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den gesteigerten Krastwagenverkchr in mcmgel- haften Zustand gekommen war, neu gewalzr wer­den. Gleichzeitig hat man, um der großen Staubentwicklung zu steuern, die Straße geteert.

Kreis Büdingen.

* Nidda, 27. Mai. 2lm Sonntagmorgen fiel das zwei Jahre alte Kind des hiesigen Schuldieners Karl Walther vom Schulsteg in die Nidda. Das Kind wäre sicher er­trunken, wenn nicht der gerade vorbeikommende 24 Jahre alte Arbeiter Werner von hier, der schwimmen kann, an der tiefen Stelle i n s Wasser gesprungen wäre und das Kleine herausgeholt hätte. Kurz nach Ankunft in feinem Hause erlitt der 34 Jahre alte Schmied Heinrich Franz in Kohden, der am Sams- tag bei der großen Hitze im Luppschen Steinbruch in Ober-Widdersheim am Schmie- d e f c u c r beschäftigt gewesen war, einen Schlaganfall und liegt nun schon zwei Tage bewußtlos. Ob ein Hihschlag oder ein Gehirnschlog eingetreten ist, konnte noch nicht festgestellt werden. Franz ist verheiratet und Da- ter zweier kleiner Kinder.

Starkenburg-

WSN. Groß-Gerau, 27. Mai. Aus zahl­reichen Spargelanbaugebieten wird dos Auftreten des gefürchteten Spargelkäfers berichtet. Don den Behörden wurde beschleunigt die Bekämpfung aufgenommen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

WSN. Wetzlar, 27. Mai. Am Samstag wurde, wie berichtet, ein kleines Mädchen von einem Derkehrsomnibus überfah­ren und zwei weitere Personen dadurch schwer verletzt, daß sie in eine große Schaufensterscheibe hineingedrückt wurden. Das Kind ist am Sams­tagabend im Krankenhaus geworben. Es hatte mehrere Rippenbrüche, Zerreißung von Milz und Leber und andere schwere Derletzungen erlitten. Den Fahrer des Omnibusses trifft nach allen Zeugenaussagen keine Schuld, da das Kind direkt in den Wagen hineingelaufen ist.

- - Hörnsheim, 27. Mai. Unter zahlreicher Beteiligung hiesiger und auswärtiger Gemein- schastskreise sand am gestrigen Sonntag das Jahresfest der hiesigen Evangelischen Gemeinschaft statt. Als Festredner waren erschienen Prediger Meng (Grotzen-Linden), Prediger W a ch o w i h (Dellnhausen) und Br. Reh (Leihgestern), die in tiefgründiger Weise zu ihren aufmerksamen Zuhörern über verschie­dene Dibelstellen sprachen. Das Schlußgebet sprach Prediger Wachowih (Bellnhausen). Verschönt wurde die Deranstaltung durch Gesangsvorträge des hiesigen Gemischten Chores, auch hatte sich der hiesige Posaunenchor unter Leitung des Diri­genten Friedrich Kahl durch Begleitung der gemeinsamen Lieder in den Dienst der guten Sache gestellt.

Schweres Motorradunglück bei Bad Homburg.

Ein Toter, ein Schwerverletzter.

WSN. Bad Homburg, 27. Mai. In der scharfen, aber gut crusgebauten Kurve der Saal­burgchaussee, nahe der Karlsbrücke, deren Eigen­art von vielen Kraftfahrern nicht erkannt wurde und bereits häufig zu schweren .Unfällen führte, ereignete sich gestern abend zwischen 11 und 12 Uhr ein schwerer Motorradunfall. Der Motorfahrer Kraul aus Offenbach kam mit seinem Bruder als Sozius die Saalburg­chaussee abwärts und überholte in rasen­dem Tempo einen Kraftwagen. In der Kurve geriet er mit seiner Maschine Wahlschein, lich insSchwimmen", raste gegen einen Daum und erlitt eine Zerreißung einer Schläfenschlagader. An den Folgen dieser Derlehung starb er bald daraus. Sein Bruder wurde weit ins Feld geschleudert und erlitt schwere Der le Hungen, an denen er im Homburger Krankenhaus darniederliegt.

