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zugelassenen Sorten umpfropfen zu lassen. Der­selbe Vortrag fand am Mittwoch in unserem Nach­barorte Bettenhausen statt, das infolge seiner Höhenlage mit seinen Obstanlagen günstiger dastcht als Langsdorf. Der im Dezember 1928 wieder neu ins Leben gerufene Frauenverein nahm in den letzten Togen ein« chaussammlung zur Beschaffung einer neuen Altardecke und Kan» zelbekleidung vor. Es kamen rund 260 Mark zusammen, so daß gutes Material verwendet wer­den kann.

df. Bettenhausen, 24. San. Am Sonntag veranstaltete der hiesige Gesangverein seine diesjährige Qlbcn^untcr^a'Ung. Nach Ansprache und einleitendem Chor wurden zunächst fünf lebende Bilder gestellt, begleit't von den dazu passenden vierstimmigen Volks.iedern. Der Ein­druck der Bilder und Chöre war erhebend. Als­dann folgte die Glanznummer des Abends, das fünfaltige DramaAndreas Hofer". Was hier geboten wurde, darf man als mustergültig bezeichnen. Alle Spieler hatten sich glänzend in ihre Nollen eingelebt, so daß die einzelnen Akte, die durchweg an Darsteller und Szenerie erheb­liche Ansprüche stellten, glatt gespielt wurden. Einleitende Worte und Erklärungen zwischen den einzelnen Akten sprach der Chorleiter. Lehrer Schieierstein (Bettenhausen). Lobend darf gesagt werden, das; der Verein weder Mühe noch Kosten gescheut hat. sein Bestes zu bieten, so bah auch die von aufwärts erscheinenden Besucher mit voller Befriedigung den Heimweg antreten konnten.

Kreis Friedberg.

WSN. Friedberg. 25. San. Sn seiner jüngsten Hauptversammlung beschloh der Wetterauer Leiterverein, in diesem Sahre wieder ein Reit- und Fahrtur­nier zu veranstalten. Es ist beabsichtigt, bei die­ser Veranstaltung wieder auf die frühere Form, die einen wesentlich kleineren Rahmen als die letztjÄrigen Veranstaltungen hatte, zurückzu­greifen

Kreis Büdingen.

* Echzell. 25. San Auf Beschluß des Ortsvorstandes finden in diesem Sahre hier 9 Markte statt, nämlich am 4. Februar, 4. Marz, 8. April Schweinemarkt. 6. Mai Schweine- und Krämermarkt. 3. Sunt, 8. Sufi Schweinemarkt. 12. August Schweine- und Ziegen­markt, 4. November, 9. Dezember Schweinemarkt. Sn den letzten Sahren haben die hiesigen Märkte immer mebr an Bedeutung gewonnen.

Kreis Lchotteu.

Y Gedern. 25. San Nachdem sich im Laufe des verflossenen Sahres eine Anzahl musik-

Buntes Alterlei

müßte er natürlich mit Gruppen zu fünf Rufen

schütteln.

Auch dies wäre wünschenswert.

Technisch macht die Schaffung einer , solchen Einrichtung keinerlei Schwierigkeiten. Gewiß wird die Firma Telesunken. die den neuen Sendcr gebaut und den Kuckuck auZgebrütet hat, der künftig in Laibach rufen wird, eine solche Ein­richtung auf Wunsch sofort aus dem Aermel

Oberhefsen.

Landkreis Gictzen.

00 Klein-Linden, 25. San. Pfarrer Wal­deck von Darmstadt hielt am Donnerstagabend in der hiesigen Kirche einen Vortrag über die Arbeit im Elisabethen st ist in Darmstadt. Ausgehend von der Gründung des Snstituts führte der Redner an der Hand von guten Lichtbildern In die Arbeit der ver- schiedenen Zweige des Elisabethenstlftes, tote Kinder- und Krankenfürsorge. Sugendpflege, Fürsorge für Obdachlose und entlassene Straf­gefangene ein. Ferner schilderte er die Liebes- tätigkeit an alten Leuten und die Ausbildung der Schwestern. Der hiesige Posaunenchor trug durch Musikvorträge zur Verschönerung der Feier bei. Die Kollekte des Abends toar für die Erweiterung des zum Elisabethenhaus ge­hörigen Kranlcnhauses bestimmt.

