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Mittwoch, 28. August 1929

179. Jahrgang

Nr. 201 Erstes Blatt

uns Äivwden geführt hat, man zu einem Er<

Pause in dm RhemlaodvechaudlAiM

1

öglichkeit, womit )es Gleichgewicht

Die letzte Streike der Zeppelm-Keltfahrl

am Diens-

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Das Ergebnis der NachMung

Haag. 23. Aug. (TL, Leber das Srgebais der Derhaadlungen wurde der, deutschen, eng- lischen und französischen Presse folgendes mitge- t In der Zusammenkunft der sechs Mächte haben Dr. Stresemann, Driand und Iaspar einen star- ken Appell an die Konferenz gerichtet noch ein» mal den Versuch zu machen, ob nicht die Forde­rung der englischen Delegation befriedigt werden könnte. Dr. Stresemann hat in einer neuen Rede darauf hingewiesen, daß auf französische Initiative in Genf im vorigen September^ die Einberufung der Sachverständigenkonferenz erfolgt

Neunork, 28. Aug. (WTB.) Das Luftschiffs Graf Zeppelin" überflog auf der letzten Strecke > seines Weltfluges Los AngelesLak ' tag um 2.22 Uhr pazifischer Zeit , und wurde um 4.43 Uhr (13.43 Uhr MEZ.) in

Kein Fortschritt in den politischen Fragen

Boungplan ist gerettet. In derC r c R o u -- velle" heißt es: Wenn ein grundsätzliches Ein­verständnis erzielt worden ist, dann haben wir uns nur darüber zu freuen und uns^dazu zu beglückwünschen, das; die nationalen Interessen einem Ministerpräsidenten anvertraut wurden, der den Mut hatte, gegen jede Hoffnung zu hoffen und in Beharrlichkeit ein Einverständnis zu wollen, trotzdem alles dagegen sprach.

Annahme von Anzeigen für die Tagcsnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Ncichspfennig; für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20u , mehr.

Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tlu)riot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich m Gieren.

Zeppelin" um 19 Uhr MEZ. gesichtet; er flog mit großer Geschwindigkeit in östlicher Richtung. Um 20.23 Uhr MEZ. wurde in der Nähe von Steins Paß die Grenze von Arizona und Neu- Mexiko in einer Höhe von 450 Meter über­flogen.

Am Mittwoch passierte das Luftschiff um 1 Uhr früh MEZ. El Paso mit 85 Kilometer Geschwin­digkeit. Es fuhr langsam über das Geschäftsviertel der Stadt hinweg, wo Tausende von Menschen, die stundenlang gewartet hallen, um das Luftschiff zu sehen, in laute Jubelrufe ausbrachen. Die Kirchen­glocken läuteten, und die Fabriksirenen heulten. Um 17.20 Uhr (1.20 Uhr MEZ. am Mittwoch) wandte sich das Luftschiff nach Süden und überflog den N i o Grande nach Mexiko hinein. Sc hs Heeresflug- zeuge gaben demGraf Zeppelin" das Geleit. Bon El Paso aus benachrichtigte die Schiffsleitung die Armee-Funkstation Fort Bliß, man werde die Route über Fort Worth nach Littke Rock in

gegangen fei.

Snowdens Sieg.

75 Prozent der englischen Fordermrgen durchgedrnttt.

London, 28. Aug. (WTB. Funkfpruch.) Reuter meldet aus dem Hang: Um Mitternacht ist ein grundsätzliches Einvernehmen erreicht wor­den mit dem Vorbehalt, daß Deutsch­land sich einverstanden erklärt. Die deutschen Delegierten werden heute vormittag ihre Entscheidung treffen, doch gilt es als sicher, daß sie günstig ausfallen wird. Es wird angenommen, daß Snowden 75 Prozent seiner Forderungen durchgeseht hat. Als er den Dinnenhof verließ, brachten ihm die brittschen Pressevertreter und andere wegen seines erfolgreichen Kampfes für die britischen Inter­essen eine große Kundgebung dar. Der Staats­sekretär des Aeutzern Henderson erklärte dem Reuter-Vertreter, er betrachte die zwischen den anderen Gläubigermächten und Großbritannien erreichte Regelung als sehr befriedi­gend Driand soll Dr. Stresemann versprochen haben,' daß am 3 0. Juni nächsten Jahres der letzte französische Soldat das Rheinland geräumt haben wird. Ein Ge­rücht, daß Dr. Stresemann während der Sitzung zusammengebrochen und schwer erkrankt sei, hat sich glücklicherweise nicht bestätigt.

