Wanderfahrten.
wehlar—Dianaburg—Leun—Station Braunfels.
Wir fahren mit Sonntagskarte nach Wetzlar, gehen über die alte Lahnbrücke geradeaus in die Neustadt, überschreiten die Dilwrücke, gleich darauf das Dahngeleise und gehen nunmehr schwarzen Strichen nach rechts in einen Feldweg, der an einer -Ziegelei vorbei aufwärts führt. Nach geraumer Zeit haben wir hübsche Rückblicke auf die Stadt und älmgegend. Abwechselnd durch Wald und über offenes Feld gelangt man auf die sog. Hochstraße, von der man den Turm und die Dächer von Derghausen im Dilltal sieht. Unterwegs gibt uns ein Wegweiser genaue Auskunft. Nach etwa dreistündiger genußreicher Wanderung sind wir auf der Dianaburg, wo auch unser Wegzeichen endet, angelangt. Sn der Försterei finden wir gute Unterkunft und genießen vom Turm einen herrlichen Rundblick. Zum Abstieg wählen wir entweder blaue Dreiecke, die uns in eineinviertel Stunde, oder rote Striche, die uns in eineinhalb Stunden über den Heister-
berger Hof nach Leun führen. Wir gehen über öle Lahnbrücke uni) wenden uns links der Station Braunfels zu, von wo wir heimfahren.
Bieber—Dicke Eiche—Raunheim—Wehlar.
Bon Bieber, unserem Ausgangspunkt, gehen wir über Hof und Forsthaus Haina nach dem lieblichen Schwalbenbachtal. Sn der Mitte des Tales weist uns eine Tafel aufwärts zur Dicken Eiche, einem mächtigen, uralten Baum von über zehn Meter Umfang. Hier treffen wir gelbe Striche, die vom Dünsberg kommen, und gehen ihnen nunmehr nach. Das Zeichen führt uns durch lauschige Schneisen, teils über Wiesen, jedoch vorwiegend durch Wald, an dessen Ausgang wir einen überraschenden Blick in das Lahntal, auf Naunheim, Garbenheim mit der Wartr^ Stoppelberg, Wetzlar mit dem Kalsmunt und Taunus genießen. Don hier erreicht man alsbald Naunheim, wo wir die Lahn überschreiten, um hierauf durch Wiese und Feld unser Endziel Wetzlar zu erreichen. Dauer der Wanderung dreieinhalb Stunden.
Wirischast.
Entlastung der Reichsbank.
Der Ausweis der Reichsbank für die dritte Suliwoche überrascht durch das Ausmaß der eingetretenen Entlastung. Die Entlastung erstreckt sich dieses Mal nicht nur auf das Wechselkonto, sondern auch auf die Lombardanlage, die zum Medio eine Snanspruch- nahme um annähernd ICO Mill. Mk. gezeigt hatte, und nunmehr wieder auf einen normalen Stand von 53,2 Millionen Mk. zurückgegangen ist. Auch die Schatzwechselanlage zeigt eine Verminderung um 12,2 Mill. Mk. auf 2,5 Mill. Mark, wodurch der Gesamteindruck des Reichs- bankausweifes vom 23. Suli noch günstiger wird. Es muß berücksichtigt werden, daß die Ultimo- Belastung vom 30. Suni bereits Mitte Suli trotz der hohen Snanspruchnahme des Lombardkredits der Reichsbank kompensiert war, so daß mit der dritten Suljwoche eine über das normale Maß weit hinausgehende Gesamtentlastung eingetreten ist. Bezüglich der Abwicklung auf dem Wechselkonto ist zu beachten, daß