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ige bet feftge

Tic deutsche Friedensdelegation.

Paris, 1. Juni. (WTB.) v. Mutius richtete an den Präsidenten der Botschafter«' Konferenz ein Schreiben, in dem er ihm mit­teilt, baß die deutsche Delegation auf der Friedenskonferenz, deren Vorsitzender er war, aufgehoben ist und baß die Fragen eines Ressorts in Zukunft direkt von der Botschaft geregelt werden.

entsprechend festgesetzt. Eine und Luxus-

steuer kommt bei diesen Verkäufen nicht in Ansatz. Den Besitzern von Gold bietet sich hiernach Ge­legenheit, es ungefähr zum Weltmarktpreise zu verwerte» Dagegen ist der anderweitige Verkauf auf Grund des Ge'etzes betreffend Verfügung über Gold vom 28. April, RGÄ. S. 489, ohne die Zu­stimmung des Neichswirtschastsministers verboten und strafbar. Die Verwertung im Auslande ist durch das Goldausfuhrverbot ausgeschlossen.

wegen des t fängnis und

Nr. 125

Der Si«tz«»er Anzeiger mit der Dienstagsbeilage ,Lp»rt'U»fchau- er. scheint täglich, auher Sonn, und Feiertags. Monatlich« vezuarpreife: 'Mark 5.- «^schließlich Trägerlohn, durch die Poft bezogen Mark 5.75 emschlietzlich Bestellgeld. Fernsprech.Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; für DruiLerei, Verlag und Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Giehen.

postscheinonlo:

Srantfirt a. M. 11686.

Der staatsgefährliche Spazierftock.

mc. Düsseldorf, 29. Mai. Der fran- ^sische General des Düsseldorfer Brücken-* lopfes, Keniwcaue, hat meuerdings angeord­net, daß jede Prozession oder religiöse Ver­sammlung nur religiösen Charakter tragen darf, und dabei der Gebrauch von Trommeln. Pfeifen, Trompeten usw- verboten ist. Ebenso ist das Tragen von Abzeichen und Trachten, sowie Spazier st öcken verboten, da letz­tere wie ein Gewehr über die Schulter getra-

gen werden könnten und der Veranstaltung das Geox/äge eines militärischen Schauspieles I geben würde. '

Programmrede vr. Wirths.

'Berlin, 31. Mai. dtachMitteilung der Blät­ter wird der Reichskanzler Dr. Wirth voraus­sichtlich morgen seine Programmrede im Reichstag halten.

Berlin, 31. Mar i Wolff.) Die heutige Kabinettssitzung wird sich mit der be­vorstehenden Regierungserklärung beschäftigen. Im Reichsfinan;- und'Reichswirt- schaftSminislerium wurden leitende Ideen ausge- arbeftel, die in Vorbesprechungen beraten und cr- gLntzt wurden. Erne Ärffcherdung über die einzel­nen Fragen durch das Kabinett wftd in Kürze erwartet.

Berlin, 1. Ium. Wie bic Blätter nid- den ergab die gestrige Zkabrnettss rtzung lulle Einmütigkeit über die Erklärung, die der Reichskanzler heute im Reichstag abgeben wird Eine Entscheidung über die einzelnen Steuer- Projekte und sonstigen Mittel zur Ausbringung der Reparationslasten sei läiod? noch nicht getrosten worden sondern es sei 'nur die allgemeine Rrch- tung der Arbeit des Kabinetts auf diesem Gebiet sestgelegt worden.

Die Ergänzung des Kabinetts.

Berlin, 1. Juni. Laut Vorwärts Hal die Sozialdemokratische R c i ch s t a g s f r a k t i o n be­schlossen, out den ihr als vierten wi Kabinett an- a^tmien Minister ohne Portcseurlle zu verzichten, rkr Dr Dftrh als ^Reichskanzl'w das Reich-s'rnanz Ministerium beibehält, M die Regierungsbildimg tm «idg irtb

hat gestern den Wi^deraufbaumimuer Dr. Ra t h c naüin sein Amt eingefuhrt In langes Ansprache an die Beamten des Mimstermms wies der Reichskanzler auf die sondere Bedeutung ftm, die dem Wiedcrau^umuiiiterium nm» der .ln- nähme des Ulnmamms zukomme, -^nmer Käthe- nmi bantte für das ihm gelctenfte Senken uni. erklärte, er sehe üi der 2llr'gabe des Wiederaufbau Ministeriums nickt nur die

Deutschlands, sondern auch der «»llkomrnm in^er rütrung geratenen europäischen Wirt chaft.ma an .e.

