Ausgabe 
27.7.1929
 
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Wanderfahrten.

wehlarDianaburgLeunStation Braunfels.

Wir fahren mit Sonntagskarte nach Wetzlar, gehen über die alte Lahnbrücke geradeaus in die Neustadt, überschreiten die Dilwrücke, gleich darauf das Dahngeleise und gehen nunmehr schwarzen Strichen nach rechts in einen Feldweg, der an einer -Ziegelei vorbei aufwärts führt. Nach geraumer Zeit haben wir hübsche Rück­blicke auf die Stadt und älmgegend. Abwechselnd durch Wald und über offenes Feld gelangt man auf die sog. Hochstraße, von der man den Turm und die Dächer von Derghausen im Dilltal sieht. Unterwegs gibt uns ein Wegweiser genaue Aus­kunft. Nach etwa dreistündiger genußreicher Wan­derung sind wir auf der Dianaburg, wo auch unser Wegzeichen endet, angelangt. Sn der För­sterei finden wir gute Unterkunft und genießen vom Turm einen herrlichen Rundblick. Zum Abstieg wählen wir entweder blaue Dreiecke, die uns in eineinviertel Stunde, oder rote Striche, die uns in eineinhalb Stunden über den Heister-

berger Hof nach Leun führen. Wir gehen über öle Lahnbrücke uni) wenden uns links der Station Braunfels zu, von wo wir heimfahren.

BieberDicke EicheRaunheimWehlar.

Bon Bieber, unserem Ausgangspunkt, gehen wir über Hof und Forsthaus Haina nach dem lieblichen Schwalbenbachtal. Sn der Mitte des Tales weist uns eine Tafel aufwärts zur Dicken Eiche, einem mächtigen, uralten Baum von über zehn Meter Umfang. Hier treffen wir gelbe Striche, die vom Dünsberg kommen, und gehen ihnen nunmehr nach. Das Zeichen führt uns durch lauschige Schneisen, teils über Wiesen, jedoch vorwiegend durch Wald, an dessen Aus­gang wir einen überraschenden Blick in das Lahn­tal, auf Naunheim, Garbenheim mit der Wartr^ Stoppelberg, Wetzlar mit dem Kalsmunt und Taunus genießen. Don hier erreicht man alsbald Naunheim, wo wir die Lahn überschreiten, um hierauf durch Wiese und Feld unser Endziel Wetzlar zu erreichen. Dauer der Wanderung drei­einhalb Stunden.

Wirischast.

Entlastung der Reichsbank.

