Einzelbild herunterladen

Samstag, V Moder 1921

Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheben)

Drittes Blatt

Nr. 230

. qelände, genehmigt. Ferner fetzte man die vor- n läufige Mretsteuer außer den 5 Prozent für

Tfifttm-

Klinglpor, zur

ji 11 n g pur, aur

tot für Den Landtag zu bewegen Dau k osten zuschüsse flüssig

hettsztlstand, feine Tätigkeit in fernem ^.^77 und mit deren Benutzung im F

ir mit

260,

299,

876,

800,

925,

600,

600,

20. Sonntag nach Pfin'gsten.

I [egenbeit z. hl. Beichte. 7: H!

Hl. Messe. Kommun.

506,-

gezahlt:

23,80

Schweizer Franken

100 m.

100 T3l

100 $r.

100 Ar.

Uhr:

100 ß.

Der Schuh im Blut. D

Roman von Horst Bo dem er.

(Rachdruck verboten.)

2. Fortsetzung.

100

100

ein QrtSstotut betreffend die Umlegung von Grundstücken ans Gründen des öffentlichen Wohls, nämlich zur Erschließung von Bau-

I Al

184.25

4.75

0.325

6 90

41.20

21.52

23.20

40.50

0.80

750, 6 1, 610, 8U), 665,

30.9. 4,95 2,70 5,-

60 - 3 90

3 lallen . Brüssel . Buvapelt Nruyor». Agra«. . »ukareit

Marknotieruugen.

Für 100 deutsche Mark wurden

d. Mämier u. Oüngltnge. 8: RuStcilung d. hl. Kommun. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl- Messe m. Pr. Rachm. 2>/-: Christen lehre: darauf Rosen­tranzandacht mit Segen. 3v;: Hänglings-Kongre- gation. gi-eitag, 7 Uhr: Segensrneste. Diens­tag u. Freitag. abds. S»/, Uhr ist Rosenkranz­andacht mit Segen. Rn den übrigen Tagen ist dir Rcfenkranzandacht in der heiligen Messe um

Karl *** v v *,o

Shesrau daS Fest der silbernen Hochzeit.

-Mnb überlas er daS Programm. Gin einziges ^tüd kannte er, alle anderen waren ihm noch fremd. Um so besser! Sehr mit sich zufrieden war er, daß er nach Köln gefahren war. Herr­gott, was gab es doch für Herrlichketten auf

Datum:

Zürich . . . Amsterdam Kopenhagen Prag . . . . Stockholm . Wien.... London . . Poris . . . Neugsrk. .

Samstag, 1. Olt, nachrn. 5 u. abdS. 8 Uhr

Gelegen h. z. hl. Deichte. Sonntag. 2. Olt.

* * . Dorrn. 6>-: Ge>

6V» Uhr.

Kathol. Gottesdienst. 2. Ott Lich, vorm. y28 Uhr. Laubach, vvrm. 10 Uhr.

Wechsel auf AoDanb Deutschland toten Prap........

. 100 . 100 . 100 . 1 . 100

184.-

4.90

0.675

6.20

41.10

21.51

22.85

40.40

0.825

677.-

2.55

5.25

» 579 -

2.50

5.-

23. 9.

4,76

2,54

4,70

365

. r Märkte.

1.7.11.

Fr. 125,40

Kl. 59,20

Ar. 88,81

Ar. 117,80

Ar. 88,80 Ar 117,80

Sh. 97,80

Fr. 125,40

dem Dau von 78 Wohnhäusern beginnen zu können. Endlich wurde von Frau EL-, v. Deh- r ng ein 5000 Quadratmeter großes Gelände auf dem früheren Deutschordenshof bei der Slisabethkirche als Bauplatz für die an dieser Stelle zu errichtende Marburger Kinderllirnk, wozu ein Deutsch-Amerikaner eine Stiftung n Aussicht gestellt hat, für den Preis von Mark pro Quadratmeter gekauft. Diese neue Anstalt ist, wie der Direktor der Marburger Landesheilanstalt, Stadtv. Prof. Dr. Iahr- märler, bemerkte, für die Entwicklung der Stadt und Universität von größter Bedeutung. Für Oppau wurden 5000 Mk. bewilligt.