* Daubringen. 25. San. Der hiesige Ge- sangvcrein .Sängerlust" hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Der Vereiir, der dem Arbeitersängerbund amgehört. ist in stetem Aufschwung begriffen, wie von dem ersten Vorsitzenden, Karl Schultheiß, m einem Rückblick auf das Sahr 1928 besonders hervorgehoben wurde. Ein wohlgelungenes Kon­zert, das der Verein unter Mitwirkung der K a - pelle Topp veranstaltet hatte, gab Zeugnis von dem Können des Vereins, ferner hat bie Feier des 55jährigen Bestehens des Vereins gezeigt, daß ihm allseits Anhänglichkeit ent­gegengebracht wird. Der Sahresabschluh zeigte ein recht erfreuliches Bild seiner finanziellen Lage. Die Dorstandswahl ergab ein Vertrauens- Votum für den ersten Vorsitzenden, der einstimmig wiedergewählt wurde. Als weitere Vorstandsmit­glieder wurden gewählt: Heinrich Wagenbach I 2. Vorsitzender, Wilhelm Büttner 1. Schrift- sührer, Heinrich Fuchs 2. Schriftführer. Hein­rich W a ck Kassierer als engerer Vvr- stand. Das Sahr 1929 wird für den Verein ein Sahr der Arbeit fein, ist doch in diesem Sahr eine Sängersahrt an den Rhein vorgesehen. Die Versammlung nahm einen all­seitig befriedigenden Verlauf.

§ Daubringen. 25. San. Dieser Tag« hielt unser Kriegerverein eine sehr gut besuchte Familienfeier ab. Der Vorsitzende, Wil­helm Walther VII.. betonte in seiner Er­öffnungsansprache. dah es erwünscht sei, wenn sich dem Verein, ähnlich wie in Nachbargemeinden, immer mehr Sungmannen anschließen würden. Kamerad Bürgermeister Preis wies in einer Ansprache auf die hohen Ziele und Aufgaben der Kriegervereinssache hin. Sm übrigen wurde die Veranstaltung durch gesellige Darbietungen der verschiedensten Art ausgefüllt. Den musi­kalischen Teil des Abends bestritt die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Lollar in bester Weise.

v. L o n d o r f. 25. San. Wangels eines Saales ist es den hiesigen Vereinen nicht möglich, tfjr alljährliches Wintervergnügen hier abzuhalten. Der GesangvereinFrohsinn" will des­halb im Saale des Gastwirts Höchst in Kessel­bach, der ebenfalls Mitglied des Vereins ist, I ein Gesangskonzert veranstalten, das am 10. Februar stattfindet und unter" der be­währten Leitung des ChormeisterS Kasten. Gießen, stehen wird. Es dürfte für alle Gesangs» freunde ein genußreicher Abend werden. Gen- darmeriewachtmeister Buhr wird am 1. Februar in den Ruhe st and treten. Obwohl der Be­amte nur einige Sahre hier im Dienst war, ist er doch allgemein beliebt und man sieht ihn ungern aus feinem Dienste scheiden.

O Göbelnrod. 25. San. Dieser Tage fand ; bei Gastwirt Decker eine Versammlung der hiesigen Obstbaumzüchter statt. Zunächst berichtete der Leiter der Versammlung. Bürger­meister Weber, über Zweck und Methode des Hrnpfropfens der Obstbäume. Die Maßnahme fand ungeteilten Beifall. Es erklärten sich 22 Obstbaumbesitzer mit ungefähr 80 Bäumen zum Hrnpfropfen bereit. Dann hielt BaumpflegerWilh. Fuchs einen sehr lehrreichen Vortrag über Obst- baumschädlütge und ihre Bekämpfung. Sm Schultheihschen Saale hielt der Radfahrer­vereinHeber Berg und Ta l" einen Theatern bend ab, der gut besucht toar und zufriedenstellend für Veranstalter und Besucher verlief. Nachdem der 1. Vorsitzende, Hch. Säger, die Erschienenen begrüßt hatte, wurden einige lebende Bilder aus dem Gebiet des Radsports gestellt. Darm kam ein Theaterstück zur Auf­führung. Den Schluß des Programms bildete ein Einakter und ein Couplet. Hieran schloß sich der übliche Tanz an.