Der Ausweis der Reichsbank für die dritte Suliwoche überrascht durch das Ausmaß der eingetretenen Entlastung. Die Ent­lastung erstreckt sich dieses Mal nicht nur auf das Wechselkonto, sondern auch auf die Lom­bardanlage, die zum Medio eine Snanspruch- nahme um annähernd ICO Mill. Mk. gezeigt hatte, und nunmehr wieder auf einen normalen Stand von 53,2 Millionen Mk. zurückgegangen ist. Auch die Schatzwechselanlage zeigt eine Ver­minderung um 12,2 Mill. Mk. auf 2,5 Mill. Mark, wodurch der Gesamteindruck des Reichs- bankausweifes vom 23. Suli noch günstiger wird. Es muß berücksichtigt werden, daß die Ultimo- Belastung vom 30. Suni bereits Mitte Suli trotz der hohen Snanspruchnahme des Lombard­kredits der Reichsbank kompensiert war, so daß mit der dritten Suljwoche eine über das nor­male Maß weit hinausgehende Gesamtentlastung eingetreten ist. Bezüglich der Abwicklung auf dem Wechselkonto ist zu beachten, daß auf ihm sicherlich, wie aus der Entwicklung der De­visenkurse und des Devisenmarktes hervorgeht, größere Devisenbeträge eingegangen sind. Die Reichsbank setzt anscheinend ihre Taktik fort, Devisenzugänge zum Teil unsichtbar zu ver­buchen. Andererseits hat sie ihren deckungsfähi­gen Devisenbestand in Höhe von 11 Mill. Mk. in Anspruch genommen, um die starken Gold- anschafsungen zu bezahlen. Die Dalutensi­tuation der Reichsbank hat sich inzwischen ganz erholt, seit dem Tiefstände vom 7. Mai d. S. hat die Reichsbank nach ihren Ausweisen nicht weniger als rund 620 bis 630 Mill. Mk. Gold und Devisen ausgenommen gegenüber einem Derlust von rund 1100 Mill. Mk. in der Zeit vor und nach der Reparationskonferenz. Die Differenz zu dem Höchststand an Gold und Devisen am Beginn des Sahres ist noch ziem­lich groß, wobei auch zu beachten ist, daß der Betrag der umlaufenden Roten noch um rund 200 Mill. Mk. höher ist als zu Beginn des Sahres. Die Reichsban? wird es sich also weiter angelegen sein lassen, ihren Goldbestand und ihr Devisenpolster zu verstärken, um die notwen­dige Elastizität für Devisentrans­fer, die bei Snkraftsetzen des Poungpla- nes von allergrößter Bedeutung ist, zu er­reichen, denn der Poung-Plan legt der Reichs­bank die Aufgabe ob, sehr viel größere Devisen­mengen als bisher für den Transfer bereitzu­halten. Aus der günstigen Gestaltung des Reichs­bankausweises geht hervor, daß die Dorberei­tungen für den Llltimo Suli bisher nur einen unwesentlichen Einfluß auf ihn gehabt haben, was gleichzeitig ein Beweis dafür ist, daß Aus­landgelder zur Zeit in genügendem Maße zur Derfügung stehen.

Neuer Reichsbahniarif für Sammelgut.

Mit Gültigkeit vorn Tage der Veröffentlichung imTarif- und Derkehrsanzeiger für den Güter­und Tierverkehr" wird von der Reichsbahn widerruflich ein zunächst auf ein Sahr befristeter K°Tarif für Sammelgut herausgegeben werden, dessen Einführung der Reichseisenbahnrat in seiner letzten Sitzung befürwortet hat. Der Tarif, der von und nach allen Bahnhöfen der Deutschen Rcichsbahngesellschaft und im Derkehr mit den ihm etwa beitretenden Privatbahnen auf Ent­fernungen von 100 bis 400 Kilometer anwendbar ist und die Frachtsätze der Klasse C, C 10, C 5

gewährt, soll der weiteren Abwanderung hoch­wertiger Güter auf den Kraftwagen steuern und die bisherigen K-Tarise ergänzen. Als Sammel­gut dürfen Ladungen aufgegeben werden, die aus Teilsendungen zusammengesetzt sind, die von mindestens fünf Derkehrtreibenden dem Absender zur einheitlichen Beförderung übergeben wor­den sind und vom Empfänger an mindestens fünf Endempfänger verteilt werden sollen. An­spruch auf den neuen Ausnahmetarif haben alle Verfrachter, die sich vertraglich verpflichten, min­destens 40 Tonnen Sammelgut monatlich in der­selben Derkehrsbindung und Derkehrsrichtung aufzugeben.

Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt.

