Ein rechter Bramarbas war Karl V o l ck alS Kavitän: Fredy Döring traf seinen vertrottelten Junker gleichfalls gut. wenn man ihm auch manchmal mehr von Innen kommende Komik gewünscht hätte.
Die Spielleitung, für die Hofrat Stein- gv e tte r verantwortlich zeichnete, hatte für ein flotte« Spiel gesorgt, und auch die Bühne war st'laerecht und zweckmäßig auSgestattet. Alle- in allem also eine Vorstellung, an der man seine Freude haben konnte. —r.
Aus Stabt unb ßanb.
Dietzen, den 2. Rov. 1921.
" Aus unserer Redaktion. Anstelle des aus unserem Redaktionsverbande ausgeschiedenen Redakteurs Dr. Zeng, der eine Stellung in Rostock übernommen hat, ist am 1. November Herr Karl Walther eingetreten.
Münchi
vom im b
Werke
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•• D i e Ausprägung von Metallgeld. Dir Ve such; wegen der Llusprägung von Ein-. Zwei- und Dreimarkstücken aus einer Metallegierung werden demnächst abg schlossen werden. Die neuen Münzen werden zu Beginn deS neuen Jahres zur 2Iu6hrägung kommen, und zwar In der Gröhe der alten Silbermünzen.
” Zur Landtags toa hl erläßt bcr Landestoahlle'.t^r so^gnd *3 Eanrhn ch ing: D.e In der Be'aantmachung vom 14. Oktober 1921 — Ar. 236 der Darmstädter Zeitung von 15. Oktober 1921 — gelette Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen für die am Sonntag, den 27 Ro- bember 1921, stattfindrnde Landtagstoihl läuft ge- mätz Artllel 17 Ab! ah 1 des Landtag'wahl-
Ans bem Reiche.
RrtbenauS <Orbff'Meb.
Berlin, 1. Aov. (WTB.) Reichsminister a. D Rathenau bat sich bmte von den Beamten unb Angestellten des Reich-Ministeriums
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den vüc _ Mein ß Goten zu I wollen beei denWünscI _ Glelchz, rremdeuzir * erein». m
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gestellten bewiesene Vertrauen und das wohl- wollende Interesse, das er auch den inneren Fragen des Ministeriums stets entgegenbrachte. Er drückte die Hoffnung aus. bah Rathenau seine große Arbeitskraft und seine umfassende wirtschaftliche unb internationale Erfahrung bald wieder in den Dienst deS Reiches stellen möchte.
Eindrucksvoller Protest gegen die Zerreißung Oberschlesiens.
Berlin, 2. Rov. Rach einer Meldung des „Bert Lokalanz." aus Breslau werden als Protest gegen die Zerreihung Oberschle- s i e n S die Breslauer Kaufleute und Gewerbetreibenden am nächsten Freitag nachmittag 4 Mhr ihre Betriebe und ihre Geschäfte schließen. Am gleichen und am folgenden Tage werden auch alle Veranstaltungen von Lustbarkeiten unterbleiben. Die Polizeistunde wird auf abends 9 Mhr festgesetzt werden.
DaS ReichStagSgebäude für WohnSvecke bereUgeftellt
Berlin. 1. Rov. Rach Anordnung des Reichsfinanzministers sollen die Verhandüingen über die Ruhbarmachung entbehrlicher Räume in den 2 e i ch S t a g S g e b ä u d e n für Wohnzwecke jetzt wieder aufgenommen worden. ES sollen sämtliche geeigneten und entbehrlichen Räume erfaht und für den Mmbau zu Wohnungen vorgesehen werden.
3um Kellnerstreik in Berlin.
Derltn. 1. Rov. (Privattel) Infolge des von der Berliner GewerkschaftSkommifsion erlassenen Ausrufes zum Lieferungsstreik versuchten an verschiedenen Stellen streikende Kellner die Ablieferung von Waren an die bestreikten RestauralionSbetriebe gewaltsam zu verhindern. Viele Lieferungswagen muhten unverrichtet abfahren. Wegen der gestrigen schweren Terrorakte erhalten die bedrohten Betriebe von heute ab wieder polizeilichen Schuh. So bekam die .Traube" ein starkes Polizellommando.
