Ausgabe 
27.7.1929
 
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Ä^1 und Ae. u^a^), und der erste S?urMn.Turntt Eben, auf Einladung oeutfchen Turnerbundes ut chen Turnbrü. abstatten. Der Besuch Irres Hermtgaues der ng bet obersten Lei. rrrfchaft, bie ben Gau. Ntragt hat, ben Turn, r Grüße ber Deutschen gen.

erfahren, werden bie irncr ihre Keife nach antreten; bie Wfahtt irr Schnellzug um 22.12 & Am 1. August wer. m Hamburger Turnder. m Verein bet Deutschen n. Am 2. August erfolgt »issnng aus bem Hapag. üt bem sie am gleichen treten werben Neuyork erfolgt am sie von Vertretern te chen lurnerbunbes und 5 Neuyork und Sororkn r hoben der chesfen-Dam> fangoercine von Neym' te aus Oberölfen <ec- und herzlich ern^oi.- v Msrnchall in Neu^-l )e Vrle besucht werben: i, Cinncinaty, Los Ango iouis, Pittsburgh, wo ter mischen deutschen lurnec gen wohlbekannte und gt' geSeibel seinen Wohn- lijia, Washington u|w. 3n melden die oberhessischen sie der deutschen Turner ihnen überall einen herz- wollen. Bon besonderer r Besuch bei unserem hes- nordamerikanischen deu '

>rae Seibel m W lierher mitgeteiU ^at, bafe aerLandsleute undTuni eue und daß es ' m - in werde, fw bei r 8 er Turnbrüder empfanae tsmert wird auch MW viSsÄ WS-«" rsjjss Vw-jSS.

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Das Urteil im Stinnes-Prozeß

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Gießener Anzeigers".

Gros wegen desselben vergehen» zu vier Mo­naten Gefängnis, wovon eine Mache durch die Untersuchungshaft al» verbüßt gilt; der Ange- Nagle Lugen Hirsch wegen Beihilfe und versuchten Betrug» zu 3000 211 a r t Geldstrafe bzw. einem Monat Gefängnis. Die kosten de» verfah­ren» fallen, soweit Freisprechung erfolgt, der Staat»- kasse, im übrigen den verurteilten Angeklagten zur Last. Die Haftbefehle gegen Stinne», Vothmann und Leon Hirsch werden aufgehoben, v TV a l d o w er­hält eine Bewährungsfrist von drei Jahren.

vom 7. Oktober 1925 hat der Minister des In­nern den Provinzialdirektionen empfohlen, als Wahltermin Sonntag, den 17. Novem - ber, festzusetzen. Es ist daher anzunehmen, daß die hessischen Kommunastvahlen am gleichen Tage wie die preußischen vor sich gehen werden.

WSN. Bad°Nauheim, 26.Juli. Im benach­barten Ober-Mörlen war gestern morgen ein dortiger Einwohner mit seinem Sohn damit be- schäftlgt, Sand aus einer Grube zu schaffen. Plötzlich gab die Sanddecke nach und stürzte

WSN. In diesem Jahre finden auch in Hes­sen die Neuwahlen der Stadtrats-, Gemein-

ßpe rne Mousönscha fff za pfe,wei ßö Händel . u nd ei neu jügendfrischen.neinenTeint. I

Letzte Funkmeldung des

Berlin, 27. Juli. (MTB. Funkspruch.) 3m Slinnesprozeh verkündete unter lebhaftem Andrang de» Publikums Landgerichtsdirektor Arndt heule früh folgende» Urteil:

Die Angeklagten Stinne», Tlolhmann, Leon Hirsch und Schneid werden frei ge­sprochen. Ls werden verurteilt: Der Angeklagte von Maldow wegen gemeinschaftlichen Betrugs­versuchs zu vier Monaten Gefängnis, wo­von sieben Wochen durch die erlittene Untersuchungs­haft al» verbüßt gelten; der Angeklagte Bela