An der trostlosen L a g e der Dösenverfas- sung hat sich in der neuen Woche im allgemei­nen nichts geändert. Das Geschäft stagnierte fast vollkommen; besonders der Konflikt zwischen China und Rußland wurde nachteilig emp­funden. Aber auch die zumeist schwächeren Aus- landbörsen und besonders der Krankheits­zustand des Reichskanzlers Müller lösten Besorgnis aus. Das Ausland und die Dankkundscchaft blieben dem Geschäft fast vollkom­men fern, so daß die Spekulation allein auf sich angewiesen war und sich aber infolge Mangels jeglicher Anregungen stark reserviert verhielt. Es traten zumeist kleine Rückschläge ein. Die Tendenz neigte zumeist zur Schwäche. Der be­vorstehende H It i m o veranlaßte die Kulisse zu Abgaben zu schreiten, doch nahm das Angebot keine dringende Formen an. Die anfänglichen Befürchtungen zwecks Lieberwindung der Liqui­dation die ungünstigen Geldmaätverhältnisse stimmten in dieser Beziehung pessimistisch, waren verfrüht, denn es machte sich bald eine Geldmarkterleichterung bemerkbar; auch konnte man Schlüsse daraus ziehen, daß die Spe­kulation schon frühzeitig Vorsorge getroffen hatte, was bei dem geringen Geschäftsumfang leicht zu bewerkstelligen war, so daß der Ultimo reibungslos überwunden werden kann. Die Stim­mung wurde wieder zuversichtlicher, doch blieb die Umsatztätigkeit weiter eng begrenzt, infolge der bestehenden Reise- und Ferienzeit und der starken Hitze, da hierdurch die Börsenbesucher nur wenig vertreten waren. Aber doch konnte sich gegen Ende der Woche eine freundlichere Stimmung durchsetzen; denn die Entspannung und die Bereitwilligkeit zwischen Rußland und China, den bestehenden Konflikt auf gütlichem Wege zu regeln, hinterließ einen vorteilhaften Eindruck. Durch den frühzeiti­gen Engagementsabbau machte sich bei der Speku­lation plötzlich wieder Deckungsneigung bemerkbar, und das Geschäft nahm in Spezialwerten lebhaftere Formen an. Die Besserung im Krank­heitszustand des Reichskanzlers und die etwas bes­seren Geldmarktoerhältnisse, sowie die günstigere Börsenverfassung in Reuyork wirkten anregend. Als einziges ungünstiges Moment wurden wieder in Erscheinung tretende Befürchtungen einer Dis­konterhöhung der Bank von England empfunden. Die starken Goldabfüsse von dieser Seite trugen ihr übriges dazu bei. Aber trotzdem schenkte man dieser Tatsache nur wenig Beachtung, die Stim­mung blieb freundlich, und einige Werte hatten ganz beträchtliche Besserungen zu verzeichnen, so daß die im Laufe der Woche eingetretenen Ver­luste zumeist wieder ausgeglichen werden konnten. Etwas mehr in den Vordergrund traten Elek -