Eine Kartoffeldemonstration.
D e r l i n, 2. Rov. In M e i h e n in Sachsen fand, dem „Lokalanz." zufolge, gestern eine große Demonstration gegen dieKarlöffeln o t statt. In deren Verlaufe wurde bekannt gegeben, baß die landwirtschaftlichen Vereine sich bereit erklärt haben, innerhalb acht Tagen 5000 Zentner Kartoffeln zum Preise von 53 Mark für den Zentner zur Verfügung zu stellen.
(Biebener Stadltheater.
Der Schwarzkünstler.
Lustspiel von Smil Goett
Dietzen, 1. Rov. 1921.
Smil Goett, der früh, allzu t üb Verstorbene. kam nach langer Pause gestern to e" e um im Stadttheater mit seinem .Schwarzkünstler" zum Wort. Soin Lustsviel besteht, wenn man eS sich recht besieht, eigentlich nur allein e r Szene, einem Gew' äch zu D eien Im dritten Akt am Ende des S'ü^es All-S, toaS vorher geht, bient nur gew ssenmatzen als Einleitung. alS Aulbau zu dieser Szene, in der ein fahrend.-r Scho ar den La bebefmann Grom- melard durch m t Ernst gepaarte Sch lrne-ei von seiner grundlosen Eif.nc'utzt h ilt un> ihn und seine Frau auf bkk Weise vor dauernder Zwic- tra^t b wahrt. B i d em solchen Ausbau deS Werkes kann es nicht anSbldbm tast sich ge- legenUich in der Führung der Handlung Längen ergebm, die man aber infolge ter reichen Wort- unb Situationskomik vergißt, mit der Gortt fein Lustspiel au "gestattet btt. So kommt et. bah das Danze befriedigt und bi- zum Schluß unterbau.
Wie mit dem Werke selbst, ist eS auch mit den Personen Auch hier ist eS e i n e Hauptfigur, eben der fahrende Schüler, he- Schwar-lünstler". um den die anderen stch gruppieren, um ihm als Degenstand seiner Sch lmenst eiche zu dienen. Es ergibt fich so eine Paradervlle. die sehr gut besetzt sein muh, wenn daS vp'.el gelingen soll. Bei der gestrigen Aufführung wir diese Bedingung besten- erfüllt Elie Koop wutzte ihren Robert mit so viel schelmisch r Grazie und gewinnender Liebenswürdigkeit za gestalten, bah sie stets im Mittelpunkt deS Ganzen blieb. Ihr namentlich ist der Erfolg zu danken, den das ÄistspiSl hatte. Auch über hie übrigen
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— Shaw unb sein Kritiker. .HauS Herzenstnb", das neue Drama George Bemard Shaws. das bei unS in Deutschland bereits vielfach au'gnführt toorben ist, geht gegenwärtig auch in London über die Bretter und wird von der Kritik nicht gerade freundlich behandelt. So hat man auch verschiedentlich getadelt, daß Shaw gar kein Wort in diesem Drama für die Sch ild Deutschlands an bem Kr ege gefunden habe Auf solche Ausstellungen hin antwortet 6 ato in feiner witzig-aeistvvllen Weise einem Kritiker in der .Daily Rews". .Ich will keine Einwendung erheben," schreibt er, .gegen die Meinung Mr. Baughans über mein Stücke er ist schon g:nug gestraft Ich fühle, daß ich ihm sein Leben verdüstert habe, und ich kann nur versichern, daß ich solche Stücke schreiben würde, wie er sie gern hat. wenn ich könnte: eS ist nicht böser Wille, sondern nur angeborene Unfähigkeit, die mich davon abhält Aber er hat eine praktische Andeutung gemacht die ich zur Kenntnis nehmen muß. In den vergangenen Zeiten, als selbst der lleinste Schauspieler im Theater daS hatte, was man ein Benefiz nannte, indem er