* Die deutschen Kriegergräber in Südslawien. 3m Laufe dieses 3ahres sind mit Genehmigung der zuständigen südslawischen Regierungsbehörden sämtliche deutschen Krieger­gräber auf dem Kriegersriedhvf in Kanatlarei und Umgebung exhumiert und nach Prilep über- gesührt worden, um dort auf dem deutschen Kriegerfriedhof beigesetzt zu werden. Sowohl bei der Exhumierung als auch bei der Heberführung und Beisetzung der deutschen Soldaten haben die südslawischen Zivil- und Militärbehörden die deutschen Beauftragten für die Krieger» gräberfürsorge überaus freundlich und tatkräftig unterstützt und den Toten die letzte Ehre er­wiesen. Besonders anzuerkermen ist, daß die Be­völkerung von Prilep und Umgebung sich daran

lammenkeffen der beiden 1. Sieger vom Deutschen Turnfest in Köln, Turner Preis von den deut­schen Turnern in Chikago und Turner Karl Reu- ter vom Turnverein 1846 in Gießen, sein; beide Turner haben bekanntlich in Köln den 1. Sieg mit gleicher Punktzahl errungen.

Die Rückreise der beiden Turner wird von Reuhork aus voraussichtlich Mitte September angetreten werden. Für die lleberfahrt nach Deutschland werden unsere Landsleute den neuen LlohddampferBremen" benutzen. Bemerkens­wert sei übrigens, daß nach einer Mitteilung der beiden Schiffsreedereien an Herrn Schneider die Leitungen der SchiffeBremen" undHam­burg" der Anwesenheit der beiden Turner auf ihren Schiffen mit Vergnügen entgegensehen und ihnen einen besonderen Willkommengruß ent­bieten werden.

Man darf von dieser Turnfahrt der beiden Vertreter unseres Gaues Hessen der D. T. eine weitere Festigung der herzlichen Beziehungen zwischen der Deutschen Turnerschaft und dem Rordamerikanischen deutschen Turnerbund er­warten, darüber hinaus aber auch eine noch engere Verknüpfung des Bandes zwischen den Deutschen in Amerika und ihren Brüdern und Schwestern im deutschen Mutterlande.

Oer Derfassungstag in Hessen.

Von der Hess. Amtlichen Pressestelle wird mit» geteilt:

Die im Reiche getroffenen Vorbereitungen lassen darauf schließen, daß in diesem Jahre der Der- fassungstag überall besonders festlich begangen wird. Zur Unterstützung der in erfreulichem Maße wachsenden Bestrebungen, den Derfassungstag zu einem wirklichen Dolksfeiertag zu machen, hat jetzt der Hessische Minister des 3nnern im Rah­men der von dem Gesamtministerium bereits getroffenen Maßnahmen die Kreisdirektoren an­gewiesen, den Bürgermeistern mit ihrem Rat zur Seite zu stehen. Dies soll besonders da ge­schehen, wo es den Bürgermeistern an der nötigen Erfahrung für die entsprechende Ausgestaltung der Verfassungsfeier fehlt oder sonstige Schwie­rigkeiten bei den Vorbereitungen zu überwinden sind. Insbesondere sollen schon zu den vorbe­reitenden Besprechungen nicht nur die Vorstände der mitwirkenden Gesang», Turn» und Sport» vereine usw., sondern Vertreter aller Kreise der Bevölkerung, namentlich auch der Arbeit­geber und Arbeitnehmer, sowie der politischen Parteien, eingeladen werden.

Das kleine Gedenkbuch zum Derfassungstag 10 Jahre Deutsche Republik' (Verlag: Ver» lagshaus Darmstadt) soll entsprechend einer An­regung des Ministers für Kultus und Bildungs- Wesen möglichst allen Schülern als Fest- und Erinnerungsgabe zum Verfassungstage übergeben werden. Zur Unterstützung dieser Absicht wird, den Gemeinden empfohlen, das Gedenkbuch min­destens für die Schüler der älteren Jahrgänge anzuschaffen, bzw. Mittel dafür zur Verfügung zu stellen.

Durch Reichsverordnung sind Veranstaltungen, die am 11. August aus Anlaß und zu Ehren des Verfassungstages unternommen werden, von der Vergnügungssteuer befreit. Der Innenminister weist darauf hin, daß jede Eng­herzigkeit bei der Handhabung dieser Bestimmung vermieden werden soll. Abgesehen von den lau­senden Darbietungen der Theater, Lichtspielthea­ter Varietes usw. wird demnach bei den am Ver­fassungstag stattfindenden Veranstaltungen eine Steuerbefreiung nur dann zu verneinen sein, wenn bestimmte Tatsachen vorliegen, aus denen sich ergibt, daß die Veranstaltungen nichtaus Anlaß und zu Ehren des Derfassungstages un­ternommen werden".