Grünberg, 26. San. Die Anmeldun­gen für das neue Schuljahr der Oberreal­schule finden von Dienstag, 5.. bis Donnerstag, 7. Februar, statt. (Siehe heutige Anzeige.) Schrift­liche Aufnahmegesuche werden spätestens bis 7. Februar entgegengenommen.

-j- ©rünbetg, 25. San. Unter dem Vorsitz des Beigeordneten Keller bewilligte der Ge­rn e i n ö e r a t in feiner jüngsten Sitzung eine Spende von 50 Mark für das Elisabethen- ftift in Darmstadt. Es soll dies eine Subi» läumsfpende für die segensreiche Wirksamkeit der hiesigen Schwesternstation fein, die zu Ende des t>erf(offenen Jahres 25 Sahre bestand. Die bis jetzt tätigen Krankenschwestern der Station sind aus dem Elisabethensttst hervorgegangen. Für karnevalistische Veranstaltungen,

Maskenbälle ufto. tourte der dreifache Be­trag der ortsüblichen Vergnügungssteuer festgesetzt. Heber den PunktStellungnahme des Gemeinderats zu den gegen die Stadt schwebenden Prozessen, in die Bürgermeister Söckel einge­treten ist", wurde in nichtöffentlicher Sitzung ver­handelt. Am Mittwochabend sprach in der hiesigen Stadtkirche der Senior Kund aus Pan- cevo tn Sugoslawien überDeutsch-evangelisches Leben im Banat". Nach einem geschichtlichen Heberblick dieses Landstriches, an Theiß und Donau gelegen, gab er ein Bild von dem kirch­lichen Leben der dortigen Evangelischen, das in dem dort wohnenden Völker gern i sch mit den ver­schiedenen Konfessionen äußerst schwierig ist, große Opferwitligkeit erfordert und sie teilweise auf die Hilfe des Gustav-Adolf-Vereins angewiesen sein läßt. Gute Lichtbllder dienten zur Veranschau­lichung Pes Vortrages. Der Erfolg der Teller- fammlung von 45 Mark toar für den Kirchbau in Werschatz. einer kleinen, leistungsschwachen Gemeinde aus dem Arbeitsgebiete des Vor­tragenden bestimmt.

h Lich, 25. San. Bei der gestrigen zweiten Brennholzversteigerung im Licher Stadtwald, Distrckt Eisenkaute, die von Käufern außerordentlich gut besucht toar, wurden folgende durchschnittlichen Erlöse erzielt: Buchen-Scheiter 17 Mk., Buchen-Knüppel 13 Mk., Buchen-Stücke 8 Mk. je Raummeter. Duchen-Astreisig je 50 Stück 15 Ml.. Buchen-Echwellenholz. 2.6 Meter lang, 23 Mk. je Festmeter.

df. Langsdorf, 25. San. Dieser Tage sprach hier Obstbauinspektor Enkler (Gießen) vor einer zahlreichen Zuhörerschar über das aktuelle Thema: Was muß geschehen, daß der Obstbau lohnend wird?" Sn längeren Ausführungen legte der Red­ner die Gründe für den mangelhaften Absatz und die zunehmende Einfuhr ausländischen Obstes dar. i Sie sind zu suchen in der übergroßen Sortenzahl, in mangelhafter Sortierung und Verpackung, die nickt genug den Ansprüchen des Konsumenten ge­recht werden. Oft ist die Qualität auch durch tie­rische und pflanzliche Schädlinge gemindert. Soll der Obstbau lohnend werden, so muß man sich die Einfuhrländer zum Muster nehmen. Zur Erzielung einer dem Konsum gerecht werdenden Qualität sind vor allem planmäßige Düngung, dann Schädlings- betämpfung und Pflege der Bäume nötig Noch wichtiger ist die Züchtung weniger, aber gern ge­kaufter Sorten, die in Farbe, Größe und Qualität den Ansprüchen des Konsums genügen. Zu diesem Zwecke soll in kommenden Sahren auch im K r e l s e Gießen eine großzügige Umpfropf aktion ftattfinben, zu der der Staat fast die Hälfte der I Kosten trägt Mehrere Obstbesitzer erklärten sich so- 1 fort bereit, einen Teil ihrer Bäume mit den fünf

beginnen. , .

