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Frage unserer ganzen Politik. Demgegenüber führte Herr Hergt bezüglich der Frage des Ultimatum^ aus: Für uns gibt es keine Er­füllung, keinen Versuch zur Erfüllung des Alti- rncttums. (Hört, hörtl links.) Weiter wird von Lern verbrecherischen Wahnsinn der Erfüllbarkeit gesprochen- ich habe nicht geglaubt, dah der ehr­liche Wille eines Volles zu Leistungen und auf dem Wege der praktischen Betätigung vorwärts zu kommen, als verbrecherischer Wahnsinn be­zeichnet werden könnte. (Lärm rechts. Zuruf des QLbg, Helfferich:Wer hat das gesagt?) Das hat der Abg. Edler v. Braun gesagt. (Buse von der Zuschauertribüne:Ihr Herde von Word- gesellen!") Ich bitte alles daran zu setzen, dah bei der Feier solcher nationalen Gedenktage, bei Regiinentsfeiern usw. alle Ausführungen weg­zulassen, die geeignet sind, für unsere heutige kleine Armee die schwersten Konflikte hervvr- zurufen. War es notwendig, dah bei der Feier im Stadion ein General sagte, mit der alten 2lrmee sei auch der Geist unseres Heeres zu Grunde gegangen. Diese Aeuherung ist eine schwere Verletzung des Gefühls der Män­ner. die heute die Republik stärken sollen. Diese Herren haben eben kein Verständnis für die Würde und Ehre derjenigen, die heute die Sor­gen der Regierung tragen müssen. Der Reichs­kanzler kam bann auf den Vorfall von Jugen­heim zu sprechen und sagte, ich habe die hessische Regierung um Aufschluh darüber gebeten und einen Bericht erhallen, welcher besagt: 2lm 31. August zog eine gröbere Arbeitermenge mit einer roten Fahne nach dem <5d>lo6 Heiligen­berg, uni vor dem Abg. Helfferich wegen der Ermordung ErzbergerS zu demonstrieren. Rach- dem die Schlohbewohner der Menge bekanntge­geben hatten, dah Helfferich am Tage vorher abgereist war, sammelten sich die Arbeller im Schlohhofe. (Zuruf des Abg. Helfferich: Wie sind sie bann hineingekommen? Allgemeines Ge­lächter, in das der Reichskanzler etnftimmt. An­ruhe, Glocke des Präsidenten.) Der Führer der Truppe war ein Arbeitersekretär aus Darmstadt, der in einer Ansprache den Mord an Erzberger als einen politischen Mord geihclte und Helfferich als Mörder bezeichnete. (Lebhaftes sehr richtig aus der äuhersten Linken. Anruhe. Glocke des Präsidenten.) Weiter hat er in seiner Rede auf- gefordert, die demokratische Republik gegen die Reaktion zu schützen. Die Gendarmeriewachtmei­ster, die bestimmt waren, die Bewohner des Schlosses gegen Gewalttaten zu schützen, wohnten der Versammlung bei. Cs tarn aber zu keiner Stö­rung der ösfentl. Ordnung, wcder zu Beleidigungen, noch zu Gewalttätigkeiten, und der Zug löste sich friedlich auf. Der Bericht des Hessischen Staats­ministeriums ist unterzeichnet von dem Staats­präsidenten Alrich. der es von jeher ausgezeichnet verstanden hat, mit hohen Herrschaften zu ver­kehren. (Heiterkeit.) Wenn ich alles Material in bezug auf die Beschimpfungen der Männer, die jetzt in der Regierung sitzen, vortragen wollte, mühte ich eine Dauervede von wenigstens 8 Stun­den halten. (Lebh. Zurufe.) Bei der Annahme des Ultimatums haben wir mit steigender Be­sorgnis die Verhetzung unseres Dolles verfolgt, eine Verhetzung gegen diejenigen, die in schwerer Bedrängnis die politische Verantwortung über­nommen haben. Die Mitglieder des Kabinetts wurden in einer Weise persönlich verunglimpft, bie zu eurer Atmosphäre führte, in der politische Morde nicht unmöglich waren. Hier ist eine Ät- molphäre vorbereitet worden, die zum Morde führte. Zu meinen Worten im Aeber- wachungs-Ausschuh stehe ich auch heute. Der Abg Hergt hat von der Kriegserllärung des Proletariats gesprochen und weiter davon, dah die Stunde der Entscheidung zwischen rechts und links da ist. Wäre es nicht das gröhte Anglück für unser Volk, eine unüberbrückbare Kluft zwischen rechts und' links zu schassen. Eine solche Politik wäre das Verhängnis für Deutschland. Cs ist gerade der Sinn, meiner Politik gewesen, ein solches Anglück

