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mögen der offenen han< n Münchow'fche Union- Io Kindl in Gießen wirb li 1929, nachmittags 4.30 -„erfahren eröffnet, da sii Fähigkeit und ihre Zah- dargetan bat.
i Louir Allhoss sen. io m Konkursverwalter er- 5573D ingen sind bis zum dem (Beruht anzmelden. Befchlußfasfung über du es ernannten oder du ren Berwalters sowie über ints Wubigerausschusse- falls über bie im § 132 ina bezeichneten (Segen- t der a^tmel- ,en auf
n den 25.3uli 1929 ültogr 8K Uhr -ichneten (Berichte, i anberaumt.
en welche eine zur K^ .j e Sache in Besitz M Masse etwas schuldig finb,
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Zreitag, 28. Juni 1929
1Z9. Jahrgang
Nr. M Erstes Blatt
Annahme von Anzeigen für die Tagesnummcr bis zum Nachmittag vorher
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Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in Bietzen.
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Die Illustrierte Yietzener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle.
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GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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und kann,
für sie eine Ausnahme zuzulassen, muhten daher diesem höheren staalspolitifchen Gesichtspunkt untergeordnet werden."
Ber lin, 28. Juni. (WTB.) Der Herr Reichspräsident und die Reichsregierung ver- öffentlichen folgende Kundgebung:
An das deutsche Volk!
Der heutige Tag ist ein Tag der Trauer. Zehn Jahre sind verflossen, seit in Versailles deutsche Friedensunterhändler gezwungen waren, ihre Unterschrift unter eine Urkunde zu sehen, die für alle Freunde des Rechts und eines wahren Friedens eine bittere Enttäuschung bedeutete. Zehn Jahre lastet der Vertrag auf allen Schichten de^ deutschen Volkes, auf Geistesleben und Wirtschaft, auf dem Werk des Arbeiters und des Bauers. Ls hat zäher und angestrengter Arbeit und einmütigen Zusammenstehens oller Teile des deutschen Volkes bedurft, um wenigsten» die schwersten Auswirkungen des Versailler Vertrages abzuwenden, die unser Vaterland in feinem Dasein bedrohten und das wirtschaftliche Gedeihen ganz Europas in Frage stellten.
Deutschland hat den Vertrag unterzeichnet, ohne damit anzuerkennen, dah das deutsche Volk der Urheber des Krieges sei. Dieser Vorwurf lähl unser Volk nicht zur Ruhe kommen und stört das vertrauen unter den Rationen. wir misten uns eins mit allen Deutschen in der Zurückweisung der Behauptung der alleinigen Schuld Deutschlands am Kriege und in der festen Zuversicht, dah dem Gedanken eines wahren Friedens, der nicht auf Diktaten, sondern nur auf der übereinstimmen
den und ehrlichen Ueberzeugung freier gleichberechtigter Völker beruhen die Zukunft gehört.
Berlin, den 28. Juni 1929.
Der Reichspräsident.
(gez.) von Hindenburg.
Die Reichsregierung.
des Deutschen R e i ch s k r i e g e r -
Zehn Jahre Versailles.
Von Dr. Johannes Becker, ehem. Reichs- und Staatsminister, M. d. X
Ein Jahrzehnt ist in diesen Tagen verflossen, seitdem die Nationalversammlung zu Weimar das
(gez.) Müller, (gez.) Stresemann. (gez.) Groener. (gez.) Lurtius. (gez.) Dr. Wirth, (gez.) Dr. Schätzet, (gez.) Dr. hilferding. (gez.) Severing. (gez.) Dietrich, (gez.) o. Gu6rard. (gez.) Dr. b. c. Stegerwald.
Der Kyffhäuferbund an die Reichsregierung. Aufruf zum Kampf gegen die Kricgs- fchuldlüge.
Berlin, 27. Juni. (Privatmeldung.) Der 23 o r»
Reichspräsident und Reichsregierung am zehnten Jahrestag von Versailles.
Eine amtliche Kundgebung gegen die Kriegsschuldlüge am Tage der Trauer.
Friedensdiktat von Versailles zu genehmigen be* schloh. Wer an jenen denkwürdigen Verhandlungen wie der Verfasser teilgenommen hat, der wird die Kämpfe, die unter den Parteien und innerhalb einzelner von ihnen um diesen Entschluß geführt wurden, nie vergessen. Ein dramatisches Schauspiel war es, zu beobachten, wie man sich von dem einmütigen Wider st and, der sich in jener denkwürdigen Sitzung im Festsaal der Bibliothek zu Berlin unter Führung der (Regierung so einhellig in Empörung und Ent-.