Der Eindruck in Paris.

Lob fürBriand.Der Young-Plan gerettet.

Paris, 28. Aug. (WTD. Funkspruch.) Die Nachrichten über den Verlauf der Äachtsitzung der Haager Konferenz sind so spät in Paris ein­getroffen, daß kaum ein Blatt über das erzielte grundsätzliche Einverständnis sich äußern kann. Rur der radikale »Quotidien" nimmt Stel­lung. Er schreibt: Richt nur Frankreich wird I Driand für seine Geduld eine tausendmal ver- I diente Dankbarkeit zollen, auch Deutschland, das die Aufgabe des Boungplanes in eine schrecklich politische Verwirrung gebracht hätte, ja selbst

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Einigung der Gläubiger im Haag.

Eine Nachtsihung der Sechs-Mächte-Konferenz. - Einigung über die englischen Forderungen. - Deutschlands Zustimmung zur Aenderung des tzoung-plans steht noch aus. - Heute wird weiterverhandelt.

Yuma (Arizona) gesichtet, es fuhr mit schätzungs­weise 160 Stundenkilometer Geschwindigkeit. Um 7 Uhr früh Gebirgszeit (15 Uhr MEZ.) überflog derGraf Zeppelin" die 190 Kilometer südwestlich von Phoenix (Arizona) gelegene Stadt Aztec und ist in den letzten Stunden der Bahnstrecke der Southern-Pacific-Bahn gefolgt Um 7.37 Uhr wurde er in Gila Bend gesichtet. Das Luftschiff flog in etwa 500 Meter Höhe mit einer Geschwindigkeit von nicht mehr als 80 Stunden­kilometer. Es hatte bei ttnrem Wetter gegen einen leichten Gegenwind anzukämpfen. Das Luftschiff wich dann über Arizona einem Gewitter- st u r m aus und überflog B e n s o n um 18.27 Uhr MEZ. In Wilcox (Arizona) wurde derGraf

sehr viel größerer Ruhe Zusehen und uns auf ein Provisorium sehr viel eher einlassen. Einstweilen aber ist nichts davon bekannt, daß Herr Briand Räumungstermine genannt hätte, die unse­ren Forderungen entsprechen. Einstweilen ist auch nichts davon bekannt, daß über die Rückkehr der Saar in die deutsche Heimat irgendwelche Abmachungen getroffen wären, die uns zufrieden stellen könnten. Bekannt ist lediglich in seinen Grundzügen, was über die Kontrollkommis­sion verhandelt worden ist, und da möchten wir hoffen, daß, wenn es zur lötzten Anprobe kommt, noch ganz gründliche Aenderungen vorgenommen werden.

Herr Dr. Wirth hat sich gerühmt, daß an seinem Widerstande der ursprüngliche Plan der Juristen gescheitert sei. Er glaubt, den Stein der Weisen in einein neuen Vorschlag entdeckt zu haben, durch Ausgestaltung der Schiedskom­mission in den Locarno-Verträgen. Leider aber ist wohl unbestreitbar, daß diese Vergleichs­kommissionen im Gegensatz zu den Bestimmungen der Locarno-Dertr^e jetzt das Recht haben sollen, sich auch in die militärischen Fragen einzumischen. Es klingt ja sehr hübsch, daß dann wahlweise der Weg möglich Ware, bei größeren Sachen den Völkerbund anzurufen, bei Heineren dagegen diese Kommissionen mobil-- zumachen. Herr Dr. Wirth übersieht nur, daß die Franzosen mit dieser Kommission ganz an­dere Absichten verfolgen, da sie ja gerade

Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags.