zu verhüten und ich hoffe, dah alle, die guten Willens sind, diese Kluft zu vermeiden, sich in dieser Auffassung mir anschliehen. Der Abg. Ditt- marm hat hier sehr viel Material beigebracht, was uns mit Besorgnis erfüllen könnte. Es ist ein An- ding, zu glauben, dah die Verordnung des Reichs­präsidenten von heute auf morgen gekommen ist. Schon seit Wochen waren wir von den Besorg­nissen erfüllt, die zum Erlaß der Verordnung ge­führt haben. Die Verfolgung der in Baden auf­gedeckten Geheimorganisation liegt in den Händen der badischen Staatsanwallschaft. Das Material über diese bestätigte unsere Befürchtungen, dah die Fäden der Geheimorganisation sich auch nach Oberschlesien erstreckten. Wir danken allen denen, die mit der Waffe in der Hand die oberschlesische Heimat verteidigt haben, aber es ist schmerzlich, zu sehen, dah bis in die Reihen der Kämpfer, die ihr Leben dem Vaterland widmeten. Geheim­organisationen mit ihren verbrecherischen Elementen sich hineindrängten. Einzelheiten über Die Ztnterfucyung will ich nicht mitteilen aber ich kann Ihnen sagen, dah es sich um große Ge­heimorganisationen handelt, die auf den Sturz der Verfassung hinarbeiteten. Es hat sich herauS- gestellt, dah diese Organisationen, die wir offen­bar in ihrer Zentrale getroffen haben, einen neuen Kapp-Putsch zu inszenieren versucht haben. Was soll man dazu sagen, wenn die Justiz wegen ihrer Gerechtigkeit von der Rechten in den Schmutz ge­zogen wird. Zum Schuhe der Republik, ihrer Einrichtungen und ihrer Diener werden wir die politischen Paragraphen so umformen müssen, dah sie dem Gebot der Stunde und der Gefahr des Landes entsprachen. So sehr wir bestrebt sind, die Auswüchse nach allen Seiten zu bekämpfen, so sehr müssen wir uns davor hüten. Anklage au erheben gegen die Gesamtheit von Dienern irgend­einer Gruppe unserer östlichen Organisation. Rach Annahme des Allimatums hatten wir zwei Auf­gaben zu erfüllen: solche, die von unserem Wil­len abhängen und solche, die abhängen von den Menschenkräften des deutschen Volkes. Was mög­lich war, zu erfüllen, haben wir erfüllt. Es war schmerzlich, insbesondere für die Angehörigen der Reichswehr, die Bedingungen des Ultimatums zu ermllen. Der Auszug der verdienten Offiziere aus der Reichswehr, die Redullion der Armee, die Auslieferung der Waffen die Zerstörung des Materials waren eine Aufgabe von einer Gröhe und einer Schmerzlichkeit für die Diener der alten Armee, die man unbedingt würdigen muh. Es ist ungerecht, wenn man der Reichswehr in ihrer Gesamtheit den Vorwurf machen will, sie hätte die Republll der Reichsregierung sabo­tiert. Davon kann gar keine Rede sein. Das De- amtenheer zerfällt in Beamte des Reiches und der Länder: die Länder haben insbesondere die Iustizhoheit und er könne keine Arteile fällen, die Sache der Länder seien. In wenigen Tagen könne man bei der Reubildung der preußischen Regierung im preuhischen Abgeordnetenhaus eine Debatte darüber hören, und er wolle dem nicht vorauseilen. Wenn wir aber heute die wirtschaft­liche Lage der Beamten und auch der Offiziere der bestehenden Kleinen Armee überschauen, so müssen wir auch manchen Anmut begreifen, und es ist verständlich, wenn manchmal ein hartes Wort fällt, auch gegen die deutsche Republik. Es können eben manche Leute nicht einsehen, dah zwischen vorgestern und heute die ungeheuere Katastrophe des verlorenen Krieges liegt. (Sehr richtig I) Wir werden in Kürze Gäegenheit haben, uns mit dieser Frage weiter zu beschäftigen. Ich glaube schon heute sagen zu ßnnen, die Stunde, wo wir die Träger der mittleren Seich­ten. die nur über ein bescheidenes Einkommen verfügen, vor dem Untergänge bewahren müssen, ist nahe. Diese Aktion ist vorbildlich und muh, wenn der Reichstag wieder zusammentritt. Sie in Kürze hier beschäftigen. Ich weih, dah ich bamti einen Milliardenkredit in Anspruch neh­men muh. aber diese Aktion ist nötig, wenn wir im kommenden Winter unser Doll vor schweren