auf ihm sicherlich, wie aus der Entwicklung der Devisenkurse und des Devisenmarktes hervorgeht, größere Devisenbeträge eingegangen sind. Die Reichsbank setzt anscheinend ihre Taktik fort, Devisenzugänge zum Teil unsichtbar zu verbuchen. Andererseits hat sie ihren deckungsfähigen Devisenbestand in Höhe von 11 Mill. Mk. in Anspruch genommen, um die starken Gold- anschafsungen zu bezahlen. Die Dalutensituation der Reichsbank hat sich inzwischen ganz erholt, seit dem Tiefstände vom 7. Mai d. S. hat die Reichsbank nach ihren Ausweisen nicht weniger als rund 620 bis 630 Mill. Mk. Gold und Devisen ausgenommen gegenüber einem Derlust von rund 1100 Mill. Mk. in der Zeit vor und nach der Reparationskonferenz. Die Differenz zu dem Höchststand an Gold und Devisen am Beginn des Sahres ist noch ziemlich groß, wobei auch zu beachten ist, daß der Betrag der umlaufenden Roten noch um rund 200 Mill. Mk. höher ist als zu Beginn des Sahres. Die Reichsban? wird es sich also weiter angelegen sein lassen, ihren Goldbestand und ihr Devisenpolster zu verstärken, um die notwendige Elastizität für Devisentransfer, die bei Snkraftsetzen des Poungpla- nes von allergrößter Bedeutung ist, zu erreichen, denn der Poung-Plan legt der Reichsbank die Aufgabe ob, sehr viel größere Devisenmengen als bisher für den Transfer bereitzuhalten. Aus der günstigen Gestaltung des Reichsbankausweises geht hervor, daß die Dorbereitungen für den Llltimo Suli bisher nur einen unwesentlichen Einfluß auf ihn gehabt haben, was gleichzeitig ein Beweis dafür ist, daß Auslandgelder zur Zeit in genügendem Maße zur Derfügung stehen.
Neuer Reichsbahniarif für Sammelgut.
Mit Gültigkeit vorn Tage der Veröffentlichung im „Tarif- und Derkehrsanzeiger für den Güterund Tierverkehr" wird von der Reichsbahn widerruflich ein zunächst auf ein Sahr befristeter K°Tarif für Sammelgut herausgegeben werden, dessen Einführung der Reichseisenbahnrat in seiner letzten Sitzung befürwortet hat. Der Tarif, der von und nach allen Bahnhöfen der Deutschen Rcichsbahngesellschaft und im Derkehr mit den ihm etwa beitretenden Privatbahnen auf Entfernungen von 100 bis 400 Kilometer anwendbar ist und die Frachtsätze der Klasse C, C 10, C 5
gewährt, soll der weiteren Abwanderung hochwertiger Güter auf den Kraftwagen steuern und die bisherigen K-Tarise ergänzen. Als Sammelgut dürfen Ladungen aufgegeben werden, die aus Teilsendungen zusammengesetzt sind, die von mindestens fünf Derkehrtreibenden dem Absender zur einheitlichen Beförderung übergeben worden sind und vom Empfänger an mindestens fünf Endempfänger verteilt werden sollen. Anspruch auf den neuen Ausnahmetarif haben alle Verfrachter, die sich vertraglich verpflichten, mindestens 40 Tonnen Sammelgut monatlich in derselben Derkehrsbindung und Derkehrsrichtung aufzugeben.
Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt.