Berlin, 31. Mai. Wolff.) Heute icu'd eine Satzung der F in an z m i n i ft e rder ^emzelneri Lchider unter dem Vorsitz des Rerchslonzlers s^att.

Vie Auflösung der Zelbstschutzorganisationen.

Da die Entente immer noch hartnäckig uuf ihrem Schein besteht, und das neue Reichs fabinett sich dazu verstehen mußte, ihn erneut anzuerkennen, hat es nunmehr der Forderung der Entente entsprochen und die Liste der auf­zulösenden Selbftschutzorganisationen abgelie­fert. Der Deutsche soll im eigenen Lande sein Leben und Gut nicht mehr selbst schützen kön­nen. Obwohl die Regierung auch die bayerische Einwohnerwehr auf die Liste der aufzulüsen- den Organisationen gesetzt hat, ist die Lage in Bayern noch nicht völlig geklärt. Herr von Kahr hat zwar der Reichsregierung gegen­über die Versicherung der Loyalität abgegeben, die Kreis- und Gauhauptleute der Einwoh­nerwehr haben jedoch eine Entschließung ge­faßt, die einer unmittelbaren Auflösung aus­weichen möchte. Daß es daraufhin, wie vet> schiedene Blätter andcuten, zu einer Regiv- rungskrise in Bayern kommen könnte, ist wohl kaum zu befürchten, da nach einer Reutev- meldung die britische Regierung weiter einen -sehr starken Druck auf die bayerische Regie­rung in der Entwaffnungsfrage ausübt und es nicht zulassen will, daß Bayern sich den Verpflichtungen in der Entwaffnungsfrage entzieht.

Berlin, 31. Mai. Das Verzeichnis der aus- -ulösendei, Selbstschuborganisationen ist den Blättern zufolge gestern der interalli­ierten Kontrollkommission Überreicht worden. Für morgen wird die BerösfeMlichung der Reichsregierung über die Maßnahmen zur Ent­waffnung und Auflösung ber Einwoh­nerwehren angekündigt

Berlin, 31 Mai <WB.) lieber die Auf­lösung der Selbst schu tzorgonisatio- nen wurde der interalliierten Militärkontrott­kommission zu Händen des Generals Rollet die geforderte Liste vor Ablauf bet gefetzten Frist vor- wlegt. In der Liste sind die ostp reu ß i scheu Grenzwehren, die bayerische Einwoh­nerwehr und die Organisation E s ch e r i s ch be­zeichnet. Gleichzeitig wurden Schritte unternommen, um die Gründe gegen die dluflösung, die seitens der bamitbeteiligten Landesregierungen teils aus rechtlichen, teils aus tatsächlichen Gründen geltend gemacht worden sind, den alliierten Mächten unter Sorau^k&ung der Waffenabgabe zur Nachprüfung zu unterbreiten.

London, 31. Mai. (Wolfs.) Das Reu- tersche Bureau erfährt, daß die britische Regie­rung weiter einen sehrstarkenDruckauf die bayerischeMegierung in der Ent­waffnungsfrage ausübt. Bisher bereitete die Münchener Regierung zahlreiche Schwierig­keiten bezüglich der Entwaffnung der Einwoh­nerwehren, die bis zum 30. Juni beendet sein müßte Es ist Reuter zufolge jedoch endgültig beschlossen worden, daß Bayern sich den Ver­pflichtungen in der Entwaffnungsfrage nichtentziehen darf.

