Samstag, den 2. Februar, abends 8 Uhr 32 Min. Der große 116er Maskenball Ein Nachtfest Im Palais Astorullahs
In sämtlichen Räumen des Caf6 Astoria. Mehrere Jazz-Kapellen,Tanzplätze, Kaffee- und LI* örstube, Sekt-Ausschank, Photographische Aufnahmen, große Über eschungen. Sichern Sie sich rechtzeitig Ihre Ein- trlttskarte Im Vorverkauf: Lederwarengeschäft C. Röder, Kirchenplatz, Zigarrengeschäft S. Loeb, Bahnhofstraße nro
Banerscher fiesaiDverein e.V.
Maskenball
Samstag, den 9. Februar, abends 8.11 Uhr, findet in den Räumen des Gesellschafts- Vereins, Sonnenstrahe, unser diesjähriger
I
Cafe Astoria
Nachdruck verholen
SS Fortsetzung
einen
Samstag, den 2. Februar, nachm. 4 Uhr InOend-VorsielM ® Eintritt Ml. 0.50 n. 1.00 DA Kamol ums Malter!»
„Kein Mensch weih, wie froh ich bin, wenn der letzte Schuh gemacht ist, Herr Chefingenieur Dann kauf ich mir ohne alle Sinipef " Liter Roten zur Feier,"
„Das letzte 6Hhf scheint den Teufel Im SeiR -u haben, Herr Chefingenieur! Die Leute wollen nimmer rein. Sie behaupten. Sie könnten's keine Stunde drinnen aushalten, so lege sich ihnen die Luft aus die Lungen. Das Wasser geht stellenweise bis an die Knie. Weist Gott, wo es herkommt! WaS Rechtes ist das nicht!"
Hettingen nickte. »Ich zerbrach mir den Kops, was es sein könnte. Die beiden Geologen, die gestern da waren, konnten nichts finden. Ich habe schon einen Ehemilcr mitgenommen, der hat mich glattweg ausgelacht. Wir müssen s allein herauskriegen."
Der Vorarbeiter tat einen tiefen Atemzug.
.Trinken Sie ihn auf meine Rechnung!" sagte Hettingen.
.Warten Sie einen Augenblick, ich gehe dann mit Ihnen." Er trat zu Festmann und bat ihn. zu entschuldigen, er müsse nach den Leuten sehen. „Sog bitte meiner Mutter, ich käme nicht zum Mittagessen heute. Erst zu Abend. Mach, einen Ausflug, Hans, eS ist solch wundervolles Wetter."
Ehe er im Schachte verschwand, winkte er noch einmal nach dem Freunde zurück, der den Weg zur Stadt nahm und sich eben umwandte, um den Hut zu schwenlen.
Dann tauchte Hesingens Gestalt im gähnend«' Sto.len deS Tunnels unter.
Der Vorarbeiter hatte nicht zuviel gesagt. Die Leute arbeiteten unlustig und von Atemnot geplagt. An einigen Stellen schoß das Wasser armdick aus dem Felsen. Hettingen trug nur seine Halbstiefel, aber um den Leuten mit gutem Beispiel voranzugehen, durchwatete er die überschwemmten ötcJen und sprach mit denen, die ihm besonders erschöpft vorkamen.
Er selbst fühlte nach einer halben Stunde sein Wut wie schweres Hammerwerk in den Adern pochen. Schwindetbefallen lehnte er, als ihn keiner beobachtete, den Körper gegen die Stein- wand. Dann raffte er seine ganze Kraft zusammen und schritt dem Vorarbeiter nach, welcher schon eine Strecke vorauSgegangen war.
(Fortsetzung folgt.)
Lache Vsjarzs r
Roman von 3- Echneider-Foerstl. llrheberrechtsschutz Oskar Meister, Werdau i Sa.
dankenverloren die letzten Schlußakte wiederholt und dann Aufklärung gegeben. .Ich habe cs einmal vor Iahren in Ungarn einem Zigeunerprimas abgelauscht — drei Tage später fand man ihn mit einem Schuh im Herzen in der Steppe."
„Und das spielst du!' schrie Diebow. „Aus- getüpfelt das must es s».inl"
Hettingen ilappte, ohne etwas zu sagen, den Deckel herab. „Weißt du sonst etwas, das für mich patzt?" — — —
Der Winter ging.
Ostern fuhr Ioachim nach Wien, um Festmanns (Jungen aus der Taufe zu heben. Er sah und sprach auch Leopold Ri.'thosen. Maria nicht. Der Freund erwähnte nichts von seiner Schwester. Isabella weilte mit ihrem Gatten in Ungarn.
2.ach vier Tagen reiste Hettingen wieder nach Bellinzona ab. War das die Heimat gewesen? Die Heimat?
Er mustte die Zähne aufcinanderbeihen, um nicht vor Weh hinauszuschreien.