-,-2177,- 4 29 4,48

11,50 M.12 ,81 0,85

Aus Stabt und Land.

Dietzen, den 1. Olt. 1921.

Zur LandtagSwahl. Bon der Deutschen DolkSpartei wird unS mit- öetetlt bah es der Provinziallettung Ober Hessen Xeiber nicht gelungen ist. den bisherigen Abge­ordnete füu Ober Hessen. Herrn Kommerzienrat

Kirchlich'; Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, 2. Olt, 19. nach Trinitatis.

In der Stadt kirchr. Dvrm. 91/2

MissionSdirettor D. Witte aus Berlin. 11: Kinder-

Gebeti Lind doch mußte er auf seine breiten, groben, ar bettsharten BauernsLusle Blicken, be­vor er stch auf feinen Stuhl zurücklehnte und die 2Uigen schloß. . .

Das Konzert war zu Ende. SäMer erhob man sich von den Plätzen, ein paar Hände klatschten Beifall, von unwillig blickenden, feuchten Äugen wurden sie schnell zum Schweigen gebracht. Lang­sam leerte sich der große Saal. Htttter der jungen Dame und ihrem Baler schritt Heinrich Wärhahn dem Ausgang zu, ganz benommen war er. So aufgewühlt bis ins Innerste war er in seinem ganzen Leben noch nicht gewesen! Und alS frische Luft ihm um die heißen Schläfen wehte, reckte er sich hochauf. Was für einen schönen Wuchs die junge Dame hatte. Sie trug ein einfach ge­arbeitetes. stahlblaues Seidenkleid. Heber dem Boden schien sie zu schweben. Sein Blick blieb blieb hasten an den schlanken weißen Händen. Diese schlanken, weißen Hände liehen mit einem Male fein Herz schneller schlagen. Der Gedanke zuckte durch seinen Kopf: ich muß doch willen, wer das ist! Ihm war'S, alS habe er einen Schlag auf seine Brust bekommen, ihm tarn Die Erkenntnis: die Da vor dir geht, ist dein Schick­sal! Was das nicht lächerlich? Richts war tm 2eben lächerlich, wenn einer nur einen festen Bor­satz und einen eifernen Willen hatte. Sein Baler war der lebende Beweis! 2Ufo Die beiden Da vom nicht aus Den Äugen lasten! Sie gingen zur Kleiderablage. Tr hörte, wie sie sagte: .Wir muffen unS eilen, sonst erreichen wer Den Zug 11" nicht mehr!" Eine ruhige Xtftimme war e, die im Ohr nachklang. Der Zug nach Bonn ging 11« | Dis er sich Hut und Mantel geben lieh, hatte er Die beiden aus Dem Gesicht verloren.

Ur. = flr. --- <? £ = L. -

Körperschaften veranlaßten chn schon im Mai dirieS Jahres eine «bsagenbe Antwort auf eine Anfrage Der P^^ri^ittmg be »üblich Kandidatur bei der LandtagSwabl zu er­teilen. Gin Mann. Der in schwerer Zett fein Können und seine Erfahrung im weit^mW^e für unsere Provinz eingesetzt hat schridet MU ihm aus der Landtag sfr alt ion der Deu schen Bolksparlci. Dio Parteileitung hat ihm ihr tiefes Bedauern hierüber zum Ausdruck gebracht und Lm den Dank der Partei für seine aufopfernde Mrtglelt ausgesvrvchen.

Oberheffifcher Kun st Verein. Morgen Wird eine g r a p h i sch e Ausstel­lung mit nur künstlerischen Arbeiten von be­kannten Künstlern, unter anderen Rüdiger Berlik, Lovis Eorinth, Karl Easpar, Willi Gei- S Walker Klemm, Felif Mufeck, F. A.

nnerer, L. Schwemmcr, F. Sturtzkopf er- et. Die Ausstellung dauert nur bis ein­schließlich 12. Oktober und ist täglich, außer SamStagS, von 11 bis 1 Uhr geöffnet.