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Kleinigkeiten aufbauschen wollen, um sich dauernd in die Verhältnisse am Rhein einmischen zu können: daß also tatsächlich diese Kommission gerade das ist, was Herr Briand anstrebt. Es gehört schon Kurzsichtigkeit dazu, um diese nahe­liegenden Zusammenhänge nicht zu erkennen. Wir geben aber die Hoffnung nicht auf, daß auch der starke Widerstand, der vor allem aus dem Zentrum heraus gegen eine solche Kapitulation vor den französischen Wünschen laut wird, doch noch dazu führen wird, Die letzte Anprobe, wenn es dazu kommt, sehr gründlich vorzunehmen oder sonst lieber die politischen Gewänder überhaupt am Ragel hängen zu lassen. Denn um im Bilde zu bleiben, dazu bedarf es feinster Maßarbeit, nicht aber einer Konfektions­ware, wie sie Herr Driand uns andrehen möchte.

Die Vergleichskommission.

DieGermania" äußert schwere Bedenken gegen den Vorschlag Wirths.

Berlin, 28. Aug. (TU.) Unter Bezugnahme auf die gestern wiedergegebene Meldung der DAZ." über den Kontrollvorschlag, für den fn erster Linie Dr. Wirth die Verantwortung trage, schreibt das Organ des Berliner Zentrums, die Germania": Man mag annehmen, daß diese Ausführungen, die allein Anspruch auf Authenttzität erheben mag; es mag auch sein, daß dieses Er­gebnis schwieriger Verhandlungen nur vor­läufig ist und noch diese oder jene Modifikation erfahren kann. Einige wesentliche Tatsachen, über die hier berichtet wird, scheinen jedoch leider zu­treffend zu sein und das ist im ganzen wohl noch soviel, daß man nur mit großer Sorge und stärkstem Bedenken davon Kenntnis nehmen kann. Es scheint uns, als ob man auf deutscher Seite im Haag den Wert und die Sicher­heit juristischer Formulierungen etwas über­schätze und dabei übersehe, daß es entscheidend mehr darauf ankommt, wie diese Formulierungen ausgelegt und als Instrument gehand­habt werden können. Wir wollen einmal von dem moralischen Anspruch Deutschlands, daß in Verbin­dung mit dem Poungplan eine wirkliche Liquidie­rung des Krieges erfolgt, gar nicht sprechen, einen Anspruch, mit dem irgendein positives Ergebnis des französischen Kontrollbegehrens einfach unver­einbar ist. Wir wollen in diesem Augenblick lie­ber Rechte und Tatsachen stärker betonen. Es ist unmöglich, jenen Teil des Rheinlandes, der seit Jahren frei ist oder in einigen Monaten frei sein muß, mit irgendwelchen Ansprüchen oder Verfahren zu belasten, die bisher nicht bestanden und ebenso ist es unmöglich, zeit­lich die Grenze des Jahres 1935 zu Überschreiten, in denen das gesamte deutsche Gebiet geräumt sein muß und durch keine weiteren Bin­dungen beengt fein darf, als sie in den bis­herigen Verträgen vorgesehen find. Was diesen letz­ten Punkt betrifft, so gibt er überdies die Auffas­sung wieder, die bisher vom Reichstag und der Reichsregierung oertreten wurde. Die hier erörterte Lösung geht also sowohl in territorialer als auch in zeitlicher Beziehung einen Weg, der außer- ordentlich starke Bedenken auslösen muß. Sie kann deshalb nicht gut das letzte Wort der deutschen Delegation fein.

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Drift! iinö Derlog: vrühl'sche Universitäts-Such- und Zleindruckerei H. Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulffratze 1.

geschütztem Teil, d. h. Erhöhung desun- worden.

rt*ü&ncilc* bcr beut,^n Letzte Anprobe?

2. L »» ^^°b°-,chun-s »an seinem

300 Millionen aus dem Liebergang des Da tenn3eid)ncn wollen, indem erjagte, die zur letzten wes-sumTounoplcrnmitDerüclsichtigung der Anprobe fertigen politischen Gewänder seien an Desatzungskosten. den Nagel gehängt bis zur Entscheidung

