Donnerstag, 28. März 1929
179. Jahrgang
Nr. 74 Erster Blatt
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Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vis zum Nachmittag vorher.
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Chefredakteur:
Dr. Friedr. Wilh. Lange. Berantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr. H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein: für den An« zeigenteil Kurt Hillmann, sämtlich in Bietzen.
London. 28. März. (IDIB. Funkspruch.) Der Pariser Korrespondent der „Times" meldet: Die Stockung der Arbeit des Sachoerständigenausschusses am Montag war nicht aus ein unbefriedigendes deutsches Angebot, sondern aus einen unerwarteten Schritt auf alliierter Seite ;u- rückzusühren. Als die allgemeine Erörterung begann, wurde eine Anregung gemacht, die ein neues Licht auf einige der alliierten Vorschläge warf und weitere Erwägungen wünschenswert machte. Dr. Schacht hat bis zur Stunde noch keinerlei offizielles Angebot gemacht. Der Korre- spondent führt weiter aus: Man muh berücksichtigen, dah das Hauptproblem nicht b l o h um Zahlen geht. Die Annehmbarkeit jeder Gesamtsumme schwankt mit den Bedingungen, unter denen sie angeboten wird. Jede Vorkehrung zum Beispiel, die es ermöglichen würde, allmählich deutsche Zahlungen von der bedingten in die unbedingte Kategorie hinüber-
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Friedrichshafen, 28.März. (MTB.Funkspruch.) Rach den während des gestrigen Tages vom Luftschlft „Graf Zeppelin" eingegangenen Funksprüchen, hat das Lustschiss, das gestern früh Fahrtrichtung auf Konstantinopel hatte, über- raschenderweise seinen Kurs geändert und um 9 Uhr morgens die Stadt Athen zum zweiten Male überflogen. Der gesamte Verkehr in der Stadt und das ganze öffentliche Leben standen eine Viertelstunde lang still. Alles starrte gebannt auf das Luslwunder. Der Eindruck war gewaltig, das auf der Akropolis zusammengedrängte Volk brach in begeisterte Hochruse aus, als das Luftschiff in Richtung auf das Adriatische Meer in der Ferne verschwand. Um 12 Uhr mittags passierte der „Graf Zeppelin" die Insel Korsu und um 4 Uhr nachmittags die südslavische Stadt R a g u s a an der dalmatinischen Südküske. Die Hauptstadt Belgrad erwartete das Luftschiff am Nachmittag. Eine große Menschenmenge schaute in die Richtung, aus der der „Graf Zeppelin" kommen sollte. Flugzeuge kreisten in der Lust. Um so gröher war die Enttäuschung, als gegen 4 Uhr bekannt wurde, dah das Luflschifs seinen Kurs geändert habe und über Dalmatien und Kroatien nach Wien fliegen würde. Um 7.30 Uhr befand sich der „Graf Zeppelin" hundert Kilometer südlich von Agram über der Ortschaft Biac. Um 10.53 Uhr erschien es über dec ungarischen Stadt Kapo so ar, über der es einen Halbkreis beschrieb und aus die zahlreichen Zuschauer seine Scheinwerfer richtete.
Radiogrüße an die Wiener.
Wien, 28.März. (TU.) Um 1.15 Uhr rief die österreichische Sendestelle Ravag den „Graf Zeppelin" an. Um 1.46 Uhr erwiderte „Gras Zeppelin :
„hier Luftschiff „Graf Zeppelin". Wir haben sehr gut verstanden, hier ist der Funkleiter am Apparat. Es ist etwas spät geworden, wir be- sinden uns In der Gegend zwischen Neusiedlersee und Prehburg. Es dürste noch eine halbe Stunde dauern, bis wir über Wien sind, da wir ff a*V f e n Gegenwind haben. Die Passagiere sind schon alle schlafen gegangen, bis auf einige Pressevertreter, die soeben wieder Butterbrote bestellten.
„Graf Zeppelin" nach glücklich beendeter Mitielmeerfahrt glatt gelandet.