Im Tunnelbau waren die Arbeiten wieder in vollem Gang. Vis zum Herbst wollte man ferttg sein. Den Sommer über erhielten Mutter und Sohn Vesuch von dem erzhermöglichen Schwager, der sich in Sehnsucht nach seiner Frau vec ehrte, die als Gast an die Metropolit an oper nach Reuhork gegangen war.
Anfang September reiste er Lieder ab, um sich nach Amerika ein-uschisfen und Isabella ab» zuholen.
Dafür kam Fehmann, um seinen kurzen Urlaub bei Ioachim zu verbringen. Als er ihn einmal draußen an der Sprengstclle besuchte, fand er ihn auf einem der Felstrümmer fitzend, unverwandt nach dem dunklen Loch des Stollens schauend.
„Quält dich etwas, Achim?", erkundigte er sich besorgt.
„3a I Seh dich zu mir, HanS! R'emcmd will mir"5 glauben, aber es ist etwas nicht in Ordnung! Ich trage solch ein unerklärliches Gefühl in mir! Der Verg wird noch unser Verhängnis!" _ c ,
„Was du dir nicht einbildest, mein Lieber! Ieht, wo ihr schon zu vier Fünfteln durch seid!", suchte ihn der Doktor zu beruhigen.
Er zuckte die Achseln, erhob sich und ging dem Vorarbeiter entgegen, der auf ihn zu kam.
w
Ab Montag# den 4. Februar der von allen erwartete Grobfilm:
Ehe Hettingen Worte fand, hatte Iantes bereits die Tür eines Raumes linker Hand geöffnet.
„Mutier!"
Ioachim hielt das geliebte schöne Frauengesicht zwischen seinen Händen und sah in die gütigen, feuch'.strahlenden Augen, die im Scheine der Lichter wie Sterne simmerten.
„Mein Dub!" — Die Varonin konnte sich nicht fattsehen an den Zügen ihres Einzigen, die doch so ganz, ganz anders toa;en, als sie dieselben un Gedächtnis hat.e. „Mein Dub!"
Sie strich über seine Wangen und daS dichte Dlondhaar liebkoste seine Hände und suchte in den großen dunklen Augen, aus denen noch die Qual und das Leid der letzten Monate äu lesen yaar. „Run wird alles wieder gut, Achim! — JSir bleiben wieder zusammen wie früher. Rimm vorlieb mit mir, Kind!"
„Mutter I" — Er schloß ihr den Mund mit einem langen, innigen Kuß.
r Pal and Patecfeon
Die blinden Passagiere r) Der lustigste und beste aller bisher er- Y schienenen Pat- und Patacbon-Filme!
^Ferner: ,M Juwelenmaräsr“, Kriminalfilm sowie: „Sonnenlicht ani Sonnenfinsieniis“, ^^Knllnriilm, uni „Die nauaste Wochenschan"
Nm noch henle Harry Liedtke in seinem neuesten Film: „Das Spiel mit Der Liehe"
_ Ab Donnerstag, 31. Januar bis Sonntag oZ dÄT einschiiefab der grobe Lustspielschlager
ES wurde ein wunderbar harmonisches Zu- । sammenleben zwischen Mutter und Sohn in dem I neuen, traulich möblierten Heim. Diebow war beinahe täglicher Gast. Er schleppte Ioachim auf alle Bälle mit, zu unzähligen Einladungen und Herrenabenden. Hetlingen drohte, er würde sich, wenn er wieder käme, einfach verleugnen lassen, was zur Folge hatte, dah Diebow ihn schon brausten im Bureau des Wertes obring und nach Hause begui tue und geduldig wartete, bis er sich umgezogen hatte.
r<S8 ist eigentlich eine grenzenlose Selbstverleugnung. die ich mir da auferlege, Joachim", hatte er einmal gesagt. „Du weißt gar nicht, welches Opfer ich bringe, dich überall mit dabei zu haben. Wo du hinkommst, kaperst du mir alle Mädchenhcrzen weg. ilnö wenn die Männer die Blicke sähen, mit welchen dich ihre Frauen ^verschlingen lägst du morgen von tauienb Säbelhieben durchbohrt oder von einem Dutzend Kugeln über den Hausen geschossen!"
„Ich habe noch nichts davon bemerkt!" war die lakonische Erwiderung.
Manchmal, des Abends, wenn Kurt .Hausarrest" hatte, wie er sagte, saßen Mutter und Sohn sich gegenüber und tauschten Erinnerungen aus oder Ioachim las der Baronin vor. Dann hing deren Blick in Selbstvergcssenheit an seinem Gesichte, nach dem sich die Mädchen in Bellinzona umwandten.
Einmal schluchzte sie unbeherrscht auf.
„Was ist Mutter?"
Und als sie nur den Kopf zu schütteln vermochte. horte er zu lesen auf. griff über den Tisch hinüber nach ihren Händen und legte sein Gesicht darein. „Roch einmal der Iunge von cinst sein können! Ein einziges Mal nur! Aber es war alles vorbei!"
