Ausgabe 
30.12.1929
 
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ez. Dieser Tage sand - Gastwirts Äat die et Schulkinder ruhte die Eikern and prach dann kurz über rechten sich in bunter iehmgen der abwch« Die Spiclecknen und !UÖe und Äegcisterung. ,ngen wurden Drezeln lami 0rün, Giehen,

[en Dchochtetage hielt 56OMißenber Rein- nhalle sein diesfähriges ifche Vorführungen am amcnabteilung, geleitet wcMen mit Musik' rweWapeHe, dirigiert immer. 2m Mtet- .u^nDaMrrnauo-

Müchung und Tanz Winterfest.

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am Heiligen Abend und am ersten Weihnachts­feiertag wurden sie in dankenswerter Weise durch Gesänge der hiesigen Gesangvereine wert­voll bereichert und verschönt. Unsere bei der Kirchenrenovierung im vorigen Jahre eingebaute elektrische Kirchen Heizung hat sich an den Festtagen wieder sehr gut bewährt. In älnter-Widdersheirn fand am Abend des zweiten Festtages noch eine Weihnachtsfeier statt; die Schulkinder, die durch ihre rein und zart ge­sungenen dreistimmigen Lieder viel zur Verschöne­rung des Gottesdienstes beitrugen, wurden am Schluß aus Gemeindemitteln beschenkt.

f. Ranstadt, 27. Dez. Das diesjährige Weihnachtsfest wurde wieder in dichtge- fülltem Gotteshause gefeiert. In der Weih­nachtsabendfeier bei leuchtendem Christbaum tru­gen die Schulkinder und der Männergesang­verein unter Leitung von Lehrer Kuhl einige wohleingeübte Lieder vor, ebenso auch der Mu­sikverein. Den Schulkindern wurden Weihnochts- schriftchen ausgeteilt. In den Dännnerungsstun- den des zweiten Weihnachtstages gingen die Kinder in verschiedene Häuser, wo sie den kran­ken und alten Leuten ihre mehrstimmigen Lie­der sangen. Am zweiten Weihnachtstag ver­anstaltete der Musikverein im Iungschen Saale eine Abendunterhaltung, wobei er einige Musikstücke zu Gehör brachte sowie zwei Theater­stücke aufführte, welche großen Beifall fanden. Die kürzliche Sammlung zur Erhaltung der Kriegergräber in Feindesland erbrachte hier die Summe von 41.50 Mk.

Ortenberg, 30. Dez. Bei der gestrigen Bürger m ei ft erwähl in unserer Stadt wurde der seitherige Bürgermeister Pfeiffer mit großer Mehrheit w iede r g e w ähl t; cs entfielen auf ihn etwa 502 Stimmen. Der zweite Kandidat, Kaufmann de Groote, erhielt 49 Stimmen.

Kreis Alsfeld.

r Ober-Ohmen, 27. Dez. 2ün zweiten Weihnachtstag begingen die Eheleute Schuh­macher Ioh. Konrad Stein u<nd Elisabetha geb. Pusch zu Ober-Ohmen das Fest der gol­denen Hochzeit. Der Ortsgeistliche über­reichte dem Jubelpaar im Auftrag des Landes­kirchenamtes ein Gedenlblatt und sprach die herz­lichsten Glück- und Segenswünsche im Auftrag des Kirchenvorstandes und der Kirchengemeinde­vertretung vom Kirchspiel Ober-Ohmen aus, wel­cher der Jubilar seit über 20 Jahren angehört. Auch ging dem Paare vom hessischen Innen­ministerium ein Geldgeschenk und eine Arlunde mit Glückwunschschreiben zu, die im Auftrag des Innenministeriums von Kreisdirektor Dr. Stammler (Alsfeld) überreicht wurde. Der Gatte steht im 77., die Gattin im 73. Lebens­jahr; beide erfreuen sich noch einer zufrieden- ftcllenöen Gesundheit.