= Lich, 30. Sept. In Verbindung mit unserer Kirchweihe findet am nächsten Montag erstmalig ein S ch w e i n e m a r k t statt. Beim ständigen Fallen der Ferkel- und Läuserpreise wird mit starkem Auftrieb gerechnet.

4h Ortenberg, 30. Sept. Dom 31. Ok­tober bis 3. November findet unser im Bolls- munde bekannte .Kale Mät" (Kalter Markt) statt. Am 31. Oktober und 1. November ist Pferde- und Fohlenmarkt, am Dienstag auch Rind­vieh- und Schwcinemarkt, an allen Markttagen Krämermarkt.

Turnen, Sport und Spiel.

Der Lahn -Regatta » Berband hält am Sonntag, nachmittags 2 Uhr, im Boots­haus des Wetzlarer Ruderllubs seine Jahres- Hauptversammlung ab. Neben Iahres- und Kassenbericht steht auch die BorstandSwahl auf der Tagesordnung Der seitherige Borsitzende. Herr Otto Korkhaus vom Limburger Ruberverein, hat eine Wiederwahl abgelehnt. An besten Stelle wttd voraussichtlich Herr Bürgermeister Dr. Kühn, Wetzlar treten. DeS weiteren wird auf Der Ber- fanunlung über die endgültige Stellungnahme zu der Distanzierung des Limburger Ruderllubs von fetten des Deutschen Ruder-Berbandes verhan­delt werden. Die Sitzung ist insoweit öffentlich, alS die Mitglieder Der DerbandS-Bereine Zutritt hierzu haben.

Keine Verlängerung der Deut­schen Automobil-Ausstellung. Der Andrang zur Berliner Ausstellung hat zur Folge gehabt, daß von verschiedenen Seiten eine Ver­längerung der Ausstellung beantragt wurde. 3n einer am Mittwoch abend stattgefundenen Sitzung des Dereins Deutscher Motorfahrzeug-Industriel­ler und des Automobil-TlubS von Deutschland wurde jedoch beschlossen, die Ausstellung n i ch t zu verlängern.

5 , Ttfd) Irttqsr.ni. 4'/. Disch Re.ch-anl. $/, Dstch D,'ch»anl. 4 , Prkuh Aonfols Darmliä tt<r Sank .

kirche f. d. WarkuSgem.: Pft. Decker. 'Abds. 8: Vertrag von Mlstionsdirettvr Ü. Witte Uber. Was ich in China und Japan erlebt habe. Montag, d OlL. abds. 6: Zusammenkunft Dee Frauenvereins D. Martusgrm. Dienstag, 4 Olt., aöds. 8: LeisemUiche Helserwcriammlung der Tun* tha'.'Lgemcinde. Die Mitglicder der Männer und grauentxreinigung, sow:e Der Mat. hausgcmeinbc werden hierzu Herz ich cingelaben. Vortrag Gottesdienstlich« Fragen der Gegenwart. Lor Der H 0 hannesli r ch«. Vomr. 91,: Pfar.as ist Müller. 11: Kinderlirche s. d. 3obanneiSflem.: Pfaruassist Müller. Donnerstag. 6. Ott., abds. 8 Uhr im Johannessaal: Versammlung D. kirchi Vereinigung d. IohanneSgem. £bcma: IeiuS, Gotte» Svdn. Vlontag, 3. Olt, abbÄ. 7»,: IugenDverernigung D. Lu'.asgem. (männl. Adrig )

Von Sonntag, 9. Ott. ab, beginnen Die Adend- gottesdienste um 6 Uhr

2. Okt. Wieseck Vorm. 9»/-: Pros. Michel Gießen. Opfer für Kirch bau zu Weickartshain, l9. Oft. Feier D. hl. AdendmahlS.) Sonntag 2. Oft., norm. 10: Kirchberg. 11: Christenlehre f. D. männl. Jugend. Nachm. !>/,: Lollar.

