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Nr. 27

Dec <41 ebener Swjetfler erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags Moita'llcht 8<tnc<prt:fe: Mk. 4.25 einlchl Teiger» lohn, durch bi# Post Mb. 5 - etnid)! Veslellgeld. Mit.Lpsrt Umschau" Mk. 5.50 einschl Iräaer» lohn, durch die Post Mk. 6.25 etnschl. Belielge». Fernlprech-Anschlüsse: furbleSd)ri1tfeUungll2; Terlag,®eld)äft«ftelle51. Änlchrisl für Drahtnach­richten: Xntelf erle|eiL psstfchecktonf:

Sreiftin a. m. 1|6M

aeu.^ite v»n An,ei »es für die lagetnummer bie

Erst« Matt m. Jahrgang Mittwoch, 2. Zedruar 1921

GietzenekAnzeiger

T\Jf QW »orlftntt VT f Suf|Alag

General-Anzeiger für Gberhessen WW

Drurf und Verlag: vrühl'sche U»io..vuch. und $teinöru4cret R. tauge. 5cheiftleit«ng. Seschüfirstelle und Druckerei: Schulstrahe 7. i»Ä^ch »'n Cie^eiu

Die vorläufige Antwort im deutschen Reichstag.

Die gestrige Reichstagssitzung, deren Ber> -lauf da4 deutsche Volk mit größter Spannung und DeNemmung entgegensah, ist undrama- Nsch und äußerlich unerregt verlaufen. Mini­mer Dr Simons, der, wie deute bekannt wird, die Möglichkeit seines Rücktritts den entschei­denden Instanzen vorgcstellt hatte, weil der Serlauf der letzten B rhandlungen mit der Entente ihm so gar keinen Erfolg verschaffte - sprach trotzdem nur mit peinlicher Sach- 1 chkeit, oTync das Pathos des Geschlagenen rnd Gedemütigten. Er hatte ganz recht: mit tönenden Anklagen und Ausbrüchen der Er­bitterung aus der Mitte der Regierung iil in dieser Stunde gar nichts getan. Änzuklagen und das Gewissen der Welt zu besckfwören, ist die Sache anderer Instanzen. TuS allen Ländern ertönen ja AuSrufe un- »rnlligsten Erstaunens über die Pariser Be­schlüsse. Dr. SirnonS wußte die Ungeheuer- lrchkeit der neuen Zumutung in klarem Bilde vor unS aufzubauen. Er faßte den Tatbestand zusammen und setzte ihn in rechtliche und sitt­liche Beleuchtung. Wie er daS tat, davon -eben wir anschließend einen langen Bericht und können darauf verzichten, hier in Wie­derholungen uns zu ergehen. Die Beweis- führung von der Unmöglichfeit einer Durch­führung der Pariser Entscheidung ist bis inS letzte Glied geschloffen, die Vertragswidrig - teit des Ansinnens solcher Wiedergut­machung vor aller Welt mit größtem Nach­druck festgestellt Wie jeder Deutsche die fünf Paragraphen der wirtsck-aftlichen Erpressun­gen Zeile für Zeile hat durchlesen müssen, so muß er auch, um die Klarheit und den Ernst der Konseguenzen $u ersoffen, die gestrige Mimsterrede Dort für Wort in sich aufnehmen Der Reichstag hat darauf nicht ohne Gr»md sich abermals vertagt, um erst heute die Erklärungen der Fraktionen ab- zugeben. DaS Sattrspiel deS Kommunisten­führers Adolf Hoffmann ist für das Ver­holten des deutschen Volk?S von keinerlei Belang ES wäre verwunderlich gewesen, wenn er und seine Gruppe bei dieser Gelegenheit sich fein Armutszeugin S ausgestellt hätten. Denn wir von einer Einheitsfront des Vol­kes und deS Reichstags sprachen, so ist damit ja nicht gesagt oder gewünscht, daß der lteflentlickkeit ein gemeinsames Klischee in strbalt und Ausdruck vorgelegt werden müsse, in Gegenteil ist es vielleicht ganz passend, daß b't Koalitionsvarteien wie heute in Aus- 'id)t gestellt wird eine gemeinsame Er­klärung abgeben, während die übrigen Grup­pen von rechts und links ihre Meinung geson- bert formulieren. Sachlich stehen alle Par­tien mit Ausnalnne der Kommunisten hinter der Regierung und den Absichten des Mini-- K-rS Dr. Simons. Diese Absichten bestehen da- rir, der Entente die Annahme einer so lch e n Vcsis zu Verhandlungen allerdings zu ver- veigern, aber ihr zugleich eigene Richtlinien für Verhandlungen zu unterbreiten. Von einer Ablehnung der Londoner Konferenz durch Deutschland konnte noch keine Rede sein, weil, vik Dr. Simons erklärte, eine Einladung hier^ |u der Berliner Regierung ja erst in Aussicht gestellt ist.