Gleich mir würden sicher viele Funkhorer dem Kuckuck für dieses Verfahren außerordentlich dank­bar sein, zumal man dabei in doppelter Be­ziehung Geld spart, nämlich erstens in Gestalt von Zeit und zweitens in Gestalt von elektrischem Strom. Außerdem ist es zum Kochen langweilig, sich zehn Minuten lang hinzufetzen und sich das Pausenzeichen anzuhören, das um so mehr, als es, wie oben gezeigt wurde, ein sehr einfaches Mittel gibt, Millionen von Rundfunlhorern täg­lich mindestens 5 Minuten Zeit zu sparen: das macht schon bei 1 Million Zuhörer 33 333 Stun­den täglich oder fast 10 Arbeitsjahrs am Tage bei vrerundzwanzigstündiger2Ir^j^8eit, oet achtstündiger sogar fast 30 Sahre! Es wurde sich also immerhin lohnen.

Natürlich kann man auch bei anderen Pausen­zeichen ein Verfahren gleicher Art anwenden. ' ' " ~ wäre wünschenswert.

die Flammen schwere Brandwunden. Während die jüngeren Geschwister vor Schmerzen bewußtlos liegen blieben, versuchte das zwölfjährige Mädchen, ihre Geschwister zu retten. Der Reihe nach schleppte sie alle fünf ins Freie, dann brach sie bewußtlos zusammen. Zwei der Ge schwister starben sofort an den erlittenen Brand­wunden: auch das heldenmütige Mädchen erlag ihren schweren Verletzungen.

IDinter in Polen.

Di« kleine Ortschaft Zarki in der Wojtoodschaft Kielle ist durch ungeheuere Schneemassen von der Hmtoelt volllomme i abgeschnitten. Sn- folge der v eien meterhohen Schneerertoehungen kann der Verkehr vorläufig nicht wieder aus­genommen werden. Die Lebensmittel- und Koh­lenpreise in Warschau sind im Zusammenhang mit den Verkehrsstörungen stark g e st i e g e n. Sn den Obdachheimen spielen sich allabendlich wahre Kämpfe um ein Nachtlager ab. Die Tem­peratur hält sich auf 16 Grad unter Null, während aus Leinberg, Bialystok und Krakau 21 Grad und aus Tarnopol 25 Grad Äälte ge° meldet werden.

Zwei hunderljährige dänische Veteranen von 1848.

Am 29. Sanuar feiert einer der beiden noch lebenden dänischen Veteranen des Krieges 1848 bis 51 in voller geistiger Frische seinen 103. Ge- burtstag. Es ist dies der frühere Segelmachcr Sorgen Birkholm in Faaberg. Er hat sechs Könige erlebt, ebenlo wie der andere Veteran jenes Krieges, der in Kopenhagen le­bende frühere Bäckermeister Sorgen Sorgen- fen. der am 17. Suni d. S. ebenfalls hundert Sahre als wird.

Mik 51 Personen an Lord gesunken.

Wie aus Schanghai berichtet wird, sind 51 Per­sonen, darunter der norwegische Kapitän des chinesischen, früher deutschen Frachtdampfers H e n g t s ch o n g" ertrunken, als dieses Schiff in schwerer See in dec Nähe der Bangtse-Wün- dung unterging. Nach zweitägigem Hmher» irren im Sturm, Schnee und Nebel wurde ein Rettungsboot des Dampfers von einem Re- gierungdüHter ausgenommen. Sn ihm befanden sich der russische erste Offizier und neunzehn Heberlebende der aus Chinesen bestehenden Be­satzung. Erst durch die Rettung dieser Schiff­brüchigen wurde der Untergang derHengtschong" bekannt.

Kommunisten plündern eine chinestsche Stabt.