I Kirtorf, 28. Dez. Der hiesige Turn­verein hielt seine diesjährige Winterver- a n st a l t u n g am zweiten Weihnachtsfeiertag ab und konnte mit deren starken Besuch recht zufrieden sein. Wan hatte das Schauspiel »Frei­heit" für den ersten Teil deS Programms ge­wählt. versetzte die Zuschauer einige Jahre zurück iw''die schweren Tage der Ruhrbesehung und zeigte, wie deutsche Männer und Frauen für ihr Vaterland Opfer zu bringen imstande waren. Alle Mitwirkenden hatten sich vortrefflich in den Geist des Stückes und in seine einzelnen Rollen hineingelebt, so daß die Aufführung einen tiefen Eindruck hinterließ. Damit auch der Humor an diesem Abend zu seinem Recht kam, war für eine entsprechende Fortsetzung des Programms in Ge­stalt eines kurzen Lustspiels gesorgt. Auch hierbei haben alle Darsteller sich redliche Mühe gegeben. Die Pausen wurden von einem Laubacher Streich­quartett mit fein ausgewählten Musikstücken aus- gefüllt. Ein Ball schloß sich an.

I Ober-Gleen, 28. Dez. Einer unserer ältesten Dorfbewohner. Schneidermeister Karl Schneucker, konnte am ersten Weihnachtstag in voller Rüstigkeit seinen 8 0.Geburtstag feiern. Das Landeskirchenamt Darmstadt hat dem Jubilar und langjährigen treuen Kirchenvorsteher

ein Glückwunschschreiben und ein künstlerisch aus­geführtes Gedenkblatt überreichen lassem

mr. Grebenau, 28. Dez. Untere Schule hielt dieser Tage ihre diesjährige Weih­nachtsfeier in der Turnhalle ab. Die Veranstaltung war von fern und nah außer­ordentlich gut besucht, ein Zeichen dafür, daß sich Schule und Elternhaus immer verbunden fühlen. Die Feier wurde durch ein eindrucksvolles Gedicht eröffnet, das unsere Mitbürgerin, Frau Marg. Krug Wwe., zur Verfügung gestellt hatte. Der Aufführung eines Krippenspiels folgte ein Märchenspiel in zwei Bildern mit Gesang und Reigen. Die größte Freude löste eine Be­scherung aus. Allen Darbietungen spendete man reichen Beifall.

Kreis Lauterbach.

P. Schlitz, 28. Dez. Hier verstarb nach kurzem Kranksein der weit über die Grenzen des Schliherlandes hinaus bekannte und hochange­sehene Kantor K. Bohl, Ehrenmitglied deS Hessischen Landeslehrervereins. Er war ein alter Lehrerveteran, der 51 Jahre an der hiesigen Volksschule in Segen gewirkt hat. Auch hat er sich um die evangelische Gemeinde, deren Or­ganist er bis zu seinem Ende war, und deren Kirchengesangverein er 1880 begründen half und bis vor wenigen Jahren leitete, unschätzbare Ver­dienste erworben. Unter außerordentlich großer Beteiligung wurde der Entschlafene, der Anfang dieses Jahres noch in aller Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag feiern durfte, am 2. Weihnachts­tag zur letzten Ruhe gebracht. Der Kirchenchor sang an der Bahre seines Ehrendirigenten. Die Gedächtnisrede hielt Oberpfarrer B o e ck n e r 1. Mos. 12, 2.:Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein." Kränze wurden am Grabe niedergelegt von Bürgermeister Dr. R i e p o t h für die Stadt Schlitz, von Stadtpfarrer Schmidt für den evangel. Kirchenvorstand, von Rektor Adolph für den Schulvorstand, von Lehrer W e g e l für den Kirchenchor, von Lehrer Stein­acker für den Lehrerverein und von Polizei­diener K ü m p e l für die früheren Schüler des Verstorbenen. In allen Ansprachen wurde der schmerzliche Verlust und die Bedeutung des treuen Mannes in gebührender Weise gewürdigt.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

WSR. Wetzlar, 29.Dez.. Vor einigen Ta­gen hatte ein junger erwerbsloser Arbei - t e r aus Verzweiflung sich mit einem Messer einen gefährlichen Stich in die Brust bei­gebracht. An der schweren Verletzung ist der erst 17jährige junge Mann, dessen Eltern sich in großer wirtschaftlicher Rotlage befinden, jetzt gestorben.

> W i h m a r, 28. Dez. Die Holzfällungs­arbeiten, an denen sich 97 Holzhauer be­teiligten, wurden bis auf kleinere Arbeiten in den letzten Tagen schon beendet. Dor Eintritt des Frostes konnte wieder eine vollständig ausgebaute Straße im Reubauge- lände dem Verkehr übergeben werden. Die neue Gemeindevertretung hat als dringlichste Auf­gabe den weiteren Straßenbau und die Kanalisation in neuen Ortsteilen. Dazu kommt, daß der Reubau einer Schule immer not­wendiger wird. Am Rachmittag des ersten Weihnachtstages feierte nach alter Sitte die Schule ihr Weihnachtsfest in der Kirche. Mit Liedern und Gedichten beteiligten sich die Kinder an der Ausgestaltung der Feier, der GesangvereinGermania" trug ein Lied vor und der Ortsgeistliche brachte den Kindern die Weih- nachtsöotschaft nahe. Die Kirche war, wie immer, bei dieser Feier überfüllt.