Vereinzelte Unerfreulichkeiten aus der deutschen Presse sind hier doch erwähnens- Inert. Es ist bezeichnend und beschämend, daß bieFrankfurter Zeitung schon vor der gestrigen Reichstagssitzung schreiben konnte, e? sei gut, wenn die Volksvertretung mög­lichst einheitlich auftrete, aber es sei sehr -sthlecht, wenn diese Suche nach der Ein­heitsfront von der Rechten für besondere tzarteivorteile ausgebeutet werde. Daraus -folgerte das Blatt weiterhin, man müsse der Lnladung nach London folgen,. denn eine «Steigerung könnte die schwersten Gefahren bringen. Wir erleben hier also einen Ver­such, voreilig eine Eigenbrödclei der Linken zu befürworten. Nicht der sachliche Zweck und die außenpolitische Taktik war entschei- fctnb für das Blatt, sondern es konnte sich nicht versagen, dabei auf die gegnerischen Parteien zu schielen und an das eigene Parteiinter- esie zu mahnen. Man ist ängstlich dar­über besorgt, diesenationale" Sacke könne die Rechtsparteien stärken. Glück- Kch-erwei.se steht, soweit wir blicken timten, dieser Fall vereinzelt da. Sie ganze deutsche Presse ist sich einig in

einem unbedingten Unmöglich zu den Pariser Forderungen und wir dürfen eS verzeichnen, daß die Presse Bayerns für eine uneingv- 'chränkte Ablehnung der Ententeforderungen einhellig auf den Plan getreten ist. Auck) der Vorstand des deutschen Beamtenbundes hat in diesem Sinne Stellung genommen und er­klärt, daß sämtliche Beamten für einen ent- scheibenden Widerstand gegen die Wittschafts- bedingungen der verblendeten Sieger sich ge- gegebenenfalls zur Verfügung stellten.

Deutscher Uetcbstag.

Berlin, 1. Februar.

TaS Daus ist sehr gut besetzt, bie Estraden der Regierunasvertre er lyib die Tribünen fino überfüllt. Auf der TageSordmmg stehl als ein­ziger Gegenstand: Entgegennahme einer Regie­rungserklärung:

Reichsminister deS Aeutzern Dr. Simons:

Tie Ministerkon'evenz in Paris hängt eng zu­sammen mit den Vorgängen in Boulognc und in Spaa. Die deutsche Regierung bat von Den Ergeb' Nissen der Besprechung von Boulogne nie* malSamtliche Mitteilung bekommen. Wir haben in Spaa gar nicht gewußt, was in Boulognc verhandelt worden ist, außer dem, ivas in den Zeitungen darüber zu linden war Jedenfalls sind die Verband unaen in Spaa ohne jebc Rück­sichtnahme aus die Veveinbarungen von Boulogne geführt worden. Zn Svaa kam vielmehr die f L*t- liebe Zusage, daß über die Frage binnen kurzem in ® e n! verhandelt werden sollte. Tie Zusammen- kun.t in Genf verzögerte sich mehr und mehr. ES bestand die Gefahr, daß die Verhandlungen über die Wiedergutmachungssumme zu unüberbrück­baren Spaltungen ber Meinungen ber be­teiligten Länder führen würden. Infolge­dessen habe ich eS für m,me Aufgabe ge- halten, die Anveyung zu <pben, daß, bevor wir als Regierun^svertvetor in Genf säßen, SackDerstän- dige inossi^rell von Land -u Land über die wichtige Frage der Reparation sich verständigen sollten. Die'e Anwgnng wurde zunächst von emem Teil der Alliierten günstig ausgenommen, ist aber nickt zur DurclMhrung gelangt. Es kam dann das Gegenprojekt von Delacrois, des daraus InnauSgmg, die ganze Angelegenheit wieder aus der Veiltändig.ing der Regierungen hermiSzuneh* men und der Wicbergutmadmngskomnnsiwn zu überlassen. Lange hat es gedauert, bis bietet Din und Der burd) einen Entschluß bcendcl wurde. Dieser Entsckrluß lautete balin, die Sachverstän- digeu nackt Brüssel zusannnenzubeeufen. Tie Brüsseler Beratungen sind Ihnen allen i i frisck« Erinnerung Sie find vertagt worden und sollten zunächst in Verhandl.mgen je -ne er Sachverstän­diger untereinander fortgesetzt werden. Sie sollten bmm rm veig-angenen Monat w eher ausgenommen werden. Wahrend der Verhandlungen, die zwischen Bergmann, dem deutsck«n Verttr'.e.-, und den Stertreiern der Alliierten in Paris geführt wurden, ergab sich dann, daß Seydoux mit einem neuen Plan hervortrat, w nach Deutsch­land zunächst auf seine Gesamtschuld Annuitäten zahlen sollte. Cs war das zunächst unverbindlich: aber bald trat die französi che Regelung an die deutsche heran mit der Anfrage, wie sie sich zu diesem Vorschlag von Seydoux stelle. Es haben darüber längere Verhandlungen stattg-fimden. Wie Instanzen haben sich schließlich bantt etirerffanten erklärt, bau bie beutfdje Regierung teil S ydoux- kcken Vorscküag an nehme unter bei bekannten Vorbehalten, daß bie Ziffer erst fetgesetzt werben sollte, nad-bem über bi: Gegenstände gesprochen worben sei, die für bie Leistungsfähigk>i il Teutsck4ands in Brüstet zur Stracke gebracht wor­den waren, und bab zugleich über bic M. thi^ien gesprockeir werden solle, unter benen b r G u b g.'ixmfe von Seymour, nämlich bie tor.oigimg der Reparvtion, in die Tat umg.getzt we.-den konnte Die britische Regierung t a: an de deutsche Reg enrng te a t und erklärte otrt- ziell, baß sie sich diesen Voricklägen anschließe. (Dort! Dort?) Sie riet her beul- scken Reg erung dringend, aut die Vorschläge der fvanzösiichTn Regierung einzuehen.

Die anders war das Bild in Paris: Ter Vorschlag Seydoux trat -urück und nunmehr setzte man an bie Stelle der ersten Jahresraten eine Hobe Gesamtsumme u:.d Derr Louckeur jagte sogar, das sei gefcheh-n, weil cs für btt französische Industrie höchst bebenr.i 1) sein , de, wenn Deutsck<and durck. Safte; ihm grn die R barrwn poXj fb: und dadurch b.r f.a zösischen In dust e schwere Lonkurren; brächte. Man hat nun merk- mürbg-.TrtKLe ttotz dreier von umeren Bef^l's- ien gan;, u anhängigen L-crgehens ter dnitschen Reg enrng Vorwürfe gemacht, die nickt gerechtsertigtsind. Inder deutsckei, Prci'e wird der Regierung vorgnvirsen bnß sie mdi tefbft, bevor die interna xo xt't Mui erkonserenz m Varvs zu ihren Erghnisten tarn, mit positiven Vorscklägtii heraus ^k:mmen e Ter Vorrmm ist unbegründet. Vir sind mit Vorschlägen gekom­men. Ich will nick: sprechen von den ^»rschlägen, die wir im September 1919 gemacht haben über dre teck''isckie Trird ührung b.s W ed a f'aueS der jerflö.tm Gebiete lieber diesen damaligen Plan hat ein kur^r Wechsel von Meinungsäuße­rungen startgesunden, und auf unsere letztere Aeuße- nmg haben wir eine Antwort nicht mebr belommen. Aber wir haben doch in Spaa drei Vorschläge vor- g legt: Erstens einen Finanzi run^plan, zweitens einen Plan tüt die Sachleistungen für ixe Repara­