An der trostlosen L a g e der Dösenverfas- sung hat sich in der neuen Woche im allgemeinen nichts geändert. Das Geschäft stagnierte fast vollkommen; besonders der Konflikt zwischen China und Rußland wurde nachteilig empfunden. Aber auch die zumeist schwächeren Aus- landbörsen und besonders der Krankheitszustand des Reichskanzlers Müller lösten Besorgnis aus. Das Ausland und die Dankkundscchaft blieben dem Geschäft fast vollkommen fern, so daß die Spekulation allein auf sich angewiesen war und sich aber infolge Mangels jeglicher Anregungen stark reserviert verhielt. Es traten zumeist kleine Rückschläge ein. Die Tendenz neigte zumeist zur Schwäche. Der bevorstehende H It i m o veranlaßte die Kulisse zu Abgaben zu schreiten, doch nahm das Angebot keine dringende Formen an. Die anfänglichen Befürchtungen zwecks Lieberwindung der Liquidation — die ungünstigen Geldmaätverhältnisse stimmten in dieser Beziehung pessimistisch —, waren verfrüht, denn es machte sich bald eine Geldmarkterleichterung bemerkbar; auch konnte man Schlüsse daraus ziehen, daß die Spekulation schon frühzeitig Vorsorge getroffen hatte, was bei dem geringen Geschäftsumfang leicht zu bewerkstelligen war, so daß der Ultimo reibungslos überwunden werden kann. Die Stimmung wurde wieder zuversichtlicher, doch blieb die Umsatztätigkeit weiter eng begrenzt, infolge der bestehenden Reise- und Ferienzeit und der starken Hitze, da hierdurch die Börsenbesucher nur wenig vertreten waren. Aber doch konnte sich gegen Ende der Woche eine freundlichere Stimmung durchsetzen; denn die Entspannung und die Bereitwilligkeit zwischen Rußland und China, den bestehenden Konflikt auf gütlichem Wege zu regeln, hinterließ einen vorteilhaften Eindruck. Durch den frühzeitigen Engagementsabbau machte sich bei der Spekulation plötzlich wieder Deckungsneigung bemerkbar, und das Geschäft nahm in Spezialwerten lebhaftere Formen an. Die Besserung im Krankheitszustand des Reichskanzlers und die etwas besseren Geldmarktoerhältnisse, sowie die günstigere Börsenverfassung in Reuyork wirkten anregend. Als einziges ungünstiges Moment wurden wieder in Erscheinung tretende Befürchtungen einer Diskonterhöhung der Bank von England empfunden. Die starken Goldabfüsse von dieser Seite trugen ihr übriges dazu bei. Aber trotzdem schenkte man dieser Tatsache nur wenig Beachtung, die Stimmung blieb freundlich, und einige Werte hatten ganz beträchtliche Besserungen zu verzeichnen, so daß die im Laufe der Woche eingetretenen Verluste zumeist wieder ausgeglichen werden konnten. Etwas mehr in den Vordergrund traten Elek -
fromerte, 8.- G.-Farben Unb auch vereinzelt die Montanpapiere, aber es darf nicht vergessen werden, daß der Umschwung erst gegen Ende der Woche eintrat. Siemens konnten sich der besseren Verfassung nicht anschließen und lagen gegenüber der vergangenen Woche immer noch georückt und vernachlässigt. A E G., Schuckert und Bergmann konnten ihren Verlust sprunghaft ausgleichen, letztere lagen sogar 3l/8 Proz. höher. Zu erwähnen sind noch Kaliwerte und M e t a l l g e s e l l s ch a f t, die das Niveau der vergangenen Woche je um 3Vs Pro§. überschritten. Die übrigen Märkte lagen still, aber die Veränderungen waren kaum von Bedeutung. Nur Reichsbank, in den das Ausland zu Abdeckungen schritt, gaben ebenfalls bis zu 3 Proz. nach. Am Glanzstoff- markt unternahm die Daissepartei des öfteren einen Vorstoß, und ein Rückschlag von 10 bis 15 Proz. war die Folge, dies war auch oft ein ausschlaggebender Faktor, der auf die Allgemeinstimmung abfärbte und drückend wirkte, doch konnte auch hier der eingetretene Rückschlag fast wieder ausgeglichen werden. Zum Wochenschluh war die Stimmung freundlich, da der unverändert belassene Diskontsatz der Dank von England und die Entlastung des Reichsbankinstituts eine Anregung boten. Das Geschäft blieb aber klein, da Aufträge fehlten, aber die Kulisse zeigte weiter einiges Deckungsbedürfnis. Es ergaben sich zumeist Besserungen bis zu 2 Prvz. Nur Spezialwerte traten etwas hervor — Renten lagen zumeist geschäftslos —. Am Geldmarkt war Tagesgeld infolge des bevorstehenden Ultimos etwas gesuchter. Am Devisenmarkt waren die Veränderungen gering: nur das Pfund lag schwach.