Zuweilen spielte er auf dem Flügel, den Isabella damals aus der Konkursmasse erstanden hatte und der nun in dem neuen Heim untergebracht war.
Kurt Diebow hatte sich einmal ganz verstohlen hereingeschlichen und in einem Lehnsessel hinter ihm Platz genommen und gelauscht. Plötzlich war er emporgcfahrcn und hatte Ioachim die Hände von den Tasten gerissen. „Hör auf! Ich fange sonst glattweg zu heulen anl Das ist ja zum wahnsinnig werden. Was ist das für ein Motiv! Ich werde verrückt, wenn ich das noch einmal hören must!" Joachim hatte ge»
Lind wieder gingen die Wochen.
Fröste setzten ein. Das bedeutete Stillstand für die Qlrbci en im Tunnelbau. Dafür saß Joachim nun im Bureau und entoatf Pläne und Zeichnungen für Reues, das im Frühjahr in Angriff genommen werden sollte. Diese ununterbrochen rastlose Tä'igkcit brachte Hettingens Innenleben allmählich wieder ins Gleich, gewicht, und als Diebow einmal kam und ihm erzählte er möchte zu gerne nach Indien, Achim mühte aber mitkommen, well er sich schandbar vor Krokodilen fürchte, lachte dieser hell hinaus.
„So weit ist er also wieder!" berichtete Kurt »u Hause. „Run warte ich noch ein paar Wochen, dann suche ich ihm eine Fraul Er wird sonst au alt."
Die Kommerzienrätin drohte ihm mit dem Finger. „Ünb du selbst mein Iunge?"
»Für mich sucht ja niemand!" kam es vor- tmlrssvoll, was einen ungeheuren Heileickeits- ausbruch bei dem Kommerzienrat auslöste.
Bunter Abend
Lollar, den 30. Januar 1929
S75D
im Cafe Amend
836V
mit einigen Büttenrednern / Anschließend Tanz
Lampion-Polonaise
902D
Cafe Astoria
6ZTU
Ihre Verlobung geben bekannt Marie Kutscher Heinrich ^iehm
Großes Feuerwerk
20 Pfennig Aufschlag!
fiffoBe Gießener
Maa’äievalsGeselildsafS
Donnerstag, den 31. Januar 1929
Eisverein
Bei günstiger Witterung Donnerstag, den 31. Januar abends von 7 bis 10 Uhr grosses Konzert
Buchen- Scheitholz t' oifcn, 2 rm ttirko L Clr.i aus Ofen- tonne nefttimnen,
Hit liefert fxet Gie?,en 8töb
Weber, Zürnet- met ier. Kesselbach.
Heute
KÄlisM-Iaiizatei
<■295
Gießener Konzertverein
Donnerstag, den 31. lanuar 1929, abends 7Vt Uhr, im Stadttheater
7. Konzert
Symphonie-Konzert
Das Frankfurter Symphonie-Orchester
Leitung: Dr. Stefan Temesvary
Smetana. Ouvertüre «Die verkaufte Braut* — Strawinsky-
Pcrßolesi. Pulcinella-Suite — Tschaikowsky, Symphonie path&ique Nr. 6
Eintrittskarten Mk 5.00. 4.00 und 2 50 bei Emst Challier.
Tel. 671. und an der Abendkasse. Studentenkartrn Mk. 1 50 hei Herrn Sekretär Ritter gegen Ausweis sau
CAFE AMEND
Donnerstagnachmittag
Klnäurkostiatet
statt Karten für Mitglieder und Gäste sind bei unserem Mitglied Fritz Lotz, Friseurgesch., Bahnhofstr., erhältlich
892D
Schellfische
o. R- Psü. 40
Kabeljau 5ee'ach8
Goldbarsch
o. Vs). 35
8>M-et
ohne Hliut n. Graten
Pid. 40 -U
Si.ne.ihonig nütanticit rem, ein 'Biö.s las 1.35 rrunftyonig MS.-Vaker 45 — Tee --- chin. Souckong- l'tt- fchung 1 * Pid. 1.00 liaffrc heute tttfch ncrniiet 1 Pfd. 2. 0
HchÄteiSüh
Llebigür."l,Tel.!6A
Gut und billig! k tuten Sie wMmck
Leihbinden FWÄi'liLD Eetialir im 0282
Reformhaus
Kreuzplatz 5.
Nutzt
yj Nur jebzt ist Inventur-Abverkauf
sl die Zeit
5,
f\ o 9 k8
Für den
Karneval 1929
bringe ich eine geradezu frappante Auswahl in
Masken-Kostümen
fQr Lamen, Herren und Kinder Masken-Stoffen jeder Art Masken-Schmuck, -Hüten Larven und Scherzartikeln Beachten Sie meine originell ausgestellten Karnevalsfenster
Schmücker
_______ItilA


