Ausgabe 
29.11.1929
 
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Nr. 280 viertes Blatt

Freitag, 29. November 1929

Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Wirtschaft.

Oie volkswirtschaftliche Konjunktur Ende November.

Sn seinem neuesten Vierteljahrsheft saht das Institut für Konjunkturforschung die Ergebnisse seiner Untersuchungen über die volkswirt­schaftliche Konjunktur im ganzen zu­sammen. Danach haben die letzten Monate eine Beschleunigung des Konjunkturrück- ganges gebracht, in dem sich die deutsche Wirtschaft seit Ende 1927 befindet, und die Ten­denzen, die sich durch die Dpannungsverhalt- nisse der Wirtschaft schon seit längerer Zeit als wahrscheinlich angekündigt hatten, sind zumDurch- bruch gekommen. Damit ist die deutsche Wirt­schaft aus der Hochspannung deutlich erkennbar in eine Liquidationsphase cingetreten. Die Faktoren, die sich noch in der ersten Hälfte des Jahres 1929 in der Richtung eines Aus­gleichs des Absahausfalles auf dem Binnen­markt bemerkbar machten, sind seit Jahresmitte nicht mehr in gleicher Weise wirksam. Der Sai- sonauftricb hat sich erschöpft, die Aufnahme­fähigkeit des Weltmarktes hat nachgelassen, der Wohnungsbau hat sich den Schwierigkeiten der Kapitalbeschaffung nicht länger entziehen können, und auf der ganzen Linie find nunmehr Rück­gänge zu verzeichnen. Die Rohstoffeindeckungen (ein Symptom für die Produktionsvorbereitun- gcn) sind eingestellt worden. Die Umsätze haben in konjunkturempfindlichen Warengruppen eben­falls nachgegeben. Das geht aus dem Rückgang der Fertigwareneinfuhr, sodann aus dem nach Ausschaltung der Saisonschwankungen im Ok­tober stark abnehmenden Güterverkehr der Reichs­bahn hervor. Unter dem Druck der unzureichen­den Absatzmöglichkeiten haben sich die Preise weiter gesenkt. Die Konkurse haben konjunktur- mäßig den Höch st en Stand seit Mitte 1 9 2 6 erreicht. In stärkerem Maße, als dies bisher der Fall war, haben die rückgängigen Aktienkurse auf die Zunahme der Insolvenzen hingewirkt. Dabei kommt der Charakter der gegenwärtigen Welle von Insolvenzen weniger in der Zahl, als vielmehr in der Bedeutung der Cinzelfälle zum Ausdruck. Durch diese Ent­wicklung rückgängige Produktion, sinkende Preise, steigende Arbeitslosigkeit, rückgängige Umsätze, absinkende Aktienkurse hat sich aber die Konstellation der den Wirtschaftsverlauf be­stimmenden Faktoren getocmbelt. Die Wirtschafts­tätigkeit ist nunmehr bis an die Grenze gesunken, bei deren Erreichen eine Lösung vordem ent­standener Spannungen einzusehen und bei deren Unterschreiten eine Entlastung zunächst des Geld-, später des Kapitalmarktes stattzufinden pflegt. Die Wirtschaft ist im Begriff, oder doch nicht sehr weit davon entfernt, in eine kon­junkturelle Depression einzutreten. Es begann sich bereits vor der Entspannung der internationalen Geldmärkte am deutschen Geld­markt aus wirtschaftlichen Gründen eine konjunk­turelle Entlastung anzubahnen. Auf den Kapital­markt hat die Erleichterung des Geldmarktes roch nicht übergegriffen. Die Erwartung einer Kreditentspannung rechtfertigt an sich noch nicht die Erwartung einer besseren Wirtschaftskon­junktur. Die durch den Kapitalmarkt gegebenen Möglichkeiten reichen nicht zu einer solchen Steige­rung der volkswirtschaftlichen Planungen aus, wie sie zur Einleitung eines Konjunkturauf­schwunges erforderlich wären. Es ist nicht einmal sicher, daß Produktion und Absatz auf die bis­her zu verzeichnende und zu erwartende Ent­spannung der Kreditlage mit einer Unterbrechung des gegenwärtigen Rückganges reagieren wer­ben. Im allgemeinen sind dazu stärkere Im­pulse notwendig. Allerdings könnte dein Kon­junkturrückgang durch zielbewußte Konjunktur­politik (Diskontsenkung) begegnet werden.

