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es gab Tage, an denen tausend Personen sistiert und weit über hundert von der Polizei als ge­sucht oder aber nicht genügend legitimiert zu- rückbehalten wurden. Die Straßen, in denen eine solche Aktion vor sich gegangen war, glichen HLüfig einem Schlachtfelde Stich- und Schuß­waffen, Schlagringe, Einbrecherwerkzeug, Ko- kainpäckchen usw., deren sich die Verbrecher noch schnell zu entledigen dorgezogen hatten, bewiesen die Berechtigung der Aktion.

(Fortsetzung folgt.)

Wirtschaft.

Eine Dachgesellschaft für die hessische Ferngasversorgung?

WSR. Frankfurt a. M., 30. Oft. Wie das D. T." erfährt, ist für die Gasversorgung Hessens nach Annahme der Verträge mit der A u h r g a s A.-G. durch die H e k o g a geplant, eine neue Gesellschaft (Dachgesellschaft) in Form einer G. m. b. H. ins Leben zu rufen, die mit einem Kapital von etwa 10 Mill. Mk. ausge­stattet sein würde, und an der die kommunale Seite, vertreten durch die Hekoga mit den ihr angeschlossenen Gemeinden und Provinzen, mit 50 Prozent und die Lieferanten, vertreten durch die Ruhr-Gas- und Saar-Gasgesellschaft ein­schließlich des preußischen Staates, ebenfalls mit 50 Prozent beteiligt sein würden. Zwischen dieser Gesellschaft und der Frankfurter Gas- Gesellschaft soll in irgendeiner Form eine Zusammenarbeit erfolgen.

Z.-(S.-Farben im 3. Vierteljahr 1929.

Weiler befriedigende Entwicklung.

Ungeachtet aller Schwierigkeiten in der allge­meinen Wirtschaftslage hat sich die schon für das zweite Vierteljahr des laufenden Geschäftsjahres verzeichnete zufrieden ft eilende Entwick­lung des Gesamtgeschäftes der I. »G. - Farbenindustrie auch im dritten Jahresvier- tel weiter durchsetzen können. In Verbindung mit der nach innen wie auch nach außen fortschreitenden technischen und kaufmännischen Konsolidierung ist eine weitere Fortsetzung dieser Entwicklung zu er­warten.

Farbstoffe und F ä r b e r e i h i l f s p r o - butte zeigen eine günstige Tendenz. Das Export­geschäft ist belebt, der Absatz im europäischen Aus- land zum Teil gesteigert.

Die Abrufe in Stickstoff sind der Jahreszeit entsprechend durchaus normal.

Chemiekalien und Lösungsmittel verzeichnen ebenso wie pharmazeutische Produkte, namentlich auch im Exportgeschäft, einen befriedigenden und zum Teil vermehrten Auf- tragseinaang.

Das Benzingeschäft entspricht in feiner weiterhin aufsteigenden Entwicklung durchaus den Erwartungen.

Photographische Artikel und Kino­filme gehen nach wie vor zufriedenstellend.

Der deutsche Kunstseidenmarkt war belebt bei erhöhten Abrufen. Man erwartet auf Grund des Auftragsbestandes eine gute Beschäf­tigung auch für das nächste Quartal. Das in den letzten Tagen zustande gekommene Vorabkommen zwischen den Vereinigten Glanzstoff-Fabriken A.-G., Elberfeld und der J.-G.-Farbenindustrie A.-G. soll eine umfassende Verständigung mit den übrigen am deutschen Markt beteiligten wichtigeren Viskose- Herstellern anbahnen.

Beruhigungöakiionen in Amerika.