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Solange es Wahlsitten gibt, ist es sicher noch , ule i len, würde den wert eines bestimmten nicht so gesittet zugegangen, wie an diesem Palm- Anaebotes abändern sonntag in Italien. Richt so ruhig, so mtlttarcsch
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gene Zahlungsbedingungen noch oerbesserungsfagig heute die Hauswändc über und v rr
sind, und mit ihnen sind die alliierten Delegationen mit Wahlaufrufen sich bekriegender Parteien be- gegenroärtig beschäftigt, da keine Seite ein schmiert, und in den Kulturländern, die noch bestimmtes Angebot gemacht hat, ist auch unter der saszistischen Epoche stehen, soll es die Annahme nicht berechtigt, dah die Aussichten für gelegentlich noch wilder hergehen. Wie anders ein erfolgreiches Ergebnis geringer sind als in der dagegen die neue Zeit! cic kennt nu r n och vorigen Woche. Aber Privatbesprechungen, die sich eine Part et, nur noch c tne n 'aBabllrct«, unbegrenzte Seit In die Eänge ziehen. -Eten E noch Z—s^t 2a, ,a und dr«..
möglicherweise das bisher Erreichte wieder zunichte ^age- und wochenlang regnete es Si auf das machen. Daher nähert sich der Augenblick, wo der Land, die Apenninenhalbinsel selber wurde in Vorsitzende des Ausschusses oder eines seiner süh- den Zeichnungen zu einem S und das Liktoren- tenben Mitglieder es wünschenswert sinden wird, bündel daneben zu dem i. So viele Fenster, so
diesem Stadium ein Ende zu machen und in einer viele Si. Die Autos zeigten es auf der Wind-
Vollsitzung des Ausschusses um ein enbgülfi- scheibe dte samten auf der Muhe, und wenn
roicb aber f^ wer hd) oor Oftern e.ntreten, s. J Sogar die Balilla stellten sich in den Dienst
vtelleichl Überhaupt nicht. ber begeisterten Iasagerei.
Das große Za!
Don unserem römischen ti-Korrespondenten. 1 Rom, 27. März.
Würstchen iarInlai!fi25 aarlnhal 6.25 aar Inh. 12-2U i'i pfund 0.36 .7 Pfund 0.45 17 pfund 0.40 i/‘ pfund 0.30 11 pfund 0.24 i pfund 0.40 7 pfund 0.38
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Das Oster-Weekend der Reichsminister.
Berlin, 27. März. (Priv.-Tel.) Obwohl in der Politik wenig österliche Stimmung vorherrscht, werden dock eine ganze Reche von Mitglieder des Reichskabinetts die Gelegenheit wahrneh- men über Ostern eine kurze Crholungs- r ci’fc anzutretcn. Allerdings ist der Ehef der Reichsregierung, Reichskanzler Muller, dessen Krankheit doch ernsterer Ratur zu sein scheint, als man bisher annahm, gezwungen auch während der Feiertage d a s B e t t 3 u h u t e n. Der R e i ch s a u h e n m i n i st e r wird noch u»er Ostern an der Riviera verbleiben, er hat aber seine Rückkehr schon für die Tage nach Ostern angekündigt. Der ReichsiustizmiNister Koch hat Berlin bereits vor einigen Tagen verlassen, um in Meran Erholung ö" suchen. Er wird etwa am 10. April wieder nach -Vertin zurückkehren. Reichssinanzminister Hilf er ding sucht von der Streichungsarbeit nur in der nahe- ren Umgebung Berlins Erholung. Er verlayt heute abend für fünf Tage die Reichshauptstadt zu einer kurzen Weekendfahrt in die um- gebung. Der Reichsarbeits Minister be- gibt sich über die Osterfeiertage, wie er fagt, in die frische Luft. Reichsinnenminister S e v e r i n g hat Berlin ebenfalls bereits verlassen und wird erst am 9. April wieder zuruck- kehren. Die Reichsminister Dr. Eurtius, Dr. ®roenc.t und Dietrich werden in Berlin verbleiben.
Der Gian- -er pariser Konferenz
Noch kein offizielle«! Angebot der deutschen Sachverständigen.
Radio Wien erwiderte: „Die Ravag und die Hunderttausende von Hörem, die diesem Gespräch zuhören, senden dem Kommandanten, den Passagieren und der tapferen Besatzung, der es vergönnt ist, den lebenden Beweis der deutschen Schaffenskraft der ganzen Welt vor Augen zu führen, den herzlichsten Willkommens- grub. Die österreichische Bundesregierung begrübt den „Graf Zeppelin" auf seiner Fahrt über Oesterreich und beglückwünscht ihn zu diesem groben Erfolg der deutschen Technik. Der Wiener Bürgermeister begrüßt den „Graf Zeppelin auf das herzlichste und beglückwünscht ihn besonders zu seiner erfolgreichen Fahrt."