Bootsunglück auf der Fulda.

WSN. Kassel, 27. Mai. Ein schweres Dootsunglück ereignete sich Samstag unter­halb der Fuldabrücke vor dem Dootshaus eines Rudervereins. Ein mit zwei Personen besetztes Paddelboot versuchte zwischen einem Motorboot und einem Rennboot hindurchzukommen. Dabei wurde das Paddelboot von dem Renn­boot gerammt und zum Kentern gebracht. Die Spitze des Rennbootes drang dem einen Insassen, einem Obergeschirrmeister bet Reichs- wehr, in den Leib und verletzte ihn lebens­gefährlich. Der Derunglückte konnte gerettet und ins Standortlazarett übergeführt werden.

Wirtschaft.

Zord Motors Company A.-G. und Z.-G.-Farbenindustrie.

Die im Jahre 1925 mit einem Kapital von fünf Millionen Mark gegründete Ford Mo­tors Cornpanyin Berlin hat in den ersten Monaten des laufenden Jahres ihr Kapital in rascher Folge auf 15 Millionen Mark voll ein­gezahlter Inhaber-Aktien erhöht. Hierzu wurde vor einiger Zeit gemeldet, daß etwa 40 Prozent der Aktien der Gesellschaft in Deutschland zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt werden sollen. Dieser Gedanke ist mittlerweile aufgegeben wor­den, vielmehr hat die Ford Motors Company A.°G. gemeinsam mit der 3.-®.-5arben- industrie jetzt bekanntgegeben, daß letztere in Gemeinschaft mit einigen anderen der Ford Mo­tors Company nahestehenden deutschen Gruppen die bisher noch zurückgehaltenen etwa 40 Prozent des Gesamtkapitals der Ford Motors Company übernommen haben. Eine öffentliche Zeichnung wird also nicht stattfinden. Zugleich wird nunmehr bekanntgegeben, daß der Dorsihende des Dor- standes der J.-G.-Farbenindustrie, Geheimrat Bosch, in den Aufsichtsrat der Ford Motors Company eintreten wird. Die schon bei der Grün­dung der American I. G. Chemical C o r p. durch den Eintritt des Herrn Edsel Ford in deren Aussichtsrat bekundete Anknüpfung von Beziehungen zwischen der American Ford Motors Co. und der J.-G.-Farbenindustrie A.-G. erhält also mit dem Eintritt von Geheimrat Bosch in den A.-R. des deutschen Tochterunternehmens der Ford Motors Co. einen weiteren Ausdruck.

Aus Anlaß dieser Vorgänge macht die deut­sche FordMotorsCo. über ihr Unternehmen folgende Mitteilungen: Die Ford Motors Co. A.-G. wurde gegründet zum Zwecke der Produk­tion und des Derkauss von Ford-Personenwagen, Lastwagen, Chassis, Ersatzteilen und Zubehör so­wie zum Berkaus von Fordson Traktoren, Lin­colnwagen, Zubehörteilen usw. Die gegenwärtige Fabrik in Berlin wurde am 1. Januar 1926 ge­mietet, und die Produktion des bekannten Modell l'-Personenwagens und von Lastwagen und Chassis im Juli 1926 ausgenommen und im August 1927 eingestellt, nach einer Produktions­dauer von etwa 14 Monaten. Seitdem wurde die Fabrik umgestellt auf die Produktion des Modell ^-Wagens. Don dem obengenannten Mo­dell T wurden 24 000 Fahrzeuge in Deutschland verkauft. Die Gesellschaft hat auch das Fabri- kations- und Derkaufsrecht für die Tschecho­slowakei, Oesterreich und Ungarn erworben. Durch Vereinbarungen mit der Motors C. Ltd. London erhält die Gesellschaft alle Rechte an amerikani­schen und britischen Erfindungen und an allen zukünftigen Verbesserungen und Erfindungen, die die Ford-Produktion betreffen, ferner das Recht auf alle Konstruktionspläne. Muster und alle diesbezüglichen Informationen. Mehr als 15 Mil­lionen Modell T-Wagen wurden in allen Ford- fabrilen der Welt hergestellt und verkauft. Die Herstellung dieses Modells wurde in Amerika Anfang des Jahres 1927 eingestellt, und Ford hckt sich seitdem auf das neue Modell geworfen. Das erhöhte Aktienkapital wird zur Erweite­rung des Geschäftes in Deutschland verwendet werden. Dieses entwickelt sich gegen­wärtig sehr befriedigend.