Wochenbericht
vom Frankfurter Produktenmarkt.
Die enorme Preissteigerung der vergangenen Woche konnte sich diesmal nicht fortsetzen. Eine Reaktion blieb nicht aus, was sich in erster Linie an den überseeischen Märkten stärker auswirkte, dies blieb selbstverständlich auch nicht ohne Einwirkung auf die Stimmung des Frankfurter Marktes. Das Geschäft war daher wieder kleiner, und die Umsätze beschränkten sich auf den Bedarfsfall. Das Angebot von Provinzseite nahm daraufhin größere Formen an, doch konnte das Material bei nachaebenden Forderungen untergebracht werden. Besonders Roggen alter Ernte war stark angeboten und hatte besonders unter Preisdruck zu leiden, da mit der Anlieferung neuer Ernte schon begonnen wurde. Die Hausse an den ausländischen Plätzen führte jedoch wieder zu einer Besserung der allgemeinen Lage, die Rückgänge wurden verschiedentlich wieder ausgeglichen. Im großen und ganzen unterlag der Produktenmarkt größeren Schwankungen, was im allgemeinen zur Zurückhaltung, wenigstens in spekulativer Hinsicht, veranlaßte. Man war nach den Erfahrungen der letzten Zeit sehr skeptisch, und will erst die Entwicklung der Dinge etwas abwarten.
Aber dessen ungeachtet war die Tendenz freundlich, und man sieht der Zukunftsgestaltung mit viel Vertrauen entgeaen. Weizen war immer noch ausgesetzt. Das Geschäft hierin war ziemlich gering, da bis jetzt nur alte Ware vorhanden war. Das Geschäft in Mehl gestaltete sich fast die ganze Woche hindurch recht lebhaft. Die Mühlen hatten befriedigenden Absatz zu verzeichnen. Von dieser Seite wurde Brotgetreide stärker begehrt. Am Futtermittelmarkt war Mais für Futterartikel vernachlässigt, während Kleie verschiedentlich gesucht blieb.
Zum Wochenschluß trat wieder eine stärkere Lustlosigkeit zutage, die durch erneut schwächere Auslandnotierungen hervorgerufen wurde. Das Geschäft bewegte sich in kleinem Rahmen. Kleinere Einbußen traten daraufhin verschiedentlich ein. Das Angebot in Brotgetreide wurde dringender. Besonders Roggen, Roggenmehl und W e i z e n k l e i e lagen unter Druck. Gut gehalten blieb Weizenmehl. Verglichen mit den Notierungen der vergangenen Woche ergaben sich für Weizen ein Verlust von i Mark, für Roggen und Mais für Futterzwecke ein Verlust von je f und für Weizenkleie und Hafer, inländ., ein solcher von je i Mark. Gut behauptet lagen Roggen- k l e i e und Roggenmehl, letzteres mußte jedoch später auch } Mark nachgeben. Die Woche schloß zu folgenden Notierungen: Roggen 22 bis 22,25, Hafer, inländ., 22,75 bis 23, Mais für Fut- terzwecke 22,75, Weizenmehl 38,75 bis 41,50, niederrheinisches 38,75 bis 41,50, Roggenmehl 30,50 bis 31,75, Weizenkleie 11,25, Roggenkleie 12,50 bis 12,75 Mark.