fromerte, 8.- G.-Farben Unb auch verein­zelt die Montanpapiere, aber es darf nicht vergessen werden, daß der Umschwung erst gegen Ende der Woche eintrat. Siemens konnten sich der besseren Verfassung nicht anschließen und lagen gegenüber der vergangenen Woche immer noch georückt und vernachlässigt. A E G., Schuckert und Bergmann konnten ihren Verlust sprunghaft ausgleichen, letztere lagen sogar 3l/8 Proz. höher. Zu erwähnen sind noch Kaliwerte und M e t a l l g e s e l l s ch a f t, die das Niveau der vergangenen Woche je um 3Vs Pro§. überschritten. Die übrigen Märkte lagen still, aber die Veränderungen waren kaum von Bedeutung. Nur Reichsbank, in den das Ausland zu Abdeckungen schritt, gaben eben­falls bis zu 3 Proz. nach. Am Glanzstoff- markt unternahm die Daissepartei des öfteren einen Vorstoß, und ein Rückschlag von 10 bis 15 Proz. war die Folge, dies war auch oft ein ausschlaggebender Faktor, der auf die Allgemein­stimmung abfärbte und drückend wirkte, doch konnte auch hier der eingetretene Rückschlag fast wieder ausgeglichen werden. Zum Wochenschluh war die Stimmung freundlich, da der unver­ändert belassene Diskontsatz der Dank von Eng­land und die Entlastung des Reichs­bankinstituts eine Anregung boten. Das Ge­schäft blieb aber klein, da Aufträge fehlten, aber die Kulisse zeigte weiter einiges Deckungsbedürf­nis. Es ergaben sich zumeist Besserungen bis zu 2 Prvz. Nur Spezialwerte tra­ten etwas hervor Renten lagen zumeist geschäftslos. Am Geldmarkt war Tages­geld infolge des bevorstehenden Ultimos etwas gesuchter. Am Devisenmarkt waren die Veränderungen gering: nur das Pfund lag schwach.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Die enorme Preissteigerung der ver­gangenen Woche konnte sich diesmal nicht fortsetzen. Eine Reaktion blieb nicht aus, was sich in erster Linie an den überseeischen Märkten stärker aus­wirkte, dies blieb selbstverständlich auch nicht ohne Einwirkung auf die Stimmung des Frankfurter Marktes. Das Geschäft war daher wieder kleiner, und die Umsätze beschränkten sich auf den Bedarfs­fall. Das Angebot von Provinzseite nahm darauf­hin größere Formen an, doch konnte das Material bei nachaebenden Forderungen untergebracht wer­den. Besonders Roggen alter Ernte war stark angeboten und hatte besonders unter Preisdruck zu leiden, da mit der Anlieferung neuer Ernte schon begonnen wurde. Die Hausse an den ausländischen Plätzen führte jedoch wieder zu einer Besserung der allgemeinen Lage, die Rückgänge wurden verschie­dentlich wieder ausgeglichen. Im großen und gan­zen unterlag der Produktenmarkt größeren Schwan­kungen, was im allgemeinen zur Zurückhaltung, wenigstens in spekulativer Hinsicht, veranlaßte. Man war nach den Erfahrungen der letzten Zeit sehr skeptisch, und will erst die Entwicklung der Dinge etwas abwarten.

Aber dessen ungeachtet war die Tendenz freund­lich, und man sieht der Zukunftsgestaltung mit viel Vertrauen entgeaen. Weizen war immer noch ausgesetzt. Das Geschäft hierin war ziemlich gering, da bis jetzt nur alte Ware vorhanden war. Das Geschäft in Mehl gestaltete sich fast die ganze Woche hindurch recht lebhaft. Die Mühlen hatten befriedigenden Absatz zu verzeichnen. Von dieser Seite wurde Brotgetreide stärker begehrt. Am Futtermittelmarkt war Mais für Futter­artikel vernachlässigt, während Kleie verschiedent­lich gesucht blieb.

Zum Wochenschluß trat wieder eine stärkere Lust­losigkeit zutage, die durch erneut schwächere Aus­landnotierungen hervorgerufen wurde. Das Geschäft bewegte sich in kleinem Rahmen. Kleinere Einbußen traten daraufhin verschiedentlich ein. Das Angebot in Brotgetreide wurde dringender. Besonders Rog­gen, Roggenmehl und W e i z e n k l e i e lagen unter Druck. Gut gehalten blieb Weizen­mehl. Verglichen mit den Notierungen der ver­gangenen Woche ergaben sich für Weizen ein Verlust von i Mark, für Roggen und Mais für Futterzwecke ein Verlust von je f und für Weizenkleie und Hafer, inländ., ein solcher von je i Mark. Gut behauptet lagen Roggen- k l e i e und Roggenmehl, letzteres mußte jedoch später auch } Mark nachgeben. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Roggen 22 bis 22,25, Hafer, inländ., 22,75 bis 23, Mais für Fut- terzwecke 22,75, Weizenmehl 38,75 bis 41,50, nieder­rheinisches 38,75 bis 41,50, Roggenmehl 30,50 bis 31,75, Weizenkleie 11,25, Roggenkleie 12,50 bis 12,75 Mark.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Das Geschäft am Frankfurter Schlach t- v i e h rn a r k t ließ in dieser Woche viel zu wün­