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daten Herrn Eisenbahnsekretär D e t r 6 e am ccrmtag unb Montag, den 3). und 31. Oktober in Garbentrich. Steinberg und Lich gut besuchte Versammlungen ab. Sr legte dar wie sich die Koalition der Mitte nicht nur im Reich, sondern ganz besonders in Hellen gut bewährt habe und wie eine stärkere Radikalisierung nach rechts und nach links bin den vollständigen Zusammenbruch zur Folge haben müsse. Hessen sei von schweren Erschütterungen verschont geblieben, die Finanzen seien im Vergleich zum Reich und anderen Ländern gut in Ordnung. 1918 und 1919 hätten noch rechnerische Meberschüsse ergeben und 1920 bis 1921 würde das voranschlagsmäßige Defizu voraussichtlich verschwinden oder wenigstens bedeutend kleiner werden. DaS verdanken wir bem günstigen Eisenbahnvertrag, den der Minister Henrich mit bem Reich geschlossen habe. — Zwei deutschnationale Gegenredner fanden nur Widerspruch in der Versammlung, während die Aus- fichrungen der beiden demokratischen Redner mit lebhaftem Beifall begrüßt wurden.
Don der Straßenbahn. Wie die Direktion mitteilt ist seit bem 1. Rovcmber der FriedhofSverkehr auf her Straßenbahn geändert Der erste Wagen fährt ab Marktplatz 1.30 Mhr viertelstündlich, der letzte Wagen ab Friedhof 5.05 Mhr nachmittags.
— Promenadenkonzert am Samstag dem 5. Rovember. mittag- 12—1 Mhr. Musikfolge: 1. Radetzky-Marsch von Zoh. Strauß ( Arme-'- marsch Rr. 145): 2. Fest-Ouvertüre von E. L -t- ner: 3. a) Marsch der Landsknechte a. b. 15. Zayr- hundert, b) Trinklied a. d 16. Jahrhundert von I. Schreck: 4 Wotans Abschied von BrünhUdo und ycuersauber a. d. Musildrama .Die Walküre" von R. Wagner: 5. Stets zielbewußt! Marsch von Fr. Meister.
♦♦ Bühnenvolksbund Wie in allen größeren Städten Deutschlands hat sich audj in Gießen eine Ortsgruppe des Bähnenvolksbundes, Bereinigung zur Theaterpflege in christlich'deutschem Bollsgeist, unter Leitung von Frau Mendelssohn-Bartholdy. gebildet Die Ortsgruppe, der sich bereits zahlreiche hiesige Vereine ange- schlossen haben, tagte am Montag zum ersten Male und beschloß, demnächst durch einen größeren Vortrags- und Werbeabend mit ihren Zielen und Bestrebungen an die Oeffentlid^eit zu treten.
♦♦ Zum Konzertabend Gieseking. In der im „Gießener Anzeiger" erschienenen Besprechung des Klavierkonzertes Walter Giese- kingS war einerseits das Können des Gastes anerkannt, andererseits aber auch eine Verwunderung darüber ausgesprochen worden, daß er in ter Auswahl der von ihm zum Dortrage gebrachten Werke einen recht eigentümlichen Geschmack bewiesen habe. Daß Gieseking sich andernorts von noch „seltsamerer" Seite zeigt, geht aus folgender Rotiz hervor, die wir In der Berliner Presse finden: „Am 18. Oktober veranstaltete die Kestner- Gesellschaft zu Hannover in der Aula der höheren Schulen einen Klavierabend mit dem auch in Berlin bekannten Pianisten Walter Gieseking. Auf Wunsch des Vortragenden Künstlers tourbe an diesem Abend das über dem Podium neu angebrachte, von Känstlerhand gemalte große Eiserne Kreuz mit den Zahrcszah.en 1813. 1870/71, 1914/18 und dem Spruchbande: „Wohl bem, der seiner Väter gern gedenkt" mit einem Tuche zugehängtl" Wenn man daS gelesen hat, versteht man, warum Gieseking zum Vortrage Werke ausländischer Komponisten unb solche deutscher Tondichter, die den Stempel der Dekadenz tragen, auswählt.