Wochenbericht
vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Das Geschäft am Frankfurter Schlach t- v i e h rn a r k t ließ in dieser Woche viel zu wün
schen übrig. Sn einigen Viehgattungen toar bäi Auftrieb bedeutend größer, aber die Aufnahme* lust war so gering, so daß vielfach größerer! fieberst and verblieb. Besonders Rinde« konnten schlecht abgesetzt und bei schleppendem Geschäft nur 50 Prozent bei der Preisgestaltung berücksichtigt werden. Ausschlaggebend für daS schlechte Geschäft war hier vor allem die Ferienzeit und die starke Hitze, da das Publikum aufl diesem Grunde nur wenig Bedarf nach Fleischwaren zeigt. Die Preise für Rinder war ftarl rückgängig; der größere Auftrieb trug auch noch feinen Teil dazu bei. Dasselbe Bild entwickelte sich auch am Schweinemarkt. Bei großem Austrieb und Äeberstand war das Geschäft vernachlässigt, und die Preise lagen ebenfalls start unter Druck. Nur in Kälbern und Schafen war die älmsahtätigkeit etwas reger. Sn Schafen war der Antrieb nach wie vor sehr spärlich; Preisnotierungen kamen hier nicht zustande. Sn Kälbern war die Beschickung kleiner, so daß dis Preise verhältnismäßig gut gehalten blieben. Der Gesamtauftrieb bestand aus 1852 Rinden^ darunter befanden sich 376 Ochsen, 130 Dullen, 736 Kühe und 554 Färsen, ferner aus 1477 Kälbern, 147 Schafen und 4885 Schweinen. Verglichen mit dem Auftrieb der vergangenen Wochs waren 230 Rinder und 475 Schweine mehr angetrieben, während 100 Kälber weniger zum Verkauf standen. Schafe waren im Antrieb nur geringfügig verändert. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen A1 53 bis 59, 2 48 bis 52, Bl 43 bis 47; Bullen A 47 bis 52, B 42 bis 46; Küche A 43 bis 46, B 35 bis 42.
C 30 bis 35; Färsen A 53 bis 58, B 48 bis 52.
C 40 bis 47; Kälber B 72 bis 75, C 65 bis 71,
D 56 bis 64; Schweine B 80 bis 83, C 81 bis 84,
D 81 bis 84. Sm Vergleich mit den Notierungen der vorigen Woche lagen Rinder von 4 bis 6 Mark und Schweine bis zu 6 Mark billiger. Kälber gaben nur 1 Mark im Preise nach.
*
* Maschinenfabrik Moenus 21. = Frankfurt a. M. Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 1928 einen Betriebsüberschuh von 1,847 (1,905) Mill. Mk., wovon Unkosten 1,614 (1,520) und Abschreibungen 0,219 (0,200) Mill Mk. erforderten. Einschl. 15 000 Mark. Vortrag verbleibt ein stark verringerter Reingewinn von! 29 000 (195 000) Mk., der vorgetragen werden soll. Eine Dividende (i. V. 4 Prozent) kommt nicht zu- Verteilung. Nach dem Bericht gestattete der Be^ schäftigungsgrad bis Herbst 1928 eine rationell- Ausnützung der Fabrik. In den letzten Jahresrno^ naten seien die Verhältnisse bei den wichtigsten 21 tN nehmern (Schuhfabriken) so schlecht geworden, dahj der Auftragsbestand empfindlich zurückging. Sm ersten Vierteljahr 1929 hätten sich die denkbar schlechten Verl)ältnisse in den belieferten Industrien im Auftragseingang ausgewirkt, während im zwei« ten Viertejahr, z. T. durch erfolgreiche Bearbeit tung ausländischer und überseeischer Märkte, einleichte Besserung eingetreten sei.