200 gut organisierte und mit Flinten und Pistolen bewaffnete Kommunisten haben die Stadt Hwang- ging an der Bucht von Hangtschau angegriffen. Sie bemächtigten sich zuerst der Polizeiwachen, bann plünderten sie die Stadt und steckten sie in Brand. 30 Einwohner wurden getötet, eine alte Frau wurde lebendig verbrannt, 70 Personen wur­den verletzt. Eine Abteilung chinesischer Freiwilli- ger kam endlich der Stadt zu Hilfe. Ein Kampf mit Bomben und Maschinengewehren entspann sich, in dessen Verlauf zwanzig Kommu­nisten getötet wurden, bevor die Bande ausein­ander gesprengt werden konnte. Die Kommu- nisten hatten überall Plakate angeschlagen, die die Einwohner aufforderten, ihre Schulden, ihre Ab­gaben und ihre Mieten nicht zu zahlen und die fowjetistische Regierung zu unterstützen.

Ein Parlamenlsmufeum.

Sn Budapest wurde ein in mehreren Räu­men des Parlamentsgebäudes untergebrachtes Parlamentsmuseum eröffnet, das die Andenken an große ungarische Politiker und bedeutende politische Epochen an einem würdigen Ort der Oefsentlichkeit zugänglich zu machen berufen ift Der Museumsausschuß des Parlamentes hat be- schlos'e.r, wichtige.«: poli.ische D.rgänge im Film und die Reden hervorragender Politiker auf Grammovhonplatten zu verewigen und im Museum unterzubringen.

Das Ende eines holeldiebes.

Der Erkennungsdienst der Berliner Kriminal- polizci macht Mittellung von dem seltsamen Ende eines berüchtigten und erfolgreichen deutschen Hoteldiebes, des'ährig.nBer h rJ Straßer aus Bayern, der in den letzten acht Sahren zahlreiche große Hoteldiebstähle in Deutschland ausgeführt hat. Straßer hatte u. a. im Frühjahr 1623 in einem vornehmen Münchener Hotel einen englisches Regierungsbeamten um etwa 20 000 Mark in bar und um Sutoelen Im Werte von 33 020 Mark bestohlen. Seither war er spurlos verschwunden. Sm vorigen Monat toar nun ein Deutscher, dessen Söentität nicht feftgeftellt werden konnte, mit seinem Auto­mobil unweit von T r e n t o n im amerikanischen Staat Reto Verseh gegen den Mast einer Heberlandleitung gefahren und mit zer­schmettertem Schädel tot liegen ge­bt leben. Sn dem verunglückten Auto wurde ein kleiner Koffer gesunden, der Brillanten und sonstige Schmucksachen im Werte von etwa 70000 Mark und Pfandscheine über versetzte Sutoelen in etwa gleicher Höhe enthielt. An Hand der von der amerikanischen Polizei nach Berlin über­mittelten Fingerabdrücke konnte jetzt fest- gestellt werden, dah der Tote Straßer toar.

Man will die Eisbären sehen.

Große Lärmszenen spielten sich in Berkin im Zirkus Busch ab, als die Nachmittagsvor­stellung beendet werden sollte. Das Publikum hatte die Ankündigungen der Direktion ll)ahin aus- gefaßt. dah die 30 Eisbären schon in der Nachmittags- und nicht nur in der Abendvor­stellung in ihren Darstellungen gezeigt würden. Da jedoch die Nachmittag'Vorstellung ge­schlossen wurde, ohne daß die Eisbären zu sehen waren, tobte das Publikum und lieh sich auch w.der durch die Saaldlen:r noch durch die Polizei beruhigen, bi5 nach dreiviertelltündiger Demonstration die Direktion des Zirkus nachgab und die Ei2bären vorführte.

(Eine Mutter mit zwei Kindern durch Gas vergiftet.

Als der Geschäftsführer des Deutschen Metall­arbeiterverbandes, Ortsgruppe Würzburg, Huber, abends nach Hause kam. fand er in der Küche feiner Wohnung feine Ehefrau und seine zwei Knaben im Aller von 4 und 6 Sahren mit Gas vergiftet vor. Die so­fort angefte Len Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Nach den bisherigen Feststellun­gen liegt ohne Zweifel ein Hnglüdöfali vor. Tie Frau sah in der Nähe des Gasherdes auf einem Stuhl. Sie hatte anscheinend Zeitung gelesen, da Zeitungsblätter vor ihr auf dem Boden lagen. Während ihre beiden Kinder offen­bar auf dem Boden gespi.lt hatten.

Raubüberfall auf einen Strahenbuhnschassner.