1 über die finanzielle Frage. Wir möchten annehmen, daß in dieser Kennzeichnung ein aut Stück Galgen­humor enthalten ist, die einzige Möglichkeit, womit die deutschen Delegierten ihr seelisches Gleichgewicht aufrecht erhalten können. Aber trotzdem will es uns scheinen, daß Dr. Wirth sich damit im Ausdruck ver­griffen hätte. Letzte Anprobe, das würde doch hei­ßen, daß eigentlich alles in schöner Ordnung ist und daß nur noch eine ordnende Hand fehlt, um Klei­nigkeiten zu verbessern. Zu schön, wenn das richtig wäre. Zu schön, wenn wirklich das politische Min­destprogramm Deutschlands sich durchgesetzt hätte, dann können wir dem Streit der Gegenseite mit

fiaaq 28.Aug. (WB.) Der französische Hlini- i sei, weil die Zahlungen des Dawesplanes auf I England, das in letzter Minute der Mißbilligung fferorätibent Briand hat Dienstag vormittag die Lauer nicht mehr als durchführbar angesehen der gesamten Welt entging. Demuhen wir unS, JS?Santen^onktenworüSn Iaspar wurden. Deutschland stehe ein Recht zu, auf die | zu vergessen, auf welch dornenvollem Wege, frm einen Brie» an den ^etenjooniBenoen j a p>a f.$ Quß Genfer Entschließung vom 16. Sep- uns Snowden geführt hat man zu einem Er- gerichlet. dem sich nach telephonischer Berstandi- ^ember 1928 ergebenden Folgen hinzuweisen. ! gebnis gelangt ist, über dessen Preis wir nicht gung auch die italienische Delegation angeschlofsen Deutschland habe ferner einen Anspruch diskutieren wollen. Don nun ab haben die guten hat. 3n diesem sehr kurzen Schreiben wird dar- auf die Anerkennung, daß die bis- Anhänger des Friedens den Weg frei, um die gelegt daß die sofortige Einberufung hörigen Zahlungen nach dem Dawes- großen Pläne durchzusühren, für die der Voung- , » einer Sitzung der sechs einladen- plan nicht weiter durchführbar seien, plan nur erst ein Beginn ist. Der »Avenir den Mächte erforderlich erscheine, um einen Zu- Stresemann hat sodann mit großem Rachdruck auf | erklärt kurz: Das Kompromiß ist gefunden, der stand zu beenden, der nunmehr keinen Aus- die moralischen Verpflich tun gen der «. »t, mit Spm phmifn wie I übrigen Machte hingewiesen, die sich bei

weg biete. Snowden ebenso cincr Äicht-Inkrastsehung des Boungplanes und

mit den anderen Delegierten telephonisch jutjlung &em (Nichteintreten der hiermit verbundenen Fol- genommen wurde, hat seinerseits dieser Emberu- I ergeben würden.

fung ; ugestimmt und dabei für den Fall I a s p a r hat hierauf an die Mächte die Frage eines Abbruches der Verhandlungen die Ab- gestellt, ob sie tatsächlich in den finanziellen Haltung einer Plenarsitzung am Mittwoch Fragen ihr letztes Wort gesprochen hätten, gewünscht. Die Sitzung der sechs einladenden Von englischer Seite wurde hierauf eine Mächte begann um 17 Uhr unb dauerte bis 19,45 tSl I H a a g , 27. Aug. (WB.) Die Sitzung der vier

Ahr ununterbrochen an. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Sechs-Machkro^^^z ^nt &gen an der Rheinlandfrage interessierten Machte

eine Pause von etwa zehn Minuten eingelegt, um Aschen den G l ä u b i g e r m 5 ch t e n ^und dauerte fast eineuchalb Stunden Aus kurzen Er­den Delegierten Gelegenheit zu geben, eine Er- England eintrat. In diesen Besprechungen ^^en oer Bst^ligten ist S" entnehiE daß srischung zu sich zu nehmen. Inzwischen herrscht ist nun ein grundsätzliches Einvernehmen 'n den politischen ö^en m i t R u sicht f in dem Binnenhof des altertümlichen Gebäude- zustande gekommen Offen sind lediglich^noch die- ^e u^geklar L^g

komplexes, in dem das Konferenzgebäude sich be- len^n Punkte geblieben bie ^ne deutsch to,I(ße greifbaren Fortschritte nicht findet, ein eigentümliches Leben und Treiben. 3 u t*,n ttAie c r ic 11 teerten konnten. Jedenfalls ist mit Rück-

Autos mit Eßkörben für die Del eg a- übtSn MAten bS 3uitimmung fW auf die heutige Rachmittagssitzung der sechs