Der GesangvereinCvncorbia hielt am Sonntag im Katholischen DereinShause bei Musik. Theater unb Tanz einen wohlgelungenen Fam lienabenb ab. Alle Auf ührungen waren gut gelungen unb wurden allgemein mit Beifall aufgenommen, ebenso wurden die vom Verein nörgelt agenen Lieber mit großer Befriedigung angehört. Der Gesangverein Eoncorbia hat an diesem Abend wiederum Letoi.'fen, daß er in ber Lage ist ein großes Fest mit gutem Gelingen auS eigener Kraft abzuhallen. Die Stimmung war allgemein vorzüglich. Qung und alt wird auf seine Rechnung gekommen sein.
•• Im Lichtspielhaus in der Bahnhofstraße wird zur Zeil die Film-Oper „Der S v i e I m a n n“ mit großem E 1ola aufgeführt Al? Sänger wirken der Tenor Willi D e y l e r und Fräulein Janka Major (Sopran) mit bestem Gelingen mit
nämlich eine Handvoll Billett- an feine Freunde zu seinen Gunsten verkaufen durfte, da verstand man sich an diesem seinem <3bren- abend auch dazu, daß er feine winzige Rolle durch irgendeinen Zusatz etwa- vergrößerte. Er durfte also bei dieser Gelegenheit — so meldet die Sage — seine Rolle, die sich auf die Worte „Mylord, der Wagen wartet" beschränkte, etwa folgendermaßen ausschmücken: „Mylord, der Wagen wartet, und ich ergreife dabei die günstige Gelegenheit, zu bemerken, daß der Mann, der seine Hand gegen eine Frau erhebt, unwürdig deS Ramen- eines Briten ist." Auf diese mit stolzem Pathos gesprochenen Worte hin fiel die Kapelle mit einem Tusch ein, und der Held deS BenesizabendS tonnte ein Solo tanzen. Dann ging bat Stück in der gewohnten Weife weiter. Wie ich Mr. Baughan verstehe, wünscht er, daß Mr. Brember Wuls in der Rolle des Eaptain Shotover sagen sollte: „Ihr Vater hat sich selbst gewaschen, und ich ergreife dabei die günstige Gelegenheit, zu bemerken, daß der Krieg hervorgerufen wurde durch da- natürlich: und skcupello e Der'angen Deutschlands nab Ausdehnung auf Kosten schwächerer Völker und durch die Rotzwendigkeit, eine tüchtig: Dividende zu erlangen für das große Kapital, da- dort und in Oesterreich in der Rüstungsindustrie angelegt war." Dann sollte die Ratlonalhymne gespielt werden. Ich m iß bekennen, daß diese Andeutung meinem Sinn für Humor außerordentlich gefällt Ich glaube, daß damit ganz London ins Theater gezogen würde, und ich werde sofort Mr. Brember Will- bitten, diese Bemerkung aus Gefälligkeit gegen mich und Mr Baughan einzufügen."
— Ein Stammbuchblatt vonSpitz- toeg. Meister Spitzwey. der geniale Maler und Klalliker des Altmunchener Humors, ist heute so berühmt geworden, wie eS sich der bescheidene Mann bei Lebzeiten nie träumen
Wettervoraussage für Don ner Stag
Wolkig, meist trocken, küht nacht- kalt, nördliche Winde.
Das gestern über Skandinavien gelegene Ties ist langsam ostwärts gezogen. Von der BiScaha hat sich hohe:- Druck über Frankreich und Westdeutschland ausaebreilet. Wir haben für morgen mit wolligem, doch meist trodenem Wetter zu rechnen. Rördliche Winde bringen uns stärkere Abkühlung.