Katholische Gemeinde.

Landkreis Niesten.

Hausen b. Gießen, 1. Olt. Morgen feiert Mohr, GcmeinderatSmttglied und Dessen

Handel.

Frankfurt a. M-, 30. Sept. r s e n - st i m m u n g S b i l d. Die Devttenhausse hat Durch die Aushebung der Sanktionen einem stärkeren Kursdruck Platz aemachi, infolgebepen macht? ] Q eine festere Haltung bemerlbar. Sleltrizita.s- babiere gut gehalten. In chemischen Werten war Die Tendenz schwankend. Am Martte der un- nctierten Werte war Die Haltung ruhiger. Benz gaben 20 Prozent nach. Thein.sche Rhena na 740 bis 750. Die Abgab.'bcw'gung der srrmden De­visen drückte auf Mexikaner. Die Börse schloß schwach. Pribo.tDislvnt 33/* Prozent.

Frankfurt a. TL, 1. Oktober. Berliner Devisenmarkt.

Der Welt!

DaS Largo von Händel war Der Schluß. Schauer jagten ihm schon "bei Den ersten Tönen über Der: Rücken. ®r konnte nicht mehr stille fitzen auf feinem Stuhle, nicht mehr hinstarren auf die Musiker, auch nicht mehr Die Augen schließen Da mußte man ja die Hände falten. Ob daS andere auch taten? Er wendete Den Kops nach links Die junge Dame neben ihm saß vornübergebeugt da. Die Hände lang an Die Wan­gen gelehnt. Weiße, schlanke Hände, an denen rin paar Brillanten blitzten. In dem schweren laftanienbraunen Haar spirite bas Licht. Die Flügel Ter geraden, feinen Nase bebten, veilchcn- blaue Augen schienen In weite Fernen zu sehen, volle Lippen rahmten einen kleinen Mund ein. Und dem alten Herrn, wohl ihrem Baler, Der Den Äcbf ibr zugewandt hatte, tropften sogar rin paar Tränen in Den fast weißen Bollbart. Er schien ein Künstler zu sein volles De 1 ß^ H<llr trug ex halblang in Den Nacken gebürstet, rin schwarzer, breiter Schlips hing .aus der hoch­geschlossenen weißen Weste wett Rab ber «chwarze ©amtrod war von einer breiten Borte eingefaßt.

Während Heinrich Wärhahn Die junge Dame musterte, einen Ehering trug sie nicht, entging ihm doch keine Tvnwelle. Diese schlanke, ferne Mädchen Hand! Wenn Die über Die Tasten glttt, wenn die liebkoste . . Sünde waren jetzt solche Dedanlen Sünde an diesem in Mustt gesetzten

Israel. Religionsaerneinbe. Gottes- dienst in Der Synagoge (Süd-Anlage). Montag, Den 3, unD DienStag, Den 4. Ott.: Neujahrs­fest 1. Tag. Voradd. 5.45. Predigt. Morg Z 30. Predigt. 2 Tag. Vorabd. 5.45. Morg 7 30. Abds. 6.00 und 6.40 Uhr. Während Der Predigt ist Der Eintritt nicht gestattet.

3m großen Gürzenichsaale in Köln am Ahern schwang sich das Largo von Händel von siebzig Geiqen. Unter Den -weitausenb Menschen saß Heinrich Wärhahn. Erst am Rheine war ihm eine Ahnung von Der hehren Größe guter Mustt aufgeganflcn. In Kastel hatte er einige Opern gehört, Die Handlung hatte ihn mehr gefesselt als die Musik Militarmärsche waren daS einzige gewesen, daS .-rößeren Eindruck auf ihn gemacht batte. Schmetternde Trompeten waren Der In­begriff musikalischer Höchstleistung für ihn geblie­ben bis er an Den Rhein gekommen war. Zufällig war er in Bonn in einen ernsten Konzert- abend geraten. Ihm war, als sei eine Zement- toanb gefallen. Die bisher vor seinen Ohren ge­legen 'Ader Hemmungen spürte er doch noch Sein Blut war zu schwerfällig, et hast 'M nach mit einer guten Flasche Rheinwein. Dann erst wurde Ohr und Herz recht aufnahmefähig.