' Uebcr nähme derOstbank sürHan- del und Gewerbe durch die Dresdner Dank. Die Reichsbank teilt mit: Auf Wunsch ostdeutscher Wirtschaftskreise sind zwischen der Verwaltung der Ostbank für Handel und Gewerbe und der Dresdner Bank Verhandlungen gepflo­gen worden mit dem Ergebnis, daß die Ostbank für Handel und Gewerbe im Wege der Fusion unter Ausschluß der Liquidation von der Drcs» ner Bank übernommen wird. Zu diesem Zweck

soll den Aktionären der Ostbank in einer als­bald einzuberufenden Generalversammlung das Angebot gemacht werden, ihre Aktien im Ver­hältnis von 4:1 gegen Dresdner Bank-Aktien umzutauschen. Die Aktionärgruppe, welche über die Dreiviertcl-Majorität der Ostbank verfügt, hat dieser Abmachung zugestimmt, so daß die Durchführung der Transaktion gesichert ist. Der bisherige Aufsichtsrat stellt sein Amt zur Der- sügung. Mit Rücksicht auf die Bedeutsamkeit der Transaktion für die ostdeutsche Wirtschaft hat sich die Preußische Staatsbank an ihrer Durch­führung beteiligt.

Frankfurter Börse.

5 r a n (f u r t a. M., 29. Rov. Tendenz: freund­lich. Zu Beginn der Börse blieb die Stimmung trotz des morgigen Ultimos freundlich. Die Kulisse zeigte weiter einiges Deckungsbedürfnis, anregend wirkten auch die höheren Dividende­aussichten bei Deutsche Erdöl. Sonstige Anregun­gen fehlten vollkommen. Auch war der Order- eingang wieder sehr gering, so daß das Geschäft sich in sehr engem Rahmen bewegte. Vereinzelte Insolvenzen von kleinerem Umfange wurden kaum beachtet. Gegenüber der gestrigen Abendbörse traten zumeist Erholungen bis zu 1 Prozent ein. Deutsche Erdöl traten besonders in den Vorder­grund und gewannen 3 Prozent. J.-G.-Farben konnten leicht anziehen. Am Elektromarkt zogen Licht und Kraft 2 Prozent, Schuckert 1 Prozent und Siemens 1,25 Prozent an. Chadeaktien mach­ten eine Ausnahme und waren mit minus 2,50 Mark angeboten. Einiges Interesse bestand für Gelsenkirchen mit plus 2,5 Prozent. Die übrigen Montanaltien lagen nur geringfügig fester. Etwas mehr hervortreten konnten noch am Bauuntcr- nehmungsmarkt Wayß & Freitag mit plus 2,75 Prozent. Banken uneinheitlich. Reichsbankanteile verloren nach der beträchtlichen Steigerung in den letzten Tagen auf Realisationen 2,5 Prozent. Deutsche Bank minus 1 Prozent, Commerz- und Barmer Bank dagegen etwas fester. Renten still, aber leicht anziehend. 3m Verlaufe blieb die Stimmung freundlich, bei etwas regerem Geschäft ergaben sich vereinzelt weiter kleine Erholungen. Für Montanwerte machte sich auf rheinische Käufe einige Rachfrage geltend. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 8 Prozent weiter gesucht. Am Devisenmarkt war Madrid weiter angeboten und schwächer. Sonst nannte man Mark gegen Dollar 4,1765, gegen Pfund 20,382, London gegen Kabel 4,8790, gegen Paris 123,86, gegen Madrid 35,40, gegen Mailand 93,20, gegen Amster­dam 12,0913.

Berliner Börse.