Stadt Danzig gegen ihren ausgesprochenen Willen vom Deutschen Reiche. Schwere seelische und wirtschaftliche Belastungen sind für unser Land eingetreten. Aber die Freie Stadt Danzig hat in den vergangenen zehn Jahren die ihr durch den Vertrag auferlegten Pflichten loyal erfüllt. Arn heutigen Gedenktage senden wir dem deutschen Volke unsere brüderlichen Grütze, wobei wir fest stellen, datz die nunmehr zehnjährige Trennung die innere und kulturelle Verbundenheit der Danziger Bevölkerung mit dem deutschen Volke in keiner Weise hat beeinträchtigen können. — Das Haus nahm diese Erklärung stehend entgegen und vertagte sich sodann zum Zeichen seines Gedenkens um eine Viertelstunde.
Der Protest des Rheinlands.
Eine machtvolle Kundgebung auf dem Kölner Domplatz.
Köln, 27. Juni. (WTD.) Anläßlich des 10. Jahrestages von Versailles hatten die Zentrumspartei, die Deutsche Volkspartei, die Deutschnationale Volkspartei, die Deutsche Demokratische Par- tei und die Wirtschaftspartei heute zu einer Kundgebung vor dem Dom aufgerufen, die einen sehr eindrucksvollen Verlauf nahm. Bereits lange vor der angesehten Zeit hatte sich auf dem Platz und in den angrenzenden Straßen eine ungeheure Menschenmenge eingefunden. Die Kundgebung wurde mit den wuchtigen Klängen der Domglocken eingeleitet. Sodann sang der Kölner Männergesangverein den Chor „Flamme emporI" In seiner Ansprache betonte alsdann der Parteisekretär des Zentrums, Stadtverordneter Schueven.u a.:
In dieser historischen Stunde und an dieser denkwürdigen Stätte hat sich heute Kölns Bürgerschaft versammelt, um inmitten des brandenden Verkehrs einer modernen Großstadt eine Feierstunde zu begehen ernsten Gedenkens, lauten Protestes und festen Glaubens an die deutsche Zukunft. Wir fordern für unsere Brüder in den abgetretenen Gebieten das Selbstbestimmungsrecht. Indem wir aufrichtig, laut und feierlich das Bekenntnis zum ehrlichen Frieden ablegen, verlangen wir auch die Abrüstung der anderen. Große Teile des Rheinlandes leiden heute noch unter der fremden Besatzung: Macht die Bahn frei zu wirtschaaftlicher Verständigung! Räumt endlich deutschen Boden! Protest ist der Zweck unserer Kundgebung; Protest und immer wieder Protest gegen die im Friedensvertrag einseitig sest- gelegte Schuld Deutschlands; ein flammender Einspruch des ganzen Volkes und die Forderung nach Revision dieses Vertrages, der mit dieser Bestimmung steht und fällt. In Freiheit und Gerechtigkeit wollen wir unser Reich bauen, bereit zum friedlichen Wettkampf mit den Völkern der Erde. Herr, mach uns frei!
Mit dem vom Kölner Männergesangverein vorgetragenen Riederländischen Dankgebet, dessen letzte Strophe von der vieltausendköpfigen Menge mitgesungenen wurde, und mit dem Deutschlandlied fand die erhebende Feier ihren Abschluß.
Ein unverständliches Verbot.