Heu'e hatte er eine Flasche Markobrunner getrunken, bevor er zu Dem Konzerte geqang* war 3m schwarzen Rock sah er auf seines, Stuhle, schloß oft Die Augen, öffnete ein wenig Den Mund, als wollte er die Tonwellen in sich schlürfen wie guten Wein. Gr hatte einen Eck­platz in Der Stuhlreihe. Links von ihm hatte eine junge Dame mit einem alten Herrn Platz Die Freude, out« Musil zu boten, bleu ibn fo seltnen, dutz er |i» »m da« Pudli- tum gar nicht nimmerte. Den Settel in der

Einqesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Einem dringenden Bedürfnis wäre ab^uhel- fen wenn die Stadtverwaltung dafür sorgen wollte, daß in der Liebigstraße noch eine Bogenlampe angebracht würde. Sämt­liche Straßen Gießens sind sonst hell beleuchtet, nur in Der Liebiastrahe vermißt man in der Nähe ber katholischen Kirche die dort sehr not­wendige Beleuchtung. SS wäre deshalb sehr an- gcbracht, wenn hierin Abhilfe geschaffen würde.

St.

KreiS Friedberg.

bz. Butzbach, 30. Sept. DieMeguin 21.®. Butzbach hat 25 000 Mk. für die Bot- reibenden und Hinterbliebenen der Kalasttvphe von Oppau der Badischen Anilin- und So bafabrlk zur Verfügung gestellt.

Starkenburg und Rheinhessen.

rm. Darmstadt, 30. Sept. Als die Ehefrau eines bei der Dahn beschäftigten Buchhalters von einem Einkäufe vcrnn. 10 Uhr nach Haufe kam, fand man die etwa 20 Jahre alte Tochter mit einem Tuch über dem Kopf an Händen und Füßen gebunden, bewußtlos in dem Schlafzimmer. Der Schreibtisch war er­brochen und die darin befindliche Kassette mit etwa 1000 Mk. an Wertpapieren, Kriegs­anleihen ufto. gestohlen. Auch fehlt ein Drillantting der Tochter. Das Zimmer war mit Gas gefüllt, ein Gashahnen acöffnet. Das Mädchen kam in das Krankenhaus. Es schil­dert den Täter als einen Mann in den 40er (Zähren, der in die Wohnung eingedrungen sei und ihr unter Drohungen das Tuch über den Kopf geworfen habe. Man konMe den Vorfall noch nicht aufllären. ,

rm. Zwingenberg, 30. Sept. Durch ein fiemdes Auto überfahren und ge­tötet wurde gestern der 50 Jahre alte Haus­verwalter W. Maus aus Alsbach auf der Landstraße bei Hühnlein. Er erlitt eine der­artige Kopfverletzung, daß der Tod sofort ein­trat. Das Auto fuhr unbekümmert um den Vorfall weiter.

Hefien-Raffau.

Geld Brief Geld Brief

27. Sept 30. Sept 3921,05 3928,95 3696,30 3703,70 861,10 865,90 809,15 810,85 1533,45 1538,65

2182,80 2187,20 2072,90 2077,10 2732,25 2737,76 2577,06 2582 60 171,80 172,20 162,80 163,20 501,95 603,05 459, 0 460,50 458,50 469,50 429,05 429,95 123,87 124,13 11 ,38 115,62 874,10 876,90 834.15 836,85