Berlin, 29. Rov. Richt die kleineren J'nsol- venzmeldungen aus dem Reiche, oder die Ueber- nahme der Ostbank durch die Dresdner Dank lösten vorbörslich eine gewisse Unsicherheit aus, sondern eine vom Berliner Rundfunk falsch inter­pretierte Meldung über große Bankunterschla­gungen bei einer Rebenstelle der Bank von Rorwegen. Es tauchten die üblichen Befürchtun­gen hinsichtlich des Zahltages auf, die aber kaum eine Bestätigung finden dürften. Zur Zurückhaltung trug auch der heutige Reichstag bei, vor dem erstmalig der neue Außenminister Dr. Curtius eine Erklärung der Reichsregie­rung abgeben wird, und in der er um Ableh­nung des Hugenbergschen Freiheitsgesehes er­suchen wird. Günstig kommentiert wurde dagegen eine Rede des Reichswirtschaftsministers Dr. M o l d c n h a u e r, die gestern vor dem Haupt- ausschuh des Deutschen Industrie- und Handels­tages gehalten wurde, und in der der Minister besonders auf die Rotwendigkeit eines allge­meinen Lastenabbaues im Interesse der Gesun­dung der deutschen Wirtschaft hinwies. So er­öffnete die heutige Börse bei kleinen Umsätzen in ruhiger, uneinheitlicher, aber nicht unfreundlicher Haltung. Bei den Danken lagen einige kleine Kaufaufträge aus dem Publikum vor, während sich die Speku­lation etwas zurückhielt. Die Abweichungen gegen gestern gingen nach beiden Seiten nur selten über 2 v. H. hinaus. Berger verloren 2,75 v. H., Ilse Bergbau 2,5 v. H. und Chadeaktien 4,50 Mk. Dagegen Deutsche Erdöl in Erwartung einer einprozentigen Dividendenerhöhung plus 3 v. H., Hoesch plus 4,5 v. Sy, Westeregeln plus 2,75 v. H. und Selten plus 2,13 v. H. Deutsche Anleihen

etwas fester. Ausländer uneinheitlich. Pfand­briefe still. Der Geldmarkt lag wenig verändert. Tagesgeld 7,5 bis 9,5 v. H., Monatsgeld 8,5 bis 10 v. H., Geld über Ultimo 8,5 bis 10,5 v. H., Warenwechsel 7,40 v. H. Die Festigkeit der Montanwerte, die mit den bereits gemeldeten Differenzen im englischen Kohlenbergbau zusam­menhängt und ferner auf rheinische Aufträge zurückgeführt wird, regte auch den Verlauf an. Bei fast allen Märkten sehen sich ein- bis zwei- prozentige Gewinne durch. Das Geschäft blieb aber sehr gering, und man konnte deutlich mer­ken, daß die Spekulation der nun schon drei Tage anhaltenden Aufwärtsbewegung noch nicht das richtige Vertrauen entgegenbringt, und schon kleinste Gewinne sicherstellt.

Schöffengericht Gießen.

Gießen, 27. Rov. Ein junger auswärtiger Mechaniker hat um eines kleinen Vorteils willen eine Eisenbahnfahrkarte gefälscht. Die Fälschung wurde im Zuge von dem Fahr­beamten entdeckt und der Beschuldigte verhaftet. Da es sich um eine öffentliche Urkunde handelt, muhte das Gericht auf mindestens 3 Monate Gefängnis erkennen. Dem Angeklagten wur­den 1 Monat 3 Wochen Untersuchungshaft an­gerechnet: außerdem wurde der Haftbefehl auf­gehoben und ihm anheimgegeben, wegen der Reststrafe ein Gnadengesuch vorzulegen.

Ein Bäcker hat fein Anwesen mit Einrichtung verkauft, dabei aber dem Käufer zwecks Er­zielung eines höheren Kaufpreises falsche An­gaben über den wöchentlichen Umsatz usw. ge­macht. In einem Zivilprozesse ist bereits der Kaufvertrag wegen der falschen Vorspiegelungen durch Urteil für nichtig erklärt worden. Das Gericht fand in dem Verhalten des Angeklagten auch einen Betrug und verurteilte ihn mit Rücksicht auf seine Unbestraftheit zu einer Geld­strafe von 150 Mark eventuell 10 Tagen Gefängnis.