schen übrig. Sn einigen Viehgattungen toar bäi Auftrieb bedeutend größer, aber die Aufnahme* lust war so gering, so daß vielfach größerer! fieberst and verblieb. Besonders Rinde« konnten schlecht abgesetzt und bei schleppendem Geschäft nur 50 Prozent bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden. Ausschlaggebend für daS schlechte Geschäft war hier vor allem die Ferien­zeit und die starke Hitze, da das Publikum aufl diesem Grunde nur wenig Bedarf nach Fleisch­waren zeigt. Die Preise für Rinder war ftarl rückgängig; der größere Auftrieb trug auch noch feinen Teil dazu bei. Dasselbe Bild entwickelte sich auch am Schweinemarkt. Bei großem Austrieb und Äeberstand war das Geschäft ver­nachlässigt, und die Preise lagen ebenfalls start unter Druck. Nur in Kälbern und Schafen war die älmsahtätigkeit etwas reger. Sn Scha­fen war der Antrieb nach wie vor sehr spärlich; Preisnotierungen kamen hier nicht zustande. Sn Kälbern war die Beschickung kleiner, so daß dis Preise verhältnismäßig gut gehalten blieben. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1852 Rinden^ darunter befanden sich 376 Ochsen, 130 Dullen, 736 Kühe und 554 Färsen, ferner aus 1477 Käl­bern, 147 Schafen und 4885 Schweinen. Ver­glichen mit dem Auftrieb der vergangenen Wochs waren 230 Rinder und 475 Schweine mehr an­getrieben, während 100 Kälber weniger zum Verkauf standen. Schafe waren im Antrieb nur geringfügig verändert. Bezahlt wurde pro Zent­ner Lebendgewicht: Ochsen A1 53 bis 59, 2 48 bis 52, Bl 43 bis 47; Bullen A 47 bis 52, B 42 bis 46; Küche A 43 bis 46, B 35 bis 42.

C 30 bis 35; Färsen A 53 bis 58, B 48 bis 52.

C 40 bis 47; Kälber B 72 bis 75, C 65 bis 71,

D 56 bis 64; Schweine B 80 bis 83, C 81 bis 84,

D 81 bis 84. Sm Vergleich mit den Notierungen der vorigen Woche lagen Rinder von 4 bis 6 Mark und Schweine bis zu 6 Mark billiger. Kälber gaben nur 1 Mark im Preise nach.

*

* Maschinenfabrik Moenus 21. = Frankfurt a. M. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 1928 einen Betriebsüberschuh von 1,847 (1,905) Mill. Mk., wovon Unkosten 1,614 (1,520) und Abschreibungen 0,219 (0,200) Mill Mk. erforderten. Einschl. 15 000 Mark. Vortrag ver­bleibt ein stark verringerter Reingewinn von! 29 000 (195 000) Mk., der vorgetragen werden soll. Eine Dividende (i. V. 4 Prozent) kommt nicht zu- Verteilung. Nach dem Bericht gestattete der Be^ schäftigungsgrad bis Herbst 1928 eine rationell- Ausnützung der Fabrik. In den letzten Jahresrno^ naten seien die Verhältnisse bei den wichtigsten 21 tN nehmern (Schuhfabriken) so schlecht geworden, dahj der Auftragsbestand empfindlich zurückging. Sm ersten Vierteljahr 1929 hätten sich die denkbar schlechten Verl)ältnisse in den belieferten Industrien im Auftragseingang ausgewirkt, während im zwei« ten Viertejahr, z. T. durch erfolgreiche Bearbeit tung ausländischer und überseeischer Märkte, ein­leichte Besserung eingetreten sei.