2127,8 2132,16 2017,952022,05 1593,401596,60 1508,451511,66 *?23 7,27 7^53 7^7

127,35 127,65 123,10 123,40

17,98 18,02 16,48 16,52

Landwirtschaft«

L Wieseck. 30. Sept Die Kartoffel­ernte gebt auch hier ihrem Ende entgegen. Wie im weiten älmkreiS sind Die Erträge im allgemeinen gering, durchschnittlich kaum zwanzig Zentner auf den Morgen Infolge ber anhal­tenden Trockenheit und Dürre haben die höher gelegenen ©emarfungStcile fast vollständig ver­sagt, so daß dort mitunter kaum die Saatkar­toffeln geerntet werden, wahrend die im Tal gelegenen Aecker besseren Ertrag lieferten. Von Belang sind die Beobachtungen, Pc man dieses Hahr bezüglich ber Düngung machen konnte. Stallmist allein tatS nicht. Wo aber in ratio­neller Weise mit Stickstoff- unb Kalidünger nach­geholfen wurde, sind Die Ertrage ausfallend besser, ris zu 70 Zenter der Morgen Es hat sich wie­der gezeigt, daß die Kartoffel außerordentlich empfänglich ist für Kali, das sie zur Dilduna der Knollen braucht, während die Stengcl- und Mättcrbildung mehr Bedarf für Stickstoff hat, der Die Pflanze grün und lebensfähig erhält auch bei spärlichen Niederschlägen.

Datum:

Amsier^mn- Rotterd. Brüssel-Anttoerpen . Lhriftiania Kopenhagen Stockholm

Selfingfors Italien London Jleuoorfc ..... pari» Schweiz Spanien < toien (altes). . . Deutsch-Oeslerr. . . . Prag.........

Budapest..... <

Bulgarien Konstantinopel. . .'

Ternschel?ank . . . Dlsconlo-Oesellschast Drtcbntr Bank. . . llationalt'G'ik f. D. . Maieid. (Ircbitbanli. H .'.lmerik Pakelf. . 'liorddeutsche. ülopb. Bach Dukstahlwcrk - D.-Curcmb Dergw.. L«lsenkirch.D«>gw. . Aarpencr Bergvau . üderschles. Eisend.-D. Odersastri. Lisemnd. . Phönix.Dergb »Akt.. Bud. Anilin- u. Soda Höchster Farbwerk«. El«ktr.A.L.V.....

Schuckert.rverke. . . gelten.Duilleaum«. . Daimler Bud.- Eisenw.'Altt . Adlerwcrke. . . . . . 4°, H«ss.5laai»anl. . Elektron Griesheim.

Börsenkurse.

Äramfuvi tteritn 1-llpr- 1-ribr- Schluß- Scoluß- Jtur« Kurs Kurs KurS 2.1.9. 30. 9.

77,50

das Reich auf 10 Prozent für die Stadt fest, essen, jyerm Bei einer jährlichen ^inSsumme von 300 000

Ueberna&me einer Kandida-1 Mark gedenkt man vier Ällllionen Mark als ' zu machen

Bnibertisch.

Der am 1. Oktober beginnende Hahrgana vonHeber Land undMeer" wird zunächst von Rudolf Hans Bartsch eine graziöse Rokoko- erzablung,Cosi fan tutte, bringen, die die amüsante Entstehungsgeschichte der Mozartschen Oper verrät- Nach Abschluß von F. R. Nords Blauem Teppich" beginnt Hausteins .Kaiser ber Sahara". Andere Romane namhafter Autoren, kurze, abgeschlossene Novellen unb Skizzen wer­den in reicher Menge geboten werden Unter­haltende und btiebrenbe Aufsätze Über alle Ge­biete des Wissen- und der Kunst bilden neben Theater- und Mode berichten, Notizen über in­teressante Geschebnisse aus aller Welt, Verkehrs- und Bädemachrichten Den Inhalt der abwechs­lungsreichen Hefte. Die reichillustrierte Zeiischrift kann zu dem Preis von 12 Mk. vierteljährlich bei jeber Buchhandlung ober Postanstalt abon­niert werben. Probenummern sendet auf Wunsch die Deutsche DerlagS-Anstalt. Stuttgart

(In einem Teil ber Auflage wiederholt.)

Die euglisch-irtfchen Verhandlungen.

London, 30. Sept (WTD) .Daily Thrv- nick' meldet aus Dublin, dort herrsche Die An­sicht. daß das Angebot Der britischen Negierung es Den Sinns einem ermög­liche. ohne Schwieriglett auf eine Konferenz mit Der britischen Regierung zu gehen.