Die folgenden beiden Fälle wurden vor dem Erweiterten Schöffengericht verhan­delt:

Ein umherziehendes, mehrfach wegen Dieb­stahls vorbestraftes jungesBrautpaar" kam auf seiner Reise in ein oberhessisches Dorf bei Gie­ßen. Da beide Teile mittellos waren, faßten sie den Entschluß, zu stehlen. Das Mädchen stieg in ein Bauernhaus durchs Fenster ein, während derBräutigam" auf der Straße Wache stand, und zwar hatte er dabei einen scharf geladenen Revolver im Besitz. Als die Diebin mit einem gestohlenen Portemonnaie wieder aus dem Fen­ster heraussteigen wollte, wurde sie von der Eigentümerin gestellt. Ihr Begleiter zog aber den Revolver und bedrohte letztere. Wegen schweren Diebstahls Einsteigen und Gebrauch von Waffen und Raubs in Sachen des § 252 StGB, wurde der Angeklagte zu 9 Monaten und das geringer belastete Mädchen zu 5 Monaten Gefängnis ver­urteilt. 3 Monate wurden durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erklärt. Das Ur­teil wurde sofort anerkannt.

Eine längere Beweisaufnahme machte eine Ver­handlung gegen zwei vielfach und teilweise mit Zuchthaus vorbestrafte Arbeiter wegen Rau­bes nötig. Sie haben einen anderen, ihnen be­kannten Arbeiter, der am Abend seines Zahl­tages feinen Lohn teilweise tüchtignaßgemacht" hatte und sich in angetrunkenem Zustande be­fand, aus der Wirtschaft begleitet, ihn an einer einsamen Stelle überfallen, den Mund zuge­halten und ihn seiner Barschaft beraubt. Beide Angeklagte leugneten die Tat. Sie wurden aber durch das Zeugnis des Ueberfallenen und eine ganze Reihe von Indizien, darunter auch einen im Gefängnis geschriebenen Kassiber, überführt. Sie wurden unter Ablehnung mildernder Um­stände zu je einem Jahr Zuchthaus ver­urteilt. Beide Verurteilte haben nun nach der Verhandlung ein Geständnis abgelegt und das Urteil anerkannt.

Gießener Jugendgericht.

In der letzten Sitzung des Gießener Jugend- gerechts nehmen als Jugendschöffen teil Werk­meister Heinrich Leh und Buchbindermeister Max Müller, beide von Gießen.

Ein Hausbursche war sowohl des Diebstahls eines Fahrrades, als auch der Sachbeschädigung angcflogt. Ein hiesiger Bäckermeister hatte meh­rere Fahrräder in seiner Waschküche stehen. Der

Angeklagte, der sich bei einem Freunde em Rad leihen wollte, der bei dem Bäcker zur Miete wohnte, bemerkte bei dieser Gelegenheit die Räder und nahm unter dem Widerspruch des Freun­des eines jener fremden Räder an sich, um damit nach auswärts zu fahren. Auf Drängen deS Freundes brachte er nach zwei Tagen das Rad zurück. Das Gericht kam in diesem Falle zu einem Freispruch, weil es den Rachweis nicht für erbracht hielt, daß der Hausbursche, trotz seiner zu mißbilligenden Ingebrauchnahme des frem­den Rades, zu irgendeiner Zeit die Absicht ge­habt habe, sich das Rad für dauernd zuzu­eignen. Es erfolgte deshalb Freisprechung man­gels Beweises. In dem weiteren Falle wurde dem Angeklagten eine Sachbeschä digung zur Last gelegt, begangen dadurch, daß er bei einer mit seiner Familie nicht auf gutem Fuße stehenden früheren Rachbarsfrau an einem Sonn­tagnachmittag zwei Fenster und Fensterrahmen mit blauer Farbe verschmierte. Der Angeklagte leugnete die Tat, wurde jedoch durch die be­eidigte, durchaus glaubhaste Aue sage der Ge­schädigten überführt, die sogar gehört hat, daß der Angeklagte von seiner eigenen Mutter vor seinem Tun gewarnt worden ist. Die Zeugin bekundete weiter, daß sie von einem anderen 5a- milienmitgliebe bereits früher ebenfalls in ordi­närer Weise belästigt worden ist. Der Angeklagte wurde zu einer für ihn empfindlichen Ge l d - st r a f e verurteilt, da Erziehungsmaßregeln in diesem Falle allein nicht ausreichen, die gleich­falls angeordnet werden und über die der Dor­mundschaftsrichter befinden wird.