tion und drittens einen Dian für die technische Turchiührung. Tie Päne sind unter den Tiich ge­fallen und wir haben daraui keine Antwort bekommen. sLebhastrs Därt.hört' Es ist zu berück­sichtigen, daß die P.äne. die wir machen konnten, immer nur außerordentlich vage und unsicher sein mußten Ich nenne nur bat Wort Cberfdile- s i e n, um zu zeigen, daß wir feste P ane ubeihaup! nicht ober doch nur in alternativer ss-onn rnack)en können. iLebha te Zustimmung En nxitcrer Vor- nnirf ist uns dahin gemacht worden, daß wir dem Plan von Seydour Bedingungen entgegengesetzt hätten, die uneriüllbar gewesm seien Tie deutsche Regierung hat keine Bedingungen gestellt. Es handelte sich nickt darum, daß wir gesagt bitten, wir nälymcn die Vorschläge von S-ydewr nur bann an, wenn unsere Bringungen angmommen wür­den. Nein, wir haben gesagt, es handelt sich um g-lmfe Um stände und Voraussetzungen, die erörtert werden müf en, bevor wir uns dazu verstehen kön­nen, bestimmte Ziffern zu nennen. Ich tari sogen, daß es der französische Botschafter elbst war, der mir sofort erklärt bat, es ifei elbstverständlich, daß über diese Fragen von Br us- el eine nxiterc Auseinandersetzung möglich sei. 'Dört, härt!) So offen, wie Teulsckland in Brüssel vor seinen früh ren Feinden und ie.llgen Vertrag - gcgnern seine Karten au'gcdeckt Hit, hat cs woh luxh nie ein Volk flttan (Ledlraste Zustimmung) CS ist nickgt böser Wüle, sondern es liegt au dem fteblen der nöligen statt tischen Unlerlcgm! In einer Zeit Stattsttk vu treiben, wo man fünf J.rhie Krieg und dann den Umsturz duickrgernadu bat, ist kerne leickte Aufgabe. (Erneute l bhafte Zu stimmunL ) Ick kann allen'sen Vorwürfen nur endgegenhalten, daß sie v o n e i n e m M i f, - trauen diktiert sind, wie es uns auS den Kreisen der Allie ten immer wieder entgngtmtntt.

Ich halte die Note für

ein überhastetes Erqetmis einer schwierigen Beihanclung.

Ich glaube, daß sich baS ergeben wirb, wenn ich näher auf bei Inhalt eingelte.

Der Teil des Urkundenvermrrks. der dre Entwaffnung belxmbdt, zerfällt ii drei Un- terabsckilitte: die Deenes-, Marme- und Lustklausel. In Bezug aus die sp-zielte Fockernng bcüihd) der ©elb fMborgir i a rtiten u d der « i wotmer- wchren Ixu die Entente mrS eine längere F ist zugebilligt. Ta toben mir nidtf mir mit den technischen ReswrtS, »andern auch mit den zustäit- VanMTegieatnge:i'üu g z. ntt,incn Di FüblungnalMc und die Prüfung ist n -gefe tet nwrden intb nx:b durchg?sü7)rt wer.en in te>:i Geiste der toralm Ane fennu g unterer V^p i - tu g"u, d.e wir mit b.in Fn dc S t t it . norninen haben. (Unruhe aus der ä.iiteJ'tcn Lrn- ten.)

Ich form dieses Thema ni^it verlasen, ohne dem Bedauern Ausd.uck zu g? en, da; m t^r Note der Ent.mte kein Wort der Anerken­nung steht für das, was wir in der Eiltwasstimig bereits -.'leistet haben. (Zulti nmunq in der Mitt , Lachen stnls.) Sie können mir als Augeneuge-i von Spra glauben, daß birnals fern Mensch (auch unsere Gegner nickK geglaubt hat. daß wir io v.el in dieser Zeit würden ltt,dcn können (Hört! hört! rechts uns in der Mitte. > Trotzd.nn terrld;-t immer nach Mißt a.lm. las sich aut das lob- baftrftc ausspricht in den sich immer wl^>erholenden Drohungen.