-6- Lützellinden, 27. Dez. In diesen Tagen hielt die hiesige Kleinkinderschule ihre Weihnachtsfeier in der Kirche ab. Die Leiterin der Kleinkinderschule, Schwester Luise, hat sich um die Herrichtung der Feier sehv verdient gemacht und mit den Kleinen Lieder, kleine Gedichte usw. eingeübt, die von ihnen in sinniger Weise geboten wurden. Rach einer

Ansprache des Ortsgeistlichen erfolgte die Be­scherung der Kinder. Der hiesige Gemischte Ehor bereicherte die Veranstaltung durch ansprechende Liedervorträge unter Leitung des Dirigenten Altenheim er. Beim Ausgang wurde eine Kollekte für das Diakonissenmutterhaus in Ron- nentoeiler erhoben.

Kunst und Wissenschaft.

Geheimrat Professor Dr. Georg Kaufmann f.

Breslau, 28. Dez. (TU. Funkspruch.) Der be­kannte Historiker Geheimrat Professor Dr. Georg Kaufmann ist heute morgen im Alter von 87 Jahren g e st o r b e n. Er Hot sich sowohl als For­scher wie insbesondere als Lehrer an der hiesigen Friedrich-Wilhelm-Universität große Verdienste er­worben, die anläßlich seines 80. Geburtstages und seines 50jährigen Dozentenjubiläums gewürdigt wurden.

Buntes Allerlei.

UuiversitätSdorlesungen durch Mikrophon.

Die Leipziger Universität hat im Wintersemester über 6000 Studierende immatrikuliert, eine Zahl, für die die vorhan­denen Hörfäle nicht im entferntesten ausreichen. Für ein philosophisches Kolleg von Professor Driesch reicht nicht einmal die Aula der Universät aus, so daß htan einen städti­schen Saal mieten muhte. Da auch an der Vorlesung von Professor Witkowski (Deutsche Lit.-Geschichie) im Auditorium Maxi­mum etwa ein Drittel der Hörer wegen Raummangels nicht teilnehmen konnte, sucht man sich jetzt so zu helfen, daß man diese Vorlesungen durch ein Mikrophon auf einen zweiten Saal überträgt. Der erste Versuch verlief durchaus befriedigend, so daß in Zukunft alle überfüllten Vorlesungen mittels Lautsprecher auf andere Hörsäle über­tragen werden.

Die englische Wissenschaft ehrt Max Planck.

Der Präsident der Roh al Society, der englischen Gesellschaft zur Förderung der Wissen­schaften, Sir Ernst Rotherford, überreichte Professor Max Planck, Berlin, die höchste Ehrung, die die Gesellschaft verleihen kann, d i e Eopleh-Medaille. Professor Plancks Ar­beit bedeute eine Revolutionierung der gesamten Behandlung physikalischer Probleme. Die von Prof. Planck entdeckte Quanten-Theorie sei vielleicht von noch größerer Bedeutung als die Relattvitätstheorie und werde bedeutungs­volle Auswirkungen für die weitere Entwicklung der Forschung auf dem Gebiete der X-Strahlen und des Lichts zeitigen.

Hauptversammlung der platengesellschaft.

Die Platenaesettschast hat ihre diesjährige Hauptversammlung in Erlangen mit der Er­öffnung des Platenarchivs verbunden, das zu einer Stätte fruchtbarer Forschertätigkeit aus­gebaut wurde und jetzt nach dem Umfang seines Materials und dem Geschmack seiner Einrichtung als vorbildlich zu bezeichnen ist. Eine Eröffnungs­feier, gelegentlich derer Will Scheller einen Vortrag über das ThemaPlaten und Stephan George" hielt, gab dem Stattoberhaupt und dem Rektor der Universität Gelegenheit, die Plateng^ellschaft herzlichst zu begrüßen, der auch von Männern wie Gerhart Hauptmann, Thomas Mann, Max Halbe und Wilhelm v. Scholz Glück­wunschtelegramme zugegangen waren. Das Prä­sidium der Gesellschaft, an der Spitze Hans v. Hülsen, wurde von der Hauptversammlung einstimmig wiedergewählt.

kindesmißhandlung vor Gericht.