3m gleichen Umfange, wie diese Freistellung von der Vergnügungssteuer eintritt, werden durch Verfügung des Ministers gewisse am 11. August aus Anlaß und zu Ehren des Derfassungstages unternommene Deranstaltungen für stempel- frei erklärt. Es handelt sich dabei um musika­lische Darbietungen. Tanzveranstaltungen sowie sonstige Belustigungen und öffentliche Darstel­lungen. Die Erlaubnisscheine zu solchen Deran­staltungen sind demgemäß stempelfrei auszustellen.

Die Polizeistunde in Gast- und Schank- Wirtschaften wird abweichend von der allgemeinen Regelung für die Rächt vom 11. auf 12. August für alle Gemeinden des Landes einheitlich auf 5 Uhr festgesetzt.

Oie hessischen Kommunalwahlen am 17. November.

beteiligte.

** Verein ehem. 61. Artilleristen, Darmstadt. Am 1. September d. I. wird in Ba­benhausen das Denkmal für die Toten der II. Ab­teilung des Feldartillerie-Negiments Nr. 61 einge- weiht. Anschließend hieran findet eine Wieder­sehensfeier auf der Schloßwiese statt, wobei die ehem. Regimentskapelle unter Leitung von Ober­musikmeister Weber konvertieren wird. Alle ehe­maligen 61er, sowie die Angehörigen ber von dem

Erweitertes Schöffengericht Gießen.

Gießen, 24. 3uli. An einem Hellen Rach­mittag überfiel im Frauenwald bei Bad-Rauhe im ein Mitte der 20er 3ahre stehender Korbmacher ein ahnungslos dasitzendes junges Mädchen, um es zu vergewaltigen. Dank der energischen Gegen­wehr des Mädchens und des Hinzukommens eines Kurgastes konnte der Angeklagte sein verbreche­risches Vorhaben nicht zur Vollendung bringen. Wegen Rotzuchtsversuchs erhielt er jetzt eine G e» fängnisstrafe von zwei 3 obren.

Ein bisher noch unbestrafter junger Mann gab dem Alsfelder Pfingstmarkt einen für ihn recht schlechten Abschluß. Unter dem Einfluß des ge­nossenen Alkohols brach er in den frühen Mor­genstunden des anderen Tages in einer Metzgerei ein, um dort Würste und Schinken in erheblicher Menge zu stehlen. Als sich die Diebe von dem inzwischen aufmerksam gewordenen Mehgermeister entdeckt fühlten, suchten sie schnell das Weite und ließen den Angeklagten, der nicht so eilig mit­konnte, am Tatort allein zurück, wo er inmitten von etwa 17 Pfund Cervelatwurst und abge­hängten Schinken erwischt wurde. Das Gericht nahm an, daß der Angeklagte in seiner Trunken­heit von seinen Mittätern verführt worden ist und verurteilte ihn wegen versuchten Einbruchs­diebstahls zu zwei Monat Gefängnis.

Ein erst iHähriger junger Mann hatte sich wegen Verleitung zum Meineid zu verantworten. Bei dem Amtsgericht AlSfeld schwebte gegen ihn ein Unterhaltsprozeß. in dem auch die Kindes­mutter als Zeugin vernommen wurde. Rach deren Aussage kam der Angeklagte, der damalige Be­klagte, nicht als Vater des Kindes in Frage. Zum Glück blieb sie damals unbeeidigt. Denn kurze Zeit später stellte'sich heraus, daß der An­geklagte die Kindesmutter zu dieser falschen Aus­sage verleitet hatte, was sie auch jetzt unum­wunden zugab. Abgesehen hiervon wurde der Angeklagte aber auch durch andere Zeugen und durch aufgefundene Briefe einwandfrei überführt. Wegen Verleitung zum Meineid wurde gegen ihn auf die zulässige Mindest strafe von einem 3 ahr Zuchthaus erkannt.