Dir RrparatronSfrage

selbst ist nach dem dovveltrn System gelöst dadurch, daß einmal bie Verpflichtungen aus dem Fttel>ens- vertrage find) sitze Zahlungm bis 1963 ansteigend von 2 Milliarden bis 6 Milliarden Goldmark ge­leistet werden. In der Gesamtheit sollen wir also 42 Jahre hindurch im ganzen 226 Milliarden Goldrnark, also über 3300 Milliarden in Papier­geld leisten. Lebhasies Dort.' hört!) Wenn man das mit den Vorschlägen von Boulogne vergleicht. o ergibt sich, daß bie Alliierten m Boulgonc auf 269 Milliarben gekommen waren, währenb Minister Donmer 2^.6 Milliirben geforbert hatte, allerb ngs mit ber Maßgabe, baß bie Bemesiung ber Raten höher war, so baß sich ba ein Ergebnis herausstellen würbe, bas höher ist als das jetzt nach der Ententeno^ verlangte. 42 Jahre lang sott Deutschland 12 Prozent d.>s Wertes der deut­schen Ausfuhr an bie Alliierten zur Verfügung stellen. Cffenfnr Hat eine Schätzung ergeben, daß man auf diese D-i e ein bis zwei Milliarden tzold- mark aus ber brutschen Wirtschaft noch heraus- roirtf(haften könne Tire Berechnung ist ange- stettt worden, ckarakteristi'cker Weise in ber Form einer Hanb-lsbckanz wie sie DeutscHlanb auck in ber blühendsten Zeit vor dem Kriege nicht erzielte. Auf diele Weise glaubt man offenbar bie Differenz zwischen der Bm'logner Forderung und 6er En- ten'enote zu überbrücken, die gerade 43 Milliarden Goldmark betragen wird. Die Fälliakttt dieser Rate tritt ein nach Ablauf eines Dalb.ahrs, und zwar für die fixe Rate sofort nach Ablauf eines Dalbiahrs und für die variable innerhalb iroeier Monate Die Zahlung ter fixen Rate erfolgt in Bonds aui den Inhaber die nach den Dorsckiägen ber EtUente von deutscher Seit? für bei gan;en Zeittaum von 42 Jahren nack ber Fälligkeit in einzelnen Raten gegeben werden sollen /Leb- ba'tes Dort! hört! Tie Zahlung der variablen Rat: erfolgt in Gold. Für di eie oerfdiicbenen Brr- v lichtungen ist auch an Sicherun gen er.idr und iroar für bie variable Rate an einen ErngriN in bie Freiheit ber deutschen Zolls er- w a l t u r. g. Es soll eine Zolloerwal ung für Die Ein- und Anssubrzölle zur Durchsübru.nq der Dervflichrungen emge'etz: werden xa* Heber» maixng soll einem iolteuuxhmex über­

tragen werden, den bie deutsch Regeerrmg unter öuti.mmunn der Sleierationtflommii bn er­nennt. Bei einer Siumigki. Deutsch-, laut» bat die Reoarationskommliiurn btt B.- ujn:?, die beutidx Zolloer7va.tung in eigne Hand zu nehmen, und unter Umständen kann Deutschland mit beionteren Sttaunaß ahmen l*»i >acht werden, ivetn eS sich nach tlnkdr u lietfe' Gegner um schwere Verfehlung n handelt. Für Die variablen Raten ist eine strenge AuS- i u h r f o n t r o 11 f gebaut, die bcu A!l i neu eine i txfen Einblick in bas ganze brutsch Wirt- rtu t lieben nebm soll Trotz aller die er S.ckrtv- heilen ist doch der Kvlch der BerpslidüimgeTH Teul chlands noch nicht peeert. Es soll außrrdem Dcrpihtb et fein, die Requisitionen \ u be­zahlen, iinft) Artikel 238 des Vntmges alle* das, was Deutschland auS den besetzten Gebi ten weggenommen hab', besfen Wert sich <nif viele Duiiderte von Mittwnen Häuft Dazu kommen bic Okkupationskosten Auch biete finb nicht cm begriffen: sie betragen jährlich ehwr 15 Milliarden Pa vier mark. Auch svöter'N'i, wmn die in dieser Richtung getroffenen Abkommen ber Alliierten in fiVait treten, werdnt sie immer­hin noch 240 Millionen Golbmark. alfo etwa '/< Milliarbc Gold mark betraten. Dimu kommen hie uns ebenfalls oblregenden Kosten für die zahl­reichen Kommis ionen. bL* in DeuticHlanb jetzt noch ihre Tätigkeit au Süden und zu brten bann noch bie Zol k'mmisionen für b.Tt Außenhontel kom­men Endlich hätten wir noch zu entrichten die Sr b aus dem AuSgleickSversahren. die bekanntlich bockst ungünstig für unS gella"et sind. Unfiar ist bic Berrechnlrng ber vielen Werte, die wir an die Alliierten bereits hin­geoeben haben. Davon ist gar keine Rebe, (lebhaftes Dört? Hört!^ Unb wenn wir ol'e Bonbs für bie 226 Milliarden Golbmark gleich auf den Tisch deS Hauses fegen, wr btttbt btmt die Anreckm mig b*r 20 Millia b*n Gold mark, bie wir bereits glleiüet Haben? Außerdem ist nickt« m dem Programm entfxrltnt von den vielen Sad> werten, btc nxr nach dem FttebenSvertiug zu leisten haben Auch ist TttcktS ssttagt über die Frage, ob mir mm bie Bonds über bie neu getilgte Sckuld, bi-* wir bereits Hingegeben Haben, unb bie Scharv- sckiecne aur bi* Inhaber »u üfb^fomme i, btr rm leit Inknasttreten deS F iedenSvett a teS in he Dänbe der Entente gegeben f*ar>en. Sie laben vielleicht Mr Nummer des Packer Hiuftrlnten Ioun alS 5"A hm, die bie p!wd)gvavbisd)e VPi-ter* gäbe der sxtxrtxrm>t'ifungen über bie 40 Millrar- den Gokdmack verös'enllicht hat. Sotten mm Ire ßtefi-ner diese Sidre'ung b<xxltcn, ober können rrtt auf Wii^erg-gbr- rech e>i? ^.Ibge'ckhen von buten Uiillarbeitcn eutl/Llt bas neue Programm