Dr. Eckener, der die Fahrt wegen des starken Gegenwindes persönlich leitete und daher die Brücke nidit verlassen konnte, lieh für die 'Begebungen öen herzlichsten Dank übermitteln. Ferner übermittelte Radio Wien noch eine Bc- grübung des österreichischen Aeroklubs an fein Ehrenmitglied Dr. Eckener und eine Degrübung des österreichisch-deutschen Bolks- bundes, der den Reichstagspräsidenten Löbe und die übrigen an Bord befindlichen Bolksvertreter bat, die brüderlichen Geste an Deutschland zu überbringen. Am Stephansplah hatten sich bereits um 2 Uhr Hunderte von Menschen cingefunöen, um die Dorbeifahrt des „Graf I Zeppelin" zu beobachten.
Karfreitags-Gedanken.
Das große Geheimnis des Todes hat der Menschheit von jeher Furcht und Grauen ein« geflößt. Die religiöse Lebensauffassung bemüht sich, ihm einen Sinn zu geben und Leben und Tod als die zwei zueinander gehörenden Pole desselben großen Weltgeschehens hinzustellen. Jesu Opfertod, dessen nicht nur die gläubige Christenheit, sondern jeder tiefer veranlagte Mensch am Karfreitage gedenkt, ist ein Symbol für einen der ganz großen Menschheilsgedanken.
Der Sinn des Lebens kann nie in einem schrankenlosen, sich selbst genügenden Individualismus gefunden werden. Die Pflichten, die der verantwortungsbewußte Mensch anderen gegenüber empfindet, der Familie, dem Stande, dem Bolte und schließlich der Menschheit gegen- über, sie sind es, die dem Leben Smn und Inhalt verleihen. m .
Gerade in einer Zeit, der das Bewußtsein dieser Schicksalsverbundenheit praktisch verloren gegangen ist, die von Menschentum und Bolk^ qemeinschast zwar viel redet, aber tatsächlich einen rücksichtslosen Individualismus und Egoismus züchtet, gerade in einer solchen Zeit könnte die Besinnung auf den großen Gedanken des Opfers die Grundlage für eine neues, wirkliches Zusammengehen schaffen.
Aber eines darf man nicht vergessen: em englisches Sprichwort heißt: „Charity begins at stowe". Die Liebe zum Nächsten beginnt mit der Fürsorge für diejenigen, die einem am nächsten stehen. Nur wer auf diesem festen Boden steht, kann sich mit innerer Berechtigung daran machen, für größere Ziele zu wirken und sich einzusetzen. Deshalb ist es grundsätzlich falsch, seine eigene Familie, sein eigenes Volk zu vernachlässigen, um wirklicher oder vermeintlicher höherer menschheitlichen Ziele willen. „ , ,
Die Menschheit ist schließlich nur em ab« ftratter Begriff. Seine lebendige Wirklichkeit erhält er durch dic Vielheit der wirklich vorhandenen Mensch-, i und Völker. Die Romantiker haben es so ausgedrückt, daß das weiße Licht des reinen Menschheitsgedankens durch die Vielheit der bunten Farben des wirklichen Lebens entsteht. Dieses weiße Licht aber wird getrübt und kommt nicht mehr rem zur Geltung, wenn eine dieser Farben verdunkelt w,rd ober ausfällt. _ .
Deshalb ist es zunächst die große Ausgabe jeder einzelnen Gemeinschaft, sich selbst durchzusetzen. Erst wenn sie diese»- Pflicht genügt hat, darf sie daran denken, auch für andere emzu- stehen und zu foraen. Daß es habet im Leben ber Völker und Staaten Nicht ohne Konflikte abgeht, scheint ein historisches Entwicklungsgesetz zu sein. Aber nur das Volk, das den großen Gedanken des O p f e r s in sich aufge- nommen hat und das noch imstande ist, über die täglichen Sorgen hinaus den Blick zu richten auf feine großen menschheitlichen Aufgaben, nur das Volk wird vor der Geschichte bestehen.