Büchertisch.

JuliusMeier-Graefe:Dieweiße Straße. Verlag Klinkhardt & Biermann, Leip­zig. Ganzleinen 7,50 Mk. (580) Die Weiße Straße ist das Kriegserlebnis eines geistigen Deutschen, ter von den Russen gefangen, in die Einsamkeit des Ostens verschickt wird und hier fern von der sogenannten Kultur die innere Freiheit findet. Auf diesem Wege zum letzten Ziel durchkreuzt er viele komische und ernste Etappen begegnet den Reflexen des Krieges in mannigfachster Färbung und unter absonderlich­sten Formen, findet Freunde und Feinde bei den Leidensgefährten, mit denen ihn der Zufall zu- sammenführt. Erst als er allein zum Austausch in ein bevorzugtes Lager bei Moskau kommt, überfällt ihn Melancholie, die Suggestion der un­endlichen weißen Landstraße, an der er wohnt. Der Deutsche wird von russischer Psvcho'e ergrif­fen, zweifelt an allem, was ihm bisher teuer war. zersetzt mit krankhaftem Spott seine ganze Vergangenheit, seine frühere Tätigkeit, seine Che. Wider Erwarten zerschlagen sich die Austausch­verhandlungen. Der Abtransvort nach Sibirien gibt ihm seine Kräfte zurück. Die Straße wird immer länger. In einem Gefangenenlager im Zentrum Asiens wird ihm die in seinem früheren Leben immer versagte schöpferische Gemeinsam­keit mit anderen. Alle Bilder kommen gereinigt wieder. Dies ist die Heimat. Rie ist er so glück­lich gewesen. Da kommt der Austausch. Die Ab­berufung trifft ihn wie der härteste Schlag. Die in Sibirien gewonnene Heimat zerrinnt mit der Rückkehr nach Hause. Wieder gähnt die weiße Straße.

Karl Benno von Mechow. Das ländliche Jahr. Roman. Preis geheftet 6.50 Mk. Verlag von Albert Langen in München. (525) Ein ganz schlichter Stofs: wie das Jahr sich rundet in der Arbeit um die Aecker und Wälder einer deutschen Dorfgemeinschaft, und wie ein junges, vornehmes, etwas zaghaftes Mannesherz fest und reif wird in dieser Arbeit. Ein ganz großer Stoff: der demütige Dienst des Menschen an der Erde, der edelste Menschen- dienst, wenn ihn einer mit so reinen Händen tut wie dieser junge Inspektor: kein Held, kein Weiser, aber ein lauterer, ganzer Mensch, Darum scheiden sich auch an ihm die Geister: Kinder und kluge Alte fallen ihm zu, die Selbst­süchtigen mögen ihn nicht leiden. Es geht diesem jungen Mann auch gar nicht sehr gut in diesem Jahr: es ginge ihm b.sser, wenn er schlechter wäre. Aber von fern her lenken ihn gütige, kluge Mutteraugen durch das Gestrüpp der Menschen­niederung. Lebendig gestaltet hat Karl Benno von Mechow alle die Menschen des Gutes und des Dorfes. Die wahre Heldin dieses Buches ist die Heimat, ist Muttw Erde in den Verwand­lungen der Jahreszeiten.

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Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an

Reichsbankdiskont 7 o. $)., Lombardzinsfuß 8 o. H.

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Berlin, 28. Novemb

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Französische Noten . . .

Holländische Roten . . .

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Gchwedische Noten . . .

11,93

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Oberwellen Provinz. Anleihe ml>

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154

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Schweizer Neteu ....

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259

Gcheideanstait....

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Philipp H" -.mann Jemen werk (x-lßerbetg Jemen! iuett unrlitadt

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85

Gvaniiche Noten ...» T'checkwilowakische Noten. Ungarische Noten . . .

Devisenmarkt E

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57,63

12,35

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Jranffur

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S% Franks. H»p.-Vank Oolbpfe. XIII unkündbar bis 1934 .

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28 November

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