unzweifelhaft Wpteffpntche gegenüber dem FriütenSvertrog.

Der Fri«*densvertraa gibt uns boS Reckt, btfl' yrm 1 Mai 1921 eine feste Gesamtsunrme unser-r Ütt^gSschuld -u erfahren Nun wird unS aber eine vattible Summe anqeg ben, denn eine feite Summe -nzuglick einer variablen ist in ihrem Okfamte essekt eine variable Sunnne (Le'chaftrS Sehr rickttig?) Das kann die deutsche Wirtschaft auf di? .Dauer nicht vertragen, daß sie auS,der Un­sicherheit niemals berauS7onrmt. (£ebhafte Ruft.) Der Fri'bensoertzrag bemannt, baß wir burck ein knappes ?)iensck*enalier von 30 Jahren an bete Kricns'ckuld gebunben sein sollen Jetzt wird un« eine Bindung auf 4 2 Jahre wiwwutrt, also übergreifend auf unsere Kinder unb Enkel ES war uns z-gesagt worben, wenn wir bie 2) Mil­liarden geleitet unb bie Sck Ibversch eibung^n fiter 40 Milliarben ausgestellt batten, solle nadxr nüft werben, ob wir überhaupt irrttenhe seien, btr Zin­ken zu leisten und di? frühere Schuld zu amorti­sieren, um neue Verpflichtungen tu übe-ndimm. Davon ist keine Rede. Ient sollen wir B>nbS über die gan^n 42 Jahne fahrt in bie Hände unserer Gogne- legen MS Ausgangspunkt ol'er- dingS sollte einmal sestgesLllk werten, wie hoch ber ganze Schaben ist, den wir wickvr gut zu machen liabrn Sehr.wahr.') Cf enbar ift bie Stere* rationskommis ion außerordentlih mck zurück mit ihren Feststellungen Auch bie Metbobe, daS Schätzungssnstem, bo5 angewendet wrd, ist in Frankreich selbst starken Angri fen au-gesetzt, ffieb- hostes Dort, hört.vielfach wird darauf hinge» wiesen, baß bas Geld. ba5 Frankreich zu Repara­tionszwecken bekommen hat, verschleudert wirb, ohne baß auch nur eine Mauer auf» gebaut worben fei. "Lebte'teS Hört, hört! Grose Bewegung.') Der ehemalige Präsibenf dev fconzö'ischen Repub'ik, Poincars, hat in ber Revue des tcur Mondes" am 1 Dezember ver» gang'm er Jahres ouseinanbergeetzt bie Schätzung der f'canzö i chen Delegierten sei viel zu nievttg, deshalb müßten die Behörden aufgefotbert wer­den, sie zu prüfen und zu erhöhen ^Dört, hört?»

Tie "rnnterr Voraus etzir g ter Fest'ellung b S (K'omtru Sckuldverhäl-nis es nxtr bie ßrü uno bt Leistu- gs ähig? ü Deutsch am s turcd h S'e a a» t onstemmi ion. Ttne B dpreckm <e i ftib > och im voll endet und wir müllen Bert tmrjf legen, t-atz sie vollendet werdei, bevor man bie Steraro* rwusickuld feftftent Wir si bat m-h e e Xrtbrr» sprüch: gegen ben Vertrag von VrrailleS. Es ist nickt vorgeschTn, baß unier ganzes Zollwnen ali Sv:zälo a d bienen »oll u-d datz tv. Eri etzir'S> eines Generatenrnehmers für bie c^xr.'mlxrant*, ortnJamg Dccgenommen w rden soll Auch ist keine! Rede von einer Außenharchelskonrtolle Ich tzabe dagegen sckxoeoe Beten.'en. Tie Fricdenskomrnii urt Hot bürd* den Muiü» Clemencau S unzmri- bcutig erklärt, bag eS nicht bie Ab iht ter Ro» jLeqpigai* solche 63tieoingai »t stellen.