Schaden sozialer Art bewahren wollen. Wenn ich auf die Rotlage der gesamten Beamtenschaft zu sprechen komme, so muh ich auch anerkennen und zwar im Ramen der gesamten Reichsregie- rung, dah, wenn wir Amschau hallen über all das. was seit den Tagen des Zusammenbruchs bis heute von der gesamten deutschen Beamtenschaft Ä worden ist, dies nur Gröhes darstelll.

er Beifall.) Ich richte an die Beamten­schaft nicht nur die Ditte und die Mahnung, sondern die bestimmte Forderung, dah im Dienste alles unterbleibt, was als eine parteipolitische Aktion aufgefaht werden tonnte. Dafür darf kein Platz fein und dagegen müssen wir uns schützen. Wir können keinem Beamten ins Herz sehen. Wir geben ihnen Freiheit, sich politisch zu be­tätigen, sich in irgend einem Sinne zu äuhern. (Lachen r«hts.) Rationalistisch und national sind zwei verschiedene Begriffe. (Sehr gut! links.) Wir geben ihnen die Freihell, sich sogar nationalistisch zu äuhern. Wir haben auch nichts gegen kommunistische Ide­ale auf demokratischer Grundlage. (Stürmische Heiterkell.) Wir wollen aber keine chauvinistische Bewegung dulden. Wll haben keinen Grund, den Beamten den Mund zu verbieten. Rur gegen eins verwahren wll uns, das ist gegen den Appell an die Gewalt, besonders gegen den, der den politischen Mord verherrlicht. Gegen bas muh sich die Regierung wehren, dagegen muh fich jede Partei stellen, die die Verfassung von Wei­mar nicht als eine Episode betrachtet. In den letzten Tagen haben wieder rech:sgerichtete Or­gane, wie die Kreuzzeitung, Artikel gebracht, in denen der Mord an Erzberger verherrlicht wurde. Der Mord in Griesbach stellt keine Heldentat dar und kann nicht mit irgendeiner Tat der Geschichte in Zusammenhang gebracht werden. (Lebhafte Zustimmung.) Im Laufe der Debatte ttrrtre ich Gelegenh L haben, auf die zahlreichen Aus übrun­gen des heutigen Tages zurückzukommen. Die Po­litik, die wir zu konstruieren haben, muh ge­tragen fein von der Sorge, wie wir den Winter Überstehen. Wir appellieren an alle, die ge­willt sind, die deutsche Republll vor dem Unter­gänge zu bewähren. (Lebhafter Beifall.)

Auf Antrag des Abg. Ledebour (ASP.) fin­det Besprechung der Interpellation statt.

Ein Vertagungsvorschlag des Präsidenten wird abgelehnt.