Die Errichtung einer zweiten Fabrik in Deutschland ist noch für dieses Jahr vorgesehen. Die Gesellschaft verwendet bereits in erheblichem Maße deutsches Material, wie z. B Reifen, Batte­rien, Glas, Lack, Emaille, Werkzeuge und elektrische Zubehörteile. Außerdem wird beabsichtigt, soweit wie möglich, deutsches Material in allen anderen Fabriken der Gesellschaft zu verwenden, und zwar nicht nur für die Fabrika­tion von Wagen für deutsche, sondern auch für ausländische Käufer. Auch der Export von deutschem Material und Zubehör­teilen an die anderen Ford-Gesellschaften in der ganzen Welt wird weiter entwickelt. Die Gesellschaft verhandelt bereits mit verschiedenen deutschen In­dustriezweigen über die Lieferung von verschiedenen weiteren wichtigen Zubehörteilen. Der Einkauf deut­schen Materials zur Verschiffung nach Detroit, das bei der Fabrikation der Ford-Wagen verwendet werden soll, entwickelt sich ebenfalls zufriedenstel­lend. Das erste hier eingekaufte Rohmaterial stellt Zelluloid in Bogen dar, das zur Zeit von Deutsch­land via Hamburg in Quantitäten von mehr als WO 000 Bogen monatlich nach Detroit versandt wird. Auch der Ankauf von Maschinen in Deutsch­land für Verwendung in der Traktorenfabrik in Cork (Irland) hat beträchtliche Ausmaße angenom­men. Die Verschiffungen dorthin haben bereits in großer Zahl stattgefunden. Weiterhin ist für die Fordson-Traktoren die Verwendung der Bosch- Magnetzündung vorgesehen. Entsprechende Aufträge

wurden der deutschen Fabrik bereits erteilt. Auch die Räder für die Industrie-Modelle der Fordson- Traktoren werden in Deutschland hergestellt. Die Anzahl der in Deutschland eingekauften Teile wird auch weiterhin von Monat zu Monat vergrößert werden.

Erhöhung

der Bankzinsen um ein Prozent.

Gestern vormittag hat eine Sitzung der Ber­liner Stempelvereinigung ftattgefun- dcn, auf deren Tagesordnung die Aenderung der bisherigen Zinsbedingungen der Banken stand. Den Berliner Blättern zufolge wurde beschlossen, sowohl die Debetzinsen als auch die Kreditzinsen um je 1 Prozent zu erhöhen. Die Ver­zinsung der Sparkonten hingegen bleibt wie bis­her mit 6 Prozent bestehen. Dieser Beschluß der Stempelvereinigung wird sofort den Bankierver­einigungen im Reiche übermittelt werden. Man hat danach die Absicht, die Zinserhöhung am 1. Juni möglichst einheitlich für das ganze Reich in Kraft treten zu lassen.

Rindepmarki in Gießen.

Der Auftrieb zum heutigen Rindermarkt in Gießen betrug 1205 Stück Jung- und Großvieh und 214 Kälber. Der Handel war bis zum Schluß schleppend, so daß Äeberstand verblieb. Ganz besonders groß war infolge der trockenen Witte­rung das Angebot von Schlachtkühen und Jung­vieh, so daß letzteres zu Spottpreisen verkauft wurde. Es wurden bezahlt für Kühe 1. Qualität 550 bis 650 Mk., 2. Qualität 400 bis 500 Mk., 3. Qualität 200 bis 300 Mk., Schlachtkühe 80 bis 150 Mk., Rinder, 1- bis 2jährig, 150 bis 250 Mk., Kälber, je Pfund Lebendgewicht, 50 bis 62 Pf.