50 *p|.; für Reklame, ün j e GH en von 70 1 v:t «reUe.lSOPf «eiyialj. Vorschrift 20' . Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Rerantroortlich für Politik: Auq. Goetz; für bm ibrigtn Teil: Dr. Reinhold Jen,; für den Anzeigenteil: jgantSe*, sämtlich in Dietzen.

schen Reichsgoldmünzen, auf genommen. Ter von der Reichsbank und der Post zu zahlende Ankaufs­preis ilst der gleiche und wird auf der Grundlage des Weltmarktpreises Ende jeder Wocke neu festge­setzt Für die laufende Woche stellt er sich bei­spielsweise auf 260 Mark für ein Zwan- zigmark stück und 37000 Mark für etn Kilo­gramm Feingold. Die Preise 'für die übrigen deutschen und ausländischen Goldmünzen werden

in kurzer Zeit auf 2500 un Monat steigern Trinh die Holzhäuser iverde ritte Ersparm ivn 20 li > 25 vom hundert im Verhältnis mi dem greife fiii Steinhäuser erjtät. Wcim übn'geno die Teil schm kerne amtechnil'aren Preist machten, so jct man nicht gezwungen, fljncn <i ich Auftrag zu erteilen Er hoffe, von bat Ttuifdxnt Materrolren zu erlangen, aber nur in dem Mafte. als baburrh die nationale Jnduftrv nubt gefuirrbet werde Miet die Industrie Frankrcift» dürfe sich <uid> nickst der Faulheit hingtben. Sie mus e sich vrel- mehr aus den Shimvi 'mit der beutldyn lurbereitni Zum Sckilust ertiärte Loucheur, er boffe, bnV von 1922 an keine Staatsarbeiten tn dem i-rrnriiite: Gebiete mehr tengenommeit ivürben. Eine über- mensästickie Arbeit fc Verrät tu firrten. Wenn man in 10 Jahren damit fertig iwrbcn wolle, dann batte svrankreick ein Werk vollvrackst, das (etn an­deres hätte vollbringen Tonnen, lLebhafter Benall ,

Vie oberschlesische $ragt.

Eine Vorkonferenz in Boulogue.

London, 31. Mai. (Wolff.)Daily Telegraph" zufolge hat die britische Regierung Briand vorgeschlagen, entweder morgen oder Donnerstag in Boulogne eine Vorkon­ferenz zwischen den Ersten Ministern Eng­lands und Frankreichs und dem italienischen Botschafter in Paris abzuhalten, um Einzel­heiten bezüglich des Sachverständigenausschus­ses zu regeln, dessen Bericht dann in etwa einer Woche bzw. zehn Tagen nach der Zu­sammenstellung des Ausschusses einer Vollsit­zung des sObersten Rates unterbreitet werden könnte.Morning Post" zufolge hat Briand jedoch um eine Verschiebung der von England vorgeschlagenen Konferenz um zehn Tage er­sucht und dabei parlamentarische Gründe an- 9e^1a"rid. 31. Mai. (Wolff) DemOeuvre" zufolge ist die letzte englische Note zur ober schlesischen Frage m dringendem, ja energischem Tone gehalten.

Paris, 31. Mai. Wolff.) lieber die f r a n- zösischen Anregungen, die in der fran­zösischen Note an England folgen, teilt der Temps" mit, sie erstreckten sich auf folgende drei Punkte: 1. Ein gemeinsames Vorgehen der alliierten Vertreter in Berlin und Warschau zum Zwecke der tatsächlichen Entwaffnung der Deuffchen und Polen in Oberschlesien und Beendi­gung der Feindseligkeiten. 2. Eine P r o lräa m Op­tion oder etwas ähnliches an die oberichteiftche Bevölkerung seitens der alliierten Rommifiare in Oppeln, morin der Wllle der Regierungen zum Ausdruck kommen soll, in strenger Gerechtigkeit den Friedensvertrag anzuwenden. 3. xxe sofor­tige Bildung der Sachverständigenkom­mission, die an Ort und Stelle ihr: Erhebun­gen vornehmen soll.

Hinter verfchloffencn Türen.

P a r i s, 31. Mas. Wie der Temps aus Oppeln meldet, hat die interalliierte Kommis­sion einstimmig beschlossen, die alliierten Re­gierungen zu ersuchen, über die Verhandlun­gen bezüglich der Aufteilung Ober- schlefiens der Oefsentlicki keil kei­nerlei Mitteilung zu machen. Tft Mit­glieder der Kommission seien der Ansicht, daß jede Indiskretion die Kämpfe zwischen Polen und Teutschland aufs neue entfachen könnten.

Hermetische Abschließung der oberschlefischen Grenze.