Bornotizen.
— Tageskalender fürMittvochr Stadttheater, 7 Mhr: „Fuhrmann Henschel-. — IohanneSkirchc, 8 Mhr: CvangelisarionSvor- trag. — Astoria-Lichtspiele, heute und morgen: „Cherchez la femme!“ und „Die Bertel- gräsin-, ab Freitag: „Marionetten deS Teufels-. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, heute und morgen: „Der Spielmann-.
— Aus dem Stadttheaterbureau. Für den nächsten SonntagnachmiUag mußte eine Stückänderung eintreten Es wird stau der angelegten Vorstellung .Was ihr wollt" der Schwank .Paragraphenkoller" gegeben, der am vergangenen Sonntagabend mit so außerordentlichem Beifall ausgenommen worden ist.
— Künstler-Marionette-n-Thea- t e r. Am nächsten Samstag finden in der -leucn Aula der Universität zwei Gastspi^e des Äünft- ler-Marionelten-Theaters aus Baden statt. Dio Vorführung der Gliederpuppen Ivo Puhonnys durch den Leiter des Mario: eltcn-Thcaters. Herrn Direktor E. Ehlert auS Berlin, bedeutet einen hohen künstlerischen Erfolg und gut gelungenen Versuch, daS uralte Puppentheater in künstlerischer Gestaltung neu zu beleben. So hat daS Theater überall, wo es gastierte, reichen und wohlverdienten Bci'all gefunbm. Durch günstigen Anschluß an Frankfurt, wo das Theater augenblicklich 3 Tage b.i der Zentrale für gemeinnützige Kunstpslcge wellte, ist es dem Bund zur Pflege von Musik und Literatur im Verein mit dem Kaufmännischen Verein und dem Gewcrbe-Verein gelungen, auch für Gießen ein Gastspiel zu ermöglichen.
— Hotel Einhorn. Am 6. Rovember findet im Festsaale der mit Spannung erwartete Entscheidungskampf zwi ch?n dem Mittelgewichtsmeister Ehristensen und dem Altmeister Michael H i h l e r um den Goidpokal statt Der Kamps geht bis zur Entscheidung Einige Dariete- Rummern werden ihn cinleiten Räheres ist aus dem Anzeigenteil ersichllich: Vorverkauf Im Hotel Einhorn.
— Der Verein für Beweg u ngs - spiele Gießen beginnt morgen Donnerstagabend fein diesjähriges Winter-Hallentraining für Turnen und alle Sportartei in der Turnhalle der Stadllnabenschuls, Rord-Anlage. Die Leitung der MebungSabende liegt in den Händen des Sportlehrer- Schneider mit Mntcrstützung der Sportwarte der einzelnen Abteilungen. Reben vorbereitenden Mebungcn für Fußball, Leichtathletik und Hockey sind dieses Jahr erstmalig Boxen, Ringen und Selbstverteidigung in das Programm auf genommen worden. Gleichzeitig wird ein Massagekursus abgehaltcn. Die Beteiligung ist für alle Mitglieder Pflicht Zu jeder näßeren Auskunft ist ber Leiter. Herr Sportlehrer Schneider, Infanterie-Regiment 15. gerne bereit (Siehe Anzeigenteil in heu iger 'Kummer.)
— E i n neueS Konzert-TafS wird, wie auS dem Anzeigenteil ersichtlich ist, in den nächsten Tagen in dem bekannten Ho el „D r o tz- herzog von Hessen" eröffnet werden. SS findet täglich Kür.stler-Konzert sta t so baß lich für Ausgehlustige eine neue ‘ÜKÖalißfeit ble et. die Abendstunden in angenehmer We.se zu verbringen.