*

* Hartmann & Braun A.-G., Frank­furt a. M. Die G.-V. genehmigte ohne weitere Erörterung den Abschluß. Aus einem Reingewinn von 252 525 Mk., einschließlich Vortrag, werden für die Stammaktien wieder 10 Proz. und für die Vorzugsaktien 8 Proz. Dividende verteilt, lieber die Aussichten des laufenden Geschäfts­jahres wurde nichts berichtet.

* Hessen-Nassauische G a s - A. - G., Höchst a. TR. LautFrankfurter Zeitung" wurde vor Eintritt in die Tagesordnung auf Antrag der Thüringer Gasgesellschaft im Einvernehmen mit der anderen Großaktionärin, der Stadt Frank­furt a. M., mit Rücksicht auf schwebende Ver­handlungen die Genexal-Dersammlung vom Sams­tag vertagt. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Bei diesen Verhandlungen drehe es sich in der Hauptsache um die Zurückführung der Hessen-Nassauischen Jnstallationsgefellschaft als Abteilung der Muttergesellschaft Hessen- Nassauische Gas-A.°G.

* C. H. Knorr A.-G., H e i l b r o n n. Der Aussichtsrat schlägt für das Geschäftsjahr 1928/29 trotz erhöhter Abschreibungen 223 000 Mk. (i. V. 97 000 Mk.). jedoch bei gesteigertem Gewinn eine Dividende von 11 (10) Proz. vor. Auch wurde eine weitere Erhöhung des Vortrages auf 401 000 (226 000) Mk. vorgenommen, da sich im Interesse weiterer Rationalisierung ein Neubau als erforderlich zeigt. Die G.-V. findet am 20. Juni statt. Auch im angefangenen neuen Jahre sei der Geschäftsgang bis jetzt zufrieden­stellend gewesen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 28. Mai. Tendenz zurück­haltend. Die heutige Börse stand unter dem Druck der Ultimoliquidation. Die Kulisse war daher sehr zurückhaltend: aber auch heute nahm das heraus- kommende Material kein größeres Ausmaß an. Doch war die Kursentwicklung einheit­lich, da einerseits Aufnahmeunlust bestand, ande­rerseits wurden die kleinen Posten für Auslands­rechnung aus dem Markte genommen. Die u n verändert schlechten Geldmarktver­hältnisse drückten weiter auf die Stimmung und wirkten ebenfalls geschäftshemmend. Die Umsätze beschränkten sich wieder auf einen geringsten Um­fang. Stimmungsgemäß war man in Börsenkreisen etwas zuversichtlicher und optimistischer gestimmt. Der Stand der Pariser Verhandluntzen, der nach ausländischen Pressestimmen eine geringe Entspan­nung aufzuweisen hat, war der Grund hierfür. In einigen Elektroaktien hielt das Auslandinter- esse an. Betroffen wurden hiervon AEG. mit plus 1,33, Schuckert 1,25 und Siemens 1 v. H. Bergmann gewannen 1,75 und Geffürel 1,5 v. H. Felten und Licht L Kraft dagegen 1,25 v. H. schwächer. Am Chemiemarkt eröffnen auch I.-G.-Farben, jedoch bei kleinsten Umsätzen etwa 0,75 v. H. höher. Die übri­gen Werte dieses Marktes lagen vernachlässigt und leicht nachgebend. Nachfrage bestand noch am Kali­markt für Salzdetfurth. Hier sollen haupt­sächlich von französischer Seite Käufe vor­genommen worden fein. Don Montanwerten lagen

Mannesmann leicht gebessert, Klöcknerwerkc ange­boten. Da aber für dieses Papier kaum Nachfrage bestand, trat ein Verlust von 3 o. H. ein. Banken still und uneinheitlich. Renten still: Deutsche An­leihen leicht gebessert, ebenso von Ausländern Ana- tolier. Nachdem die Spekulation kein Material mehr an den Markt brachte, wurde die Tendenz etwas freundlicher, zumal das Ausland wei­tere Aufträge erteilte. Auch schritt die Kulisse verschiedentlich zu Rückdeckungen, und die Kurse konnten bis 10 v. H. anziehen. Siemens plus 2,5 v. H. Am Geldmarkt war Tagesgeld mit 7,5 v.H. un­verändert. Geld über Ultimo 9,75 bis 10,75 v. H. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1939, gegen Pfund 20,341, London gegen Kabel 4,85, Paris 124,06, Mailand 92,68, Madrid 34,20 und Holland 12,0638.