* Metallgesellschaft QI.-®., Frankfurt a. M. Die Metallgesellschaft hat sich entschlossen, in gewissen Zeitabständen „Mitteilungen aus dem Arbeitsbereich der Metallgesell- schast A.-G." herauszugeben. Nunmehr liegt das erste Heft dieser Mitteilungen vor, das einige interessante Aufsätze über besondere technische Verfahren enthält, so über das Dösten sulfidischer Metallerze und weiter über die Einführung der elektrischen Gasreinigung in die europäische Sndustrie. Bedeutsame Einblicke in die Lage der Metallmärkte gewähren sodann die den Mitteilungen beigesügten statistischen Zusammenstellungen über Blei, Küpser, Zink und Zinn, in denen die monatlichen Produktionsergebnisse der Kupfer-, Blei- und Zinkhütten bzw. der Zinn-Dergwercke in der Welt, sowie der internationalen Handelsbewegung dieser Metalle auf Grund der metallstatistischen Arbeiten der Metallgesellschaft veröffentlicht werden. — Nach einem Ue&erblicf über die bekannte Entwicklung der Metallgesellfchaft im Laufe der Sahre, die Schaffung einer industriellen Grundlage, den Ausbau der technischen Qlbteihingen und der nahestehenden deutschen Metallhütten, die vollständige Uebernahme verschiedener weiterverarbeitenden Werke und den Aufbau eigener Dersuchslaboratorien auf technisch-chemischem Gebiet wird darauf hingewiesen, daß neben den regelmäßigen Beschreibungen von Teilen der Organisation und de« Betätigung der Gesellschaft auf den verschiedensten Gebieten die „Mitteilungen" stets die erweiterten statistischen Zusammenstellungen enthalten sollen. Auch plane man mit der Zeit eine Ausdehnung der Wirtschaftsstatistischen Arbeiten auf andere Sachgebiete. Auch Mitteilungen über wirtschaftliche Zusammenhänge auf den von der: Gesellschaft bearbeiteten Gebieten würden von Zeit zu Zeit erfolgen können.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt befchloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7,5 Prozent, Lombardzinsfuß 8,5 Prozent.
Frankfurt a.9R.|
Ber-tn
Schluß Kurt
Schluß!. Abend» börle
Schluß- Kure
Schluß!. Mittag. börle
Datum
25-7.
26.7.
25 7.
26 7.
6% Dl. Relchsanleihe v. m< . - Dt. Anl.-Ablös.-Schuld mit AuS°
—
87,25
87,5
87,5
lo|.-8ied)tcn.........
dl
51
51
51
De)gl. ohne AuSlos.-Nechte . . . 7% Franks. Hyp.-BI. Goldpf. un>
9,65
9,65
9,75
9,6
kündbar bis 1932.......
4¥i% Rheinische Hyp.-Bank ßtqu.-
83,25
—
—
—
ßjolbpf ......
77,6
_
A.E-G- a'bfl. V orkriegS- Obligation.,
rückzahlbar 1932 .......
87,5
—
—
—
4% Schweiz. Bundesb.-Anl.. . .
98,5
—
—
—
4% Leiterreichtiche Goldrte.. . -
—
—
—
29,3
4,20% Oesterr. Silberrle.....
—
2,3
2,45
2,4
4% Oesterreich, einbcltl. Rte. . .
—
——
1,75
—
23
_
23,1
22
23,1
4% Ungarische SiaalSc. v. 1910 .
4%% deSgl. von 1913.....
_
<% Ungarische Kronenrte.....
1,75
1,8
1,75
1,8
4% Türk. Hollanlcche v. 1911 . .
4% Türkische Bagdadbahn-Anl.,
7,7
7,75
—
7,75
Gerte I...........
7,7
7,7
7,75
4% deögl. Serie II.......
7,7
—
4% {Rumänen amtiert. Nie. . . .
_
—
*yt% Rumänen Goldanl. von 1913
—
—
—
—
Mg. Deutsche Eisenbahn . . 4yt
_
_
__
Hamburg-Amerika Paket ... 8
Hamb.-Südam. Dampfsch. . . 8
122
—
122,4
122,75
—
—
189,25
Hansa Dampsschiss.....10
—
—
164,75
163,5
Norddeutscher Llond.....8
115,5
115,65
115,25
115
vlllg. Deutsche Credltanst. . . 10
126
127
126,5
126,4
B-umer Bankverein .... 10
127,9
128,5
128,13
128
Berliner HandelSgejellsch. . . 12
Commerz- und Privat-Banl. 11
212
—
212,75
211,75
184,65
185,5
184,65
184,25
Darmst. ü. Nationalbanl . . 12
277,5
279,5
277
277
Deutsche Bank . . . - • . 10
170,5
170,5
170,5
170,5
DtSkonto-Gesellschaft Ant.. . 10
155
155,75
155
154,75
Dresdner Bank ...... 10
161
161
161
160,5
Mitteldeutsche Credilbanl ... 9
—
—
*■»
—
..................