KeincBersailles-Kundgebungen in Preußen
Berlin, 27. Juni. (Telun.) Das preußische Kultusministerium hat an das preußische Staatsministerium die Anfrage gerichtet, ob unter das vom preußischen Staatsministerium vor einigen Tagen erlassene Verbotvonbehördlichen Sonderkundgebungen am 28. Juni für die preußischen Staatsbeamten auch die Universitäten fielen. Diese Anfrage ist vom preußischen Staatsministerium bejahend beantwortet worden, so daß am 28. Juni in Preußen Kundgebungen der Universitäten nicht statt- finden. Die Frage, ob auch die Schulbehörden unter dieses Verbot fallen, war bereits vorher eindeutig im bejahenden Sinne entschieden. Das preußische Kultusministerium hatte auf diese Entscheidung insofern keinerlei Einfluß, als es sich um einen Erlaß des preußischen Staatsministeriums handelt, der ohne eine Kabinettssihunz erfolgt ist. Das preußische Staatsministerium sucht seine eigenartige Haltung mit folgender Mitteilung an die Presse zu begründen:
„Das preußische Slaatsminiskerium Hal im Anschluß an das Vorgehen der Reichsreglerung Sonderoeranstallungen jeder Art für unzweckmäßig erachtet, um die Geschlossen- heil der Kundgebung des Herrn Reichspräsidenten und der Reichsregierung in keiner Weife zu beeinträchtigen. Die preußische Slaatsregierung ging dabei von der Auffassung aus, daß die Gefühle der ganzen Ration am würdigsten und aulorila- ‘ Hoffen durch den gewählten Repräsentanten des I Volkes, den Reichspräsidenten, zum Ausdruck gebracht werden. Begreifliche Wünsche einzelner Stellen, z. B. von Schulen und Hochschulen,
gibt, an die Reichsregierung ein Schreiben gerichtet, in dem er mitteilt, daß der Reichskriegerbund Kyff- häuser es sich zur Aufgabe gemacht habe, im Jahre 1929, das den zehnjährigen Jahrestag der erzwungenen Unterschrift Unter das Diktat von 23erfailles bringe, das deutsche Volk zu einem planrnä - feigen und kraftvollen Kampf gegen die Kriegsschuldlüge aufzurufen. Der Bund fühle sich dazu berufen, weil er sich frei fühle von allen parteipolitischen Absichten und weil seine Mitglieder sich ganz besonders in ihrer Soldateneyre verletzt fühlten .durch die Mantelnote, die ihnen verbrecherische Kriegsführung oorroirft. Es sei zu hoffen, daß die von dem Bund seit längerer Zeit eingeleitete Bewegung gegen die Kriegsschuldlüge durch die Kundgebungen am 28. Juni d. I. neue Stoßkraft gewinnen und über alle Parteiunterschiede hinweg jeneEinig - feit erjroinaen werde, die allein die 'Möglichkeit zu der Geschlossenheit des handelns nach außen gibt. Einigkeit im Wollen sei vorhanden, nur der Weg sei umstritten. Schon jetzt sei der Beweis erbracht, daß jeder erfolgversprechende Schritt der Regierung zur Beseitigung der Lüge den größten und freudigsten Widerhall in allen Kreisen der Be- völkeruna finden würde und daß es an der Zeit sei, in großzügiger Weise die Zweifel der Welt zu zerstreuen. Im Namen seiner drei Millionen Mitglieder bitte der Kyffhäuscr-Bund die Reichsregierung dringend, jedes mögliche Mittel anzuwenden, um als notwendige Vorbedingung jeder Völkerversöhnung die Versailler Kriegsschuldthese zu Fall zu bringen.
Danzig und Versailles.
Eine Kundgebung der Freien Stadt.
Danzig, 27. Juni. (WB.) Im Volkstag wurde zu Beginn der heutigen Sitzung anläßlich der zehnten Wiederkehr des Tages der Unterzeichnung des Versailler Friedensvertrages eine von sämtlichen deutschen Parteien mit Ausnahme der Kommunisten unterzeichnete Erklärung abgegeben, in der es u. a. heißt: Der Friedensvertrag löste die fast rein deutsche Bevölkerung dep Freien