Abg. Scheidemann (Svz.): Der politische Mord sei^ nicht zu entschuldigen und Abwehrmah- nahmen gegen den Mord und die Mordhetzer habe die Regierung ergreifen müssen, sonst wäre sie selbst fortgefegt worden. Die reaftionäre Mörder- Pistole des Grafen Arco habe Eisner nieder- gestreckt. Der Redner fährt dann fort: Das Regime Kahr habe in Süddeutschland für Herrn Hergt und seine Genossen die Errichtung der Mörderzentrale möglich gemacht. Dieses Regime trage die Schuld an dem Mord Gareis und auch die Schuld an dem Mord Erzberger. Richt, dah sie die Tat begangen hätten, aber sie haben die Tat auf dem Gewissen. (Protest rechts, grober Lärm.) Sie haben diesen Mann gehetzt, bis er starb. Sie haben ihn um Ehre und Einfluß und fchliehlich ums Leben gebracht. Er hat dabei sicher alles getan, um feinem Vater­lande zu helfen. Sie tragen auch die Schuld an der Tat des Fähnrichs v. Hirschfeld. Bei Sektgelagen ist der Mord gefeiert worden. Wir proteftieren dagegen, dah der Abg. Hergt den Angreifer auf den alten Kaifer, Hödel, den Sozialdemokraten aufhängen will, der doch christlichfozial getoefen ist. Redner schildert die anläßlich des Mordes an Srz- berger von der Rechtspresse veröffentlichten Schmähartikel, zu denen man nur Pfui sagen könne. Wir haben nichts gegen die Regimentsfeste, aber Sie sollen nicht zu deutschnationalen Demonstratio­nen benutzt werden. Redner kommt dann auf die bayerische Frage zurück und nennt das System Kahr-Roth-Pöhner, das einem Toller sogar das Schreiben verbiete, ein Anglück für Bayern. Wir haben das Vertrauen zu der Regierung Wirth, dah sie alles tun wird, um die Republll

Behördliche Anzeigen

Los 1 (I

den

1O554B

(Lebensmittelamt und Drennstoffamt.)

jedesmal vormittags

ZeiMs Behemeil

Gießen, den 26. September 1921.

104698

per Pfund Mk. 4

104358

Der Oberbürgermeister. I.V.: Dr. Rosenr.erg.

3 (irr

4 111

4.

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Bergstraße 20, Zimmer Nr. 6, statt. Gießen, den 21. September 1921.

Anträge, die in der vorstehend angegebenen gelt nicht erneuert worden sind, werden als er­ledigt angesehen. Für die Folge sind alle Wohnungs­gesuche in jedem Dietteljahr zu erneuern.

A - F am G-M N-S T-Z

von 1 Mk. für den Zentner gewährt. Gießen, den 29. September 1921. Der Oberbürgermeister.

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= 13

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5 (HI) = 13

6 ÖD ={ l

Bekanntmachung.

Zur Nachprüfung und eventuellen Ergänzung ober Berichtigung der Kartei des Wohnungsamts werden alle Wohnungssuchenden, die ihre Gesuche aufrecht erhalten wollen, aufgefordert, ihre Einträge in her Zeit vom 3. bis 15. Oktober d. Fs. bei dem Städtischen Wohnungsamt, Asterweg 26, Zimmer 1, zu erneuern.

Die Meldungen sind zu erstatten von den Woh.

50 Fichtenstämme 5aKl. 30,93

3..

6.,

10.,

13.,

nungssuchenden, deren Namen beginnen mit Buchstaben:

bei Abnahme von 100-200 Psd. Mk. 375.- per Ztr.

Fritz Rumpf

Zoseltfatae 9. 0130661 Telephon 1675

Einwendungen wegen der Dermesiung sowie der Güte des Holzes werden nicht berüchsichtigt. Vorherige Besichtigung wird empfohlen.

Das Gebot geht auf den Festmeler und ist für jedes Los besonders abzugeben.

Gegen ausreichende Sicherheit wird Zahlungs- frist bis 1. Februar 1922 gewahrt.

Angebote sind verschlosien und mit der Aufschrift Submissionsholzverkauf" versehen bis spätestens Samstag, den 8. Oktober 1921, vormittags 11 Uhr, an den Oberbürgermeister der Stadt Gießen einzu­reichen, woselbst zu der angegebenen Zeit in Anwesen­heit etwa erschienener Dieter die Eröffnung der An­gebote stattfindet.

Wegen oorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an die obengenannten Förster. Nähere Aus­kunft erteilt auch die Oberförsterei Gießen.

Gießen, den 22. September 1921.

Der Oberbürgermeister. I. D.: Dr. Rosenberg

ABchMckklW der etoht kießm.

Aus den städtischen Waldungen und zwar aus Forstwartei I (Forstaspirant Drück-Nödgen), Forst- warte! II, Fernewald (Förster Arft-Hochwart) und Forstwartei UI (Förster Geisel-Gießen) sollen ver­steigert werden:

138,2 31 m. Fichtenstockholz.