Die Rachmittags- und Abendstunden wurden durch eine Strafsache größeren Umfangs ausge­füllt. Ein 25jäbrigcr, wiederholt vorbestrafter junger Mann hatte mit seiner Braut sich in einer Reihe von Fällen Waren erschwindelt, die sie dann sofort wieder, um Geldmittel zu be­kommen, unter dem Wert absehten; auch hatten sie sich in verschiedenen Gasthäusern einlogiert und waren dann unter Hinterlassung ihrer Zech­schulden verschwunden. Außerdem wurde ihnen der Diebstahl einer Armbanduhr und eine Ur­kundenfälschung nachgewiesen. An den beiden letz­ten Delikten war noch ein anderer 25jähriger junger Mann beteiligt, der sich auch noch wegen Unterschlagung eines Teils der ihm anvertrauten Musterkolleltion zu verantworten hatte. Der am meisten belastete Angeklagte wurde unter Zu­billigung mildernder ilmslände zueinem3ahr Gefängnis, seine Braut zu sechs Monat Gefängnis und der andere Angeklagte zu einem Monat zwei Wochen Gefäng­nis verurteilt.

nur bis zu ben Hüften verschüttet war, hatten die stürzenben Sanbmengen ben Sohn v o l l st ä n b i g begraben; er würbe nach mehrstünbiger Arbeit als Leiche geborgen.

Kreis Büdingen.

? Ridda, 26. 3uli. Bei der großen sommer­lichen Hitze machte sich hier das Fehlen einer Badeanstalt unangenehm bemerkbar. _ Aus diesem Grunde wird der Plan lebhaft erörtert, den seitherigen Eisteich auf der Gänswiese, der im Sommer als Planschbecken für die Kinder ein­gerichtet ist, in ein Schwimmbad u m z u - wandeln. Da die Durchführung dieses Projekte- nicht mit allzu hohen Kosten verknüpft zu sein scheint, hofft man, daß der Stadtvorstand die nötigen Mittel bereitstellen wird.

Kreis Schotten.

Laubach, 26. 3uli. Wie wir berich­teten. hat die Stadtverwaltung die Anlage einer Badeanstalt amObersee" auf der West­seite des Ramsberges, dem Stauweiher der früherenObermühle", beschlossen. 3n dieser Woche hat man mit Arbeiten der Aus­schachtung des Schwimm^ckens, unter Leitung des Architekten S i l tz und der' Oberaufsicht von Baurat Steinbach vom Tiefbauamt Gießen, begonnen. Das Decken soll eine Länge von 30 Meter und eine Breite von 12 Meter erhalten. Die gesamte Einrichtung soll der Reuzeit ent- sprec^nd ausgeführt werden. Die ungewöhn­liche Wärme dieses Sommers hat die Reife des Getreides so beschleunigt, daß man voraussicht­lich schon Ende kommender Woche mit der Roggenernte beginnen kann. Lagerfrucht ist nur in geringem Maße festzustellen. Die Regen­güsse der letzten Tage haben das Wachstum der Hackfrüchte sehr gefördert, ebenso des Grünsutters. Auch sind Aussichten auf eine gute Grummeternte vorhanden. Das Beeren ob st hat sich sehr gut entwickelt; Stachel- und 3ohannisbeeren sind in diesem 3ahre ungemein einträglich.

+ Ober-Schmitten, 26. Juli. Die Regu­lierung und Verlegung des Nibdabettes am oberen Ortseingang ist jetzt soweit beendet, daß die Umleitung des Wassers erfolgen konnte. Die kostspielige Umlegung erwies sich als notwendig, weil der an dieser Stelle stark gewundene Bachlauf im Laufe der Zeit viel Erde an seinem rechten Ufer abgewaschen hatte. Die ursprünglichen Grenzen lagen bereits mitten im Bachbett. Als das angren­zende Gelände bebaut werden sollte, wurde durch die neue Vermessung die Verlagerung des Bettes festgestellt. Das jetzt künstlich geschaffene Bachbctt liegt durchschnittlich über 1 Meter seitlich des seit­herigen, ist völlig gerade, hat auf der einen Seite eine starke Betonstützmauer und eine Sohlenbreite von vier Meter. Die umfangreichen Arbeiten, die unter der Leitung des Kulturbauamts Gießen stan- den, wurden von der Firma Dicker (Düsseldorf) ausgeführt.