Berliner Börse.

Berlin, 28. Mai. Nach einem wieder völlig geschäftslosen D o r m i t t a g s ve r k e h r er­öffnete die Börse am heutigen Liquidationstag in nicht ganz einheitlicher Tendenz. Die Kursgestaltung schwankte bei 1- bis 2-v. H.-Beränderungen nach beiden Seiten, doch war das Niveau im allgemei­nen gehalten. Das Geschäft hielt sich in engen Gren- zen, doch stellte man an einigen Märkten, wie am Elektro- und Kalimarkt, kleine Auslandskäufe fest, besonders in AEG. und Salzdetfurth. Die Beteili­gung der I. - G. - F a r b e n i n d n st r i e an der Deutschen F o r d g e s e l l s cha f t regte allge­mein etwas an. In Farben war das Geschäft dar­aufhin bei behauptetem Kurs lebhaft. Tagesgeld wurde in Anbetracht der Nähe des Ultimo weiter mit 7,5 bis 10 v. H. gesucht. Monatsgeld stellte sich unverändert bei Nachfrage auf 10 bis 11 v. H. Man- tanroertc lagen überwiegend etwas schwächer, auch Berliner Handelsgesellschaft verloren 3 v. H. und Soenska 5 Mark. Glanzstoff konnten sich um 5 b. H. und Polyphon um 4 v. H. erhöhen. Salzdetfurth &auf angebliche französische Käufe 4,5 v. H. an.

che Anleihen behaupteten sich. Vyn Ausländern waren Mexikaner und Türkenzölle schwächer. 2(m Pfandbriefmarkt war das Geschäft sehr ruhig. Die Kurse waren, wie bis jetzt erkennbar, im allgemei­nen gehalten. Nach den ersten Kursen blieb die Ten­denz nicht ganz einheitlich, doch war sie nicht un­freundlich. Später konnte man beobachten, daß die Spekulation in den Werten, in denen anscheinend noch ein größeres Dicouvert besteht, zu Deckungen schritt, so daß sich meist 0,5- bis vereinzelt 2-v. H.- Gewinne ergaben. Polyphon lagen 4 v. H., Kali- märkt 3 v. H. über Anfang.

Frankfurter Getreidebörse.

F r a n t fu r t a. M., 28. Mai. Tendenz flau. Der Frankfurter Produktenmarkt verkehrte heute auf die flauen Auslandmeldungen in völlig geschäfts­loser und flauer Haltung. Umsätze wurden fast gar nicht getätigt, und wenn einiges Geschäft zu ver­zeichnen war, so konnten Brotgetreide und auch Mehle nur bei nachgebenden Preisen Absatz finden. Bon Brotgetreide verloren erneut Weizen und Rog­gen 0,25 Mark, ebenso Mais. Weizenmehl, das sich gestern gut behaupten konnte, mußte sich heute der allgemein rückläufigen Bewegung anschließen und verlor ebenfalls 0,25 Mark. Es wurden notiert: Weizen 23,50 bis 23,75; Roggen 22 bis 22,75; Sommergerste für Brauzwecke 23; Hafer, inländi­scher 22,50 bis 23; Mais (gelb), für Futterzwecke 20,25; Weize nmehl, süddeutsches, Spezial 0, 31,75 bis 32; Roggenmehl 28,50 bis 29; Weizenkleie 12; Roggenkleie 12,50 Mark.

Kunst und Wissenschaft.

Wilhelm Stückten f.