Berlin, 31. Mai Wie Öen Abendblättern pjn zuständiger Stelle mügeteilt nnro, betudttgte im Auftrage der Reichs- und preußischen Ltaats- regierung der Staatssekretär Dr. F r e u n d vom preusiscken Mrni'lerium des Innern die ober - ' chlesischc Grenze und stellte baiei 'eit d2tz trän der unzulänglichen Bewaffnung der Polizer- fräfte alles geschehen ist, um die hermetische Abschließung der Grenze durchs'uhrem Er bunte sich davon überzeugen, datz bic aus Ober« sck^esien heran . ijmmenben Frein lll eeiurrganuano- neu ennramier und keinerlei Mu. .üwnsiendungen' nach Oberschlesien hineingeloffen werden.

Grenzschmuggler.

spd. Ä u s d e r Pfalz, 30. Mar. Tas Zweibrückener Gericht verurteilte in seiner letzten Sitzung eine ganze Anzahl Grenz- schm u g g l e r zu empfindlichen Strafen. Eine Frau erhielt wegen Einschmuggelung von Schokolade und Zigaretten vier Monate Ge­fängnis und 2000 Mk. Geldstrafe, ein Agent gleichen Vergehens 14 Tage Gs- d 1300 Mk. Geldstrafe.

Goldankäuse der ReichSbank.

Berlin, 31. Mai. (WTB.) Die ReichS- ban k gibt bekannt: Durch die Annahme des Ulti­matums der alliierten Mächte vom 5. Mai hat das Reich schwere finanzielle Verpflichtungen über­nommen. Um sie zu erfüllen, müssen die größten Anstrengungen gemacht werden. Von tnefem Ge­sichtspunkte aus hat sich das Reichsftnantzmmi- fterium enffchlossen. durch Vermittlung der Reichs­bank und der Reick^pvst Gold zu einem dem Welt­marktpreis ungefähr angepaßten Preffe ankaufen zu lassen. Goldene Schnrucksacken und Gebrauchs- gegenstäude bleiben vom Ankauf ausgesckstossen. Für deutsche unb ausländische Goldmünzen und für Barren erfolgt der 2lnfauf durch Vermittlung der Reichzbankanstalten, die bereits mit entspre­chender Weisung versehen sind. In den nächsten Tagen wird der Ankauf auch von allen Pvst- anstalteii, von diesen aber nur bezüglich der beut»

Abtransport der internierten Sowjetarmee.

Berlin, 31. Mai. Der Abtranspork der internierten ruffifrfxm Sowjetarmee ging bisher sckhr glatt von flotten Seit Anfang Mai wurden auf bem Landwege von Altdamm nadi Riga und aus dem Seewege von Stettin nach 9dnva und 'feit dem 25. Mai auch mich Peters­burg runb 30000 Internierte bt'förbiTt Den weiteren imgeflörtcn Verlauf vorausgesetzt, tvrrb diese Mftte Juni beendet sein.

Einnahme von Wladiwostok durch die Untibolschewisten.

Londo n, 31. Mai. (WTB.) Wie aus Dofto gemeldet wird, haben bolschrwistoifeiiidlick-k Streit Träfte unter General »tappel Wladiwostok kampflos eingenommen. Die Japaner verhielten sich neutral

Rus dem Neiche.

Das MietzinSgefetz.

