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Oberheffen.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 23. September. Die G e - meindeob st Versteigerung von heute vor­mittag war recht stark besucht. Zum Ausgebot ka­men an Aepfeln einige Goldparmänen, größere Mengen Allcndorfer Rosenäpfel, Landsberger Rei- netten, Kasseler Reinetten und Schöner von Boskoop, an Birnen namentlich Pastorenbirnen und wenige Wirtschaftsbirnen. Für Aepfel wurde je Zentner am Baum 4 bis 10 Mark bezahlt, einzelne befon- ders gut behangene Bäume kamen fast bis auf 40 Mark, Birnen galten der Zentner 3 bis 5 Mark, in einzelnen Fällen bis zu 10 Mark. Die wenigen Zwetfchen gingen mit 20 Pf. bis 1 Mark pro Baum ab. Zum Ausgebot kam auch die Obsternte eines Schulgartens, der Erlös betrug rund 15 Mk. Der Gesamterlös der Versteigerung beträgt rund 1400 Mark, gegen 622 Mark im vorigen Jahr. Das Obst des alten Friedhofes, meist Zwetfchen, gehört der Kirchengemeinde und würde mit ver­steigert. Der Erlös mit 27,60 Mark fließt in die Kirchenkasse.

z Alten-Buseck, 22.Sept. Zu der Versteige­rung des Gemeindeobstes am Freitag waren ver­hältnismäßig wenig Käufer erschienen. Der Durch­schnittspreis stellte sich pro Zentner am Baum aus etwa 7 bis 8 Mark. Dagegen waren die am Sams­tag abgehaltenen Obstversteigerungen in den fiska- lischen und Rabenauschcn Gärten sehr stark von Kauflustigen besucht. Infolgedessen bewegten sich die Preise in ziemlicher Höhe. Gutes Tafelobst, das meistens von einem hiesigen Obsthändler erstanden wurde, kam auf etwa 10 bis 12 Mark. Auch das

Wirtschaftsobst konnte durch die Anwesenheit von Apfelweinherstellern den recht ansehnlichen Preis von etwa 7 bis 8 Mark erzielen. Trotz der lang­anhaltenden großen Trockenheit verspricht die zur Zeit sich in vollem Gange befindliche Kartoffel- ernte in unserer Gemarkung auch in diesem Jahre wieder ein sowohl in Qualität wie in Quantität sehr befriedigendes Ergebnis.

§Daubringen,23. Sept. Bei der diesjährigen Gemeindeobstversteigerung kamen haupt­sächlich Birnen, Aepfel und Zwetfchen zum Aus- gebot. Wie es hier üblich ist, werden immer ansehn- liche Preise erzielt. Je noch Behang der Bäume wurde für Tafelobst 5 bis 8 Mark pro Zentner am Baum, für Wirtschaftsobst etwa durchschnittlich 3 bis 6 Mark geboten und bezahlt. Auserlesene Sorten, wie Boskoop, Goldparmäne, auch Jakob Lebel, er­reichten noch höhere Preise. Zwetfchen, die in diesem Jahre hier wenig vorhanden sind, waren sehr gesucht.

l. Hungen, 24. Sept. Zu dem gestrigen Rind­vieh- und Ferkelmarkt waren 98 Stück Rindvieh und 432 Ferkel aufgetrieben. Am Rind­viehmarkt wurden verschiedentlich Verkäufe vorge­nommen und auch einige Bullen verkauft. Am Fer- kelmarkt war der Handel gut, trotz des großen An­gebotes. Der Markt wurde geräumt. Es wurde ge­zahlt für Ferkel, sechs Wochen alt, 30 Mark, sechs bis acht Wochen alt 31 bis 42 Mark, acht bis zehn Wochen alt 43 bis 50 Mark, zehn Wochen und dar­über bis zu 62 Mark je Stück.

Kreis Friedberg.

WSR. Butzbach, 23. Sept. Im Verlaufe von Auseinandersetzungen versetzte ein Hofgutsarbeiter vom Hofgut in Griedel dem Zeitungsträaer E l - m i g e r von hier in der Abwehr tätlicher Angriffe

einen Stich in die Herzgegend. Der Ge- stochens ist im Krankenhaus in Rieder-Weisel seinen schweren Verletzungen erlegen.

Kreis Alsfeld.

! Ruppertenrod, 21. Sept. Die bei un­serem Orte gelegene Transformatoren- Hauptstation erfährt seit einigen Monaten eine gründliche Umgestaltung. Man hat ein provisorisches Häuschen aufgestellt und ist eben noch am vollständigen Umbau des Ge­bäudes. Drei neue Oelschalter sind bereits an­gekommen. Man hofft, nach Fertigstellung der Arbeiten endlich vor dem bei Gewittern so lästi­gen Ausbleiben des Stromes gesichert zu sein,

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

<5d Gladenbach, 23. Sept. In der jüngsten Gemeindeoertretersitzung wurde in aus­gedehntem Maße über die auch hier seit längerer Zeit herrschenden Wasserkalamität und de­ren Beseitigung verhandelt. Man war all­gemein der Ansicht, daß zwar der Wasserzulauf noch normal, der Verbrauch, namentlich seitens einiger Gewerbebetriebe, jedoch zu sehr gestiegen sei. Der Vorschlag, in diesen Betrieben Wassermesser anzu­bringen, stieß als unpraktisch auf Widerstand. Auch über die Erbauung eines weiteren Hochbehälters konnte man sich noch nicht einigen, weshalb die Sache noch einmal vertagt wurde. Die Feld­hüter- und Gemeindearbeiter stelle muß neu besetzt werden. Es wurde beschlossen, für diesen Posten einen Höchstlohn von 1200 Mark pro Jahr festzusetzen und die Stelle auszuschreiben. .