317
—
310
316
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß- Ku«
Schluß!. Abend- börie
Schluß- Kurs
Schluß!. Mittag- börle
Datum
25.7.
26.7.
25.7.
26.7.
A.E.G..........
. . 8
197,5
198
rar
197,13
Bergmann.......
. . 9
227,25
—
227,25
226
Elektr. Lieferungen....
. 10
——
—
154,25
154
Licht und Straft .....
. 10
211
210
210,5
208
Felten & Guilleaume. . .
. . 6
137
137
137,65
136
Ges. f. Elektr. Untern.. . .
. 10
210
211,5
210,25
210,5
Hamb. Elekrr. Werle . . .
. 10
—
—
142,25
141
Rhein. Elektr.......
Schief. Elektr.......
Schuckert........
. . 9
—
—
147,75
—
. 10
—
—
189
186,5
. . 8
—
229
229,5
228,13
Siemens 4 Halske ....
. 12
—
388,5
386,65
384,75
Trcmsradio.......
. . 8
—
—
144,25
Lahmeyer L Co......
. 10
168,5
168,5
168
167,5
BuderuS...... .
. . 5
—
—
77,25
75,25
Deutsche Erdbl.....
. . 6
——
——
115,75
114,75
Essener Steinkohle ....
. . 8
—
—
138
137,5
Gelsenkirchener ... f. ¥. 3- 4
138
—
138,5
137,75
Harpener. .......
. . 6
146
147
147,25
146
Hoesck Eisen.......
. . 8
—
—
133,75
132,75
Ille Bergbau......
. . 8
—
214,5
212
211
Klücknerwerke ......
. . 7
111,25
—
111
111,75
Köln-Neuesten......
. . 9
—
—
130
129,25
ManneSmanu......
. . 8
122,25
122
122,75
121
Mansselder.......
. . 7
—
—
136
132,75
Oberschles. Eisenb. Bedarf.
. . b
—
—
——
87
Oberschles. KokSwerke . . .
. . 6
—
—
107,9
107,5
Phönix Bergbau.....
Rheinische Braunkohlen. .
- »y, . 10
105
299,5
105,5
302
105,25
300
104,75
300
Rhetnstahl . . . f.'/. Jahr 4H
127,5
127,5
127
126,5
Riebeck Montan.....
• 7,2
Bereinigte Stahl». . . .
. . C
114
114,5
114,13
113,5
Olavi Minen......
. 2 sh
—
63,65
63,4
Kall Aschersleben . . .
. 10
238,5
238
238,5
236
Kali Westeregeln.....
. 10
243,5
245
240,25
Kaliwerk Salzdetfurth . .
. 16
402
401
401,5
399,5
3. ®. Farben-Industrie . .
Dynamit Nobel 1 . . . .
. 12
227,25
228,4
227,25
226
. . 6
106,75
106,4
Scheideanstalt......
. . 9
—
—
. . 6
75,5
76,5
76,25
76,25
Rütgerswerke......
• . 6
85
86
85,65
• 11
125,6
126
126
125,13
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß- Kure
Schluß! Abend börse
Schluß- Kurs
Schluß!. Mitlagbörse
Datum
25.7.
26-7-
25.7.
26 7.
Philipp Holzmann ....
Heidelberger Cement. . . Gement Karlstadt .... Wayß 4 Freitag.....
Schultheis Patzenhofer . . Ostwerte........