Berlin 3l. Mai. iWolff / In bem Geiep-« entmurf über bic Regelung der Mietzrns- btlbung, der dem Reichstag sugrng, wird di? Bcibcchaltmigder Zwangswirtlcha stmis dem Gebiete der Miekpreisbildimg auch zukünftig ab: erforderlich erachtet Durch sie sollen In erster Reihe unbillige Belastungen der Mieter verhindert werden. Den vausbesiiiem wird ifbocb o i Ersatz der gestiegenen Selbstkosten zu gebilligt. Ter Griindgcdmlkk des Enttrmrfes ist Tofgenbec: Miet- preissteigerungeii fallen nur insoweit -ugelassen werden, als sie durch die Steigerung der für das Daus aufjuroenhenben Ausgaben nattocnbtft geworben sind Emen besonders nckchttgen Punkt bildet die Stegdung der R e Pa ra t u r e n f rage. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen den sogen, laufenden Inftandsetzungsardnlen und den großen Wiederherstellungen, nnc Alimtz ober Anstrrh bc^ Hauses, Umdeckung beS Daches u'w. Dte (Steige­rung der Kosten für die tanienbai Instandy tzungs- arbeiten ist bei der Jesffetzung b*r Zuschläge zu berücksichtigen. Weim btc grunbiätzlicke Aufrecht­erhaltung der Zwangswirtschaft aus bem Gebiete des Wohnungswesens beschlossen wurde, so sah der Entwurf doch davon ab, die Zahlung der )og gesetzlichen Miete grundsätzlich zwingend vorzu­schreiben b. h. zu befhmmen, batz von entern ge­wissen Zeitpunkte ab bte gesetzliche Miete oimc weiteres an bit Stelle des vereinbarten vom Emi- aungdamte festgesetzten über nach den langes recht­lichen Bestimmungen berechneten MrttznfteS treten solle und datz abweichende Verembarungen der Be. teihgien keine (^ültigTeü haben Em derartiger Eingriff 'in den bas Mietrecht beherrschent<n Grundsak der Vertragsfteiheit liegt auch bei rort- bestehender .'»wangsnnrtschaft eine % tt igenbe Per anlassung nicht vor.

Aus dem besetzten Gebket.

Neue Verstopfung der Zollbahrchöfe.

fpd. Ä o b l e n z, 30. Mai. Auf den Zoll- bahnhöfeti des besetzten Gebietes ist in den leb­ten Tagen eine wesentliche Verschärsung derZöllkontrolleeingetreten. Während bisher die Verzollung lediglich an Hand der Zollpapiere ausgeübt und nur allgemeine Stichproben vorgenommen wurden, wird jetzt die Untersuchung auf jedes einzelne Zollgut ausgedehnt, was eine neue Verstopfung der Zollbahnhöfe verursachen wird.

General-Anzeiger für Oberhessen

vnick und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und Stetnöruderei H. Lange. Schristleitung, Seschastrstelle und Druckerei: Zchulfttatze 7.

Erstes Blatt M. Jahrgang Mittwoch, Juni 1921

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GletzenerAnzelger

TaS -lu-blcibcn oberschlestscher Kohlenlickserungen.

Berlin, 31. Mai (Wolff.) Die deutsche Regierung richtete unter dem 20. Mai an die En­tente eine Note über das Ausbleiben jeg­licher Kv hlenlieserung aus Over ichlesien und beflogt sich, daß sie hierauf noch keine Antwort empfangen habe, obwohl sie um schnelle Erledigung gebeten habe.

Berlin, 31. Mai. Der Reichskohlenkommis sar ersuchte die Berliner Straßenbahn, die Hoch und Uiftergrundbahn um Einschränkung des nor malen Betriebes um mindestens 50 Prozent in den verkehrsschivachen Stunden mit der Begründung baß bic Ereignisse in Oberscklesien nur eine ganz geringe Zusuln von Steinkohle imch Berlin zulasse und rechtzeitig Vorsichtsmaßrigelii getroffen wer­den müssen, um eine Gefährdung bei der Erzeugung des elektrischen Stromes vorzubeugen.

Planmäßige Zerstörungen der Polen.

Berlin, 1. Juni. Nach Blättermeldungen aus Oppeln b ginnen die Polen sich im .streife Groß- Sttchlitz zurückzuziehen. Sie,zerstören plan» mäßig das gesamte Gebiet Ter Rest des von ihnen angezündeten Schloßes Stubendon nnb die zum Gute gehörige .Brennerei sowie die Mlkwcrke in Groß Stein wurden von ihnen gesprengt. Ter Eoseler Oderhafen tft nach zuverlässigen s^achrichten vollständig unterminiert und soll bei einem weiteren Rückzug der Polen gesprengt n erben.

Ter Selbstschutz Obcrschlcsicnö.