Neu york, 30. Okt. (WTB.) Nach einer länge­ren Konferenz mit Präsident Hoover und Han- delssekretär Lamont hielt Unterstaatssekretär Dr. Klein eine Ansprache im Rundfunk, die im gan­zen Lande verbreitet wurde. Die gegenwärtig« Bör- senlage erläuternd, erklärte er, diese sei das Er­gebnis derBoom-Stimmung", während welcher viele Leute Aktienkäufe oft mit wenig Sachkenntnis und geborgtem Gelde vorgenommen hätten. Die Hauptsache bleibe jedoch, daß die Kaufkraft der breiten Masse von den Bör­senrückschlägen nur wenig berührt worden fei

In den Zeitungen des ganzen Landes werden gleichfalls auf Beruhigung des Volkes ge­stimmte Artikel veröffentlicht. Rur einige in ihrer Pcirteiftellung mehr zur Kritik neigende Blätter be­merken, der Optimismus fei im letzten Jahre wäh­rend der Wahlen zu stärk gefördert worden.

*

Erhöhung der Drikettpreise. 3n der gestrigen gemeinsamen Sitzung des Reichs­kohlenverbandes und des Großen Ausschusses

WmderSaittländischeLMenmiamiiAordstem

geschäftes nicht zu rechnen.

Die Generalversammlung der Vaterlän­dische & Rhena nia Vereinigte Ver­sicherungsgesellschaften A.-G., Elber­feld genehmigte gestern den Fusionsvertrag mit der Rordstern Allgemeine Versicherungs-A.-G., Berlin mit 194 810 gegen 155 Stimmen einiger Aktionäre, die Protest zu Protokoll gaben. Da die Genehmigung des Fusionsvertrages mit mehr als der Dreiviertel-Mehrheit erfolgte, gilt der Fusionsvertrag als angenommen. Einleitend führte der Aufsichtsratsvorsitzende u. a. aus. daß bei der Vaterländischen Kreditversicherungs- A.-G., an der die Vaterländische & Rhenania mit 50 Prozent beteiligt fei und mit der auch weitere Bindungen bestehen, erhebliche Verluste eingetreten seien. Auch die sonstigen Beteiligun­gen hätten nicht den erwarteten Erfolg gebracht. Um einen Ucberblick über die Verluste der Vaterländischen & Rhenania zu erhalten, sei durch einen Sachverständigen der finanzielle Sta­tus geprüft worden. Dabei habe sich her aus­gestellt, daß das direkte Dersicherungsgeschäft sich in bester Verfassung befinde. Die Prüfung habe jedoch ergeben, daß ein Verlustsaldo von rund 8 Mill. Mark festzustellen fei. Es wäre daher nicht möglich gewesen, eine Bilanz per Ende dieses Jahres auszustellen ohne Rückgriff

auf das Aktienkapital und die Reserven. Es sei daher kein anderer Weg als der der Fusion mit Rordstern übriggeblieben. Der Austausch der ab 1 Januar 1929 dividendenberechtig len Aktien fei im Verhältnis 2:1 vorgesehen. Der Rame der Gesellschaft werde geändert inRordstern" und Vaterländische" Allgemeine Verficherungs-A.-G. mit Sih in Berlin.

Die Generalversammlung der Rordstern Allgemeine Versicherungs-A.-G. ge­nehmigte ebenfalls die Durchiührung des Fu­sionsvertrages mit ter Vaterländischen & Rhena­nia. Rordstern erhöht zu diesem Zweck das Aktienkapital um 4,6 auf 8 Mill. Mark. Die weiter für den Umtausch benötigten Aktien wer­den der Verwaltung von befreundeter Seite zur Verfügung gestellt. Wie die Verwaltung aus- führte, ist das eigene Versicherungsgeschäft der Vaterländischen & Rhenania vollständig intakt. Die geldlichen Fälligkeiten seien durch den Ver­kauf von Beteiligungen erledigt worden. Die Expansion der Vaterländischen & Rhenania solle nicht fortgesetzt, sondern abgebaut werden. Mit plötzlichen Entlassungen von Angestellten sei schon mit Rücksicht auf die Art des VersicherungS-