Oluf der Lllsdorfer Endsta.ion der Aachener Kleinbahn wurde ein Straßenraub verübt. Nachdem die Fahrgäste den Wagen verlassen hatten, begab sich der Schafiner auf d e Straße, um den Bügel umzulegen. Kaum toar der Kontakt mit dem Leitungsdraht unterbrochen und der Wagen dadurch in Dunkel gehüllt, als sich eine Person blitzschnell auf den Schaffner stürzte und ihm die G e l d t a s ch e a b s ch n i 11. Che der Schaffner sich von dem Schrecken erholt hatte, toar der Räuber schon davon, nachdem er auf seine Verfolger mehrere Revolverfchüsfe abgefeuert hatte. Er entkam unerkannt.

heldenmütige Tat einer Zwölfjährigen.

Sn der Ortschaft Perchau im Bezirk Surau in Steiermark ereignete sich eine furchtbare Tragödie, bei der drei Kinder den Tod fanden. Sn einem kleinen Arbeiterhaus war während der l Abwesenheit der Eftern eine Benzinkanne explodiert und setzte im Nu die Möbel des Zimmers in Brand. Das 12jährige Töchterchen des Arbeiters und ihre fünf Geschwister erlitten durch

liebender Einwohner unserer Stadt zur Aus­übung musikalischer Kunst zusammengcschlossen hatte, fand nunmehr die formelle Gründung eines Musikvereins statt. Bei der Vor- standswahl wurden gewählt: Hermann Stöhr zum 1. Vorsitzenden. Reinhard Diehl zum Rechner. Hch. Sittner sen. zum Schriftführer. Max Rothenberger zum Wusiklei er. Rich. O b e r h e i m und Alois Emrich zu Beisitzern. Der Verein besteht zur Zeit aus 21 aktiven Mit­gliedern, die die Kapelle bilden, und 23 passiven Mitgliedern. Aktive Mital.eber sind bcilragsfrci. passive Mitglieder zahlen jährlich mindesten- 2 Mark Beitrag. Als Ziel des De.eins wird die Pflege der Musik bezeichnet. Dem Musikleiter Max Rothenberger wurde am Schlüsse der Gründungsversammlung für seine bisherige völ­lig uneigennützige Leitung der Kapelle herzlich gedankt. Der hiesige Kriegerverein unter der Leitung seines Vorsitzenden, K. DiehlXII.. bereitete seinen Mitgliedern im Saale des Löwen" einen wohlgelun e.ren H.nterhal- tungSabend, in dessen Mittelpunkt die Auf­führung des fünsaltigen historischen Lustspiels Die Anna-Lise" stand. Sämtliche Mitwirkens en widmeten sich mit großem Eifer ihren Rollen, so dah eine ausgezeichnete Darbietung zustande kam. Die Feuerwehrkapelle umrahmte die Auf­führung mit treulichen instrumentalen Darbie­tungen. Den Theatersp.e ern und der Kapelle wurde verdientermaßen reicher Beifall gezollt. Ein Tanzvergnügen. beschloh den Abend.

. Rainrod, 25. San. Auf Einladung des hiesigen Kriegervereins sprach der frühere H-Bootmatrose Kratz aus Freienseen über seine Erlebnisse bei der deutschen Marine im Weltkriege. Der Wusikverein eröffnete den Vortragsabend mit einem Militär- marsch, im Anschluß daran hieß der 1. Vor­sitzende dcS Kriegervereins. Dürgerm.ister De­cher t. den Vortragenden und die Besucher willkommen. Nach kurzem Gedenken der im Welt­krieg gefallenen deutschen Brüder begann Herr Kratz mit feinem Dortrage, zu dem ec eine ganze Anzahl guter Lichtbilder zeigte. Die sehr interessanten Darlegungen des Dor tragenden fan­den hier, wie auch schon vorher in zahlreichen anderen Orten, vecd entermaßen lebhaften Bei­fall. Der Abend wird allen Tellnehmern in an­genehmer Erinnerung bleiben.