Berlin, 31. Mai. Ter Kvrnmandant des deutschen Selbstschutzes ht Oberschlesien, Okneral Höfer, ist von der interalliierten Deputation aus Oppeln aufgefordert worden, die Auflösung und Entwaffnung des deutschen Selbstschutzes burchzufuhren. Tie Deputa­tion macht? außerdem den Vorschlag der Einrich hmg enter neutralen Zone, die von den englischen Truppen besetzt werden soll. Ta Ok-- netal Höfer von sich aus zu einer Antwort nicht ermächtigt war, erbat er sich bis heute abend Beratungszeft. Ter Zwölserausschuß der ober schlesisckieu Parteien und Gewerkschaften, die sich gestern in Öberglogau als politisch? Vertretung des von den Insurgenten nicht besetzten ober­schlesischen Gebietes erklärte, lehnte das Ansinnen der interalliierten Kommission unter Berufung auf die Erfahrung des letzten Auaustausstmides und unter der Betonung ab, daß dieses Verlangen rrn schärfsten Widerspruch zu den Zusagen steht, die General Le Rond der deuffchen "Zcvölkerung gegeben hat. Tas Projekt der Dreiteilung Oberschlesiens wurde von dem Aussclmß als Wider- spruch zu den Bestimmungen des Friedensvertrages stehend bezeichnet und für unannehmbar erklärt.

Die englischen Truppentransporte.

Frankfurt a.M., 31. Mai. Tie für Ober- schlesien beftimmten englischen Itupvcn werden feit Samstagnacht von ihrem Sammelort Bischofsheim bei Mainz in So Überzügen von je 100 Achsen über Frankfurt, Fulda, Bebra nach dort befördert. Tie Züge werden von bcutidxm Ei'enbahnpersonal geführt. Tie Truppen führen bi? Ausrüstung für schwere .stampftormationen, Flugzeuge, schvere (beschütze mit fick. Insgesamt berührten bisher 15 derartige Militärtransport­züge das Frankfurter Tirekttonsaebiet Tie Hal­tung bet englischen Truppen während der Durch- sahtt durch die hiesige Gegend war polhtänbtg einwandfrei. Es kam zu keinerlei Zwischenfällen.

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Ter Anschlußwille Salzburgs.

Salzburg, 31. Mai. (Wolff.) Tas Gesamtergebnis der Volksabstimmung in Salzburg ist folgendes: Abgegeben wurden 104000 Stimmen, wovon 103 000 auf Ja, 800 auf Nein lauteten, und 200 un­gültig sind. Somit übersteigt die Wahlbeteili­gung 90 Prozent aller Stimmberechtigten.

Tas Anschlußbegehren SteicrmarkS.

Graz, 31. Mai. (WTB.) Der freierrn ä r- kiscke Landtag berät heute über bic Frage bet Ans cklllßabsümnrung in Steiermark und be- scktoß mit den Summen der Gwßdeutjchen, Bauernbüiidler und Etzrmlick-'Sozialen, datz die Abstimmung am 3. Ium stattftnden soll.

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Aus dem sranzöfischen Senat.

Paris, 31. Mar. WTB., In bet heutigen Sigu.ig dcs Senaid iprack .rck Mmrueo L o u ch e u r Lct Beratung bes Ludgers für den Wiederaufbau, die 'Peniwnen unb bie 3un>ad)ungen an ine Gc- schädigteii und über das RvgietuIrgsptogramm Tur ben Wiederaufbau aus. Er habe immer den 'Liand- mintt Dertreten, bat, ine Verwendung beuti eher Arbeiter in starkem Matze aus veffchresenen Gründen abg-lehm werden müsse, namentlich aber deshalb abgelefpit werden müsse, weil Man einen guten Teil der Atbeitetlöhne in Mark bezahl en müsse. Aber Teuttck4a.id könne sehr gut durch seine Arbeitet aui deutschem Gebiete ^tmalic» Dorbereitai, die tn Frankreich rür den Wiedetau'- bau verwende: werden müssen. Tie BeichaMgung deutscher Arbeitet müsse sich aut "bte absolut ver­wüsteten Gebiete, tue von der Beoöllerung ver­lassen seren, beschränken. Aber er müs»e ui geben, ckie durch eine derartige Begrenzung bt: ^rage ihr taffächlickes Interesse oerli.-ro xx» bitten die Lreietung von 25 000 vtovriamchen Häut em angeboten. Er habe verlangt, datz man 'S st er gebaute Häu 1 er I terere unb darüber werbe verhandelt. Etwa 1500 öäuier fönntm tm Monat geliefert werden, aber die Zahl laue ]«h