des Reichskohlenrats wurde ein Antrag des Rheinischen Braunkohlenshndikals auf Erhöhung der Brikettpreise um eine Mark je Tonne ange­nommen. Der Bevollmächtigte des Reichswirt- schaftsministers sah davon ab, gegen den Be­schluß Einspruch zu erheben, und zwar mit der Begründung, daß die Erhöhung der Preise im Rheinischen Braunkohlensyndikat aus gemeinwirt­schaftlichen Erwägungen nicht beanstandet werden könne. Der jetzt bestehende Preisunterschied im Vergleich zu anderen Syndikaten müsse unter den in diesem Einzelfalle gegebenen Verhält­nissen auf die Dauer zu Erscheinungen im Absatz­märkte führen, die mcht im Rahmen der im Kohlenwirtschaftsgesetz vertretenen Gedanken­gänge lägen.

* Uebernafjme der Dillinger Hütte durch ein deutsches Konfortium? Wie WTB.-Handelsdienst aus zuverlässiger Quelle er- fährt, finden Verhandlungen zwischen dem Aussichts- rat der Dillinger Hütte und einem deutschen Kon­sortium statt zwecks Uebergang des Werkes in deutsche Hände. Die Dillinger Hütte gehört zum Hadir-Konzern, dem auch das St. Jngberter Eisen­werk vorm. Gebr. Krämer seit Kriegsschluß nahe­steht.

Frankfurter Börse.

Frankfurt <l M., 31. Oft. Tendenz fester. Die Beruhigung, die an der gestrigen Reu- Yorker Börse eingesetzt hatte, ließ eine zu­versichtliche Stimmung auskommen. Auch die übrigen internationalen Börsen wiesen eine wesentlich beruhigtere Stimmung auf, die sich auch auf den hiesigen Markt übertrug. Das Geschäft war wieder etwas lebhafter, da die Spekulation aus ihrer Reserve heraustrat und neuen Mut zeigte. Der heutige Ultimo dürste wohl kaum Schwierigkeiten mehr bereiten, nach­dem sich die Lage zur allgemeinen Zufriedenheit geklärt hat. Die weitere Zunahme der Arbeits­losigkeit und einige andere ungünstige Momente fielen auf der anderen Seite gar nicht ins Ge­wicht. Von einer Beteiligung außenstehender Greife am Börsengeschäft war jed-vch noch nicht viel zu bemerken; es ergaben sich aber gegen­über der gestrigen Abendbörse teilweise be­trächtliche Kursgewinne. Führend war der Elektromarft, und Siemens standen mit plus 7 v. H. an der Spitze. Schuckert und Licht und Kraft gewannen je 5,5 v. H., AEG. und Bergmann j e 2,5 v. H. Am Farbenmarkt konn­ten sich I.-G.-Farb^n mit plus 4 v. H. eben­falls beträchtlich bessern. Zellstoff Aschafsenburg plus 2,5 v. H. und Waldhof plus 4 v. H. Von Glanzstoffwerten besserten sich Demberg um 6 v. H. und Aku um 4 v. H. Auch am Montan­markt waren die einzelnen Werte etwas lebhafter gehandelt. Rhein. Braunkohlen mit plus 7 v. H. waren führend. Danken waren im allgemeinen nur wenig beachtet. Rur Reichsbankanteile mach­ten eine Ausnahme mit einer Besserung um 6 v. H. Renten halten nur kleines Geschäft, konn­ten aber eine Kleinigkeit anziehen. 3m Ver­laufe wurde es allgemein etwas schwächer, da die Spekulation zu Gewinnmitnahmen schritt. Gerüchte, daß beim Volksbegehren jetzt eine Be­teiligung von 9,2 v. H. zu verzeichnen sei, ver­

stimmten. Die Kurse gaben bis au 2,5 v. H. nach. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 v. Sy unverändert. Am Devisenmarkt konnte sich der Dollar weiter bessern. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1805, gegen Pfund 20,39, London gegen Kabel 4,8770, gegen Paris 123,85, gegen Mai- land 93,10, gegen Madrid 33,05, gegen Hol­land 12,0925.