Oftmals hat man sich darüber gewundert, wie es möglich war, daß das Kreuz auf Golgatha eine so ungeheure Wirkung auf die Menschen durch Jahrtausende hindurch ausüben konnte. Die Tat des Opfers für eine große menschheitliche Idee war es, die solche Wirkungen auslöste und immer wieder aus- lösen wird, solange noch Menschen auf dieser Erde sind, die den Sinn für Unvergängliches noch nicht verloren haben.
Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertag«.
Beilagen
Die Illustrierte Gießener Familienblättrr Heimat im Bild Die Scholle.
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Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger riehen, poftfchecttonto:
Sranffurt am main 11686.
gen, — uutu uciu u-nt.v. ... Zeppelinschen Paris, 28. März. (WB.) Dic Kammer hat Hausfarben, über dem Offlor in den Reichsfarben. gestern nachmittag die ersten der neun Geseh- Der wind gehl ziemlich heftig aus Nordost.^m entwirrte zur W^c d e r zu la H u ng v onj eli- Lu flschiff Hafen gesichtet. Um 10.17 Uhr ist A^Reg^rung ra^09rtaMiyung dreimal der „Graf Zeppelin" nach ungefähr vlftun- un^ jn j>cr Rachmittagssihung viermal gegen bie diger Fahrt glatt gelandet. Abänderungsanträge der Sozialisten und Radi*,
-- - I kalen die Vertrauensfrage gestellt-
MetzenerAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
vnick und Verlag: vrühl'sche Univerfilütr-Vuch- und Ztelndruckerei H. Lange in Sieden. Zchnftleitung und Gefchäflrstelle: Zchulstraye r.
Ein No hat kein Sterblicher gesehen. Gin derart geschmücktes Auto hätte wohl auch mit 100 Pferdestärken und Kompressor nicht länger standgehalten als ein zerbrechliches Rein-Fenster. Bon den Gegnern meldete kein Lied, kein Heldenbuch, sie hatten nicht eine Zeitung, nicht ein Versammlungslokal, nicht einen Redner zur Verfügung. Sie konnten der übermächtigen ftaat- Reichstagspräsident Loebe richtete liehen Propaganda höchstens ein verschwiegenes, warme Worte der Degrüstung an die Wiener und dreimal zusammengefaltetes Rein durch den an die gesamte österreichische Bevölkerung. Er Stimmzettel entgegenwerfen. Das sollte man sprach dabei das Bedauern aus, daß infolge der billig berücksichtigen, wenn man nun den faszistiwidrigen Wetterverhältnisse das Luftschiff i n schen Sieg feiert. Andererseits must der Un- nachtschlafener Zeit nach Oesterreich gc- parteiische darauf aufmerksam machen, dah da« kommen sei, doch hoffe er, dast der „Graf Zeppe- „Plebiszit" gar keine Wahl im herkömm- lin" den Wienern bald auch einen Besuch bei lichen Sinn sein sollte, sondern ein B c - Tage abstatten werde Der Minister a. D. kenntnis zum Faszismus, zum Duce. H e i n d l brachte auf drahtlosem Wege den Dank Vergleiche man allo nicht einen transalpinen der österreichischen Radiohörer zum Ausdruck, Wahltag mit dem italienischen consenso. daß der „Graf Zeppelin" auf seiner Fahrt Wien TaS große Zu, das Mussolini haben wollte mit besonderen Lus tgrühen bedacht und selbstverständlich bekam, galt nur f o r - habe, worauf Hofrat Stern noch die Grüße des mell der vom Großrat zusammengestellten Liste österreichisch-deutschen Volksbundes übermittelte, der vierhundert Abgeordneten für die neue Kam- ~ M mer, eine Liste, die im Block angenommen oder
„{Rrdf '«Dütlltl Über xßictl* verworfen werden muhte, in Wirklichkeit sollte
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Dien, 28. Marz. (DTB. Funkspruch.) Dao beä Liktorenbündels sich noch im Lande Zeppelinluftschiff hat um 2.30 Uhr die ö ff e r - aufhalten. Das sind nun überraschenderweise dock)
reichische Grenze in Richtung Preß- mehr, als der Wahlmodus vermuten ließ.