Die Versteigerung findet am Montag den 3. Oktober 1921, vormittags 10 Uhr, im Stadthaus,

Bullen- und Lberverkauf

Ein der Stabt L i <h gehöriger, gutgenährter Simmentaler Bulle soll im Submissionswege ver­kauft werden. Angebote pro Zentner Lebendgewicht sind bis zum nächsten Mittw och den 5. Oktober bs. Is. vormittags 11 Uhr bei der unterzeichneten Stelle einzureichen, woselbst auch die Oeffuung der Angebote erfolgt.

Hieran anschließend gelangt im städt. Faselstall ein überzähliger, auch noch diensttauglicher, gutge* nährtcr (Eber zur öffentlichen Versteigerung.

Die Derkaufsbedingungen können auf dem Dürgermeistereibureau eingesehen werden.

Lich, den 29. September 192L 10541c

3. D.: Heller, Beigeordneter.

Bekanntmachung.

NHo'iMlauf der AM Wen.

Aus den Waldungen der Stabt Gießen, und zwar aus Forstwartei I (Forstaspirant Drück, Nödgen)

II (Förster Arft, Forsthaus Hochwatt)

III Förster Geisel, Gießen)

soll uachverzeichnetes Nutzholz im Submissionswege verkauft werden:

3. Kl. 2,28

4.KI.-- 6,36 4.61^23,48

4.ÄL = 18,27

9 (III) = 29 4.fiL = 3i,66

10 (III) =31 4. Kl.33,25

ii mn-!29 - 4- «- = 32,44

1 I 1 Kiefernstamm 4.KI.-- 0,64

19 rrm/51 Fichtenstämme 5a Kl ---- 35,74 ULU 1 Kiefernstamm 5.KI. -- 0,32

unb 5. Oktober 1921

8. 1921

12. 1921

15. 1921

9-12 Uhr.

Fichtenstamm 2. Kl. 2,76 Fstm Fichtenstämme 3. Kl. = 17,45

3.KI.--- 15,12 .

3.Kl. = 17,34

3. Kl.21,36

Statt. Lebeurmittelamt.

Warenausgabe

für die Woche vom 3. Oktober bis 9. Oktober 1921. Richt rechtzeitig abgeholte Ware verfällt.

1. Brot: Wochenmenge 1850 Gramm Brot oder 1370 Gramm Mehl.

2. Sonderausgabe des Lebensmittelamts: Trockenmilchpulver 90 Gramm 425 Mk.

BekMMung für ditKleinhindclSgWftt.

Ab 1. Oktober 1921 ist die Bewirtschaftung von Zucker aufgehoben. Etwa noch vorhandene Bestände sind bis spätestens Mittwoch den 5. Oft 1921, nachmittags von 24 Ahr, an das Lager Süd-Anlage 10, zurückzugeben. Eine spätere Zurück­nahme findet nicht mehr statt.

Stabt. Brennstoffamt.

1. Verkauf von Brennholz: Abgabe in Mengen von */, Zentner an vom Lager in der Gabelsbcrgerstrahe. Bezugscheine werden im Brennstoffamt ausg-g b n Preise: Hartholz ge­schnitten 15 Mk. für den Zentner, Weichhvlz 13 Mk. für den Zentner. Kleingehacktcs Holz 1,50 Mk. für den Zentner mehr. Bei Abnahme von mindestens 50 Zentner wird ein Preisnachlaß

Verkaufsanzeige.

Die in den Küchen des ehemaligen (Befangenen- lagere verwendeten Kocheinrichtungen sollen in dem Zustand, in dem sie sich befinden, verkauft werden.

Es sind vorhanden:

a) 39 Stück Kochkessel mit je ca 580 1 Inhalt, mit ausgemauertem Dlechmantelgestell, Dlechdeckel mit Gegengewicht und Ablaßhahn aus Messing

b) (Ein größerer Herd mit 3 X l m Plaitengröße. c) Ein kleinerer Herd von 1,60 x 0,80 m Plattengröße.

Die kessel eignen sich für Küchen zur Mafien- speisung sowie für Metzgereien und landwirtschaft­liche Betriebe, die Herde für Hotel- und sonstige Wirtschaftsbetriebe. Die Besichtigung kann an den Wochentagen von 8-12 Uhr vormittags und 3-5 Uhr nachmittags nach vorheriger Anmeldung erfolgen.

Angebote find bis zum 15. Oktober d. js. an die unterzeichnete Stelle portofrei einzureichen.