Berliner Börse.

Berlin, 31. Olt. Die heutige Berliner Börse beantwortete die gestrige Beruhigung in Reu- york mit einer kräftigen Erholung. Schon vormittags war man bei den Danken freundlich gestimmt, ohne daß besondere wirtschastliche Mo­mente hierfür Vorlagen. Es stimulierten vor allem die Hoffnungen auf eine weitere Erleichterung der internationalen Geldmarktlage. Tagesgeld hatte in Reuhork trotz des Ultimos den niedrigen Sah von 6 bis 5 Prozent, und der Kreis der­jenigen wird immer größer, welche mit einer baldigen Diskontwendung in Reuyork rechnen. Da außerdem die Gerüchte und Desürchtungen hinsichtlich des heutigen -Ultimos sich nicht be­stätigt zu haben scheinen, sah sich die Baisse­spekulation, die gestern wieder etwas stärker an der Arbeit war, zu Deckungen gezwungen. Ferner sollen seitens der Banlenkundschast kleine Mei­nungskäufe vorgenommen worden sein, so daß sich zu den ersten Kursen überwiegend Gewinne einstellten. Der Dankenmarkt lag ziemlich ruhig. Rur Draubank mit einer dreiprozentigen und Reichsbank mit einer sechsprozenttgen Steige­rung sind besonders erwähnenswert. Schiffahrts­aktien lagen ebenfalls etwas fester, nachdem die Rordlloyd-Aktien gestern auf die niedrige Parität in Reuhork bis auf 98,5 Prozent heruntergegan­gen waren. Für die Montanwerte regte die Er­höhung der Drikettpreise an, und es ergaben sich an diesem Markte Gewinne bis zu 5 Prozent, wobei Hoesch und Köln-Reuessen bie Führung hatten. Auch am Elektromarkt betrugen die Kurs­avancen bis zu 5 Prozent, bei Chade-Aktien 4,5 Mk., bei Schucöert 6,5 Prozent und bei Siemens sogar 9 Prozent. Färben-Aktien zogen bei ziemlich regem Geschäft, vielleicht in Rach­wirkung des Vierteljahrsberichtes, um 5,25 Pro­zent an. Kunstseidenwerte, Schubert & Salzer, Deutsche Linoleum und Sprita'ktien zeichneten sich ebenfalls mit fünf- bzw. vierprozentiaen Ge­winnen aus. Svenska plus 4 Mk. Polyphon, an erster Stelle stehend, Plus 10 Prozent. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer nicht ganz einheitlich. Pfandbriefe behauptet. Liquidationspfandbriefe und Anteile weiter fest. Geld war zum ilttima nur unbedeutend versteift. Tagesgeld, d. h. Geld über Ultimo, 8,5 bis 10,5 Prozent; Monatsgeld 9 bis 10,25 Prozent, Warenwechsel nominell 7,75 Pro­zent. Rach den ersten Kursen war die TendenA ziemlich unentschieden und später übertoiegeno schwächer. Die Rückgänge hielten sich im allge­meinen in ein- bis zweiprozentigen Grenzen. Rur Polyphon gingen um 5 Prozent und Sie­mens um 3,5 Prozent zurück. Einerseits nahm die Börse Gewinnmitnahmen vor, anderseits kam die Unsicherheit hinsichtlich der Annahme resp. Ab­lehnung des Volksbegehrens hinzu, da nach den neuesten Ziffern derD. Z." das bisherige Er­

gebnis 9,2 Prozent beträgt und es also noch durchaus im Bereiche der Möglichkeit liegt, daß die lOprozentige Mindestgrenze erreicht wird.