* Metallgesellschaft QI.-®., Frank­furt a. M. Die Metallgesellschaft hat sich ent­schlossen, in gewissen ZeitabständenMitteilun­gen aus dem Arbeitsbereich der Metallgesell- schast A.-G." herauszugeben. Nunmehr liegt das erste Heft dieser Mitteilungen vor, das einige interessante Aufsätze über besondere technische Verfahren enthält, so über das Dösten sulfi­discher Metallerze und weiter über die Ein­führung der elektrischen Gasreinigung in die europäische Sndustrie. Bedeutsame Einblicke in die Lage der Metallmärkte gewähren sodann die den Mitteilungen beigesügten statistischen Zusammenstellungen über Blei, Küpser, Zink und Zinn, in denen die monatlichen Produktions­ergebnisse der Kupfer-, Blei- und Zinkhütten bzw. der Zinn-Dergwercke in der Welt, sowie der internationalen Handelsbewegung dieser Metalle auf Grund der metallstatistischen Ar­beiten der Metallgesellschaft veröffentlicht wer­den. Nach einem Ue&erblicf über die be­kannte Entwicklung der Metallgesellfchaft im Laufe der Sahre, die Schaffung einer indu­striellen Grundlage, den Ausbau der technischen Qlbteihingen und der nahestehenden deutschen Metallhütten, die vollständige Uebernahme ver­schiedener weiterverarbeitenden Werke und den Aufbau eigener Dersuchslaboratorien auf tech­nisch-chemischem Gebiet wird darauf hinge­wiesen, daß neben den regelmäßigen Beschrei­bungen von Teilen der Organisation und de« Betätigung der Gesellschaft auf den verschieden­sten Gebieten dieMitteilungen" stets die er­weiterten statistischen Zusammenstellungen ent­halten sollen. Auch plane man mit der Zeit eine Ausdehnung der Wirtschaftsstatistischen Arbeiten auf andere Sachgebiete. Auch Mitteilungen über wirtschaftliche Zusammenhänge auf den von der: Gesellschaft bearbeiteten Gebieten würden von Zeit zu Zeit erfolgen können.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.

Frankfurt a.9R.|

Ber-tn

Schluß Kurt

Schluß!. Abend» börle

Schluß- Kure

Schluß!. Mittag. börle

Datum

25-7.

26.7.

25 7.

26 7.

6% Dl. Relchsanleihe v. m< . - Dt. Anl.-Ablös.-Schuld mit AuS°

87,25

87,5

87,5

lo|.-8ied)tcn.........

dl

51

51

51

De)gl. ohne AuSlos.-Nechte . . . 7% Franks. Hyp.-BI. Goldpf. un>

9,65

9,65

9,75

9,6

kündbar bis 1932.......

4¥i% Rheinische Hyp.-Bank ßtqu.-

83,25

ßjolbpf ......

77,6

_

A.E-G- a'bfl. V orkriegS- Obligation.,

rückzahlbar 1932 .......

87,5

4% Schweiz. Bundesb.-Anl.. . .

98,5

4% Leiterreichtiche Goldrte.. . -

29,3

4,20% Oesterr. Silberrle.....

2,3

2,45

2,4

4% Oesterreich, einbcltl. Rte. . .

1,75

23

_

23,1

22

23,1

4% Ungarische SiaalSc. v. 1910 .

4%% deSgl. von 1913.....

_

<% Ungarische Kronenrte.....

1,75

1,8

1,75

1,8

4% Türk. Hollanlcche v. 1911 . .

4% Türkische Bagdadbahn-Anl.,

7,7

7,75

7,75

Gerte I...........

7,7

7,7

7,75

4% deögl. Serie II.......

7,7

4% {Rumänen amtiert. Nie. . . .