heute als ein Symptom der Revolte gegen den diejenigen, die offenen Landesverrat an ihrem europäischen Statusquo oder als das Vorspiel deutschen Vaterlande verübten, des Schuhes der zu einer Renaissance des deutschen Jmperialis- Defahungsbehörde auch vor deutscher gerichtlicher mus zu bezeichnen. Es handelt sich einfach um Verfolgung erfreuen. Dazu kam ein ungeheu« eine Aeußerung zu den Akten, deren rer wirtschaftlicher Druck, der das be- fentimentalen Ursprung wir verstehen setzte Gebiet blutleer machte, feine Beziehungen müssen, und nicht um einen politischen zum unbesetzten Deutschland durch Schaffung einer Akt, der greifbare Folgen nach sich I Zollgrenze abschnitt, dem Eingang auslän-. ziehen soll. I bischer Waren durch das berühmte Loch int
1 ■ I Westen Tür und Tor öffnete und durch aus-«
Diese Erklärung scheint jedoch nicht geeignet gewesen zu sein, die Krittk zu entkräften. Dieses um so weniger, als dem Verbot auch die Rede des berühmten Historikers
I rüftung gegen das Diktat unserer -Feinde am RnH?Ä,sBe^line Sa " 12- Mai 1919 gezeigt hatte, in einzelnen Parteien Ellern Das „B er11 nc t£ a ge I Beßlich in öer Mehrheit der Rational-
in^der" Bebänd- st a n d aus dem Volk heraus zu hoffen, wie er runl Anael^7nb!it e i N e b ö ch st u n. notwendig geworden toäre, wenn man das Diktat glL-Il ch- S-LdÄi°enhättet? S?lbst»°r. unl-r-r F-md- -rb gc l-h n. hätte. Leicht ist da. g* hi» mnfinohonhorr nmt- mals niemandem das Ja geworden, und auch die lich-n Derttetel d-z'Zeich^ nicht ^ar.eicn unb bie M^rdn-.-n die sich za-inen,
an Racheschwüren beteiligen. Die Republik habe ° e ^€rrJ^>ä>er^
aber mit ihrem Ausweichen vor dem Tage Scheidung.und ihrer ettoaigen folgen &etoufet bDn Versailles eine arofee Gelegenheit Wir waren ja wehr- und waffenlos. Der Femd “ r) SÄ un» Ö an Surüd- ™ =anbe “"m 5b‘a
Haltung widerspreche, Gott sei Dank, dem Reiches schon beseht das ganze übrige Reichs-. Empfinden des Volles und dem der akademischen gebiet stand ihm
Juaend — Der Lokalanzeiger" nennt das fwnsmaßnahmen wehrlos offen. Die berühmte Verbot ein® ä ft b e t Tntm ü n M gu n” W-ltmainung und das berüchtigte W-ltgewiffen. Allenfalls würdig eines Kaffernvolkes, das es das man in den vorhergegangenen Monaten nicht anders verstehe, als daß der älnsegen immer mehrmals angerufen ha e, unferer Gntr^ von oben komme. Riederschmetternder könne auch tung im besten Falle teilnahmslos, vielfach ober die innere Verlogenheit der Derfassungsfeier nicht aktiv sich beteiligend oder doch mindestens schaden- gekennzeichnet werden, zu deren Lob und Preis ir°y 3U- am 11. August alle staatlichen Dienststellen schon Seit jenen Tagen ist der von allen so sehr er- seit Monaten Himmel und Hölle in Bewegung sehnte Frieden bei uns in Deutschland leide« setzten. — Ungeteilte Zustimmung findet der Re- nicht eingekehrt. Auch heute, zehn Jahre nach
gierungsstandpunkt in der „Vosfischen 3ei- Friedensschluß, ist ein großer Teil deutschen
t u n g , die erklärt, es hätte der Regierung nicht Landes von fremden Mächten besetzt, leidet die
zugemutet werden können, die Verantwortung deutsche Wirtschaft in stärkstem Maße unter den
für Tendenz und Verlauf von Kundgebungen zu Auswirkungen jenes berüchtigten Vertrages. Die
tragen, die von den rechtsstehenden Parteien I französische Politik, der es nicht gelang, das
und Verbänden zu innerpolittschen Agitattonen linke Rheinufer dem französischen Staatsgebiet
hätten ausgenuht werden sollen. Rach der „Voss, territorial einzuverleiben, hat dieses, sein Jahr*
Ztg." ist aber der Senat der üniberfität Berlin Hunderte altes Ziel nicht aufgegeben, sondern
für Freitag zusammenberufen, um zu der Frage es in diesen zehn Jahren konsequent mit allen,
Stellung zu nehmen, ob es nicht richtiger ge- freilich erfreulicherweise vielfach ungeeigneten
wesen toäre, für die Veranstaltung in der ilni- Mitteln stets verfolgt. Die Besatzung der drei
versität eine besondere Anweisung zu treffen. Zonen am Rhein verfolgte ja nicht, wie man uns
K ’ff z heute glauben machen wollte und will, den Zweck,
JvOrifCr (i vöO* FrankreichsGrenzen vor einem Einfall zu schützen.