Frankfurter Schlachtviestrnarkt.

Frankfurt a. M., 31. Okt. Auftrieb: 106 Rinder, 942 Kälber, 715 Schafe, 571 Schweine. Es kosteten: Kälber: beste Mast-und Saugkälber 81 bis 84 Mk., mittlere Mast- und Saugkälbe- 76 bis 80, geringe Kälber 70 bis 75. Schaf e: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weide- mast) 45 bis 49 Mk., mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 38 bis 44, fleischiges Schasvieh 28 bis 37. Schweine: vollfleischige von etwa 240 biS 300 Pfund Lebendgewicht 84 bis 87 Mk.. von etwa 200 bis 240 Pfd. Lebendgewicht 84 bis 87. von etwa 160 bis 200 Pfd. Lebendgewicht 84 bis 87, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfd. Lebendgewicht 80 bis 83 Mk. Markt- Verlauf: Schweine schleppend, Ueberstand; Kälber und Schafe rege, ausverkauft.

Büchertisch.

Hessen-Nassauisches Volkswörter­buch. 21 us den von Ferdinand Wrede angelegten Sammlungen ausgewählt und hgg. von Luise Bert­hold, 3. Lieferung, Marburg, Eiwert, 2,50 Mark. (386) Das Hessen-Nassauische Volkswörterbuch schreitet rüstig voran, die dritte Lieferung, die von lesen bis luppchen reicht, liegt hier vor, und sie hält sich durchaus auf der Höhe der beiden ersten: neben dem gut gearbeiteten Text stehen als besondere Gabe eine ganze Reihe anschaulicher Skizzen, die mit Worten schwer zu beschreibende Dinge erläutern (so die Leuchse, den Lichterknecht, die Lichthahl) und vor allem wieder fünf ganzseitige Kärtchen, die die Ver­breitung der Synonyma für Leuchse, (Augenlid), u. a. wiedergeben. Die dritte Lieferung ist Otto Behaghel gewidmet als eine nachträgliche Gabe zu dem 75. Geburtstag des Gelehrten. Neben anderem soll O. Behaghel damit wohl dafür gedankt wer­den, daß er seinerzeit dafür gesorgt hat, daß auch unsere Provinz Oberhessen, der Kem der preußi­schen Provinz Hessen-Nassau, mit einbezogen wer­den konnte. Gerade darauf sei nochmals ausdrücklich hingewiesen: auch unsere Provinz Oberhessen gehört zu dem Gebiet des Hefsen-Nassauischen Wörter­buchs; jeder Oberhesse wird reiche Belehrung aus dem nun an die Öffentlichkeit tretenden Werk schöp- en. Alle oberheffischen Schulen aber sollten, soweit ie das Werk nicht schon halten, es jetzt zum Sub« kriptionspreis bestellen. Es wird jeden Unterricht in jeder Schulgattung bereichern.

Friedrich Maurer.

DerLahrer H inkende Bote" ist im Verlage von Moritz Schauenburg K.-G. in Lahr (Baden) erschienen. Der Preis des 3ahr- gangs 1930 beträgt 60 Pfennig. Die unter dem TitelGroßer Volkskalender des Lahrer Hin­kenden Boten" erschienene erweiterte Ausgabe kostet gebunden 1,40 Mk. (372) Auch dei­nen« 3ahrgang bringt wieder allerlei unterhalt­same Beiträge. So erzählt z. B. Anton Schott von den Schrecken des Hussitenkrieges,, die Tra­gödie derDorfhexe" schildert L. Haarbeck. Rach Sevilla führt Erika Grupe-Lörcher, in den Schneefeldern von Lappland weiß Seved de Dyl- der den Leser herumzuführen. Damit auch der belehrende Teil zu seinem Recht kommt, plaudert der Hinkende in feiner Standrede imLöwen" überGold, Geld und unsere Währung". Daß es an allerhand Schnaken und Schnurren nicht fehlt, dafür sorgen August Ganther und Wil­helm Karl und andere.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Steinbach. Bei unbestimmter Pachtzeit für ein Grundstück kommt § 595 BGB. in Anwendung. Danach ist die Kündigung nur für den Schluß eines Pachtjahres zulässig; sie hat spätestens am ersten Werktages des halben Jahres zu erfolgen, mit dessen Ablaufe die Pacht enden soll. Hiernach ist die Ihnen mitgeteilte Kündigung, da sie erst anfangs Oktober 1929 erfolgt ist, für das Jahr 1930 noch nicht für Sie wirksam. Es wird Säche des Ver­pächters sein, sich mit dem neuen Pächter zu einigen evtl, mit Ihnen, wenn Sie nicht mit seiner Hand­lungsweise einverstanden sind.