..nh 3 Uhr hip stahl Rämlich 136198 Männer, eine Zahl, die gegen bürg passiert und um 3 Uhr die Stad« ochtcinhalb Millionen Staatsgläubigen ver- wien überflogen. Die Ankunft des Luftschis- schwindet, als Keherzahl aber ihre Bedeutung fes wurde aus dem Türmerzimmer des Stephans- hat. Auch die Faszisten waren ja um diese Zeit domes durch Lautsprecher der mehrlausendköpfigen vor zehn Jahren nur ein winziges Häuflein, eine mengc. Me ,r°h »« Wn» auf »em W- S—. S£
platze ausgeharrt hatte, verkündet. Als der „Graf denkbar, daß sich die Gegner sammeln, vcr- Zeppelin" etwa in 4 0 0 Meter höhe an der mehren und auf Rom marschieren — praktisch lichterstrahlenden Gondel deutlich erkennbar in lang- ist baö jedoch gänzlich unmöglich. Dürfen doch famee 5ahr. »ahmz-g »e» stürm.fche
heil- und Hochrufe das Luftschiff, bis es als- n^it. die Gründe für ihre Absage anzugeben, bald in westlicher Richtung den Blicken entschwand. es auch nur unter dem Schuh der parlamen- Dlc Tatsache, daß der „Graf Zeppelin" die Stadt tarischen Immunität. Und das ist der große Wien »-.nach, überHog. wurde »er WZeuec
Bevölkerung, die den Augenblick mit Begeisterung unb toarum Unzufriedenheit herrscht, erwartete, mit lebhaftem Bedauern empfunden. Wer sind die 23 000 Gegner in Mailand, dec
. Wiege seiner Herrschaft? Wo stecken die 8000 von
Wieder OUT deutschem Bodeu. Genua? Wer verbirgt sich hinter den 2800 in Dozen? Wie ist überhaupt die Abgabe von Friedrichshafen, 28. März. (WTB.- Stimmzetteln, die durch ihre Farblosigkeit so Viel- Funkspruch.) Rach dem Ueberfliegen Wiens dreht sagend von den patriotisch leuchtenden abstachen, der „Gras Zeppelin" an der Donau entlang dem erklärlich, wenn doch bia Wähler, wie man liest, Heimathafen zu. 5 Uhr morgens wurde die H n geschlossenen Formationen, mit Stadt Linz a. d. Donau überflogen. 6.52 Uhr be» entfalteten Fahnen und unter dem Gesang der fand sich das Luftschiff wieder auf reichsdeut- saszistischen Hymne vor die Urne zogen? Da nur schein Gebiet und zwar über der oberbayrischen der Arbeitende stimmberechtigt war und Stadt Mühldorf a. Inn. München wurde um alle Arbeitenden f a s z_i st i s ch organisiert 7.40 Uhr bei leichtem Regen überflogen. Bei dem sjnd. bleibt nur die natürliche Annahme, daß dunstigen Wetter und den tiefhängenden Wolken auch viele Faszisten mit Rein stimm- war das Luftschiff nur in seinen Umrissen sicht- t e n, nicht so sehr natürlich gegen das Regime, bar. 8.25 Uhr befand sich der „Graf Zeppelin" als gegen die Liste. Man muß bedenken, daß über Augsburg und nahm direkten Kurs auf durch die von Zeit zu Zeit stattfindenden Säube- Friedrichshafen. rungsaktionen in den Reihen der Schwarzhemden
, _ . , M l - so mancher erbitterter Feind entsteht, der aus
Die Landung in Friedrichshafen mb womöglich sein Abzeichen zur Schau trägt. Nach einundachtzia Ltunden Fahrtdauer. Unter den Faszisten war die Begeisterung int , , . , allgemeinen jedoch beispiellos. Mussolini sel-
Friedrichshafen, 28. Marz. (DTB. Funk- 6 c v xi-schjen als einer der ersten in aller Herr- spruch.) Aus Grund der letzten Pofilionsangaben gottssrühe an der Urne, Neunzigjährige schlepp- des Luskschlsfes rechnete man man im Luftschiffbau ten sich heran. Gelähmte ließen sich tragen, nicht Zeppelin damit, daß der „Graf Zeppelin" um fehlten - nun ist alles geeinigt unter öem 2if- 9 30 Uhr über Friedrichshafen eintreffen würde. Die torcnbünöel bie Mitglieber bes königltchect Kbfperrmannfcfzaften »et Sdjulzpollzei fin» auf Last- Saufei un» dre CButöenttagct »et Kirche, wagen im Werftbereich eingetroffen und die Kino-
Photographen stehen in Beresifchaft Der Himmel QuCafflltKl btV telifliÖfetl ist bei trockener Witterung leicht bewölkt. Die " r '
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