Ber. Glanzstoff.....
Bemberg........
Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg . . Charlottenburger Wasser . Destauer GaS......
Daimler Motoren .... Deutsche Maschinen-Fabri! Adlerwerke Klever ....
Ludw.Loewe ...... Nat. Automobll .....
Orenstein 4 Koppel ...
Bamag-Meguia . .... Front,Maschinen . . . .
Heyliaenstaedt ..... JunghanS........
Maintraftwerk» . . . . .
Miag..........
Nekcwsulmer......
Gebr. Roeder......
Doigt 4 Haesfner ....
Südd. Zucker......
10 . 8
10
15 12
18 14
12 12
. 7 . 8 . 0 . 0 . 6
10 . 0 . 6 . 6 . 0 . 6
11 . O . 4 . 8 . 8
10 . 8 . 8
10 . 8 . 8
109,25
396,5
238,25
155
52,5
49,5
55
64,5
105,13
123,5
120,75
220
150,25
.109,5
396
156,5
52,5
49,5
65
220 150,25
109
306
238,13
395
308
237
155,25
109,75
196,13
52
54
198
21,75
90,5
214,5
54
68,5
64,5
123,65
120,75
222
149,75
108,75
305
239,75
394
307,5
23», 75
154
110
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51,5
52,5
198.5
22,75
91
215,65
Banknoten.
Berlin. 26. Zu«
Geld
«rief
Amerikanische Noten .....
4,165
4,lck
Belgische Noten ........
58,33
111,40
58,57
111,84
Enalllcde Noten........
20,29
20,37
Berlin, 26- Juli
Geld
Brief
Französische Noten.....
16,43
167IF""
.nnlTnribtimr 9?Ofen ......
167,68
168,36
21,93
22.01
Norwegische Noten......
111,46
111,90
Deutsch-Oesterr.,0100 Kronen
58,99
59,23
Rumänische Noten......
2,475
2,495
Schwedische Noten......
112,05
112,49
nipi irr .......
Spanische Noten..... .
Tschechoslowakische Noten . .
60*89
12,385
61,13
12,445
Ungarische Noten.......
72,83
73,13
Devisenmarkt Berlin - Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
25. Juli
26- Juli
Amtliche Notierung
Geld 1 Bi-ier
Amtliche Notierung
Geld | Brief
Amst.-Nott.
168,14
168,48
168,01
168,35
Buen. AireS
1,759
1,763
1,759
1,763
Brss.-Antw.
58,25
58,37
58,25
58,37
Christiania.
111,68
111,90
111,64
111,86
Kopenhagen
111,70
111,92
111,67
111,89
Stockholm .
112,33
112,55
112,31
112,53
Helnngfors.
10,533
10,553
10,53
10,55
Italien. . .
21,925
21,965
21,92
21,96
London. . .
20,336
20,376
20,350
20,370
Nermork . .
4,191
4,199
4,191
4,198
Paris....
16,42
16,46
16,43
16,47
Schweiz ..
80,65
80,79
80,59
80,75
Spanien. .
61,12
61,24
61,10
61,22
Japan . . .
1,934
1,938
1,938
1,942
Rio de Ian.
0,496
0,499
0,497
0,499
Wien in D-- Oest. abgest.
59,035
59,155
59,03
59,15
Prag . . . .
12,403
12,423
12,405
12,425
Belgrad . .
7,358
7,375
7,358
7,372
Budapest. .
73,04
73,18
73,04
73,18
Bulgarien.
3,037
3,043
3,032
3,038
Lissabon . .
18,75
18,79
18,75
18,79
Danzig.,. . Konstantin.
31,33
81,59
81,30
81,46
2,005
2,009
2,005
2,009
Athen. . .
5,42
5,43
5,42
5,43
Canada . .
4,174
4,182
5,134
4,172
4,182
Uruguay. .
4,126
20,855
4,126
4,134
Cairo . . •
20,895
20,853
20,893