— Die Literar ische Gesellschaft bte sich zum Ziel gesetzt bat, berühmte Dichter und Schiiststcller nach Gießen zu berufen, eröffnet am nächsten Sonntag ihr dle-jäbrige- Winter- vrogramm. Für diesen ersten Dichtcrabend ist es ihm gelungen, den Dichter PaulTrnft aus Sonnenhofen in Ober baßem zu gewinnen, Im Jahre 1868 in Elbingerode im Harz geboren, stammt Paul Emst aus einer Bergmannsfamllie. Er ftu- bi:rtc zuerst Theologie, toinbte sich aber dann dem Studium der Phllosophie und Rativnilökono- mie zu, biS er sich bann zu der vollen Erkenntnis durchrang, daß die Kunst der Boden fet auf dem wirkend, er allein seinem Bolle sein Beste- zu geben vermöge. Paul Ernst, ein großer Freund italienischer Schönheit und VolkSart, Hai lange Zeit unter der südlicheren Sonne zugebracht ja. er ging sogar mit dem Gedanken um. ganz In Italien zu bleiben, und nur die Sorge, er möge sich dadurch seinem eigenen Volle entfremden, hat ihn wieder zurückgezogen. Er lebt jetzt in Svnnen-
ließ. Wir wenden daher nicht nur feinen Bildern und Zeichnungen, sondern auch feinen Gedichten und anderen schriftllchen D'kenntnissen unsere Aufmerksamkeit zu. denn auch mit bet Schreibfeder wußte er seiner Persönlichkeit prächtigen Ausdruck zu verleihen Ein bisher unbekanntes köstliche- Stzitzwei-Dvkument wird aus der Sammlung Darmstaedter der Preußischen Staatsbibliothek im „KlmstWanderer" veröffentlicht ES stammt auS der Früh zell des Malers, da er den Apothekerberuf an den Hagel aebängt Halle und alS einsamer Klausner und L.'benS» künstlet um seinen Stil rang. Damals schrieb er im Juni 1836 einem befreundeten Schauspieler ins Stammbuch. .Seitdem in der Welt der Wert der ehrlichen Gesichter so gefunden ist — totU fast jeder eins zu machen weiß —, darfst Du mit noch so aufrichtigen Augen, noch so unaelünftelten Worten und Mienen jemanden Deine Freundschaft versichern: man glaubt Dir nicht: man gibt Dir ein Stück Papier, und daraus mußt Du schwarz auf weiß bekräftigen. tvaS Du so ehrlich gefaat. geguckt und versichert hast. Man möchte schwarz werden! Wenn Sie nun. mein lieber Derstl. einmal jemand fragt: „Wer ist denn der Mohr auf der anderen Seite drüben?" bann sagen Sie ihm: „Das ist so ein guter Kerl, der mich recht gern gehabt hat. eine ehrliche Haut, nicht Immer von üblem Humor — ich weiß nicht, ob Sie ihn kennen, ein gewisser Spitzwea. ‘Haler auS München." Aus der gegen üb ?-l:egenben ©eite steht die wvhlgelungene Porträtsilhouelle Spiywegs.
Reuyork. 1. Rov. (Wostf.) Funllpruch. Der Bürgermeister von Reuvork hat den Komponisten Richard Strauß offiziell empfangen. der ihm für den unter den Klängen deutscher Musll bereiteten hochherzigen Empfang dankte.
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Heil tj.erke Mai ^tlleh und
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für den Wirderaufbau verabschiedet denen > geletzes am Sonntag, den fl. Rovember 1921. er besonders für die Mitarbeit unb das Vertrauen abends 7 Mhr ab.
dankte, das ihm allerseits während fetter Amts- •• Zur Wahlbewegung. Von benw- zeit entgegen geb rächt würbe. Staatssekretär kratjscher Seite wird uns geschrieben: Der Spitzen- Müller sprach namens ber Beamte schäft und fanbibat der ob.Thesfischen Liste Landtag-Lbge- der Angrstellten und bankte bem scheidend«» Mi- orbneter Präsibent des Bildungsweiens M r - nister für bat von ihm allen Beamten unb r * 1 "" ' ...... — *•'