S. 100. Wer vor einer zur Abnahme einer eides- stattlichen Versicherung zuständigen Behörde (also dem Gericht) eine solche Versicherung wissentlich falsch abgibt, wird mit Gefängnis von einem Mo- nat bis zu drei Jahren bestraft. Die Tat ist ein Vergehen, das in fünf Jahren verjährt. Die An­zeige ist unter Darlegung der Verhältnisse an die Staatsanwaltschaft zu richten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Frankfurt a M

Berlin

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Datum

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48

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5% Rumänische Verein!,. Rente von 1903 . . . .

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Datum

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Brief

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Belgische Noten ......

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Dänische Noten ........

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Englische Noten .......

20,347

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stranzosische Noten .......

>6,42

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Holländische Noten .......

168,06

168,74

Italienische Noten........

21,82

21,90

Norwegische Noten.......

111,58

112,02

Deutich-Oesterrcich, i 100 Schilling

58,58

58,82

Rumänuchc Noten.......

2,47

2,49

Schwedische Noten.......

11,83

12,27

Schweizer Noten........

80,74

81,06

Svanische Noten........

T'chechoilowakische Noten.....

59,39

12,32

59,63

12,38

Ungarische Noten .......

72,80

73,10

Devisenmarkt Berlin

Frankfurt a. 2H.

30. Vkiobei

31 Oktober

Amtliche NotiMing

Am.liche Notierung

Gele

Bries

Vield

Briet

«mft.-lHou.

168,45

168,79

168,46

168,80

Buen.-Nirei

1,698

1,702

1,693

1,697

Brss.-Antw

58,405

58,525

53,405

53,525

Übriftiaufa -

111,86

112,08

111,97

112,01

.stopenbngen

111,88

112,10

111,81

112,03

eioitbolm .

112,14

112,36

112,06

112,28

HeksingforS. Italien. .

10,487

21,86

10,507

21,90

10,492

21,86

10,512

21,90

London. . .

20,368

20,408

20,356

20,396

Neupork . .

4,175

4,183

4,1765

4,1845

Paris...

Schwei» . .

16,445

16,485

16,44

16,48

80,91

81,07

30,93

81,09

Spanten -

59,58

59,70

59,29

59,41

Japan . . -

2,003

2,007

2,003

2,012

«io de Ran Wien in D.-

0,492

0,494

0,4855

0,4875

Ctft. abgcst

58,69

58,81

58,72

58,84

Prag . . . . Belirad .

12,369

12,389

12,377

12,397

7,386

7,400

7,386

7,400

vudapest. .

73,02 3,017

73,16

72,99

73,13

Buk arten

3,023

18,85

3,017

3,023

Lissabon Taiijig. .

18,81

18,81

18,85

81,47

81,63

81,56

81,62

.ponst -nlin.

1,973

i ,977

1,973

1,977

Sltheii. .

5,435

5,445

5,425

5,435

Canada

4,096

4,104

4,096

4,104

lltu uay

3,936

3,944 20,93

3,936

20,88

3,944

CatTD . .

20,89

20,92