Der frühere PolizLiwachtm.ister Schmiedel wurde wegen gefäh.l.cher Körperverletzung und Kindesmißhandlung zu drei Monaten Ge­fängnis, seine Frau w gen fortgesetzter Kör­perverletzung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Das Ehepaar Schmiedel stand vor dem Schwurgericht Berlin unter der Anklage, ihr drei­

jährige- Kind zu Tode mißhandelt zu haben. Hausbewohner hatten bemerkt, daß das Kind immer schüchterner und elender wurde und blaue Flecken im Gesicht hatte. Sine Rachbarin hörte, wie die Zeugenaussagen weiter ergaben, Kindergeschrei und Stoßen gegen die Wand. Der Staatsanwalt hatte gegen die Frau unter Zubilligung mildernder Umstände ein Jahr Ge­fängnis, gegen den Mann drei Monate Ge­fängnis beantragt.

30 Jahr« lang von den Eltern verborgen gehalten.

Die in den Vierziger Jahren stehende-geistes­schwache Tochter des Stellenbesihers Stolle in Roßwih, Kreis Äimpsch, wurde von Landjägern, zum Skelett abgemagert, in Lumpen ge­hüllt, in einem vom Schmutz starrenden Raum aufgefunden. Den Landjägern wurde von den Eltern und den Brüdern der Geisteskranken hef­tigster Widerstand entgegengesetzt. Die beiden Brüder mußten erst nach längerem Kampf und Zuziehung von Verstärkungen gefesselt wer­den, ehe es den Beamten gelang, zu dem Zim­mer der Kranken vorzudringen, in den: die Un­glückliche fast 30 Jahrelang verborgen gehalten, wurde. Die Kranke wurde bann auf einer Bahre in ein Auto geschafft und zum KreiS- krankenhaus in Rimpsch transportiert.

Geheimrat D. Scholz s. _

Geheimrat D. Hermann Scholz, der frühere Geistliche der St. Marienkirche in Berlin und jetzige Präsident des Evangelischen Bundes, ist Samstagvormittag im 77. Lebens­jahr entschlafen.

Büchertisch.

Alfred Bock: Der Flurschütz. Ro­man. Mit einem Rachwort von Will Scheller. Reclams Universal-Bibliothek Rr. .7026/27. Geh. 80 Pf., geb. 1,20 Mk. (740) Don echtem epi­schen Atem durchströmt, von sicherer und kräftiger Hand gestattet sind Docks Bauernerzählungen« Eins seiner ersten Werke, dem er seinen litera­rischen Ruf verdankt, ist der RomanDer Flur- schütz". Diese Geschichte des vom Schicksal nieder­geworfenen Aufrechten, des Verbrechers au« Größe und reiner Gesinnung mit der lebensvoll erfaßten Umwelt und der spannenden Hand­lung darf als klassisches Stück deutscher Prosa: gelten. Wir freuen uns, daß dies Werk durch die Aufnahme in ReclanrS Univerfal-Bibliothek allen Volkskreifen zugänglich wird.

In der ZeitschriftDie Kunst" (Verlag F. Druckmann AG., München, schreibt Rudolf John Gorsleben über dieMagie der Kunst" als ursprüngliches Mittel aller Kunst. Daß man diesen Ursprung in der Gegenwart vergessen hat, ist der Grund der heutigen Entzauberrrng der Kunst. Dehandett werden dann die von tief­stem Gefühl durchbebten Schöpfungen des Ober­ammergauer Bildhauers Georg Johann Lang, die Hohr Schlichtheit und Einfachheit seiner hoch­aufgereckten, oft etwas hageren und dadurch über die Sphäre der Erdgebundenheit hinauswachsen­den Gestattungen. Im kunsthandwerklichen Teil sehen wir Abbildungen schöner künstlerischer Kis­sen und Tüllarbeiten, Architektur und innere Ge­staltung eines neuzeitlichen Landhauses in mo­derner Helle und Klarheit, Abbildungen formen­schöner praktischer Truhenmöbel und vieles andere.