Strafkammer Gießen.

* Gießen, 20. Sept. Ein Arbeiter war vor Jahren zur Alimentation seines unehelichen Kin­des verurteilt worden. Er entzog sich aber der Unterhaltspflicht. Wenn das Jugendamt mit vieler Mühe feinen Aufenthaltsort ermittelt hatte, verlieb er alsbald seine Dienststelle, um Lohnpfändungen zu entgehen, und verzog nach einem andern Ort, ohne sich ab- und anzumelden. Das Amtsgericht Gießen hatte ihn deshalb za zwei Wochen Haft verurteilt. Die Strafkammer erkannte auf eine G e l d st r a f e, um nicht bei Verbüßung einer Freiheitsstrafe auch noch seine Frau und Kinder der Wohlfahrtspflege anheim­fallen zu lassen.

Zwei junge Leute hatten einen Lattenverschlag auf einem Hausboden gewaltsam geöffnet und mehrere Gegenstände entwendet. Wegen Cin- bruchsdiebstahls waren sie zu je drei Mo­naten Gefängnis verurteilt worden. Nach­dem sie eingehend darüber belehrt waren, daß dies die gesetzliche Mindeststrafe sei, zu der das Gericht sie verurteilen müsse, nahmen sie ihre Berufung zurück.

Berliner Börse.

B e r l i n , 24. Sept. (WTB. Funkspruch.) Nachdem schon im gestrigen Nachmittagsverkehr und an der Frankfurter Abendbörse auf die Stützungsaktion der Banken eine allgemeine Kurserholung eingetreten war, machte die Beruhigung auch im heutigen Früh- oerkehr weitere Fortschritte. Nennenswertes Geschäft konnte sich aber bisher noch nicht entwickeln, so daß zuverlässige Kurse noch nicht zu hören sind.

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Vergleichsverfahren. I

lieber das Vermögen der Firma ®ebrü- der Weil in Gießen und ihrer Inhaber Frau Witwe weil und Emil Mannheimer in Gießen wird heute, am 21. September 1929, vormittags 11 Uhr, das Vergleichs­verfahren zur Abwendung des Konkurses eröffnet, da die Schuldnerin zahlungs­unfähig ist. 7830D

Der Geschäftsführer Hermann Kirchner in Gießen wird zur Vertrauensperson er­nannt.

Ein Gläubigerausschuß wird nicht be­stellt.

Termin zur Verhandlung über den Ver- gleichsoorschlag wird auf

Donnerstag, den 17. Oktober 1929 vormittags 8% Uhr

vor dem nachstehend bezeichneten Gericht, Zimmer Nr. 204, anberaumt.

Es wird gleichzeitig ein allgemeines Der- iiußerungsverbot erlassen.

Der Antrag auf Eröffnung des Ver­fahrens nebst feinen Unterlagen ist auf der Geschäftsstelle zur Einsicht dec Beteiligten niedergelegt.

Gießen, den 21. September 1929.

__________Hessisches Amtsgericht.__________

-MenuMVefgebung.

Die Lieferung von 500 Zentner aus- gelefener haltbarer Spcifekartoffeln für die Provinzial-Pflegeanstalt Oberheffen in Gießen soll auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden. Be­musterte Angebote sind bis zum 1. Oktober

L 3., vormittags 11 Uhr, einzureichen.

Die Lieferung kann auch geteilt vergeben werden. 7827D

Zuschlagsfrist fünf Tage.

Gießen, den 24. September 1929.

Direktion

der Provinzial-Pflegeanstalt Oberhessen.

Bullenverkauf.

Die Gemeinde Harbach versteigert am Donnerstag, dem 26. September 1929, nachmittags um 2 Uhr, im Gemeinde­zimmer, meistbietend einen erstklassigen, schlachtreifen Vogelsberger Lullen. Bedin­gungen werden vor der Versteigerung be­kanntgegeben. 7820D

Die Gemeinde beabsichtigt, einen jungen, sprungfähigen, gekörten Vogelsberger Lul­len sofort anzukaufen. Angebote sind zu richten an die unterzeichnete Stelle.

Harbach, den 23. September 1929.

Hessische Bürgermeisterei Harbach.

___Schomber._______________

Bekanntmachung.

Bei der am 15. er. stattgefundenen Vor­stands- und Beiratswahl wurden nach­stehende Herren gewählt:

A. in den Vorstand:

Ferdinand Bär Alfred Fröhlich Julius Mendel Levi Sondheim Sallj Wetterhahn

B. in den Beirat:

Fritz Austerlitz

Hofrat Jacob Grünewald

Salli Joseph

Ferdinand Löb

Rechtsanwalt Dr. Ludwig Rosenthal.

Das Protokoll und die Anlagen liegen drei Tage lang auf dem Bureau des Unter- zeichneten offen. 7832V

Einwendungen gegen die Wahl und gegen die Person des Gewählten können während der Offenlegungsftist bei dem­selben vorgebracht werden.

Gießen, den 24. September 1929.

Israelitische Religionsgesellschaft Gießen.

Der Vorstand: A. Fröhlich.

Obffversteigerung.

Freitag, den 27. September, wird das Gemeindeobst der Gemeinden Holzheim und Bergheim an Ort und Stelle ver­steigert. 7828V

Zusammenkunft für Holzheim vormit­tags 9 Uhr an der Bürgermeisterei und für Bergheim nachmittags um 3 Uhr an der Straße von Holzheim nach Dorf-Gill, am Kreuz. Bemerkt wird noch, daß vor­mittags ein größeres Quantum feinster Tafel- und Linmochblrnen versteigert wird.

Holzheim, den 23. September 1929.

Hessische Bürgermeisterei.

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