Gießen, den 30. September 1921. [*B

Stadtbauamt Gießen: Braubach.

Der Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien.

Am Dienstag den 4. Oktober 1921 vormittags 10 Uhr kommt auf dem Hofe der Neuen Kaserne in Gießen ein dienstunbrauchbares, für Arbeiten noch geeignetes schweres Pferd öffentlich meistbietend gegen Barzahlung zur Versteigerung. 105360 1. Bataillon llnf.-Negts. Nr. 15.

= 47 5a = 31,20

= 49 5a ÄL = 23,25 ,

= 35 5a Kl.- 24,62

= 42 5a Kl. 28,50 ,

(II) =21 . 5a fit = 12,10 ,

(III) =126 5b ÄL = 39,91

.III) = 59 5b fit = 20,52 ,

(I) =64 5 b Kl. = 15,23

(I) =159 5b ÜL = 34,15

(1) =111 5b ßL = 36,47

24 (II) =124 5bÄI. = 33,58

25 (1) = 44 Fichtenderbftg. 1. KI. = 4,42

Die hinter den Losnummern in Klammern gesetzten römischen Ziffern geben die zuständige Forstwartei an. Sämtliches Holz ist aufgearbeitet und entrindet. Vermessung erfolgte mit der Rinde. Etwaige spätere

zu schützen. Anser Programm ist klar unb deutlich. Wir brauchen eine republikanische Verwaltung! und eine republikanische Reichswehr. Das von der ASP. beantragte Gesetz zum Schuh der Re- publll mag dem Rechtsausschuß überwiesen werden.

In einer persönlichen Bemerkung teilt der Abgeordnete Hergt mit, daß von einer vertrau- lichen Besprechung mtt dem Reichskanzler keine Rede gewesen sei.

Abg. Helfferich (Deutschnat.) protestiert dagegen, daß der Abgeordnete Scheidemann ihn gewissermaßen den Meuchelmörder Erzbergers ge­nannt habe und stellt fest, dah er von vornherein eine Antersuchung gegen Erzberger verlangt habe. Das sei aber nicht erfolgt. Redner kommt dann aus den gegen ihn gerichteten Aebersall zu sprechen und stellt fest, daß keiner der in Betracht kommen­den öaite zu dem vom Reichskanzler verlesenen Brief vernommen worden sei. Redner stellt fest, dah die Arbeiter ausdrücklich in der Absicht ge­kommen seien, ihn zu holen, sie seien mit Gewalt in den Schlohhof eingedrungen, und der ganze Vorgang sei nicht so Acheclich harmlos gewesen, wie ihn der Reichskanzler hingestellt habe.

2Ibg. Scheidemann (Soz.) hält daran fest, daß die Rechte durch ihre ganze Politik Schuld an dem Morde an Erzberger trage.

Der Reichskanzler erklärt nochmals, dah seine Mitteilungen über die Vorgänge auf Echloh Hei- Itaenberg auf Grund der Feststellungen des hessi­schen Ministeriums erfolgt seien, dah hier also vllissage gegen Aussage stehe.

Das Haus vertagt sich darauf auf morgen bormittag 10 Ahr.

Außer Dalutainterpellation Hergt und Ge­nossen kleinere Anfragen. Schluß 5 Ahr 50 Min.

Für Oppau.

Braunschweig, 29. Sept. (WTB.) Die braunschweigische S t a a t i r e g i e r u n g bewilligte für die Hinterbliebenen der Opfer der Katastrophe von Oppau 100 000 Wk. Es wurde weiter beschlossen, einen allgemeinen Aufruf an die braunschweigische Bevölkerung au richten zur öffentlichen Sammlung für die notleidenden An­gehörigen der Verunglückten.

mc. Frankfurt a. M., 30. Sept. Die Frankfurter Sammlung für Oppau hat den Be­trag von 3 Millionen überschritten.

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Vertreters Ludwig Schöck, Gießen, Fernsprecher 1624. 10230V

Universität Frankfurt a.M.

Das VorlesunprsVerzeichnis für das am 17. Oktober beginnende Wintersemester ist v. d. Buchhandbr. Blank & Bergmann, Goethestr. 34 g.Voreinsendii. v. Mk. 2.h0 zu beziehen (Post­scheck-Kto. 11746 Frankfurt a. M.>. 19527s

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* enthält beite Alpenmikh