)( Ruppertsburg. 25. San. Hnfer Kriegerverein hielt bei Gastwirt S ch l ö r b seinen zweien Fainftienabend in diesem Win.er ab. Der Vorsitzende W. Lern begrüßte die etwa 150 Erschienenen. Rach einer Ansprache über die Gründung des neuen Deutschen Reiches führten 48 Lichtbllder im Geiste hinaus auf die Schlachtfelder in Belgten und bei Verdun und zeigten dir Heldentaten unserer Feldgrauen, aber auch deren Leiden und Strapazen. Sn einer weiteren Serie kam auchDer Feldgraue Humor" zu seinem Recht. Ebenso intereifan wie anschau­lich toar der mehr als einstündige Vortrag des Kam. W. Port über seine Erlebnisse im Res.- Snf.-Regt. 222 bei den Kämpfen in den Kar­pathen und am Dnjestr. Passende Chöre des Ge­sangvereins Sängerbund umrahmten die Dar­bietungen.

Giackenburg.

Großftuer in Langen.

WSN. Qangen bei Darmstadt, 25. San. Sn den gestrigen Abendstunden brach in bet Frickschen Lederfabrik aus noch un­bekannter Hrsache Feuer aus. das in kurzer Zeit alle Fabrikräume ergriff. Die Ortsfeuertoehr und die zur Hilfe herbeigeeilten Nachbartoehren waren dem rasenden Element gegenüber machtlos und mußten sich auf den Schutz der um.iegenben Wohnhäuser beschränken. Erst nach dem Eintreffen der Feuerwehr aus Reu-Ssenburg konnte der Brand einigermaßen wirksam bekämpft werden. Größeres Hnglüd konnte dadurch vermieden werden, dah noch in letzter Minute die feuergefährlichen Oel- und Denzinfässer aus der brennenden Fabrik ent­fernt wurden. Ein großer Teil der Fabrik ist bis auf die Grundmauern nieder- gebrannt.

Kirche und Schute.

X Die erste Dekanatskonferenz der evangelischen Geistlichen des Deka­nats Gießen im neuen Sahr wurde am Dienstag von Dekan G u h m a n n mit einer An­sprache über die Losung des Tages Sef. 23.16 eröffnet. Als Gäste konnten außer einigen in Gießen im Ruhestand lebenden Herren auch der Hauptreferent. Pfarrer Waldeck (Darmstadt), und Superiiftendent, Oderfirchenrat W agn e r. begrüßt werden. Nach einigen amtlichen Mittei­lungen hielt Pfarrer Waldeck einen anschau­lichen Vortrag:Aus der Seelsorge des Elisa- bethenstifts". Er gab Anlaß zu einer längeren Aussprache über die zeitgemäße FrageArzt und Seelsorger".

tog. Schotten, 25. San. Unter dem Vorsitz von Sc fort Vokp, Laubach, fand hier die erste diessährige Pfarrtonserenz des Evan­gelischen Dekanats Schotten statt. Nach Der Eröffnung mit Schristlesung und Gebet durch Pfarrer Wolf, Wingershausen, richtete der Vor­sitzende an den neu in die Dekan atsgefttlichkeit einget-etene P.arrer Kraus. Eschenrod. Wor.s der Begrüßung. Pfarrer D. Fritsch. Rupperts-' bürg, hielt sodann ein Referat übet das Kirchen­jahr: wegen der großen Fülle des VerhandlungS- stosfes wurde die Aussprache auf die nächste Konferenz verschoben. Einen breiten Raum in den Verhandlungen nahm ein die Besprechung über die vom Landesfirchenamt hcrausgegebenen k i r ch l i ch - st a t i st i s ch e n T a b e 1 l e n. De an Delp berichtete hieraus über die Konferenz der oberhessischen Dekane am 7. Sanuar zu Gießen, sowie über die Versammlung sämtlicher Dekane Hessens am 17. Sa­nuar zu Darmstadt. Der D e k a n a t s t a g. auf dem die Wahlen des Dekans, des Dekanstell- Vertreters und des Dekanats-AuSschusses in die- . fern Sahre zu geschehen haben, wurde auf den 17. April festgesetzt: als Prediger ba5ei soll Pfar­rer Wolf, Wingershausen, als Referent über das ThemaDer evangelische Christ und die Oeffentllch'eft" soll Psarrer D. Fritsch. Rup­pertsburg. tei dem Dekanats-Ausschuß in Vor­schlag gebracht werden. Endlich wurde noch be- kanntge gelten, daß die Superintendentur- Konferenz der Geistlichen Oberhessens am 1. Mai in Gießen stattfinden soll.