Der Dichter Wilhelm Stückten ist wenige Tage vor seinem 42. Geburtstage einem Herzleiden erlegen. Wilhelm Carl Stückten wurde am 1. Juni 1887 in Zürich geboren. Er ist in weiteren Kreisen als Dramatiker, später auch als Erzähler bekannt geworden. Von seinen Stücken ist die Ko­mödieDie Straße nach Steinaych" viel gespielt worden. Wir nennen ferner die SchauspielePur- pus" undEinöds Tochter". Außerdem vier Gro­tesken unter dem TitelDer Papierreifen" und eine KomödieEs gibt so viele Arten Liebe, als es Menschen gibt". Im vorigen Herbst erschien noch der RomanDas Tulipanenschifs". Der Ver­storbene lebte auf seinem Landsitz Gut Kaltenbrunn am Tegernsee.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

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Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzmsfuh 8,3 Prozent.

Franksurl a. M.

Berlin

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Datum

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87,4

233,5

Leonhard Tiey . . .

e e

. 6

285

Bamag-Meguin . . . Fran! s. Maschinen . . Gritzner......

. O . 6

52

51,25

_

11

76

76,5

Heyligensiaedt . .

e e e

. O

Iunghanr......

e e e

. 4

64

64,25

Lechwerke......

. 8

112

112,13

Mainkrasrwerke .

A A

. 8

Miag........

10

119,4

119

119

Nekarsulmer . .

. 8

PelerS Union . . . .

A A

. 8

113,5

116,5

Gebr. Roeder . . .

10

110

Singt 4 Haessner . .

. 8

209

209

_

Südd. Zucker ....

. 8

147,75

147,5

Banknoten

Berkin, 27. Mai'

Geld

Brief

Lmerrkantiche 'Jlotetf . . . . .

4.185

4,205

Belgische Noten...... .

58,13

58,37

Dänische Noten........

111,57

112,01

EuMche Noreu........

20,33

20,41

Berlin 27- Mai

Französische 'Noten.....

Geld

16,365

168,18

Brief 16,425 168,86

italienische Noten......

21,94

22,02

Norwegische Noten......

111,53

111,91

Deutsch iDesterr , 5100 Kronen

58,81

59,05

Rumänische Noten......

2,52

2,54

Schwedische Noten......

111,83

112,21

Schweizer Noten.......

80.78

81.1t

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

59,42

59,66

12,397

12,461

Ungarische Noten ......

72,95

73.25

Devisenmarkt Berlin-Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

27. Mai

28. Mai

Amtliche 'JiotteruitQ

(4eld I Briet

Amtliche Notierung

Geld

örter

Limit.-Ron.

168,49

169,83

168,48

168,82

Buen.-AireS iftii. Slntro.

1,758

1,762

1.757

1,761

58,22

58,34

58,21

53,33

Chriftiania.

111,74

111,96

111,67

111.89

Kopenhagen

111,71

111,93

111,64

111,86

Stockholm

112,09

112,31

112.04

112.26

Helnngfors.

10,535

10,555

10,531

10,551

Italien. . .

21,935

21,975

21,935

21,975

London. . .

20,339

20,379

20,324

20,364

Neuvork . .

4,1945

4,2025

4,1910

4,1990

Paris....

16,38

16,42

16,33

16.42

Schweiz . .

80,70

80,86

80,685

80,845

Spanien.

59,45

59,57

59,20

59.32

Japan .. . Rio de Jan.

1,865

1,869

1,863

1.867

0,4975

0,4995

0,4975

0,4975

Wien in D.» Ceft. abgei't

59,45

59,57

58,865

58,985

Prag . . . . Belgrad . .

12,417

12,437

12,414

12,434

7,373

7,387

7,365

7,379

Bodapest. . Bulgarien

73,19

3,037

73,43

3,043

73,04

3,027

73,18

3,033

Lissabon

13,63

18,87

13,88

18,92

Danzig. .. Koustantio.

81,33

81,49

81,26

81,42

2,033

2,037

5,455

2,031

5,445

2,057

Athen. .

5,445

5,455

Canada . .

4,156

4.164

4,156

4,164

Uruguay. .

4,056

4,064

4,066

4,074

Loiro . .

20,855

20,895

20,847

20,887