Ermordung Joffe«?

London, 30. Sept. (WTB.)Morning- pvst" meldet aus Helsingsor«. daß Die ttrmor- Dunfl Hof feS in Dortigen russischen Kreisen be­stätigt werde.

Eine neue türkische Offenfibe ?

Lon dvn, 30. Sept (WTB.) Reuter meldet au- Konstantinopel: Sinern dort eingetroffenen Bericht zufolge hätten die nationalistischen Strrit- trifte in der Gegend von ISmid eine neue Offensive begonnen.____________________

~2Ufo schnell in eine Droschke geworfen und die beiden am Eingang des Bahnhofs abgefangen! Ts gelang. Hinter Dem alten Herrn trat er an Den Schalter. Der nahm zwei Fahrkarten zweiter Klasse noch DodeSbevL Da hätte Heimnch Wär­hahn bettmhe vor sich hingelacht. Sin Tag roftrDe genügen, um zu erfahren, waS er willen wollte Nun versucht, mit den Herrschaften in ein Abteil zu kommen, auch Das gelang. Den letzten Sitz­platz erwischte er, Der jungen Dacke gerade gegen­über. Ihr Vater war mit einem Bekannten, ber ebenfalls im Konzert gewesen, bereits in ein Gespräch vertieft. Heinrich Wärhahn hörte auf­merksam zu. Der alle Herr war selbst Komponist, wie er aus Der Unterhaltung hörte. Da bekam er eine Heidenachtung! Die Tochter eines so hervorragenden Mannes für sich zu erringen, würde wohl ganz unmöglich sein. Da meldete sich in ihm das Wärhahnsche Blut! Dem war über­haupt nichts unmöglich! Zähe Beharrlichkeit führt: vielleicht doch zum Ziel! Wer einem Wärhahn etwas auS Den Händen ringen wollte, der hatte ichwere Arbeit vor,. UnD wenn es auch rin Entschluß war! Wenn er nur redegewandter ge­wesen wäre! Die veilchenblauen Augen musterten ihn, er fühlte, wie ihm Die Röte inS Gesicht stieg. Ach nein, ab schätzen wie ein Gaul ließ er sich nicht. Seinen braunen Augen sahen ihr fest und voll inS Gesicht, so fest, daß sie Den Kops zur Seite wenden mußte, ihrem Vater zu. Der hatte , Heinrich Wärhahn beobachtet, na ja, seine Tochter war rin hübsches Mädel und trotzdem mit vierundzwanzig Jahren noch nicht einmal ver- ! lebt.

1 (Fortsetzung folgt)

Das Hanauer BekleidungSamt abgebrannt vz. Hanau, 30. Sept. On dem ehemali­gen Bekleidungsarnt Hanau brach gestern abend gegen 7.8 Uhr Feuer auS, das von Minute zu Minute um sich griff. Für alle in der Nähe des Brandherdes befindlichen Ge­bäude bestand die größte Gefahr. Die Feuer­wehr war rechtzeitig zur Stelle, ihre Haupt- tatigfclt mußte sie auf die Verhinderung des weiteren Umsichgreifens des Brandes be­schränken. Das ehemalige BekleidungSamt ist zum grüßten Teil ein Raub der Flammen ge­worden.

«

X Frankfurt a. M., 30. Sept. Franfurter Spell art au Ss g ler gerieten bei dem Bahnhof A l- e n a u in Streit Sin Frankfurter Mistadtbewvh- ner, der zu seiner Derteibigung ein feststehendes Messer gezogen hatte, wurde so zugcrtchtet. daß er schwerverletzt ärztliche Hilfe aussuchen muhte.

r 1 Marburg, 29. Sept. 3n einer gestern abend abgehaltenen Dauersitzung be­schäftigten sich die Stadtverordneten mit verschiedenen wichtigen Fragen. So wurde

Züricher DevisenmarU.

33.9. 1.10.

29. e. 30. 9

77, 0

'.4 36

77,84

62. -