, Dies Ziel war mit der Entwaffnung und Cnt-
Französische Blatter zur Kundgebung nannung Deutschlands auf der einen Seite und
der Reichsreglerung. der Aufrüstung vor allem Frankreichs auf der
Paris, 28. 3uni. <V>TV. FuEpruch., Sie °"d°r-n Seite in »allein Stange erreicht Ser Kundaobuna der Reichsreaierunq französischen Politck wahres Ziel blieb vielmehr, anläfjlid) der zehnjährigen Wiederkehr des durch das BUt^l der fctjung
Jahrestages der Unterzeichnung des Vertrages p o l 11 i s ch e n E i n f l u h im R he i nlan d e von Versailles wird nur von einigen Blättern und darüber hinaus zu gewinnen, die Bevolke-, besprochen. Das „Echo de Paris" schreibt: »unb naefe reif 8u
Riemals hat Deutschland mit solcher Kühnheit ^fischen Plane,, und dazu die Besatzung zerllich die Revision der Bestimmungen von Der- und räumlich möglichst lange auszudehnen. Was sailles gefordert. Das ist die erste Auswirkung Sur^Erreichung dieses Zieles in den letzten zchn des Amstandes, daß in England die Regie- fahren: alles versucht wurde haben wir im b« rung an die Männer der sozialistischen letzten Gebiet am eigenen Leibe an Hab und Gut Internationale übergegangen ist, auf dem und an unserer Seele schaudernd erfahren müssen. Gebiete der internationalen Politik. - Der „P e ° Das übrige Deutschland bat ja nur von der Ferne tit Parisien" erklärt: In diesem Augenblick, Gelegenheit gehabt die Rot tm Westen zu beob-
wo man zur allgemeinen Liquidation des Krieges achten. Vergessen sollte man aber auch dort nie,
schreitet, werden derartige Kundgebungen noch tote fferaöe oer W e st en dabei für gan- ungezügelter erscheinen; ohne für Deutschland Deutschland gestritten und gelitten hat
von irgendwelchem praktischen Ruhen zu sein, , Zunächst brachte die Besatzung nach den Be-,
können sienurdieruhigere Atmosphäre ftunmungen des Friedensvertrages nach der Art, st ö r e n, die zu schaffen den Staatsmännern nach wie man sie auslegte, im besetzten Gebiet eine jahrelangen Anstrengungen gelungen ist. — „Fi- starke Einschränkung, um nicht zu sagen eine volle garo“ schreibt: Diese der systematischen Ver- Aufhebung der deutschen Souve- hetzung dienenden Manöver sind bedauerlich, tarntet. Kein deutsches Gesetz durfte ohne die Wenn Deutschland schweigend über seine Genehmigung der Desrihungsbehorden veröffent^ Riederlage trauern würde, hätte niemand licht oder gar angewendet werden. Kein deutscher etwas dagegen einzuwenden, aber diese Em- Beamter konnte fein Amt im besetzten Gebiets pörung, dieser Haß, dieser Wunsch, den Rache- antreten oder ausüben, ohne daß dem die gleichen durst zu entfachen, diese Art und Weise, das Behörden vorher zugestimmt hätten. Die R h e i n- befiegte Deutschland hinzustellen, als sei es einer l a n d k om m i s s i o n in Koblenz übte durch Bande von Würgern ausgeliefert, sind schwer- ihre berüchtigten Ordonnanzen ein beson- wiegende Anzeichen, die eine Mentalität verraten, deres Gesetzgebungsrecht aus, und die Kriegs- die sich nicht ändert. — Das „Oeuvre" schreibt: gericht e der Besatzung sorgten dafür, der Be- Das kaiserliche Deutschland und nicht das deutsche völlerung recht eindringlich zu zeigen, wie sie
Volk trägt die schwere Verantwortung für die im „Friedenszustand" lebten, und dazu kam ein
Politik, die zum Kriege führte. Trägt es sie ganz? starker politischer Druck. Meinungs- und
Wer würde das zu behaupten wagen. Die Ge- Versammlungsfreiheit war stark beschichte wird sich vielleicht später klar darüber schränkt. Die Dresse stand unter so starker Zenaussprechen. Heute muh man jedenfalls verhüten, für, daß ihr oft sogar einfache Meldungen bean-.
daß diese deutsche Kampagne gegen die Derant- standet wurden, die sie aus französischen Zeitunwortung am Kriege nicht dem sehr realen gen übernahm. Die Ourete sorgte dafür, daß sich
Zweck der Durchlöcherung des Der- niemand mehr vor politischer Denunzia-
trages von Dersailles dient, der törich- Hon sich erfühlen konnte. Ausweisungen tertoeife auf der These von der Schuld Deutsch- politisch oder sonst Derdächtiger waren an der
lands aufgebaut ist. — Die „Volonte" schreibt: Tagesordnung. Vor Vertreibung von Haus und
Es wäre ein Mißgriff, die deutsche Geste von Hof war niemand sicher. Tlmgekehrt konnten sich