_

*yt% Rumänen Goldanl. von 1913

Mg. Deutsche Eisenbahn . . 4yt

_

_

__

Hamburg-Amerika Paket ... 8

Hamb.-Südam. Dampfsch. . . 8

122

122,4

122,75

189,25

Hansa Dampsschiss.....10

164,75

163,5

Norddeutscher Llond.....8

115,5

115,65

115,25

115

vlllg. Deutsche Credltanst. . . 10

126

127

126,5

126,4

B-umer Bankverein .... 10

127,9

128,5

128,13

128

Berliner HandelSgejellsch. . . 12

Commerz- und Privat-Banl. 11

212

212,75

211,75

184,65

185,5

184,65

184,25

Darmst. ü. Nationalbanl . . 12

277,5

279,5

277

277

Deutsche Bank . . . - . 10

170,5

170,5

170,5

170,5

DtSkonto-Gesellschaft Ant.. . 10

155

155,75

155

154,75

Dresdner Bank ...... 10

161

161

161

160,5

Mitteldeutsche Credilbanl ... 9

*»

..................

317

310

316

Frankfurt a. M.

Berlin

Schluß- Ku«

Schluß!. Abend- börie

Schluß- Kurs

Schluß!. Mittag- börle

Datum

25.7.

26.7.

25.7.

26.7.

A.E.G..........

. . 8

197,5

198

rar

197,13

Bergmann.......

. . 9

227,25

227,25

226

Elektr. Lieferungen....

. 10

154,25

154

Licht und Straft .....

. 10

211

210

210,5

208

Felten & Guilleaume. . .

. . 6

137

137

137,65

136

Ges. f. Elektr. Untern.. . .

. 10

210

211,5

210,25

210,5

Hamb. Elekrr. Werle . . .

. 10

142,25

141

Rhein. Elektr.......

Schief. Elektr.......

Schuckert........

. . 9

147,75

. 10

189

186,5

. . 8

229

229,5

228,13

Siemens 4 Halske ....

. 12

388,5

386,65

384,75

Trcmsradio.......

. . 8

144,25

Lahmeyer L Co......

. 10

168,5

168,5

168

167,5

BuderuS...... .

. . 5

77,25

75,25

Deutsche Erdbl.....

. . 6

115,75

114,75

Essener Steinkohle ....

. . 8

138

137,5

Gelsenkirchener ... f. ¥. 3- 4

138

138,5

137,75

Harpener. .......

. . 6

146

147

147,25

146

Hoesck Eisen.......

. . 8

133,75

132,75

Ille Bergbau......

. . 8

214,5

212

211

Klücknerwerke ......

. . 7

111,25

111

111,75

Köln-Neuesten......

. . 9

130

129,25

ManneSmanu......

. . 8

122,25

122

122,75

121

Mansselder.......

. . 7

136

132,75

Oberschles. Eisenb. Bedarf.

. . b

87

Oberschles. KokSwerke . . .

. . 6

107,9

107,5

Phönix Bergbau.....

Rheinische Braunkohlen. .

- »y, . 10

105

299,5

105,5

302

105,25

300

104,75

300

Rhetnstahl . . . f.'/. Jahr 4H

127,5

127,5

127

126,5

Riebeck Montan.....

7,2

Bereinigte Stahl». . . .

. . C

114

114,5

114,13

113,5

Olavi Minen......

. 2 sh

63,65

63,4

Kall Aschersleben . . .

. 10

238,5

238

238,5

236

Kali Westeregeln.....

. 10

243,5

245

240,25

Kaliwerk Salzdetfurth . .

. 16

402

401

401,5

399,5

3. ®. Farben-Industrie . .

Dynamit Nobel 1 . . . .

. 12

227,25

228,4

227,25

226

. . 6

106,75

106,4

Scheideanstalt......

. . 9

. . 6

75,5

76,5

76,25

76,25

Rütgerswerke......

. 6

85

86

85,65

11

125,6

126

126

125,13

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß- Kure

Schluß! Abend börse

Schluß- Kurs

Schluß!. Mitlag­börse

Datum

25.7.

26-7-

25.7.

26 7.

Philipp Holzmann ....

Heidelberger Cement. . . Gement Karlstadt .... Wayß 4 Freitag.....