Honen kommen an. Die Journalisten stehen 9 einladenden Mächte, die vornKmlich der Eror-

in Gruppen umher, teils in lebhafter Unterhaltung, ' ' 5 ' terung der finanzpolitischen Lage dienen «oll

teils auf verschiedenste Weise bemüht, sich die auf- 1- das Verhältnis zwischen ungeschütztem und | die Behandlung dieser Probleme ausgesetzt

kommende Müdigkeit zu vertreiben. Zwischen dem Hotel der denffchen Delegation in Scheveningen und dem Binnenhof im Haag verkehren Kraftwa­gen mit presfeangehörigen, die vergeblich bemüht sind, Einzelheiten über den Gang der Berhand- lungen zu erfahren. Bis etwa 20.15 Uhr waren bie deutschen Delegierten an den Der- hanblungen beteiligt; sie haben dann in einem der

Bonimtner das Ergebnis der Besprechungen zu- Dsese beiden Punkte werden jetzt den Gegen- näckst abgekartet um sich schließlich kur; vor 22 stand der Sechs-Mächte-Konferenz am Mittwoch

den übrigen Teilnehmern der Konferenz nach ^^ehende Vollsitzung der Konferenz ihrem holet zu begeben, um dort die weitere stattfinden. Ferner ist eine Tlebereinstimmung Entwicklung der Dinge abzuwarten. dahin erzielt worden, daß im Falle einer Eini-

Zwischen 23 und 24 Uhr schieden auch die gung der Voungplan als voll in Kraft übrigen Mitglieder zeitweilig aus, unb ber Bor- getreten, erklärt werden wird, unb daß fihpnbe Iasvar hatte allein eine längere' Be- sodann sämtliche Organisationsausschüsse des mit h p n enalischen Delegier- Boungplanes, auch der Ausschuß ,ur die in- i = " trafen Mc d-r anderen

Gläubigermacyle wieder hinzu. Um 1 utjr siuy a; September beginnt. Das

trafen auch die deutschen Delegierten Dr. Eur- Arbeitsprogramm der Konferenz, sowie

tius, Dr. hilserding und Dr. Wirth wiederum im gesamte Einigung zwischen den fünf Mächten konserenzgebäude auf dem Binnenhof ein. Bor un^ Hamit das Schicksal der Konferenz hängt ihrem Eintreffen wurde bekannt, daß die L i n i - jetzt von der deutschen Zustimmung zu diesen bev auna Zwischen den G l ä u b i g e r m ä ch 1 e n den Punkten ab.

« ö u"ru^roÄf u,nu £2 2-L7 ÄÄÄ mMX d'e Zuziehung ber deutschen Minister 3 Delegation hierin völlig freie Hand habe Zwecke erfolgt, um die deutsche Zustimmung zu nt>keinerlei Bindungen em« denjenigen Punkten der erzielten Einigung zu er­halten, für die eine solche erforderlich ist. Gegen 2 Uhr früh wurde bie Sitzung auf 11 Uhr vor­mittags vertagt. In biefer neuen Sitzung ber sechs cinlabenben Mächte werden die Punkte zur Be­ratung stehen, in denen die Einigung zwischen den Gläubigermächten eine Mitwirkung Deutschlands notwendig machen wird. Die beiden wichtigsten Punkte hierbei sind die Frage des Berhalt- nisses des geschützten zu dem unge- schützten Teil der Annuitäten und die Frage des Ueberschusses aus den letzten fünf Monaten des Dawesplanes in -Verbindung mit der Frage der Besahungs- k ost en. Die deutsche Delegation ist in dieser Frage in keiner Weise f e ft g e I e g t und hat freie Hand für ihre Entschließungen. Line Behand­lung dieser Frage noch in der heutigen Rächt wurde von den deutschen Delegierten abgelebt, weil Dr. Stresemann, der sich wegen Uebermübung burch bie anftrengenben Ber- handtungen zurückgezogen hatte, bar an nicht hatte teilnehmen können. Gelangen biefe Berhanblungen zu einem (Ergebnis, so ist für Donnerstag eine Bollsihung vorge­sehen, ber am heutigen Nachmittag um 4 Uhr eine zihung ber vier Rheinlanbmächte und um 5 Uhr eine politische Konferenz vorangehen sollen.