V Oberseemen, 26. 3uli. Gestern ereig­nete sich hier ein folgenschwerer Unfall. Ein Arbeiter der Ueberlandanlage kam mit seinem Fahrrad einem landwirtschaftlichen Fuhrwerk ent­gegen. Der Fuhrmann wich nach der linken statt nach der rechten Seite aus, so daß ein Zusam­menstoß unvermeidlich war. Der Radfahrer erlitt durch den Scherenbaum eine schwere Hüft- verlehung, so daß eine sofortige Ueberführung in die Gießener Klinik nötig war.

Preußen.

Hebung des Zischbestandes in der Lahn.

WER. Li m b u r g , 26. 3uIL 3n allen beut- schen Gewässern hat der F i s ch b e st a n d be­kanntlich in erhöhtem Maße durch den strengen Winter mit den zahlreichen Eissprengun- gen gelitten. Rach den von Sachverständigen ge­machten Feststellungen beziffern sich die Schäden

(m Fischbestand ber Lahn auf 40 bis 50 Prozent. Die von bem Fischereiverein des Regierungs­bezirks Wiesbaden an das preußische Ministe­rium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten gestellten Anträge, ben Wiederaufbau bes Fischbestanbes zu fördern, sind von Erfolg gewesen. Das genannte Ministerium hat Mittel aus dem landwirtschaftlichen Rotprogramm der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt. Zur He­bung der Fischzucht wurhen in der letzten Zell in der Lahn von Limburg bis Weilburg zwei Zentner E e tj a a I e und 30 000 Stück Hecht - brüt ausgesetzt. 3n Bächen, die zur Lahn fliehen, kamen 10000 Stück Fvrellenbrut zur Aussetzung.

Kreis Marburg.

]| Marburg, 26.Juli. An einem Kreuzungs­punkt von Landstraße und Eisenbahn in unmittel­barer Nähe von Eckelshausen bei Biedenkopf rannte gestern nachmittag der in den 20er Jahren stehende Sohn des Maurermeisters Werner aus Hom­mertshausen auf dem Motorrad gegen einen Eisenbahnzug. Dem jungen Mann wurden beide Beine und ein Arm abge­fahren. Man brachte ihn in die Marburger Klinik, wo er alsbald seinen Verletzungen erlag. Das Unglück ist darauf zurückzuführen, daß Werner ein ihm nicht gehöriges Motorrad fuhr, mit dessen Handhabung er nicht richtig Bescheid wußte und deshalb nicht rechtzeitig stoppen konnte.

den hierzu erwartet.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

y. L o l I a r, 26. Juli. Ein A u t o u n f a 11 nahm heute gegen 10 Uhr einen sehr glimpflichen Ver­lauf. Ein mit Heidelbeeren hoch beladenes Last­auto kam auf der Marburger Straße bei Kirch­berg in der Richtung nach Lollar fcharf um die Kurve gefahren, begegnete einem anderen, in ent­gegengesetzter Richtung kommenden Auto, mußte ausbiegen und kam bei dem regnerischen, glitschigen Wetter ins Schlenkern. Wahrscheinlich muß ein Fehler bei der Steuerung geschehen sein, denn das große Auto überschlug sich und sperrte den größeren Teil der Straße. Beide Fahrer blieben zum Glück unverletzt, aber die vielen Zentner Heidelbeeren lagen auf der Straße. Auch das Auto hat keinen nennenswerten Schaden davonge- tragen. Also Glück im Unglück!

bt. Grünberg, 2tz Juli. Dieser Tage ging das in der verkehrsreichen Markstraße gelegene frühere Geschäftshaus der Jnstallationsfirma Ja­kob Don-Ei ff in den Besitz der Firma Wil­helm Alb ach, Lindenstruch, die schon fett drei Jahren dort ein Zigarren- und Tabakgeschäft be­treibt, über. Der Erwerbung wird ein Umbau nach neuzeitlichen Erfordernissen folgen.

D Lieh, 26. Juli. In den letzten Tagen wech­selten hier infolge Verkaufes einige Häuser ihre Be­sitzer. Der Landwirt und Bäcker Johann Peter Dietz II. erwarb durch Kauf die Hofreite des ver­storbenen Landwirts Karl Heinrich Heller in der Oberstadt. Die Hofreite des Bierbrauers Johannes Wege! in der Synagogengasse ging in den Be- sitz des Bierbrauers Heinrich Erb über. Schuh­macher Karl S t e u ( kaufte die Hofreite des Bäckers und Landwirts Johann Peter Dietz II. in der Oberstadt.

Kreis Friedberg.

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