DerKunstwar t" (Verlag Callwey, München) widmet fein Dezemberheft dem Buch. Auf 21 Seiten wird eine umfassende Dücherschau überReue erzählende Prosa", dieJungen Deutschen", Tierbücher, Geschichts- und Kunst­literatur, fernerRatschläge für unzeitgemäße Leser" geboten, die vielen Lesern willkommen sein dürften. Zu nennen wären noch Beiträge von Bernhard Rang überVolk und Volks­bildung" und Hans Andre,Vom Wesen und Gegenwartswert christlich-mittelalterlicher und Goethescher Raturanschauung", eine Erzählung von Alexej W. Tolstoi,Die Verfluchung", und Proben aus denAntlihgedichten" von K. Suso Waldeck. Der bildliche Teil des Heftes steht im Zeichen des Weihnachtsfestes.

Zwangsversteigerung 52/29

Am Donnerstag, dem 20. Februar 1930, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichts­gebäude, Zimmer 106, das im Grundbuche von Gießen den Wilhelm Bachmann und Ehefrau, Else geb. Pfaff, in Giehen zu­geschriebene Grundstück Flur 38, Rr. 67*/io 1150 qm Grabgarten, geschätzt 3450 Mk., versteigert. 10756D

Die amtsaerichtliche Verfügung ist an der Ortstafel, Bergstraße 20, zur Einsicht ausgehängt.

Gießen, den 28. Dezember 1929.

I. A. des Hess. Amtsgerichts Gießen. Leo, Ortsgerichtsvorsteher.

Die Marie Appel geb. Grün in Geils­hausen ist durch rechtskräftigen Strafbefehl vom 20. November 1929 zu einer Ge­fängnisstrafe von zwei Wochen und einer Geldstrafe von 50 Mark, Hilfsweise zehn Tagen Gefängnis verurteilt worden, weil sie am 11. Oktober 1929 in Geilshausen vorsätzlich Vollmilch durch Zusatz von 17 v. H. Wasser gefälscht und unter Ver­schweigung dieses Umstandes in Handel und Verkehr gebracht hat. Vergehen gegen §§ 4, 13 des Gesetzes über den Verkehr mit Lebensmitteln und Bedarfgegenstän­den vom 5. Juli 1927. 10761O

Grünberg, den 20. Dezember 1929.

_______________Amtsgericht.______________

Nutzholzversteigerung.

Die Fürst Solms-Lichsche Oberförsterei Hohensolms versteigert am Samstag, dem 11. Januar, im Saale von Gastwirt Füh- rer in Hohensolms aus frischem Einschlag: o.us Distrikt Eichelsberg: Stämme und Ab­schnitte. Eichen 2. Kl. 14 St. mit 4,60 lw, 3. Kl. 3 St. mit 1,46 fm, Fichten 1s- und Ib-Kl. 51 St. mit 9,09 fra, 2a-Kl. 1 St mit 0,72 fm, 3a= und 3b-Kl. 3 St. mit 2,63 fm, 4b-Kl. 1 St. mit 1,56 fm, Derb­stangen 1. Kl. 198 St., 2. Kl. 335 St., 3. Kl. 541 St., Reisstangen 4.Kl. 280 St.; aus Distrikt Schcuernwald Stämme und Ab­schnitte: Eschen 1. bis 3. Kl. 91 St. mit 13,31 fm, Derbstangen, Eschen, 1. bis 3. Kl. 26 St.; aus Distrikt Pfaffenmark (unten) Stämme und Abschnitte: Eschen 1. bis 3. Kl. 29 St mit 9,69 fm, Fichten la> und Ib-Kl. 74 St. mit 20,42 fm, 2s- und 2b-SL 83 St. mit 53,97 fm, 3s- und 3b-Kl. 24 St mit 19,94 fm, 4a-Kl. 3 St. mit 3,13 fm. Anfang 11 Uhr. 10 7180

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Bekanntmachung.

In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 19. Dezember eingetragen: Ber­liner Textil- und 2Hanufa(tur-IDaren-Ber- sand, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Zweigstelle Gießen, in Giehen, Zweig- Niederlassung der in Berlin bestehenden Hauptniederlassung. Gegenstand des Unter­nehmens ist die Fabrikation von Herren- und Damengarderobe sowie der Verkauf derselben und der Versand an Prioat- kundschaft. Das Stammkapital beträgt 20 000 Reichsmark. Geschäftsführer ist der Kaufmann Max Meiseles in Berlin. Der Gesellschaftsvertrag ist am 14. November 1929 abgeschlossen. 10769D

Gießen, den 23. Dezember 1929.

Hessisches Amtsgericht.

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