Schultheis Patzenhofer . . Ostwerte........

Ber. Glanzstoff.....

Bemberg........

Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser . Destauer GaS......

Daimler Motoren .... Deutsche Maschinen-Fabri! Adlerwerke Klever ....

Ludw.Loewe ...... Nat. Automobll .....

Orenstein 4 Koppel ...

Bamag-Meguia . .... Front,Maschinen . . . .

Heyliaenstaedt ..... JunghanS........

Maintraftwerk» . . . . .

Miag..........

Nekcwsulmer......

Gebr. Roeder......

Doigt 4 Haesfner ....

Südd. Zucker......

10 . 8

10

15 12

18 14

12 12

. 7 . 8 . 0 . 0 . 6

10 . 0 . 6 . 6 . 0 . 6

11 . O . 4 . 8 . 8

10 . 8 . 8

10 . 8 . 8

109,25

396,5

238,25

155

52,5

49,5

55

64,5

105,13

123,5

120,75

220

150,25

.109,5

396

156,5

52,5

49,5

65

220 150,25

109

306

238,13

395

308

237

155,25

109,75

196,13

52

54

198

21,75

90,5

214,5

54

68,5

64,5

123,65

120,75

222

149,75

108,75

305

239,75

394

307,5

23», 75

154

110

194,25

51,5

52,5

198.5

22,75

91

215,65

Banknoten.

Berlin. 26. Zu«

Geld

«rief

Amerikanische Noten .....

4,165

4,lck

Belgische Noten ........

58,33

111,40

58,57

111,84

Enalllcde Noten........

20,29

20,37

Berlin, 26- Juli

Geld

Brief

Französische Noten.....

16,43

167IF""

.nnlTnribtimr 9?Ofen ......

167,68

168,36

21,93

22.01

Norwegische Noten......

111,46

111,90

Deutsch-Oesterr.,0100 Kronen

58,99

59,23

Rumänische Noten......

2,475

2,495

Schwedische Noten......

112,05

112,49

nipi irr .......

Spanische Noten..... .

Tschechoslowakische Noten . .

60*89

12,385

61,13

12,445

Ungarische Noten.......

72,83

73,13

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

25. Juli

26- Juli

Amtliche Notierung

Geld 1 Bi-ier

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Amst.-Nott.

168,14

168,48

168,01

168,35

Buen. AireS

1,759

1,763

1,759

1,763

Brss.-Antw.

58,25

58,37

58,25

58,37

Christiania.

111,68

111,90

111,64

111,86

Kopenhagen

111,70

111,92

111,67

111,89

Stockholm .

112,33

112,55

112,31

112,53

Helnngfors.

10,533

10,553

10,53

10,55

Italien. . .

21,925

21,965

21,92

21,96

London. . .

20,336

20,376

20,350

20,370

Nermork . .

4,191

4,199

4,191

4,198

Paris....

16,42

16,46

16,43

16,47

Schweiz ..

80,65

80,79

80,59

80,75

Spanien. .

61,12

61,24

61,10

61,22

Japan . . .

1,934

1,938

1,938

1,942

Rio de Ian.

0,496

0,499

0,497

0,499

Wien in D-- Oest. abgest.

59,035

59,155

59,03

59,15

Prag . . . .

12,403

12,423

12,405

12,425

Belgrad . .

7,358

7,375

7,358

7,372

Budapest. .

73,04

73,18

73,04

73,18

Bulgarien.

3,037

3,043

3,032

3,038

Lissabon . .

18,75

18,79

18,75

18,79

Danzig.,. . Konstantin.

31,33

81,59

81,30

81,46

2,005

2,009

2,005

2,009

Athen. . .

5,42

5,43

5,42

5,43

Canada . .

4,174

4,182

5,134

4,172

4,182

Uruguay. .

4,126

20,855

4,126

4,134

Cairo . .

20,895

20,853

20,893